SV Ludwigsburg wächst gegen den Trend

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Bilanz des Pandemie-Jahres 2020

Ludwigsburg.| 2020 war wegen Corona auch für die Sportvereine extrem schwierig. Der SVL ist relativ gut durch das Jahr gekommen. Es gab sogar ein paar herausragende sportliche Ergebnisse in einem Jahr, das von Absagen geprägt war.

Das zu Ende gehende Jahr wird beim SVL nicht nur als das “Corona”-Jahr in die Annalen eingehen, sondern auch als das Jahr, in dem der Club im Wasserball erstmals international mitgemischt hat. Das Team hat sich Anfang Dezember gut beim Len Euro-Cup in Südfrankreich präsentiert und sogar ein Spiel gewonnen. Gegen die Mannschaft aus Ländern, in denen der Spielbetrieb trotz Pandemie läuft, hatte Ludwigs burg aber leider keine Chance. Die Bundesliga-Mannschaften sollen Anfang 2021 mit einem Turnier starten, der reguläre Spielbetrieb wird im März beginnen.

Auch der SVL-Schwimmer Martin Tschepe hat Schlagzeilen gemacht. Er hat bereits im Januar bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften im Eisschwimmen in seiner Altersklasse viermal Gold gewonnen, über 500 und 1000 Meter Freistil sowie über 50 Meter und 100 Meter Brust. Bei den Weltmeisterschaften im Winterschwimmen im Februar in Bled, Slowenien, wurde Tschepe dreimal Vizeweltmeister: über 500 und 1000 Meter Freistil sowie mit einer Freistilstaffel.

Der Ludwigsburger Top-Triathlet Fabian Knobelspies sagt mit Blick auf das Sportjahr 2020: „Bei mir gibt es leider nichts Berichtenswertes.“ Alle Wettbewerbe seien wegen Corona ausgefallen. Er konzentriere sich voll auf Hawaii 2021, die inoffizielle WM bleibe „das große Ziel und ist der Grund, dass ich jeden Tag trainiere“. Er hoffe, dass im Frühjahr ein paar Rennen in Deutschland stattfinden und dass die Liga startet. „Ein Zwischenziel würde helfen auf dem Weg nach Hawaii.“

Der SVL hat Ende des Jahres 1035 Mitglieder, das sind deutlich mehr als Ende 2019 – vor einem Jahr waren es 951. Ende 2016 zählte der Verein noch 763 Mitglieder. „Wir gehören damit voraussichtlich zu den Top Fünf Sportvereine in Ludwigsburg und das als Monoverein“, sagt der Vizepräsident Matthias Nagel. „Wir sind im schwierigen Pandemie-Jahr gegen den Trend gewachsen.“ Viele andere Sportverein in der Stadt und im Land kämpfen mit sinkenden Mitgliederzahlen. Vielen Clubs berichten von einem Schwund von zehn Prozent und mehr im Jahresverlauf.

Dass der SVL stetig Mitglieder gewinnt, liegt sicherlich auch an den mittlerweile sehr guten Bedingungen für alle, die schlicht schwimmen wollen. Selbst im Pandemie-Jahr ist es dem Verein gelungen, den Mitgliedern viele Schwimmangebote zu machen – im Campusbad und im Freibad Hoheneck.

Immer, wenn die Bäder überhaupt öffnen durften, konnten die SVL-Mitglieder ohne Zusatzkosten schwimmen und trainieren. Das Online-Buchen der Tickets hat gut funktionieret – auch dank der guten Kooperation mit der Stadt Ludwigsburg beziehungsweise mit den Stadtwerken Ludwigsburg-Kornwestheim. Viel Schwimmer haben im Sommer gesagt, sie hätten noch nie so entspannt trainieren können wie in diesem speziellen Sommer – weil die Bahnen im Freibad meistens freier waren als gewohnt.

Viele Schwimm- und Aquafitkurse mussten Corona-bedingt aber ausfallen. Der SVL hat versucht, möglichst viele Kompaktkurse anzubieten, um auch den etwa 400 Kursteilnehmern ein Angebot machen zu können.

