Sehr gutes zweites Viertel reicht dem SVL nicht

0

Zweites Spiel, zweite Niederlage für die Wasserballer des SVL. Gegen Peristeriou (Griechenland) zeigen die Ludwigsburger eine bessere Leistung als im ersten Match gegen Straßburg. Ein sehr gutes zweites Viertel reicht aber nicht gegen das Top-Team aus Südeuropa.

Bereits ein paar Sekunden nach dem Anpfiff des Samstagsspiels der SVL-Wasserballer beim Eurocup in Sizilien steht es 1:0 für Peristeriou. Dann 2:0. Wieder kein guter Start für Ludwigsburg. Dem Club gelingt im ersten Viertel nicht ein Tor, trotz zahlreicher Chancen. Nach acht Minuten steht es 4:0.

Das zweite Viertel indes läuft dann viel besser. Tor Martinic, 4:1. Tor Martinic, 4:2. Tor Martinic, 4:3. Der SVL ist jetzt richtig gut im Spiel. Dann auch noch eine super Aktion des SVL Torwarts Pisk. Der Sprecher, der das Spiel im Internet auf italienisch kommentiert, ist begeistert. Jeder versteht dessen Worte, auch wer kein Italienisch spricht: „Bella Parada.“ Doch gleich im Gegenzug fällt das 5:3. Leider. Damit ist die Ludwigsburger Aufholjagd beendet. Nach der Halbzeit steht es 6:3.

Im dritten Viertel kommt der SVL nochmal ran, 6:4. Dann nochmal eine top Parade von Pisk. Doch bald fällt das 7:4. Nach einem Fünf-Meter für die Griechen steht es bald 8:4 – und den meisten SVL-Spielern und den Zuschauern daheim an den Bildschirm dürfte  klar sein: dieses Spiel gegen eine griechische Top-Mannschaft ist kaum mehr zu gewinnen. Pfiff. Ende des dritten Viertels. Im letzten Viertel schaffen die Griechen drei Treffer, dem SVL gelingen durch van der Bosch und Domagoj Mijatovic zwei. Mit dem Schlusspfiff steht es also 11:6 für Peristeriou.

Dieter Gscheidle, Technical Support beim SVL, sagt nach dem Spiel, der SVL habe wesentlich besser gespielt als am Freitag – nach dem Schlusspfiff gegen Straßburg hieß es 16:8. Aber auch jetzt gegen die Griechen sei die Chancenverwertung mangelhaft gewesen, dafür hätten „Kampf und Einstellung gestimmt“.

Van der Bosch spricht von vielen Höhen und Tiefen im Spiel, „ein heftiges Auf und Ab“. 15 Ausschlüsse und nur zwei Tore, „damit gewinnst du niemals ein Spiel“. Positiv sei, dass „wird uns nach dem 4:0 rangekämpft haben“. Die Mannschaft sei ein Stück weit zusammengewachsen. „Wir hatten uns aber mehr ausgerechnet.“

Matthias Nagel, SVL-Vizepräsident, sagt: „Wir waren besser und präsenter als am Freitag.“ Leider habe der SVL am Anfang wieder zu deutlich zurück gelegen, „das war für das gesamte Spiel eine Hypothek“. Phasenweise habe das Team „richtig gut gespielt und gekämpft – uns fehlt leider noch die Spielpraxis, man sieht aber den Fortschritt“. Nun gelte es, sich am Sonntag nochmals zu steigern.

Der Trainer Janusz Gogola sagt, „das Team war gut eingestellt und konnte über mehrere Phasen als gleichwertiger Gegner mithalten, sogar das Spiel dominieren“. Fehlendes Glück und nicht ausgenutzte Überzahlsituationen führten leider ständig zu Rückständen. „Gute kämpferische Leistung trug zu mehreren Unterzahlspielen bei, sodass das Team dadurch geschwächt war und ohne Führungsspieler über längere Strecken auskommen musste.“ Die Leistung beider Center, Timo van der Bosch und Mikael Metodiev, „stachen hervor“, was vor allem bei dem Neuling, Mikael, sehr positiv aufgefallen sei. „Im Ganzen eine sehr lehrreiche Begegnung für unser Team.“

Im dritten Spiel trifft Ludwigsburg auf die Gastgeber des CC Ortigia. Dieses Spiel beginnt am Sonntag um 12 Uhr.


Wasserballer beim Eurocup in Sizilien

0
Erwartet schwerer Auftakt für Ludwigsburg

Die SVL-Wasserballer haben ihr erstes Spiel bei Eurocup in Sizilien gegen das Team Straßburg verloren. Nach dem Schlusspfiff hieß es 16:8 für die Mannschaft aus dem Elsaß. Nach einem sehr starken ersten Viertel der Franzosen, konnte Ludwigsburg danach besser mithalten.

Die Geschichte vom ersten Spiel der SVL-Wasserballer in der ersten Runde des Eurocups in Sizilien (Italien) ist schnell erzählt. Das Team Straßburg geht blitzschnell mit 1:0 in Führung, baut die Führung ebenso schnell aus und gewinnt schließlich auch in der Höhe verdient.

Im ersten Viertel gelingt Marko Martinic zwar das 2:1, nach den ersten acht Minuten steht es aber 1:7. Die Ludwigsburger geraten nach Foulspielen zu oft in Unterzahl – und auch deshalb fange sie ein Tor nach dem anderen. Und wenn der SVL mal in Überzahl spielt, dann werden schlicht zu wenig Tore geschossen.

