“In der Krise Köpfe kennen…”

Führungstreffen von Polizei und Feuerwehr im Landkreis Böblingen

Nach einer pandemiebedingten Zwangspause fand am Dienstagabend die zweite gemeinsame Dienstbesprechung des Führungspersonals des Polizeipräsidiums Ludwigsburg und der Kommandanten der Feuerwehren des Landkreises Böblingen statt. Auf Einladung von Polizeipräsident Burkhard Metzger und dem Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbands Böblingen, Markus Priesching, kamen die Angehörigen von Polizei und Feuerwehr ab 17.30 Uhr im Sitzungssaal der Feuerwache in Böblingen zusammen. Bereits bei der Begrüßung lobten Polizeipräsident Metzger und der Vorsitzende Priesching die hervorragende Zusammenarbeit und die gute Kommunikation zwischen den beiden Blaulichtorganisationen. In der Folge standen die Vorstellungen der Strukturen beider Organisationen sowie eine Präsentation des Einsatz-Nachsorge-Teams im Landkreis Böblingen auf der Tagesordnung. Unter anderem am Beispiel des Flugzeugabsturzes in Steinenbronn, der sich vor etwa einem Jahr ereignete, wurde das Vorgehen der Feuerwehr sowie das polizeiliche Handeln beleuchtet. Es wurde deutlich, dass die gegenseitige Unterstützung und das fachliche Miteinander ausschlaggebend für die insgesamt außerordentlich gute und besonnene Einsatzbewältigung waren, insbesondere mit Blick auf das für alle sehr belastende Ereignis. Insgesamt kam es zu einem intensiven Dialog zwischen Polizei und Feuerwehr.

“In der Krise Köpfe kennen, ist einfach wertvoll”, so Polizeipräsident Burkhard Metzger, “und deshalb freuen wir uns besonders darüber, dass unser heutiges Treffen stattfinden kann”.

“Ein regelmäßiger Erfahrungsaustauch der Führungskräfte von Polizei und Feuerwehr ist für alle gewinnbringend und ein Garant für die erfolgreiche Bewältigung gemeinsamer Einsätze. Gerade in schwierigen Situationen ist es wichtig, dass man sich gut kennt und aufeinander verlassen kann. Wir danken Polizeipräsident Burkhard Metzger und der gesamten Führungsriege außerordentlich für die sehr gute Zusammenarbeit und den gemeinsamen Dialog. Mit Kurzvorträgen von Polizei und Feuerwehr und den persönlichen Gesprächen war es wieder eine sehr gelungene Veranstaltung”, betonte der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands, Markus Priesching, ergänzend.

Die gemeinsamen Dienstbesprechungen zwischen dem Polizeipräsidium Ludwigsburg und den Kreisfeuerwehrverbänden Ludwigsburg und Böblingen finden im jährlichen Wechsel der Landkreise statt.


Gault&Millau ehrt die zehn besten Winzer Deutschlands

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Erstmals mit der Vergabe von fünf roten Trauben

Im Rahmen eines Celebration Lunches gründet G&M außerdem die „Gault&Millau Akademie“ und lädt die besten Winzer und Köche/ Gastgeber zur gemeinsamen Initiative ein.

München/ Baiersbronn, 7.07.2022.| Ein denkwürdiger Augenblick in einer besonderen Atmosphäre: Gault&Millau ehrt die zehn besten Winzer Deutschlands, alle mit Weltgeltung und erstmals in diesem Jahr mit fünf roten Trauben ausgezeichnet – einem Novum zum dreißigjährigen Jubiläum des bekanntesten Wein-Guides Deutschlands. Ort war der Morlokhof, ein geschichtsträchtiger Hof, der zum Hotel Bareiss gehört und vor rund zwanzig Jahren aufwändig im Auftrag von G&M-Gastronom des Jahres 2022 Hermann Bareiss (Foto 7.v.l.) restauriert worden ist. Neben dem bekannten Hotelier waren folgende Winzerinnen und Winzer am 3. Juli in Baiersbronn anwesend und wurden geehrt (Foto v.l.n.r.): Valentin Rebholz, Weingut Ökonomierat Rebholz in der Pfalz, Matthias Aldinger, Weingut Aldinger im Remstal, Gaby und Helmut Dönnhoff, Weingut Dönnhoff an der Nahe, Wilhelm Weil, Weingut Robert Weil im Rheingau, Otto Geisel, Hermann Barreiss, Christoph Wirtz, Heide und Volker Raumland, Sekthaus Raumland in Rheinhessen, Monika und Paul Fürst, Weingut Rudolf Fürst in Chur-Franken, Julian Huber Weingut im Breisgau, Hansjörg Aldinger, Weingut Aldinger im Remstal, sowie Dr. Katharina Prüm, Weingut Joh. Jos. Prüm an der Mosel (nicht auf dem Foto). Publisher Hans Fink (Foto re.) und Otto Geisel, Leiter des Expertenrats übergaben die Urkunden. Die Ehrungen sind im aktuellen Gault&Millau Buch „Die besten Weine Deutschlands“ publiziert.

