Sandro Sukno kommt zum SV Ludwigsburg

0
Historischer SVL-Transfer

Ludwigsburg.| Es ist wohl der größte Transfer in der Wasserball-Geschichte des Schwimmvereins Ludwigsburg 08: Der Weltwasserballer von 2017 und ehemalige kroatische Nationalspieler Sandro Sukno (29) hat für ein halbes Jahr beim Pro-A Bundesligisten SV Ludwigsburg seine Zusage gegeben.

Er soll den SV Ludwigsburg aus den Tabellenkeller Richtung Klassenerhalt in der Pro A-Bundesliga führen. Nach zwei Jahren Abstinenz aufgrund von Herzproblemen, wird der aktuelle Co-Trainer und ehemalige Kapitän der kroatischen Wasserball-Nationalmannschaft Sandro Sukno für ein halbes Jahr für den SVL aktiv werden.

Zuletzt stand Sukno beim kroatischen Profi-Erstligisten und Champions-League Teilnehmer VK Jug Dubrovnik  unter Vertrag, wo er sein eigentliches Comeback als Spieler letztes Jahr im April plante. „Es geht Sandro gesundheitlich gut und er konnte sich vorstellen neben seinem Engagement für die Nationalmannschaft in Deutschland wieder in seinen Sport zurückzukehren“, sagt SVL-Vorstand Matthias Nagel und ergänzt: „Es ist eine einzigartige Chance, eine Persönlichkeit wie Sandro Sukno bei uns zu haben. Er wird uns sportlich, aber auch in der öffentlichen Wahrnehmung sicherlich weiterhelfen.”

Bei seinem Heimatverein Jug Dubrovnik (Kroatien) hat Sukno das Wasserballspielen gelernt und sich zu einen Weltklasse-Spieler entwickelt. Dort debütierte der schussgewaltige Kroate mit 15 Jahren für die erste Profimannschaft, mit 18 für die kroatische Nationalmannschaft bei der EM 2008 in Malaga.

Bei der WM in Rom 2009 holte Sandro Sukno mit Kroatien Bronze, ein Jahr später bei der Heim-EM in Zagreb Gold und anschließend bei der WM 2011 in Shanghai Bronze. Im WM-Jahr wechselt Sukno von Jug Dubrovnik zum italienischen Ligaprimus Pro Recco. Nach den Goldgewinn bei den Olympischen Spielen 2012 in London wechselte Sukno zum kroatischen Erstligisten Primorje Rijeka.

2013 folgte bei der WM in Barcelona die Bronzemedaille, 2015 bei der WM in russischen Kazan die Silbermedaille. Im selben Jahr kehrte Sukno beim internationalen Top-Klub Pro Recco zurück. Bei seinen zweiten Olympischen Spielen in Rio 2016 gewann Sukno mit Kroatien Silber, bei der WM 2017 in Budapest folgte der Weltmeistertitel.

Nach diagnostizierten Herzproblemen im selben Jahr machte Sukno eine Pause vom Profisport, ehe er im März 2018 in Cleveland eine Herz-OP hatte und im August 2018 bei Jug Dubrovnik wieder unterschrieb. Doch sein Comeback blieb aus. Die Gesundheit sei nicht optimal für den Profisport gewesen. Bei der SG Neukölln Berlin zum Rückrundenauftakt in der Pro A-Bundesliga will Sandro Sukno es also wieder wagen und dem von ihm in den vergangenen Jahren so geprägten Sport aktiv werden.


Verstärkung für den SV Ludwigsburg

0
Capan und Blazevic schliessen sich dem Bundesligisten an

Ludwigsburg.| Die Schwaben waren in der Winterpause nicht untätig und haben den Kader des Bundesligisten nochmals umgebaut. Mit Nino Blazevic (PAOK / Griechenland) und Ivan Capan (VK Rovinj / Kroatien) stoßen zwei erfahrene Spieler zum Team von Trainer Adrijan Jakovcev.

Den Ludwigsburger Bundesliga-Wasserballern schließt sich Centerverteidiger Ivan Capan (27) von kroatischen B-Ligisten Vaterpolski Klub Delfin Rovinj in der Rückrunde an. SVL-Mannschaftskapitän Ivan Pisk kennt  Capan aus der gemeinsamen Jugendzeit beim kroatischen Erstligisten HAVK Mladost Za greb gut.

