Single in Stuttgart – wo finde ich einen Partner?

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Geschäftliche Information

Um einen potenziellen Partner in Stuttgart kennenzulernen, gibt es eine ganze Reihe unterschiedliche Möglichkeiten. Klar kann das zufällig in einer Bar oder in einem Café sein, oder manchmal sogar an der Bushaltestelle stattfinden. Doch wer besonders schnell und komfortabel die große Liebe finden möchte, der sollte sich einfach und schnell bei einer passende Partnerbörse anmelden.

Hier stellt sich einfach die Frage, wie schnell man gern einen Partner finden möchte. Und die nächste Frage lautet dann, geht das schneller online oder offline?

Online oder offline in Stuttgart einen Partner finden?
Ganz ohne Zweifel ist es im Bereich des Möglichen, dass man beim Fleischer steht und da er oder sie. Allerdings ist die Wahrscheinlich hier wirklich mehr als gering. In Filmen gibt es das zwar andauernd, doch im realen Leben ist das wohl eher zu sehen wie das Lottospiel. Tatsache ist: Das reale Leben erwartet hier einen deutlich höheren Aufwand. Die Mindestvoraussetzung ist hier, sich regelmäßig in der Öffentlichkeit zu bewegen. Nur dann besteht die Chance, einen potentiellen Partner kennenzulernen.

Doch das Offline Kennenlernen in Stuttgart und auch in jeder anderen Stadt ist zwangsläufig immer mit einigen Hürden verbunden. Sobald man auf jemanden trifft, der das persönliche Interesse weckt, sei es im Club oder in einem Café, so kann man sich natürlich niemals sicher sein, ob dieser jemand vielleicht liiert oder grundsätzlich überhaupt an einer Beziehung interessiert ist. Dennoch ist es natürlich möglich, dass man jemanden im realen Leben trifft.

Die Eingangsfrage, ob es schneller offline oder online klappt, einen Partner zu finden, ist schnell und eindeutig zu beantworten. Online geht es schneller. Warum das so ist, hat einen recht einfachen Grund. Menschen, die sich auf einem Partnerportal anmelden, sind definitiv auf der Suche nach einem zukünftigen Partner. Das bedeutet, hier ist bereits eine gigantische Hürde genommen, denn hier ist klar, dass jeder, der sich hier angemeldet hat, definitiv auch auf der Suche nach einer neuen Partnerschaft ist.

Ein weiterer Vorteil ergibt sich hier aber auch durch die Tatsache, dass man auf einem Partnerportal bereits schon vor der ersten Kontaktaufnahme eine Menge über den anderen in Erfahrung bringen kann.

In erster Linie passiert das bereits im schriftlichen Austausch. Doch vieles erfährt man auch über das Profil des Gegenübers. Für gewöhnlich sind die Profile, die hier jeder bei der Anmeldung ausfüllt, zum einen sehr gewissenhaft angelegt und dadurch zum anderen sehr aussagekräftig. Zu lesen sind hier beispielsweise die Vorlieben, aufgrund derer sich bereits die Lebenseinstellungen und Werte des anderen erahnen lassen.

Das heißt im Klartext, dass man Menschen, die man auf einer Partnerbörse kennen lernt und mit denen man dann das erste Date verabredet, schon im Vorfeld ein bisschen kennt. Dadurch ist häufig auch das erste Date sehr viel entspannter. Bis zum ersten Sehen im realen Leben hat ja für gewöhnlich bereits ein intensiver Austausch stattgefunden. Auf Grund dessen ist es häufig sehr viel leichter, gemeinsame Gesprächsthemen zu finden.
Doch sind Beziehungen, die man online kennengelernt hat, auch beständig?

Diese Frage bewegt viele Singles. Hierzu gibt es viele Umfragen von bekannten Partnerportalen, die ermittelt haben, dass es sich so darstellt, dass Paare, deren Beziehung online begonnen hat, eine höhere Beziehungsqualität aufweisen als solche, die sich im realen Leben kennengelernt haben.

Hier kommt vor allem zum Tragen, dass man ja sicher sein, dass das Gegenüber definitiv an einer festen Partnerschaft interessiert ist. Dank des Profils kennt man bereits die Vorlieben, Interessen und Hobbys des anderen.

Es gibt Portale, die sogar bereits zuvor potentielle Partner auf ihre gemeinsam genannten Eigenschaften abgleichen. Daraus resultieren dann die folgenden Partnervorschläge.

Eines muss hier auch noch einmal ganz deutlich gesagt werden. Es ist schon richtig, dass man auf einem Partnerportal schneller einen Partner finden kann. Aber das Kennenlernen selbst geht in der Regel recht behutsam voran. Alles beginnt hier mit dem Schreiben. Erst wenn das erfolgversprechend ist, kommt es zum nächsten Schritt, zum Telefonat. Erst danach kommt es dann zu einem ersten Date. Logischerweise ist hier bereits eine ganz andere Basis für ein Gespräch geschaffen worden. Zu einem Date ist es ohnehin nur gekommen, weil offensichtlich auf beiden Seiten ein ehrliches Interesse besteht.

Es gibt noch weitere Unterschiede zwischen Online und Offline Partnerschaften
Ja, die gibt es. Der Erstkontakt ist hier bei weitem nicht mit einer so hohen Schwellenangst belegt, wie das im realen Leben der Fall ist. Im realen Leben jemanden anzusprechen ist natürlich immer mit dem Risiko belegt, einen Korb in aller Öffentlichkeit zu kassieren. Doch hier ist der Erstkontakt ein Schreiben. Im schlimmsten Fall wird man einfach keine Antwort bekommen. Das ist aber vollkommen egal, denn dann hätte es ohnehin nicht gepasst. Hier spart man sich also mitunter sehr viel Zeit und Energie.