Außerdem gründeten die Anwesenden zusammen mit G&M Chefredakteur Christoph Wirtz die „Gault&Millau Akademie“. Ziel ist es mit den zehn besten Weinproduzenten und den zwölf besten Köchen Deutschlands innovative und zukunftsweisende Erfahrungen und Erkenntnisse der Wein-, Koch-, Ernährungs- und Lebenskultur noch bekannter und bewusster zu machen, sowohl der Fachwelt als auch der allgemeinen Öffentlichkeit.

Die Begründungen der Auszeichnungen im Einzelnen, auch für die nichtanwesenden Egon Müller und Klaus Peter Keller:

Die Faszination der Weil’schen Weine ist nur schwer in Worte zu fassen, ihre Noblesse und Gediegenheit lassen einen ehrfürchtig auf das blicken, was im Glas ist. Diese eigene und für den Rheingau stilprägende Stilistik, die seit 1987 von Wilhelm Weil, dem Urenkel des Gründers Dr. Robert Weil, geprägt wird, kann vielleicht mit herausragend guten Lagen wie dem Gräfenberg und dem Turmberg erklärt werden, natürlich auch mit dem Einsatz ausgeklügelster Kellertechnik und geradezu akribischem Streben nach bester Qualität. Oder damit, dass man sich nicht auf der Tradition des Hauses ausruht, sondern trotz allem Erfolg immer wieder neue feine Stellschrauben dreht.

Von der ehemaligen Kaiserstadt Trier sind es nur noch knapp zehn Kilometer in den kleinen, aber feinen Weinbauort Wiltingen an der Saar, wo ein Mann derart erlesene Rieslinge produziert, dass er national wie international immer wieder ehrfurchtsvoll als „Kaiser des deutschen Weinbaus“ geadelt wird. Egon Müller IV., die Reben-Majestät vom Scharzhofberg produziert in sechster Generation Spitzenweine von Weltrang, Das Weingut ist seit dem 18. Jahrhundert im Familienbesitz, der Ursprung geht sogar bis ins Jahr 700 zurück.

Das reine Riesling-Gut Joh. Jos. Prüm, entstand 1911 nach einer Erbteilung und gehört seit Jahrzehnten ohne Zweifel in den Olymp der Weltweingüter. Vielleicht liegt es daran, dass die Macher niemals betriebsblind wurden, Manfred Prüm und seine Tochter Katharina sind beide promovierte Juristen, die mit ungemein viel Gefühl und weinbaulichem Sachverstand ihre Ausnahme-Weine auf die Flasche bringen, die in ihrer Machart nur ein Urteil zulassen: Weltklasse. Ein Weinwelt-Wunder für sich sind die Spitzen-Lagen an der Mittelmosel, allen voran die Wehlener Sonnenuhr und das Graacher Himmelreich, Garanten für maximal elegante ungemein eigenständige Rieslinge, die in ihrer langjährigen erfrischenden Trinkfreudigkeit schier unsterblich scheinen.

Die Latte für Hansjörg und Matthias Aldinger lag denkbar hoch, als sie die Verantwortung für die Weine von Vater Gert übernahmen. Doch mit Leidenschaft und viel Fingerspitzengefühl haben sie das ohnehin bärenstarke Portfolio noch einen Tick feiner, differenzierter und präziser gemacht. Ob Lemberger, Spätburgunder oder Riesling: Überall glänzt der Fellbacher Betrieb, so wissen auch der mit Verve wiederbelebte Trollinger, der feinste Sauvignon der Republik wie der überwältigende Brut Nature Sekt zu überzeugen.

Seit 30 Jahren widmet sich Volker Raumland mit Hingabe ausschließlich der Herstellung von Sekt aus allerbesten Grundweinen, deren handverlesene Trauben auf zehn Hektar biozertifizierter Rebfläche wachsen. Äußerst kenntnisreich lässt man in diesem Sekthaus die subtilen Kompositionen lange auf der Hefe liegen, um den feinen Schaumweinen ihren besonderen Schliff zu geben. Mit den Töchtern Marie-Luise und Katharina ist bereits die nächste Generation aktiv und wird weiterhin dafür sorgen, dass die deutsche Sektkultur mit Raumland’schen Impulsen ihre nationale wie internationale Reputation weiter festigt.

