Mutmaßliche Autoschieberbande zerschlagen

0

Erfolgreiche Zusammenarbeit von Justiz und Polizei

Stuttgart.| Polizeibeamte haben am Dienstag (28.6.2022) in einer konzertierten Aktion zeitgleich 14 Wohnungen und Geschäftsräume im Großraum Stuttgart, in Nordrhein-Westfalen sowie in Italien durchsucht und zwei Männer im Alter von 52 und 56 Jahren aufgrund bereits bestehender Haftbefehle festgenommen. Ein weiterer 36 Jahre alter Tatverdächtiger befindet sich bereits in anderer Sache in Haft.

Den derzeit neun Tatverdächtigen wird vorgeworfen, seit Sommer 2020 im Bundesgebiet Fahrzeuge durch Anmietung, Leasing oder Kauf über von den Beschuldigten betriebene Firmen betrügerisch erlangt und nach Italien verschoben zu haben, wo sie anschließend zur Miete mit Kaufoption angeboten worden sein sollen.

Umfangreiche Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart und des Polizeipräsidiums Stuttgart, bei denen auch die italienische Polizei, die Steuerfahndung Stuttgart und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg beteiligt waren, führten die Beamten auf die Spur einer schwerpunktmäßig in Deutschland ansässigen Gruppierung. Bei den Durchsuchungen in Deutschland und Italien stellten die Ermittler umfangreiche Beweismittel sicher, die nun ausgewertet werden müssen.

Der Gesamtschaden liegt derzeitigen Schätzungen zufolge bei mehreren Hunderttausend Euro und kann abschließend noch nicht genau beziffert werden. Dem 52-Jährigen wird darüber hinaus vorgeworfen, seit April 2020 Kurzarbeitergeld in Höhe von rund 120.000 Euro zu Unrecht bezogen zu haben. Der 52 Jahre alte deutsche Staatsangehörige und der 56-jährige italienische Staatsangehörige werden im Laufe des heutigen Tages dem zuständigen Haftrichter vorgeführt. Die Ermittlungen dauern an.


SVL beim Triathlon in Trebgast auf Platz sieben

0

Viel Körpereinsatz im Wasser und ein etwas fragwürdiges Radfahren

Mit einem ordentlichen Platz sieben beim Triathlon im bayerischen Trebgast geht das Team Ludwigsburg in die Wettkampfpause der Zweiten Bundesliga. In den nächsten Wochen stehen Einzelwettbewerbe mit längeren Strecken auf dem Programm. In der Liga geht es erst Ende August in Viernheim weiter.

Der SVL ist beim Triathlon im bayerischen Trebgast in der Teamwertung der Zweiten Bundesliga Süd auf Platz sieben gelandet. Noch vor ein paar Wochen hätten die Sportler nach so einem Erfolg vermutlich gejubelt. Doch mit den Top-Platzierungen der beiden vorigen Wettkämpfe in Darmstadt und in Roth sind die Erwartungen ein bisschen gewachsen. Platz sieben bedeutet indes, dass Ludwigsburg sich in der Tabelle auf dem zweiten Platz festgesetzt hat – der Aufsteiger dürfte mit dem Abstieg bestimmt nichts mehr zu tun bekommen. Großartige Leistung.

Der Ludwigsburger Hawaiiqualifikant Fabian Knobelspies sagt, „ich hatte in Trebgast keinen Sahne Tag, obwohl ich mich richtig gut gefüllt habe vor dem Rennen“. Im Wasser war Fabian noch ganz vorne mit dabei, auf dem Rad, erzählt er, „wurde unfair und fragwürdig gefahren, da bin ich in einer doofen Situation ins Hintertreffen geraten“. Die erste Radgruppe war dann weg und die zweite zu langsam, um bis ganz nach vorne ranzufahren. Der Anschluss an die Gruppe mit den SVL-Kollegen Cornelius Theus, Lasse und Nils Friedrichs war weg.

„Alles ein bisschen ärgerlich, das hat uns das Teamergebnis versaut“, erklärt Fabian nach dem Wettkampf. Er ist in der Einzelwertung auf Platz 40 gelandet. Trotzdem, Fabian zieht „ein halbwegs positives Fazit nach diesem Rennen“, seine Leistungen im Wasser und auf dem Rad seien richtig gut gewesen. „Ich bin froh, dass ich nun erstmal wieder normal trainieren kann, auch längere Strecken.“ Er freue sich, sagt Fabian augenzwinkernd, „dass ich jetzt ein paar richtige Triathlons machen kann“, richtige Triathlons mit längeren Strecken. In der Liga stehen ausnahmslos Sprints auf dem Programm.

Eine Klasse für sich im Team SVL war in Trebgast wieder Cornelius Theus. Der Mann, der erst vor ein paar Tagen Vater geworden ist und kaum trainiert und nur wenig geschlafen hat, erreichte in Bayern einen tollen siebten Platz und sagt: „Ich hatte Bock, mit den Jungs eine gutes Teamergebnis zu erreichen.“ Die Kollegen waren bereits am Samstag vor dem Start angereist, Cornelius indes ist erst am Sonntag um fünf Uhr morgens mit dem Auto in Ludwigsburg losgefahren und dann zum Team gestoßen.

Beim Wasserstart habe es „ein Gehaue“ gegeben. Fabian, sagt Cornelius, habe einen sehr guten Tag im Wasser gehabt, deshalb habe er, Cornelius, sich an den Vereinskollegen gehängt und sei dann „gut durchs Getümmel gekommen“. Das Radfahren sei „hektisch gewesen“. Er sei halbwegs gut durchgekommen, trotz des wenigen Trainings „hatte ich gute Beine“. Beim Laufen sei es ihm zusammen mit einem Starter aus Darmstadt gelungen, „ein paar andere Athleten einzusammeln – ich bin sehr, sehr happy.“

Nils Friedrichs ist 31. geworden, sein Zwillingsbruder Lasse 33. Nils spricht von einem „guten und anstrengenden Wettkampf“, das Schwimmen sei „sehr, sehr eklig gewesen – mit viel Gekloppe“. Das Radfahren sei okay gewesen, „schade, dass Fabi wegen des Fahrfehlers eines anderen Athletens aus unserer Gruppe gefallen ist“.

