SVL-Männer starten in ihre erste Zweit-Liga-Saison

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Ludwigsburg.| Jetzt am Sonntag geht’s los, endlich: die Triathlon-Männer des SV Ludwigsburg geben nach ihrem Aufstieg das Debüt in der Zweiten Bundesliga. Das realistische Ziel für die Sprintdistanz in Darmstadt sei ein Platz in der oberen Tabellenhälfte fürs Team, sagt der Hawaii-Qualifikant Cornelius Theus.

Beim Sprinttriathlon in Darmstadt am Sonntag, 12. Juni, wird in der Zweiten Bundesliga so richtig die Post abgehen. Das versprechen jedenfalls die Veranstalter. Und mit dabei ist erstmals in der zweithöchsten Liga die Männer-Mannschaft des SVL. Für Ludwigsburg starten die beiden Hawaii-Qualifikanten Fabian Knobelspies und Cornelius Theus sowie Sebastian Schober und die Zwillinge Nils und Lasse Friedrichs.

Alle Triathleten in Darmstadt gehen mit einem Massenstart vom Steg ins Rennen. Zunächst steht das Schwimmen im Naturbadesee Großer Woog mitten in der Großstadt auf dem Programm – mit Blick auf das Welterbe Mathildenhöhe, eine Künstlerkolonie. Die Veranstalter versprechen viele und laute Zuschauer und Radfahren auf der vollgesperrten Autobahn. Gerannt wird im Herzen von Darmstadt auf einer „optimierten, noch schnelleren Strecke“ mit Zieleinlauf auf dem Woogsgelände. Für Ludwigsburg ist der Sprint (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, fünf Kilometer Laufen) zunächst mal eine Standortbestimmung. Cornelius Theus sagt: „Wir müssen uns als Aufsteiger erstmal in der Zweiten Bundesliga beweisen.“ Ein realistisches Ziel? „In der ersten Tabellenhälfte landen.“

Die SVL-Sportler sind leider nicht zu hundert Prozent fit. Fabian Knobelspies ist kürzlich schwer vom Rad gestürzt, die Verletzungen sind weitgehend kuriert, aber ihm fehlt vermutlich ein bisschen Wettkampfpraxis. Nils und Lasse Friedrichs hatten beide Corona, Nils hat erste vor einer Woche wieder angefangen zu trainieren. Cornelius Theus sagt: „Meine Form kann ich schwer einschätzen.“ Er müsse das DNF – did not finish, englisch für nicht beendet – bei der Deutschen Meisterschaft kürzlich in Ingolstadt „ausblenden und dann mal schauen“. Der Mediziner, der im Kreiskrankenhaus Ludwigsburg arbeitet, war wegen Unterkühlung ausgestiegen.

Nils Friedrichs sagt, er sei wegen der Infektion nur „halbwegs fit“. Es gelte, abzuwarten, „wie wir im Vergleich zu den anderen stehen“. Er habe keine größeren Erwartungen an sich selbst – sein Motto: „ausloten und danach angreifen“. Wichtig wäre es, sagt er, „wenn wir im Team erstmal in den top zehn bleiben – in den nächsten Wettkämpfen können wir uns dann steigern.“ Sein Bruder Lasse ist mit Blick auf die Zweite Bundesliga „voller Vorfreude und optimistisch, dass es gut wird“. Auch der Routinier Fabian Knobelspies ist gespannt auf den Start in der Bundesliga und erklärt: „Wir hätten uns alles ein bisschen anders vorgestellt, die Vorbereitung lief für keinen von uns richtig gut“. Auch der Sebastian laboriere noch an den Folgen eines Sturzes. Gut sei, dass „wir in Darmstadt 2021 in der Regionalliga gestartet sind, wir kennen also die Strecken.“

Fabian hat sich für das Team einen Platz im Mittelfeld als Ziel gesetzt. „Wir werden versuchen unsere Schwimmstärke auszuspielen und wollen dann vorne in eine Radgruppe reinkommen.“ Das Schwimmen sei in Darmstadt besonders wichtig, wegen der Windschatten-Freigabe. Wer nach dem Schwimmen vorne mit dabei ist, hat ganz gute Chancen auch beim Radfahren mitzuhalten. Die Rad- und die Laufstrecke sind zudem recht flach. Schlussendlich kommen die vier besten Sportler eines jeden Teams in die Wertung, auf der Startliste stehen 18 Mannschaften.