Wer früher ganz hervorragende Pinot Noirs kosten wollte, musste vornehmlich ins Burgund fahren. Heute reicht ein Abstecher nach Malterdingen ins Weingut Bernhard Huber. Dort gelingt es Julian Huber mit Unterstützung seiner Mutter Barbara, Jahr für Jahr enorm ausdrucksstarke und finessenreiche Spätburgunder zu erzeugen. Julian Huber führt das Gut mit eigenen Ideen im Kopf und dem Vermächtnis des Vaters im Herzen.Die Top-Lagen des Betriebes sind der Malterdinger Bienenberg, der Hecklinger Schlossberg, die Bombacher Sommerhalde und die Alte Burg in Köndringen.

Paul Fürst machte vor Jahren mit fränkischer Beharrlichkeit und wohltuender Ruhe in nur wenig Zeit aus dem elterlichen Weingut eine Pilgerstätte für tiefgründige rote Burgunder, wie sie sonst nur an der Côte d‘Or wachsen. Burgundische Eleganz mitten in der bodenständigen fränkischen Provinz, eine äußerst gelungene vinologische Symbiose mit finessenreichem und dabei markantem Geschmacksprofil, Weine, die heute Kultstatus genießen. Längst hat Sohn Sebastian das Ruder übernommen, führt die sprichwörtliche Beständigkeit seines Vaters fort, spielt ebenso souverän mit den weißen Sorten und garantiert die einzigartige Klasse der Fürst-Weine, die jedes Jahr erneut Maßstäbe setzen

Seit Jahren entstehen in dem Oberhausener Weingut Gewächse von monumentaler Strahlkraft, vinologische Kunstwerke mit Bodenhaftung. Wer glaubte, dass mit der Staffelübergabe vom Vater auf den Sohn der Höhenflug beendet sei, muss sich eines Besseren belehren lassen. Cornelius Dönnhoff steht seinem Vater in nichts nach, die trockenen wie restsüßen Rieslinge sind auch unter seiner Regie außergewöhnlich und erstklassig. Immer wieder beeindrucken die Weine aus der Niederhäuser Hermannshöhle, die einst Helmut Dönnhoff mit seinen imposanten, aber hocheleganten wie langlebigen Weinen zu einem der bekanntesten Weinberge Deutschlands gemacht hat.

Der Verzicht auf Kontrolle ohne Kontrollverlust funktioniert nur dann, wenn der Winzer mit Ruhe und Gelassenheit gepaart mit größtem Kenntnisreichtum an dieses anspruchsvolle Unterfangen herangeht: Genau das charakterisiert das Wesen und die Arbeitsweise im Weingut Ökonomierat Rebholz mit Hansjörg und Birgit sowie den Söhnen Valentin und Hans. Ihre Weine spiegeln den Respekt der Familie vor der gesamten jahrhundertealten Pfälzer Wein-Kulturlandschaft. Die herausragenden Lagen Kastanienbusch, Im Sonnenschein und Ganz Horn bringen unter der Ägide von Familie Rebholz unverwechselbare, bestechend gut balancierte und bestens lagerfähige Weine hervor.

Seit Jahrzehnten steht das Weingut der Familie Keller in Flörsheim-Dalsheim im Fokus vieler Weininteressierter aus aller Welt und darf getrost als Ausnahmebetrieb bezeichnet werden. Winzer Klaus Peter Keller produziert in aller Ruhe und ohne großes Aufsehen um seine Person einen Spitzenjahrgang nach dem anderen. Ohne ihn und seine Weine wäre Rheinhessen sicher um eine spannende Winzerpersönlichkeit mit Ecken und Kanten und einen kompromisslosen Qualitätsmotor ärmer. Kellers Weine taugen hervorragend als Aushängeschild Rheinhessens und gleichzeitig als bestes Beispiel für den Aufstieg einer lange unterschätzten Region in den vinologischen Olymp, wo die Weine auf Weltklasse-Niveau versammelt sind.


Felsräumarbeiten an der Albsteige

Ab Montag 11.07.2022 werden auf der Steige im Zuge der Kreisstraße 1264 in Lenningen zwischen den beiden Ortsteilen Unterlenningen und Hochwang an verschiedenen Stellen Felsräumarbeiten durchgeführt. Die Arbeiten dienen zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit. Es werden an verschiedenen Stellen die Felssicherungsnetze geöffnet und das lose Material entnommen. Die Arbeiten werden unter Verkehr auf der Kreisstraße ausgeführt und an der Baustelle über eine Signalanlage vorbeigeführt.


