Achtelfinals im DHB-Pokal ausgelost

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Die Achtelfinals im DHB-Pokal der Spielzeit 2021/2022 sind ausgelost.

Dortmund: Im Anschluss an die Bundesligapartie der Sport-Union Neckarsulm gegen die HSG Blomberg-Lippe wurden die Achtelfinal-Spiele des DHB-Pokals der Saison 2021/2022 ausgelost. Als Losfee agierte Henning Mühlleitner. Der Schwimmer der Sport-Union Neckarsulm sorgt derzeit in seiner Disziplin (Freistil) für großes Aufsehen und konnte bei den Olympischen Spielen in Tokio mit einem vierten Platz über die 400 Meter Freistil glänzen. Seiner Sport-Union Neckarsulm bescherte er ein Erstligaduell gegen den VfL Oldenburg im Achtelfinale des DHB-Pokals.

Die noch im Wettbewerb verbliebenen 16 Mannschaften kämpfen um den Einzug in das Viertelfinale – den letzten Schritt vor dem Erreichen des OLYMP Final4 in der Stuttgarter Porsche-Arena.

Losfee Henning Mühlleitner bewies ein glückliches Händchen und sorgte für spannende Paarungen im Kampf um den Einzug ins Viertelfinale. So treffen beispielsweise die HSG Blomberg-Lippe und Borussia Dortmund aufeinander. Ein weiteres Erstliga-Duell gibt es zwischen der Sport-Union Neckarsulm und dem VfL Oldenburg. Der einzig verbliene Drittligist HC Rödertal, der in der vergangenen Saison jedoch noch in der 2. Liga spielte empfängt den Buxtehuder SV und beim TSV Nord Harrislee kommt es zum Nordduell mit den Handball Luchsen Buchholz08-Rosengarten.

Achtelfinals DHB-Pokal der Frauen 2021/22
HC Rödertal (3. Liga) – Buxtehuder SV (1. Liga)
Kurpfalz Bären (2. Liga) – HSG Bad Wildungen Vipers (1. Liga)
Sport-Union Neckarsulm (1. Liga) – VfL Oldenburg (1. Liga)
TSV Nord Harrislee (2. Liga) – HL Buchholz 08-Rosengarten (1. Liga)
SV Werder Bremen (2. Liga) – VfL Waiblingen (2. Liga)
HSG Bensheim/Auerbach (1. Liga) – SG BBM Bietigheim (1. Liga)
HSV Solingen-Gräfrath 76 (2. Liga) – Thüringer HC (1. Liga)
HSG Blomberg-Lippe (1. Liga) – Borussia Dortmund (1. Liga)

Anmerkung: Angabe der Ligazugehörigkeit bezogen auf die Saison 2021/22. Maßgeblich für die Vergabe des Heimrechts im Pokal ist jedoch die Ligazugehörigkeit der Saison 2020/21.

Ausgespielt werden die Achtelfinals am Wochenende 13./14. November 2021. Die Sieger erreichen das Viertelfinale. Das OLYMP Final4 2022 ist für den 28. und 29. Mai angesetzt.

Spieltermine im Überblick:
Achtelfinale: 13./14. November 2021
Viertelfinale: 29./30. Januar 2022
OLYMP Final4: 28. und 29. Mai 2022, Porsche-Arena Stuttgart

Weitere Informationen über die Handball Bundesliga Frauen finden Sie hier.


Inbetriebnahme des Rosensteintunnels verzögert sich

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Lieferengpässe bei Baumaterialien

Stuttgart.| Die für November geplante Inbetriebnahme des Rosensteintunnels verzögert sich auf Anfang nächsten Jahres. Das hat die Landeshauptstadt Stuttgart am Mittwoch, 13. Oktober, bekanntgegeben. Grund für die Verzögerung sind Lieferengpässe bei verschiedenen Baumaterialien.

Der Technische Bürgermeister Dirk Thürnau sagte: „Wir arbeiten mit Hochdruck an der Fertigstellung des Rosensteintunnels. Leider werden wir durch die derzeit weltweit feststellbaren Lieferschwierigkeiten von Edelstahl, Kabeln und elektronischen Bauteilen ausgebremst.“ Diese Materialen würden für die betriebs- und sicherheitstechnische Ausstattung des rund 1,3 km langen Straßentunnels zwingend benötigt. Thürnau weiter: „Wir können erst dann einen konkreten Eröffnungstermin nennen, wenn die Betriebs- und Sicherheitstechnik eingebaut und getestet wurde.“

Das Straßenbauprojekt Rosensteintunnel ist das größte Straßenbauprojekt, das die Landeshauptstadt Stuttgart bisher an einem Stück durchgeführt hat. Der B10- Rosensteintunnel ist dabei das zentrale Bauwerk des Projekts. Mit einer Gesamtlänge von ca. 1.300 Meter unterquert dieser den Rosensteinpark und Teile der Wilhelma. Ein wichtiger Bestandteil des Straßenbauprojekts ist der Rückbau vorhandener Verkehrsflächen in der Prag‐ sowie der Neckartalstraße, die durch Grünflächen ersetzt werden und den Anwohnerinnen und Anwohnern den Zugang zum Neckarufer erleichtern. Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei rund 456 Mio. Euro.


Malteser eröffnen Rettungsdienstschule Baden-Württemberg 

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22 Schülerinnen und Schüler starten Ausbildung zum Notfallsanitäter

Stuttgart/Korntal-Münchingen.| Mit 46 Rettungswachen und Notarztstandorten sowie rund 133.000 Einsätzen im vergangenen Jahr bilden die Malteser eine der festen Säulen der präklinischen Notfallversorgung in Baden-Württemberg. Um auch die theoretisch-praktische Ausbildung ihrer Mitarbeitenden im Rettungsdienst aktiv mitzugestalten, haben die Malteser in Korntal-Münchingen ihre erste Rettungsdienstschule in Baden-Württemberg eröffnet. Am 11. Oktober startete hier der erste Notfallsanitäter-Lehrgang mit 22 Schülerinnen und Schülern. Das Einzugsgebiet der Schule beginnt in Bad Wimpfen und umfasst den Großraum Stuttgart sowie die Kreise Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg/Enzkreis, Nürtingen, Reutlingen, Tübingen und Zollern-Alb.