Das Laufen sei bei ihm, Nils, „super gelaufen“. Fazit: „ein mega Wettkampf“. Lasse sagt, die ersten 150 Meter im Wasser seien „richtig Vollgas geschwommen“ worden. Die vier schnellsten Ludwigsburger seien als Gruppe zusammen auf die Radstrecke gegangen, „das hat Selbstbewusstsein gegeben“. Beim Laufen habe er ein paar Probleme gehabt, aber „wir haben wieder Erfahrung gesammelt“.

Lasse sagt, er sei happy über Sven Heinles Debüt in der Mannschaft, der für Sebastian Schober ins Team gerückt war. So ein Schwimmen mit viel Gehaue sei freilich hart, Sven dürfte „ein bisschen enttäuscht sein“, denn er habe Lehrgeld zahlt müssen. Lasse zu Sven: „Sei froh, dass du diese Erfahrung sammeln konntest.“

Sven selbst sagt etwas ernüchtert, er habe sich sein Debüt in der Zweiten Bundesliga anders vorgestellt. Er sei bei seinem aller ersten Massenstart überfordert gewesen, habe Panik bekommen und sei „raus aus dem Pulk“ geschwommen. Nach ein bisschen locker Brust schwimmen war er weit hinten. Er sei dann 20 Kilometer ohne eine Gruppe ganz allein Rad gefahren. Beim Laufen konnte der Debütant Sven ein paar Konkurrenten einholen.

Nach Trebgast, sagt Lasse – und spricht damit für das ganze Team – gelte es, sich gut zu erholen und zu trainieren – um dann top aufgestellt im August in das nächste Rennen in Viernheim zu gehen.


Schoettle-Areal: Stadt plant Gebiet mit bezahlbaren Wohnungen

0
  • Vorschlag für weiteres Vorgehen geht bald in den Gemeinderat
  • Bürgerinnen und Bürger sollen sich einbringen

Stuttgart.| In Stuttgart-Süd, wo aktuell noch das Statistische Landesamt untergebracht ist, soll ein gemischtes Gebiet entstehen: Ein Areal am Erwin-Schoettle Platz könnte künftig bezahlbare Wohnungen und Arbeitsplätze mit sozialen und kulturellen Angeboten verbinden. Stadt und Bürgerschaft haben das Potenzial des Gebietes erkannt. Die Verwaltung möchte daher im Herbst 2022 dem Gemeinderat einen Vorschlag zum weiteren Vorgehen machen.

Der Bürgermeister für Wirtschaft, Finanzen und Beteiligungen, Thomas Fuhrmann sagte am Montag, 27. Juni: „Bevor wir mit der Entwicklung starten, sind noch einige Hürden zu überwinden. Vor allen Dingen müssen wir die Flächen erwerben. Dazu sind wir bereits in guten Verhandlungen mit dem Eigentümer: Wir erkennen auch beim Land den Wunsch, hier ein gemischtes Quartier entstehen zu lassen.“

Der Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt, Peter Pätzold, sagte: „Das Gebiet hat mit seinen 0,6 Hektar ein großes Potential: Wer dort lebt und arbeitet, ist in der Innenstadt und zugleich einen kurzen Spaziergang vom Dornhaldenwald oder der Karlshöhe entfernt.“ Die Stadt habe bereits 2021 die Flächen in der Potenzialanlayse Wohnen berücksichtigt. „Daraus hat sich der Auftrag aus dem Rat ergeben für weitere Planungen. Die hierfür erforderlichen Finanzen sind im aktuellen Haushalt berücksichtigt. Klasse ist, dass sich Bürgerinnen und Bürger Gedanken zur Entwicklung und Zwischennutzungen machen. Die Verwaltung bereitet den Beteiligungs- und Planungsprozess vor. Darüber werden wir in wenigen Wochen mit dem Rat sprechen“, so Pätzold weiter.

Damit könnte Anfang nächsten Jahres ein Prozess starten, der die Ideen der örtlichen Initiativen und Fachleuten aufgreift. Ziel ist ein formaler Wettbewerb im Herbst 2023, der die Planungen für das Quartier konkretisiert. Im Raum steht die dann städtischen Grundstücke in Erbpacht und mit einem Konzeptverfahren zu vergeben. Darüber wird auch im morgigen Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik beraten.


Reds mit Siegteilung im Play-Off-Rennen gegen die Haar Disciples

0

Stuttgart.| Die Stuttgart Reds haben am vergangenen Samstag im heimischen TVC Ballpark am Cannstatter Schnarrenberg das erste Spiel des Doppelspieltags verloren und das zweite gewonnen. Die Baseballer des TV Cannstatt bleiben so im Rennen um die beliebten Play-Off Plätze der 1. Baseball-Bundesliga Süd. Bei noch vier anstehenden Spielen in den kommenden zwei Wochen liegen die Reds auf dem vierten Rang, nur einen Sieg hinter dem Kontrahenten aus dem Münchner Osten.

Im ersten Spiel des Tages legten die Reds gleich ganz stark los und konnten in den drei ersten Innings jeweils punkten. Nach drei der angesetzten Durchgänge führten die Hausherren mit 5:1. Besonders zu erwähnen sind dabei Drake Zarate und Jonas van Bergen, die mit ihren Home-Runs vier der Punkte nach Hause schlugen. Zur Hälfte des Spiels wachten die Gäste aus München hingegen auf und erzielten ihrerseits fünf Runs in einem Inning. Dies gelang des Gästen Hauptsächlich durch starke Schlagleistungen mit sehenswerten Bällen ins Feld, aber sie profitierten auch von kleinen Schwächen und Unsicherheiten der Reds. So konnten die Disciples nach fünf Innings erstmals die Führung mit 6:5 an sich reißen. Weitere drei Punkte im folgenden Abschnitt zementierten die Führung weiter. Das Team rund um Curtis diSalle konnte im siebten und achten Inning mit einem Homerun von Moritz van Bergen und einem weiten Schlag von Danilo Weber lediglich Ergebniskosmetik betreiben und auf den Endstand von 9:7 für die Gäste verkürzen.