Nebenbei erwähnt: Auch wenn das nicht das eigentlich erklärte Ziel ist, aber es ist gar nicht so selten, dass man auf Partnerbörsen auch Freunde findet. Nicht immer springt der Funke über und doch ist einem der andere sehr sympathisch. Sofern der andere das genauso empfindet, kann das eine wirklich tolle Freundschaft werden. Oftmals passiert es sogar, dass man sich über die Partnersuche austauscht und sich gegenseitig unterstützt. Auch gemeinsame Unternehmungen sind keinesfalls ausgeschlossen.

Vorteilhaft ist zudem, dass hier Kontakte sehr viel schneller intensiver sind. Jeder kennt das, im Affekt hat man etwas gesagt, was man gar nicht so gemeint hat, doch das gesprochene Wort lässt sich leider niemals zurücknehmen. In Situationen, in denen man nervös ist, kann das leider ganz besonders schnell passieren. In diesem Moment scheint die Welt unterzugehen und man denkt einfach nur, danke, das war es jetzt.

Doch bei Kontaktaufnahme auf Partnerportalen hat man im Grund alle Zeit der Welt, ganz in Ruhe zu überlegen, wie man reagieren möchte und was hier die passenden Worte sind. In der Regel wird man hier das sagen bzw. schreiben, was man auch wirklich gemeint hat. Dieser Weg macht es insgesamt leichter, authentisch zu bleiben. Hier muss man nicht in diesem einen Augenblick gefallen, sondern hier hat man Zeit, sich auszutauschen. Natürlich sollte man dennoch immer darauf achten, authentisch zu bleiben, denn es geht ja letztlich darum, dass man dem anderen ganz genauso gefällt, wie man tatsächlich ist.


Steile Weine als Zukunftsmodell

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  • Den Klimawandel als Chance für den Weinbau in Terrassenlagen nutzen
  • Das Kulturerbe der Terrassenweinberge muss erhalten werden
  • Neue, an den Standort angepasste Reben, sollen dies schaffen
  • Eine attraktive Marke für Weine aus Steillagen soll geschaffen werden

Lauffen am Neckar.| Wie schmecken Weine aus Steillagen? Was macht das Besondere aus? Um das herauszufinden, werden in einem EU-Projekt neue Rebsorten in der Praxis getestet und umfangreiche Untersuchungen angestellt.

Zur Vorstellung des Projekts „Steile Weine“ luden die Akteure des Projektes am Donnerstag 15. Oktober nach Lauffen am Neckar in den Weinberg von Bernd Mittenmayer ein. Dietrich Rembold, Vorstandsvorsitzender der Lauffener Weingärtner eG und „Lead Partner“ des Projektes, brachte die Herausforderungen für die „Steilen Weine“ auf den Punkt. „Wir müssen es schaffen, künftig den Dreiklang aus Anbau, Ausbau und besonderer Vermarktung ins Bewusstsein der Menschen zu bringen“, sagte Rembold, der selbst Weingärtner und auch Leadpartner des Projekts ist.

Der Steillagenweinbau in Württemberg bekommt durch den Klimawandel zunehmend Probleme. Extreme Temperaturen im Sommer setzen den traditionellen Rebsorten im Sommer zu. Dazu kommt die sehr hohe Arbeitsbelastung. Denn in den terrassierten Steillagen müssen alle Arbeiten von Hand gemacht werden. Viele alte, terrassierte Steillagen stehen deshalb schon heute brach. Das Projekt „Steile Weine“ soll das Interesse am Weinbau in den Steillagen wieder steigern und den Erhalt der Württemberger Kulturlandschaft gewährleisten.

„Steile Weine“ wurde im Rahmen der Fördermaßnahmen „EIP-AGRI“ (Europäische Innovationspartnerschaft Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit) initiiert und beinhaltet eine Neuausrichtung des Steillagenweinbaus in Württemberg. Federführend für das Projekt sind die Lauffender Weingärtner und die Felsengartenkellerei. Beteiligt sind außerdem die Abteilung Flurneuordnung des Landratsamtes in Ludwigsburg, die Abteilung Rebenzüchtung der LVWO Weinsberg, die Hochschule Geisenheim, das Weininstitut Württemberg, die Weingärtner Stromberg-Zabergäu sowie Weinbaubetriebe aus der Region. Die beteiligten Weinbaubetriebe bewirtschaften mit Leidenschaft terrassierte Steillagen entlang des Neckars und sind von den Standortvorteilen dieser Lagen überzeugt.
Das Projekt ist zunächst auf drei Jahre angesetzt. Sowohl für die Wissenschaft und für die Praxis gilt es nun herauszufinden, wie Klima, Boden und Rebsorten zusammenpassen. „Die erste Ernte ist vielversprechend. Wir haben damit nun den Startschuss für die weiteren Untersuchungen gegeben“, so Dietrich Rembold. Um den Ausbau von Weinen aus den Steillagen für die Wengerter wieder attraktiver zu machen und den Steillagenweinbau an den Klimawandel anzupassen, wurden in 2019 im Rahmen des Projektes alternative Rebsorten in diese Lagen gepflanzt.

Dr. Jürgen Sturm von der staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg gab in seinem Grußwort Einblicke in die geplante Vinifikation der verschiedenen Rebsorten. Da die Erntemengen noch sehr gering sind, werden die Trauben an der LVWO in Weinsberg im Kleinstgebinde ausgebaut und zunächst in kleinen Einheiten auf der Maische vergoren.