Auch die Kooperation mit den Schulen sei mit Leben gefüllt worden, „wann immer das möglich war, um auch in den Schulen an der mangelnden Schwimmfähigkeit zu arbeiten“, so Nagel. Mit Blick auf das nächste Jahr warnt der Vorstand aber vor den Konsequenzen, falls die Bäder auch 2021 länger geschlossen werden sollten. Man müsse mit einem ganzen Jahrgang von Nichtschwimmern rechnen. Schwimmen müsse notfalls anders geregelt werden als andere Sportangeboten. Denn es ist lebensgefährlich, wenn Kinder nicht schwimmen lernen und die Defizite sind bereits erkennbar und sorgen für Besorgnis.

Die Hauptversammlung des SVL konnte wegen der Pandemie 2020 nicht stattfinden. Sie soll möglichst im ersten Quartal 2021 nachgeholt werden – in Kombination mit der Hauptversammlung 2021. Dann steht auch die Wahl des Vorstands an. Der Präsident Volker Heyn und sein Vize Matthias Nagel möchten wieder kandidieren, es werden aber noch Frauen und Männer gesucht, die den Vorstand und den Hauptausschuss komplettieren wollen.

Finanziell steht der SV Ludwigsburg sehr geordnet da. Nagel spricht von einer schwarzen Null, mit der das Jahr 2020 voraussichtlich abgeschlossen werde. „Die Zahlen passen, wenn auch das sehr gute Ergebnis aus dem Vorjahr bei weitem nicht erreicht werden konnte“.

Aber klar: „Es fehlen uns in diesem Jahr wesentliche Einnahmen“ – etwa die Gewinne, die der SVL in normalen Jahren mit dem Einsatz seiner Zeitmessanlage für Schwimmwettkämpfe erzielt. Wenn keine Wettbewerbe stattfinden, dann wird eben auch keine Zeitmessung benötigt.

Ähnlich verhält es sich bei den anderen Vereinsangeboten und Vereinsfesten, die nicht stattfinden konnten. Durch Umstrukturierungen und Kürzungen konnten Kosten eingespart werden, was bei der Konsoliedierung geholfen habe. Der SVL hofft nun auf bessere Zeiten im neuen Jahr und hat bereits einige Projekte in Vorbereitung, die man in 2021 realisieren möchte. Wir wünschen allen Mitgliedern und Freunden des Vereins einen guten Rutsch und für das Neue Jahr vor allem Gesundheit und hoffen gemeinsam darauf unseren Sport schon bald wieder gemeinsam erleben zu dürfen!


SG BBM kann sich auf seine Heimstärke verlassen

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von Bernhard Gaus

Bietigheim-Bissingen.| Die SG BBM Bietigheim baut die heimische Viadukthalle wieder zur Festung aus. Mit einem 33:27(12:13)-Erfolg über den TuS Ferndorf feierten die Jungs von Hannes Jón Jónsson am 16. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga den vierten Heimsieg in Folge und gehen mit einem positiven Eindruck ins neue Jahr. Ferndorf muss nach der fünften Niederlage in Serie die WM-Pause nutzen, um sich zu sammeln.

„Das war im Angriff in der zweiten Halbzeit unsere beste Leistung in diesem Jahr“, freute sich Bietigheims Trainer auch über die richtige Antwort seines Teams auf die herbe Niederlage in Desslau-Roßlau. „Man hat gesehen, dass die Jungs Spaß hatten, das war auch die nötige Lockerheit dabei.“

Der Treffer von Jonas Link zum 18:17, der ersten Führung für die Hausherren, war in der 38. Minute so etwas wie eine Initialzündung. Bis dahin war die Partie völlig ausgeglichen. „Wir können mit der ersten Halbzeit zufrieden sein, wir führen“, analysierte Robert Andersson. Beim Stand von 4:8 sah der Coach des TuS Ferndorf sein Team zwar schon mit einem deutlichen Vorsprung, bis zur Pause sollte der allerdings auf ein Tor schrumpfen. Den Unterschied in der Anfangsphase machten einige Ballverluste der SG BBM, die Ferndorf mit vier Kontertoren gnadenlos bestrafte. Nach dem Treffer zur 3:7-Führung sollte Ferndorf nur noch ein Tempotor gelingen. „Wir hatten anfangs auch Probleme unserer offensiven Abwehrvariante“, bemerkte Jónsson, „aber keinen Stress mit dem Halbzeitstand.“