 

Stuttgart erhält Ehrenplakette des Europarats

Auftakt für Treffen der Partnerstädte

Stuttgart.| Die Stadt Stuttgart hat Ehrenplakette des Europarats erhalten. Ausgezeichnet wird ihr vielfältiges Engagement für europäische Grundwerte der Rechtsstaatlichkeit, Meinungsfreiheit und Achtung der Menschenrechte. Doris Barnett, MdB a.D. und ehemaliges Mitglied der Parlamentarischen Versammlung, hat Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper die Ehrenplakette am Mittwoch, 6. Juli, übergeben. Die Feier im Stuttgarter Rathaus war Auftakt für ein dreitägiges Treffen der Städtepartner.

OB Nopper sagte „Stuttgart erhält die dritte Stufe des Europapreises des Europarats, nachdem wir in geradezu schwindelerregender Geschwindigkeit im Jahr 2019 das Europadiplom und im Jahr 2020 bereits die Ehrenfahne erhalten hatten. Wir sind damit dem Reich der Vollkommenheit und der Vollendung bei den Auszeichnungen des Europarats sehr nahe, aber wir haben es noch nicht erreicht. Die Ehrenplakette des Europarats ist für uns jedoch Ansporn und Anreiz, auch die vierte und höchste Auszeichnungsstufe anzustreben, den Europapreis.“ Und weiter: „Die Europaplakette ist gerade auch den vielen Aktiven und Ehrenamtlichen in unserer Stadt zu verdanken. Sie ist denjenigen zu verdanken, die sich seit vielen Jahren für die Zusammenarbeit mit unseren 10 Partnerstädte engagieren, aber auch den vielen Vereinen, den vielen Engagierten in bürgerschaftlichen Projekten und in verschiedenen zivilgesellschaftlichen Initiativen, die sich für Bildung, Jugend, Sport und Kultur im grenzüberschreitenden Maßstab einsetzen.“

Doris Barnett erklärte in ihrer Laudatio: „Diese Ehrenplakette 2021 erhalten Sie heute als Auszeichnung und Anerkennung für die großen Verdienste Ihrer Stadt und das Engagement Ihrer Einwohner und Einwohnerinnen um die europäische, ja sogar internationale Partnerschaft. Sie sind Säulen eines geeinten, freien, friedlichen und blühenden Europas.“

Aus Anlass dieser besonderen Anerkennung sind zahlreiche und hochrangige Vertreterinnen, Vertreter und Jugendliche fast aller Stuttgarter Städtepartnerschaften nach einer langen pandemiebedingten Pause zu einem dreitägigen Städtepartnerschaftstreffen nach Stuttgart gereist. Sie tauschen sich mit Kolleginnen und Kollegen aus Stuttgart zu den Themen Klimaschutz, Umgang mit den Auswirkungen des Ukraine-Kriegs, sozialer Zusammenhalt sowie Jugendbeteiligung in Stuttgart aus. Vor dem Hintergrund des Europäischen Jahrs der Jugend 2022 hat die Stadt Stuttgart die Aktivitäten im Bereich der Jugendbeteiligung mit Partnerstädten und im Rahmen des Städtenetzwerks Eurocities intensiviert.

Europadiplom, Ehrenplakette und Ehrenfahne

Die Stadt Stuttgart pflegt seit Jahrzehnten intensive und lebendige Beziehungen zu ihren Partnerstädten. Vor diesem Hintergrund hat sie sich 2018, vertreten durch die Abteilung Außenbeziehungen, für die Auszeichnung der Ehrenplakette des Europarats beworben. 2019 hat die Landeshauptstadt die erste Stufe des Europapreises, das Europadiplom, sowie 2020 in zweiter Stufe die Ehrenfahne erhalten. Die dritte Stufe der Ehrung für das vielfältige und aktive Engagement der Stadt Stuttgart für Europa erhielt die Stadt bereits im April 2021 für ihre öffentlichkeitswirksamen transatlantischen Aktivitäten rund um das 60-jährige Bestehen der Partnerschaft mit St. Louis sowie aktuelle Themen und Initiativen, die das Eintreten für europäische Grundwerte der Rechtsstaatlichkeit, Meinungsfreiheit und Achtung der Menschenrechte zum Ziel hatten.

Über den Europapreis

Der Europapreis wurde 1955 von der Parlamentarischen Versammlung des Europarats in Straßburg ins Leben gerufen. Er zeichnet Städte und Gemeinden aus, die sich um die Förderung der europäischen Idee besonders verdient gemacht haben. Um den Europapreis zu erhalten, müssen Städte ein vierstufiges System durchlaufen und sich zunächst um das Europäische Diplom, die Ehrenfahne und die Ehrenplakette bewerben und diese verliehen bekommen. Der Landeshauptstadt ist es gelungen, diese drei Auszeichnungen innerhalb von vier Jahren zu erhalten, was sehr außergewöhnlich ist.

