Stuttgart setzt sich für KI ein

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Klares Bekenntnis des Gemeinderats für einen „Innovationspark KI Baden- Württemberg“

Stuttgart.| Der Stuttgarter Gemeinderat hat ein klares Bekenntnis für einen Innovationspark KI Baden-Württemberg abgegeben. Die Landeshauptstadt Stuttgart beabsichtigt, dessen Entwicklung mit bis zu 5 Millionen Euro für Investitionen am Standort Stuttgart zu unterstützen. Der Beschluss des Gemeinderats am Donnerstag, 4. Februar, sendet ein starkes Zeichen der Unterstützung für die Entwicklung einer innovativen und tragfähigen KI-Infrastruktur.

Dieser Schritt ist Teil der gemeinsamen Bewerbung der Regionen Stuttgart, Karlsruhe und Neckar-Alb beim Landes-Wettbewerb „Innovationspark KI Baden-Württemberg“. Entstehen soll im Zentrum Baden-Württembergs eine europaweit einzigartige KI- Innovationsinfrastruktur für KI-Anwendungen auf hohem wissenschaftlichen, technologischen und ethischen Niveau. Unternehmen können dort in Kooperation mit Wissenschaft, Gesellschaft und der öffentlichen Verwaltung KI-Anwendungen, Produkte und Geschäftsmodelle entwickeln, erproben und international vermarkten. Die Partner wollen diese innovative Zusammenarbeit durch die Gründung einer Genossenschaft unterstreichen.

In der zweiten Verfahrensstufe des Wettbewerbs müssen nun ein inhaltliches Konzept, Fläche und Standort sowie die Gesamtfinanzierung des Eigenanteils verbindlich nachgewiesen werden. Außerdem muss dargelegt sein, wie sich ein ökologisches Konzept, Kooperationen, Anschlussfähigkeit und ein Umsetzungskonzept gestalten.

Im weiteren Verlauf des Wettbewerbs dürfen die ausgewählten Teilnehmer in der zweiten Verfahrensrunde voraussichtlich bis zum 22.02. ihre vorläufigen Gesamtkonzepte abgeben und am 25. und 26.02. präsentieren. Der Fördermittelgeber wird am 02.03. die abschließenden Vorgaben für die endgültigen Gesamtkonzepte mitsamt Mindestanforderungen bekanntgeben. Im Anschluss dürfen die Wettbewerbsteilnehmer ihre Gesamtkonzepte überarbeiten und präzisieren. Die endgültigen Gesamtkonzepte sind von den Wettbewerbsteilnehmern bis zum 10.03. einzureichen. Nach Abschluss der zweiten Verfahrensrunde wird im zweiten Quartal 2021 der bevorzugte Wettbewerbsteilnehmer mit dem besten Gesamtkonzept ausgewählt.


Ausbau der Stadtbahnlinie U1 für 80-Meter-Züge

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Stuttgart.| Die Fahrgastzahlen der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) haben sich in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht. Dabei zeigen bestimmte Stadtbahnlinien, wie etwa die U1, eine zunehmend hohe Auslastung und Belastung. Um dem entgegenzuwirken, wurde 2018 die Schnellbuslinie X1 vom Wilhelmsplatz Bad Cannstatt in die Innenstadt eingeführt. Außerdem entlastet die Linie U16 – zu den Hauptverkehrszeiten – die Strecke Fellbach/Stuttgart-Giebel. Als ein nächster Schritt sollen jetzt Trassenabschnitte der U1 für den Einsatz der langen 80-Meter-Züge der SSB fit gemacht werden, um zusätzliche Kapazität zu schaffen und damit mehr Fahrgäste befördern zu können. So werden demnächst auf der besonders belasteten östlichen Trasse der U1 vorerst die Haltestellen Uff-Kirchhof, Augsburger Platz sowie Nürnberger-, Antwerpener- und Beskidenstraße Straße für einen Betrieb der langen Züge umgebaut. Dem hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstag, 4. Februar, einmütig zugestimmt.