Zum Start des zweiten Viertels ist allen Zuschauern im Freibad und jenen, die daheim am Livestream hängen, klar: Straßburg ist top eingespielt. Der Ludwigsburger Nationalspieler Timo van der Bosch hatte bereits vor der Partie erklärt: „Wir müssen hier gar nichts gewinnen.“ Es gelte vielmehr Spielpraxis zu sammeln – auch für das DSV-Pokal-Viertelfinale am kommenden Freitag gegen Würzburg. Andererseits hatten manche Ludwigsburger vielleicht still und heimlich und in Erinnerung an das deutliche 30:10 kürzlich im Pokal gegen den SV Cannstatt gehofft, gegen Straßburg sei mehr drinnen.

Das zweite Viertel beginnt für Ludwigsburg mit einem kleinen Erfolg: Das Anschwimmen wird gewonnen, aber dann folgt ein Schuss über das gegnerische Tor. Bald steht es 8:1, dann erzielt Martinic das 8:2. Zur Halbzeit steht es 12:4 – und allen dürfte klar sein: dieses Spielt geht wohl verloren.

Zum Start des dritten Viertels kommt auch Ivan Pisk besser ins Spiel. Er fängt zwar bald das 13:4, nach diesem Viertel steht es indes „nur“ 13:5. Das letzte Viertel wird aus SVL-Sicht das beste. Auf beiden Seiten fallen drei Tore – nun sehen die Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel. Pisk zeigt ein paar tolle Paraden. Mit dem Schlusspfiff steht es 8:16.

Dieter Gscheidle, ist als Betreuer mit nach Süditalien gereist und kommentiert das Spiel unmittelbar nach dem Abpfiff mit diesen Worten: „Das war eine relativ deutliche Nummer. Bis wir im Spiel waren, war das Spiel fast schon entschieden.“ Ludwigsburg habe gegen eine starke Straßburger Mannschaft „verdient verloren“. Jetzt heiße es „Mund abwischen und morgen gegen die Griechen ein besseres Spiel zeigen“.

Timo van der Bosch sagt, das erste Viertel sei „katastrophal” gewesen, mit sieben Tore von 16 im ganzen Spiel. „Wenn wir nur vier kriegen oder drei, dann wäre das Spiel vielleicht noch interessant geworden.“ So könne man kein Spiel gewinnen. Sein Team habe aber gegen Ende der Partie „mit ein paar schönen Spielzügen gezeigt, dass wir mithalten können“. Es sollte möglich sein, auf die guten Spielsituationen aus dem vierten Viertel aufzubauen.

Der Trainer Janusz Gogola sagt nach dem Spiel: “In der zweiten Hälfte setzte das Team die taktischen Anweisungen deutlich besser um. So endete diese – drittes Viertel 1:1 und viertes Viertel 3:3 – unentschieden. Durch das Training im heimischen Hallenbad mit dem schmalen Becken lässt die Passgenauigkeit auf dem großen Feld noch zu wünschen übrig. So lief das Überzahlspiel stolpernd. Großen Rückhalt erhielt die Mannschaft von Torhüter Ivan Pisk, etwa durch den gehaltenen Fünf-Meter und andere abgewehrte 100%ige Torchancen des Gegners. Die acht erzielten Tore verteilte das Team unter mehreren Spielern. Es besteht also Hoffnung auf Steigerung und bessere Leistung des Teams. Der kämpferische Einsatz ist bereits vorhanden.”

Am Samstag spielt der SVL gegen gegen GS Peristeriou aus Griechenland, die sich ihrerseits dem italienischen Gastgeber geschlagen geben mussten. Das Spiel wird wieder um 15.30 Uhr angepfiffen. Im dritten Spiel trifft Ludwigsburg am Sonntag auf CC Ortigia. Dieses Spiel beginnt um 12 Uhr.


Daimler Truck und Mercedes-Benz Pkw als eigenständige Unternehmen

0
Überragende Mehrheit auf Hauptversammlung für Abspaltung von Daimler Truck und Umfirmierung der Daimler AG
  • Außerordentliche Hauptversammlung stimmt für historische Neuausrichtung
  • Erstnotiz der Daimler Truck Holding AG an der Börse bis Jahresende 2021 geplant
  • Umfirmierung der Daimler AG in Mercedes-Benz Group AG zum 1. Februar 2022
  • Präsenz: 56,45% des Grundkapitals vertreten

Stuttgart – Die Aktionärinnen und Aktionäre der Daimler AG (Börsenkürzel DAI) haben auf der virtuellen außerordentlichen Hauptversammlung am 1. Oktober 2021 mit überragender Mehrheit eine historische Neuausrichtung des Unternehmens beschlossen. Für die Abspaltung des Lkw- und Bus-Geschäfts mit anschließendem Listing der Daimler Truck Holding AG als eigenständiges Unternehmen an der Frankfurter Wertpapierbörse sprachen sich 99,90% des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals aus.

Mit einer ebenfalls überragenden Mehrheit von 99,89% hat die Aktionärsversammlung außerdem der Umfirmierung der Daimler AG in Mercedes-Benz Group AG zum 1. Februar 2022 zugestimmt. Der neue Name unterstreicht die künftige Fokussierung auf Pkw und Vans der Marken Mercedes-Benz, Mercedes-AMG, Mercedes-Maybach und Mercedes-EQ.

Beide Maßnahmen müssen noch in das Handelsregister eingetragen werden. Anschließend können beide Unternehmen für alle Seiten entscheidenden Mehrwert schaffen.