Zeitgleich werden an der Hochschule Geisenheim unter der Federführung von Frau Dr. Simone Loose intensive Marktrecherchen und Verbraucherbefragungen durchgeführt. Münden könnte die Kooperation in ein gemeinschaftliches, markenähnliches Produkt.

Von Anfang an ist es den Projektbeteiligten wichtig, die Bürger und Weinliebhaber einzubeziehen. Deshalb gibt es nun Hinweistafeln an den Projektweinbergen mit Informationen zu den alternativen Rebsorten und zu den Projektinhalten. Durch einen QR-Code kann man sich weitere Informationen über den jeweiligen Standort und den Bewirtschafter auf das Smartphone holen.

„Steile Weine“ wurde im Rahmen der Fördermaßnahmen „EIP-AGRI“ ins Leben gerufen und gefördert. Mitfinanziert und unterstützt wird das Projekt durch das Land Baden-Württemberg.


OB-Wahl: Kandidatenvorstellung findet statt

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  • 500 Personen in der Schleyerhalle zulässig
  • Reden anschließend auf städtischer Website

Stuttgart.| Die 14 zugelassenen Kandidatinnen und Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl stellen sich am Dienstag, 20. Oktober, um 19 Uhr in der Hanns‐Martin‐Schleyer‐Halle der Öffentlichkeit vor. Aufgrund der coronabedingten Einschränkungen sind maximal 500 Personen zugelassen.

Der Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Dr. Martin Schairer, sagte am Montag, 19. Oktober: „Die Veranstaltung ist Teil der Grundversorgung mit politischen Informationen. Wir sehen es als kommunale Aufgabe an, den Kandidatinnen und Kandidaten eine öffentliche Präsentation zu ermöglichen – unser Ziel ist, dass sich möglichst viele Wählerinnen und Wähler vorab ein Bild der Personen und Programme machen können. Die Schleyerhalle bietet die Möglichkeit, diese Information und den Infektionsschutz zu verbinden, es gibt ein ausgeklügeltes Hygienekonzept, dazu zählt eine Maskenpflicht während der gesamten Veranstaltung.“ Die aktuellen Neuerungen der Landesverordnung wirkten sich nicht auf das geplante Format aus.

Die Landesverordnung nimmt unter anderem „Veranstaltungen und Sitzungen der Organe, Organteile und sonstigen Gremien der Legislative, Judikative und Exekutive sowie Einrichtungen der Selbstverwaltung“ von bestimmten Beschränkungen aus. Hierzu gehört auch die Kandidatenvorstellung.

Die Bewerberinnen und Bewerber werden sich in der Reihenfolge ihrer Zulassung jeweils acht Minuten lang präsentieren. Die Leitung hat Bürgermeister Dr. Martin Schairer. Die Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung müssen erklären, dass sie in den vergangenen 14 Tagen keinen Kontakt zu Corona‐Infizierten hatten und keine coronatypischen Symptome aufweisen. In der Halle und ebenso am Platz ist durchgängig eine Mund‐Nasen‐Bedeckung zu tragen.

Die Landeshauptstadt Stuttgart zeichnet die Veranstaltung auf und veröffentlicht die Reden anschließend bis zur Wahl auf www.stuttgart.de. Einen Livestream kann die Stadt nicht anbieten. Sie muss auf die Gleichbehandlung achten, diese wäre im Falle von technischen Problemen beeinträchtigt.


Stuttgart 21: Durchschlag für S-Bahn-Tunnel Rosenstein

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  • Über 50 Kilometer und somit 97 Prozent der Tunnel im Stuttgarter Talkessel sind gegraben
  • Feier am Tunnelportal vor der neuen S-Bahn-Station Mittnachtstraße
  • Ronald Pofalla: „Stuttgart 21 bringt die starke Schiene direkt vor die Haustür“

Stuttgart.| Die Deutsche Bahn hat unter Beteiligung zahlreicher Ehrengäste den Durchschlag des S-Bahn-Tunnels Rosenstein gefeiert. Die Feier fand am Tunnelportal vor der neuen S-Bahn-Station Mittnachtstraße statt. Als Redner sprachen Ronald Pofalla, Vorstand für Infrastruktur der Deutschen Bahn AG, Winfried Hermann, Minister für Verkehr des Landes Baden-Württemberg, Thomas Bopp, Vorsitzender des Verbands Region Stuttgart, Peter Pätzold, Baubürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart, Nikolaus Graf von Matuschka, Vorstandsmitglied Hochtief, und Tunnelpatin Andrea Klöber.

Mit dem Ende des Vortriebs für den S-Bahn-Tunnel Rosenstein sind nun über 50 Kilometer Tunnel und somit 97 Prozent im Stuttgarter Talkessel gegraben.

„Stuttgart 21 steht für die Zukunft des Eisenbahnverkehrs im Südwesten. Bahnkunden profitieren von wegweisenden Verbesserungen nicht nur im Fern- und Regionalverkehr, sondern auch im Nahverkehr in der Region Stuttgart. Allein auf der S-Bahn-Stammstrecke werden wir dank des Pilotprojekts Digitaler Knoten Stuttgart um 20 Prozent leistungsfähiger. Der neue S-Bahn-Tunnel bindet das künftige Rosenstein-Quartier mustergültig in das S-Bahn-Netz ein. Stuttgart 21 bringt die starke Schiene direkt vor die Haustür“, sagte Ronald Pofalla.

