DFB Frauen-Fußball: Aussetzung des Spielbetriebs wird fortgesetzt

0

Der DFB-Pokal der Frauen bleibt aufgrund der Corona-Krise bis 30. April ausgesetzt. Der zuständige DFB-Ausschuss für Frauen- und Mädchenfußball folgt damit dem Vorgehen der 3. Liga und FLYERALARM Frauen-Bundesliga. Dort hatten die jeweiligen Gremien bereits in den vergangenen Tagen eine Aussetzung des Spielbetriebs bis 30. April beschlossen. Alle genannten Wettbewerbe sind dem Profispielbetrieb zugeordnet.

Wann und in welcher Form der DFB-Pokal der Frauen fortgesetzt werden kann, wird in Abhängigkeit von der behördlichen Verfügungslage entschieden. Die nächste zu spielende Runde wäre das Viertelfinale.

Ohne festgelegte Frist, sondern bis auf Weiteres ausgesetzt bleibt der Spielbetrieb in der 2. Frauen-Bundesliga sowie in den Bundesligen der Junioren und Juniorinnen. Eine Fortsetzung des Spielbetriebs soll mindestens zwei Wochen vorher angekündigt werden. Darauf haben sich der DFB-Jugendausschuss, der DFB-Ausschuss für Frauen- und Mädchenfußball sowie der Ausschuss Frauen-Bundesligen als zuständige Gremien in Austausch mit den Vereinen verständigt. Das weitere Vorgehen ist abhängig von der behördlichen Verfügungslage.

Auch die Präsidenten der Regional- und Landesverbände haben im Rahmen ihrer jüngsten Sitzung deutschlandweit für den Amateurfußball beschlossen, den Spielbetrieb aufgrund der jeweiligen staatlichen Verfügungslagen bis auf Weiteres auszusetzen. Hier gilt ebenfalls, dass eine Fortsetzung des Spielbetriebs mindestens 14 Tage vorher angekündigt werden soll.

Die Regional- und Landesverbände sind bestrebt, möglichst einheitliche Lösungen für das weitere Vorgehen zu finden. Mit Blick auf die unterschiedlichen regionalen Gegebenheiten und Voraussetzungen sind individuelle Entscheidungen und Maßnahmen der Landesverbände für ihre Wettbewerbe gleichwohl nicht ausgeschlossen. Aufgrund der föderalen Struktur des DFB ist jeder Verband in seinem Verbandsgebiet für den Amateurfußball statuarisch zuständig.


Coronavirus: 903 registrierte Infektionen in Stuttgart – Elf Todesfälle

0

Stuttgart.| In Stuttgart gibt es inzwischen 903 registrierte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus, teilte die Stadt am Freitag, 3. April, mit. Genesen sind 432 Personen. Elf Stuttgarterinnen oder Stuttgarter sind bisher insgesamt an den Folgen der Viruserkrankung verstorben (jeweils Stand: 3. April, 15.30 Uhr).

Notwendige Verhaltenshinweise
Generell gilt: Das Coronavirus wird durch direkten Kontakt untereinander verbreitet, insbesondere durch Tröpfchenübertragungen und Händeschütteln. Beachten Sie deshalb unbedingt die Hygieneregeln zum regelmäßigen Händewaschen und zum Niesen in die Armbeuge. Bleiben Sie auf Abstand zu anderen Personen, am besten zwei Meter. Das gilt auch beim Schlangestehen. Sie sollten soziale Kontakte auf ein Minimum reduzieren und zuhause bleiben.

Vermeiden Sie unbedingt Ansteckungsrisiken. Nehmen Sie das Coronavirus ernst. Gehen Sie nicht leichtfertig mit Ihrer Gesundheit und der Ihrer Mitmenschen um. Beachten Sie zwingend alle Verbotsregeln, insbesondere auch, dass Ansammlungen von mehr als zwei Personen im öffentlichen Raum untersagt sind.

Nur so kann es gelingen, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und Ansteckungsketten zu unterbrechen.

Unter www.stuttgart.de/corona informiert die Stadt über das Virus und seine Auswirkungen auf das öffentliche Leben.