Die bisherigen Daimler-Aufsichtsratsmitglieder Marie Wieck und Joe Kaeser geben im Zuge der Neuausrichtung ihre Mandate auf und konzentrieren sich künftig auf den Aufsichtsrat der Daimler Truck Holding AG. Als Nachfolger im Aufsichtsrat der Daimler AG hat die Hauptversammlung Helene Svahn mit einer Mehrheit von 99,34% und Olaf Koch mit einer Mehrheit von 98,60% gewählt.

Die virtuelle außerordentliche Hauptversammlung verfolgten rund 3.000 Zuschauer im Internet. Insgesamt waren 56,45% des Grundkapitals vertreten.


Vorteile einer ERP-Software

0

Geschäftliche Information

Wir zeigen Ihnen die elementarsten Vorteile einer ERP-Software und klären, warum heute kaum ein Unternehmen um eine solche Anwendung herumkommt.

In vielen Unternehmen ist eine ERP-Software heute nicht mehr wegzudenken. Andere beschäftigen sich derzeit das erste Mal mit dieser Technologie. Dabei sind ERP-Systeme längst keine Neuheit mehr. Bereits in den 80er Jahren unterhielten einige Großkonzerne derartige Systeme zur Verwaltung ihrer Prozesse.

Seitdem habe sich die Lösungen am Markt jedoch massiv weiterentwickelt und stehen auch kleinen und mittelständischen Unternehmen zur Verfügung. Wie genau diese funktionieren und welche Mehrwerte sich durch den Einsatz schaffen lassen, wollen wir an dieser Stelle einmal genauer durchleuchten.

Was ist eine ERP-Software? – Eine Definition

Hinter der Abkürzung ERP verbergen sich sogenannte ERP-Systeme. Bei dieser unternehmerischen Aufgabe geht es um die möglichst effiziente Nutzung aller Ressourcen. Diese müssen so auf die vorliegenden Prozesse verteilt werden, so dass es zu keinem Zeitpunkt zu Engpässen in der Versorgung und gleichzeitig zu keinerlei Verschwendungen von Ressourcen kommt.

Dazu müssen die eigenen Prozesse möglichst weit verschlankt und optimiert werden. Unter Ressourcen versteht man in diesem Zusammenhang sämtliche Betriebsmittel, auf die ein Unternehmen zur Erfüllung der eigenen Geschäftszwecke zurückgreifen kann. Neben zu verarbeitenden Materialien, werden auch die Arbeitskraft des Personals, Maschinen und Anlagen, der Fuhrpark, Immobilien oder finanzielle Mittel als Ressourcen verstanden.

Alle Ressourcen zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Es gilt all diese Ressourcen so auf die vorliegenden Prozesse zu planen, dass jeder Prozess zu jeder Zeit mit den richtigen Mitteln versorgt ist. Dabei sollen möglichst keinerlei Ressourcen verschwendet werden. Hier kommt eine ERP-Software ins Spiel.

Diese bildet alle Prozesse eines Unternehmens digital ab und führt die Daten auf einer zentralen Datenbank zusammen. Auf diese haben dann alle Akteure im Unternehmen Zugriff und können so Informationen schneller und transparenter austauschen. Dadurch werden Datensilos einzelner Abteilungen aufgebrochen und die Prozesse lassen sich abteilungsübergreifend aufsetzen.

Aufbau einer ERP-Software

Das sorgt für weitere Einsparungen von Ressourcen und ermöglicht die zentrale Planung, Steuerung und Überwachung aller Abläufe im Unternehmen. Fehlerquoten werden deutlich gesenkt und auch die Sicherheit innerhalb der Prozesse wird erhöht. Dazu ist eine ERP-Software aus mehreren Modulen aufgebaut. Jedes Modul verfügt über zahlreiche Funktionen, die die jeweiligen Prozesse in diesem Bereich unterstützen. Module sind beispielsweise:

  • Business Intelligence
  • Customer-Relationship-Management
  • Dokumentenmanagement
  • Finanzen
  • Global Business Management
  • Personalwesen
  • Installation und Wartung
  • Produktion
  • Warehouse-Management
  • Beschaffung

Nicht jedes Unternehmen benötigt jedes dieser Module. Daher haben sich viele Anbieter im Lauf der Zeit auf bestimmte Branchen spezialisiert und ihre Lösungen auf die Belange bestimmter Unternehmen angepasst. Die branchenspezifische ERP-Software enthält dann alle wichtigen Funktionen die für das eigene Unternehmen wichtig sind und klammert unnötige Funktionen direkt aus.

Werfen wir nun jedoch einen Blick auf ein paar wesentliche Vorteile, die sich durch den Einsatz einer ERP-Software ergeben. Dabei gehen wir weniger auf die einzelnen Branchen ein, als vielmehr auf die allgemeinen Mehrwerte, die sich durch den Einsatz einer EPR-Software ergeben.

Ressourcen einsparen und gewinnbringend einsetzen

Der wohl Hauptbeweggrund für viele Unternehmen eine ERP-Software einzusetzen ist deren Potential Ressourcen und somit bares Geld einzusparen. Alle Prozesse werden verschlankt und teilweise sogar durch das System automatisiert. Das setzt auf allen Ebenen des Unternehmens Kapazitäten frei, die dann an anderer Stelle gewinnbringend eingebracht werden können.