Da spürte der Isländer wohl schon, dass sein Team das Spiel in den Griff bekommen sollte. Es folgten 20 ganz starke Minuten der Hausherren, in denen die Bietigheimer angeführt vom umsichtigen Jonas Link aus dem Rückraum Druck machten wie (zu) selten in dieser Saison. Ferndorfs Torhüter bekamen kaum mehr eine Hand an die Würfe der SG BBM, während auf der Gegenseite Aron Edvardsson jetzt mit einigen Paraden seinem Team wichtige Impulse geben konnte. „Wir waren in der 2. Halbzeit kompakt in der Abwehr, das hilft dabei natürlich“, gilt der isländische Keeper das Lob weiter. Abwehr und Abschlüsse der SG BBM gewannen zusehend an Sicherheit. Ein aus der Spielsituation entstandener Mosaikstein war dabei auch der Abwehr-Angriff-Wechsel zwischen Dominik Claus und Tim Dahlhaus, der mit seinen sechs Toren auf Touren kam. „Der Unterschied in der zweiten Hälfte war, dass Bietigheim mehr Zweikämpfe gewonnen hat und sein Konzept gehalten hat“, sagte Robert Andersson. „Wir kriegen das über die gesamte 60 Minuten noch nicht hin“. Der Schwede nahm, da beim Stand von 25:20 die Partie zu entgleiten drohte, seine dritte Auszeit.

Aber Bietigheim bleibt hinten stabil und vorne mutig. Als Ferndorf den Angriffsdruck mit dem siebten Feldspieler verstärken will, gelingen Jonathan Fischer und Martin Marčec zwei Tore ins verlassene TuS-Gehäuse. Bietigheim führt mit 29:11 Toren. In dieser Phase läuft bei Ferndorf fast alles über den auf die Spielmacherposition gerückten Julian Schneider, der selbst vier Tore macht und zwei weitere Treffer der Gäste auflegt. Schneider markiert den letzten Treffer zum 33:27-Endstand und war zusammen mit Josip Eres erfolgreichster Werfer auf dem Feld.

Bei Bietigheim waren die Schützen breiter verteilt. Neben Link und Dahlhaus zeigten sich auch Nikola Vlahovic, Jonathan Fischer am Kreis und Martin Marčec treffsicher. Am Ende standen 33 Tore für Bietigheim auf der Anzeigentafel, so viele wie noch in keinem Spiel in dieser Saison. Trotz des Erfolgserlebnisses sehnt Jónsson die jetzt beginnende Auszeit von der Corona-geplagten Saison herbei: „Das Spiel zeigt, dass wir den Handball nicht verlernt haben. Aber momentan hilft und nichts mehr als der Urlaub bis zum 11. Januar.“

SG BBM Bietigheim: Edvardsson, Lehmann; Link (6), Dahlhaus (6), Fischer (5), Marčec (4), Vlahovic (4), Schäfer (3/1), Asmuth (2), Barthe (1), Claus (1), de la Peña (1), Rentschler, Öhler, M. Urban, Boschen.

TuS Ferndorf: Durica, Puhl, Hottgenroth; Eres (7/5), J. Schneider (7), Matzken (3), M. Michel (3), Sario (3), L. Schneider (2), Bornemann (2), Rink, Pechy, L. Michel, Koloper.

Spielverlauf: 2:5 (8.), 4:8 (14.), 9:9 (19.), 10:12 (26.), 12:13 (30.), 18:17 (38.), 23:19 (45.), 26:21 (50.), 31:23 (55.), 33:27 (60.).
Zeitstrafen: Fischer (27.), Barthe (34.), Marčec (40.) – Rink (16.)
Siebenmeter: 1/1 – 5/5
Schiedsrichter: Manuel Lier / Jan Lier (DHB Bundesligakader)
Zuschauer: 0 (Halle am Viadukt Bietigheim)


Silvester – Stuttgart weist Bürger auf Einhaltung der Regeln hin

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Verkauf von Feuerwerk verboten, Böllern im öffentlichen Raum untersagt, ab 20 Uhr gilt Ausgangsbeschränkung

Stuttgart.| Die Landeshauptstadt Stuttgart erinnert kurz vor dem Jahreswechsel nochmals an die Regeln, die wegen der Corona-Pandemie dieses Silvester gelten. Bund und Länder haben dazu entsprechende Vorgaben gemacht. Die Stadt hat am Dienstag, 29. Dezember, die Bürgerinnen und Bürger darauf hingewiesen, sich an die Regeln zu halten.