Das zweite Spiel begann für die Reds ähnlich wie das erste: Mit je einen Punkt im ersten und zweiten Inning durch Drake Zarate und Yannick Witt war früh eine 2:0 Führung auf der Anzeigetafel. Stuttgarts Werfer Dustin Ward erledigte seine Aufgabe mit Bravour und ließ nur 2 gegnerische Punkte in Inning vier und fünf zu. Gleichzeitig schickte er ganze zehn Haarer Spieler per Strike Out direkt zurück auf die Bank. Mit muskulären Problemen musste durch Jose Pimentel im fünften Inning ersetzt werden. Pimentel knüpfte an die starke Leistung an und ließ in der zweiten Hälfte des Spiels keine weiteren Punkte für die Gäste zu. Insgesamt konnten gegen ihn sowieso nur vier Münchner die Bases erreichen. Genauso schwer machte es sein Gegenüber Zack Treece aber auch den Reds: Nach den beiden Punkten in Inning Eins und Zwei ließ er nur noch einen Stuttgarter Läufer punkten. Andrija Tomic wurde nach einem Fehler in der Verteidigung von Marco Cardoso zum 3:2 Endstand nach Hause geschlagen. Beide Teams ließen im letzten Drittel des Spiels nichts mehr anbrennen. So brachten die Reds die Führung über die Distanz, auch dank sehr starker Spielzüge in der Verteidigung.

Am kommenden Wochenende muss das Team des TV Cannstatt bei den aktuell fünft-platzierten Mainz Athletics ran. Die A’s konnten am Wochenende einen 10:0 Rückstand noch in einen Sieg drehen und brauchen gegen die Reds mindestens einen Sieg um noch Chancen auf die Play-Offs zu haben. Die Reds hingegen benötigen Ihrerseits möglichst jeden Sieg, da die Disciples gute Chancen auf Siege bei den Tübingen Hawks haben. Für die Reds läuft wohl alles auf einen großen Showdown am letzten Spieltag in München am 10. Juli hinaus. Da zwischen Platz drei und fünf aktuell nur zwei Siege unterschied bestehen, wird der Dreikampf im Süden der Republik mit Spannung verfolgt werden.


SVL will sich vorne in der Tabelle festsetzen

0

Die Saison in der Zweiten Bundesliga Triathlon hat erst vor rund zwei Wochen begonnen, aber jetzt am Wochenende steht bereits der dritte Wettkampf an. Ein strammes Programm. Am Sonntag im bayerischen Trebgast wollen die SVL-Männer ihren super Start als Aufsteiger bestätigen. Das Team Ludwigsburg belegt Platz zwei in der Tabelle.

Beim Trebgast Triathlon am Sonntag, 26. Juni, wird im Team des SV Ludwigsburg gewechselt. Weil Sebastian Schober am Wochenende bei einem Mitteldistanz-Wettkampf in Dänemark startet, rückt Sven Heinle in die Mannschaft, ei n top Läufer. Nils Friedrichs sagt mit Blick auf das Team: „Ich bin gespannt, wie es diesmal läuft.“ Zugespitzt könnte man sagen: viele besser geht’s kaum. Der Aufsteiger Ludwigsburg steht nach zwei sensationell guten Triathlons in Darmstadt und in Roth auf Platz zwei der Tabelle der Zweiten Bundesliga Süd.

Noch, so Nils, sei nicht ganz klar welche Strecke in Trebgast geschwommen werde – je länger, desto besser für die starken SVL-Krauler. Auf der Internetseite der Veranstalter sei nachzulesen, dass die Kurzdistanzler lediglich 500 Meter schwimmen, es gibt aber auch eine olympische Distanz (1500 Meter Schwimmen). Nun hoffen Nils und seine Kollegen, dass die Zweit-Liga-Starter auf die 750-Meter-Runde der Olympia-Distanz geschickt werden und nicht auf die kürzere Strecke.

„Vielleicht haben wir Glück.“ Aber abwarten. Die 500er-Runde käme indes dem Neuen im Team, Sven, womöglich zu Pass, so Nils. Auf der kürzeren Strecke „bin ich mir ziemlich sicher, dass Sven es in die zweite Gruppe schafft, die nach dem Schwimmen aufs Rad steigt.“ Er selbst freue sich auf diesen Wettkampf mit nicht so extrem hohen Temperaturen wie vor einer Woche in Roth. Die Konkurrenten vom Team Roth haben derzeit gleich viele Punkte wie der SV Ludwigsburg, Darmstadt liegt ganz vorne auf Platz eins. „Es wird spannend. Wir sollten gut abschneiden“, sagt Nils.

Offen ist wieder, ob Cornelius Theus dabei ist, der aktuell schnellste SVL-Mann. Er ist kürzlich Papa geworden und entscheidet – wie vor dem Rennen in Roth – kurz vor knapp, ob er Frau und Tochter allein lassen kann und will. Wenn der „Corni“ allerdings fehlt, dann wird es vermutlich schwer ganz vorne mitzumischen. Fabian Knobelspies sagt, der dritte Start in der dritten Woche sei “ziemlich hart, ziemlich anstrengend.“ Immer eine Stunde Vollgas geben, die Anreise, die Abreise – das gehe an die Substanz. Das Teamergebnis bezeichnet der Hawaiiqualifikant mit dem Worten „erstaunlich, unerwartet gut, sehr gut, fantastisch platziert.“

In Trebgast gelte es nun, zu sehen „ob wir dieses Niveau halten können“. Er hoffe, dass „wir Sven gut platziert auf die Laufstrecke bringen“. Sven sei ein guter Ersatz, aber „der Ausfall von Seb wiegt schwer“. Dass der Corni womöglich pausiert, „können wir alle – als Freunde – gut verstehen, als Teamkollegen hoffen wir aber, dass er dabei ist in Trebgast“.