Kreissparkasse stellt öffentlichen Kundenverkehr vorläufig ein

0
Bargeldversorgung und Bankgeschäfte sind weiterhin möglich

Esslingen, im April 2020.| Die Corona-Krise im Landkreis Esslingen veranlasst die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen zu einem außergewöhnlichen Schritt: Um die Gesundheit von Kunden und Mitarbeitern zu schützen und persönliche Kontakte auf das geforderte Minimum zu reduzieren, stellt das Finanzinstitut an allen Standorten den öffentlichen Kundenverkehr ein: Von Montag, 6. April, bis voraussichtlich einschließlich Freitag, 17. April, bleiben die Service-Schalter geschlossen. Die Versorgung mit Bargeld und dringende Bankgeschäfte bleiben indes weiterhin gewährleistet.

Um Mitarbeitenden während der Corona-Krise die häusliche Kinderbetreuung zu ermöglichen, hatte die Kreissparkasse bereits am 17. März den Schalter-Service an kleineren Standorten vorläufig beendet. Jetzt folgen auch die restlichen Filialen. „Das ist für uns ein drastischer und in der Geschichte der Kreissparkasse nach 1945 einmaliger Schritt. Doch in dieser akuten Phase der Pandemie müssen wir noch konsequenter handeln, um direkte Kontakte von Mensch zu Mensch und damit mögliche Infektionsketten zu unterbrechen“, erklärt Vorstandsvorsitzender Burkhard Wittmacher und fügt hinzu: „Die Gesundheit unserer Kundinnen und Kunden sowie unserer Mitarbeitenden hat in dieser Ausnahmesituation oberste Priorität.“

Von der jetzt getroffenen Entscheidung abgesehen hält die Kreissparkasse den Service für ihre Kunden in vollem Umfang aufrecht. So ist zum einen die Bargeldversorgung an allen Geldautomaten der Sparkasse rund um die Uhr gewährleistet. Gleiches gilt für das Online-Banking-Angebot der Internet-Filiale www.ksk-es.de. Darüber hinaus nimmt das telefonische Kunden- Service-Center montags bis freitags in der Zeit von 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr unter 0711 398-5000 Aufträge entgegen.

„Unsere Kunden können weiterhin sämtliche Bankdienstleistungen über uns abwickeln. Damit in dieser Sondersituation wichtige persönliche Transaktionen wie der Zugang zu Schließfächern, größere Bargeldtransfers oderKreditgeschäfte problemlos möglich sind, bieten wir für solche Anliegen individuelle Termine vor Ort an“, erläutert Wittmacher. Die Kreissparkasse setze alles daran, um ihre Privat- und Unternehmenskunden möglichst schnell und unbürokratisch zu unterstützen, betont der Vorstandsvorsitzende.


GAZi verlängert vorzeitig Vertrag mit den Stuttgarter Kickers

0

Stuttgart.| Die Stuttgarter Kickers und die garmo AG („GAZi“) haben ihre erfolgreiche Partnerschaft vorzeitig verlängert, was in der aktuellen Situation ein ganz besonderes Zeichen ist. Das Stuttgarter Unternehmen bleibt als Premiumpartner der Blauen auch weiterhin Hauptsponsor des Kickers-Nachwuchses.

Seit mehr als 20 Jahren engagiert sich die garmo AG, die mit der Marke GAZi europaweit für hochwertige Milchprodukte mediterraner Art steht und mittlerweile in nahezu allen Supermärkten geführt wird, bei den Stuttgarter Kickers.

„Ein besonderes Dankeschön gebührt dem Unternehmen um den Inhaber der garmo AG und Fußball-Fachmann Dr. Eduardo Garcia. Dies zeigt die starke Verbundenheit innerhalb der Kickers-Familie“, sagt der Präsident der Stuttgarter Kickers Prof. Dr. Rainer Lorz.

„Die Stuttgarter Kickers liegen mir persönlich am Herzen. Gerade in der aktuell schwierigen Situation gilt es zusammenzuhalten! Selbstverständlich unterstützen wir unseren langjährigen Partner weiterhin nach besten Kräften“, so Manuel Garcia, Geschäftsführer der garmo AG, zur Verlängerung der Partnerschaft.