Der Beginn der Baumaßnahmen ist für Ende 2022 geplant, der Betrieb soll dann Ende 2024 aufgenommen werden können. Die Haltestellen im Bereich der Innenstadt bis zum Wilhelmsplatz Bad Cannstatt wurden bereits in den vergangenen Jahren erweitert. Letztendlich soll die U1 zukünftig zwischen den Haltestellen Heslach- Vogelrain und Fellbach-Lutherkirche in der Doppeltraktion, also mit einer Länge von 80 Metern, fahren können. Die dafür notwendigen weiteren Baumaßnahmen sind ab 2025 vorgesehen. Die Stadtbahnlinie U1 – mit einer Strecke von 17,3 Kilometer und insgesamt 31 Haltestellen – verbindet den Stadtbezirk Vaihingen über die Bezirke Süd, Mitte, Ost und Bad Cannstatt mit der Stadt Fellbach. Sie ist damit die wichtigste West-Ost Stadtbahnverbindung.


Stuttgarter Wohnungsnotfallhilfe setzt sich neue Ziele

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Bürgermeisterin Dr. Alexandra Sußmann: „Es braucht mehrdimensionale Lösungsansätze und ein gutes und eng abgestimmtes Zusammenwirken aller am Hilfesystem der Stuttgarter Wohnungsnotfallhilfe beteiligten Stellen“

Stuttgart.| Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 4. Februar einmütig dem Vorschlag der Verwaltung zugestimmt, die Unterstützungsangebote für Wohnungslose in der Landeshauptstadt Stuttgart weiterzuentwickeln. Die Sozialverwaltung und die Träger der freien Wohlfahrtspflege wollen damit den Herausforderungen des knappen Wohnraums besser begegnen können.

Dr. Alexandra Sußmann, Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration erklärte am Donnerstag, 4. Februar: „Die Hilfen für Wohnungslose in Stuttgart, wie wir sie heute kennen, gehen auf einen Umstrukturierungsprozess aus dem Jahre 1998 zurück. Der Stuttgarter Wohnungsmarkt und der Personenkreis, der in der Wohnungshilfe Unterstützung sucht, hat sich im Laufe der Jahre verändert. Mit dem nunmehr geplanten neuen Prozess prüfen wir diese Strukturen nun auf ihre Aktualität und passen sie an die jetzigen Gegebenheiten an.“

In einem umfassenden und extern moderierten Prozess sollen die Beratungsangebote, Unterbringungsarten und Betreuungsformen für Wohnungslose beleuchtet werden. Zudem sollen neue Ideen entwickelt werden, wie die Unterstützung für jene Menschen verbessert werden können, die unter Wohnungsknappheit am meisten leiden.

Im Fokus steht dabei, stärker präventiv gegen Wohnungslosigkeit zu wirken und möglichst schnell eingetretene Wohnungslosigkeit zu beenden. Bürgermeisterin Sußmann betonte: „Um die Situation für Wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Bürgerinnen und Bürger nachhaltig zu verbessern, braucht es mehrdimensionale Lösungsansätze und ein gutes und eng abgestimmtes Zusammenwirken aller.“

Mehrere Entwicklungen stehen dabei im Fokus:
• ein zunehmend angespannter Wohnungsmarkt, auf dem es für Wohnungslose aufgrund fehlender finanzieller und persönlicher Ressourcen extrem schwierig ist, neuen Mietwohnraum zu finden

• eine dadurch drohende Überlastung des gesamten Hilfesystems, die sich vor allem in verlängerten Wartezeiten und Überbrückungslösungen niederschlägt

• ein Bedarf an neuen Lösungen für eine kleine Gruppe von Wohnungslosen mit sehr komplexen Problemen, die durch die vorhandenen Angebote nicht erreicht werden

• ein durch die genannten Entwicklungen abnehmender Spielraum in der qualifizierten Vermittlung von Wohnungslosen in die unterschiedlichen Angebote und Unterbringungen.