Mit Blick auf die Kaderdichte sagt Fabian: „Wir können keinen weiteren Ausfall adäquat kompensieren.“ Der Routinier mahnt schon länger, dass der Verein versuchen sollte, einen weiteren Spitzen-Triathleten zum SVL zu holen. Fabian sagt, er rate „allen davon ab, bereits in dieser Saison den Aufstieg in die Erste Bundesliga anzupeilen“ – was bei Platz zwei ja naheliegend sein könnte. Der SVL könne jetzt „komplett ohne Druck an den Start gehen“ – und als Außenseiter die anderen guten Mannschaften weiter ärgern. „Ich selbst bin fit“, so Fabian, aber auch ein bisschen geschlaucht, die Freude auf „ein weiteres Rennen mit den Jungs“ sei trotzdem richtig groß.

Lasse Friedrichs hofft, dass für ihn „bei angenehmeren Temperaturen mehr drin ist als in Roth“, dass er besser läuft – sich möglichst unter den Top 30 platziert. Und er erhofft sich viel vom Newcomer Sven. Dieser sagt, er habe „große Lust“ auf sein Debüt in der Zweiten Bundesliga. Auch Sven betont, wie wichtig für die Mannschaft der Start von Cornelius ist. Falls dieser ausfalle, müssten die vier anderen Ludwigsburger Starter nämlich unbedingt alle gut ins Ziel kommen, denn ein fünfter SVL-Mann fehle als sogenanntes Streichergebnis.

Sven sagt, seine Schwimmform sei so gut wie nie, er habe im Winter viel Zeit im Wasser verbracht. „Hinter meinem Laufen steht aber noch ein großes Fragezeichen“, ausgerechnet – Laufen ist eigentlich seine Top-Disziplin. Er sei wegen einer Verletzung leider erst vor zwei Wochen wieder ins Lauftraining eingestiegen und erklärt trotzdem augenzwinkernd: „Ich hoffe, dass ich am Sonntag ein paar Jungs auf der Laufstrecke ärgern kann.“

Infos zum Triathlon in Trebgast www.triathlon-trebgast.de


Fertigstellung neuer A8-Anschlussstelle Plieningen rückt näher

0

Stuttgart.| Die neue Bahnstrecke zwischen Stuttgart und Ulm macht zusehends Fortschritte. Die Neubaustrecke verläuft landschaftsschonend parallel zur Autobahn A8 und kreuzt dabei auch die Anschlussstelle Plieningen. In diesem Bereich finden daher umfangreiche Bauarbeiten statt. Unter anderem werden die Autobahnausfahrt der A8 aus Richtung München sowie die Autobahnauffahrt in Richtung Karlsruhe umgebaut.

In der nächsten Bauphase stehen Restarbeiten an den neu gebauten Brücken, die über die neue Anschlussstelle führen, an. Die Ausfahrt aus Richtung München muss daher von Dienstag, 21. Juni, 2 Uhr bis voraussichtlich Sonntag, 10. Juli, 20 Uhr gesperrt werden. Die Auffahrt in Richtung Karlsruhe ist ebenfalls in diesem Zeitraum gesperrt. Die Auf- und Abfahrt der A8 aus Richtung München und in Richtung Karlsruhe erfolgt während der Sperrung über die Auffahrten Messe und Esslingen.

Zudem wird die Fahrbahn im Bereich des Knotenpunkts Anschlussstelle Plieningen/Bundesstraße 312 erneuert. Die B312 muss dafür im Bereich der Anschlussstelle zwischen Freitag, 8. Juli, 22 Uhr und Sonntag, 10. Juli, 20 Uhr gesperrt werden. Alle Umleitungen sind ausgeschildert.

Nach Abschluss der Arbeiten werden die Auf- und Abfahrten an der Anschlussstelle Plieningen dann vollständig in Betrieb genommen. Die Arbeiten an der neuen Südumfahrung Plieningen dauern noch bis voraussichtlich Ende 2022.


Triathlon Zweite Bundesliga: SVL bleibt vorne in der Tabelle

0

Wieder ein tolles Wochenende für die Triathleten des SVL. Die Männer sind in Roth mit einer super Teamleistung auf Platz fünf gelandet. Ludwigsburg setzt sich in der Tabelle der 2. Bundesliga weit vorne fest.

„Es war affenheiß, krasse Temperaturen“, sagt der SVL-Hawiaiiqualifikant Fabian Knobelspies. Der Start des Rothsee-Triathlons am Hitze-Samstag um 15.50 Uhr sei „taff“ gewesen, „grenzwertig“. Die Ludwigsburger ließen davon sich aber nicht weiter beeindrucken. Die Mannschaft landete später auf Platz fünf – was in K ombination mit dem dritten Platz vom vorigen Wochenende beim Triathlon in Darmstadt bedeutet: in der Tabelle der Zweiten Bundesliga bleibt der SVL weiter ganz vorne.

Ob Ludwigsburg Platz drei festigt oder gar auf Platz zwei vorrückt, war am Wettkampftag noch nicht abschließend geklärt. Es ist offenbar kompliziert das zu berechnen. Aber egal, die SVL-Triathleten sind super happy.

Beim Schwimmen, sagt Fabian, „durften wir uns den Startplatz aussuchen“, das Team wurde nämlich früh aufgerufen, wegen des besagten Bronzeplatzes in Darmstadt. Im Wasser sei es zu einer „krasse Klopperei mit viel Körperkontakt“ gekommen. Warum? Keine Ahnung, sagt Fabian. Vielleicht waren noch mehr gute Schwimmer am Start als in Darmstadt.