2021 wurden nur fünf Ehrenplaketten verliehen. Neben Stuttgart wurden auch Dortmund und Memmingen ausgezeichnet. Den Europapreis, die vierte und letzte Stufe, erhielt die Stadt Khmelnytskyi in der Ukraine.


Wüstenrot kooperiert mit Nürnberger Versicherung

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Die Wüstenrot Bausparkasse AG setzt den Ausbau ihres Partnernetzwerks im Bereich Bausparen und Baufinanzierung fort: Ab Anfang Juli 2022 vermittelt die Nürnberger Versicherung über ihren eigenen Ausschließlichkeitsvertrieb Wohnsparverträge für Wüstenrot. Zusätzlich wird die traditionsreiche Versicherung auch bei Wohndarlehen mit der Bausparkasse zusammenarbeiten.

Mit der Vereinbarung baut Wüstenrot ihre Position als „Die Kooperations-Bausparkasse“ stetig weiter aus. Schon heute arbeitet sie mit zahlreichen Partnern aus dem Bank- und Versicherungswesen zusammen, ebenso gibt es Kooperationsabkommen mit Verbänden und Gewerkschaften. Durch die Zusammenarbeit mit der Nürnberger Versicherung erschließen sich für Wüstenrot jetzt weitere Chancen bei der Neukundengewinnung und beim Folgegeschäft.

Bernd Hertweck, Vorstandsvorsitzender der Wüstenrot Bausparkasse: „Wir freuen uns sehr, mit der Nürnberger Versicherung als neuem Partner zusammenarbeiten zu können. Der Baufinanzierungsmarkt ist ein Wachstumsmarkt, weil die eigene Wohnimmobilie bei den Menschen hoch im Kurs steht und die Nachfrage nach Modernisierungs- und Renovierungsmaßnahmen, insbesondere unter energetischen Gesichtspunkten, stetig steigt. Hier wollen wir mit der Nürnberger zusätzlich um das Vertrauen der Kundinnen und Kunden werben.“

Aktuell sorgen die stark steigenden Baufinanzierungszinsen für zusätzliche Impulse im Bauspar- und Finanzierungsgeschäft. Um weiteren möglichen Zinserhebungen zu entgehen, besteht bei vielen Interessentinnen und Interessenten derzeit eine große Nachfrage nach einer schnellen Realisierung von Baufinanzierungen. Zugleich locken auf der Bausparseite die im Vergleich noch sehr günstigen Bauspardarlehenszinsen von gut 1 Prozent zahlreiche Kundinnen und Kunden, die sich dieses Zinsniveau noch über Jahre sichern wollen.

Andreas Politycki, Vertriebsvorstand der Nürnberger Versicherung, ergänzt: „Dank dieser Kooperation können wir unseren Kundinnen und Kunden nun auch in diesem sehr wichtigen Bereich finanzieller Lebensplanung attraktive Angebote unterbreiten. Dafür ist jetzt der ideale Zeitpunkt.“


Keine Steuervergünstigung für allgemeine Handwerkerleistungen

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Bauliche Maßnahmen wie die Erschließung von Straßen in Wohngebieten oder Hausanschlusskosten werden in der Regel von der öffentlichen Hand beauftragt und ausgeführt. Die Kosten hierfür werden allerdings oftmals ganz oder teilweise von den Anwohnern getragen. Ob ein solcher privater Baukostenzuschuss steuerlich abgesetzt werden kann, war Inhalt eines Rundschreibens des Bundesfinanzministeriums an die Finanzämter, wie die Wüstenrot Bausparkasse ausführt.

Im konkreten Fall musste ein Steuerzahler aus Sachsen bei der Neuverlegung einer Mischwasserleitung auf öffentlichem Grund und Boden, aber in der Nähe seines Grundstücks, einen Teil der angefallenen Kosten privat begleichen. Den gezahlten Betrag wollte er als haushaltsnahe Handwerkerleistung steuermindernd geltend machen. Er berief sich darauf, dass für handwerkliche Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen im eigenen Haushalt eine Steuerermäßigung in Höhe von 20 Prozent der Arbeitskosten, höchstens 1.200 Euro pro Jahr, in Anspruch genommen werden kann.

Das zuständige Finanzamt lehnte die Forderung ab – und auch der Bundesfinanzhof entschied inzwischen gleich mehrmals in vergleichbarer Art und Weise (Az. VI R 50/17, Az. VI R 18/16). Die Begründung: Besteht zwischen den angefallenen Kosten und dem eigenen Haushalt kein konkreter Zusammenhang oder sind womöglich mehrere Haushalte von einer baulichen Gesamtmaßnahme betroffen, können die Zahlungen des einzelnen Steuerzahlers hierfür nicht als haushaltsnahe Handwerkerkosten geltend gemacht werden.