Das Abenteurer Triathlon hat beim SVL 1986 begonnen. Damals hat der SVL-Schwimmer Steffen Albrecht die Abteilung Triathlon ins Leben gerufen, er sagt jetzt mit Blick auf die erfolgreiche Ludwigsburger Mannschaft: „Ich freue mich, dass unsere ambitionierten SVL-Triathleten in der Zweiten Bundesliga an den Start gehen und dass wird auch ein Frauen-Team in der BaWü-Liga haben.“ Steffen Albrecht erinnert sich, dass „uns der damalige SVL-Schwimmtrainer Hans Trippel Mitte der Achtzigerjahre vorgeschlagen hat, mal bei einem Triathlon zu starten“. Triathlon sei damals eine Sportart gewesen, die noch voll in den Kinderschuhen steckte. Nach dem ersten absolvierten Wettkampf war das Feuer bei einigen Schwimmern schnell entfacht und „wir stellten beim Verein den Antrag die neue Abteilung zu gründen.“ Vor gut 35 Jahren dachte kaum jemand, „dass Triathlon mal eine so große Beliebtheit erfahren würde und sich im SVL zu einer f esten Größe entwickelt“.

Manche Schwimmer und Wasserballer im Klub haben damals nur müde gelächelt. Ganz anders heute – alle im Verein drücken Fabian Knobelspies und seinen Teamkollegen für ihr Debüt in der Zweiten Lage die Daumen und sagen: haut rein!


Der Streit um den Standort für Christoph 41 geht weiter

Landrat Roland Bernhard: „Ich bedaure es und habe kein Verständnis dafür, dass unsere guten Argumente offenbar kein Gehör fanden“

Man werde – im Schulterschluss mit der Stadt Leonberg – nun keinesfalls aufgeben

Kreis Böblingen.| „Christoph 41 ist ein zentrales Glied in der Kette der Notfallrettung und wird auch für das künftige Flugfeldklinikum eine Stütze sein“, so hatte Landrat Roland Bernhard im vergangenen Jahr immer wieder appelliert und sich an verschiedenen Stellen für den Erhalt des Standorts in Leonberg eingesetzt. Seit 1986 ist der Rettungshubschrauber „Christoph 41“ am Kreiskrankenhaus in Leonberg beheimatet und ist zu einem unersetzlichen Teil der Notfallrettung der Region geworden.

Das Land Baden-Württemberg hatte ein Strukturgutachten Luftrettung in Auftrag gegeben mit dem Ziel, die Rettungstransporthubschrauber-Standorte neu zu ordnen, um eine bessere Gebietsabdeckung zu erreichen. In dem Gutachten wird u.a. der Vorschlag gemacht, „Christoph 41“ in den Bereich von Tübingen zu verlegen, um bisher mangelhaft abgedeckte Gebiete auf der Schwäbischen Alb besser versorgen zu können. Nach vielen Schreiben, Treffen und Appellen wurde eine Online-Petition gestartet, die nun aber im zuständigen Ausschuss des Landtags keine Mehrheit fand.

„Ich bedaure es und habe kein Verständnis dafür, dass unsere guten Argumente offenbar kein Gehör fanden“, äußert sich Landrat Roland Bernhard aus seinem Urlaub heraus. Insbesondere, weil es ganz aktuell ein neues Projekt gibt in Bezug auf die Rettungsleitstelle und die Weitergabe notwendiger Informationen. „Seit Anfang April diesen Jahres läuft ein Projekt, bei dem es möglich wird, direkt aus den Leitstellen detaillierte Informationen in den Hubschrauber zu senden. So können Hilfsfristen verkürzt und Einsatzradius vergrößert werden.“ Entsprechend habe er sich auch bereits mit dem Oberbürgermeister der Stadt Leonberg, Martin Cohn, darauf verständigt, dass man jetzt nicht aufgeben werde.

Eine Vorhaltung ausreichender Luftrettungsmittel sei gerade in bevölkerungsreichen Landkreisen mit hohen Einsatzzahlen lebensrettend. „Es bedarf der Luftrettung, um bei schwierigen Verkehrsverhältnissen und Paralleleinsätzen der nächstgelegenen Rettungsmittel auch im Ballungsraum schnell Betroffenen zu helfen und sie in geeignete Kliniken zu bringen“, so Bernhard weiter. Der Landkreis Böblingen sei in der Region Stuttgart aufgrund der sich kreuzenden Autobahnen und dem überlasteten Bundesstraßennetz besonders betroffen und daher auf eine wirksame Luftrettung angewiesen.