Mit dem geplanten Prozess sollen deshalb auch neue fachliche Konzepte erprobt werden, wie z.B. der aus dem angelsächsischen Raum stammende Ansatz „Housing First“. Bei diesem sind Unterbringung und Beratung getrennt voneinander organisiert. Davon verspricht sich die Sozialverwaltung einerseits, dass Wohnungslose durch direkte Akquise besser mit Wohnraum versorgt werden können. Andererseits kann dadurch das Hilfesystem deutlich flexibler werden. Darüber hinaus sollen neue Kooperationsformen entwickelt und erprobt werden.


Vorsicht vor Corona-Fake-Angeboten im Internet

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Polizei warnt zum Safer Internet Day vor unseriösen Angeboten im Internet – insbesondere im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie

Stuttgart.| Kriminelle versuchen auf viele Arten aus der Corona-Pandemie Gewinn zu schlagen: Mit Phishing-Mails wollen sie an sensible Daten kommen, in Fake-Shops bieten sie minderwertige Medizinprodukte oder unwirksame Arzneimittel gegen COVID-19 an. Die Polizeiliche Kriminalprävention rät: Auf die Quelle achten und Angebote prüfen.

Das durch die Pandemie veränderte und auf Internetshops konzentrierte Kaufverhalten sowie die Informationsflut aus unseriösen Quellen nutzen Kriminelle aus, um Menschen zu betrügen. In Fake-Shops vertreiben sie neben minderwertigen Medizinprodukten auch Arzneimittel, die angeblich vor COVID-19 schützen sollen. In Einzelfällen wurde ein angeblicher Corona-Impfstoff zum Verkauf angeboten, der tatsächlich nicht frei verkäuflich ist.

“Wir raten dazu, jedes Angebot im Internet und die Seriosität der Anbieter genau zu prüfen. Ein fehlendes Impressum kann beispielsweise ein Hinweis darauf sein, dass der Online-Händler nichts Gutes im Schilde führt.

Die Polizei stellt den Bürgerinnen und Bürgern dazu ein breites und kostenloses Informationsangebot zur Verfügung. Wer gut informiert ist, kann sich und andere besser vor Betrug schützen”, sagt Dr. Stefanie Hinz, Vorsitzende der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

Empfehlungen der Polizei:

– Achten Sie auf Informationen offizieller Stellen, insbesondere im Zusammenhang mit Impfaktionen in Ihrer Umgebung. Offizielle Stellen sind zum Beispiel: Ihre Stadt- oder Gemeindeverwaltungen, das Gesundheitsamt, Landes- und Bundesministerien sowie das Robert Koch Institut (RKI).
– Bestellen Sie Medizinprodukte oder Arzneimittel nur bei zugelassenen Internetapotheken. Überprüfen Sie, ob Ihr gewählter Onlineanbieter im Versandapothekenregister (VAR) auf der Internetseite des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) aufgeführt ist.
– Kaufen Sie nur in Deutschland zugelassene Arzneimittel und Medizinprodukte. Welche das sind, können Sie unter www.pharmnet-bund.de recherchieren.
– Achten Sie grundsätzlich auf Ihre Daten – sowohl im Internet, als auch im realen Leben. Geben Sie keine Informationen zu Ihren finanziellen Verhältnissen oder andere sensible Daten preis.


TVB mit weiteren Personalentscheidungen

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Bittenfeld/Stuttgart.| Johannes Bitter wird den Handball-Bundesligisten zum Saisonende verlassen. Bitter ist seit 2016 für den TVB aktiv. Zum jetzigen Zeitpunkt hat der 2,05 m große Torhüter 136 Spiele für die Wild Boys absolviert. Der 38-Jährige kam vom HSV Hamburg und wurde schnell zum Leistungsträger und zu der Identifikationsfigur der Stuttgarter. Wohin es den Weltmeister von 2007 zieht, ist noch offen.

Ab Sommer wird Tobias Thulin für den TVB zwischen den Pfosten stehen. Der 1,98 m große Torhüter steht derzeit beim SC Magdeburg unter Vertrag. Der 25-Jährige begann seine Karriere beim schwedischen Club Önnereds HK und wechselte 2011 in die Jugendabteilung des Redbergslids IK. 2017 gab Thulin sein Debüt für die schwedische Nationalmannschaft. Der Schwede erhält bei den Stuttgartern einen Dreijahresvertrag bis Juni 2024.

