Reds erreichen erneut Split gegen amtierenden Deutschen Meister

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Einem 7:5-Heimsieg am Freitag folgt eine 4:7-Niederlage in Heidenheim

Wer ist die Nummer 1 in Württemberg? Auch beim zweiten Aufeinandertreffen der Stuttgart Reds und des amtierenden Deutschen Meisters Heidenheim Heideköpfe in dieser Saison konnte diese Frage nicht geklärt werden. Erneut gewannen Stuttgart und Heidenheim je eines der beiden Spiele des Wochenendes: Am Freitagabend schafften es die Baseballer des TV Cannstatt, ein bis zum letzten Aus hochspannendes Spiel mit 7:5 zu ihren Gunsten zu entscheiden. Das Spiel in Heidenheim verlor man dann am Samstag mit 4:7. 

Die Südgruppe der 1. Baseball-Bundesliga ist 2022 extrem spannend. Hinter dem klaren Tabellenführer Regensburg sind aktuell Stuttgart, Heidenheim und München-Haar praktisch gleichauf, Mainz lauert knapp dahinter. Aber nur vier dieser fünf Teams werden es in die Playoffs schaffen.

Um keinen Boden im direkten Vergleich zu verlieren, wollten die Stuttgarter also mindestens einen Split gegen den amtierenden Deutschen Meister von der Ostalb erreichen.

Im ersten Spiel, das am Freitagabend unter Flutlicht auf dem Cannstatter Schnarrenberg stattfand, begannen die Reds mit José Pimentel auf dem Mound. Der spanische Fireballer ließ zu Beginn einige Walks zu, doch die Reds-Verteidigung reagierte höchst eindrucksvoll: Nach einem schönen Double Play im ersten Inning wurden im zweiten Spieldurchgang sogar drei Heidenheimer in einem einzigen Spielzug ausgemacht: Triple Play!

Zwar hatten die Gäste in diesem 2. Inning auch ihren ersten Punkt erzielt, aber die Reds konterten schnell: Dank fünf Base Hits in direkter Folge – durch Xavi Gonzalez, Jonas van Bergen, Yannick Witt, Andrija Tomic und Drake Zarate – eilten die Stuttgarter auf 4:1 davon. Heidenheims Werfer Logan Grigsby konnte zwar dann das 3. Aus erzielen, aber schon im 3. Inning legten die Cannstatter Baseballer dank Hits von Moritz van Bergen und Dustin Ward nach: 5:1.

Im 4. Inning konnten die Heidenheimer auf 5:4 verkürzen. Ein knapper Spielstand, der bis ins 7. Inning hielt. Für Stuttgart hatte zwischenzeitlich Austin Hassani das Pitching übernommen. Bei Heidenheim war Luke Sommer auf dem Werfer-Hügel, als der eingewechselte Stuttgarter Neuzugang Marco Cardoso seine unglaubliche Schnelligkeit unter Beweis stellte. Nach einem Base Hit stahl er die zweite Base und rückte nach einem Fly Out problemlos auf die dritte Base weiter. Auf einen Groundball von Drake Zarate erzielte das Cardoso das beruhigende 6:4, dem die Stuttgarter noch einen weiteren Run im 8. Inning folgen ließen: 7:4.

Doch drei Runs Vorsprung sind im Baseball keine Garantie für einen Sieg. Im letzten Spieldurchgang begannen die Nerven der Reds zu flattern. Erst ein Überwurf in der Verteidigung, dann ein unter den schwierigen Lichtbedingungen des Flutlichts nicht gefangener Pop-Up Flyball. Und zwei Walks später hatte Heidenheim die Bases geladen. Ein Strike Out gegen den gefährlichen Gary Owens half, doch dann verkürzte Heidenheim auf 7:5 und die Spannung blieb hoch. Schließlich drosch Heidenheims Yannic Walther den Ball hoch in den Nachthimmel. Und dieses Mal fing First Baseman Moritz van Bergen den Ball ohne Probleme zum finalen Aus und einem viel umjubelten Sieg über die Heideköpfe.

Der „Win“ ging an José Pimentel, für seine 3.2 Innings erhielt Austin Hassani ein Save. Insgesamt zehn Walks bei sechs Strike Outs zeigen, dass man sehr viel „Verkehr“ auf den Bases hatte. Von den zehn Hits der Stuttgarter hatten Moritz van Bergen und Xavi Gonzalez je zwei. Gonzalez verbuchte auch drei RBI, Drake Zarate zwei.

Tropische Temperaturen auf der Ostalb

Tags darauf musste das Team des TV Cannstatt im praktisch schattenlosen Ballpark der Heideköpfe bei tropischen Temperaturen antreten. José Mendoza übernahm das Pitching, für Heidenheim begann Jared Mortensen. Im 2. Inning konnten die Reds ein sehenswertes Triple von Marco Cardoso leider nicht in Punkte ummünzen, doch einen Spieldurchgang später hieß es dann 0:2 für die „Roten“: Der Heidenheimer Shortstop vermasselte das dritte Aus und ließ einen Ground Ball von Drake Zarate durch die Beine rollen. Danilo Weber schlug daraufhin zwei Runner zur Stuttgarter Führung nach Hause.

Heidenheim verkürzte im vierten Inning auf 1:2 und als einen Spielabschnitt weiter die beiden ersten Batter der Hausherren auf Base kamen, wechselte Stuttgarts Headcoach Curtis di Salle den Pitcher. Der „Neue“ – Dustin Ward – hatte allerdings Mühe mit der Strike Zone. Vier seiner ersten fünf Batter kamen durch Walk auf Base und ohne viel eigenen Anteil drehte Heidenheim das Spiel. Am Ende des 5. Innings hieß es 5:2 für die Heideköpfe.