Entlastung der Mitarbeiter

Durch die diversen Automationen werden die eigenen Mitarbeiter enorm entlastet. Das System befreit diese vor Allem vor täglich wiederkehrenden Fleißaufgaben, wie der Rechnungsprüfung oder der Datenpflege. So bleibt letztlich mehr Zeit für kreative Aufgaben, die das unternehmerische Wachstum vorantreiben.

Transparenz in den Prozessen schaffen

Eine ERP-Software sorgt für deutlich mehr Transparenz im Unternehmen. Durch die Zentralisierung der Daten lassen sich alle Abläufe von einem Punkt aus überwachen. So wird schnell ersichtlich, an welcher Stelle ein Prozess in Stocken geraten ist und es kann direkt gehandelt werden. Auch kann das System frühzeitig warnen, so dass proaktive Maßnahmen ergriffen werden können.

Datensicherheit mit der ERP-Software

Dadurch, dass alle Daten an einem zentralen Ort gespeichert werden, müssen diese auch nur an einem Ort gesichert werden. So Kann die Produktion auf diesen Ort konzentriert werden und es müssen nicht viele verschiedene Speichermedien geschützt werden. Zudem unterstützt die ERP-Software bei der Einhaltung rechtlicher Vorgaben zum Datenschutz und erinnert beispielsweise an Löschfristen.

Daten analysieren und Prozesse verbessern

Durch die Zentralisierung der Daten können diese systematisch und stetig ausgewertet werden. Trends lassen sich so beispielsweise schneller erkennen. Auch lassen sich Schwachstellen aufdecken und beseitigen. Die ständige Auswertung der Daten trägt so zur kontinuierlichen Verbesserung aller Prozesse und Abläufe bei und macht das Unternehmen zunehmend effizienter.


Bietigheim will Pokalsieg in Rostock wiederholen

0

von Bernhard Gaus

Kann die SG BBM Bietigheim den Lauf des HC Empor Rostock stoppen? Der Aufsteiger ist mit drei Siegen in die Saison gestartet, Bietigheim wartet vor dem 4. Spieltag noch auf den ersten doppelten Punktgewinn. Am Sonntag (16 Uhr, www.sportdeutschland.tv) gastieren die Schwaben in der Stadthalle Rostock.

Ende August ist die SG BBM mit einem klaren 26:19-Pokalerfolg bei Empor Rostock und mit viel Euphorie in die neue Saison gestartet. Am kommenden Mittwoch empfängt die SG BBM deshalb in der zweiten DHB-Runde in der Viadukthalle den Bundesligisten MT Melsungen. Nur einen Monat nach dem Pokalerfolg sind die Voraussetzungen vor dem Punktspiel an gleicher Stelle doch ein wenig anders. Empor startete mit 6:0 Punkten, besiegt zu Hause die beiden Bundesliga-Absteiger Nordhorn-Lingen (22:19) und Coburg (29:27) und setzte am vergangenen Freitag noch einen 25:27-Auswärtserfolg bei den heimstarken Rimpar Wölfen drauf. Die Schwaben hingegen sind nach zwei Niederlagen und dem jüngsten 31:31 gegen den TV Emsdetten weiter sieglos.

„Das wird ein komplett anderes Spiel als im Pokal“, ist sich deshalb auch SG BBM-Chefcoach Iker Romero sicher. Die Schwaben arbeiten noch an Selbstvertrauen und Spielidee. „Wir müssen und wollen uns weiterentwickeln, das ist ganz klar“, sagt der Spanier im Anschluss an das 31:31 gegen Emsdetten, das sich wie eine Niederlage angefühlt hatte. „Wir haben uns in den ersten Spielen vielleicht zu viel Druck gemacht und sind damit auch schlecht umgegangen“, blickt Paco Barthe auf die ersten Punktspielpleiten zurück. „Es ist sicher noch kein Drama, dass wir ein paar Spiele brauchen, um richtig in die Saison reinzukommen“; ergänzt der neue Kapitän der SG BBM, „aber es wird Zeit, dass wir uns endlich belohnen. Wir stehen mit 1:5 Punkten da und wollen das schnellstmöglich ändern, am besten schon am Sonntag.“

„Wir haben schon früh in der Vorbereitung gezeigt, dass unser Spiel ganz gut klappen kann“. Der 30-jährige Deutsch- Franzose, der mit einer zweijährigen Unterbrechung jetzt seine achte Saison in Bietigheim spielt, schließt da auch die Pokalbegegnung in Rostock mit ein. Die SG BBM hatte in Rostock schon früh die Initiative übernommen, führte nach einer Viertelstunde mit 0:6, zur Pause mit 8:14 Toren und ließ den Aufsteiger auch im zweiten Abschnitt nicht näher als auf vier Tore herankommen. Ein souveräner Start-Ziel-Sieg, dessen Wiederholung der Romero-Truppe seither jedoch nicht mehr gelungen ist.

Barthe zählt viele Details auf, die im eigenen Spiel zu verbessern sind: Konstanz über 60 Minuten, mehr Risikobereitschaft im Spiel nach vorne, eine bessere Abstimmung zwischen Torwart und Abwehr. Aber zuvorderst muss sich die SG BBM wohl ein wenig Selbstvertrauen zurückholen. Einige Statistikwerte aus den ersten Spieltagen scheinen das zu untermauern. In der Wurfeffektivität liegt die SG BBM kaum verwunderlich mit wenig mehr als 58 Prozent im unteren Mittelfeld der Liga, Rostock kommt mit breiter Brust auf 64 Prozent. Ein Unterschied, der Spiele entscheiden kann. In der Defensive haben die Ostsee-Handballer die wenigsten Gegentore kassiert, Bietigheim liegt da immerhin im guten Mittelfeld.