So ist laut Corona-Verordnung des Landes das Abbrennen jeglicher Pyrotechnik (insbesondere Raketen, Böller oder Batterien) im öffentlichen Raum untersagt – also in allen Bereichen, die der Allgemeinheit zur Benutzung offenstehen, insbesondere auf öffentlichen Straßen, Plätzen oder in Parks. Des Weiteren ist es verboten, Alkohol im öffentlichen Raum auszuschenken und zu konsumieren.

Die nächtliche Ausgangsbeschränkung von 20 bis 5 Uhr bleibt an Silvester bestehen. Die Kontaktbeschränkungen gelten weiterhin: Treffen dürfen sich maximal fünf Personen aus zwei Haushalten, Kinder bis einschließlich 14 Jahre werden nicht mitgezählt.

Zudem gibt es ein bundesweites Verkaufsverbot von pyrotechnischen Gegenständen. Dieses gilt auch für Ware, die online bestellt wurde. Denn mit dem Erlass ist die Auslieferung von Feuerwerk nicht mehr zulässig.

Dr. Clemens Maier, Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, erklärte: „Die verschärften Regeln an Silvester sind für keinen erfreulich, aber notwendig. Damit soll verhindert werden, dass es zu Menschenansammlungen und ausgelassenem Feiern im öffentlichen Raum kommt.“ Zwar darf auf privaten Grundstücken geböllert werden, dennoch mahnte der Ordnungsbürgermeister zur Zurückhaltung: „Die Fallzahlen sind nach wie vor zu hoch, die Todeszahlen steigen und die Krankenhäuser arbeiten an der Belastungsgrenze. Es ist ein Akt der Solidarität und der Vernunft, sich in diesem Jahr an Silvester zu mäßigen. Wir alle wünschen uns, dass es 2021 besser wird.“

Dr. Georg Belge, Leiter der Branddirektion, warnte eindringlich davor, sich über das Feuerwerksverbot hinwegzusetzen: „Es sollte darauf verzichtet werden, altes Material aus dem Keller zu verwenden. Dieses kann durch die Lagerung beschädigt sein und zu schweren Verletzungen führen. Gleiches gilt für Feuerwerk aus dem Ausland. Dieses ist oftmals nicht zertifiziert und kann für Leib und Leben gefährlich werden.“ Belge appellierte, in diesem Jahr gänzlich auf das Abbrennen von Pyrotechnik zu verzichten, um keinerlei Verletzungen zu riskieren: „Die Lage in den Krankenhäusern ist extrem angespannt. Die Kapazitäten werden für Notfälle und Corona-Patienten gebraucht. Es liegt an jedem Einzelnen von uns, die Krankenhäuser zu entlasten, indem wir Unfälle durch Feuerwerk und Alkohol in der Silvesternacht vermeiden.“

Die Polizei wird die Einhaltung der Verbote im öffentlichen Raum überwachen. Wer sich nicht an die Vorgaben hält, den erwarten ein Ordnungswidrigkeitsverfahren und ein Bußgeld.

Polizeipräsident Franz Lutz sagte: „Sehr viele Menschen haben sich in den vergangenen Wochen bereits an die Regeln gehalten und damit die Behörden, auch die Polizei, unterstützt. Dafür mein herzlicher Dank. Zu Silvester appellieren wir nochmals an alle! Die Polizei wird nicht nur in der Innenstadt und den Hotspots stark präsent sein, sondern überall in der Stadt. Mehrere hundert Beamtinnen und Beamte sind zusätzlich im Dienst und sie werden die Ausgangsbeschränkungen, einhergehende Alkoholverbote und das Feuerwerksverbot, beispielsweise auch an den Aussichtspunkten, gezielt und intensiv überwachen. Wer sich nicht an die Regeln hält und keine Einsicht zeigt, muss mit empfindlichen Anzeigen rechnen“.