Das Einsatzgebiet von „Christoph 41“ sei ohnehin kreisübergreifend. Schon jetzt deckt er einen Radius von 100 Kilometern ab und kann in 15 Flugminuten rd. 60 Kilometer zurücklegen. Der Standort in Leonberg ist seit 2013 kontinuierlich modernisiert und erweitert worden. Die Gebäude und Außenanlagen sind auf modernem Stand.


TVB und Tobias Thulin lösen Vertrag auf

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Stuttgart.| Der Handball-Bundesligist TVB Stuttgart und Torhüter Tobias Thulin haben den bestehenden Vertrag zum Saisonende aufgelöst. Damit verlässt der Schwede den Stuttgarter Verein nach einer Spielzeit. Zur Saison 2022/23 wechselt er zum dänischen Club GOG Håndbold.

Tobias Thulin kam 2021 vom SC Magdeburg zum TVB, wo er ursprünglich für zwei Jahre bis zum Sommer 2023 unterschrieb. Gemeinsam mit Primož Prošt bildete der 26-Jährige das Torhüterduo. Im Saisonverlauf wurde zunächst mit Ivan Pešić der kroatische Nationaltorhüter und später auch der slowenische Nachwuchsnationaltorhüter Miljan Vujović nachverpflichtet. Aktuell ist der TVB mit einem Trio auf der Torhüterposition, bestehend aus Ivan Pešić, Miljan Vujović und Tobias Thulin, besetzt.

In die nächste Spielzeit wäre der TVB Stuttgart mit dem Dreigespann Silvio Heinevetter, Miljan Vujović und Tobias Thulin gegangen. Nach offenen Gesprächen über die weitere Zusammenarbeit wurde Thulins bestehender Vertrag nun in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst. Insgesamt absolvierte Thulin bisher 28 Pflichtspiele für die WILD BOYS. Ab der kommenden Saison wird der schwedische Nationaltorhüter für den dänischen Club GOG Håndbold auflaufen.

„Wir haben mit Tobias offene Gespräche geführt und uns letztlich gemeinsam dazu entschieden, den bestehenden Vertrag aufzulösen. Somit gehen wir mit Silvio und Miljan als Torhütergespann in die anstehende Spielzeit. Bei Tobias möchte ich mich für seinen Einsatz für den TVB bedanken und wünsche alles Gute für die neue Aufgabe bei GOG“, so TVB- Geschäftsführer Jürgen Schweikardt.


Bietigheim kassiert Schlappe im letzten Heimspiel

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von Bernhard Gaus

Bietigheim-Bissingen.| Die SG BBM Bietigheim zeigt sich im letzten Heimspiel der Saison von der Rolle und unterliegt gegen einen gut aufgelegten VfL Eintracht Hagen mit 28:35 (11:17) Toren.

Was war denn da los am Samstag in der EgeTrans Arena? Die einfache Antwort: Solche Spiele, in denen einfach gar nichts zusammenläuft, wird es immer wieder geben. Doch mit dieser Antwort wird sich SG BBM-Coach Iker Romero bei der Aufarbeitung der sechsten Heimniederlage der Saison nicht zufrieden geben. „Nehmt es den Jungs nicht übel. Der Akku war leer nach den vielen Spielen und den Ausfällen der letzten Wochen“; sagte Geschäftsführer Bastian Spahlinger bei der Verabschiedung von sieben Spielern, die das Team am Ende der Saison verlassen werden, zu dem 1688 Fans, die den letzten Auftritt der Bietigheimer Handballer in der heimischen Arena sehen wollten.

Nur eine gute Viertelstunde lang hatte die SG BBM bis zum 8:8 durch Max Öhler die Partie offenhalten können. Doch im Grunde deutete sich das Unheil schon in der Anfangsphase an. Die Bietigheimer Defensive war in vielen Szenen nicht entscheidend dran an den Werfern der Gäste. Insbesondere Philipp Vorlicek wusste das aus dem rechten Rückraum zu nutzen, er erzielte sieben seiner Tore bis zum 9:11 in der 21. Minute. Auf der anderen Seite zeigen die 23 Paraden von Hagens Keeper Mats Grzesinski das zweite Problem der SG BBM am Samstag, nämlich den Ball im Tor der Gäste unterzubringen. Bietigheims Abwehr dagegen quittierte oft ratlos die Hagener Würfe. Das Torhütergespann der SG BBM hatte am Ende fünf Paraden in der Statistik stehen.