Nicht nur an der Ostsee reibt man sich verwundert die Augen angesichts des furiosen Starts des Aufsteigers. Die Mannschaft von Chefcoach Till Wiechers marschiert in der Tabelle vorneweg –im Gleichschritt mit Mitaufsteiger Eintracht Hagen, dem VfL Gummersbach und TuSEM Essen. Letztere beiden Teams gehören nach Expertenansicht zum engsten Favoritenkreis um den Aufstieg. Der HC Empor jedoch wurde vor der Saison häufig und offensichtlich ein wenig voreilig als einer der ersten Abstiegskandidaten gehandelt. Wiechers führt den Traumstart auch auf die „wahnsinnigen mentale Stärke“ zurück, die sich sein Team wohl auch in der Aufstiegsrunde zur 2. Liga angeeignet hat, vor allem in den letzten beiden denkbar knappen Durchgängen gegen Pfullingen und Potsdam.

Rostock indes will noch möglichst lange auf der Erfolgswelle reiten und fühlt sich in der Rolle des Außenseiters pudelwohl. Bietigheim sei von der Papierform her klarer Favorit, wird Rostocks Keeper Robert Wetzel zitiert und reicht den Druck nur allzu gerne an die Schwaben weiter.


Stuttgart verbietet Demonstrationen sogenannter Querdenker

0
Bürgermeister Dr. Maier: „Maximale Provokation, die wir nicht dulden können“

Stuttgart.| Die Landeshauptstadt Stuttgart hat zwei für den 2. Oktober geplante Demonstrationen der sogenannten Querdenker verboten. Die Stadt begründet ihre Entscheidung mit den vorsätzlichen Verstößen gegen das Versammlungsrecht sowie mit bewussten Verstößen gegen die Masken- und Abstandspflicht aus der Coronaverordnung bei früheren Demonstrationen. Bereits an den vergangenen Wochenenden hatten sich sogenannte Querdenker zu Demonstrationen in Stuttgart getroffen und diese als „Spaziergänge“ getarnt. Dabei führte die Route des Demonstrationszuges absichtlich über die Königstraße und den Schlossplatz, wo es zu gefährlichen Verdichtungen mit den zahlreichen Passanten kam.

Der Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Dr. Clemens Maier, sagte: „Bei diesen „Spaziergängern“ handelt es sich um eine wachsende Bewegung, die seit vier Wochen sehr massiv in den sozialen Netzwerken zu Demonstrationen in der Stuttgarter Innenstadt aufruft und sich bewusst von den geltenden Regeln des Versammlungsrechts und der Coronaverordnung abgrenzt.“ So würden die Demonstrationen vorsätzlich nicht angemeldet und auch kein Versammlungsleiter benannt. Außerdem würden die Vorgaben zur Eindämmung der Coronapandemie wie das Tragen von Masken oder die Einhaltung von Abständen konsequent ignoriert. Maier: „Das ist eine maximale Provokation, die wir nicht dulden können. Wir haben daher in Absprache mit der Polizei entschieden, die Versammlung zu verbieten.“

Ein für den Abend des zweiten Oktobers im Internet beworbener „Fackelmarsch“ der sogenannten Querdenker wurde ebenfalls von der Stadt verboten. Dazu Ordnungsbürgermeister Maier: „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wollen sich vor dem Landtag im Mittelpunkt der Bannmeile treffen und anschließend mit Fackeln in der Hand durch die Stuttgarter Innenstadt ziehen. Auch diese Versammlung wurde nicht angemeldet und kein Versammlungsleiter benannt. Das ist ein mutwilliger Verstoß gegen das Versammlungsrecht. Darüber hinaus geht von den Fackeln eine unkontrollierbare Brandgefahr aus. Deshalb haben wir uns auch in diesem Fall für ein Verbot entschieden.“


Corona: Stadt führt Impfkampagne fort

0
Gezielte und offene Angebote

Stuttgart.| Die Landeshauptstadt Stuttgart führt auch im Oktober ihre Impfkampagne fort. Sie macht gezielte wie auch offene Angebote zum Schutz vor COVID-19. Im Fokus dabei stehen Menschen mit einem erhöhten Risiko für schwere Verläufe, Schülerinnen und Schüler sowie Unentschlossene.

Der Leiter der Abteilung Gesundheitliche Versorgung, Amtsärztlicher Dienst des Gesundheitsamtes, Dr. Martin Priwitzer erläuterte am Mittwoch, 29. September: „Wichtig ist, der Impfstoff schützt sehr zuverlässig vor schweren Verläufen einer COVID-19 Erkrankung. Eine Impfung schützt jedoch nicht nur den Einzelnen, sondern die gesamte Gesellschaft. Dass die Impfzentren nun geschlossen werden und die Impfungen in die Regelversorgung übergehen, kann ich verstehen. Die Aufrechterhaltung der Mobilen Impfteams begrüße ich sehr.“

So wird das Klinikum Stuttgart auch weiterhin Mobile Impfaktionen in Stuttgarter Alten- und Pflegeheimen organisieren, sofern diese noch nicht abgeschlossen sind. An vielen Stuttgarter Schulen sollen Aktionen zur Impfung stattfinden. Vorab werden Briefe an die Eltern verschickt und zwei Aufklärungsveranstaltungen angeboten. Haus-, Fachärzte und das Personal in Krankenhäusern werden vulnerable Patienten gezielt ansprechen und zur Impfung motivieren. Darüber hinaus werden Hausärzte Impfsprechstunden anbieten und die mobilen Impfaktionen unterstützen, Betriebsärzte das jeweilige Personal und deren Angehörige ansprechen. Weiterhin wird das Angebot an Vor-Ort-Impfaktionen aufrechterhalten. Auch die „Spritz-Tour“ wird fortgeführt. Die mobilen Impfangebote in der Stadt Stuttgart werden dankenswerterweise auch unterstützt durch die DLRG.