Das schwimmerische Niveau jedenfalls „war sehr hoch“. Alle Schwimmer seien nahezu „komplett als Pulk“ in die Wechselzone gekommen. Fabien erzählt nach dem Wettkampf, dass sein erster Wechsel „okay“ war. Beim Radfahren sei schnell eine größere Gruppe zusammengekommen, „wir vom SVL waren zu viert in dieser Gruppe“. Cornelius Theus, Lasse Friedrichs und Nils Friedrichs, Fabian Knobelspies.

Ein sehr kurviger Kurs mit drei kleine Runden a 6,5 Kilometer, das hieß: beschleunigen, bremsen, ran sprinten, überholen, überholen lassen, wieder ran sprinten, erneut abbremsen, trotzdem möglichst ruhig fahren. Fabian: „Ein ganz anderes Radfahren als auf der Langdistanz – kurze, intensive Peaks.“ Eigentlich ist Fabian – wie Cornelius – eher Langstreckler, beide starten im Oktober beim Iron Man, der WM auf Hawaii. Dennoch sind die zwei top durch den Wettkampf gekommen, durch die Hitzeschlacht in Bayern. Sein zweiter Wechsel sei auch okay gewesen, erzählt Fabian, „das Laufen war dann sehr, sehr heiß, am Main-Donau-Kanal zu rennen: tough“. Er sei zufrieden und sagt: „Die Richtung stimmt.“ Die Kernmessage aus seiner Sicht: „Mannschaftsleistung wieder super. Wie in der vorigen Woche.“

Der Co-Abteilungsleiter der SVL-Triathlon Abteilung, Jan Cartsburg, ist komplett begeistert: „Aller größter Respekt, ein mega Team.“ Der Aufsteiger Ludwigsburg hat sich ganz vorne in der Liga festgesetzt. Cornelius war wieder der schnellste SVL-Starter, gefolgt von Fabian, Sebastian Schober, Lasse Friedrichs und Nils Friedrichs.

Cornelius sagt, er habe wegen der Geburt seiner Tochter vor ein paar Tagen kaum trainiert und nur sehr wenig geschlafen. Er hatte sich erst kurz vor knapp für den Start entschieden. Schön fürs Team. Mutter und Kind geht es übrigens prächtig. Auch Cornelius spricht wegen der Temperaturen von „abartigen Bedingungen“. Er ist beim Schwimmen gut weggekommen und als zwölfter aus dem Wasser gestiegen. Beim Wechsel habe er leider den Sprung in die schnellste Radgruppe verpasst, war dann im großen Hauptfeld mit den drei SVL-Kollegen. Motto: Reserven sparen fürs Laufen bei diesem Wetter. Ein guter Wechsel, „ich hatte aber nicht die Super-Beine“. Nach einem „ordentlichen Kampf“ ist Cornelius dann auf „einen guten zehnten Platz“ und als schnellster Ludwigsburger ins Ziel gekommen. „Ich bin echt happy“ – auch wegen des Teamergebnisses.

Lasse Friedrichs sagt, er sei „deutlich besser als in Darmstadt“ durch das Rennen gekommen, besser geschwommen, beim Radfahren in der großen Gruppe geblieben und „das Laufen lief besser“. Lasse sagt, er habe „ein gutes Gefühl“ gehabt, trotz der Hitze. Sein Laufen bleibe aber ausbaufähig.

Sebastian erklärt, er habe das Schwimmen ein bisschen verpatzt, sei deshalb wieder in einer hinteren Radgruppe gefahren und wieder – wie in Darmstadt – mit etwa 90 Sekunden Rückstand vom Bike gestiegen. Er konnte dann aber noch ganz gut auflaufen, für eine Patz in der Spitze hat’s dennoch nicht gerecht. Wieder falsche Taktik gewählt, sagt er.

Nils Friedrichs: „Das Rennen war hart und heiß, leistungstechnisch lief es bei mir zumindest beim Laufen etwas besser als letzte Woche“, allerdings habe er „einige ärgerliche Fehler“ gemacht, in beiden Wechselzonen unnötig Zeit verloren, „und beim Radfahren war ich etwas zu oft vorn und hab’ Energie verschwendet“. Da er mit Teamplatz fünf „wieder das Streichergebnis war“, sei das für die Mannschaft nicht weiter schlimm, „aber für mich war es sehr, sehr ärgerlich.

Schon am kommenden Sonntag, 26. Juni, geht es weiter – mit dem Triathlon in Trebgast, Bayern. Danach pausiert die Liga bis Ende August.


Aktionstag „Innovation Lastenfahrrad“

0

Testparcours und Einblicke in spannende Forschungsprojekte auf dem Stuttgarter Karlsplatz

Aktionstag „Innovation Lastenfahrrad“ mit großem Testparcours aus dem neuen Programm „flottes Gewerbe“ und spannenden Ergebnissen aus aktuellen wissenschaftlichen Forschungsprojekten

Stuttgart.| Ein großer Testparcours zum Probefahren und spannende Ergebnisse aus aktuellen Forschungsprojekten der Wissenschaft erwartet die Besucherinnen und Besucher beim Aktionstag „Innovation Lastenfahrrad“ am Dienstag, 28. Juni, von 11 bis 16 Uhr auf dem Karlsplatz. Die Stadt Stuttgart bietet bei diesem Event zur gewerblichen E- Lastenradnutzung im Rahmen des Programms „flottes Gewerbe“ interessierten Unternehmen, Betrieben und Gewerbetreibenden die Möglichkeit, verschiedene E- Lastenräder zu vergleichen und sich umfangreich fachlich beraten zu lassen.