„Wir sind sehr stolz und gleichzeitig dankbar, dass Dr. Eduardo Garcia und Manuel Garcia die Stuttgarter Kickers seit so vielen Jahren unterstützen. Die operative Zusammenarbeit mit Manuel, der in der Jugend selbst bei den Kickers spielte und mit Kahraman Erdin, der ebenso eine blaue Vergangenheit hat, bereitet uns viel Freude. Die beiden haben immer ein offenes Ohr für unsere kreativen Ideen“, so der Kickers-Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer.

Die Stuttgarter Kickers bedanken sich für mehr als 20 gemeinsame Jahre und die weitere Zusammenarbeit.


Provisorische Fieber-Ambulanz im Alten Reitstadion geschlossen

0
  • Bürgermeisterin Sußmann dankt allen Helfern
  • Neue Fieber-Ambulanz im Neckarpark wird um Abstrichstelle erweitert

Stuttgart.| Die Fieber-Ambulanz im Alten Reitstadion hat am Mittwoch, 1. April, geschlossen. Anfang der Woche hat die Ambulanz neue Räumlichkeiten in der Jugendherberge Stuttgart Neckarpark in der Elwertstraße bezogen, sie wird betrieben von der Kassenärztlichen Vereinigung. Patienten, die dort vorstellig werden wollen, brauchen eine ärztliche Überweisung. Neben der Beratung und Behandlung erkrankter Personen findet sich in der neuen Ambulanz eine reine Abstrichstelle für Corona- Verdachtsfäll.

Dr. Alexandra Sußmann, Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration, dankte am Donnerstag, 2. April, allen Beteiligten für die Unterstützung der Fieber-Ambulanz im Alten Reitstadion: „Ich danke allen Helferinnen und Helfern, die in der Fieber-Ambulanz Großartiges geleistet haben. Dazu zähle ich in erster Linie das Deutsche Rote Kreuz Kreisverband Stuttgart, die Ärztinnen und Ärzte und die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Ebenso gebührt mein Dank der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft, dass sie die Nutzung des Alten Reitstadions ermöglicht hat. Die Zusammenarbeit hat mit allen Beteiligten auch in Stresssituationen ausgesprochen gut funktioniert.“

DRK leistete Hunderte Arbeitsstunden in der Fieber-Ambulanz im Reitstadion
Am 17. März 2020 ging die Fieber-Ambulanz im Alten Reitstadion als Provisorium zur schnellen Hilfe und Entlastung der Kliniken im Auftrag der Stadt Stuttgart in Betrieb. Zu Beginn sind täglich im Durchschnitt 30 Patienten behandelt worden. Innerhalb kurzer Zeit ist der Bedarf für die Einrichtung in der Talstraße auf die Behandlung von durchschnittlich 200 Patienten pro Tag angewachsen. Wegen des kurzfristigen Aufbaus der Einrichtung, mussten Anpassungen im laufenden Betrieb vorgenommen werden. Insgesamt sind in der Fieber-Ambulanz im Alten Reitstadion 1.200 Patienten behandelt worden. Täglich waren dort bis zu acht Helferinnen und Helfer des DRK im Einsatz, die mehrere hundert Arbeitsstunden leisteten.

Mit dem Rückbau der ursprünglichen Fieber-Ambulanz im Reitstadion übergibt das DRK den Betrieb der Fieber-Ambulanz an die Kassenärztliche Vereinigung. Das DRK Stuttgart wird weiterhin die beiden Quarantänestationen im Auftrag der Stadt Stuttgart betreuen, den sogenannten „Corona-Hausbesuchsdienst“ fortführen und vor Ort im Katharinenhospital Stuttgart und im Robert Bosch Krankenhaus unterstützen.

Kapazitäten in der Fieber-Ambulanz Neckarpark aufgestockt
Die in den Neckarpark verlagerte Fieber-Ambulanz hat am Montag, 30. März, eröffnet. Die Sprechstunde findet täglich von 10 bis 18 Uhr statt. Behandelt werden Patienten mit Atemwegsinfekten auf Überweisung durch den Hausarzt oder durch den niedergelassenen Kinder- und Jugendarzt. Die Versorgung erfolgt für die erwachsenen Patienten durch Hausärzte und für die pädiatrischen Patienten durch Kinderärzte. Eine Vorstellung in der Fieber-Ambulanz ohne Überweisung ist nicht vorgesehen.