Mobile Impfteams des Klinikums Stuttgart

Ab dem 1. Oktober sind täglich bis zu vier mobile Impfteams des Klinikums Stuttgart in Stuttgart und den angrenzenden Landkreisen (Ludwigsburg, Esslingen, Rems-Murr Kreis) unterwegs. Von Montag bis Sonntag sind diese Teams im Auftrag des Sozialministeriums Baden-Württemberg im Einsatz und impfen insbesondere in Schulen und Pflegeeinrichtungen. Aber auch Vor-Ort-Impfaktionen, beispielsweise organisiert von Gemeinden, finden statt und sind bereits geplant. Es kommen die Impfstoffe von Biontech Pfizer sowie von Johnson & Johnson zum Einsatz. Es werden Erst- und Zweitimpfungen und bei entsprechender Indikation auch Drittimpfungen vorgenommen. Die Teams bestehen aus einem Arzt und weiterem geschulten Personal, meistens aus vier Personen. Unterstützt wird das Klinikum Stuttgart von der Johanniter-Unfall-Hilfe und dem Malteser Hilfsdienst, die insbesondere die Fahrzeuge, aber auch qualifiziertes Personal zur Verfügung stellen. Die mobilen Impfteams werden in den kommenden Monaten durch ihre Aktionen insbesondere dort Impfungen vornehmen, wo die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte nicht genügend Kapazitäten haben. Derzeit ist noch kein Ende des Einsatzes festgelegt.


Interne Nachfolge an der Dürr-Unternehmensspitze

0
Ralf W. Dieter übergibt Vorstandsvorsitz der Dürr AG an seinen Stellvertreter Dr. Jochen Weyrauch

▪ Ralf W. Dieter stellt sein Amt im Rahmen einer geregelten Nachfolge Ende 2021 zur Verfügung
▪ Dr. Jochen Weyrauch übernimmt Anfang 2022
▪ Aufsichtsratschef Gerhard Federer: „gut vorbereiteter Übergang“
▪ Heinz Dürr: „Ralf Dieter war genau der richtige Mann für das Unternehmen. Dr. Jochen Weyrauch steht für die kontinuierliche Weiterentwicklung des Unternehmens.“

Bietigheim-Bissingen, 29. September 2021.| Die Dürr AG wird am Jahres- ende einen langfristig vorbereiteten Wechsel an der Unternehmensspitze vornehmen. Ralf W. Dieter (60), der den Dürr-Konzern seit 2006 als Vorstandsvorsitzender erfolgreich geprägt hat, stellt sein Amt zur Verfügung und scheidet zum 31. Dezember 2021 aus dem Vorstand aus. Als Nachfolger hat der Aufsichtsrat mit Wirkung vom 1. Januar 2022 den bisherigen stellvertretenden Vorstandschef Dr. Jochen Weyrauch (55) bestellt. Er gehört dem Vorstand seit 2017 an und leitet erfolgreich das Automotive- und Umwelttechnikgeschäft des Konzerns.

Ralf W. Dieter hat sich mit dem Aufsichtsrat auf eine vorzeitige Auflösung seines bis Mitte 2023 laufenden Vertrags verständigt. „Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel gekommen ist. Der Konzern hat die Corona-Krise solide überstanden, ist beim Auftragseingang auf Rekordkurs und steht am Anfang einer neuen Phase profitablen Wachstums. Bei zentralen Themen wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Elektromobilität ist Dürr sehr gut aufgestellt“, sagte Dieter.

Dieter wird dem Dürr-Konzern insbesondere bei den Themen Digitalisierung und künstliche Intelligenz in beratender Funktion verbunden bleiben und darüber hinaus eigene neue unternehmerische Projekte verfolgen.

Auch seine Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender der HOMAG Group AG wird Dieter am Jahresende beenden. Dort wird sein Vorstandskollege Dr. Daniel Schmitt (51) Anfang 2022 an die Spitze des Unternehmens rücken.

Gerhard Federer, Aufsichtsratsvorsitzender der Dürr AG sagte: „Der Aufsichts- rat bedauert Herrn Dieters Entscheidung, zugleich respektieren wir seinen Entschluss. Wir blicken mit Dank und Anerkennung auf die in den vergangenen 16 Jahren geleistete Arbeit. Herr Dieter hat Dürr auf beeindruckende Weise weiterentwickelt. In seiner Amtszeit hat sich das Geschäftsvolumen auf rund 4 Mrd. € verdreifacht. Herr Dieter hat die Führung von Dürr in einer schwierigen Situation übernommen, das Unternehmen stabilisiert und mit klarer Strategie zu einem der schlagkräftigsten Maschinen- und Anlagenbauer weltweit gemacht. Er übergibt ein finanziell robustes Unternehmen mit außergewöhnlich guten Entwicklungsperspektiven.“