„Ivan ist weniger für seine Tore als für seine hervorragende Centerverteidigung bekannt. Ich bin mir sicher, dass er den Centern in der Bundesliga Probleme bereiten wird“, sagt Pisk. Auch SVL-Vorstand Matthias Nagel erhofft sich von kroatischem Neuzugang mehr Stabilität in der Defensive: „Wir waren mit Ivan bereits vor der Pro A-Saison im Gespräch. Vor dem eigenen Tor ist er sehr stark einzuschätzen und auch Offensiv wird er Akzente setzen können“.

Mit den 27-jährigen Nino Blazevic hat der SV Ludwigsburg einen weiteren vielseitigen Neuzugang zu vermelden. Blazevic gilt als torgefährlicher Spieler und lernte das Wasserballspielen beim kroatischen Erstligisten und Champions League Teilnehmer VK Jug Dubrovnik, für den Blazevic bis 2014 spielte.

Weitere Stationen waren verschiedene serbische Erstligisten (u.a. Radnicki Kragujevac), der italienische Erstligist Trieste und zuletzt bei den beiden griechischen Erstligisten VK NC Chios und PAOK Thessaloniki. „Nino ist eine qualitative Verstärkung für unsere Außenpositionen“, sagt SVL-Vorstand Nagel. Dem stimmt SVL-Torwart Ivan Pisk zu: „Er kann im Grunde alles spielen und wird unserem Spiel auf jeden Fall mehr Variabilität geben“.

Den Verein verlassen haben Luka Vuckovic, der für sich eine bessere sportliche Perspektive beim bayrischen Pro-B-Ligisten SV Würzburg sah und Aleksander Katic, den aus beruflichen Gründen Richtung Istanbul (Türkei) zog. Sich intensiver seinem Studium widmen, möchte sich Milan Melegh, der zum Beginn des Sommersemester in seine ungarische Heimat nach Eger zurückkehrte.


Stuttgart setzt Leihgeschäft mit Liverpool-Verteidiger Nathan Phillips fort

0

Geschäftliche Information

Das kuriose Leihgeschäft mit Liverpool-Akteur Nathaniel Phillips geht in die nächste Runde: Nachdem der Innenverteidiger Ende Dezember kurzfristig auf die Insel zurückbeordert worden war, verstärkt er nun wieder den Kader des Zweitligisten VFB Stuttgart.

Abwehr-Talent Nathaniel Phillips ist zurück im Schwabenland. Nachdem der 22-Jährige bereits für die Hinrunde der laufenden Zweitliga-Saison an den VFB Stuttgart verliehen worden war, war er aufgrund der angespannten Personalsituation ebenso kurzfristig wie kurzzeitig nach Liverpool zurückbeordert worden.

Nach einem Zwischenstopp von rund zwei Wochen beim amtierenden Champions-League-Sieger, für den er bei der FA-Cup-Partie gegen den FC Everton (1:0) auflief, reiste Phillips bereits wieder am 13. Januar mit den Schwaben ins Trainingslager nach Marbella, um sich gemeinsam mit seinen Teamkollegen auf die anstehenden Aufgaben vorzubereiten. Bislang hat er für die Stuttgarter neun Zweitliga- und zwei DFB-Pokal-Partien bestritten.

„Wir sind sehr froh, dass Nathaniel nach seiner zwischenzeitlichen Rückkehr nach Liverpool ab sofort wieder ein Teil unserer Mannschaft ist. Der Austausch mit den Verantwortlichen des FC Liverpool war und ist sehr konstruktiv und vertrauensvoll. So war es möglich, eine Lösung zu finden, von der am Ende alle Seiten profitiert haben“, teilte VFB-Sportdirektor Sven Mislintat mit.

Die Rückkehr auf die Insel war nötig geworden, weil sich etliche Stammkräfte der „Reds“ mit Verletzungen herumplagen. Unter anderen standen die Abwehrspieler Dejan Lovren und der Ex-Schalker Joel Matip nicht zur Verfügung. Anfang des Monats erwischte es schließlich auch noch Vize-Kapitän John Milner nach einem Zweikampf mit Everton-Stürmer Theo Walcott.