„Mit dem heutigen Durchschlag des S-Bahn-Tunnels sind die Tunnelarbeiten im Talkessel beinahe abgeschlossen. Damit ist ein wichtiger Meilenstein für das Gesamtprojekt Stuttgart 21 erreicht. Für unser Ziel einer nachhaltigen Verkehrswende brauchen wir eine starke und klimafreundliche Schiene. Dafür ist eine zeitnahe Fertigstellung von Stuttgart 21 wichtig. Darüber hinaus müssen wir bereits jetzt perspektivisch denken und dürfen mögliche langfristige Entwicklungsmöglichkeiten nicht verbauen“, sagte Winfried Hermann.

„Mit dem heutigen Tunneldurchschlag ist der Weg frei zur neuen S-Bahn-Haltestelle Mittnachtstraße, welche ab 2025 die Stammstrecke der S-Bahn verlängert und den Fahrgästen aus dem Stuttgarter Norden und Osten der Region einen attraktiven Umstieg zwischen allen S-Bahn-Linien ermöglicht. Dies bedeutet auch eine Entlastung der stark frequentierten Haltestelle Hauptbahnhof. Der heute durchgeschlagene Tunnel stellt eine reine S-Bahn-Strecke nach Cannstatt her und ist deshalb ein Meilenstein für den weiteren S-Bahn-Ausbau und die Betriebsqualität. Ich freue mich besonders darüber, dass auch die S-Bahn ein wesentlicher Bestandteil des digitalen Schienenknotens Stuttgart sein wird, für den die Regionalversammlung bereits vor zwei Jahren mutige und wegweisende Beschlüsse gefasst hat“, sagte Thomas Bopp.

„Die neue Station Mittnachtstraße mit dem neuen S-Bahn-Tunnel ist ein wichtiger ÖPNV Anschluss für das bestehende Nordbahnhofviertel und das neue Rosensteinviertel. Ein weiterer Baustein zur nachhaltigen Erschließung des neuen Stadtquartiers“, sagte Peter Pätzold.

„Wir haben hier partnerschaftlich und erfolgreich mit der Deutschen Bahn ein wichtiges Zwischenziel für dieses bedeutende Schienenprojekt erreicht. Ich danke allen, die hervorragende Arbeit beim Bau dieses Tunnelabschnitts geleistet und die vielfältigen Herausforderungen souverän gemeistert haben“, sagte Nikolaus Graf von Matuschka.

„Den Mineuren und Verantwortlichen vor Ort gebührt großer Respekt für die erfolgreiche und zügige Arbeit in diesem schwierigen Tunnelabschnitt. Ihnen gilt mein großer Dank. Ich bin über alle Maßen froh, dass die Bauarbeiten ohne Unfälle vonstattengingen, und wünsche allen am Bau Beteiligten weiterhin unfallfreies Arbeiten beim Einbau der Innenschale“, sagte Tunnelpatin Andrea Klöber.

Anschließend schlugen die Mineure im weiteren Verlauf der Durchschlagsfeier die letzten Meter des Tunnels durch.

Der S-Bahn-Tunnel Rosenstein

Der S-Bahn-Tunnel Rosenstein ist 1.170 Meter lang. Er verbindet die neue Neckarbrücke in Bad Cannstatt mit der neuen S-Bahn-Station Mittnachtstraße. Die neue Haltestelle erschließt das dank Stuttgart 21 entstehende neue Stadtviertel Rosenstein-Quartier und verlängert die S-Bahn-Stammstrecke.

Mit dem Bau des Tunnels wurde 2012 eine Arbeitsgemeinschaft aus den Unternehmen HOCHTIEF (Federführung), BEMO Tunneling und Wayss & Freytag beauftragt. Im Bauumfang eingeschlossen ist der Bau des Tunnels Bad Cannstatt (zwei Röhren à 3.507 Meter). Dadurch ergibt sich eine Tunnelbauleistung von rund neun Kilometern mit einem Auftragswert von rund 285 Millionen Euro.


Digitale Bürgerbeteiligung: WHS unterstützt Kommunen in Corona-Zeit

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Bürgerbeteiligung ist für eine erfolgreiche Stadtentwicklung von großer Bedeutung. Die Corona-Pandemie und damit verbundene Auflagen sind diesbezüglich für Städte und Gemeinden eine große Herausforderung: Öffentliche Versammlungen wie Bürgergespräche sind nur unter strengen Auflagen durchführbar. Kommunen müssen sich neue Wege der Bürgerbeteiligung einfallen lassen. Unterstützung kommt von der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH (WHS): Sie bietet ein digitales Beteiligungsportal für Kommunen.

Da Präsenzveranstaltungen zur Bürgerbeteiligung wegen Corona oft ausfallen müssen, nutzen immer mehr Städte und Gemeinden das WHS-Portal www.stadtentwicklungsmanager-im-dialog.de. „So erfahren die Verantwortlichen in den Kommunen zwar lediglich digital, aber dennoch auf direktem Weg, was die Bürger bewegt, welche Verbesserungsvorschläge sie haben und wie man sich am besten für die Zukunft rüstet“, sagt Marc Bosch, Geschäftsführer der WHS.

Verschiedene Städte haben diesen Weg bereits beschritten, darunter Mutlangen, Alpirsbach oder Laichingen in Baden-Württemberg. „In den meisten Stadtentwicklungskonzepten geht es um aktuelle Schwerpunktthemen wie Wohnen, Arbeiten, Verkehr oder den lokalen Einzelhandel“, erklärt Bosch. „Ziel ist es immer, diese Teilbereiche und somit die ganze Kommune zukunftssicher aufzustellen. Auch die Herausforderungen für Wirtschaft und Kommunen durch Corona spielen in dieser Betrachtung aktuell eine große Rolle.“

Das Beteiligungsportal wird modular auf die Wünsche, Bedürfnisse und Ziele jeder Stadt oder Gemeinde zugeschnitten, unabhängig von ihrer Größe. Darin können die Bürger zum Beispiel Informationen zu Baugebieten oder zum Stadtentwicklungskonzept einsehen. Verschiedene nutzerfreundliche Tools wie beispielsweise ein interaktives Crowdmapping regen dazu an, sich aktiv an den Stadtentwicklungsprozessen zu beteiligen. Durch das flexible Angebot der Plattform erhalten Kommunen überproportional viele Rückmeldungen, wertvolle Impulse für die künftige Stadtentwicklung und einen guten Überblick über das Meinungsbild in der Bevölkerung. Dies dient den Verantwortlichen für die weitere Planung der Stadtentwicklung.