An der Seite von Thulin wird Primož Prošt stehen. Der Slowene kam 2020 vom Wilhelmshavener HV zum TVB. Der 37-Jährige verlängert seinen Vertrag bis zum Sommer 2022.

„Ich bin stolz darauf, schon seit der ersten Bundesligasaison des TVB an Bord gewesen zu sein und die stetige Weiterentwicklung in den Jahren danach mit vorangetrieben zu haben. Jetzt freue ich mich aber noch auf die anstehende Rückrunde und hoffe, dass wir die Saison so erfolgreich zu Ende spielen, wie wir sie angefangen haben“, so Johannes Bitter.

Tobias Thulin freut sich über die Einigung mit dem TVB: „Der TVB ist ein sehr ambitionierter Club. Ich freue mich, ab Sommer ein Teil dieses Teams sein zu dürfen und bedanke mich für das Vertrauen des Vereins.“

„Ich fühle mich sehr wohl im Verein und bin glücklich, ein weiteres Jahr in der Bundesliga spielen zu können“, freut sich Prošt über die Vertragsverlängerung.

„Wir bedanken uns bei Jogi für die vielen tollen Jahre im TVB-Trikot. Es ist keine Frage, dass Jogi ein herausragender Torhüter ist und wir durch seinen Weggang einen Leistungsträger und eine Persönlichkeit verlieren werden“, sagt Jürgen Schweikardt über den Nationaltorhüter und fügt hinzu: „Mit Tobias haben wir einen wirklich interessanten und talentierten jungen Torhüter verpflichten können. Wir sind sehr optimistisch, dass er hier in Stuttgart den nächsten Schritt machen wird und für uns zu einem echten Rückhalt werden kann. Zusammen mit Primož haben wir ein absolut konkurrenzfähiges Torhüterduo.“


Handwerkskonjunktur hat deutlich an Dynamik verloren

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  • Entwicklung in den Gewerken höchst unterschiedlich
  • Hoefling: „Betriebe wollen rasch wieder zupacken“

Stuttgart.| Die regionale Handwerkskonjunktur hat in den letzten drei Monaten deutlich an Dynamik verloren. Die Stimmung der Unternehmer, so eine aktuelle Umfrage der Handwerkskammer Region Stuttgart, wird als gedämpft beschrieben. Allerdings stellten 53 Prozent der Befragten ihrer Geschäftslage im vierten Quartal noch ein gutes Zeugnis aus. Im Vergleichsquartal 2019 verzeichneten 74 Prozent der Betriebe einen guten Geschäftsverlauf. Hauptgeschäftsführer Thomas Hoefling betonte, dass die Entwicklung der einzelnen Gewerken höchst unterschiedlich verlief. „Die Bauhaupt- und Ausbaugewerke schnitten am besten ab. Nicht überraschend war die katastrophale wirtschaftliche Situation in den von den Schließungen unmittelbar und mittelbar betroffenen Bereichen wie beispielsweise Friseure oder Kosmetiker.“

Obwohl die mittel- bis langfristigen Aussichten durchaus positiv seien, habe die Infektionslage die Betriebe fest im Griff und trübe daher auch die Stimmung. „Die Lage ist im Moment für viele Betriebe wirklich schwierig. Doch aus der Vergangenheit, zum Beispiel aus der Finanzkrise 2009, wissen wir, dass das Handwerk auch schnell wieder zupacken kann. Deshalb schauen wir mit Hoffnung insbesondere auf die zweite Jahreshälfte“, kommentiert Hoefling die Situation. Viele Betriebe hätten allerdings zwischenzeitlich ihre Rücklagen aufgebraucht. Um die harten staatlichen Beschränkungen abzufedern und damit Betriebe, ihre Beschäftigten und Auszubildenden zu schützen, müsse die Auszahlung der finanziellen Hilfen nun zügig und mit deutlich geringeren bürokratischen Hürden kommen. „Denn unsere Betriebe sind es, die jene Steuern und Abgaben erwirtschaften, mit denen der Staat aktuell die Krise bekämpft und später die wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns finanzieren wird“, mahnt der Kammerchef.