Liga plus DFB-Pokal: Stuttgart mit zwei Eisen im Feuer
Für die Stuttgarter, 1,6-für-1-Favorit auf einen Heimsieg gegen den 1. FC Heidenheim am kommenden Mittwoch, gilt es, die Scharte der katastrophal verlaufenen Vorsaison auszuwetzen, als man in den beiden Relegationsspielen gegen Union Berlin das Nachsehen hatte und sich zum dritten Mal nach 1975 und 2016 in die Zweitklassigkeit verabschiedete.

Nach etlichen Personalwechseln auf den Stühlen von Sportvorstand und Trainer ging Stuttgart jedenfalls finanziell gut aufgestellt in die aktuelle Spielzeit, da allein der Wechsel von Abwehrspieler Benjamin Pavard zu den Münchner Bayern rund 35 Millionen Euro in die Vereinskasse spülte.

Neben der sportlichen Führung um Thomas Hitzlsperger und Sven Mislintat hatte in Tim Walter auch auf dem Platz ein neuer Mann das Sagen – allerdings nur bis Heiligabend. „Nur drei Siege aus zehn Spielen. Aber nicht nur das gab wohl den Ausschlag. Auch das Spielsystem von Tim Walter war nicht mehr vermittelbar. Teilweise bestand der hochgelobte Ballbesitzfußball nur noch aus Ballgeschiebe“, kommentierte der SWR die Demission.

Nachfolger Pellegrino Matarazzo hat indes, was sollte man auch anderes erwarten, zum Ende des Trainingslagers in Spanien ein positives Fazit gezogen. Das 3:1 im Testspiel gegen den ungarischen Pokalsieger MOL Fehevar sei ein „ordentlicher Test“ gewesen, erklärte der 44-Jährige gegenüber dem „Kicker“. Man habe die zehn Tage “sehr gut genutzt, um die neuen Inhalte zu vermitteln. Wir sind auf einem guten Weg, müssen aber noch an Details arbeiten”.

Wie gut Trainer und Mannschaft des derzeitigen Tabellendritten der 2. Liga harmonieren werden, kann auch Bayer Leverkusen am Mittwoch, dem 05.02, einer näheren Prüfung unterziehen. Dann nämlich sind die Schwaben im Rahmen des DFB-Pokal-Achtelfinales bei der Werkself zu Gast.


Attila Beretka kehrt zum SV Ludwigsburg zurück

0
  • Milosav Aleksic verstärkt das Trainerteam des Bundesligisten
  • Barockstädter gehen mit Wechseln im Wasser und außerhalb des Beckens in die Rückrunde.

Ludwigsburg.| Vom Wasserball-Oberligisten SSV Zuffenhausen wechselt der Allrounder Attila Beretka zum Pro-A Bundesligisten SV Ludwigsburg. Der 34-jährige Ungar ist den Ludwigsburgern ein bekanntes Gesicht: Beretkas erster Wasserballverein in Deutschland war nach Erstligastationen in Serbien und Ungarn 2012 der SV Ludwigsburg, der damals in der 2. Bundesliga-Süd spielte.

Als drittbester Werfer in der Liga (69 Tore) wechselte Beretka nach einer Saison beim SVL in die Pro A-Bundesliga zum SSV Esslingen. Weitere Stationen waren der damalige Bundesligist SV Cannstatt (2014/15), dann wieder der SV Ludwigsburg in der zweiten Liga Süd (2015-2017), wo Beretka der Aufstieg in der Pro B-Bundesliga 2017 gelang.

Zuletzt fungierte der Neurochirurg als Spielertrainer beim Oberligisten SSV Zuffenhausen, den er zum Aufstieg in die Oberliga, der dritthöchsten deutschen Spielklasse 2017 coachte. „Mit Attila Beretka haben wir einen sehr erfahrenen Spieler gewonnen, der den jungen Spielern eine Richtung vorgeben soll“, sagt Matthias Nagel, Vorstand beim SV Ludwigsburg.

Mit den ehemaligen SVL-Bundesligaspieler und letztjährigen Interimscoach Milosav Aleksic hat der Verein ein weiteres Comeback zu vermelden: der ehemalige Deutsche Meister von 2006 wird nach einer kurzen Auszeit als Co-Trainer zurückkehren. Verlassen hat den Verein zum Jahresende der Sportliche Leiter Robert Bleich aus beruflichen Gründen.