Von der Bestandsanalyse bis zum Fördergeldantrag
Ergänzend zum digitalen Beteiligungsportal bietet die WHS auch Unterstützung bei der Analyse von Gebäudebestand und Nutzungsstruktur und überprüft diese auf umsetzbare Ziele und Maßnahmen. Dabei gehen die Experten auf die Bedarfssituation in der Bevölkerung ein und unterbreiten Vorschläge für Dienstleistungs- und Handelsflächen. Auf dieser Basis erstellt die WHS dann in einem weiteren Schritt ein Gesamtkonzept für die Stadt, mit dem gemeinsamen Ziel, eine nachhaltige hochwertige Nahversorgung und bedarfsgerechten Wohnraum zu schaffen. Im Bedarfsfall agiert die WHS zudem als Partner bei der Auslobung von städtebaulichen Wettbewerben, Mehrfachbeauftragungen, Ideenwettbewerben sowie Konzeptvergaben und Ausschreibungsverfahren nach Vergabeverordnung (VgV). Als städtebaulicher Dienstleister sorgt sie mit gezieltem Projektmanagement auch für die Umsetzung der Einzelmaßnahmen. Als erfahrener Fördermittelmanager berät sie Kommunen vom Antrag bis zum Einsatz von Finanzhilfen aus verschiedenen Förderprogrammen und begleitet sie bei der konkreten Maßnahmenumsetzung.


Die Ampel springt auch im Landkreis Böblingen auf Rot

Inzidenz im Landkreis bei 54,7

Ergänzend zur aktualisierten Corona-Verordnung des Landes tritt die neue Allgemeinverfügung ab Montag 19.10.2020 in Kraft

Kreis Böblingen.| Der Inzidenzwert für den Landkreis Böblingen liegt am Sonntagnachmittag (18.10.20) bei 54,7 (Wert lt. Veröffentlichung des Landesgesundheitsamts). Die vorgesehenen Regelungen, die für das Erreichen dieses Werts in Teilen bereits vermeldet wurden, wurden überarbeitet, nachdem das Land in seiner gestern veröffentlichten Erklärung eine kurzfristige Änderung der Corona-Verordnung verkündet hatte. Die überarbeitete Verordnung wurde am heutigen Sonntag veröffentlicht und gilt ab Montag, 19.10.. Damit gelten die darin verankerten Regelungen landesweit; darüber hinaus können Städte und Landkreise, in denen eine Inzidenz von mehr als 50 / 100.000 Einwohner erreicht ist, per Allgemeinverfügung weitergehende, lokale Maßnahmen ergreifen.

Der Landkreis Böblingen erlässt entsprechend, ebenfalls mit heutiger Verkündung über die Homepage des Landkreises, eine ergänzende Allgemeinverfügung. Sie kann dort eingesehen werden (www.lrabb.de) und tritt am Tag nach der Bekanntmachung, also am 19.10.2020, ebenfalls in Kraft.

Wesentliche Punkte der aktualisierten Corona-Verordnung des Landes sind: Die landesweite Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in den dem Fußgängerverkehr gewidmeten Bereichen und öffentlichen Einrichtungen sowie öffentlich zugänglichen Bereichen im Freien, soweit die Gefahr besteht, dass der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Das private Zusammentreffen von Personen wird auf max. 10 Personen oder zwei Hausstände begrenzt. Ansammlungen werden auf 10 Personen oder zwei Hausstände begrenzt und die Teilnehmerzahl für Veranstaltungen wird auf 100 begrenzt.

Ergänzend zur Corona-Verordnung des Landes regelt die Allgemeinverfügung für den Landkreis Böblingen, dass der Ausschank, die Abgabe und der Verkauf von alkoholischen Getränken donnerstags, freitags und samstags in der Zeit von 23 bis 6 Uhr des Folgetags in Speise- und Schankwirtschaften nach dem Gaststättengesetz sowie an allen Verkaufs- und sonstigen Ausgabestellen verboten sind. Auf die Verhängung einer Sperrstunde ab 23 Uhr wurde verzichtet. Mit Blick auf einen möglichen Verdrängungseffekt aus Stuttgart in die umliegenden Landkreise wolle man sich dazu aber noch mit untereinander abstimmen, kündigt Landrat Bernhard an.

Landrat Roland Bernhard appelliert eindringlich: „Lassen Sie uns jetzt gemeinsam alles dafür tun, die Kehrtwende herbeizuführen. Es liegen harte Zeiten vor uns – jeder ist gefordert, seinen Beitrag zu leisten.“ Es müsse Schluss sein mit leichtfertigen Zusammenkünften. Betriebe sollten wieder verstärkt die Möglichkeit des Homeoffice nutzen. „Und wer in Quarantäne ist, muss sich streng daran halten.“ Auch die erweiterte Maskenpflicht wird ausdrücklich begrüßt: „Eine Maske zu tragen, ist ein einfaches Mittel – und es schützt uns selbst und die anderen.“ Deshalb sei auch die Maskenpflicht im Unterricht ab der 5. Klasse positiv zu bewerten.