Ralf W. Dieter trat im Jahr 2003 in den Dürr-Konzern ein und sanierte zunächst die Messtechnik-Tochter Carl Schenck. 2005 wurde er Mitglied des Vorstands der Dürr AG und 2006 dessen Vorsitzender. Am Anfang seiner Amtszeit stand die Modernisierung von Strukturen, Geschäftsprozessen und IT mithilfe des Optimierungsprogramms FOCUS im Mittelpunkt, hinzu kam der Abbau hoher Schulden. Während der weltweiten Wirtschaftskrise 2008/2009 baute Dieter die Position von Dürr insbesondere in China sowie in anderen Wachstumsmärkten aus. Davon profitierte der Konzern in den Folgejahren durch starke Umsatz- steigerungen. 2014 folgte der Erwerb der HOMAG Group, dem sich weitere Zukäufe in den Bereichen Software, Umwelttechnik und Automatisierung anschlossen. In den vergangenen Jahren lag Dieters Fokus auf der Digitalisierung, in Personalunion übernahm er den Vorstandsvorsitz bei HOMAG und den Beiratsvorsitz des 2017 gegründeten IoT-Joint-Ventures ADAMOS.

Heinz Dürr, Ankeraktionär und Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der Dürr AG: „Herr Dieter war genau der richtige Mann für das Unternehmen: Er hat Dürr souverän, mutig und mit Unternehmergeist geführt und hatte die Führungskräfte und Mitarbeiter hinter sich, weil er Glaubwürdigkeit, Zuversicht und Nähe ausstrahlt. Er hat Dürr entscheidende Impulse gegeben und die Grundlagen dafür geschaffen, dass Dürr zuversichtlich nach vorne schauen kann. Zugleich steht mit Dr. Weyrauch ein erfahrener Nachfolger bereit, der das Geschäft kennt und für die kontinuierliche Weiterentwicklung des Konzerns steht.“

Dr. Jochen Weyrauch begann seine Management-Karriere beim Autozulieferer Continental Teves und wurde später Chef der zum Anlagenbauer Babcock- Borsig gehörenden Turbo-Lufttechnik GmbH. Von 2003 bis 2005 folgte eine erste Station im Dürr-Konzern; als Vorstandsmitglied der Carl Schenck AG verantwortete er gemeinsam mit Ralf W. Dieter die Sanierung des Schenck- Konzerns. Im Zuge der Veräußerung der Tochtergesellschaft Schenck Process schied Dr. Weyrauch 2006 aus dem Dürr-Konzern aus. Nach mehr als zehn erfolgreichen Jahren an der Spitze von Schenck Process war der promovierte Wirtschaftsingenieur als Berater und Partner im Private-Equity-Bereich aktiv, bevor er 2017 als Vorstand zu Dürr zurückkehrte. Er ist neben dem Automotive- und Umwelttechnikgeschäft auch für den im Februar mehrheitlich erworbenen Automatisierungsspezialisten Teamtechnik sowie die Ressorts Nachhaltigkeit, Unternehmensentwicklung und Globaler Einkauf zuständig.

„Der Aufsichtsrat hat schon vor geraumer Zeit erkannt, dass mit Dr. Weyrauch ein idealer interner Nachfolger bereit steht. Daher gibt es bei Dürr einen gut vorbereiteten, reibungslosen Übergang“, so Aufsichtsratschef Gerhard Federer. „Dr. Weyrauch ist ein erfahrener Manager, der hervorragende Kenntnisse im Automotive- und Anlagenbaugeschäft besitzt, seine Fähigkeiten bei Dürr bewiesen hat und über einen guten Draht zu Führungskräften und Belegschaft verfügt. Er versteht sich als Unternehmer, der Dürr aktiv weiterentwickeln will und Markttrends wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung aktiv angeht. Durch seinen Private-Equity-Hintergrund bringt er viel Erfahrung im Kapital- und Beteiligungssektor mit, was auch mit Blick auf die Börsennotierung der Dürr AG von Vorteil ist.“

Dr. Jochen Weyrauch: „Dürr gehört zu den ersten Adressen im internationalen Maschinen- und Anlagenbau. Ich werde alles daran setzen, diese Position im digitalen Zeitalter weiter auszubauen. Besondere Chancen bieten sich im Geschäft mit nachhaltigen Produktionstechnologien. Wir werden auch künftig in Innovationen investieren, die unseren Kunden mehr Energieeffizienz ermög- lichen und die Dekarbonisierung beschleunigen. In der Belegschaft spüre ich einen enormen Team-Spirit: Mitarbeitende und Führungskräfte wollen etwas erreichen und weiter an der Erfolgsgeschichte von Dürr arbeiten. Es ist eine Ehre, ein solches Unternehmen in die Zukunft zu führen.“

Dr. Jochen Weyrauch wird den Vorstandsvorsitz der Dürr AG zum 1. Januar 2022 übernehmen. Er erhält einen neuen Dienstvertrag mit einer Laufzeit von fünf Jahren bis Ende 2026. Nach dem Austritt von Herrn Dieter wird der Vorstand der Dürr AG bis auf Weiteres aus zwei Mitgliedern bestehen. Neben Dr. Weyrauch als neuem Vorsitzenden wird Dietmar Heinrich (57) weiterhin als Finanzvorstand fungieren.


Peter Leibinger erhält den Verdienstorden der Bundesrepublik

0
  • Engagement für die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft gewürdigt
  • Bundesforschungsministerin Karliczek hebt Leibingers Rolle bei der Förderung von Innovationen hervor

Ditzingen/Berlin, 29. September 2021.| Peter Leibinger, Chief Technology Officer und stellvertretender Vorsitzender der Gruppengeschäftsführung des Hochtechnologieunternehmens TRUMPF, hat das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Die Auszeichnung des Bundespräsidenten würdigt das berufliche und gesellschaftliche Wirken von Menschen, die sich im besonderen Maße um die Bundesrepublik Deutschland verdient gemacht haben. Peter Leibinger erhielt das Verdienstkreuz am 29.09.2021 von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek überreicht.