Die Reds hielten noch einmal dagegen: ein weiterer Verteidigungsfehler der Heidenheimer und ein vom Ball getroffener Ruben Kratky ermöglichten zwei weitere Punkte für die Reds, die damit wieder 5:4 herankamen. Moritz van Bergen übernahm in der Folge das Pitching, hatte aber ähnliche Schwierigkeiten mit der kleinen Strike Zone des Plate Umpire wie zuvor Dustin Ward. Nach zwei schnellen Aus ließ van Bergen zwei Walks zu: Bases loaded. Im nächsten Spielzug hatte der Shortstop der Reds Probleme den Ball zu greifen – kein Aus. Und Heidenheim punktete zum 6:4. Noch ein Walk – 7:4. Der Drei-Punkte-Abstand war wieder da.

In der Folge lähmte die Hitze das Spiel sichtlich. Im 9. Inning kam zwar Jonas van Bergen auf Base und Andrija Tomic drosch einen Pitch mit viel Wucht Richtung Rightfield – doch leider direkt in den Handschuh des Heidenheimer First Baseman, der kein Problem hatte, zum Double Play auf die Base zu treten. Ein schnelles Aus später war die Niederlage der Reds besiegelt.

Marco Cardoso hatte allein drei der nur sechs Hits durch Stuttgart in dieser Begegnung. Wie schon tags zuvor, ließen die Reds-Pitcher sehr viele Walks zu – 11 im Samstags-Spiel – und brachten sich so eins ums andere Mal in schwierige Situationen.

Ausblick: Stuttgart vor einem wegweisenden Double Header

Doch der Split der beiden Spiele gegen Heidenheim hält das Rennen um die Tabellenplätze 2 bis 4 weiterhin sehr spannend. Stuttgart liegt auf Grund des noch offenen Spiels gegen Mannheim mit 14:7 Siegen knapp hinter Heidenheim und München-Haar (jeweils 15:7 Siege). Während aber Heidenheim am kommenden Wochenende nach Ulm reist und dort einen vermeintlich leichten Gegner hat, empfängt Stuttgart am Samstag, 25. Juni 2022, die München-Haar Disciples zu einem sehr entscheidenden Double Header: das erste Spiel startet um 13 Uhr im TVC-Ballpark auf dem Cannstatter Scharrenberg, das zweite Spiel ist für 16:30 Uhr angesetzt.


Bereits erster Waldbrand in Stuttgart

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Feuerwehr warnt vor hoher Waldbrandgefahr
  • Feuerwehr Stuttgart bei Waldbrand im Bereich Vogelrainklinge gefordert
  • Zahlreiche Notrufe melden Rauchentwicklung
  • Zur Lokalisierung des Brandortes kommt ein Polizeihubschrauber zum Einsatz
  • Neues Tanklöschfahrzeug-Waldbrand eingesetzt
  • Feuerwehr warnt vor hoher Waldbrandgefahr in den kommenden Tagen

Stuttgart.| Am Freitagabend meldeten gegen 20 Uhr zahlreiche Anrufer über den europaweiten Notruf 112 eine starke Rauchentwicklung in einem Waldgebiet im Bereich Vogelrainklinge. Da die Brandstelle trotz umfangreicher bodengebundener Erkundungen nicht ausfindig gemacht werden konnte, unterstützte ein Polizeihubschrauber die Suche nach der Brandstelle. Durch den Polizeihubschrauber konnten die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei schnell zur Einsatzstelle geleitet werden.

Foto: Feuerwehr Stuttgart

Neben weiteren Fahrzeugen der Feuerwehr, fuhr auch das erst kürzlich in Dienst gestellte und für Waldbrände spezialisierte Tanklöschfahrzeug-Waldbrand die Einsatzstelle an.

Die Brandstelle erstreckte sich über eine Fläche von ca. 40 Quadratmetern. Die Brandbekämpfung erfolgte mit vier Löschrucksäcken und zwei Löschrohren, welche speziell für die Waldbrandbekämpfung vorgehalten werden. Der Brand war gegen 22:00 Uhr unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten gestalteten sich schwierig, da der Boden zum Teil aufgebrochen werden musste, um letzte Glutnester zu löschen. Gegen 23:30 Uhr konnte der Einsatz der Feuerwehr beendet werden und die Einsatzstelle für weitere Ermittlungen an die Kriminalpolizei übergeben werden.

Hohe Waldbrandgefahr in den kommenden Tagen

Die Feuerwehr Stuttgart weist auf die hohe Wald- und Flächenbrandgefahr in den kommenden Tagen hin. Laut dem Deutschen Wetterdienst besteht in den kommenden Tagen eine hohe bis sehr hohe Gefahr von Wald- und Flächenbränden in Stuttgart:
Die Feuerwehr Stuttgart gibt daher die folgenden Sicherheitshinweise

  • Vom 1. März bis 31. Oktober gilt im Wald ein grundsätzliches Rauchverbot.
  • Feuermachen ist nur an den offiziellen, fest eingerichteten Feuerstellen auf den
    Grillplätzen erlaubt.

Aufgrund der hohen Brandgefahr sind bis auf weiteres alle Feuerstellen im Stadtgebiet Stuttgart gesperrt!