Anfang der Woche war ein Arzt vor Ort, der im Schnitt 70 Patienten behandelte. Mittlerweile wurden die Kapazitäten aufgestockt: Aktuell kümmern sich drei Ärzte sowie ein Kinderarzt um die Besucher. Zusätzlich unterstützen circa acht Studierende sowie ein Praxismanager den Ablauf. Seit Montag wurden insgesamt rund 400 ärztliche Untersuchungen vorgenommen und 250 Abstriche gemacht.

Weil der Bedarf an Rachenabstrichen steigt, wird die neue Fieber-Ambulanz um eine Abstrichstelle ergänzt. Ärzte, die ihre Patienten bereits untersucht haben und feststellen, dass ein Corona-Test nötig ist, können ihre Patienten mit einem entsprechenden Überweisungsschein zur Fieber-Ambulanz schicken. Diese werden dort dann nicht noch einmal ärztlich untersucht, sondern bekommen lediglich den Rachenabstrich.


WHS steuert Baugemeinschaft in Kirchheim unter Teck

0

Die Baugemeinschaft „Holzfreunde“ hat den Zuschlag für eine Parzelle des letzten Baufeldes im Steingau-Quartier in Kirchheim unter Teck erhalten. Bis Ende 2021 entstehen hier insgesamt sieben 2- bis 4-Zimmer-Eigentumswohnungen mit Wohnflächen zwischen ca. 56 und 120 m². Betreut und koordiniert wird die Baugemeinschaft von der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH (WHS).

Das Mehrfamilienhaus wird in Holzhybridbauweise nach KfW-55-Energieeffizienzstandard gebaut. „Das sorgt für ein optimales Wohnklima bei gleichzeitig niedrigen Hausnebenkosten. Ein echter Mehrwert in puncto Wohnqualität, Umweltschutz und Kosteneffizienz“, sagt Marcus Ziemer, Geschäftsführer der WHS. Auch optisch kann der Neubau überzeugen: „Mit seiner klaren Architektursprache fügt sich das Mehrfamilienhaus harmonisch in die umliegenden Grünflächen und die Quartiersbebauung ein und setzt zugleich mit seiner warmen Fassade einen attraktiven Blickpunkt“, ergänzt Marc Bosch, ebenfalls Geschäftsführer der WHS.

Für zwei Wohnungen der Baugemeinschaft werden aktuell noch Bauherren gesucht. Interessierte können sich an den Leiter der Projektsteuerung Baugemeinschaften bei der WHS, Herrn Karsten Heudorf, unter der Telefonnummer +49 7141 16 757 287 wenden.


Rettung aus unwegsamem Gelände sichergestellt

DRK Bergwacht Württemberg ist einsatzfähig

„Die 19 Bergwachten der DRK Bergwacht Württemberg stellen die Rettung aus unwegsamem Gelände auch in diesen schwierigen Corona-Zeiten sicher“ sagt Armin Guttenberger, Landesleiter der DRK Bergwacht Württemberg. Die Bergwachtleiter seien durch die Bergwacht Landesärztin Ute Müller instruiert worden, wie sich die Bergretter und Bergretterinnen im Einsatzfall zu verhalten haben. Trotz allem Engagement im Einsatz habe die Eigensicherung oberste Priorität. Guttenberger: „Gerade im steilen, schwierigen und gefährlichen Gelände können die erforderlichen Mindestabstände und die geforderte Personenanzahl nicht gewährleistet werde. Hier sind die Retter zusätzlich einer erhöhten Gefährdung ausgesetzt.“

„Bereits zum zweiten Mal innerhalb von zwei Tagen mussten Bergretter in einem Einsatzleitgebiet verunglückte Wanderer aus unwegsamem und steilen Gelände retten“ ergänzt Raimund Wimmer, Pressesprecher der DRK Bergwacht Württemberg.

Deshalb appelliert die gesamte Landesleitung der DRK Bergwacht Württemberg an die Bevölkerung:

  • Stillen Sie ihren verständlichen Hunger nach Luft und Sonne nicht auf steilen Wanderwegen wie zum Beispiel am Albtrauf!
  • Gehen sie auf ebenen Wegen spazieren und halten dabei den nötigen Sicherheitsabstand!
  • Unterlassen Sie Mountainbiketouren im steilen Gelände!

Sie schützen dabei sich und die Retter!