Die größte Herausforderung ist das Unterbrechen der Infektionsketten. Deshalb ist man auch im Landkreis Böblingen dringend auf Unterstützung im Kontaktpersonenmanagement angewiesen. Der Stadtkreis Stuttgart und der Landkreis Esslingen haben beim Überschreiten der 50er-Marke Unterstützung durch die Bundeswehr erhalten. Darum werde man sich nun auch seitens des Landeskreises Böblingen dringend bemühen, so Bernhard.


Landkreis Böblingen wird vermutlich bald zum Risikogebiet

  • Die Allgemeinverfügung des Landkreises Böblingen wird dann verschärft
  • Landrat Roland Bernhard: „Helfen Sie mit, dass sich die Lage nicht weiter verschlimmert!“

Kreis Böblingen.| Am Dienstag erst hatte der Landkreis Böblingen eine Allgemeinverfügung erlassen, angesichts eines erreichten Inzidenzwerts von 35. (Der Inzidenzwert meint die Zahl der Neuinfektionen der vergangenen 7 Tage, bezogen auf 100.000 Einwohner). Diese muss nun wahrscheinlich bald angepasst werden – zum einen, analog der Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz, zum anderen weil die Zahl 50 demnächst erreicht ist. „Leider stehen wir nun auch im Landkreis Böblingen kurz vor der Inzidenz von 50 und sind damit wohl demnächst Risikogebiet. Wir müssen bei der Verfügung nacharbeiten“, so Landrat Roland Bernhard. Er wirbt um Verständnis: „Die neuerlichen Einschränkungen sind bedauerlich und insbesondere für alle, die aktuell private Feierlichkeiten geplant hatten, bitter. Jedoch ist nicht zu leugnen, dass gerade diese Feiern oft Infektionsherde darstellen.“ Ausschlaggebend ist der Inzidenzwert, wie ihn das Landesgesundheitsamt veröffentlicht; sobald dieser über 50 geht, wird die neue Allgemeinverfügung veröffentlicht.

Nach der aktualisierten Verfügung ist die Teilnehmerzahl bei privaten Feierlichkeiten in öffentlichen Räumen auf maximal 10 Personen zu begrenzen, in privaten Räumen dürfen diese 10 nur noch aus maximal zwei Haushalten kommen. Darüber hinaus dürfen im öffentlichen Raum nur noch maximal 10 Personen zusammenkommen. (Gemeint sind Ansammlungen im Sinne der Corona Verordnung – Zusammentreffen verschiedener Personen unabhängig vom jeweiligen Zweck).

Es gilt eine ergänzende Maskenpflicht im öffentlichen Raum. Hier ist gemeint, dass das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im der Öffentlichkeit frei zugänglichen Raum im Freien und in geschlossenen Räumen verpflichtend ist, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann. Bei Veranstaltungen ist die Zahl der Teilnehmer auf 100 begrenzt und für die Gastronomie gilt ein generelles Außenabgabeverbot von Alkohol.

Die Verfügung wird über die Website des Landkreises Böblingen notverkündet und tritt am Tag nach ihrer Bekanntmachung in Kraft.

„Helfen Sie mit, die Infektionszahlen wieder zu senken. Wir sind alle gefordert, mit umsichtigem Verhalten und den bekannten AHA-Regeln dafür zu sorgen, dass die Pandemie sich nicht weiter verschlimmert“, ruft der Landrat zur Einhaltung der Regeln auf. „Unser Augenmerk liegt auf der Situation in den Kliniken. Als Gesellschaft müssen wir jetzt zusammenstehen und alle unseren Beitrag leisten.“


Corona-Testzentrum Cannstatter Wasen weitet Öffnungszeiten aus

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Ärzte zur Unterstützung gesucht

Stuttgart.| Das Corona-Testzentrum Cannstatter Wasen weitet seine Öffnungszeiten aus. Das hat die Landeshauptstadt Stuttgart, in deren Auftrag das Testzentrum betrieben wird, am Freitag, 16. Oktober, bekannt gegeben. Termine werden ab sofort von Montag bis Freitag, 8 bis 20 Uhr, sowie Samstag und Sonntag, 9 bis 14 Uhr, angeboten. Die Wochenend-Termine richten sich dabei in erster Linie an kurzfristig bekannt gewordene Corona-Verdachtsfälle und Kontaktpersonen. Eine vorherige Anmeldung zur Testung unter https://aerzteschillerplatz.de/corona‐testzentrum‐cannstatter‐wasen/ ist unbedingt erforderlich.

Das Team um den leitenden Arzt, Dr. Hans-Jörg Wertenauer, arbeitet fortan im Zwei- Schicht-Betrieb mit jeweils 18 Mitarbeitern. Einige davon sind erst in dieser Woche neu hinzugekommen. Wertenauer sagte: „Es freut mich sehr, dass wir nach unserem Bewerbungsaufruf so viele Rückmeldungen bekommen haben. Mit der personellen Unterstützung können wir die Zahl der täglichen Tests deutlich steigern, ohne dass die Qualität darunter leidet. Pro Testperson nehmen wir uns genügend Zeit, um einen ordentlichen und aussagefähigen Abstrich zu machen. Für einen weiteren Anstieg der Fallzahlen sind wir gewappnet.“

Aktuell sucht Wertenauer noch nach Ärzten, die im Testzentrum mithelfen. Interessierte können sich melden unter [email protected].