  • Das Grillen im Wald auf mitgebrachten Grillgeräten ist nicht gestattet. Was tun, wenn Sie einen Brand bemerken?
  • Wenn Sie einen Wald- oder Flächenbrand –auch wenn er noch so klein ist– bemerken, alarmieren Sie bitte sofort die Feuerwehr über den Notruf 112.
  • Beschreiben Sie den Ort und den Anfahrtsweg so gut wie möglich, damit die Einsatzkräfte schnellstmöglich mit den Löscharbeiten beginnen können.
  • Hilfreich ist es auch, wenn Sie sich als Lotse an markanten Punkten oder Kreuzungen aufstellen und den Einsatzkräften den Weg zur Einsatzstelle weisen
  • Rufen Sie auf jeden Fall die Feuerwehr zur Nachkontrolle, wenn Sie den Brand selbstständig gelöscht haben!

Aktuelle Hinweise des Garten-, Friedhofs-, und Forstamtes vom 15.06.2022

Die Waldbrandgefahr in Stuttgart ist innerhalb kurzer Zeit stark angestiegen. Grund dafür sind die hohen Temperaturen und die extrem wenigen Niederschläge in den vergangenen Wochen. In den kommenden Tagen wird die Waldbrandstufe 4 erwartet: Das bedeutet „hohe Gefahr“. Infolgedessen sperrt das Garten-, Friedhofs- und Forstamt (GFF) bis auf Weiteres alle öffentlichen Grillstellen der Stadt Stuttgart. Sobald der Witterungsverlauf es zulässt, werden die Grillstellen wieder geöffnet.

Das GFF warnt davor, dass ein Feuer im Wald schon durch die Glasscherben einer weggeworfenen Flasche verursacht werden kann. Ebenso verheerend wirken unachtsam weggeworfene Zigaretten, aber auch Funkenflug kann schnell ein Feuer verursachen. Im Wald gilt deshalb ein generelles Rauchverbot von März bis einschließlich Oktober. Auch das Feuermachen im Wald ist grundsätzlich verboten. Eine Ausnahme bilden normalerweise die offiziellen, eingefassten Feuerstellen auf den Grillplätzen der Stadt Stuttgart – im Stadtwald und in den Grünanlagen.

Eine Sperrung dieser öffentlichen Grillstellen ist aufgrund der hohen Brandgefahr zwingend erforderlich.


W&W-Gruppe etabliert Nachhaltigkeitsmanager

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Nachhaltiges Handeln gewinnt auch in der Finanzbranche mehr und mehr an Bedeutung. Mit der Besetzung der neu geschaffenen Position des Nachhaltigkeitsmanagers durch Dr. Christian Barthruff (41) setzt die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) ein klares Signal.

Der Betriebswirt Barthruff begann seine berufliche Laufbahn nach dem Studium an der Universität Stuttgart und der State University Oregon als selbstständiger Berater mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit. Er verfügt über mehrjährige Erfahrung im Nachhaltigkeitsmanagement bei namhaften Finanzdienstleistern und startet am 15. Juni 2022 bei der W&W-Gruppe. Zentral in der Abteilung Konzernentwicklung verortet, ist die Position des Nachhaltigkeitsmanagers Schnittstelle für die Nachhaltigkeitsaktivitäten in der ganzen W&W-Gruppe.

Innerhalb der W&W-Gruppe haben verantwortliches Handeln und gesellschaftliches Engagement eine lange Tradition und sind Kernbestandteil ihrer strategischen Ausrichtung. Um das Thema Nachhaltigkeit zu schärfen, wurde im Jahr 2021 erstmals eine gruppenweite Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt, die sich an den sogenannten ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) orientiert und entsprechende Maßnahmen definiert.

Vertiefende Informationen zur Nachhaltigkeitsstrategie der W&W-Gruppe finden sich in der gleichnamigen Rubrik auf der Webseite des Konzerns.


Die Polizei warnt wieder dringend vor Telefontrickbetrügern

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Stuttgart.| Hinweis an die Radiosender und Online-Medien: Wir bitten die folgende Warnmeldung möglichst rasch zu veröffentlichen. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter aktuell versuchen, durch zahlreiche Anrufe bei älteren Menschen neue Opfer zu finden.

Die Polizei warnt aus aktuellem Anlass erneut vor Telefontrickbetrügern und ihren perfiden Manipulationen. Die Betrüger kombinieren dabei verschiedene Maschen, wie den Schockanruf, den sogenannten Enkeltrick oder auch die Masche “Falscher Polizeibeamter”. Am Dienstag (14.06.2022) kam es bereits vermehrt zu solchen Anrufen und die Polizei geht davon aus, dass sich die Anrufe weiterhin häufen werden. Beachten Sie deshalb folgende Grundsätze:

– Seien Sie sich bewusst, dass die Betrüger absichtlich Druck und immensen Stress aufbauen, um gewollt Ängste und Sorgen zu schüren – diese sind jedoch unbegründet. Lassen Sie sich keineswegs, egal zu welcher Uhrzeit, unter Druck setzen.
– Ziehen Sie bei Bedenken Verwandte, Vertrauenspersonen oder die echte Polizei in Ihre Entscheidungen mit ein. Sprechen Sie am Telefon nicht über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
– Legen Sie bei dem kleinsten Zweifel den Telefonhörer auf und wählen Sie mit der 110 den Polizeinotruf.

Weitere Informationen und Präventionstipps finden Sie unter www.polizei-beratung.de


Verkehrsanbindung weiter verbessern

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2023 bezieht die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) ihren neuen Campus in Kornwestheim vollständig. Jetzt haben sich der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann und regionale Politikvertreterinnen und -vertreter über die Verkehrsanbindung informiert.