„Es ist uns Maltesern ein großes Anliegen, die Versorgung der Bevölkerung in Notfällen immer weiter zu verbessern“, betont Malteser Regionalgeschäftsführer Klaus Weber, der die zukünftigen Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter an ihrem ersten Schultag in der neuen Landesschule begrüßte. „Umso mehr freuen wir uns, dass wir nun an unserer eigenen Rettungsdienstschule selbst für den dringend benötigten beruflichen Nachwuchs sorgen können.“

„Mit unserer neuen Rettungsdienstschule leisten wir Malteser einen wichtigen Beitrag, um dem Fachkräftemangel im Rettungsdienst entgegenzuwirken“, erklärt auch Schulleiter Johannes Pranghofer, der bisher an der Malteser Rettungsdienstschule in Wetzlar als Projektleiter tätig war. „Die Ausbildung findet an drei Lernorten statt: Der Unterricht hier an der Schule reicht von Inhalten zur Staatsbürgerkunde über Berufskunde und wissenschaftlichem Arbeiten über notfallmedizinische Grundlagen inklusive Anatomie bis hin zur Gesundheitsförderung. Die praktischen Teile ihrer dreijährigen Ausbildung absolvieren die angehenden Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter an einer unserer Lehrrettungswachen in Baden-Württemberg sowie in unterschiedlichen Kliniken“, erläutert Pranghofer.

Alle Lehrsäle der Malteser Rettungsdienstschule Baden-Württemberg sind mit digitalen Tafeln, so genannten Interactive Boards, ausgestattet. Die Schülerinnen und Schüler erhalten zum Start ihrer Ausbildung alle ein Tablet-PC, um die Unterrichtsinhalte auch interaktiv begleiten zu können. Außerdem finden sich auf den Tablet-PCs die Lehrbücher als eBook-Variante. Weiterhin stehen den Schülerinnen und Schülern eine Vielzahl an Wiederbelebungspuppen, typisches Notfall-Equipment wie EKG- und Beatmungsgeräte, Rucksäcke und Fahrtragen, eine Planspielplatte für das Einsatztaktiktraining sowie eine Simulationseinrichtung mit Aufzeichnungs- und Wiedergabesystemen zur Verfügung.

Landesweit beginnen über 40 zukünftige Notfallsanitäterinnen und -sanitäter ihre Ausbildung bei den Maltesern in Baden-Württemberg, wobei einige von ihnen auch die Rettungsdienstschule der Malteser im benachbarten Rheinland-Pfalz oder Schulen anderer Hilfsorganisationen besuchen – je nach geographischer Anbindung. Die Malteser Rettungsdienstschule Baden-Württemberg ist Teil des Malteser Bildungszentrum Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland (HRS), das unter Leitung des Malteser Bezirksgeschäftsführers Claus Kemp drei weitere staatlich anerkannte Rettungsdienstschulen in Hessen (Wetzlar) und Rheinland-Pfalz (Frankenthal und Trier) betreibt und in diesem Jahr erstmals über einhundert angehende Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter begrüßen durfte. „Über Regionsgrenzen hinaus haben die Malteser hier eine Kooperation geschlossen, die langfristig die Ausbildung von Rettungsdienstpersonal in Baden-Württemberg sicherstellen soll“, so Christoph Götz, Malteser Regionalgeschäftsführer HRS. Klaus Weber, Malteser Regionalgeschäftsführer Baden-Württemberg, ergänzt: „Ich freue mich mit den Kollegen aus HRS, die bereits seit vielen Jahren Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter ausbilden, auch hier in Baden-Württemberg für professionell ausgebildeten Rettungsdienstnachwuchs sorgen zu können“.


Kraftwerk soll klimaneutral werden

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  • EnBW will Kraftwerk Altbach/Deizisau bis 2026 kohlefrei und langfristig klimaneutral machen
  • Pläne für „Fuel Switch“ in den Gemeinderäten vorgestellt
  • Online-Informationsveranstaltung für Bürgerinnen und Bürger am 26. Oktober

Altbach/Deizisau.| Windräder und Solaranlagen liefern klimafreundliche Energie – solange ausreichend der Wind weht und die Sonne scheint. Bisher sorgen andernfalls insbesondere Kohlekraftwerke dafür, dass zuhause das Licht nicht ausgeht oder die Heizung kalt wird. Damit der Kohleausstieg zügig gelingt, plant die EnBW nach Stuttgart-Münster und Heilbronn jetzt auch am Standort Altbach/Deizisau die schnelle Ersetzung des dortigen Kohlekraftwerks. Entsprechende Pläne für den sogenannten “Fuel Switch” – zunächst und für eine begrenzte Zeit auf Erdgas und perspektivisch auf grüne Gase – stellte die EnBW Anfang der Woche in den Gemeinderäten von Altbach und Deizisau vor.

Vorgesehen ist der Bau einer emissionsarmen Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD-Anlage), die mit Erdgas betrieben wird. Sie soll über eine elektrische Leistung von bis zu 750 Megawatt und eine Wärmeleistung von rund 170 Megawatt verfügen und könnte in fünf Jahren die bestehenden Kohleblöcke ablösen. In der neuen Anlage wäre die Stromproduktion mit 63 Prozent weniger CO2-Ausstoß verbunden. Bei einer geplanten Erzeugung von etwa 4,5 Mio. MWh Strom könnte das Projekt jährlich etwa 2,9 Mio. Tonnen CO2 einsparen.