Ihre weitere Geschäftsentwicklung betrachten die regionalen Handwerksunternehmen mit Sorge, so die Umfrage. Eine Fortsetzung der aktuellen Geschäftsentwicklung erwarten 55 Prozent der Befragten. Dagegen befürchten 35 Prozent der Betriebe eine Verschlechterung ihrer Geschäftslage. Der Konjunkturindikator Handwerk verlor 31,6 Zähler im Vergleich zum Vorjahr und fiel im vierten Quartal 2020 mit -0,3 Punkten ins Negative (Vorjahr: +31,3 Punkte).

Die Auftragskurve der Handwerksbetriebe in der Region Stuttgart zeigte in den vergangenen drei Monaten coronabedingt ebenso nach unten wie die Umsatzkurve. Folglich war die Betriebsauslastung in den letzten Wochen nicht so hoch wie im Vergleichsquartal 2019. Weniger Betriebe als vor einem Jahr hatten eine hohe oder sehr hohe Auslastung. Dagegen meldeten mehr Firmen eine geringere Auslastung – ihr Anteil liegt bei 27 Prozent (Vorjahresquartal: 10 Prozent). In ihren Erwartungen wegen kommender Aufträge und Umsätze sind die Betriebe im Kammerbezirk für die kommenden Wochen entsprechend verhalten.

Die Beschäftigung hat in den letzten Wochen in den Handwerksbetrieben in der Region Stuttgart etwas abgenommen. Beim Blick auf die kommenden Wochen wollen sich die befragten Handwerksunternehmer auch in ihren Personalplanungen zurückhalten.


Royal-Dominique (Nick) Fennell ab sofort ein Freiberger

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Freiberg a. N.| Der 31-jährige, 1,83 große Defensiv-Allrounder, dessen Vertrag beim Regionalligisten TSG Hoffenheim II Ende der Saison 2019/20 auslief, setzt seine Karriere beim SGV Freiberg Fußball nach der Coronapause fort. Mit 190 Drittliga-Einsätzen als Spieler der Stuttgarter Kickers (65), Würzburger Kickers (37), Hallescher FC (53), VfR Aalen (35), gehörte Nick zu den gefragtesten Drittligaspielern. Dazu hatte er für die Stuttgarter Kickers (54) und TSG Hoffenheim II (18) 72 Regionalligaeinsätze. Dass die für ihn ungewohnten Monate der Vereinslosigkeit nicht von großer Dauer sein werden war klar, dass sein Weg nun auf den Freiberger Wasen führte, ein Erfolg des rührigen SGV Sportdirektors Dr. Christian Werner: „Nick ist körperlich in einer sehr guten Verfassung und er hat richtig Lust auf unser Projekt. Er nimmt viel dafür in Kauf um Teil unseres Teams zu sein. Ich finde es stark, dass ein Spieler mit solch einer Erfahrung noch so motiviert ist“.

Nick Fennell: Der SGV hat mich in guten Gesprächen von seinen Visionen voll überzeugen können. Ich möchte Teil des spannenden Projektes sein und mit meiner Erfahrung zur Erreichung der Ziele beitragen.

Marco Grüttner, Teamkapitän und Sportlicher Leiter: Ich freue mich, dass sich Nick unserem Team angeschlossen hat. Mit seinen 190 Spielen in Liga 3 und weiteren 72 Einsätzen in der Regionalliga, wird er unsere Qualität im Kader nochmals erhöhen. Außerdem wird er mit seinem Charakter und seiner Mentalität super zu unserer Mannschaft passen. Ich wünsche mir, dass er mit uns unsere Ziele erreicht.