Schüleraustausch: Jugendliche suchen Zuhause im Landkreis Böblingen

0
Landrat  Roland Bernhard und AFS sind auf der Suche nach Gastfamilien. Rund 100 internationale Jugendliche kommen im Februar.

Landkreis Böblingen, 14.01.2020.| Einer internationalen Schülerin oder einem Schüler ein zweites Zuhause auf Zeit bieten und dabei selbst eine neue Kultur entdecken – das ist gelebte Weltoffenheit und Gastfreundschaft. Die Familien im Landkreis Böblingen haben ab Februar 2020 genau diese Chance. Sie können durch die Aufnahme internationaler Gastschülerinnen und Gastschüler ihr eigenes Familienleben bereichern und die Vorfreude auf von jungen Menschen weltweit auf ihr Austauschjahr erhöhen.

Im Februar reisen knapp 100 Schülerinnen und Schüler aus aller Welt mit der gemeinnützigen und von Ehrenamtlichen getragenen Austauschorganisation AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. nach Deutschland. Darunter auch Gastschülerin Maria Luisa (18) aus Costa Rica. Die Schülerin ist ein begeisterte Tänzerin und möchte später Architektin werden. Maria Luisa möchte ebenso wie die anderen Jugendlichen für ein ganzes oder aber auch nur ein halbes Schuljahr Deutschland und seine vielfältige Kultur kennenlernen, ihre Sprachkenntnisse verbessern und Teil ihrer Gastfamilie werden.

Gemeinsam mit AFS sucht Landrat  Roland Bernhard Familien, die einen Jugendlichen wie Maria Luisa von einigen Wochen bis zu einem Jahr bei sich aufnehmen möchten. „Familien erleben durch die Aufnahme eines Gastkindes eine andere Kultur hautnah mit und lernen gleichzeitig ihren eigenen Alltag aus einer neuen Perspektive kennen. Jede Familie aus unserem Landkreis, die diese Erfahrung machen möchte, ist eine Bereicherung“, ergänzt  Bernhard über das Gastfamilienprogramm von AFS.

Gastfamilien sind so vielfältig wie die Welt: Ein Gastkind aufnehmen können Paare mit oder ohne Kinder, Alleinerziehende, gleichgeschlechtliche Paare, Senioren und Alleinstehende. Ein freies Bett, Neugierde auf andere Kulturen und Gastfreundschaft genügen. Die AFS-Geschäftsstelle und auch ein aktives Netzwerk ehrenamtlich Engagierter vor Ort bereiten alle Beteiligten auf den Austausch vor und begleiten während des Aufenthaltes des internationalen Besuchs.

Interessierte, die ein Gastkind ab Februar aufnehmen möchten, können sich direkt an die Austauschorganisation AFS wenden – unter der Telefonnummer 040 399222-90 oder per E-Mail an [email protected]. Weitere Informationen unter www.afs.de/gastfamilie.


Fahrtenbuch nach Verkehrsverstoß für 15 Monate rechtmäßig

0

Nach einem Verkehrsverstoß wird geklärt, wer am Steuer saß. Kann dies nicht festgestellt werden, darf die zuständige Behörde den Fahrzeughalter verpflichten, für einen gewissen Zeitraum ein Fahrtenbuch zu führen. Dieses soll ermöglichen, ein künftiges Verkehrsdelikt ohne Schwierigkeiten zu ahnden. Dabei hat die Behörde einen Ermessensspielraum. Die Württembergische Versicherung AG verweist auf eine aktuelle Entscheidung des Verwaltungsgerichts Mainz (3 L 1039/19.MZ), das einen Zeitraum von 15 Monaten als rechtmäßig ansah.

Ein Autofahrer hatte die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h um 34 km/h überschritten. Mit dem vom Blitzer erstellten Foto konnte die Identität des Fahrers nicht zuverlässig ermittelt werden. Da der Fahrzeughalter nicht bereit war, die weiteren Ermittlungen zu unterstützen, ordnete die zuständige Behörde an, dass er über einen Zeitraum von 15 Monaten ein Fahrtenbuch führen müsse. Das vom Halter angerufene Verwaltungsgericht Mainz sah dies als rechtmäßig an.