SVL-Wasserballer wollen ganz nach vorne

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Saisonstart Ende Oktober

Ludwigsburg.| Die Wasserballer des SV Ludwigsburg starten am 31. Oktober mit einem Heimspiel in die neue Bundesliga-Saison. Vieles ist in der Spielzeit der obersten Liga Pro A wegen der Corona-Pandemie noch ungewiss. Bis dato ist zum Beispiel nicht geklärt, wo dieses erste Spiel gegen Duisburg überhaupt stattfinden wird.

Der Team-Manager Adrijan Jakovcev sagt, die Mannschaft würde am liebsten daheim spielen, im guten alten Stadionbad. Doch eigentlich ist das Becken zu klein, der Verband müsste eine Ausnahmegenehmigung erteilen. Die Alternative ist das Inselbad in Stuttgart. Die Verantwortlichen beim SVL denken zudem darüber nach, ob es womöglich eine Option sein könnte, im Freibad in Winnenden anzutreten, das 50-Meter-Sportbecken im Wunnebad wird den ganzen Winter über geheizt und ist beliebt bei Schwimmern aus der gesamten Region Stuttgart.

Klar indes ist, wohin die Reise gehen soll: nach ganz vorne, sagt Adrijan Jakovcev, und dabei guckt und lächelt der 34-Jährige recht zufrieden. Die vergangene Saison hat Ludwigsburg mit einem guten sechsten Platz in der Pro A abgeschlossen. Der Manager, der von 2014 bis 2019 selbst Teil der Mannschaft war, sagt, man wolle sich Jahr für Jahr um einen Platz verbessern.

Wohin dieses Vorhaben führen könne, das sei „reine Mathematik“. Als der Manager diesen Satz sagt grinst er verschmizt. Sein Plan ist ehrgeizig. Sehr ehrgeizig. Ludwigsburg, sagt Jakovcev, wolle in fünf Jahren mit um den Titel spielen. Noch indes seien die Wasserfreunde Spandau aus Berlin und Waspo Hannover kaum zu schlagen. In Deutschland spielen nur in diesen beiden Mannschaften fast ausnahmslos Vollprofis.

Der Team-Manager sagt, der Rückblick auf die vergangenen Jahre zeige aber, dass es möglich sei, große Schritte zu machen. „Vor vier Jahren standen wir kurz vor dem Abstieg aus der zweiten Liga.“ Und jetzt habe sich die Mannschaft sogar für den Europacup qualifiziert. Wenn alles glatt läuft, dann startet das Experiment Europa für den SVL am 4. Dezember. Wo die Spiele gegen die anderen europäischen Spitzenclubs stattfinden, ist allerdings noch nicht geklärt.

Der Schwimmverein wolle sich und die Stadt Ludwigsburg „gut in Europa präsentieren“. Ziel sei es auch, in der Barockstadt Wasserball als die zweite wichtige Sportart nach Basketball zu etablieren. Immerhin stelle der Verein mit seinem Nationalspieler Timo van der Bosch aktuell den Ludwigsburger Sportler der Jahres.

In Europa tritt Ludwigsburg gegen Teams unter anderem aus Kroatien und aus Ungarn an. In diesen beiden Ländern ist Wasserball weit populärer als hierzulande. Allein in Ungarns Hauptstadt Budapest, sagt Jakovcev, gebe es „mehr als 20 Bäder für Wasserball“. In Deutschland indes, auch in der Wirtschaftsmetropole-Region Stuttgart, fehlen vielerorts Hallenbäder. „Wir diskutieren hier über e i n e Traglufthalle.“

Die Spiele des Europacups werden erst Mitte November ausgelost. Doch wegen Corona „sei leider noch alles offen“ – wer weiß, womöglich kann in manchen Ländern gar nicht gespielt werden. Ein Blick nach Ungarn – wo der Ligabetrieb bereits begonnen hat – lässt Ungemach erwarten: einige Ligaspiele in dem Land mussten wegen positiver Corona-Tests von Spielern abgesagt beziehungsweise verschoben werden. Der Team-Manager sagt: „Wir sind gespannt und warten.“

Die erste Mannschaft des SVL mit ihrem Kapitän, dem Torwart Ivan Pisk, sei jedenfalls topfit. Die Männer haben bis Ende September im Freibad Hoheneck trainiert, jetzt stehen in Ludwigsburg das Stadionbad und das Campusbad zur Verfügung.

Der weit über die Stadtgrenzen bekannteste Ludwigsburg Spieler ist Timo van der Bosch, er gehört zum deutschen Olympiakader. Der Polizist ist für die kommenden Monate für sein Training vom Dienst komplett freigestellt worden. Das Team Deutschland tritt im Februar kommenden Jahres beim Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele an.

Mit Blick auf van der Bosch erklärt der Manager: „Auch das ist etwas Großes und Historisches für uns.“ Adrijan Jakovcev selbst spielt übrigens immer noch Wasserball: jetzt allerdings in der dritten SVL-Mannschaft. Dieses Team, das vom SVL-Urgestein Dieter Gscheidle gemanaged wird, tritt in der Verbandsliga an.

Mit Blick auf das ambitionierte Ziel, sich Jahr für Jahr um einem Platz zu verbessern, sagt der Manager augenzwinkernd: „Wir sind auch offen für mehr.“ Für mehr als Platz fünf in dieser Saison also. Platz vier wäre wirklich top, denn damit würde sich der SVL direkt für das Viertelfinale qualifizieren und einen möglichen Abstieg in die Pro B von vorne herein komplett unmöglich machen.

Die Wasserball-Bundesliga ist in die ProA und die Pro B unterteilt, in den beiden Ligen spielen jeweils acht Mannschaften um den Auf- und den Abstieg beziehungsweise um die Meisterschaft.