Der Aufsteiger zog bis zur Pause bis auf 11:17 davon, weil Bietigheim in den zehn Minuten vor der Pause nur zwei Tore gelangen. Treffsicherster Werfer bei der SG BBM war Tim Dahlhaus, der sich nach überstandener Erkrankung in seinem letzten Heimspiel in der EgeTrans Arena noch einmal von seiner besten Seite zeigte und insgesamt siebenmal einnetzte. Doch Eintracht Hagen machte nach der Pause unbeeindruckt weiter, wirkte frischer und spielte locker auf. Das Team um Ex-SG BBM Spielmacher Valentin Schmidt ist hinter Meister Gummersbach die stärkste Auswärtsmannschaft der Liga, hatte sichtlich Spaß an der Partie und leistete sich im Gegensatz zu den Hausherren kaum einmal Fehler im Spielaufbau und im Abschluss. Beim 17:29 deutete sich in der 44. Minute nicht nur die höchste Bietigheimer Saisonniederlage, sondern auch eine Schlappe an, die es so nicht alle Jahre gibt.

Doch so weit kam es nicht mehr. Zum einen wechselte VfL-Coach Stefan Neff in der Schlussviertelstunde kräftig durch, die Fehlerquote bei Hagen erhöhte sich. Aber auch die SG BBM blieb im Angesicht des drohenden Debakels dran und begrenzte die Niederlage bis zum Schlusspfiff noch auf sieben Tore.

SG BBM Bietigheim: Poltrum, Lehmann; Vlahovic (4), Claus, Öhler (5), Dahlhaus (7), Schäfer (1), de la Peña (3), M. Urban (1), Asmuth (2), Weßeling (2/2), M. Rentschler, Pfeifer, Boschen (1), Fischer (2).

VfL Eintracht Hagen: Mahncke, Grzesinski; Bürgin, Bednar, Norouzi (5), Queckenstedt (3), Pröhl (1), Schmidt (3/3), Klein (1), Vorlicek (8), Athanassoglou (1), Kister, Mestrum (2), Stefan (3), Toromanovic (4), Andrejew (4).

Spielverlauf: 2:1 (4.), 2:5 (8.), 8:8 (17.), 9:13 (23.), 10:16 (29.), 11:17 (30.), 13:22 (36.), 17:29 (44.), 23:31 (53.), 28:35 (60.).
Zeitstrafen: Boschen (23.) – Bednar (21.)
Siebenmeter: 2/2 – 3/4
Schiedsrichter: Paulo Ribeiro / Pawel Fratczak (DHB Bundesligakader)
Zuschauer: 1688 (EgeTrans Arena, Bietigheim)


Wochenmarkt wieder auf dem Rathausplatz

OB Nopper läutet die Eröffnung ein

Stuttgart.| Der Stuttgarter Wochenmarkt ist auf den Marktplatz zurückgekehrt. 31 Beschickerinnen und Beschicker boten am Samstag, 4. Juni, ihre Waren wieder vor dem Rathaus an. Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper hat die Wiedereröffnung eingeläutet. Er sagte: „Am Pfingstsamstag kehrt der von uns allen heiß und innig geliebte Stuttgarter Wochenmarkt dorthin zurück, wo er hingehört: Auf den sanierten und neu gestalteten Marktplatz.“ Über Jahrhunderte hinweg habe der Markt die wirtschaftliche Grundlage Stuttgarts gebildet. Lange Zeit sei er geprägt gewesen vom Handel mit Wein, Salz und Holz. „Heute bieten unsere Beschicker, die überwiegend Erzeuger aus Stadt und Region sind, vor allem Obst, Gemüse, Eier, Blumen, Wein, Spirituosen, Honig, Marmelade und Backwaren an – überwiegend regional und saisonal für Jung und Alt, für Groß und Klein, für Alteingesessene und Neuankömmlinge“, so OB Nopper.

Thomas Lehmann, Geschäftsführer der Märkte Stuttgart unterstrich: „Wochenmärkte sind nicht einfach nur zum Einkaufen: Wochenmärkte sind Plätze zum Austausch, Plätze für ein besseres Klima, Wochenmärkte sind Nahversorgung, sie sind nachhaltig. Ich wünsche mir, dass dieser Markt mit seiner bunten Vielfalt von den Bürgerinnen und Bürgern genauso geschätzt wird wie vor dem Umbau.“ Marktsprecher Markus Fischer dankte im Namen der Beschicker für die Möglichkeit, wieder vor dem Rathaus stehen zu dürfen.