Laut der Entscheidung darf die Behörde das Führen eines Fahrtenbuches anordnen, wenn der Halter den Anhörungsbogen nicht zurückschickt oder die weiteren Ermittlungen erfolglos bleiben. Der angeordnete Zeitraum von 15 Monaten liege innerhalb des Ermessensspielraums der Behörde. Dabei betonte das Gericht, dass es sich um einen nicht unerheblichen Verkehrsverstoß handelte, der neben dem Bußgeld mit einem Punkt im Verkehrszentralregister zu ahnden war.


Bietigheim gewinnt das Rixespiel knapp gegen Erstligist Stuttgart

0

von Bernhard Gaus

Bietigheim-Bissingen.| Die Handballer der SG BBM kommen eine Woche vor dem Ligaauftakt in Form. Am Freitagabend besiegte der Bietigheimer Zweitligist im Rixespiel in der Sporthalle Korntal den TVB Stuttgart mit 31:30 (15:15) Toren und geht mit bester Stimmung in die Vorbereitung auf das erste Punktspiel im Jahr 2020 gegen die HSG Konstanz (Samstag, 19:30 Uhr, EgeTrans Arena Bietigheim).

In der ausverkauften Sporthalle in Korntal standen ausnahmsweise nicht die Akteure auf dem Feld, sondern der gute Zweck im Mittelpunkt in diesem Benefizspiel für Jörg „Rixe“ Riexinger. Der frühere Handballer und Abteilungsleiter des TSV Korntal, der seit einem 2011 in der Sporthalle erlittenen Herzstillstand auf den Rollstuhl angewiesen ist, darf mit dem Erlös nun schon zum achten Male die Unterstützung seiner Korntaler Handballer erfahren.

Sportlich lief es auf dem Parkett besser für den Zweitligisten, dem es gelang, dem Tabellensechzehnten der ersten Liga ein Bein zu stellen. „Man sieht, dass der Unterschied zwischen dem Tabellenende der ersten Liga und der Spitze in der 2. Liga gar nicht so groß ist“, verteilt Jürgen Schweikardt Komplimente an den Gegner. Der Coach des TVB Stuttgart musste freilich mit den drei deutschen EM-Fahrern Jogi Bitter, David Schmidt und Patrick Zieker noch auf eine Reihe erfahrener Spieler verzichten. „Über 60 Minuten hat die Qualität nicht gereicht, um zu gewinnen“, konstatierte Schweikardt. Dabei hatte sein Team den besseren Start erwischt, führte nach gut 20 Minuten mit 8:12 und hatte eine ganze Reihe weiterer Pfosten- oder Lattentreffer auf dem Papier. „Wir hatten hier die Chance auf eine Fünf-Tore-Führung leider nicht genutzt“, so Schweikardt.

Stattdessen war jetzt die SG BBM am Drücker, drehte das Spiel noch vor der Pause durch den Treffer von Jonathan Fischer zum 14:13. Bei Bietigheim fehlten neben dem langzeitverletzten Martin Marcec die angeschlagenen Jonas Maier, Tim Dahlhaus und Max Emanuel. Dafür durften die Youngster Lukas Reich, Lukas Urban und Jona Bader ein wenig Luft mit dem Profikader schnuppern. „Wir haben heute einiges ausprobiert und wollten die Belastung auf viele Spieler verteilen“, so Hannes Jón Jónsson, „aber dennoch das Spiel gewinnen“. Diese Mission ist gelungen.

Der TVB erwischte auch im zweiten Abschnitt zunächst den besseren Start, führte mit 20:22. Dann aber erspielten sich die Bietigheimer Handballer den entscheidenden Vorsprung, hatten mehr Druck in ihren Angriffsaktionen und standen vor dem guten Keeper Jürgen Müller stabiler in der Defensive.

„Wir haben selbst zu viele Chancen liegen lassen und in der Abwehr über den Kreis zu viel zugelassen“, bilanzierte Schweikardt. Patrick Rentschler und Jonathan Fischer waren die Nutznießer für die SG BBM, die am Kreis zusammen neun Treffer erzielten. Bester Werfer beim TVB war Dominik Weiß. Aber auch die acht Tore des Halblinken konnten nicht verhindern, dass Bietigheim nach einem Treffer von Jan Asmuth wieder mit 25:24 in Führung ging und diese bis auf 29:25 ausbaute.