Ludwigsburg hat im Abschlussturnier der Saison 2019/2020 Potsdam geschlagen, das Team, das schließlich auf Platz drei gelandet ist. Und auch gegen den Traditionsverein aus Duisburg hat sich der SVL durchgesetzt. Diese Siege stimmen den Team-Manager optimistisch. Ein womöglich gutes Omen für das Auftaktspiel – wo auch immer es stattfinden wird. Adrijan Jakovcev ist sich sicher: „Mit Ludwigsburg ist zu rechnen, alle Mannschaften müssen sich warm anziehen.“

Das Ludwigsburger Team ist zu 80 Prozent das selbe wie in der zu Ende gegangen Saison. Derzeit stammen nur zwei Spieler aus der Ludwigsburger Jugend: Toni Tadic und Leopold Friedrich. Ein weiteres wichtiges Ziel sei es, Jahr für Jahr möglichst mindestens einen weiteren Spieler aus der eigenen Jugend in die erste Mannschaft zu integrieren.

Derzeit sind die meisten Spieler Sportler aus Südosteuropa, einige von ihnen arbeiten beim SVL, zum Beispiel als Schwimmtrainer oder als Leiter der Schwimmkurse. Neuer Trainer-Spieler ist Marko Martinic, er hat bereits in der vergangenen Saison beim SVL gespielt. Nun übernimmt er also die Doppelrolle.

Der Vizepräsident des SV Ludwigsburg, Matthias Nagel, erklärt mit Blick auf die Corona-Pandemie, er befürchte, dass nur wenig Zuschauer zu den Spielen zugelassen werden – völlig egal, ob im Stadionbad gespielt wird oder unter der Traglufthalle des Inselbads in Stuttgart.

Für die Fans des SVL und für alle Wasserball-Freunde werde die neue Saison vermutlich „keine schöne“, leider. Für die Spieler werden die nächsten Monate jedenfalls eine extrem anspruchsvolle Zeit: Nagel sagt, er rechne bis Weihnachten Wochenende für Wochenende mit ein bis zwei Spielen – viele Sportler arbeiten regulären in einem Fulltime-Job. Auch der Manager, er ist Bauingenieur.

Von Januar bis März 2021 pausiert der Spielbetrieb in der Bundesliga, damit sich die Nationalspieler wie der SVLer van der Bosch optimal auf das wichtige Quali-Turnier vorbereiten können, das Ende Februar in Holland ausgetragen werden soll. So Corona will.


Allgemeinverfügung des Landkreises zu privaten Feiern und Veranstaltungen

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Zahl der Neuinfektionen der vergangenen 7 Tage überschreitet kritische Marke

Kreis Böblingen.| Stand heute (13.10.) liegt die Inzidenz im Landkreis Böblingen bei 37,79. Der Inzidenzwert meint die Zahl der Neuinfektionen der vergangenen 7 Tage, bezogen auf 100.000 Einwohner. Damit ist die erste kritische Marke von 35 überschritten. Der Landkreis Böblingen erlässt deshalb eine Allgemeinverfügung zu privaten Feiern und Veranstaltungen. Diese sind mit Inkrafttreten der Verfügung in öffentlichen Räumen nur noch bis 50 Personen zulässig, in privaten Räumen bis 25 Personen. Die Allgemeinverfügung tritt am Tag nach ihrer Bekanntmachung in Kraft.

Die Auslegung, was eine private Veranstaltung ist, ist klar geregelt. Demnach sind die Teilnehmenden bekannt und die Anzahl begrenzt, sie haben zueinander oder zur veranstaltenden Person eine innerliche Verbundenheit und es besteht eine gemeinsame private Sphäre – so der Begründungstext zur Verfügung. Gemeint sind also beispielsweise Geburtstagsfeiern, Hochzeiten, Taufen oder auch Beerdigungen. Dem gegenüber stehen Firmenfeiern, Vereinstreffen oder Wohnungseigentümer-versammlungen. Letztere sind keine privaten Veranstaltungen und sind entsprechend auch nicht von der Verfügung betroffen. Hier gelten nach wie vor die Regeln der Corona-Verordnung des Landes, in der Fassung vom 12.10.2020.

„Das sind unsere aktuellen Maßnahmen, sollten wir den nächsten Wert bei 50 reißen, werden weitere folgen“, kündigt Landrat Roland Bernhard an. Wie schon in früheren Presseveröffentlichungen erwähnt, sollen die Obergrenzen für private Feiern und Veranstaltungen dann auch 25 bzw. 10 Personen begrenzt werden. Zudem soll dann auch eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum, insbesondere wo der Mindestabstand von 1,50 Meter nicht eingehalten werden kann, kommen. “Wir bereiten diese weitergehenden Einschränkungen vor, wenn wir auch hoffen, dass wir sie vielleicht nicht brauchen“, so Bernhard.

Die Zahl der Neuinfektionen ist, Stand 13.10., um 25 auf 392 gestiegen und ist damit auf dem Stand von Anfang Mai diesen Jahres. In den vier Kliniken des Klinikverbunds Südwest im Landkreis Böblingen sind aktuell 16 Patienten stationär, davon 6 intensiv (4 beatmet).

Eine Aktualisierung noch – am Testzentrum Herrenberg werden die Öffnungszeiten ab 19.10. nochmals ausgeweitet. Es ist dann von Montag bis Donnerstag 18 bis 20 Uhr, am Sonntag von 10 bis 12 geöffnet. Die Testkapazitäten in den beiden Testzentren in Sindelfingen und Herrenberg reichen so aktuell aus, um die von der Hotline vergebenen Termine zu bewältigen. Es werden im Durchschnitt täglich rd. 250 Testungen durchgeführt.