Die Ministerin hob dabei das außerordentlich große Engagement hervor, mit dem Peter Leibinger dem Bundesministerium für Bildung und Forschung in der Forschungspolitik und bei der Förderung von Innovationen in Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland langjährig beratend zur Seite stand und steht. „Sowohl die Quantentechnologien als auch die Photonik sind Schlüsseltechnologien für die deutsche Wirtschaft. Peter Leibinger trägt durch originelle Ideen, strategische Weitsicht und unternehmerisches Geschick maßgeblich dazu bei, dass das Innovationsland Deutschland in diesen Feldern im internationalen Wettbewerb besteht“, so Bundesforschungsministerin Anja Karliczek. „Dies geschieht nicht nur über seine engagierte Arbeit im Familienunternehmen, sondern auch in verschiedenen Gremien der Bundesregierung. Dabei gelingt es Peter Leibinger äußerst erfolgreich, wichtige Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammenzubringen und hinter gemeinsamen Zielen zu vereinen. So entstehen wichtige, neue Impulse für Politik, Industrie und Forschung. Ich freue mich sehr, dass ihm für diese Leistungen das Bundesverdienstkreuz verliehen wird.“

Peter Leibinger leitete zuletzt als einer von zwei Vorsitzenden den „Expertenrat Quantencomputing“ der Bundesregierung. Gemeinsam mit hochrangigen Wissenschaftlern und Wirtschaftsvertretern erarbeitete er eine gemeinsame nationale Strategie für das Quantencomputing.


Eurocup: SVL spielt Anfang Oktober in Süditalien

0
Wasserballer im Europokal

Ludwigsburg.| Die Top-Platzierung der SVL-Bundesligawasserballer in der alten Saison garantiert dem Club nun die erneute Teilnahme am Eurocup. Ludwigsburg hat eine schwere Gruppe erwischt. Die Männer um den Nationalspieler Timo van der Bosch treten am ersten Oktoberwochenende bei CC Ortigia Siracusa an.

Alle drei Gegner in der ersten Runde des Eurocups seien „sehr stark“, sagt der SVL-Vizepräsident Matthias Nagel. „Wohl noch einen Tick stärker als beim Cup 2020 in Aix.“ Die SVL-Wasserballer spielen von 1. bis zum 3. Oktober in Süditalien gegen die Gastgeber, den CC Ortigia Siracusa, gegen G.S. Peristeriou aus Griechenland und gegen das Team Strasbourg (Frankreich). „Straßburg kenne wir aus gemeinsamen Testspielen etwas besser“, erzählt Nagel.

Gegen die andere beiden Mannschaften hat der SVL noch bei gespielt. Der Euro-Cup sei immer eine Herausforderung. Das Reglement ist klar: Die zwei besten Teams qualifizieren sich für die zweite Runde. Ludwigsburg müsste also wohl zwei der drei Gegner schlagen, was sehr schwer werden dürfte. Ausgeschlossen ist ein Weiterkommen freilich nicht.

„Sicher, wir hätte in einer leichteren Gruppe landen können“, sagt Nagel. Der SV Ludwigsburg sei wieder als Außenseiter am Start, das Team werde jedoch „das Bestmöglich tun und weiter Erfahrungen sammeln“. Die Mannschaft wird bereits am Mittwoch nach Süditalien reisen. Die Anreise sollte keine größere Strapaze werden: Die Spieler und Betreuer werden recht spannend ankommen, mit einem Direktflug von Stuttgart nach Catania. Nagel: „Wir freuen uns, das Turnier wird eine tolle Erfahrung für Mannschaft“.

Gespielt wird in einem Freibad. Sollte sich der SVL durchsetzten, dann stünde sofort die nächste Runde an: gespielt würde am 8., 9. und 10. Oktober. Außer dem SV Ludwigsburg spielt als zweites deutsches Team der ASC Duisburg im Euro-Cup. Duisburg tritt in Holland an und hat ähnlich Herausforderungen zu meistern.

Der Ludwigsburger Nationalspieler Timo van der Bosch spricht mit Blick auf das Turnier in Italien von „einer coolen Auslosung, einem schönen Ort und einer schweren Gruppe“. Die Italiener hätten im Vorjahr im in der Champions-League sehr gut gespielt. „Straßburg kenne wir von etlichen Trainingsspielen.“ Das Team spiele sehr, sehr gut in der französische Liga, sei immer unter den ersten vier oder fünf Mannschaften. Die Griechen seien „die kleinen Unbekannte für uns“. Man werde sich noch eine paar Spiele dieses Team aus Südeuropa anschauen.

Im Euro-Cup 2021 „können wir über jeden Punkt, den wir in der Gruppe holen, glücklich sein“, sagt van der Bosch. Diesmal sei keine Mannschaft wie 2020 dabei – jene aus der Schweiz-, bei der klar sei: „Wir müssen gewinnen. Diesmal müssen wir gar kein Spiel gewinnen.“ Über jeden Punkt, der geholt werde, so van der Bosch, könne der SVL stolz sein. „Ich freue mich auf den Euro-Cup, es ist immer ein besonderes Erlebnis, gerade auch für die jungen Spieler, die erstmals international dabei sind.“