Bei einem Quiz gewannen Einkäuferinnen eine Beetrose der Sorte „Stuttgardia“. Diese besondere Züchtung verdankt ihren Namen einer Statue am Stuttgarter Rathaus und leuchtet in strahlendem Gelb. Vor Ort waren auch die Bürgermeisterinnen Dr. Alexandra Sußmann und Isabel Fezer sowie Bürgermeister Dr. Clemens Maier. Sie verteilten gemeinsam mit OB Nopper 300 Rosen sowie Äpfel und Pixi-Bücher zum Thema „Wir gehen auf den Wochenmarkt“.

Die Sanierung des Marktplatzes ist mit neuem Pflasterbelag, dem Fontänenfeld und den fünf Pflanzkübeln mit Bäumen bereits stark vorangeschritten. Die Platzfläche wurde zudem barrierefrei gestaltet. Der Marktbrunnen wird derzeit noch restauriert. Insgesamt investiert die Stadt für die Maßnahmen 12,6 Millionen Euro.


Städtischer Doppelhaushalt von Regierungspräsidium genehmigt

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BM Fuhrmann: „Priorisierung bei den Aufgaben der Stadt unerlässlich“

Stuttgart.| Der städtische Haushalt für die Jahre 2022 und 2023 ist vom Regierungspräsidium genehmigt worden. Die Aufsichtsbehörde hat die Gesetzmäßigkeit des Etats festgestellt, so wie ihn der Gemeinderat am 17. Dezember 2021 beschlossen hatte. Somit sind auch die ausgewiesenen Kreditaufnahmen, Kassenkredite und Verpflichtungsermächtigungen genehmigt. Nun muss der Doppelhaushalt noch formal öffentlich ausgelegt werden und kann danach von der Verwaltung umgesetzt werden.

Der Bürgermeister für Wirtschaft, Finanzen und Beteiligungen, Thomas Fuhrmann, kommentierte am Freitag, 3. Juni: „Leider hat sich seit dem Beschluss Mitte Dezember vieles verändert, was sich auch im Haushalt negativ bemerkbar machen wird. Unser Haushaltsplan, so wie er genehmigt wurde, prognostiziert eine gute wirtschaftliche Lage dieses und nächstes Jahr. Beunruhigend ist, dass wir keine Eigenmittel zur Finanzierung unserer Investitionen erwirtschaften können. Unerlässlich ist daher eine klare Priorisierung bei den Aufgaben der Stadt.“

Das Regierungspräsidium attestiert der Landeshauptstadt eine finanzwirtschaftlich auskömmliche Ausgangslage, merkt allerdings an, dass sich der Handlungsspielraum in den nächsten Jahren spürbar einengen wird. Die erwarteten Ertragszuwächse reichen nicht aus, um die steigenden Aufwendungen zu kompensieren. Dadurch können keine Eigenmittel generiert werden, um das hohe Investitionsvolumen zu finanzieren. Stattdessen muss auf erwirtschaftete Finanzierungsmittel bzw. auf Kreditaufnahmen zurückgegriffen werden. Daher empfiehlt das RP, die Entwicklung des Gesamtergebnishaushaltes in den Fokus zu rücken sowie die Ertragskraft des konsumtiven Bereichs nachhaltig zu steigern und zu verstetigen.

Darüber hinaus solle im Blick behalten werden, ob die geplanten Investitionen im jeweiligen Planjahr zu realisieren sind, damit die bereitgestellten Finanzmittel tatsächlich abfließen können. So schreibt das RP: „Damit die Zukunftsaufgaben finanzwirtschaftlich bewältigt werden können, sollte die Landeshauptstadt – besonders bei den herrschenden Unsicherheiten und den steigenden Anforderungen an die Stadt – die stabilitätsorientierte und generationsgerechte Haushaltswirtschaft fortführen sowie das tragfähige Budgetfundament dauerhaft erhalten.“


Stromversorgung im Hohlgrabenäcker wird modernisiert

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Stuttgart.| Um künftige Anforderungen wie Elektromobilität und Wärmepumpen abbilden zu können, baut die Stuttgart Netze die Versorgung im Zazenhäuser Wohngebiet grundlegend um.

Im Jahr 2008 war das Neubaugebiet von der EnBW Regional AG, einem der Vorgängerunternehmen der Stuttgart Netze, mit so genannten „Stichleitungen“ erschlossen worden. Ausgehend von einer zentralen Umspannstation wurden mehrere Niederspannungskabel verlegt, über die die einzelnen Gebäude angeschlossen sind. Inzwischen haben sich die Anforderungen an eine zukunftsfähige Stromversorgung jedoch geändert. Wärmepumpen gehören mittlerweile ebenso zum Standard wie vielerorts auch Ladestationen für Elektromobilität. Um die Versorgung des „Hohlgrabenäckers“ fit für die nächsten Jahrzehnte zu machen, baut der Stromnetzbetreiber diese deshalb nun grundlegend um.