Der W&W-Campus nach dem Entwurf des Berliner Architekturbüros Ortner & Ortner Baukunst (O&O) soll zukunftsorientierte und effiziente Arbeitswelten bieten – und die Unternehmen der W&W-Gruppe unter einem Dach bündeln. Die insgesamt 14 Häuser des Komplexes bieten ab 2023 insgesamt rund 4.000 attraktive Büroarbeitsplätze, welche die Anforderungen an eine moderne Arbeitswelt mehr als erfüllen. Damit ist der Campus auch Ausdruck des vor rund fünf Jahren gestarteten Aufbruchs der W&W-Gruppe in die digitale Zukunft.

Ein wesentlicher Baustein des Campus ist auch seine gute Erreichbarkeit mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln. Insgesamt stehen den W&W-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ab 2023 mehr als 2.100 PKW-Stellplätze (baurechtlich sind rund 1.180 nachzuweisen) und rund 500 Fahrradstellplätze zur Verfügung. Begleitet wird dies durch ein neues Bike-Leasing-Angebot, das noch 2022 an den Start gehen soll. Zudem wird es für ÖPNV-Nutzer eine neue zentrale Bushaltestelle geben – schon seit Anfang 2020 fahren zwei neue Buslinien den W&W-Campus an.

Jürgen A. Junker, Vorstandsvorsitzender der W&W: „Der W&W-Campus ist sicher eine der derzeit modernsten und anspruchsvollsten Antworten auf die Anforderungen der zukünftigen Arbeitswelt in unserem Land. Dazu gehört auch, umweltfreundlich den Arbeitsplatz zu erreichen. Schon lange haben wir angeregt, eine S-Bahn-Haltestelle am Campus für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzurichten. Wir würden uns freuen, wenn der Besuch des Ministers dazu beiträgt, diesen wichtigen Baustein für umweltfreundliche Arbeitsplatzkonzepte jetzt zu realisieren.“

Kornwestheims Oberbürgermeisterin Ursula Keck sagt: „Die Stadt Kornwestheim unterstützt das Anliegen der W&W-Gruppe, eine S-Bahn-Haltestelle am Campus einzurichten. Die zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Standort Stuttgarter Feuersee, die hier künftig ihren Arbeitsplatz haben werden, sind es gewohnt, mit der Bahn zur Arbeit zu fahren. Die kurzen Wege über den Hauptbahnhof bis zu einem potenziellen S-Bahn-Halt am W&W-Campus sehe ich als einen absoluten Gewinn, der uns als Wirtschaftsstandort attraktiv und zukunftsfähig macht.“

Verkehrsminister Winfried Hermann dankt den Beteiligten für ihr Engagement und sagt: „Auch wenn es nicht ganz einfach ist, einen S-Bahn- oder Regionalhalt hier einzurichten, so sollten wir es gemeinsam versuchen. Wir können den vielen Beschäftigten kaum erklären, warum beispielsweise die S-Bahnen am W&W-Campus vorbeifahren. Deshalb habe ich angeregt, zügig eine Projektgruppe einzusetzen, um gemeinsam mit dem Verband Region Stuttgart (VRS), den betroffenen Kommunen, aber auch der W&W-Gruppe zu prüfen, wie wir hier schnell und zielgerichtet zur Umsetzung eines Halts kommen.“


Triathleten in Darmstadt auf Platz drei

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SVL mit einem super Start in der Zweiten Bundesliga

Die SVL-Triathleten sind mit einer top Teamleistung in ihre erste Saison in der Zweiten Bundesliga gestartet: mit einem überragenden dritten Platz hinter Darmstadt und Frankfurt hätte wohl kaum jemand gerechnet.

Was für ein Start in der Zweiten Bundesliga! Die Triathleten des SV Ludwigsburg sind beim sogenannten Woogsprint am Wochenende in Darmstadt in der Teamwertung auf Platz drei gelandet – mit Schwimmen im Naturbadesee Großer Woog, deshalb der Name.

Dieses Ergebnis hatten die Sportler wegen vieler Verletzungen und Corona-Ausfällen in der Vorbereitungszeit selbst kaum für möglich gehalten. Den Grundstein für Platz drei in der Ligatabelle hat Cornelius Theus mit Platz drei in der Gesamtwertung gelegt. „Nach langer Zeit ohne Ligarennen war ich wieder richtig aufgeregt und nervös am Start“, sagt er unmittelbar nach dem Wettkampf. Der Aufsteiger SVL sei vom Sprecher als vorletztes Team aufgerufen worden, „wir mussten uns mit der Startposition ganz außen rechts arrangieren“.

Nach dem Massenstart ist Cornelius Theus gut weggekommen, er konnte sich direkt an den Beinen und im Wasserschatten seines Vereinskollegen Nils Friedrichs positionieren und kam in einer guten Position um die ersten Bojen herum. Bis zum Ausstieg nach dem Schwimmen konnte Cornelius nochmal ein paar Meter gut machen, „etwas überraschend kam ich als erster aus unserem Team und auf Position fünf aus dem Wasser“.

Mit Vollgas gelang es ihm drei Ausreißer einzusammeln, die Führungsgruppe wuchs immer weiter an. Cornelius stieg gemeinsam mit Nils unter den ersten 20 Athleten vom Rad, ist dann zügig an die Spitze ran gelaufen und hat sich unter den ersten fünf Athleten gehalten.