„Es hätte zum Schluss nicht so knapp werden müssen, wenn wir das besser zu Ende gespielt hätten“, bemerkte SG BBM-Coach Jónsson, der aber durchaus zufrieden wirkte mit dem Auftritt seiner Truppe. Einen tieferen Einblick in die Chancen seines Teams für die restliche Saison wollte sich der Isländer im anschließenden Interview dann doch nicht entlocken lassen: „Die letzten zwei Monate sind schon sehr gut für uns gelaufen“, so Jónsson, „aber momentan gibt es nur ein Ziel für uns: am Samstag gegen die HSG Konstanz zu gewinnen.“

SG BBM: Müller, Reich; Asmuth (5), Fischer (5), Rentschler (4), Schäfer (4/2), Link (3), Kraus (3), Claus (3), Vlahovic (3), Öhler (1), Boschen, Rønningen, Mario Urban, Lukas Urban, Bader.

TVB 1898 Stuttgart: Lehmann, Hummel; Weiß (8), Pfattheicher (6/2), Pesevski (4), Wieling (3), Späth (3), Faluvegi (2), Markotic (2), Röthlisberger (1), Asgeirsson (1), Keim, Foege, Nicolaus.

Spielverlauf: 4:3, 8:12, 13:13, 15:15 (30.), 20:22, 25:24, 29:25, 31:30 (60.). Zeitstrafen: 8 – 6 Min.

Siebenmeter: 2/2 – 2/4

Schiedsrichter: Leon Bärmann / Nico Bärmann (Graben-Neudorf)


Familiendrama: 26-jähriger erschießt sechs Personen

Schwäbisch Hall-Rot am See.| In Rot am See wurden am Freitagmittag (24.01.2020) zwei Menschen verletzt und sechs getötet. Ein 26-jähriger Tatverdächtiger hat sich der Polizei gestellt und wurde noch am Tatort festgenommen. Die Ermittlungsbehörden gehen von einem Familiendrama aus.

Um 12.48 Uhr meldete sich der Beschuldigte selbst über Notruf beim Führungs- und Lagezentrum des Polizeipräsidiums Aalen und gab an, dass er soeben mehrere Personen erschossen habe. Die telefonische Verbindung mit dem Mann wurde so lange aufrechterhalten bis um 12:57 Uhr die ersten Beamten des Polizeireviers Crailsheim am Tatort eintrafen. Auf telefonische Anweisung hin begab sich der Mann vor das Gebäude und ließ sich widerstandslos festnehmen.

Hinter und in dem Gebäude wurden von den eingesetzten Beamten sechs getötete und zwei schwerverletzte Personen aufgefunden. Bei den Getöteten handelt es sich um den 65 Jahre alten Vater, die 56-jährige Mutter, zwei weitere Männer im Alter von 36 und 69 Jahren und zwei weitere Frauen im Alter von 36 und 62 Jahren, die ebenfalls in einem noch nicht gänzlich verifizierten verwandtschaftlichen Verhältnis zum Beschuldigten stehen. Außerdem wurden ein Mann und eine Frau durch Schüsse schwer verletzt; eine der Personen schwebt in Lebensgefahr. In welchem Beziehungsverhältnis diese beiden auswärtigen Personen zum Tatverdächtigen stehen, ist Gegenstand der Ermittlungen.

Sowohl der Beschuldigte als auch sämtliche Opfer haben die deutsche Staatsangehörigkeit.

Nach bisherigen Erkenntnissen wurden bei dem Vorfall auch zwei Jugendliche im Alter von 12 und 14 Jahren, die ebenfalls mit dem mutmaßlichen Täter verwandt sind, bedroht, aber nach derzeitigem Kenntnisstand nicht körperlich verletzt.

Der Beschuldigte ist im Tatobjekt wohnhaft und strafrechtlich bislang noch nicht in Erscheinung getreten. Er verfügte über eine waffenrechtliche Erlaubnis und war damit nach derzeitigem Ermittlungstand legal im Besitz einer halbautomatischen Pistole, 9 mm.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Es waren etwa 100 Kräfte, sowohl von der Schutz- als auch von der Kriminalpolizei, im Einsatz. Das Polizeipräsidium Aalen wurde durch Beamte des kriminaltechnischen Institutes vom Landeskriminalamt Baden-Württemberg bei der Tatortarbeit unterstützt. Der Rettungsdienst befand sich mit rund 30 Einsatzkräften an der Tatörtlichkeit.