Patrick Fossi und Berkan Alimler verlassen den SGV

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Freiberg a. N.| Am Ende der sehr erfolgreichen Hinrunde führten die Verantwortlichen mit allen Spielern Personalgespräche. In Folge dieser Gespräche kamen der Verein, Patrick Fossi und Berkan Alimler überein, die laufenden Verträge im gegenseitigem Einvernehmen aufzulösen.

Berkan Alimler kam als großes Talent nach Freiberg und konnte in vielen Spielen sein Talent unter Beweis stellen. Da er seine sportliche Zukunft doch eher näher an der Heimat Berlin sieht, entsprach der Verein dem Anliegen des Spielers.

Patrick Fossi war sowohl sportlich als auch menschlich ein wichtiger Teil der Mannschaft. Leider warfen ihn in der Vergangenheit auch immer wieder Verletzungen aus der Bahn. Patrick wird nun als wichtiger Eckpfeiler zum 1. FC Normannia Gmünd wechseln.

“Mit Patrick und Berkan verlassen zwei tolle Charaktere den Verein. Ich denke, dass für die Entwicklung beider Spieler dieser Schritt richtig und wichtig ist. Beide benötigen Spielzeit als unangefochtene Stammspieler. Dies konnten wir beiden leider in Freiberg nicht bieten. Besonders dem Wechsel von Fossi zuzustimmen fiel allen Beteiligten sehr schwer. Wir werden seinen Weg weiter beobachten und haben uns Möglichkeiten offen gehalten, dass wir ihn bei einer Top-Entwicklung – die wir ihm ohne weiteres zutrauen – zurück nach Freiberg holen können,” so Sportdirektor Christian Werner


Wasserball Bundesliga Re-Start im März

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Perspektive für die deutsche Eliteliga mit vorgelagerten Turnierspielen im Januar

Der Verband hat einen Plan für den Neustart der Wasserball-Bundesliga erarbeitet. Zunächst ist ein kleines Turnier geplant. Die Teilnahme ist für die Teams freiwillig. Keine Frage: der SVL tritt an.

Der Wettkampfbetrieb in der Bundesliga soll nach Auskunft des Deutsche Schwimmverbandes (DSV) in drei Stufen wieder aufgenommen werden. Zunächst mit Spielen als „Saisonvorbereitung unter Wettkampfbedingungen in Turnierform“ von Ende Januar bis Ende Februar. Die Mannschaften dürfen teilnehmen, müssen aber nicht. Der SVL werd e sicher dabei sein, sagt der Vizepräsident Matt hias Nagel.

Der Spielbetrieb in der Bundesliga soll laut DSV dann im März starten, mit Finalspielen Ende Mai. Den Pokalwettbewerb plant der Verband für den Sommer mit einer Endrunde im August oder September.

Dieses Konzept ist ein klassischer Kompromiss, mit dem offenbar die Vereine leben können. Einige Clubs hatten sich gewünscht, dass die Bundesliga möglichst schon im Januar 2021 beginnt, andere wollten erst deutlich später wieder loslegen.

Speziell die Vereine, die international spielen beziehungsweise gespielt haben, hatten aufs Tempo gedrückt, darunter auch der SVL. Denn bei den europäischen Turnieren hat sich gezeigt, dass Mannschaften, die im Heimatland nicht spielen, kaum eine Chance haben und in einer so langen spielfreien Zeit viel Substanz verloren geht. In den meisten anderen Ländern wird in den Wasserball-Ligen längst wieder gespielt.

Der Verband spricht von einem schwierigen und herausfordernden Jahr 2020. Leider ruhe der Wasserball in fast allen Bereichen seit nunmehr neun Monaten. „Das Corona-Virus wird uns noch länger begleiten.“ Das bestehende Hygienekonzept werde derzeit aber überarbeitet und der neuen Entwicklung angepasst. Geprüft werde auch, ob „eine finanziellen Beteiligung des DSV an der Saisonvorbereitung“ möglich ist.

Nagel sagt: „Wir freuen uns sehr, dass es nun einen Plan gibt, dass es wieder los geht“. Der SVL werde sich gleich nach den Weihnachtsferien auf die Turnierserie vorbereiten. Alle Spieler werden dabei sein, außer der SVL-Nationalspieler Timo van der Bosch. Er werde dann überwiegend im Kreise der Nationalmannschaft trainieren, die im Februar beim Olympia-Qualifikationsturnier um die letzten Tickets für Tokio 2021 antritt.