„Die Erkenntnis, dass ich mit der Spitze gut mithalten konnte, kam für mich als Langstreckler eher überraschend“, sagte der Hawaiiqualifikant. „Ich kam plötzlich als dritter auf die Zielgrade, dort war kein Überholen mehr möglich, auch wenn mit den guten Laufbeinen eventuell noch ein bisschen mehr möglich gewesen wäre.“ Die Teamkollegen seien auch nicht viel später im Ziel gewesen. Fabian Knobelspies landete auf Platz 24, Sebastian Schober auf Platz 27, Lasse Friedrichs auf Platz 32 und dessen Zwillingsbruder Nils auf Platz 39.

Fabian sagt, „wir sind mega zufrieden mit Platz drei hinter Darmstadt und Frankfurt“, er spricht von einer „super ausgeglichenen Mannschaftsleistung, einem bombastischen Teamergebnis und einem überragenden Corni“. Er selbst sei einerseits zufrieden mit seiner Gesamtleistung, speziell mit Blick auf das Verletzungspech. Unzufrieden sei er allerdings mit seiner Schwimmzeit. Der Wechsel aufs Rad sei – „wie bei uns allen“ – noch nicht so gut gewesen. In seiner Sechser-Radgruppe sei dann gut zusammengearbeitet worden. Beim Laufen habe ihm noch „der Speed“ gefehlt, sagt Fabian. „In bin mir aber sicher, dass die Formkurve nach oben zeigt.“

Sebastian sagt, er habe beim Radfahren einen taktischen Fehler gemacht“, er sei viel zu schnell losgefahren, und dann leider in einer Gruppe gelandet, „die nicht gut zusammengearbeitet hat“, deshalb sei es ihm nicht gelungen auf die Führenden aufzuschließen. Resultate: knapp zwei Minuten Rückstand vor dem Laufen. „Ich konnte dann noch ein paar Plätze gut machen und mich als Drittschnellster von uns behaupten“. Er sei schlussendlich ganz zufrieden mit seiner Leistung.

Nils sagt: „das hat super Spaß gemacht, allein der Massenstart vom Steg – richtig cool“. Er sei überraschend gut geschwommen. Das Radfahren „war ganz okay“, sein zweiter Wechsel habe richtig gut geklappt. Beim Laufen habe er dann aber gemerkt, „dass ich zwei Wochen lang krank war und nur gelegen habe“. Sein Resümee: ein top erster Wettkampf in der Zweiten Bundesliga. „Ich kann mich noch verbessern“. Platz drei für den SVL in der Gesamtwertung habe alle überrascht, „das war ein super Statement, eine super Ansage“.

Eine Ansage auch für den nächsten Wettbewerb, der bereits am kommenden Wochenende im und rund um den Rothsee im bayerischen Hipoltstein ausgetragen wird.

Die Ergebnisse aus Darmstadt www.maxx-timing.de/ergebnisse


Laurents Hörr feiert Podiumserfolg bei Le Mans Premiere

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Der dreifache Champion erfüllte sich mit der Teilnahme am 24h Rennen von Le Mans einen Traum. Mit dem 3. Platz in der LMP2 Pro-Am Klassifikation übertrifft er jedoch alle Erwartungen.

  • 24h von Le Mans mit dem DKR Engineering LMP2
  • 3. Platz in der LMP2 Pro-Am Kategorie
  • 18. Platz in der LMP2 Wertung

Le Mans.| Die 90. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans sollten für Laurents Hörr zu einer gelungenen Premiere werden. Im Langstreckenklassiker ging der Deutsche im Oreca 07 – Gibson #3 in der LMP2-Wertung ins Rennen. Zusammen mit seinen DKR Engineering-Kollegen Jean Glorieux und Alexandre Cougnaud ging der Stuttgarter Pilot die 13,626 Kilometer lange Strecke in Frankreich.

Laurents Hörr fuhr den Start des weltgrößten Autorennens vor 250.000 euphorischen Zuschauern. Von Rang 25 ausgehend konnte er bereits in der Anfangsphase einige Plätze gutmachen und übergab das Steuer nach einem Doppelstint an 14. Stelle liegend. Kleinere Zwischenfälle führten dazu, dass die #3 in den Morgenstunden auf Platz 19 lag. Der Ehrgeiz des Luxemburger Teams sollte sich jedoch bezahlt machen.

Die gelungene Teamleistung wurde nach 362 Runden mit dem 3. Platz in der LMP2 Pro-Am Kategorie – dem 18. Rang in der LMP2-Wertung – belohnt. Im gesamten Starterfeld überquerte die #3 nach 24 Stunden die Ziellinie auf P22. 53 der 62 teilnehmenden Fahrzeuge beendeten das bekannteste Rennen der Welt in der Sarthe.

„Viel mehr hätte man von dem Rennen wirklich nicht erwarten können. Es war das erste Rennen für uns mit dem Auto, welches sehr komplex ist. Ich bin überglücklich, dass wir die 24 Stunden von Le Mans ziemlich problemlos durchgekommen sind. Die Pace war gut und wir konnten Ausrufezeichen setzten“, freut sich Laurents Hörr.

Am 2. Juli findet das dritte Rennen des Michelin Le Mans Cups in Monza, Italien, statt. Am 3. Juli geht Laurents Hörr zudem bei der European Le Mans Series im LMP2-Fahrzeug an den Start.


