Bürgerbeteiligung ist für eine erfolgreiche Stadtentwicklung von großer Bedeutung. Die Corona-Pandemie und damit verbundene Auflagen sind diesbezüglich für Städte und Gemeinden eine große Herausforderung: Öffentliche Versammlungen wie Bürgergespräche sind nur unter strengen Auflagen durchführbar. Kommunen müssen sich neue Wege der Bürgerbeteiligung einfallen lassen. Unterstützung kommt von der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH (WHS): Sie bietet ein digitales Beteiligungsportal für Kommunen.

Da Präsenzveranstaltungen zur Bürgerbeteiligung wegen Corona oft ausfallen müssen, nutzen immer mehr Städte und Gemeinden das WHS-Portal www.stadtentwicklungsmanager-im-dialog.de. „So erfahren die Verantwortlichen in den Kommunen zwar lediglich digital, aber dennoch auf direktem Weg, was die Bürger bewegt, welche Verbesserungsvorschläge sie haben und wie man sich am besten für die Zukunft rüstet“, sagt Marc Bosch, Geschäftsführer der WHS.

Verschiedene Städte haben diesen Weg bereits beschritten, darunter Mutlangen, Alpirsbach oder Laichingen in Baden-Württemberg. „In den meisten Stadtentwicklungskonzepten geht es um aktuelle Schwerpunktthemen wie Wohnen, Arbeiten, Verkehr oder den lokalen Einzelhandel“, erklärt Bosch. „Ziel ist es immer, diese Teilbereiche und somit die ganze Kommune zukunftssicher aufzustellen. Auch die Herausforderungen für Wirtschaft und Kommunen durch Corona spielen in dieser Betrachtung aktuell eine große Rolle.“

Das Beteiligungsportal wird modular auf die Wünsche, Bedürfnisse und Ziele jeder Stadt oder Gemeinde zugeschnitten, unabhängig von ihrer Größe. Darin können die Bürger zum Beispiel Informationen zu Baugebieten oder zum Stadtentwicklungskonzept einsehen. Verschiedene nutzerfreundliche Tools wie beispielsweise ein interaktives Crowdmapping regen dazu an, sich aktiv an den Stadtentwicklungsprozessen zu beteiligen. Durch das flexible Angebot der Plattform erhalten Kommunen überproportional viele Rückmeldungen, wertvolle Impulse für die künftige Stadtentwicklung und einen guten Überblick über das Meinungsbild in der Bevölkerung. Dies dient den Verantwortlichen für die weitere Planung der Stadtentwicklung.

Von der Bestandsanalyse bis zum Fördergeldantrag
Ergänzend zum digitalen Beteiligungsportal bietet die WHS auch Unterstützung bei der Analyse von Gebäudebestand und Nutzungsstruktur und überprüft diese auf umsetzbare Ziele und Maßnahmen. Dabei gehen die Experten auf die Bedarfssituation in der Bevölkerung ein und unterbreiten Vorschläge für Dienstleistungs- und Handelsflächen. Auf dieser Basis erstellt die WHS dann in einem weiteren Schritt ein Gesamtkonzept für die Stadt, mit dem gemeinsamen Ziel, eine nachhaltige hochwertige Nahversorgung und bedarfsgerechten Wohnraum zu schaffen. Im Bedarfsfall agiert die WHS zudem als Partner bei der Auslobung von städtebaulichen Wettbewerben, Mehrfachbeauftragungen, Ideenwettbewerben sowie Konzeptvergaben und Ausschreibungsverfahren nach Vergabeverordnung (VgV). Als städtebaulicher Dienstleister sorgt sie mit gezieltem Projektmanagement auch für die Umsetzung der Einzelmaßnahmen. Als erfahrener Fördermittelmanager berät sie Kommunen vom Antrag bis zum Einsatz von Finanzhilfen aus verschiedenen Förderprogrammen und begleitet sie bei der konkreten Maßnahmenumsetzung.