Die technische Entwicklung der E-Lastenräder bietet viel Raum für Innovationen, und die Einsatzmöglichkeiten im gewerblichen Bereich sind bereits heute sehr vielfältig. Diese Potenziale der Fahrzeuge und ihrer Nutzung werden im Rahmen des Stuttgarter Wissenschaftsfestivals an ausgewählten, aktuellen Forschungsprojekten auf dem Karlsplatz aufgezeigt.

Ines Aufrecht, Leiterin der Abteilung Koordination S21/Rosenstein und Zukunftsprojekte, sagt zum Engagement der Stadt Stuttgart: „Die Besucher des Aktionstags können sich ein umfassendes Bild zum aktuellen Stand der Technik von E-Lastenrädern, deren Leistungsfähigkeit und Handlichkeit sowie einer zukünftigen Entwicklung der Antriebstechnologie und der Ausstattung gewerblich genutzter Lastenräder machen. Damit wollen wir ganz konkret die Akteure des Wirtschaftsverkehrs auf ihrem Weg hin zu einer nachhaltigeren betrieblichen Mobilität unterstützen.“

Volker Zahn, Wirtschaftsverkehrsbeauftragter der Stadt Stuttgart, ergänzt: „Die Erfahrungen unserer Test-Pioniere, die beim Programm ‚flottes Gewerbe‘ über einen Zeitraum von mehreren Wochen Gelegenheit hatten, ein ausgewähltes Lastenrad- Modell unverbindlich in ihrem betrieblichen Einsatz ausgiebig zu testen, sind schon sehr eindrücklich. Viele Vor- aber auch Nachteile sowie die geeignete Größe und Ausstattung eines Fahrzeugs werden erst im täglichen Betrieb bei den Fahrten im Stadtgebiet unter Realbedingungen sichtbar. Positiv gesehen, haben die Pioniere beim Umstieg auf das E-Lastenrad vor allem die Möglichkeit zur Stauumfahrung, eine deutliche Zeitersparnis bei der Parkplatzsuche, hinzu kommt der geleistete Beitrag zur Reduzierung der Schadstoff- und Lärmemissionen.“

Mit der Konzeption und Durchführung des Programms hat die Stadt Stuttgart die cargobike.jetzt GmbH aus Berlin beauftragt. Projektleiterin Kirsten Havers sagt zum Konzept des Programms und des Testparcours: „Moderne E-Lastenräder müssen Unternehmen in der Praxis überzeugen. Dafür braucht es zum einen mehr Testmöglichkeiten und sichtbare Pioniere, zum anderen gute Beratung und verlässlichen technischen Service vor Ort.“

Ergänzend zum Test- und Beratungsangebot für gewerblich genutzte Lastenräder geben zwei wissenschaftliche Institutionen im Rahmen des Stuttgarter Wissenschaftsfestivals interessante Einblicke in ihre aktuellen Forschungsprojekte im Bereich der Lastenfahrräder. Dabei werden die Zukunft der gewerblich genutzten Lastenräder und Innovationen beim Antrieb und den Aufbauten anschaulich aufgezeigt. Das Institut für Fördertechnik und Logistik der Universität Stuttgart informiert über die ersten Ergebnisse seiner aktuellen Forschungsprojekte zu logistischen Prozessen zwischen Verteilzentrum und Empfänger sowie zu einem neuen, standardisierten Aufbau für gewerbliche Lastenräder. Dabei werden unter anderem Antworten auf die Fragen „Lastenrad auf hoher See – Was Lastenräder und Seecontainer gemeinsam haben?“ und „Wie sieht die Zukunft der Mobilität aus?“ gegeben.
Der Wissenschaftler Prof. Ralf Bogdanski von der TH Nürnberg bemängelt, dass „der Container eines Lastenrads auf kein anderes Lastenrad oder Lkw passt“. So funktioniere Logistik nicht. Auch der logistische Prozess von Verteilzentrum vor der Stadt bis zum Empfänger ist noch unklar: Wo wird der Container beladen? Kann die Versorgung mit der Entsorgung kombiniert werden? All diese Problem- und Fragestellungen verfolgt das Institut für Fördertechnik und Logistik der Universität Stuttgart. Auf dem Aktionstag „Innovation Lastenfahrrad“ informiert das Institut über die ersten Ergebnisse.

Die Institute für Technische Thermodynamik und für Fahrzeugkonzepte am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart präsentieren „Das Lastenfahrrad mit Wasserstoffversorgung – emissionsfrei und verkehrsentlastend in der Innenstadt liefern“. Hierbei werden die Potenziale dieser neuen Antriebstechnologie bei Lastenrädern aufgezeigt.

Lastenräder sind eine veritable Antwort auf die gewachsenen Anforderungen der Zustellung auf der letzten Meile. Zur Unterstützung der Fahrer werden in der Regel Batterien eingesetzt. Batterien haben jedoch Nachteile: ihre Leistung ist begrenzt, ihre Aufladung beansprucht Zeit, und bei niedrigen Temperaturen wird die Leistung gemindert.

Projektleiter Dr. Mathias Schulze am DLR-Institut für Technische Thermodynamik sagt: „Die emissionsfreie Brennstoffzellentechnologie des DLR liefert bis -20 Grad Celsius deutlich mehr Energie, ist in Sekundenschnelle wiederbefüllt und doppelt so langlebig wie Batterien zu vergleichbaren Kosten. Mit diesen Eigenschaften kann ein Brennstoffzellen-Lastenrad im Vergleich zu einem Lkw 5,5 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.“

Ausführliche Informationen zum Aktionstag und zum Programm „flottes Gewerbe“ sind unter www.stuttgart-steigt-um.de und www.flottes-gewerbe.de zu finden. Informationen zum Stuttgarter Wissenschaftsfestival 2022 sind unter https://wissenschaftsfestival.stuttgart.de/ nachzulesen.