„Wir haben uns einiges vorgenommen: Bis 2026 soll der Standort Altbach/Deizisau vollständig kohlefrei sein“, erklärt Georg Stamatelopoulos, Vorstand für Nachhaltige Erzeugungs-Infrastruktur bei der EnBW. „Erdgas sehen wir dabei als Brückentechnologie auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2035. Ein flexibel steuerbares Gaskraftwerk ist auf Knopfdruck einsatzbereit und ergänzt die Erneuerbaren Energien damit ideal. Denn es springt dann ein, wenn Wind- und Sonnenstrom nicht ausreichend zur Verfügung steht.“

Die unternehmerische Investitionsentscheidung ist erst zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen.

Energiegewinnung mit Wasserstoff eingeplant

Das langfristige Ziel der EnBW heißt Klimaneutralität. Daher wird mit klimafreundlicherem Erdgas die Energieerzeugung in Altbach/Deizisau solange sichergestellt, bis ausreichend Wasserstoff oder andere grüne Gase verfügbar sind. Dieser Zwischenschritt verschafft Zeit für den Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur und den für die Wasserstoffproduktion erforderlichen weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien. Mit Hilfe des grünen Brennstoffs könnte so auch die GuD-Anlage in Altbach/Deizisau etwa ab Mitte der 2030er klimaneutral betrieben und weiterhin flexibel zur Energiegewinnung eingesetzt werden.

Fernwärme als nachhaltiges Nebenprodukt 

Das Kraftwerk Altbach/Deizisau versorgt die Region Stuttgart nicht nur mit Strom, sondern produziert dabei zugleich Wärme für das Fernwärmenetz am Mittleren Neckar. Die Verbrennung von Erdgas bzw. perspektivisch grünem Wasserstoff ermöglicht es, diese Wärmeversorgung zu erhalten.

„Wir schaffen mit dem Umstieg von Kohle auf Gas in Altbach/Deizisau und Münster den Kohleausstieg für die komplette sogenannte ‚Mittlere Neckarschiene‘. Damit wird das größte übergreifende Fernwärmesystem in Süddeutschland bereits 2026 kohlefrei“, freut sich Andreas Pick, bei der EnBW übergreifend verantwortlich für die so genannten „Fuel Switch“-Projekte.

Zusammen mit den Heizkraftwerken in Gaisburg und Stuttgart-Münster sowie dem Heizwerk Marienstraße versorgt die derzeitige Anlage in Altbach/Deizisau rund 25.000 Haushalte, 1.300 Firmen und 300 öffentliche Einrichtungen in Stuttgart und Umgebung mit kostengünstiger und umweltschonender Fernwärme.

Frühzeitiger Dialog mit der Öffentlichkeit

Bürgerinnen, Bürger, Behörden und Verbänden lädt die EnBW ein, sich ein eigenes Bild vom Vorhaben in Altbach/Deizisau machen. Die erste Möglichkeit bietet sich am Dienstag, 26. Oktober, ab 18.30 Uhr – im Rahmen einer Online-Informationsveranstaltung. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist direkt über die Projektseite www.enbw.com/altbach-deizisau möglich. Wie auch bei bisherigen Fuel Switch Projekten möchte die EnBW frühzeitig Anregungen, Ideen und Bedenken der Bürger*innen aufgreifen und in einen konstanten Dialog treten.

Info: Das Heizkraftwerk in Altbach/Deizisau

Das Heizkraftwerk besteht aus zwei Heizkraftwerksblöcken, die mit Steinkohle betrieben werden, einem Gas-Öl-Kombiblock sowie zwei Gasturbinen. Zur optimalen Brennstoffausnutzung wird in Altbach/Deizisau gleichzeitig Strom und Fernwärme nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt. Insgesamt verfügt der Standort Altbach/Deizisau derzeit über eine elektrische Leistung von 1.022 Megawatt und kann bis zu 407 Megawatt Fernwärme auskoppeln.


Salzig-süßer Käsekuchen

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Meckenheim.| Die Mischung von Salz und Karamell, auch Salted Caramel genannt – sorgt seit einiger Zeit für Begeisterung in Küchen weltweit. Für Salzkaramell-Genießer bringt die Grafschafter Krautfabrik eine unwiderstehliche Sirup-Variante mit feinem Karamellaroma und leicht salziger Note auch auf den deutschen Markt. Das Grafschafter Salzkaramell (UVP 1,99 EUR) verfeinert unterschiedliche Speisen und Desserts, egal ob Pancakes oder Eiscreme. Eine besondere Geschmackskombination hat die Grafschafter Krautfabrik schon ausfindig gemacht und direkt ein aufregendes Rezept daraus entwickelt: ein cremiger American Cheesecake mit dekorativem und intensivem Grafschafter-Salzkaramell-Topping. Weitere Informationen auf www.grafschafter.de.

In Deutschland wird der Käsekuchen typischerweise mit Quark zubereitet. Die Amerikaner setzen hingegen eher auf Cream Cheese, also Frischkäse. Zudem wird ein American Cheesecake im Wasserbad gebacken, während die deutsche Variante in den Ofen geschoben wird. Der dritte und letzte Unterschied zwischen den beiden Zubereitungsarten ist der Boden: In Deutschland besteht er aus einem klassischen Mürbeteig, wohingegen beim American Cheesecake üblicherweise Kekse mit Butter zerstampft, als unterste Schicht dienen. Der American Cheesecake nach Grafschafter Art kombiniert das Beste aus beiden Welten. Eine Mischung aus Doppelrahmfrischkäse und Schmand bildet die Basis für den leckeren, cremigen Kuchen. Der Boden besteht aus Butterkeksen, Haferflocken, Butter und unserem Klassiker aus dem gelben Becher, dem Grafschafter Goldsaft, der dem Cheesecake die gewisse Süße verleiht.

Salzkaramell für die besondere Note

Seinen krönenden Abschluss bekommt der American Cheesecake durch eine großzügige Garnitur mit dem neuen Salzkaramell der Grafschafter Krautfabrik. Der goldgelbe Sirup mit mildem Karamell-geschmack und leicht salziger Note gibt dem Kuchen als Topping den richtigen Kick. Denn die süß-salzige Kombination sorgt für eine wahre Geschmacksexplosion bis hin zum letzten Biss. Das Salzkaramell kommt in einer praktischen Kopfstehflasche, die ein einfaches und kleckerfreies Dosieren garantiert sowie das Dekorieren zum Kinderspiel macht.