Laki Sbonias, Cheftrainer: Mit der Verpflichtung von Royal-Dominique Fennell haben wir unsere Abgänge hervorragend ersetzt. Mit Nick hatten wir sehr gute Gespräche bei denen schnell klar wurde, dass er für unsere Ziele brennt und große Lust hat seine Qualität nochmal unter Beweis zu stellen. Dementsprechend freue ich mich auf einen super Charakter und starken Fußballer! Ein großes Dankeschön gebührt hier auch unserem Sportdirektor Dr. Christian Werner und seiner Arbeit in dieser Transferperiode!


Bietigheim macht vor dem Neustart seine Hausaufgaben

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von Bernhard Gaus

Bietigheim-Bissingen.| Mit einer sehr soliden Leistung gewinnt die SG BBM Bietigheim ihr Nachholspiel gegen die HSG Konstanz mit 29:24 (15:14) Toren. Bietigheim holt sich in einem von beiden Seiten sehr engagiert geführten Match am Dienstag den dritten Sieg in Folge und rückt vor dem 17. Spieltag auf den achten Tabellenplatz vor.

„Der Heilungsprozess läuft sehr gut“. Die Diagnose von „Doc“ Hannes Jón Jónsson nach dem Schlusspfiff trifft den Nagel auf den Kopf und kann durchaus aus mehreren Blickwinkeln betrachten werden. Zweifache corona-bedingte Quarantäne, damit einhergehende krankheitsbedingten Ausfälle verbunden mit einem veritablen Leistungstief und einen ohnehin verkorksten Saisonauftakt – all das scheinen die Handballer der SG BBM langsam, aber sicher hinter sich lassen zu können. Kurz vor dem Neustart der 2. HBL ist der Blick nach den zwei siegreichen Nachholspielen und dem Sprung in die vorderen Tabellenhälfte wieder nach vorne gerichtet. „Unser Selbstvertrauen wächst, das spürt man“, freut sich der Isländer.

Da war, nach den Worten von Jónsson „unglaublich viel Wille in unserem Spiel“. Und den bekam die HSG Konstanz beim dritten Anlauf des einzigen Baden-Württemberg-Derbys in der 2. Handball-Bundesliga praktisch von Beginn an zu spüren. Sechs Minuten dauerte es bis zur ersten Auszeit von HSG-Coach Daniel Eblen, die SG BBM führte mit 6:2. Nach einer Viertelstunde bat der 46-Jährige sein Team erneut zur Seitenlinie, Bietigheim lag mit 10:4 vorne. „Das ist etwas, was uns häufig passiert“, sagt Eblen zum frühen Rückstand. „Jeder hatte sich zunächst einen Fehler gegönnt, bis wir richtig im Spiel waren.“

Bietigheim hatte im Vorfeld Ausfälle zu beklagen. Spielmacher Juan de la Peña wird den Schwaben mit gebrochener Nase noch eine Zeitlang fehlen. Jonathan Fischer schaute mit Fußbeschwerden von der Tribüne aus zu. Doch das tat der starken Bietigheimer Auftaktleistung keinen Abbruch, die hinten stabil standen und vorne die frühen technischen Fehler der Bodensee-Handballer gnadenlos auszunutzen wussten. „Das war über 60 Minuten eine richtig gute Abwehrleistung von uns“, befand auch Abwehrchef Patrick Rentschler. „Ab der 20. Minute haben sich dann bei uns zu viele technische Fehler eingeschlichen“. Das war, nachdem Hannes Jón Jónsson seiner Anfangsformation die erste Verschnaufpause gönnte. „Unsere eingewechselten jungen Spieler hatten da keinen guten Tag“, was der Isländer unter der Rubrik mangelnde Erfahrung einsortierte. Und Konstanz war präsenter. So präsent, dass es kurz vor dem Wechsel plötzlich 13:13 stand und nur die Pausensirene eine knappe 15:14-Führung der Gastgeber rettete. Das war eine Konstanzer Energieleistung, „nach der und hinten raus vielleicht die Frische gefehlt hat“, so Eblen.