Softball-Bundesligadamen der Stuttgart Reds mit zwei Siegen

0
  • Reds-Ladies setzen sich gegen die Karlsruhe Cougars auch zuhause zweimal deutlich durch
  • Nach 13:5 im ersten Spiel folgt im zweiten Spiel ein 10:0

Stuttgart.| Nachdem die Cougars vor Wochenfrist in zwei Spielen gegen die Reds keine Punkte erzielen konnten, war man gespannt, wie die Spiele im heimischen TVC Ballpark ablaufen würden. Die Reds starteten wie gewohnt mit Annie Stepniak als Pitcherin in das erste Spiel. Für die Cougars eröffnete Ruth Ziegler, die direkt einen Basehit erzielte. Anschließend mußte Lisa Delay zwar ein Strike Out hinnehmen, danach lud Stepniak jedoch durch zwei Walks die Bases.

Carmen Thiemecke konnte danach sogar durch ein 2 RBI-Single die ersten beiden Runs für die Cougars nach Hause schlagen. Nachdem sie ein weiteres Single abgeben musste, kam dann auch Stepniak besser ins Spiel beendete das Inning mit zwei weiteren Strike Outs.

Der etwas holprige Start in das Spiel schien die Offensive der Reds dann zu beflügeln. 2 Singles von Annie Stepniak, Walk und Single von Jessica Weil, Double Hope Cornell, Singles Maggie Kane, Coco Apel und Jule Breuninger ließen den Cougars keine Gelegenheit sich über die frühe Führung zu freuen und brachten ganze 8 Runs für die Cannstatterinnen auf die Anzeigetafel.

Von diesem Schlag mussten sich die Cougars erst einmal erholen, entsprechend konnten sie in den beiden folgenden Innings keine weiteren Runs erzielen, während die Reds in Abschnitt2 und drei jeweils einen Run nachlegen konnten.

Im vierten Inning stemmten sich die Cougars noch einmal gegen die drohende Mercy-Rule und legten noch einmal drei Runs vor, doch den Damen des TV Cannstatt gelang es postwendend den alten Abstand wiederherzustellen.

Da den Cougars im fünften Inning keine weiteren Runs gelangen, endete das Spiel dann doch vorzeitig nach fünf Innings mit 13:5 Runs für die Reds.

Im zweiten Spiel trat Amanda Berkley für die Reds in den Pitching-Circle. Nach einem Ground-Out kam Lisa Delay per Hit by Pitch auf Base, konnte aber direkt im Anschluß von der Reds-Defense gestellt werden, als sie auf einen Passed Ball auf die zweite Base vorrücken wollte und nicht mit dem harten und gezielten Wurf von Catcherin Jenny Weil gerechnet hatte, der so schnell an die zweite Base kam, dass Delay in einem Run-Down ausgemacht werden konnte.

Bei inzwischen mehr als 30 Grad auf dem Schnarrenberg kamen die Reds im ersten Inning selbst noch nicht so richtig in Fahrt, ein krachender Solo-Homerun von Hope Cornell wurde gerade noch vom der TVC-Geschäftsstelle gestoppt, sonst wäre er bis in den Talkessel hinuntergeflogen. Leider war zu diesem Zeitpunkt keine weitere Läuferin auf Base und die Reds mussten sich mit einem Run in diesem Inning zufriedengeben.

Im zweiten Durchgang gelang den Cougars bis auf ein Single nichts Nennenswertes, den Reds erging es allerdings nicht viel besser.

Nachdem die Cougars auch im dritten Durchgang leer ausgingen, erwachten bei den Reds die Schläger. Annie Stepniak schlug ein Single und wurde von Jessica Weil per Sacrifice Bunt auf die dritte Base geschlagen, ein Double von Hope Cornell führte zum nächsten Run der Runs, danach folgten Singles von Maggie Kane, Jennifer Weil und Amanda Berkley, sowie ein Sacrifice Bunt von Alia Petzold. Coco Apel erkämpfte sich einen Walk und bei zwei Aus und zwei Runnern on Base kam Nachwuchstalent Jule Breuninger an den Schlag. Schnell mit 1 Ball und 2 Strikes im Rückstand wehrte sie insgesamt drei Foulballs ab und drosch den 9. Pitch über den Zaun zum ersten Homerun ihrer Karriere und brachte die Runs 6, 7 und 8 für die Reds über die Platte.

Im vierten Inning blieben die Cougars ein weiteres Mal ohne Punkte, während die Reds nahtlos an den vorherigen Durchgang anknüpften. Maggie Kane mit ihrem dritten Hit im Spiel wurde von Jenny Weil durch ein langes Flyout im Rightfield auf die dritte Base geschlagen und punktete auf einen Wild Pitch. Anschließend luden drei Walks die Bases für Annie Stepniak, deren Schlag ins Outfield zwar für einen Inside-the-Park home run gereicht hätte, doch leider beendete der nächste Run bereits das Spiel, somit wurde ihr toller Schlag lediglich als Single gewertet.

Am Ende hatten sich die Reds bei Temperaturen deutlich über 30 Grad in zwei Spielen durchgesetzt  und liegen nun mit einem ausgeglichenen Punktekonto auf dem dritten Tabellenplatz, der zur Teilnahme und Ausrichtung der ersten Runde im Deutschlandpokal berechtigen würde.

Für die Damen stehen nur zwei spielfreien Wochenenden an, an denen die U22-EM in Kunovice in Tschechien ansteht, danach treten die Reds am 10.07. in Regensburg bei den noch ungeschlagen Guggenberger Legionären an.