Polizei kontrolliert intensiv Stuttgarter Bau- und Gartenmärkte

0

Stuttgart.| Die Stuttgarter Polizei wird bereits am morgigen Donnerstag (02.04.2020) die Bau- und Gartenmärkte in Stuttgart im Hinblick auf die einzuhaltenden Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus überprüfen.

Polizeistreifen beobachteten in der vergangenen Woche, dass insbesondere vor und in den großen Märkten, in denen verständlicherweise viele Menschen ihre Besorgungen erledigen, die Hygiene- und Abstandsregeln nicht ausreichend eingehalten werden. Beispielsweise stehen die Einkäufer in Schlangen vor den Läden und dort sogar zu nahe beieinander oder sie halten die Abstandsregeln direkt beim Einkaufen vor den Regalen und in den Laufstraßen der Märkte selbst nicht ein. Auch die von den Betreibern der Märkte einzurichtenden Zugangsregelungen waren teilweise unzulänglich.

Die polizeilichen Erkenntnisse der Kontrolle werden unverzüglich der Stadtverwaltung übermittelt, die die weiteren Schritte prüft. Bislang sind unter anderem diese Märkte von der Untersagung des Betriebs aller Verkaufsstellen des Einzelhandels ausgenommen, soweit sie die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um ihre Kunden vor der Gefahr einer Übertragung des Coronavirus zu schützen. Diese Maßnahmen umfassen im Wesentlichen die Steuerung des Zutritts der Kunden, die Vermeidung von Warteschlangen und die Einhaltung eines Abstands von mindestens 1, 5 Metern. Bei der Feststellung von Verstößen ist mit der Fertigung von Ordnungswidrigkeitenanzeigen zu rechnen.


Europäisches Kulturerbe-Siegel für die Weissenhofsiedlung

0
  • Ministerin Hoffmeister-Kraut: „Die Werkbundsiedlungen bilden ein außergewöhnliches europäisches Kulturgut. Das Kulturerbe-Siegel ist eine großartige Ehre und Lohn für die engagierte Arbeit aller Beteiligten“
  • Oberbürgermeister Kuhn: „Stuttgart untermauert damit seinen hohen Stellenwert bei der Architektur der Moderne“

Stuttgart.| Die Stuttgarter Weissenhofsiedlung soll als Teil des Netzwerkes der Werkbundsiedlungen 1927-1932 in 2020 das Europäische Kulturerbe-Siegel erhalten. Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut freute sich über die hohe Auszeichnung und betonte: „Die Werkbundsiedlungen bilden ein europäisches Kulturgut von außergewöhnlichem Rang und sind bedeutende Orte des internationalen Austauschs. Das Kulturerbe-Siegel ist eine großartige Ehre und Lohn für die engagierte Arbeit aller Beteiligten.“ Dabei sei insbesondere die konzertierte Zusammenarbeit der unterschiedlichen Kulturstätten beim Antragsverfahren erwähnenswert, das vom baden-württembergischen Wirtschaftsministerium und der Landeshauptstadt Stuttgart koordiniert wurde. „Die Werkbundsiedlungen, die zwischen 1927 und 1932 in Stuttgart, Brünn, Breslau, Zürich, Wien und Prag ent- standen sind, haben wesentlich Impulse für die Architekturentwicklung im 20. Jahrhundert gegeben“, so die Ministerin.

Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn erklärte: „Das ist eine tolle Nachricht. Stuttgart untermauert damit seinen hohen Stellenwert bei der Architektur der Moderne. Es gibt wenige Bauausstellungen, die eine vergleichbare Breitenwirkung erzielen konnten wie die 1927 eröffnete Ausstellung des Deutschen Werkbunds ‚Die Wohnung‘ am Stuttgarter Weissenhof. In dieser Tradition wollen wir natürlich auch die aktuelle Internationale Bauausstellung IBA 2027 in Stuttgart fortführen.“

Das Kulturerbe-Siegel wird noch in diesem Jahr offiziell im Rahmen einer Zeremonie durch die Europäische Kommission verliehen.