Zum Motiv und den Hintergründen der Tat liegen noch keine Erkenntnisse vor. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Ellwangen und der Polizei dauern an. Der Beschuldigte gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung durch ein Gericht als unschuldig.


Wüstenrot Immobilien legt 2019 deutlich zu

0

2019 konnte die Wüstenrot Immobilien GmbH (WI) erneut einen Rekord bei den Vermittlungen verbuchen. Mit Wohnimmobilien im Wert von 570 Millionen Euro (2018: 474 Millionen Euro) wurde das Vorjahr um knapp 100 Millionen Euro übertroffen. Die Provisionserlöse legten auf 27,4 Millionen Euro (Vorjahr: 22,5 Millionen Euro) zu. Für das Jahr 2020 sieht die WI weiter positive Perspektiven, zumal hohe Qualität bei der Beratung durch einen Makler sehr gefragt bleibt. Die WI ist Teil des Geschäftsfelds Wohnen der W&W-Gruppe. Ihre rund 200 Makler sind deutschlandweit aktiv.

Den größten Zuwachs verbuchte das Kerngeschäft der WI, die Vermittlung von Wohnimmobilien, mit 2.039 erfolgreichen Transaktionen (2018: 1.898) zu Preisen von 570 Millionen Euro (Vorjahr: 474 Millionen Euro). Inklusive eines kleinen Beitrags aus dem Geschäft mit Immobilienverwertungen in Höhe von 5,6 Millionen Euro (Vorjahr: 7,7 Millionen Euro) betrug der Wert der Immobilienvermittlungen insgesamt knapp 576 Millionen Euro (2018: 482 Millionen Euro). Die Zahl der Vermietungen war mit 289 Wohnungen (Vorjahr: 302) leicht rückläufig. Mit 64 Prozent Steigerung zum Vorjahr und einer neuen Höchstmarke von 203 Millionen Euro (2018: 124 Millionen Euro) war die Vermittlung von Finanzprodukten so erfolgreich wie nie. Hauptsächlich betrifft dies Baufinanzierungen und Bausparverträge.

„Der Ansatz, sich in der Kundenbearbeitung mit den Außendiensten von Wüstenrot und der Württembergischen weiter zu vernetzen und für schlanke Arbeits-und Ablaufprozesse zu sorgen, war ein wichtiger Erfolgsfaktor. Das Potenzial ist aber noch lange nicht ausgeschöpft, sodass wir stetig an Verbesserungen arbeiten“, sagt Jochen Dörner, Geschäftsführer der WI. Gleiches gilt für die sich ebenfalls erfolgreich entwickelnde Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern aus dem Finanzsektor, die Immobilienangebote der WI und deren Maklerdienstleistungen für ihre Kunden nutzen. Hinzu kommt, dass die WI viele langjährige Maklerinnen und Makler von hoher Qualität beschäftigt, die sich in den örtlichen Märkten etabliert haben. Dies zeigt sich unter anderem auch daran, dass die Abschlüsse bei hochwertigen Wohnimmobilien im einstelligen Millionen-Preisbereich mehr als verdoppelt werden konnten.

Für das Geschäftsjahr 2020 erwartet die WI weiteres Wachstum. Das geplante „Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser“, das sich zurzeit im Gesetzgebungsverfahren befindet, wird laut der WI den Wettbewerbsdruck in der Branche verstärken. Das Gesetz sieht vor, dass ein Makler, der für Käufer und Verkäufer tätig wird, die Provision nur zu gleichen Teilen von diesen verlangen darf. Damit muss ein Makler mit dem Verkäufer eine Provision verhandeln, auch wenn der Käufer diese aufbringen soll.

„Makler müssen mit umfassendem Wissen, Können und Erfahrung die Parteien vom Wert ihrer Dienstleistung überzeugen und fair sowie unparteilich handeln. Professionelle Werbung, Marketing und gutes Kommunikationsverhalten unterstützen ebenso wie die Digitalisierung. Der Qualitätsmakler vor Ort mit seinen Marktkenntnissen und den persönlichen Dienstleistungen bleibt aber unersetzlich und behält einen festen Platz“, ist sich Dörner sicher.