Plus Eins zur Pause, „deshalb mussten wir in der 2. Halbzeit nochmal richtig Gas geben“, sagte Patrick Rentschler. Aus einem 17:16 wuchs die Bietigheimer Führung beständig bis auf 27:20 fünf Minuten vor dem Ende, weil vieles zusammenpasste im Spiel des letztjährigen Tabellendritten, sichere Abschlüsse, stabile Abwehrarbeit und immer wieder die Paraden von Aron Rafn Edvardsson. Sein Gegenüber Michael Haßferter kam am Ende zwar auch auf 12 abgewehrte Würfe, nur einer weniger als der Isländer, dafür hatte der 31-Jährige aber die spektakuläreren auf seiner Seite.

„Jetzt geht es nach Eisenach“, wagte Bietigheims Jónsson einen kurzen Blick nach vorne. „Wir haben sechs unserer letzte 8 Spiele gewonnen.“ Klar, was sich der Isländer an seiner alten Wirkungsstätte da für den Samstag vorgenommen hat.

SG BBM Bietigheim: Edvardsson, Lehmann; Schäfer (7/4), Dahlhaus (5), Barthe (4), Link (3), Asmuth (2), Rentschler (2), Vlahovic (2), Öhler (2), Boschen (1), Marčec (1), Claus, M. Urban, L. Urban.

HSG Konstanz: Haßferter, M. Wolf; T. Wolf (7/5), Dangers (4), Hild (3), Beckmann (3), Jud (3), Stotz (1), Braun (1), Knežević (1), Volz (1), Schlaich, Jaeger, Krüger, Wendel, Schramm.

Spielverlauf: 6:2 (6.), 10:4 (15.), 11:8 (21.), 13:13 (28.), 14:13 (30.), 17:16 (36.), 21:17 (44.), 27:20 (55.), 29:24 (60.).
Zeitstrafen: Öhler (20.), Dahlhaus (26.), Asmuth (36.), Barthe (43.) – Stotz (22., 30.)
Bietigheim, 02.02.2021 Siebenmeter: 4/4 – 5/5
Schiedsrichter: Fabian Dietz / Tobias Biehler (DHB Bundesligakader)
Zuschauer: 0 (Sporthalle am Viadukt, Bietigheim)


Azur Velagic wechselt von der Isar an den Freiberger Wasen

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Weiterer Transfercoup des SGV trotz Corona-Lockdown

Freiberg a. N.| Mit der Verpflichtung des 29-jährigen, 1,90 großen, Innenverteidigers, vom Drittligisten Türkgücü München, holt sich der Freiberger Oberligist die Erfahrung aus 34 Drittligaspielen, Türkgücü München (6), Jahn Regensburg (28) und 148 Regionalligaspielen, Türkgücü München (16), SV Rödinghausen (62), FC Homburg (16), FC Ingolstadt (54) ins Team. Zu seinen Ausbildungsvereinen gehörte u.a. der FC Bayern München. Azur Velagic wechselte im Sommer 2019 vom Regionalligisten SV Rödinghausen an die Isar. Am folgenden Aufstieg von Türkgücü München in die 3. Liga, hatte der Innenverteidiger erheblichen Anteil und entwickelte sich bis zur coronabedingten Unterbrechung der Saison als Stammspieler. Der in München geborene Deutsch-Bosnier trifft in Freiberg wieder auf David Müller, mit dem er bereits in der Spielzeit 2016/17 beim SV Rödinghausen zusammen spielte. Mit Schließung des Wintertransferfensters sind die Neuverpflichtungen für den Kader der laufenden und – ligaunabhängig – kommenden Spielzeit in großen Teilen abgeschlossen.

Azur Velagic: 
Ich freue mich auf diese neue Herausforderung und werde alles geben, meinen Teil zum Erfolg der Mannschaft und der Vereins beizutragen.

Marco Grüttner, Teamkapitän und sportlicher Leiter: 
Ich freue mich sehr, dass sich Azur für unseren Verein entschieden hat. Mit seiner Erfahrung von 148 Spielen in der Regionalliga und weiteren 34 Spielen in der 3. Liga, wird er ein enormer Gewinn sein. Ich bin mir sicher, dass er uns in den nächsten Jahren weiterhelfen wird, unsere Ziele zu erreichen.