Nagel sagt mit Blick auf das Konzert des DSV zum Ligastart: „Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung.“ Der Wasserball müsse endlich wieder auf der Bildfläche erscheinen. Ein verantwortungsvolles Sporttreiben sei möglich, das habe der Euro-Cup in Aix-en-Provence gezeigt, wo der SVL Anfang Dezember erstmals international angetreten ist.


Enges Spiel zwischen Bietigheim und Rimpar

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von Bernhard Gaus

Bietigheim-Bissingen.| Mit dem knappsten aller möglichen Ergebnisse holt sich die SG BBM Bietigheim in der 2. Handball-Bundesliga am Mittwoch den dritten Heimsieg in Folge. Die Schwaben gewinnen eine von beiden Seiten mit viel Engagement geführte Partie am Ende mit 25:24 (13:10) Toren, während die Rimpar Wölfe mit der letzten Schiedsrichterentscheidung hadern.

„Der letzte Angriff, als Jonas Link das Tor zum 25:24 macht, war einer unserer besten Angriffe“, freute sich Bietigheims Trainer Hannes Jón Jónsson über diesen optischen und spielerischen Glanzpunkt, aber vor allem über den doppelten Punktgewinn. „Der Sieg ist nicht nur fürs Punktekonto wichtig, sondern auch für unsere Köpfe“ – die richtige Reaktion nach der deutlichen Niederlage beim VfL Gummersbach vier Tage zuvor. Während Bietigheim in Unterzahl in den letzten 60 Sekunden keinen Gegentreffer mehr zulässt, sorgt der letzte Pfiff der Unparteiischen – Ballverlust der Gäste nach technischem Fehler – bei den Rimpar Wölfen für Diskussionsbedarf. „Schade, dass diese letzte Schiedsrichterentscheidung das Spiel entscheidet“, klagte Wölfe-Coach Ceven Klatt, der jedoch mit seinem nach der Corona-Quarantäne immer noch dezimierten Rudel zufrieden sein konnte. „Das war eine tolle Leistung von uns in der 2. Halbzeit, man kann der Mannschaft nur ein Kompliment machen, wie sie zurückgekommen ist“, so Klatt.

Über die vollen 60 Minuten lagen die Gäste beim 2:3 das letzte Mal in Führung. Dann übernahmen in einer von beiden Abwehrreihen intensiv geführten Partie die Bietigheimer Handballer das Zepter. Christian Schäfer markierte beim 7:5 bereits seinen fünften Treffer, versenkte im gesamten Spiel wieder fehlerfrei fünf Siebenmeter und gab den Gastgebern die nötige Sicherheit im Spiel. Punktgenau zur Halbzeit betrug der Bietigheimer Vorsprung erstmals drei Tore.

Die folgenden Tore von Schäfer und Paco Barthe zum 15:10 hätten der SG BBM gleich nach Wiederanpfiff ein beruhigendes Polster geben können. Doch nach drei Toren von Lukas Böhm in schneller Folge war Rimpar wieder auf Tuchfühlung. Ceven Klatt sieht eine Steigerung in der Deckungsarbeit seiner Wölfe, die Bietigheim immer wieder in Zeitnot drängen können. „Unsere Abwehr stand heute gut“, analysierte auch SG BBM-Coach Jónsson. „Vorne haben wir uns aber das Leben schwer gemacht, laufen uns immer wieder fest und machen unglückliche Fehler“, so der Isländer.

Zehn Minuten vor dem Ende zieht Rimpars Trainer beim Stand von 23:21 den siebten Feldspieler, weil auch die Unterfranken viel Mühe haben gegen die engagierte Deckungsarbeit der Schwaben. Das bringt mehr Angriffsdruck, doch Bietigheim verteidigt zäh seinen knappen Vorsprung. Dominik Claus erzielt für die SG BBM den wichtigen Treffer zum 24:22, Rimpar kann erst knapp zwei Minuten vor dem Ende durch Dominik Schömig vom Punkt zum 24:24 ausgleichen. Jonas Link trifft zum 25:24 und Bietigheim hält dem Druck des letzten Rimparer Angriffsversuches mit 5 gegen 7 Feldspieler stand. In den letzten Sekunden landet die Kugel schließlich wieder beim starken Bietigheimer Halblinken, der Ball und Sieg festhalten kann.