Die neue Spezialität der Grafschafter Krautfabrik enthält keinen Zusatz von Farb- und Konservierungsstoffen und eignet sich für die vegane Ernährung. Es passt perfekt als Topping für Joghurt, Quark, Crêpes, Waffeln, Obstsalate oder einen Cheesecake. Aber es sorgt auch für die richtige Süße auf einem Croissant.

Das Grafschafter Salzkaramell ist im Online-Shop der Grafschafter Krautfabrik oder im gut sortierten Lebensmitteleinzelhandel erhältlich.

Rezept

American Cheesecake mit Grafschafter Salzkaramell
Für 12 – 16 Stücke
Springform Durchmesser 26 cm
Vorbereitungszeit ca. 2 Std.
Backzeit 15-20 Min
Nährwerte pro Stück: 363 kcal/1509 kJ

Zutaten

Boden:
150 g Vollkorn Butterkekse
50 g Haferflocken gemahlen
50 g Grafschafter Goldsaft Zuckerrübensirup
100 g Butter
1 Prise Salz 

Für den Belag:
900 g Doppelrahmfrischkäse natur – Raumtemperatur
200 g Zucker
200 g Schmand – Raumtemperatur
3 EL Speisestärke
2 EL Zitronensaft + Abrieb einer Zitrone
2 TL Vanilleextrakt
¼ TL Salz
4 Eier – Raumtemperatur

Zum Garnieren:
Grafschafter Salzkaramell

Zubereitung

Wichtig ist, dass der Frischkäse, Schmand und die Eier raumtemperiert sind. Wenn diese kalt sind, steigt die Wahrscheinlichkeit für unschöne Risse in der Oberfläche des Kuchens.

Den Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen und den Rand gleichmäßig mit Butter einfetten.

Vollkornkekse zerbröseln. Dafür kann man die Kekse in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Nudelholz zerdrücken. Haferflocken mahlen z.B. mit einem Pürierstab oder Kaffeemühle. Haferflocken in einem kleinen Topf ohne Fett leicht anrösten. Es reicht, wenn sie anfangen zu duften. Zuckerrübensirup und Butter zugeben und schmelzen lassen. Alles zusammen mit den Keksbröseln und einer Prise Salz vermischen. Gleichmäßig auf dem Boden der Springform verteilen und fest andrücken. Die Form auf die mittlere Schiene des Backofens stellen und für 10 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen. Danach den Backofen auf 160°C Ober- und Unterhitze herunter regulieren.

Doppelrahmfrischkäse, Zucker und Speisestärke mit der Küchenmaschine oder dem Handrührgerät auf mittlerer Stufe ca. 1 Minute verrühren. Vanilleextrakt, Zitronenschale, Zitronensaft und Salz zugeben und auf niedriger Stufe verrühren. Ein Ei nach dem anderen zugeben und nur langsam rühren, bis die Eier gleichmäßig verteilt sind (Starkes Rühren führt zu Lufteinschlüssen und das wiederum zu Rissen). Anschließend den Schmand unterrühren.

Auf der untersten Schiene des Backofens ein Backblech platzieren und mit kochendem Wasser füllen. Der Teig soll mit Wasserdampf gebacken werden, damit er schön hell bleibt.

Die Käsemasse gleichmäßig auf dem Boden verteilen und die Springform mehrfach auf die Arbeitsplatte klopfen, damit eventuelle Luftblasen aufsteigen können.

Kuchen auf die mittlere Schiene des Ofens stellen und ca. 45 – 60 Minuten backen. Der Kuchen sollte nicht mehr flüssig sein, darf aber in der Mitte noch etwas wabbelig sein.

Den Ofen ausstellen, aber den Kuchen noch nicht herausnehmen, sondern langsam abkühlen lassen. Dafür einen Kochlöffel zwischen die Ofentür klemmen und den Kuchen 60 Minuten im Ofen lassen.

Nach dem Herausholen, den Rand mit einem Messer vorsichtig von der Form lösen. Den Kuchen weiter auskühlen lassen und über Nacht mit Frischhaltefolie in den Kühlschrank stellen.

Grafschafter Salzkaramell Sirup nach Belieben darauf verteilen und genießen!


Überhängende Äste dürfen abgeschnitten werden

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Nachbarinnen und Nachbarn dürfen Äste eines Baumes, die auf ihr Grundstück herüberragen, in der Regel auch dann abschneiden, wenn der Baum dadurch seine Standfestigkeit verlieren oder absterben könnte. Nicht erlaubt wäre das Abschneiden jedoch, wenn Vorschriften des Naturschutzes dies verbieten oder keine Beeinträchtigung durch die Äste vorliegt. Die Wüstenrot Immobilien GmbH, ein Unternehmen der W&W-Gruppe, weist auf ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH V ZR 234/19) hin.

Streitobjekt war eine 15 Meter hohe Schwarzkiefer, deren Äste bereits seit 20 Jahren auf das Nachbargrundstück hinüberragten. Nachdem der Nachbar den Baumbesitzer vergeblich aufgefordert hatte, die Äste zu kürzen, legte er selbst Hand an und schnitt die herüberragenden Äste ab. Der Besitzer des Baumes verklagte seinen Nachbarn, dies künftig zu unterlassen, da der Baum dadurch absterben oder seine Standfestigkeit verlieren würde. Das Landgericht Berlin gab ihm Recht, der BGH hob das Urteil jedoch auf.