Furiose Aufholjagden bringen Reds zwei wichtige Siege gegen Ulm

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Mit 9:7 und 4:3 gewinnen die Reds beide Spiele des Spieltags und können dabei Niederlagen in letzter Sekunde abwenden.

Durch die zwei Siege gegen das Tabellenschlusslicht aus Ulm festigen die Baseballer des TV Cannstatt den vierten Tabellenplatz und bleiben damit auf Playoff-Kurs. Dabei blieb es jedoch in beiden Spielen bis zum letzten Pitch spannend. In Spiel eins drehten die Reds einen 1:7 Rückstand und entschieden das Spiel mit 9:7 für sich. Spiel zwei gewannen die Stuttgarter sogar erst im ersten extra Inning mit 4:3.

In Spiel eins zeigte sich der Starting Pitcher der Reds Jose Mendoza von Beginn an dominant. Über die ersten vier Innings ließ er keinen Punkt zu. Nachdem die Reds-Offensive nach drei erfolglosen Innings durch ein RBI Single von Ramon Uhl in Führung ging, sah alles danach aus, als würden die Reds die Weichen auf Sieg stellen.

Die Falcons aus Ulm zeigten jedoch im Anschluss, dass sie dieses Jahr, mit verbessertem Kader, durchaus dazu in der Lage sind auch Playoffkandidaten wie Stuttgart zu schlagen. Mit einem Single und einem Double gingen die Falcons im fünften Inning mit 1:2 in Führung. Nach einem Walk im 6. Inning verließ Reds Starter Jose Mendoza den Mound ungewohnt früh. Auch sein Nachfolger Jose Pimentel konnte die Offensiv-Rally der Ulmer nur schwer stoppen. Diese bauten ihre Führung auf 1:7 aus.

Nun war es an den Reds Herz und Kampfgeist zu zeigen, um die drohende Niederlage im Playoffrennen abzuwenden. Die „Roten“ fanden direkt im 6. Inning eine Antwort. Der zuletzt schlagstarke Ramon Uhl brachte mit seinem zweiten Single des Tages Moritz van Bergen und Xavier Gonzalez nach Hause, welche zuvor durch Base Hits auf Base gekommen waren. Yannick Witt knüpfte mit einem RBI Single an und verringerte den Rückstand auf 4:7. Damit beendete er den Arbeitstag von Ulmer Starting Pitcher Christoph Ehrich, welcher bis dahin die Offensivbemühungen der Stuttgarter gut in Schach hielt.

Im letzten Drittel des Spiels fand Reds Pitcher Jose Pimentel seinen Rhythmus und ließ im 7. und 8. Inning keine weiteren Punkte zu. Nach einem Single von Xavier Gonzalez und einem Walk von Ramon Uhl konnten die Reds durch einen Fehler der Ulmer Defensive einen weiteren Punkt erzielen. Mit zwei Punkten Rückstand und zwei Läufern auf Base schlug die Stunde des Dustin Ward. Dieser schickte den Wurf des neuen Ulmer Pitchers Finn Freisberg, zur großen Freude der Stuttgarter Fans, weit in Richtung Weinberge für einen 3-Run-Homerun. Die Führung, die Andrija Tomic im Laufe des Innings auf 9:7 ausbaute, brachte Reds Closer Austin Hassani mit drei schnellen Aus im neunten Inning souverän nach Hause.

Im zweiten Spiel erhofften sich die Baseballer des TV Cannstatt, dass der Knoten durch die späte Aufholjagd in Spiel eins geplatzt war. Am späten Samstagnachmittag sahen die zahlreichen Fans auf dem Schnarrenberg jedoch ein beeindruckendes Pitcher Duell zwischen Dustin Ward und dem Ulmer Lucas Ramon.

Während Ward die Ulmer Offensive in den ersten sechs Spielabschnitten dominierte, zeigten die Baseballer aus Cannstatt am Schlag Nerven. Mehrfach brachten sich die Reds in gute Ausgangspositionen, welche jedoch nicht in Punkte verwandelt werden konnten. Dies ermöglichte es den Falcons im 7. Inning durch einen RBI Single und einen 2-Run-Homerun 0:3 in Führung zu gehen.

Die Reds konnten im Anschluss erneut Comeback Qualitäten beweisen. Zunächst brachte Drake Zarate Andrija Tomic im 8. Inning mit einem RBI Double zum 1:3 über die Homeplate. Im neunten Inning sorgten Moritz Köhler und Austin Hassani mit Base Hits für einen Pitcherwechsel der Falcons. Bei geladenen Bases waren die Ulmer nur einen Strike vom Sieg entfernt, als Danilo Weber mit einem 2-RBI Single das Spiel zum 3:3 ausglich und in die Verlängerung schickte.

Im 10. Inning übernahm Moritz van Bergen für Dustin Ward auf dem Mound. Ulm schaffte es die Bases zu laden, bevor van Bergen die zitternden Reds Fans erlöste und das Inning durch ein Ground Out beendete. In der unteren Hälfte des Innings krönte sich Reds Youngster Moritz Köhler zum Matchwinner, indem er durch seinen dritten Hit des Tages Xavier Gonzalez zum entscheidenden Punkt über die Homeplate schickte. Somit konnte Stuttgart mit 4:3 den zweiten Sieg des Tages einfahren.

Kommenden Freitag empfangen die Reds die Heidenheim Heideköpfe um 19 Uhr zum Nightgame im TVC Ballpark. Das zweite Spiel findet am Samstag um 14 Uhr in Heidenheim statt.