Fünf Bayerische Filmpreise für MFG-geförderte Filme

0

Der 41. Bayrische Filmpreis wurde an die MFG-geförderten Produktionen  „Zoros Solo“ („Bestes Drehbuch“), „25 km/h“ („Bester Darsteller“), „Systemsprenger“ („Produzentenpreis“) sowie „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ („Bester Kinder- und Jugendfilm“) verliehen. „Ich war noch niemals in New York“ erhielt den „Sonderpreis des Bayerischen Filmpreises”.

Am 17. Januar 2020 fand die 41. Verleihung des Bayerischen Filmpreises im Münchner Prinzregententheater statt. Bereits wie im vergangenen Jahr wurde auch bei der diesjährigen Verleihung der Produzentenpreis geteilt: 100.000 Euro gingen an Jonas und Jakob D. Weydemann (Weydemann Bros) für die Produktion von „Systemsprenger”. Die Drehbuchautorin und Regisseurin Nora Fingscheidt erzählt die Geschichte von Benni, einer wilden Neunjährigen, die man im Jugendamt einen „Systemsprenger“ nennt. „Die spürbare Energie, aber auch die erzählerische Sicherheit dieser Ausnahmeproduktion lassen alle Gewerke, das gesamte Team glänzen”, heißt es seitens der Jury. Bereits 2017 wurde das Drehbuch zu „Systemsprenger“ mit dem von der MFG verliehenen Thomas Strittmatter Preis ausgezeichnet.

Die Autoren Martin Busker und Fabian Hebestreit erhielten den mit 10.000 Euro dotierten Bayerischen Filmpreis in der Kategorie Drehbuch für „Zoros Solo”. Überreicht wurde der Preis von Hauptdarsteller Mert Dincer und den Stuttgarter Hymnus-Chorknaben. Die von der MFG Baden-Württemberg im Verleih und in der Produktion geförderte Tragikomödie ist eine emotionale, humorvolle Geschichte über die Suche nach Heimat und Zugehörigkeit, über die Bedeutung von Familie und Freundschaft, die alle Grenzen überschreitet.

Den ebenfalls mit 10.000 Euro dotierten Darstellerpreis mussten sich die Film-Kollegen Bjarne Mädel und Lars Eidinger für ihre Rollen in Markus Gollers Roadmovie „25 km/h“ teilen.  In dem Film brillieren die beiden Schauspieler als Brüderpaar, das sich nach 30 Jahren auf der Beerdigung des Vaters wieder begegnet und beschließt ihren Jugendtraum zu verwirklichen. Sie fahren mit dem Moped zum Timmendorfer Strand und lernen sich dabei besser kennen.

Die MFG Baden-Württemberg förderte die Produktion wie auch DFFF, FFA, FFF Bayern, FF Hamburg Schleswig Holstein und Film- und Medienstiftung NRW.

Für „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ erhielten die Produzenten Fabian Maubach und Jochen Laube (Sommerhaus Filmproduktion) den Bayerischen Filmpreis für den besten Kinder- und Jugendfilm (dotiert mit 10.000 Euro). Die einfühlsam inszenierte Romanadaption von Caroline Link ist eine berührende Geschichte über Zusammenhalt, Zuversicht und darüber, was es heißt, eine Familie zu sein. Die Produktion erhielt von der MFG Baden-Württemberg, dem FFF Bayern, dem Medienboard Berlin-Brandenburg und der Stiftung Kuratorium Junger Deutscher Film Förderung.

Regisseur Philipp Stölzl wurde in der Kategorie „Sonderpreis des Bayerischen Filmpreises” für die Musicalverfilmung  „Ich war noch niemals in New York“ um eine romantische, turbulente und (un)freiwillige Kreuzfahrt nach New York ausgezeichnet. Die MFG Baden-Württemberg hat diese Produktion von UFA Fiction (Berlin) mit Referenzmitteln unterstützt.

Aus der Begründung der Jury: „Grell und quietschbunt, die Übertreibung nicht scheuend, ist Philipp Stölzls ‚Ich war noch niemals in New York’ in jeder Hinsicht ein ungewöhnlicher deutscher Kinofilm. Getrieben vom Sound und von den Songs eines Udo Jürgens’, hat der Filmmacher sich an ein Musical Made in Germany gewagt. Die Jury würdigt den künstlerischen Leiter dieser tolldreisten Unternehmung stellvertretend für die, in allen Kategorien, außerordentliche Leistung des Teams und des Ensembles.“