Laut dem BGH darf der Nachbar die überhängenden Äste auch dann abschneiden, wenn dadurch der Baum absterben würde. Der Gesetzgeber wollte eine einfache Regelung schaffen, die nicht zwangsläufig zu Streit führt. Das wäre aber der Fall, wenn es darauf ankäme, ob das Abschneiden von Ästen den Baum gefährdet. Denn dies könne in der Regel nur durch Sachverständige ermittelt werden. Der BGH verwies den Fall an das Landgericht zurück. Damit hat der Besitzer des Baumes die Gelegenheit zu beweisen, dass sein Nachbar durch die überhängenden Äste, insbesondere durch die herabfallenden Nadeln, nicht beeinträchtigt wird. Außerdem muss noch geprüft werden, ob naturschutzrechtliche Regelungen, etwa durch Baumschutzsatzungen, einem Abschneiden der Äste entgegenstehen.


Borger/Sude gewinnen das World Tour-Final

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Feier-Alarm! Beim sechsten World-Tour-Finale haben die Weltranglisten-Siebten aus Deutschland einen mehr als achtbaren Auftritt hingelegt: Karla Borger und Julia Sude haben die komplette Welt-Elite hinter sich gelassen und sich beim letzten und höchst dotiertesten Turnier des Jahres den Gesamtsieg geschnappt. 
Cagliari (tob).| Neben dem Center Court im Hafen von Cagliari steht ein Riesenrad. Wie auf dem Rummelplatz. Und im kühlen und oft verregneten Sand von Italien haben Karla Borger und Julia Sude wahrlich eine Achterbahnfahrt hingelegt, die den irren Ritt durch Pandemie-Einschränkungen und die Olympia-Enttäuschung einfach weggefegt hat.
Im Finale des World Finals haben die beiden Sand-Athletinnen aus Stuttgart, die für die DJK TuSA 06 Düsseldorf starten, Sarah Pavan und Melissa Humana-Paredes aus Kanada nahezu keine Chance gelassen und mit 2:0 (21:13, 23:21) geschlagen.
In sechs Duellen zuvor gewann das deutsche Duo erst einmal, in Cancun im April diesen Jahres.
Und jetzt, zum Ende einer extrem wilden Saison, legten die beiden eine derart abgebrühte Leistung in den Sand, dass sie es nach dem Matchball selbst nicht glauben konnte, was sie da gerade realisiert haben.
„Wir hatten so eine harte Saison. Und nach der Enttäuschung von Tokio haben wir beschlossen, uns mehr auf uns selbst zu konzentrieren, uns wieder gemeinsam im Sand zu finden, was uns ja schon ganz gut gelungen war bei den Europameisterschaften und bei den Deutschen Meisterschaften“, sagte Julia Sude, während Karla Borger sich die Freudentränen aus den Augen wischte. „Es war schon eine Riesen-Ehre für uns, dass wir uns hier für das World Tour-Final qualifiziert haben. Und jetzt stehen wir hier im Sand und haben den Pokal in den Händen. Unglaublich.“
„Wir haben versucht, nicht zu viel nachzudenken. Nur immer wieder über den nächsten Punkt“, meinte Karla Borger zum Match-Plan gegen Kanada und dann sprudelte es nur so aus ihr heraus. Dankesworte an das Team hinter dem Team und die große, spürbare Erleichterung nach dieser Achterbahnfahrt.
Was für eine Bilanz! Der enttäuschenden Auftritt bei den Olympischen Spielen in Tokio, welcher eigentlich als emotionaler Höhepunkt gedacht war, sorgte zwangsläufig für einen Neuanfang. Nachdem der bisherige Trainer Thomas Kaczmarek einen Tag nach dem Vorrundenaus in Tokio seine Zusammenarbeit aufkündigte, folgte bei Karla Borger und Julia Sude so etwas wie eine Jetzt-erst-recht-Stimmung. Ohne Trainer, vor Ort nur betreut von der Sportpsychologin Nadine Volkmer, die auch den B-Trainerschein im Volleyball hat sowie aus der Ferne mit taktischen Analysen ausgestattet durch den ehemaligen Beachvolleyballspieler Josip Pribanic, folgte keine  Turnierteilnahme mehr ohne Medaille: Bronze bei der EM in Wien, DM-Silber in dunkler Nacht am Timmendorfer Strand, und nun der Gesamtsieg bei den World Tour Finals.
Die Achterbahnfahrt auf dem World Tour Finale 2021 in Cagliari bot für Borger/Sude folgende Stationen:
Die Gruppenphase:
Nina Betschart/Tanja Hüberli, die Halbfinal-Gegnerinnen bei den Europameisterschaften in Wien und späteren Goldmedaillen-Gewinnerinnen aus der Schweiz hatten sich in Wien im Tiebreak (16:14) durchgesetzt. Auch zum Auftakt in Cagliari war es gleich wieder eng.
Borger/Sude unterlagen erneut knapp im Tiebreak (21:16, 24:26, 12:15) in 57 Minuten.
Nächste Station: Olympiasieger-Besiegerinnen!
Gegen April Ross/Alexandra Klineman, die Goldmedaillen-Gewinnerinnen von Tokio aus den USA, erkämpften sich Borger/Sude nervenstark einen 2:1-Erfolg (22:20, 13:21, 15:8) in 49 Minuten und setzten das erste große fette Ausrufezeichen.
Es folgte das Duell mit Nadezda Makroguzova/Svetlana Kholomina, den derzeitigen Weltranglistendritten aus Russland. Wie auch beim ersten Aufeinandertreffen im 2. Turnier in Cancun in April musste das deutsche Duo nach 39 Minuten eine 0:2-Niederlage (21:23, 14:21) einstecken.
Das letzte Pool-Match gegen Marta Menegatti/Valentina Gottardi, mit der Wildcard der Gastgeber-Nation ausgestattet, musste nun gewonnen werden, um überhaupt noch Chancen auf das Weiterkommen zu haben. Und so geschah es. Borger/Sude erledigten den 2:0-Pflichtsieg (21:18, 21:14) in 33 Minuten.
Anschließend hieß es ran an den Taschenrechner. Gleich drei Teams im Pool hatten zwei Siege und zwei Niederlagen aufzuweisen. Deshalb entschied das Ballpunkte-Ratio und damit landeten Borger/Sude auf Rang drei, hauchdünn vor Betschart/Hüberli aus der Schweiz, und standen damit im Viertelfinale.
„Wir haben die besten zehn Teams der Welt hier und es ist ein beeindruckendes Turnier“, sagte Karla Borger und Julia Sude. „Unser erstes Ziel war, die Gruppenphase zu überstehen und das können wir jetzt abhaken. Aber es ist noch nicht vorbei. Jetzt kommt die K.o.-Phase und die ist immer ein besonderer Spaß, denn der Druck ist so viel höher. Aber es ist unser letztes Turnier im Jahr und wir können alles raushauen.“
Rausgehauen haben sie, und zwar einen kämpferisch geprägten 2:1-Erfolg (21:16, 24:26, 15:11) über die aktuellen Weltranglistenersten aus Brasilien, der in 54 Minuten absolviert war.
Der erste Sieg über Agatha Bednarczuk/Eduarda „Duda“ Lisboa überhaupt.
Der nächste Knaller folgte im Halbfinale, wieder gegen die Russinnen Nadezda Makroguzova/Svetlana Kholomina. Mit einer abgeklärten Leistung setzten sich Borger/Sude mit 2:1 (21:13, 20:22, 15:11) in 50 Minuten durch und standen damit plötzlich im Finale.
„Unser Sieg in Wien war ja schon sehr emotional für uns, aber jetzt, dass wir die Saison hier im Finale des World Tour Finals beenden dürfen, setzt da natürlich noch einen oben drauf“, sagte Julia Sude. „Es ist ja schon eine Überraschung für uns gewesen, dass wir uns qualifiziert hatten unter die zehn besten Teams der Welt.“
Und Karla Borger ergänzte: „Es fühlt sich an wie eine zweite Saison. Ein Höhepunkt jagt den nächsten. Eigentlich waren wir ja nach den Deutschen Meisterschaften schon in den Ferien. Jetzt verbringen wir abergläubisch jeden Tag genauso wie den Tag davor. Alles ist ritualisiert. Das ist voll anstrengend alles immer genau gleich zu machen, aber wir wollen ja die Siegesserie nicht enden lassen.“
Die Rituale haben ihren Zweck erfüllt. Die Siegesserie ist nicht gerissen.
Karla Borger und Julia Sude gehen mit einem fetten Siegerscheck von 150.000 Dollar in die Saisonpause – eine Achterbahnfahrt, die sich wirklich gelohnt hat. Und so reicht es auch noch für eine gemeinsame Riesenradfahrt im Hafen von Cagliari.