Bereits im vergangenen Jahr hat die Stuttgart Netze dafür im westlichen Teil des Wohngebiets neue Kabel verlegt und neue Kabelverteilerschränke installiert. Seit März 2022 und noch bis Anfang Juni finden ähnliche Arbeiten auch im Gebiet östlich der Straße „In den Obstwiesen“ statt.

Zwei weitere Bauabschnitte stehen außerdem auf der Agenda: So wurde am 23. Mai eine zusätzliche Umspannstation an zentraler Stelle (Hohlgrabenäcker 181) per Schwerlastkran angeliefert. Hierzu musste die Stuttgart Netze im Vorfeld eine Gasdruckregelstation verlegen.

Um diese neue Umspannstation mit dem Stromnetz zu verbinden, sind zwischen Mitte Juni und Ende Dezember 2022 zusätzliche Arbeiten nötig. Dabei erweitert die Stuttgart Netze an mehreren Stellen im Wohngebiet das Stromnetz der Mittel- und Niederspannung. Zudem wird das Netz „vermascht“ – das bedeutet, dass eine Stromzufuhr prinzipiell immer aus zwei Richtungen möglich ist, ähnlich einem Spinnennetz. Das erhöht die Leistungsfähigkeit der Versorgung, verringert die Wahrscheinlichkeit von Stromausfällen und macht die Infrastruktur fit für weitere Wärmepumpen und Ladestationen für Elektromobilität.

Größte Herausforderung bei den nun anstehenden Arbeiten ist die Querung der Bahntrasse (Schusterbahn) innerhalb einer bestehenden Fußgängerunterführung. Zudem sind auch Tiefbauarbeiten entlang eines Schulwegs sowie neben einer Grundschule notwendig. Die Verkehrsführung für die verschiedenen Bauphasen erfolgt in enger Abstimmung mit dem Amt für öffentliche Ordnung und dem Schulamt. So wird es beispielsweise in der Zazenhäuser Straße eine einseitige Sperrung mit Ampelregelung geben.

Insgesamt investiert die Stuttgart Netze für den Umbau der Stromversorgung im Wohngebiet „Hohlgrabenäcker“ mehr als 1,5 Millionen Euro.


OLYMP: erster umfassender Nachhaltigkeitsbericht nach GRI-Standards

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Bietigheimer Modeanbieter erhöht Transparenz bei der Unternehmensverantwortung

Bietigheim-Bissingen.| Als global agierendes Familienunternehmen übernimmt die OLYMP Bezner KG in Bietigheim-Bissingen (Landkreis Ludwigsburg, Baden-Württemberg, Deutschland) auch global Verantwortung für Mensch, Umwelt, Klima und Gesellschaft. Mit ihrem ersten umfassenden Nachhaltigkeitsbericht entsprechend der Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) will die Modemarke fortan noch umfassender und transparenter über ihr vielfältiges und ambitioniertes Nachhaltigkeitsengagement informieren.

Mark Bezner, Geschäftsführender Gesellschafter der OLYMP Bezner KG, erklärt: „Infolge eines wachsenden Konsumbewusstseins gewinnt eine konsequente Berichterstattung zum Thema Nachhaltigkeit auch im Mittelstand an Bedeutung. Angesichts der größer werdenden Herausforderungen, wie etwa den Klimawandel, haben die unterschiedlichen Stakeholder eine größere Erwartungshaltung gegenüber Unternehmen. Und das zu Recht, weshalb wir diesem an uns gestellten Anspruch selbstverständlich und aus eigener Überzeugung nachkommen. Schon mein Großvater, Firmengründer Eugen Bezner, hat soziale Verantwortung vorgelebt. Auch mein Vater Eberhard Bezner war überzeugt davon, dass es nur auf entsprechender Grundlage möglich ist, hochwertige und nachhaltige Produkte zu fertigen. An dieser Haltung hat sich seit den Anfangstagen im Jahr 1951 nichts geändert. Mit unserem ersten konsolidierten Nachhaltigkeitsbericht informieren wir nun noch umfassender und transparenter über das vielfältige und ambitionierte Nachhaltigkeitsengagement von OLYMP.“

Bereits seit 2014 informiert OLYMP die Öffentlichkeit regelmäßig über einen Social bzw. Responsibility Report auf der Firmenwebsite zu den Standards bei den Arbeitsbedingungen in der eigenen Lieferkette sowie deren Sicherstellung und Überprüfung. Seit 2019 ist OLYMP zudem am eigenen Firmenstandort in Bietigheim-Bissingen klimaneutral und berichtet transparent in Form eines Standortberichts über den eigenen Klimafußabdruck. Beide Dokumente wurden nun mit dem OLYMP Nachhaltigkeitsbericht zusammengefasst, der in Übereinstimmung mit den GRI-Standards (Option „Kern“) erstellt wurde und darüber hinaus viele weitere Facetten der Nachhaltigkeitsarbeit gründlich beleuchtet. OLYMP möchte fortan jährlich über sein Engagement berichten.