Bietigheim geht ohne Erfolgserlebnis in die Sommerpause

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von Bernhard Gaus

Die Handballer der SG BBM Bietigheim unterliegen am finalen Spieltag der Saison 2021/22 beim TV Großwallstadt mit 27:23 (13:13) Toren. Die Schlagzeilen des Tages gehören den Gastgebern vom Untermain, die erst durch diesen Sieg im Fernduell mit dem TuS Ferndorf den Klassenerhalt unter Dach und Fach bringen konnten.

Weil auch der HC Elbflorenz seine Partie bei Eintracht Hagen mit 30:23 Toren verlor, bleiben die Jungs von Iker Romero in der Abschlusstabelle dank des besten Torverhältnisses unter vier punktgleichen Teams unverändert auf dem sechsten Rang. Eine respektable Bilanz für das erste Jahr des Spaniers als Cheftrainer, die auch die letzten beiden Niederlagen zum Saisonausklang nicht mehr trüben können.

Der Jubel war groß in Elsenfeld, als nach dem Schlusspfiff der Klassenerhalt feststand. Die 2153 Zuschauern in der Untermainhalle bildeten in diesem „Alles-oder-Nichts-Spiel“ mit Abstand die Saison-Rekordkulisse für den einstigen Serienmeister im deutschen Handball der 70/80er-Jahre. Der punktgleiche TuS Ferndorf konnte die Truppe von Maik Handschke trotz eines 37:40-Erfolges in Dormagen nicht mehr einholen, eine um sechs Treffer bessere Tordifferenz gab nach 38 Spieltagen den Ausschlag.

Nur 40 Minuten ausgeglichen

Lange verlief die Partie in der Untermainhalle völlig ausgeglichen. Bis zum 18:18 durch Jonathan Fischer konnte sich keine der beiden Mannschaften einen Vorteil erarbeiten. Bietigheim verpasste es mehrmals, eine knappe Führung zu behaupten. In den letzten 20 Minuten des Spiels jedoch war die SG BBM wenig mehr als nur Kulisse im Kampf der Gastgeber um den Klassenerhalt. Während die Jungs von Iker Romero in den folgenden 19 Minuten nur noch dreimal den Ball im Großwallstädter Gehäuse unterbringen und im zweiten Abschnitt nur zehn Tore erzielten konnten, warfen sich die Unterfranken – immer mit Blick auf die Ferndorfer Torevorgabe in Dormagen – zu einer sicheren 27:21- Führung.

Wurfquote macht den Unterschied

Letztendlich scheiterte die SG BBM an ihrer Wurfquote. Wie schon bei der jüngsten 28:35-Heimniederlage gegen Eintracht Hagen fanden weniger als die Hälfte der Würfe den Weg ins gegnerische Gehäuse, eine Bilanz, mit der in der 2. Liga gegen jedes Team wenig auszurichten ist. Schon in der Anfangsphase war Nikola Vlahovic an auffällig vielen Abschlüssen der SG BBM beteiligt. Der 22-jährige wird sich in der nächsten Saison das Trikot des TV Großwallstadt überstreifen – jetzt erneut in der 2. Liga. Die Bilanz des Rechtshänders war am Samstag wie die des gesamten Teams durchwachsen, viele seiner Würfe blieben in der Großwallstädter Abwehr hängen. Am Ende hatte der zukünftige Großwallstädter drei Treffer in seiner persönlichen Bilanz. Zum schlechten Wurfbild der Bietigheimer Handballer trugen auch zahlreiche frei vergebene Chancen bei. Hatten im ersten Abschnitt die Torhüter auf beiden Seiten überhaupt wenig Akzente setzen können, so hielt der eingewechselte Nick Lehmann im zweiten Abschnitt jetzt einige wichtige Bälle für die SG BBM fest. Doch Held des Tages wurde der ebenfalls eingewechselte Keeper auf der Gegenseite. Can Adanir wurde für seine elf Paraden im zweiten Abschnitt geradezu als Retter gefeiert.

Claus zurück auf dem Spielfeld

Nach den kräftezehrenden letzten Wochen konnte man sich kurz vor der wohlverdienten Sommerpause sicher angenehmer Aufgaben vorstellen, als im letzten Spiel bei einer mit dem Rücken zur Wand kämpfenden Truppe anzutreten. Und insgesamt sieben Spieler der SG BBM hätten sich in ihren letzten Auftritt im Zweitliga-Trikot der SG BBM nur allzu gerne mit einem Sieg verabschiedet. Erfreulich immerhin war, dass Dominik Claus nach langem verletzungsbedingtem Ausfall im letzten Spiel der Saison wieder aufs Feld zurückkehren konnte. Die Akzente im Spiel setzten andere, beispielsweise Savvas Savvas. Der Grieche netzte insgesamt elfmal für den 17. der Tabelle ein. Der 24-Jährige schließt mit 261 Toren jetzt hinter Eisenachs Fynn Hangstein (277) den zweiten Platz in der ligaweiten Torschützenliste ab. Wie der griechische Nationalspieler wird auch Bietigheims erfolgreichster Saison-Torschütze seinen Verein verlassen. Während Savvas zukünftig für Hamm-Westfalen in der 1. Liga auf Torejagd gehen wird, wird es mit Sven Weßeling (173 Saisontore) in der kommenden Saison ein Wiedersehen geben. Sein zukünftiger Verein TuS N-Lübbecke muss gemeinsam mit dem HBW Balingen-Weilstetten den Gang in die 2. Liga antreten.