Feuerwehr Stuttgart am Hitzewochenende im Dauereinsatz

0
  • Zahlreiche Einsätze für die Feuerwehr: Person im Neckar, Waldbrand, Unfälle
  • Maßnahmen zum Schutz der Einsatzkräfte bei langwierigen Einsätzen
  • Viele Rettungsdiensteinsätze aufgrund der Wetterlage
  • Unterstützung der Wasserversorgung beim Stuttgart-Lauf

Die Feuerwehr Stuttgart war beim aktuellen Hitzewochenende vom 17.-19. Juni mit zahlreichen haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften im Dauereinsatz. Bei den zahlreichen Einsätzen machten die hohen Temperaturen auch den Einsatzkräften zu schaffen. An den Einsatzstellen wurden die Feuerwehrfrauen und -männer oft ausgetauscht, auf häufiges Trinken geachtet und die schwere / warme Einsatzkleidung so oft wie möglich gelockert.
Neben den witterungsbedingten Einsätzen, war die Feuerwehr auch im Tagesgeschäft mit Bränden, Rettungsdiensteinsätzen, ausgelösten Brandmeldeanlagen, Heimrauch- meldern, Gasausströmungen, Tierrettungen, sowie Tür- und Aufzugsöffnungen überdurchschnittlich oft gefordert. Anbei eine Aufstellung größerer Einsatzstellen:

17.06.2022: Waldbrand
Am Freitagabend meldeten mehrere Personen eine starke Rauchentwicklung aus einem Waldstück im Bereich Vogelrainklinge. Durch einen Polizeihubschrauber konnte die genaue Brandstelle lokalisiert werden. Die Brandstelle erstreckte sich über eine Fläche von ca. 40 Quadratmetern. Die Brandbekämpfung erfolgte unter anderem mit einem Tanklöschfahrzeug-Waldbrand, vier Löschrucksäcken und zwei Löschrohren, welche speziell für die Waldbrandbekämpfung vorgehalten werden. Der Brand war gegen 22:00 Uhr unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten gestalteten sich schwierig, da der Boden zum Teil aufgebrochen werden musste, um letzte Glutnester zu löschen.

17.-19.06.2022: Viele Rettungsdiensteinsätze aufgrund der Wetterlage
In der Integrierten Leitstelle Stuttgart gingen überdurchschnittlich viele Notrufe aufgrund medizinischer Notfälle ein. Neben den alltäglichen Rettungsdiensteinsätzen, waren auch zahlreiche Fälle zu verzeichnen, welche auf die hohen Außentemperaturen zurückzuführen waren.
Auch die zwei Rettungswagen und das Notarzteinsatzfahrzeug der Feuerwehr Stuttgart waren über längere Zeiträume pausenlos im Einsatz.
Vereinzelt übernahmen auch Löschfahrzeuge der Feuerwehr die Erstversorgung bis zum Eintreffen eines Rettungswagens. Da alle Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Stuttgart auch als Rettungssanitäter*innen ausgebildet sind, kann somit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes eine Erstversorgung sichergestellt werden.

18.-19.06.2022: Unterstützung der Wasserversorgung beim Stuttgart-Lauf
Die Sportveranstaltung „Stuttgart-Lauf“ wurde auch in diesem Jahr wieder durch die Feuerwehr Stuttgart begleitet. Eine Führungsgruppe koordinierte in der Integrierten Leitstelle alle notwendigen Maßnahmen der Feuerwehr. Somit wurde sichergestellt, dass trotz der zahlreichen Straßensperren ein schnelles Eingreifen der Feuerwehr ermöglicht wird. Zudem besetzte die Freiwillige Feuerwehr Stuttgart – Abteilung Mühlhausen ihr Feuerwehrhaus, um im Bedarfsfall schnell ausrücken zu können.

19.06.2022: Feuerwehr Stuttgart Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Die Freiwillige Feuerwehr Stuttgart – Abteilung Logistik unterstütze die Veranstaltungs- leitung mit dem Auf- und Abbau von Trinkwasserstellen und zwei Duschzelten. Weitere Unterstützung kam von den Feuerwehren Marbach und Remseck.am Neckar Aufgrund der hohen Außentemperaturen kam der Wasserversorgung in diesem Jahr eine besondere Bedeutung zu.

18.06.2022: Unfall mit Stadtbahn
In Stuttgart-Heslach ist am Samstagnachmittag eine Fußgängerin von einer Stadtbahn erfasst worden. Die Fahrgäste in zwei an der Unfallstelle stehenden Stadtbahn wurden mit Unterstützung der Feuerwehr evakuiert.

18.06.2022: Tauchereinsatz im Neckar
Am Samstagnachmittag meldeten mehrere Anrufer eine versunkene Person im Neckar. An der Suche waren zahlreiche Einsatzkräfte von Feuerwehr, DLRG, Rettungsdienst und der Polizei beteiligt. Es kam auch ein Polizeihubschrauber, Feuerwehrtaucher und mehrere Boote zum Einsatz. Feuerwehrtaucher konnten den gesuchten Mann auf dem Grund des Neckars auffinden und an Land bringen. Die Person wurde vor Ort reanimiert und verstarb leider zu einem späteren Zeitpunkt im Krankenhaus.

18.06.2022: Brand in Hochhaus
Am Samstag kam es gegen 16:40 Uhr zu einem Brand auf dem Balkon eines Hochhauses mit Verrauchung der dazugehörigen Wohnung. Zwei verletzte Personen konnten durch die Feuerwehr in Sicherheit gebracht und durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus transportiert werden. Ein Hund konnte durch die Feuerwehr aus der verrauchten Wohnung gerettet und an einen Nachbarn übergeben werden.

18.06.2022: Gaslöschanlage sorgt für langwierigen Feuerwehreinsatz
Gegen 20 Uhr löste am Samstagabend eine Gaslöschanlage in einem Lagergebäude ohne erkenntlichen Grund aus. Da der betroffene Bereich nicht ohne Atemschutz betreten werden konnte, führte die Feuerwehr umfangreiche Belüftungsmaßnahmen mit Hochleistungslüftern durch. Gegen 22:30 Uhr konnte die Einsatzstelle an den Betreiber übergeben werden. Aufgrund der hohen Außentemperaturen wurden die Atemschutz- trupps regelmäßig ausgetauscht und ausreichend Mineralwasser zur Verfügung gestellt.