Insbesondere beim Umwelt- und Sozialbewusstsein kommt OLYMP im Rahmen eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitsengagements mit immer größeren Schritten voran. Mit dem Beitritt zur unabhängigen und gemeinnützigen Multi-Stakeholder-Initiative Fair Wear 2021 zählt OLYMP zu den rund 140 Marken aus der Schuh- und Bekleidungsbranche, die sich im Rahmen ihrer Mitgliedschaft für bessere Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie engagieren. Gemeinsam mit dem Work-Wear-Anbieter HAKRO hat OLYMP mit dem iMPACT Program außerdem ein ambitioniertes Sozialaudit entwickelt. Parallel zur Veröffentlichung des Nachhaltigkeitsberichts wird ab Juni 2022 eine umweltfreundlichere Hemdenverpackung eingeführt, die mit erheblich weniger Materialeinsatz auskommt und ausschließlich aus Wertstoffen besteht, die wiederverwertbar sind und vorzugsweise bereits wiederverwertet wurden. Bis spätestens 2025 werden alle OLYMP Produkte das Prädikat GREEN CHOICE tragen und damit aus zertifizierten Rohstoffen und möglichst umweltschonend gefertigt sein – um nur einige Beispiele vieler weiterer Maßnahmen zu nennen.

Die OLYMP Bezner KG aus Bietigheim-Bissingen bei Stuttgart ist der Marktführer von Herrenoberhemden in Deutschland. Darüber hinaus wird das hochwertige Bekleidungssortiment, das neben Business- auch Freizeithemden, Strick- und Wirkwaren sowie Accessoires umfasst, weltweit in mehr als 40 Ländern vertrieben. Das Nachhaltigkeitsprogramm von OLYMP beruht auf drei starken Säulen und hat dabei die gesamte Geschäftstätigkeit im Blick: vom zunehmenden Einsatz nachhaltiger Rohstoffe über die Umsetzung von Sozial- und Umweltstandards entlang der Lieferkette bis hin zum klimaneutralen Firmensitz. Dafür engagiert sich der Produktspezialist aktiv in zahlreichen Initiativen, Verbänden und Organisationen, die sich für eine nachhaltigere Textilwirtschaft einsetzen.


Bietigheim will Saisonabschlussfest mit Sieg krönen

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von Bernhard Gaus

Bietigheim-Bissingen.| Zum letzten Heimspiel der Saison empfangen die Zweitliga-Handballer der SG BBM Bietigheim am Samstag (19 Uhr) Aufsteiger VfL Eintracht Hagen. Die lange vermisste Stimmung zum Saisonabschluss wollen die Schwaben- Handballer mit einem Fanfest in und um die Bietigheimer EgeTrans Arena und mit einem Erfolg gegen die Südwestfalen krönen.

Wann war der letzte gemeinsame Saisonabschluss mit den Fans nochmal? Richtig, 2019. Also wird am Samstag ab 16:30 Uhr alles aufgeboten, was zu einem Fest für die großen und kleinen Fans dazugehört: Hüpfburg, Außenbewirtung, Aktionsstände und die Möglichkeit zum direkten Kontakt mit den Spielern nach dem Schlusspfiff. Iker Romero kann man dann die Frage stellen, ob er nach dem ersten Jahr als Cheftrainer seinen 3-Jahres-Plan mit der SG BBM auf Kurs sieht. Zuvor werden seine Jungs aber gegen die Mannschaft um Ex-SG BBM Spielmacher Valentin Schmidt mit Sicherheit noch einmal alle Kräfte mobilisieren müssen.