Bietigheim lässt es gegen TUSEM Essen krachen

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von Bernhard Gaus

Bietigheim-Bissingen.| Die Bietigheimer Handballer reiten aktuell eine Erfolgswelle. Am 5. Spieltag brachte die SG BBM dem bislang noch verlustpunktfreien TUSEM Essen die erste Saisonniederlage bei. Bietigheim feierte mit dem 34:25 (18:9) seinen ersten Heimerfolg.

Iker Romero war nach dem Schlusspfiff mit dem Taktikbrett unter dem Arm wie gewöhnlich der Erste auf dem Weg in die Kabine – diesmal gab‘s die Siegerfaust als Gruß an die Tribüne der Viadukthalle, wo die 840 Zuschauer bereits Minuten vor am Abpfiff ihre Mannschaft gefeiert hatten. Besonders in der ersten Hälfte hatte sein Team den Bundesliga-Absteiger beherrscht, lag nach 26 Minuten bereits mit 18:6 Toren in Führung. „Es ist toll, das erste Mal in dieser Saison überhaupt hier in der Kabine einen Sieg zu feiern. Unser Spiel war überragend in der ersten Halbzeit. Wir waren aber über die gesamten 60 Minuten konzentriert“, freute sich der Spanier.

Essens Coach Jamal Naji hatte nach dem Schlusspfiff noch nicht alle Antworten dafür parat, was seinem Team da in den zurückliegenden 60 Minuten widerfahren war. „Das war eine maximal überzeugende Leistung von Bietigheim. Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen. Wir haben es nicht geschafft, gegen die gallige 6:0-Verteidigung Lösungen zu finden. Und Bietigheim bestraft uns für unsere Fehler.“

Vielleicht ist eine Erklärung die: Es gibt Handballtage, da klappt bei einem Team einfach alles, so wie am Sonntag bei der SG BBM. 8:4 führten die Hausherren nach den ersten zehn Minuten, als Naji seine erste Auszeit nahm. Jonathan Fischer hatte bereits sein drittes Tor markiert, das Spiel über den Kreis funktionierte. Als Sven Weßeling den Ball per Siebenmeter zum 12:5 versenkte, nahm TUSEM nach siebzehn Minuten die zweite Auszeit. Doch auch die konnte den Bietigheimer Lauf nicht unterbrechen. Erst nach dem 18:6 durch Alexander Pfeifer nahm die SG BBM fünf Minuten vor der Pause erstmals den Fuß vom Gas.
Die flinke bewegliche offensive Abwehr der SG BBM hatte eine Vielzahl von technischen Fehlern des TUSEM provoziert. Auf der Gegenseite strotzten die Schwaben bei ihren Abschlüssen vor Selbstvertrauen. „Mit so einem Ergebnis konnte auf keinen Fall gerechnet werden“, sagt Jonas Link, der am Sonntag erstmals nach seiner Daumenverletzung wieder längere Einsatzzeiten erhielt. „Essen war die beste Mannschaft, gegen die wir in dieser Saison gespielt haben. Aber unsere erste Halbzeit war nahezu perfekt.“

Es spricht für das Team aus dem Ruhrgebiet, die zweite Halbzeit nicht aufgegeben zu haben. „Ich bin zufrieden mit der zweiten Halbzeit“, bemerkte denn auch TUSEM-Coach Naji. „Die Mannschaft hat 30 Minuten lang versucht, das Spiel rumzureißen. Gefühlt hatten wir im zweiten Abschnitt das Momentum auf unserer Seite, aber jedes Mal, wenn wir dran waren, gab es wieder Rückschläge.“

Die Umstellungen in Essens Abwehr auf offensive 5:1- und 4:2-Formationen hielt den Ball zumindest lange von der Nahdistanz fern. Dazu spielten die Hausherren im zweiten Abschnitt 13 Minuten numerisch unterlegen. „In Unterzahl ist Essen richtig schwer zu bespielen“, unterstrich Romero das veränderte Bild im zweiten Abschnitt. Essen verkürzte bis auf 21:16 (42.). Konstantin Poltrum im Tor der SG BBM verhinderte in dieser Phase mit der einen oder anderen Parade Schlimmeres. Am Ende hatte Bietigheim aber häufig auch unter Zeitdruck die richtigen Antworten, stellte beim 28:19 wieder den 9-Tore-Abstand vom Seitenwechsel her.