Elsenfeld, 11.06.2022 TV Großwallstadt: Minerva, Adanir; Jansen (3/1), Klenk, Babarskas, Eisenträger (2), Bandlow (4), Schauer (2), Bicer, Weit, Corak (2), Rink (1), Savvas (11/1), Busch (2).

SG BBM Bietigheim: Poltrum (1), Lehmann (1); Vlahovic (3), Claus (2), Öhler (1), Dahlhaus (1), Schäfer (2), de la Peña, M. Urban, Asmuth (2), Weßeling (4/3), Pfeifer (1), Boschen (3), Fischer (2).

Spielverlauf: 2:2 (8.), 8:8 (21.), 13:13 (30.), 18:18 (39.), 22:19 (45.), 23:21 (51.), 27:21 (59.), 27:23 (60.).
Zeitstrafen: Eisenträger (6.), Corak (28.), Weit (39.) – Dahlhaus (18.), Öhler (29., 39.), Fischer (45.)
Siebenmeter: 2/4 – 3/3
Schiedsrichter: David Hannes / Christian Hannes (Internationale Schiedsrichter)
Zuschauer: 2153 (Untermainhalle, Elsenfeld)


Bietigheim gastiert zum Saisonfinale beim TV Großwallstadt

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Am Samstag (18 Uhr) will das Team von SG-Chefcoach Iker Romero beim abstiegsbedrohten TV Großwallstadt die Saison versöhnlich mit zwei Punkten beenden und Rang 6 in der Abschlusstabelle der 2. Handball-Bundesliga sichern. Für den Gegner aus Unterfranken geht es dagegen um den Klassenverbleib.

Oft ist das Ende einer Saison auch verbunden mit Wehmut. Gleich sieben Bietigheimer Spieler werden am Samstag in Großwallstadt zum letzten Mal das Trikot der SG BBM tragen. Und klar ist, dass sich die Mannschaft von Trainer Iker Romero nach einer schwachen Vorstellung im letzten Heimspiel gegen den VfL Eintracht Hagen noch einmal von ihrer positiven Seite präsentieren will. Gegen den auswärtsstarken Aufsteiger lief in der EgeTrans Arena für die SG zuletzt hinten wie vorne wenig zusammen und so mussten die SG-Männer nach einem zwischenzeitlichen 12-Tore-Rückstand eine deutliche 28:35-Niederlage hinnehmen. Mit sieben Toren bester Mann auf dem Feld war der scheidende Rückraumrechte Tim Dahlhaus.

SG-Geschäftsführer Bastian Spahlinger entschuldigte den letzten Heimauftritt mit kräftezehrenden Englischen Wochen und verletzungsbedingten Ausfällen. Nicht zuletzt angesichts der brisanten Konstellation am 38. Spieltag mit dem Kampf zwischen Großwallstadt und Ferndorf um den Verbleib in der 2. Handball-Bundesliga wollen die SG-Männer sich nichts nachsagen lassen, noch einmal alles mobilisieren und in der Untermainhalle in Elsenfeld zwei Punkte holen. Allerdings müssen sie dabei auf Kapitän und Abwehrchef Paco Barthe verzichten, der wegen einer Schulterverletzung weiterhin ausfällt. Auch der Einsatz von Linkshänder Dominik Claus, der nach einer Verletzungspause gegen Hagen wieder auf der Bank saß, aber ohne Einsatzzeit blieb, ist erneut fraglich. Dennoch soll die Saison auf dem aktuellen sechsten Platz abgeschlossen werden. Ein Vorteil für dieses Vorhaben: Die Bietigheimer können im letzten Saisonspiel befreit aufspielen.

Ganz anders sieht das beim TV Großwallstadt, Ex-Verein von SG-Linksaußen Alexander Pfeifer, aus. Der Traditionsverein steht gehörig unter Druck und mit 28:46 Punkten nur wegen der besseren Tordifferenz vor TuS Ferndorf, der wiederum den letzten vakanten Rang in der Abstiegszone belegt und am Samstag beim bereits geretteten TSV Bayer Dormagen spielt. Für Bundesliga-Gründungsmitglied Großwallstadt geht es deshalb gegen Bietigheim, im Fernduell mit Ferndorf, nach einer Saison zum Vergessen um alles.

Es wäre aber gelogen, wenn man sagen würde, die Unterfranken hätten nicht alles versucht, um diese Situation zu vermeiden. So holte der TVG im März dieses Jahres Trainer Maik Handschke, der kurzfristig von seinem aktuellen Arbeitgeber, dem Luxemburgischen Handball-Verband, bis zum Saisonende ausgeliehen werden konnte und demnächst wohl dorthin zurückkehrt. Der frühere Kreisläufer löste Ex-SG-Trainer Ralf Bader ab, der im Hinspiel beim 29:24-Sieg der SG BBM noch für den TVG auf der Bank gesessen hatte.
Hervorzuheben sind Torhüter Jan-Steffen Minerva mit den ligaweit zweitmeisten Paraden in der aktuellen Spielzeit und Rückraumshooter Savvas Savvas, der mit 250 Toren einer der besten Torschützen der gesamten Liga ist und zur neuen Saison zum bereits feststehenden Aufsteiger ASV Hamm-Westfalen zurückkehren wird.

Eine ganz besondere Situation ergibt sich durch den Spielplan auch für Nikola Vlahovic: Das Bietigheimer Eigengewächs wechselt zur neuen Saison ausgerechnet zum TV Großwallstadt. So kann der Rückraumspieler im ungünstigsten Fall dazu beitragen, dass sein neuer Club absteigt.