Das Netzwerk der Werkbundsiedlungen 1927-1932
Das Netzwerk der Werkbundsiedlungen 1927-1932 wurde 2013 in Stuttgart gegründet. Darin haben sich bedeutende Werkbundsiedlungen Europas zusammengetan und gemeinsam für die Ehrung dieser Architekturstätten eingesetzt. Der Antrag wurde unter Federführung der Landeshauptstadt Stuttgart und des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg erarbeitet und im Frühjahr 2019 für das gesamte Netzwerk bei der Europäischen Kommission eingereicht. Das Netzwerk richtet sich mit seiner Arbeit insbesondere an die junge Generation und schafft Orte, die länderübergreifendes Kulturerbe erlebbar machen. Zudem fördert das Netzwerk den internationalen Erfahrungsaustausch zum Denkmalschutz und dem baulichen Erhalt der Siedlungen.

Die Siedlungen haben turbulente Zeiten überdauert und wurden maßgeblich durch die verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Veränderungen im Europa des 20. Jahrhunderts geprägt. Ursprünglich wurden die Siedlungen gebaut, um neue Wege zur Beseitigung der Wohnungsnot nach dem Ersten Weltkrieg zu beschreiten. Nicht immer hatten es die Siedlungen einfach, die progressiven Ideen einer neuen Architektur der breiten Öffentlichkeit zu vermitteln und wurden ab dem zweiten Weltkrieg stark vernachlässigt.

Erst nach dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ wurde der Wert der Siedlungen als Impulsgeber zum Stil der Moderne wiedererkannt. Heute stehen die Werkbundsiedlungen als Beispiel für die Entstehung der modernen Architektur mit sozialen, emanzipatorischen, ästhetischen und technologischen Ansprüchen. Über kulturelle und touristische Institutionen sowie die Hochschulen der Städte werden die Werkbundsiedlungen in Europa für die Öffentlichkeit erlebbar.


Sofortprogramme für Wirtschaft sowie Kultur- und Kreativwirtschaft

0
  • Coronavirus: Stadt bringt Sofortmaßnahmen zur Abmilderung finanzieller Notlagen auf den Weg
  • Auf Antrag Unterstützung möglich

Stuttgart.| Zur Abmilderung der Corona-Krise haben Bund und Land bereits umfangreiche Sofortprogramme für die Wirtschaft sowie die Kultur- und Kreativwirtschaft auf den Weg gebracht. Auch die Landeshauptstadt Stuttgart will die finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise abmildern und ergreift Sofortmaßnahmen, die sie unmittelbar gestalten kann. Der Gemeinderat wird sich mit dem Vorschlag der Verwaltung in seiner am Donnerstag, 9. April, geplanten Sitzung befassen.

Der Bürgermeister für Wirtschaft, Finanzen und Beteiligungen, Thomas Fuhrmann, erklärte am Dienstag, 31. März: „Die Pandemie wird weitreichende finanzielle Auswirkungen in nahezu allen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen haben. Gerade jetzt muss die Stadt flexibel reagieren können und finanziell handlungsfähig bleiben. Dazu haben wir dem Gemeinderat Vorschläge gemacht, wie Betrieben, Vereinen oder Kulturschaffenden durch die Krise geholfen werden kann.“ Der Bürgermeister weiter: „Wir müssen bis zum Sommer beobachten, wie sich die wirtschaftliche Lage entwickelt und dann gegebenenfalls mit haushaltsrechtlichen Maßnahmen reagieren.“

Auf Antrag bei der Stadt sind bei den kommunalen Steuern, insbesondere im Bereich der Gewerbesteuer Stundungen vorgesehen. Ebenfalls könnten Mieten, Nebenkosten und Pachten für städtische Gebäude und Grundstücke zinslos gestundet werden. Voraussetzung hierfür ist eine unverschuldete finanzielle Notlage des Antragsstellers, die auf die aktuelle Corona-Krise zurückgeht.

Für Kultur und Sport sieht die Verwaltung weitere Aufwendungen von bis zu 5 Millionen Euro vor, diese sollen in Notlagen eingesetzt werden können. Ein Verfahren wird noch erarbeitet. Dazu können bereits beschlossene Zuwendungen in den Bereichen der Kultur- und Sportförderung flexibel gehandhabt, zum Beispiel vorgezogen werden.

Der städtische Haushaltsvollzug soll bis Ende Juli flexibilisiert werden, damit die Ämter schnell auf die neuen Aufgaben reagieren können.