In den Schlussminuten bekamen SG BBM-Neuzugang Lukas Süsser und Paul Peregovits im Tor ihre ersten Einsatzminuten. Der Torsteher der A-Junioren war ins Team gerückt, nachdem Nick Lehmann (Gehirnerschütterung) und Lucas Reich (Muskelverletzung) passen mussten. Und der 19-Jährige parierte gleich den ersten freien Ball von Essens Viktor Glatthard vom Kreis. Es gibt eben Tage, da klappt einfach alles.

SG BBM Bietigheim: Poltrum, Peregovits; Vlahovic (3), Claus (2), Öhler, Dahlhaus (1), Schäfer (2), de la Peña (3), Barthe, Link (3), Asmuth (2), Weßeling (9/5), Pfeifer (3), Boschen, Süsser, Fischer (6).

TuSEM Essen: Bliß, Diedrich; Beyer (7/5), Glatthard (1), Rozman (3), Dangers (1), Becher, Ignatow (1), Szczesny, Bergner, Müller (3), Firnhaber (2), Seidel, Morante (6), Klingler (1).
SG BBM GmbH & Co. KG

Spielverlauf: 4:1 (4.), 8:4 (11.), 12:5 (16.), 18:6 (26.), 18:9 (30.), 20:11 (35.), 20:15 (41.), 25:17 (46.), 29:20 (51.), 31:23 (55.), 34:25 (60.).
Zeitstrafen: Barthe (6.), Dahlhaus (30.), Pfeifer (33., 54.), Asmuth (36.), de la Peña (39.), Claus (44.), Fischer (49.) – Morante (22.), Klingler (40.)
Siebenmeter: 5/5 – 5/5
Schiedsrichter: Andre Kolb, Andre / Markus Kauth (Elite Anschlusskader)
Zuschauer: 840 (Sporthalle am Viadukt, Bietigheim)


DFB-Präsidentenkonferenz: Geschlossenheit in zentralen Fragen

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Hamburg.| Die Präsidenten der 21 Landesverbände und fünf Regionalverbände im DFB haben sich auf ihrer gemeinsamen Konferenz in Hamburg umfassend mit den zentralen und für die Zukunft des Verbandes relevanten Sachthemen auseinandergesetzt. Geprägt war die dreitägige Sitzung von einer konstruktiven und inhaltsbezogenen Atmosphäre. Die Präsidentenrunde unterstrich dabei nachdrücklich ihren Willen, die Geschlossenheit des Amateurfußballs zu stärken.

Klare Einvernehmlichkeit erzielte die Konferenz in dem Wunsch, die künftige Rolle des DFB-Präsidenten zu präzisieren. Präsident oder Präsidentin sollen demnach als oberste Repräsentanz des DFB mit Richtlinienkompetenz ausgestattet sein. Wichtig ist dabei eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Generalsekretär oder der Generalsekretärin, dem höchsten Hauptamt im DFB. Die Konferenz schlägt daher vor, dass der Generalsekretär bzw. die Generalsekretärin künftig vom DFB-Präsidium auf Vorschlag von DFB-Präsident oder -Präsidentin berufen wird.

Einigkeit besteht ebenso in dem Wunsch, für das Präsidentenamt einen Kandidaten oder eine Kandidatin aus dem Amateurbereich zu nominieren. Wie angekündigt wurde in der Konferenz noch nicht konkret über mögliche Kandidatinnen und Kandidaten diskutiert.

Über die Satzungsfragen und die neue DFB-Spitze wird am 11. März 2022 beim 44. Ordentlichen DFB-Bundestag in Frankfurt am Main entschieden. Die Antragsfrist läuft bis 13. Januar um 24 Uhr. Die Kandidaturen für die Ämter des DFB-Präsidenten und des Schatzmeisters können bis zum 10. Februar um 24 Uhr eingereicht werden.

Ein Schwerpunkt der neuen DFB-Führung soll es sein, mehr Diversität im Verband und im deutschen Fußball zu erreichen. Dies ist eine ausdrückliche Forderung aus der Konferenz der Landes- und Regionalverbandspräsidenten, unter anderem verbunden mit der Zielsetzung, die Repräsentanz von Frauen in den führenden Gremien zu fördern und zu verbessern. In den kommenden Monaten sind hierzu die nächsten Prozessschritte konkret zu erarbeiten.

Die Präsidentenkonferenz hat darüber hinaus eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich mit der Positionierung des Amateurfußballs im Hinblick auf den Austausch zwischen DFB und DFL zum künftigen Grundlagenvertrag beschäftigen soll. Ziel ist es, die finanziellen Rahmenbedingungen für den Amateurfußball deutlich zu verbessern.

Zu Beginn ihrer Sitzung hatten sich die Präsidenten der Landes- und Regionalverbände mit dem laufenden Ausgliederungsprozess der wirtschaftlichen Geschäftsbereiche des DFB in die neue DFB GmbH & Co. KG beschäftigt. DFB-Schatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge und die stellvertretende Generalsekretärin Heike Ullrich berichteten dem Gremium ausführlich über den aktuellen Stand und die weiteren geplanten Umsetzungsschritte. Das vorgestellte Vorgehen fand breite Unterstützung.