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat die Entscheidungen zum Anlass genommen, die Finanzämter nochmals zu diesem Thema zu sensibilisieren: Nach seinen Ausführungen fehlt es bei Gesamtmaßnahmen, die gleichzeitig mehrere Haushalte betreffen, am erforderlichen räumlich-funktionalen Zusammenhang zum Haushalt des einzelnen Grundstückseigentümers oder der einzelnen Grundstückseigentümerin. Für privat gezahlte Erschließungskosten zu öffentlichen Baumaßnahmen gibt es damit auch weiterhin keine Steuerermäßigung im Rahmen der haushaltsnahen Handwerkerleistung.


Stuttgart Reds erleiden harten Dämpfer im Kampf um die Play-Offs

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Die Bundesliga Baseballer des TV Cannstatt verlieren beide Spiele beim direkten Kontrahenten aus Mainz deutlich mit 0:13 und 7:16.

Bei eigentlich bestem Baseballwetter reisten die Stuttgart Reds nach Mainz um den Play-Off Einzug perfekt zu machen. Mit zwei Siegen gegen den direkten Verfolger wäre der vierte Platz in der Süd Gruppe der Baseball-Bundesliga sicher gewesen. Doch alles kam ganz anders: Die Mainz Athletics rund um ihren Start-Werfer Tim Stahlmann erwischten einen Sahnetag und konnten die roten Offensiv wie defensiv dominieren. So stand es bereits nach drei gespielten Spielabschnitten 9:0 für die Gastgeber. Die Hausherren beeindruckten dabei mit harten, weiten Schlägen ins Outfield und darüber hinaus. Die Stuttgarter Offensive war von solchen Erfolgen weit entfernt. Lediglich Jonas van Bergen und Yanis Weber konnten die Bases per Hit erreichen. Das Endergebnis lautete damit nach einem auf sieben Innings verkürzen Spiel 13:0.

Das zweite Spiel des Spieltages fand am Samstagnachmittag statt und begann für die Reds besser. Mainz konnte zwar im dritten Spielabschnitt mit 1:0 in Führung gehen, die Reds konterten aber direkt im Anschluss und konnten nach ihrer Offensive zum ersten Mal an diesem Wochenende eine 3:1 Führung für sich verbuchen. Nach zwei Freiläufen für Danilo Weber und Drake Zarate drosch Jonas van Bergen den Ball weit ins Spielfeld und brachte damit die ersten beiden Stuttgarter Punkte auf die Anzeigetafel. Ramon Uhl schlug van Bergen direkt im Anschluss zum 3:1 nachhause.

Die Athletics zeigten sich davon Unbeeindruckt und konnten in ihrer Hälfte des vierten Innings ganze sieben Punkte erzielen und den Reds damit die Führung wieder entreißen. Dabei waren es wieder gut Platzierte Schläge aller Mainzer Spieler die für die Reds nicht fangbar waren. Nach vier von neun Spielabschnitten stand es damit 8:3 für die Gastgeber. Diese Führung sollte auch bis zum Spielende halten. Zwar konnten die Reds im fünften und sechsten Inning noch drei, respektive einen Punkt machen und damit nochmals Morgenluft schnuppern, da der Rückstand nur noch einen Punkt betraf.

Vor allem da die drei Punkte im fünften Abschnitt durch gute Kontakte nach kleinen schwächen des Mainzer Werfers Grund zur Hoffnung waren. Mainz zog aber mit drei Punkten im sechsten Abschnitt wieder davon und versetzte den Reds mit weiteren fünf Punkten im vorletzten Inning den 16:7 Todesstoß.

Durch dieses Ergebnis und den Doppelsieg der Haar Disciples sind die ersten drei von vier Play-Off Plätze fest vergeben. Regensburg steht bereits als Süd-Meister fest, Heidenheim und Haar liegen uneinholbar auf den Rängen zwei und drei. Es kommt also zum großen Fernduell um den vierten Platz am kommenden Wochenende. Mainz empfängt den Tabellen-sechsten Mannheim und die Reds müssen in Haar ran. Das Team um Headcoach Cortis diSalle kann zwar am Freitag das Spiel der Mainzer verfolgen ehe man am Sonntag nach München reist, ein Sieg der Mainzer sollte allerdings nur Formsache sein. Somit stehen die Cannstatter im Zugzwang und müssen zweimal ,gewinnen um den vierten Platz sicher zu machen.