Die Zweitligasaison hat zwei starke Aufsteiger erlebt. Empor Rostock steht auf Rang 14 und Eintracht Hagen auf Tabellenplatz 9. Beide Teams haben im Grunde schon seit geraumer Zeit mit dem Abstieg, dem klassischen Saisonziel aller Aufsteiger, nichts zu tun. Den Gang in die 3. Liga müssen echte Zweitliga-Dinos antreten. Der EHV Aue und der TV Emsdetten stehen seit dem letzten Spieltag als Absteiger fest. Den dritten Absteiger machen mit großer Wahrscheinlichkeit Ferndorf, Dormagen und Großwallstadt unter sich aus. Am letzten Spieltag muss die SG BBM zum TV Großwallstadt. Die undankbare Rolle des Züngleins an der Waage im Kampf um den Klassenerhalt muss die SG BBM in einer Woche hoffentlich nicht mehr spielen.

Die Eintracht aus Hagen war – zugegeben mit einigen Vorschusslorbeeren – furios in die Saison gestartet. Vor dem Hinspiel gegen die SG BBM Ende Dezember lag die Truppe von VfL-Trainer Stefan Neff mit 25:9 Punkten sogar auf dem zweiten Platz der Tabelle. Bietigheim gewann das Hinspiel nach einer starken Leistung mit 26:33 Toren. Für die Eintracht war das Spiel der Auftakt einer Serie von 0:14 Punkten, in deren Verlauf dann auch Verletzungsausfälle eine gewichtige Rolle spielten. Unter anderem fehlte Spielmacher Valentin Schmidt monatelang. Der 28-Jährige ist in Bietigheim bestens bekannt, spielte der doch zwischen 2016 und 2018 für die Schwaben. Fast scheint es so, dass mit der Rückkehr von “Vale“ aufs Spielfeld auch der Erfolg zurückgekehrt ist. Seit April läuft es wieder ordentlich bei den Südwestfalen. Doch der Erfolg ist auf viele Schultern verteilt. Mit Pouya Norouzi (191/24 Saisontore) und Philipp Vorlicek (177) hat Hagen zwei der Topwerfer der Liga in seinen Reihen. Mit im Schnitt 29 Toren pro Spiel ist die Offensive der Eintracht genauso torgefährlich wie die SG BBM.

Bietigheim kämpft aktuell unverändert mit den Ausfällen von Dominik Claus, Tim Dahlhaus und Paco Barthe. Iker Romero wagt keine Prognose, wer von den zuletzt fehlenden Rückraumspielern zurückkommen könnte. Und dennoch hält die SG BBM ihren Toreschnitt, so wie beim jüngsten 30:32-Auswärtssieg beim TuS Ferndorf. Der Erfolg gegen die abstiegsgefährdeten Siegerländer ist nicht nur gut für die Moral, weil dafür eine kämpferische Top-Leistung abgerufen werden musste. Er zeigt auch, dass die SG BBM – nach 15:11-Pausenrückstand – entlang des Spielverlaufes immer noch lernfähig ist. Unter anderem nutzen Max Öhler und Nikola Vlahovic die zusätzlichen Spielzeiten in der Offensive, um sich von ihrer besten Seite zu zeigen. Dadurch gelingt es auch die an der einen oder anderen Stelle fehlende Abstimmung in der Defensive zu kompensieren. Gut, wenn wie in Ferndorf in dieser Situation die Torhüter auf dem Posten sind. Im Hinspiel übrigens verzweifelten Hagens Werfer schier an Konstantin Poltrum, der am Ende 17 Paraden in der Statistik stehen hatte.


Wochenmarkt kehrt auf den Marktplatz zurück

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Oberbürgermeister Nopper begleitet Wiedereröffnung

Stuttgart.| Ein neuer Belag, ein sprudelndes Fontänenfeld und fünf Baumpflanzkübel zeigen, dass der Umbau des Marktplatzes stark voranschreitet: Jetzt kehrt auch der Wochenmarkt zurück. Den ersten Markt auf dem teilsanierten Platz wird Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper am Samstag, 4. Juni, um 10 Uhr mit der Marktglocke einläuten. Er wird ein Gewinnspiel moderieren, bei dem die Bürgerinnen und Bürger Rosen der Sorte „Stuttgardia“ gewinnen können. Vor Ort sind auch die Bürgermeisterinnen Dr. Alexandra Sußmann und Isabel Fezer sowie Bürgermeister Dr. Clemens Maier. Ebenfalls dabei sind Thomas Lehmann, Geschäftsführer der Märkte Stuttgart, sowie Markus Fischer, Sprecher der Marktbeschicker. Die Märkte Stuttgart sind mit einem Infostand vertreten, vor dem Dr. Nopper seine Worte an die Bürgerinnen und Bürger richten wird. Anschließend wird er gemeinsam mit den beiden Bürgermeisterinnen und dem Bürgermeister Rosen, Äpfel und Pixibücher verteilen.