SG BBM Bietigheim: Edvardsson, Lehmann; Schäfer (9/5), Link (5), Barthe (3), Dahlhaus (3), Vlahovic (2), Claus (1), Rentschler (1), de la Peña (1), Fischer, Marčec, Asmuth, M. Urban, Boschen, Öhler.

DJK Rimpar Wölfe: Mallwitz, Tschuri; Böhm (6), Schömig (5/4), Schulz (4), Dayan (2), Wirtz (2), Meyer (2), Brielmeier (2), Karle (1), Franke, Kaufmann, Kovacic.

Spielverlauf: 3:3 (12.), 9:7 (19.), 11:10 (26.), 13:10 (30.), 15:10 (32.), 15:14 (36.), 22:18 (45.), 22:21 (48.), 24:24. (59.), 25:24 (60.).
Zeitstrafen: Claus (13.), Dahlhaus (27.), Fischer (40.), Barthe (60.) – Kovacic (30.), Dayan (45.)
Siebenmeter: 5/5 – 4/5
Schiedsrichter: Tobias Schmack / Philipp Dinges (DHB Bundesligakader)
Zuschauer: 0 (Halle am Viadukt Bietigheim)


WHS erhält Zuschlag für Baulos C in Ostfildern-Scharnhausen

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Die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH (WHS) hat das Auswahlverfahren der Stadt Ostfildern für das Baulos C im Scharnhausener Neubaugebiet „Ob der Halde“ für sich entschieden. Hier planen die Ludwigsburger ab 2022 ein Mehrfamilienhaus mit acht Mietwohnungen sowie vier Reihenhauszeilen mit insgesamt 19 Einfamilienhäusern.

Auf dem ehemaligen Vereinsgelände des TSV Scharnhausen am nördlichen Rand des Stadtteils arbeitet die WHS zukünftig daran, dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum in Ostfildern zu schaffen. Vier der acht Wohnungen des neuen Mehrfamilienhauses sind für Bürger mit Wohnberechtigungsschein vorgesehen. Für Familien mit viel Platzanspruch sind Reihenhäuser geplant. „Hier entsteht in bester Wohnlage hochwertiger und familienfreundlicher Wohnraum, der dazu beitragen wird, den angespannten Wohnungsmarkt nachhaltig zu entlasten“, erklärt Marc Bosch, Geschäftsführer der WHS.

Auch der Nachhaltigkeit wird bei den Neubauten Sorge getragen – etwa durch eine extensive Begrünung der Dachflächen oder der Nutzung von Fernwärme. Die neuen Häuser genügen dabei dem KfW-Effizienzhaus 55-Standard. „Das reduziert den Energieverbrauch, schont Ressourcen und sorgt gleichzeitig für eine Reduzierung der Mietnebenkosten. Zudem können unsere Kunden dadurch die gesetzliche Förderung der KfW in Anspruch nehmen“, weiß Bosch.

Der Beginn der Bauarbeiten ist für Anfang 2022 geplant. Ende 2023 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.


Jahreswechsel: kein Feuerwerk, kein Alkohol, keine Partys

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Corona – Stadt weist auf allgemeingültige Regeln an Silvester hin

Stuttgart.| In diesem Jahr wird Silvester aufgrund der Corona-Pandemie anders ausfallen als gewohnt – nämlich ruhiger und ohne Menschenansammlungen. Bund und Länder haben dazu entsprechende Vorgaben gemacht. Die Landeshauptstadt Stuttgart hat am Montag, 21. Dezember, darauf hingewiesen, dass diese Regeln einzuhalten sind.

Dr. Clemens Maier, Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, warnte: „Für viele Menschen gehören Feuerwerk und ausgelassenes Feiern zum Jahreswechsel dazu. Aber beides ist dieses Jahr leider nicht möglich. Laut Verordnung ist es verboten, Alkohol im öffentlichen Raum auszuschenken und zu konsumieren. Ebenso ist das Abbrennen von Pyrotechnik – wie Böller oder Feuerwerksraketen – auf Straßen, Plätzen oder in Parks nicht erlaubt. Ich bitte die Bürgerinnen und Bürger, sich im Sinne des Gemeinwohls daran zu halten. Unser gemeinsamer Vorsatz für 2021 muss sein, die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen.“

Wie Bund und Länder angekündigt haben, wird das Bundesinnenministerium ein Verkaufsverbot für Pyrotechnik erlassen. Daher ist der Erwerb von Feuerwerk und Böller nicht möglich.