Gemeinderat stimmt für Martin Körner als neuer Referatsleiter

Stuttgart.| Der Gemeinderat hat am Donnerstag, 30. Juni, der Einstellung von Martin Körner als Leiter des Referats Strategische Planung und Nachhaltige Mobilität zugestimmt. Körner trat am 1. Juli sein neues Amt offiziell an.

Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper begrüßte die Entscheidung des Gemeinderats und sagte: „Ich freue mich darüber, dass auch der Gemeinderat Martin Körner klar und deutlich das Vertrauen ausgesprochen hat. Das ist der kraftvolle Startschuss für eine fruchtbare Zusammenarbeit und es ist das Signal, dass Kommunalpolitik zuallererst pragmatische Sachpolitik ist. Ich bin mir sicher, dass Martin Körner den Oberbürgermeister in vielen grundsätzlichen strategischen Fragen wirkungsvoll unterstützen wird.“

Martin Körner sagte: „Ich danke dem Gemeinderat für sein klares Votum und den damit verbundenen Vertrauensvorschuss. Die neue Aufgabe packe ich mit viel Freude an, denn ich blicke einer Zusammenarbeit mit vielen motivierten und kompetenten Kolleginnen und Kollegen in der Verwaltung entgegen. Ich setze darauf, mit dem OB und dem Gemeinderat gemeinschaftlich einen Beitrag zum Gemeinwohl dieser wunderbaren Stadt zu leisten. Thematisch möchte ich mich insbesondere in Fragen der Mobilität, des Klimaschutzes und des Wohnens einbringen.“

Der 51-jährige Körner ist studierter Volkswirt und kann auf über 20 Jahre Erfahrung in der Kommunal- und Landespolitik zurückblicken. Er arbeitete bis zuletzt als Vorsitzender der SPD-Fraktion im Stuttgarter Gemeinderat und als Parlamentarischer Berater für Finanz-, Wirtschafts- und Wohnungspolitik der SPD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg. Zuvor übte er von 2006 bis 2011 die Position des SPD- Fraktionsgeschäftsführers im Landtag aus. 2009 bis 2014 war er Bezirksvorsteher von Stuttgart-Ost. Er lebt seit vielen Jahren mit seiner Familie im Stuttgarter Osten.

Mit dem Wechsel in die Verwaltung scheidet Körner aufgrund eines damit eingetretenen sogenannten Hinderungsgrundes automatisch aus dem Gemeinderat aus. Die Feststellung des Ausscheidens wird der Gemeinderat in seiner Sitzung am 7. Juli treffen. In dieser Sitzung wird auch die Verabschiedung von Martin Körner als Stadtrat und die Verpflichtung des für die SPD in den Gemeinderat nachrückenden Udo Lutz stattfinden.


Dürr AG feiert 125-jähriges Jubiläum

Bietigheim-Bissingen, 30. Juni 2022.| Nur wenige Unternehmen werden 125 Jahre alt und stehen technologisch an der Spitze. Dem Dürr-Konzern ist diese Leistung gelungen. Gestern Abend hat der Maschinen- und Anlagenbauer sein 125-jähriges Firmenjubiläum mit 250 Gästen aus Wirtschaft und Politik gefeiert – wegen Corona ein Jahr später als geplant. Als Gastredner gratulierten die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und Porsche-Produktionsvorstand Albrecht Reimold. Auf der Bühne blickten Heinz Dürr und Vorstandschef Dr. Jochen Weyrauch gemeinsam nach vorne und zurück. Am Samstag werden die Feierlichkeiten mit einem großen Sommerfest für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fortgesetzt.

Das Unternehmen wurde im Jahr 1896 von Paul Dürr als Handwerksbetrieb für Blecharbeiten in Cannstatt gegründet. Otto Dürr übernahm den Betrieb in zweiter Generation und holte in den 1950er-Jahren seinen Sohn Heinz in das Unternehmen. Heinz Dürr formte aus dem kleinen Industriebetrieb einen weltweit aktiven Maschinen- und Anlagenbauer. Heute hat der Konzern rund 18.000 Beschäftigte in 33 Ländern und plant im laufenden Jahr gut 4 Mrd. € Umsatz.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut unterstrich, dass „die Geschichte der Dürr AG selbst für schwäbische Verhältnisse außergewöhnlich“ sei. Mit Blick auf Gegenwart und Zukunft sagte sie: „Die Dürr AG ist am Puls der Zeit. Sie ist Vorreiter der klimaneutralen Produktion. Sie forscht, entwickelt und arbeitet genau dort, wo zentrale Technologiefelder zusammenlaufen, beispielsweise bei der Batterieherstellung, beim Einsatz von KI und modernster Robotertechnik, beim Megathema Energieeffizienz und bei digitalen Platt- formen.“