Laki Sbonias, Cheftrainer: 
Azur Velagic wird unsere Mannschaft mit seinen Fähigkeiten nochmals verstärken. Wir haben ganz genau hingeschaut und die Mischung aus fußballerischen Fähigkeiten und Charakter, haben uns absolut überzeugt. Ich freue mich sehr über diesen Transfer und weiß einzuschätzen, dass in diesen herausfordernden Zeiten jeder Transfer mit großen Kraftanstrengungen seitens des Vereines verbunden ist.


Roi Sánchez ab Sommer neuer TVB-Trainer

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Stuttgart/Bittenfeld.| In der Liqui Moly HBL ist Sánchez kein Unbekannter. Der 36-jährige Spanier arbeitete vor seinem Engagement beim FC Barcelona für vier Jahre bei der TSV Hannover-Burgdorf. Bei den Niedersachsen war Sánchez Cheftrainer der U19 und Co-Trainer der 3. Liga-Mannschaft, bevor er 2015 zum Co-Trainer des Bundesligateams ernannt wurde.

Der A-Lizenzinhaber und European Master Coach blickt bereits auf eine längere Trainerkarriere in Spanien zurück. Neben einem Engagement als Co-Trainer in der Liga ASOBAL (erste spanische Liga) bei Octavio Vigo, arbeitete Sánchez auch mehrere Jahre für den spanischen Handballbund.

Seit 2017 ist Sánchez nun beim FC Barcelona aktiv. Dort ist er für die 2. Mannschaft verantwortlich, in der die Nachwuchstalente des spanischen Rekordmeisters an die Profimannschaft herangeführt werden. Außerdem ist der Spanier als Torwarttrainer und Assistent des Cheftrainers in der 1. Mannschaft tätig. Sánchez erhält beim TVB einen Zweijahresvertrag.

Der bisherige Trainer und Geschäftsführer in Doppelfunktion, Jürgen Schweikardt, wird sich zur neuen Saison komplett auf seine Verantwortlichkeiten als Geschäftsführer des TVB konzentrieren. Die TVB-Gesellschafter haben den Vertrag mit Schweikardt um 5 Jahre, bis 2026, verlängert.

„Es war immer klar, dass die Doppelfunktion Trainer und Geschäftsführer nicht auf Dauer angelegt ist. Dazu waren wir schon länger mit Jürgen im intensiven Austausch. Ich freue mich, dass wir dem Wunsch von Jürgen entsprechen konnten, sodass er sich in Zukunft voll auf seine Aufgabe als Geschäftsführer konzentrieren und den TVB mit seinem Team weiterentwickeln kann. Mit der Verlängerung seines Vertrages um mindestens 5 weitere Jahre schaffen wir Kontinuität und Planbarkeit“, begründet der Gesellschafter Sprecher des TVB, Christian May, die Entscheidung und fügt an: „Mit Roi Sánchez haben wir einen jungen, aber bereits erfahrenen Trainer für uns gewinnen können. Wir sind überzeugt, dass Roi mit dem TVB in den nächsten Jahren die nächsten Schritte gehen wird.“

„Ich freue mich auf die spannende Aufgabe in der stärksten Liga der Welt. Die Gespräche mit Jürgen und seinem Team waren von Anfang an sehr vertrauensvoll und offen. Nun gilt es, die positive Entwicklung der Mannschaft fortzuführen und sich stetig zu verbessern“, freut sich Roi Sánchez.

„Zuallererst möchte ich mich für das Vertrauen des Vereins in meine Person bedanken. Wie schon immer gesagt, ist die Doppelfunktion als Trainer und Geschäftsführer nicht auf Dauer angelegt. Ab Sommer kann ich mich dann, gemeinsam mit unserem Team, voll auf die strukturelle Weiterentwicklung des TVB konzentrieren“, so Jürgen Schweikardt und sagt über den ab Sommer neuen Cheftrainer: „Es freut mich wirklich, dass wir Roi von uns überzeugen konnten. Er ist ein sehr akribisch arbeitender Trainer und absoluter Handballfachmann mit einer sehr interessanten Vita, der die Mannschaft auf ein noch höheres Niveau bringen kann.“