Zum Projekt Zukunft wurden die offenen Fragen thematisiert, die noch zwischen dem Projektteam und der von der Präsidentenkonferenz eingesetzten Arbeitsgruppe der Geschäftsführer*innen aus den Landesverbänden bestehen. Die zu klärenden Aspekte werden nun in den Landesverbänden vertieft, Ende Oktober sollen dann gemeinsam mit dem DFB-Projektteam Entscheidungen getroffen werden.


Ludwigsburger Wasserballer im DSV-Final-Four-Tunier

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Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin

Ludwigsburg/Würzburg.| Ein historischer Erfolg für die SVL-Wasserballer. Die Bundesligisten lassen im Viertelfinale des DSV-Pokalturniers dem SV Würzburg keine Chance. Ludwigsburg gewinnt das Spiel mit 15:2 (3:2, 4:0, 4:0, 4:0) und zieht souverän in das Final-Four-Turnier ein, das am kommenden Wochenende in Berlin ausgetragen wird. Für den SVL ein historischer Erfolg.

Was für ein Spiel. Beim Viertelfinale des DSV-Pokals lässt der SV Ludwigsburg dem Gegner daheim in Würzburg von Beginn an keine Chance. Nur im ersten Viertel kann das SVW einigermaßen mithalten mit dem SVL. Nach den ersten ach t Minuten heißt es 3:2 für Ludwigsburg. In den folgenden drei Vierteln wird Würzburg nicht ein einziges, weiteres Tor erzielen.

Zur Halbzeit steht es 7:2 für den SVL, nach dem dritten Viertel 11:2 und beim Schlusspfiff schließlich 15:2. Ein grandioser Tag für Ludwigsburg. Die Mannschaft zieht mit diesem überdeutlichen Sieg hoch verdient in die Runde der besten vier Mannschaften Deutschlands ein. Das Final-Four-Turnier wird am kommenden Wochenende in der Bundeshauptstadt ausgetragen. „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“ Dieser Satz ist nach dem Spiele in Bayern immer wieder zu hören.

Die Mannschaft agiert über die gesamte Spielzeit abgezockt, bereits mit dem Halbzeit-Ergebnis ist eigentlich klar: das müsste reichen für den historischen Erfolg. Noch nie hat Ludwigsburg die Runde der besten vier Teams erreicht. Die Mannschaft hat sich im Euro-Cup am vorigen Wochenende in Sizilien ganz offenkundig gut eingespielt. In der Schlussphase ist die Partie gegen Würzburg nur noch ein besseres Freundschaftsspiel.

Fast alle Spieler tragen sich in die Liste der Torschützen ein. Darüber freut sich der SVL-Vizepräsident Matthias Nagel ganz besonders. Speziell Tobias Bauer, der jüngste Spieler, sorgt immer wieder für Wirbel: er erzielt vier Treffer. Rundum zufrieden ist auch der Mannschaftskapitän Ivan Pisk, der Torwart wird geschont, er kommt – wie auch der Torschützenkönig Marco Martinic – in Würzburg nur als Zuschauer zum Einsatz.

Pisk sagt nach dem Spiel, der zweite Torwart Josip Katusa habe „einen tollen Job gemacht und nur zwei Toren bekommen“. Auch die Spieler in der Verteidigung hätten eine super Leistung gezeigt. Nun indes gelte es, „dieses Spiel zu vergessen“, beim Final-Four-Turnier in Berlin warte ein „unvergleichbar schwere Herausfordrung“ auf den SVL. Für die Finalrunde haben sich neben dem SVL die drei deutschen Top-Teams Waspo Hannover, Spandau Berlin und der ASC Duisburg qualifiziert.

Den Schwaben wurde für deren Halbfinale der Ausrichter des Turniers die Wasserfreunde Spandau zugelost, eine schwere Aufgabe. Wobei es beim beschriebenen Finalteilnehmerfeld eh keine leichten Aufgaben mehr geben dürfte.

Dieter Gscheidle, Betreuer des SVL, spricht von einem nie gefährdeten Sieg seines Teams und von einer „drückenden Überlegenheit“. Wichtig sei auch, dass diesmal Spieler zum Einsatz gekommen seien, die sonst nicht so oft im Wasser sind. „Ein erfolgreicher Auftritt, Ziel erreicht.“ Timo van der Bosch sagt, das Team habe viele Chancen liegen gelassen. „Wir hätten auch noch deutlich mehr Treffer erzielen können.“ Aber „wir haben ganz ok bis gut gespielt“. Der Tobi (Bauer) habe sich ein bisschen Selbstvertrauen angeschossen, auch das sei sehr schön. Nun heiße es: nochmal trainieren, den letzten Feinschliff holen und dann „auf nach Berlin und den dritten Platz anpeilen“.

Der neue SVL-Trainer Janusz Gogola sagt, im Spiel gegen Würzburg habe das Team „eine wichtige taktische Aufgabe lösen müssen“, denn einige Führungsspieler seien ja gar nicht oder nur „sparsam“ eingesetzt worden. „So war die gewohnte Ordnung im Spiel teilweise außer Kraft gesetzt.“ Das Team sei mit dieser Situation sehr gut zurecht gekommen und habe das Match von Beginn an kontrolliert. Sein spielendes Pendant Marko Martinic habe in der vorigen Woche anstrengende Trainingseinheiten angesetzt, „um das Team optimal auf die Endrunde vorzubereiten“. Ein für den SVL höheres Ergebnis habe der Würzburger Torhüter mit vielen guten Paraden verhindert. Die beiden jüngsten Spieler Tobias Bauer und Mateja Bosic hätten viele gute Aktionen gezeigt.

Für den SVL spielten in Würzburg:
Josip Katusa, Mikael Metodiev (1 Tor), Timo van der Bosch (2), Tobias Bauer (4), Marko Martinic, Aleksa Manic (1), Domagoj Mijatovic (1), Kristijan Lipar, Mattia Ruggeri (1), Mateja Bosic (1), Nino Blazevic (3), Eric Fernandez Rivas (1), Ivan Pisk