Dr. Georg Belge, Leiter der Brandirektion, mahnte: „Das Feuerwerksverbot ist grundsätzlich allumfassend. Heißt: Es darf im öffentlichen Raum nicht geböllert oder geschossen werden – auch kein altes Material aus dem Keller oder eingekaufte Ware aus dem Ausland. Darauf sollte generell verzichtet werden – es besteht die Gefahr von Fehlzündungen und Verletzungen. Ich appelliere hier an die Vernunft und Eigenverantwortung der Menschen.“

Die Polizei wird die Einhaltung der Verbote überwachen. Wer sich nicht an die Vorgaben hält, wird mit einem Bußgeld belegt.

Laut Corona-Verordnung des Landes gilt die nächtliche Ausgangsbeschränkung von 20 bis 5 Uhr ebenso an Silvester. Auch die Kontaktbeschränkungen bleiben bestehen.


Nationalmannschaft startet in Duisburg ins EM-Jahr 2021

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Die deutsche Nationalmannschaft wird ihre ersten beiden Heimspiele 2021 in der WM-Qualifikation am 25. März gegen Island und am 31. März gegen Nordmazedonien jeweils in Duisburg absolvieren, dazwischen steht am 28. März das Qualifikationsspiel in Rumänien an. Das hat das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am heutigen Montag im schriftlichen Umlaufverfahren beschlossen.

Damit werden in Duisburg erneut zwei aufeinanderfolgende Heimländerspiele am selben Spielort ausgetragen. Mit diesem Vorgehen hat der DFB im Herbst 2020 in Köln und Leipzig bereits gute Erfahrungen in der Organisation der Länderspiele gemacht. Duisburg hat sich im Sommer 2020 im Rahmen des Finalturniers der UEFA Europa League als Spielort im Sonderspielbetrieb bewährt.

Im Hinblick auf die aktuellen Einschätzungen zur Covid-19-Situation im März verfolgt der Verband weiterhin den Ansatz, die Kontakte der Mannschaft zu minimieren und unnötige Reisen zu vermeiden. Über eine mögliche Zulassung von Zuschauern wird mit den zuständigen Behörden zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Vorläufiger Spielplan der Nationalmannschaft bis zur EURO:

25. März 2021, 20.45 Uhr: WM-Qualifikation, Deutschland gegen Island (in Duisburg)
28. März 2021, 20.45 Uhr: WM-Qualifikation, Rumänien gegen Deutschland
31. März 2021, 20.45 Uhr: WM-Qualifikation, Deutschland gegen Nordmazedonien (in Duisburg)


DFB-Frauen bestreiten erstes Heimspiel 2021 in Aachen

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Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft startet am 21. Februar in Aachen in ihr Länderspieljahr 2021. Das beschloss das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Anstoßzeit und Gegner der DFB-Auswahl werden zeitnah bekanntgegeben. Das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg war zuletzt Anfang Oktober 2019 im Stadion am Tivoli zu Gast. Damals gab es im Rahmen der EM-Qualifikation ein 8:0 gegen die Ukraine.

Martina Voss-Tecklenburg sagt: “Wir freuen uns schon jetzt auf ein spannendes neues Länderspieljahr. Der Standort Aachen und sein tolles Stadion bieten für den Start die optimalen Voraussetzungen. Für uns beginnt die Vorbereitung auf die EM 2022 mit dieser ersten Abstellungsperiode im Februar. Die Planungen unserer Spiele gegen starke Gegner sind schon sehr weit, wir werden demnächst mehr Details dazu bekanntgeben können. Das Ziel ist und bleibt, unser Team mit Spielen auf hohem Niveau weiterzuentwickeln.”

Neben dem Heimspielort Aachen steht schon fest, dass die DFB-Auswahl am 10. April in der Brita Arena in Wiesbaden antritt. Die Frauen-Nationalmannschaft hat sich souverän für die EM in England qualifiziert. Die Endrunde war aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie um ein Jahr auf 2022 verschoben worden.