Porsche-Produktionsvorstand Albrecht Reimold würdigte die enge Zusammenarbeit mit Dürr: „Unsere Partnerschaft währt bereits sehr lange. Viele große, wichtige Projekte haben wir gemeinsam zum Erfolg geführt. Die Dürr AG hat mit ihren innovativen Lösungen einen wichtigen Anteil an unserem flexiblen Produktionssystem.“ Zugleich hob Albrecht Reimold die Bedeutung von Dürr bei der Transformation der Automobilindustrie in Richtung E-Mobilität hervor: „Mit der neu gegründeten Cellforce Group steigt Porsche in die Produktion von Höchstleistungsbatteriezellen ein. Auch dabei steht uns Dürr als Partner zur Seite – mit einer innovativen Anlage zur Beschichtung von Elektroden.“

Dr. Jochen Weyrauch, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG, dankte der Familie Dürr, die bei der Feierstunde in Stuttgart mit drei Generationen vertreten war: „Der Unternehmergeist der Gründerfamilie prägt uns noch heute. Dass die Dürr-Geschichte zur Erfolgsgeschichte wurde, liegt daran, dass es immer Menschen gab, die fasziniert von neuen Technologien waren und sich lieber mit Lösungen beschäftigten als mit Problemen.“

Auf der Bühne blickten Heinz Dürr und Dr. Jochen Weyrauch gemeinsam auf Geschichte, Kultur und Zukunft des Unternehmens. Heinz Dürr, dessen Familie knapp 30 % der Aktien der Dürr AG hält, unterstrich seinen Leitgedanken vom „Unternehmen als gesellschaftliche Veranstaltung“. Der Ehrenvorsitzende des Aufsichtsrats wies besonders auf die Bedeutung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Unternehmenserfolg hin: „Die Mitarbeiter stehen im Zentrum. Sie waren immer das Fundament unseres Unternehmens. Mein wichtigster Rat an sie ist: Bleibt neugierig!“, so Heinz Dürr.

Am Samstag veranstaltet Dürr ein großes Familienfest für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dazu werden am Firmensitz in Bietigheim-Bissingen rund 4.000 Gäste erwartet. Ursprünglich wollte Dürr sein Jubiläum bereits 2021 feiern, wegen der Corona-Pandemie war dies jedoch nicht möglich.


Sebastian Schober holt in Dänemark den EM-Titel

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Der SVL-Triathlet Sebastian Schober hat das Zweitliga-Rennen am Wochenende im bayerischen Trebgast geschwänzt. Er hatte eine sehr gute Begründung: seinen Start bei der Ironman 70.3 Championship im dänischen Elsinore. Der Mann aus Ludwigsburg hat seine Altersklasse 30 gewonnen, er ist Europameister über die Mitteldistanz.

1,9 Kilometer schwimmen im Meer, 90 Kilometer Rad fahren und dann noch ein Halbmarathon: Der SVL-Starter Sebastian Schober hat bei der Ironman 70.3 Championship in Elsinore, nördlich der dänischen Hauptstadt Kopenhagen, den Tite l in der Altersklasse 30 (30 bis 34 Jahre) geholt. Er ist Europameister.

Im Gesamtklassement landete Sebastian bei den Amateuren auf Platz sechs, trotz seiner Verletzung im Oberschenkelmuskel, und sagt nach dem Wettkampf: „Ich bin sehr, sehr zufrieden.“ Der Name Ironman 70.3 leitet sich ab aus der Summe der Einzeldistanzen in Meilen: 113 Kilometer sind genau 70,3 Meilen – 1,2 Meilen Schwimmen, 56 Meilen Radfahren und 13,1 Meilen Laufen.

Das Schwimmen sei „solide“ gewesen, erzählt der Sportler aus Ludwigsburg. Beim Radfahren hat Sebastian dann fast alle Konkurrenten ein- und überholt, lag zeitweise auf Platz zwei im Gesamtklassement. Der abschließende Halbmarathon „lief bis Kilometer acht sehr gut“, zunächst war der SVL-Mann mit 3,40 Minuten je Kilometer unterwegs. Dann indes wieder die Schmerzen im Oberschenkel, Sebastian nahm Tempo raus und hat den Sieg und der AK gut ins Ziel gebracht.

„Leider bin ich vom Gesamtzweiten auf Platz sechs zurückgefallen.“ Nun freut sich der SVL-Triathlet auf ein paar Tage Pause. Spätestens im August wird der wieder angreifen, dann steht der nächste Wettkampf in der Zweiten Liga auf dem Programm. Die Liga-Kollegen vom SVL haben in Trebgast auch ohne Sebastian ihren großartigen Platz zwei in der Tabelle halten können.