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Das kuriose Leihgeschäft mit Liverpool-Akteur Nathaniel Phillips geht in die nächste Runde: Nachdem der Innenverteidiger Ende Dezember kurzfristig auf die Insel zurückbeordert worden war, verstärkt er nun wieder den Kader des Zweitligisten VFB Stuttgart.

Abwehr-Talent Nathaniel Phillips ist zurück im Schwabenland. Nachdem der 22-Jährige bereits für die Hinrunde der laufenden Zweitliga-Saison an den VFB Stuttgart verliehen worden war, war er aufgrund der angespannten Personalsituation ebenso kurzfristig wie kurzzeitig nach Liverpool zurückbeordert worden.

Nach einem Zwischenstopp von rund zwei Wochen beim amtierenden Champions-League-Sieger, für den er bei der FA-Cup-Partie gegen den FC Everton (1:0) auflief, reiste Phillips bereits wieder am 13. Januar mit den Schwaben ins Trainingslager nach Marbella, um sich gemeinsam mit seinen Teamkollegen auf die anstehenden Aufgaben vorzubereiten. Bislang hat er für die Stuttgarter neun Zweitliga- und zwei DFB-Pokal-Partien bestritten.

„Wir sind sehr froh, dass Nathaniel nach seiner zwischenzeitlichen Rückkehr nach Liverpool ab sofort wieder ein Teil unserer Mannschaft ist. Der Austausch mit den Verantwortlichen des FC Liverpool war und ist sehr konstruktiv und vertrauensvoll. So war es möglich, eine Lösung zu finden, von der am Ende alle Seiten profitiert haben“, teilte VFB-Sportdirektor Sven Mislintat mit.

Die Rückkehr auf die Insel war nötig geworden, weil sich etliche Stammkräfte der „Reds“ mit Verletzungen herumplagen. Unter anderen standen die Abwehrspieler Dejan Lovren und der Ex-Schalker Joel Matip nicht zur Verfügung. Anfang des Monats erwischte es schließlich auch noch Vize-Kapitän John Milner nach einem Zweikampf mit Everton-Stürmer Theo Walcott.

Liga plus DFB-Pokal: Stuttgart mit zwei Eisen im Feuer
Für die Stuttgarter, 1,6-für-1-Favorit auf einen Heimsieg gegen den 1. FC Heidenheim am kommenden Mittwoch, gilt es, die Scharte der katastrophal verlaufenen Vorsaison auszuwetzen, als man in den beiden Relegationsspielen gegen Union Berlin das Nachsehen hatte und sich zum dritten Mal nach 1975 und 2016 in die Zweitklassigkeit verabschiedete.

Nach etlichen Personalwechseln auf den Stühlen von Sportvorstand und Trainer ging Stuttgart jedenfalls finanziell gut aufgestellt in die aktuelle Spielzeit, da allein der Wechsel von Abwehrspieler Benjamin Pavard zu den Münchner Bayern rund 35 Millionen Euro in die Vereinskasse spülte.

Neben der sportlichen Führung um Thomas Hitzlsperger und Sven Mislintat hatte in Tim Walter auch auf dem Platz ein neuer Mann das Sagen – allerdings nur bis Heiligabend. „Nur drei Siege aus zehn Spielen. Aber nicht nur das gab wohl den Ausschlag. Auch das Spielsystem von Tim Walter war nicht mehr vermittelbar. Teilweise bestand der hochgelobte Ballbesitzfußball nur noch aus Ballgeschiebe“, kommentierte der SWR die Demission.

Nachfolger Pellegrino Matarazzo hat indes, was sollte man auch anderes erwarten, zum Ende des Trainingslagers in Spanien ein positives Fazit gezogen. Das 3:1 im Testspiel gegen den ungarischen Pokalsieger MOL Fehevar sei ein „ordentlicher Test“ gewesen, erklärte der 44-Jährige gegenüber dem „Kicker“. Man habe die zehn Tage „sehr gut genutzt, um die neuen Inhalte zu vermitteln. Wir sind auf einem guten Weg, müssen aber noch an Details arbeiten“.

Wie gut Trainer und Mannschaft des derzeitigen Tabellendritten der 2. Liga harmonieren werden, kann auch Bayer Leverkusen am Mittwoch, dem 05.02, einer näheren Prüfung unterziehen. Dann nämlich sind die Schwaben im Rahmen des DFB-Pokal-Achtelfinales bei der Werkself zu Gast.