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StartSportSVL schlägt Kranj und ist auf Viertelfinal-Kurs

SVL schlägt Kranj und ist auf Viertelfinal-Kurs

SportSVL schlägt Kranj und ist auf Viertelfinal-Kurs

Wasserball Challenger Cup in Slowenien

Was für ein Spiel gegen die Gastgeber! Der SVL startet mäßig, macht ein super zweites Viertel, lässt dann ein wenig nach und dreht zum Schluss nochmal voll auf. Schließlich gewinnt Ludwigsburg gegen Kranj mit zwei Toren Vorsprung.

Ein unglücklicher Start für den SVL, zunächst gut zwei Minuten nichts Zählbares – und dann das 1:0 für die Slowenen. Doch nur knapp eine halbe Minute später der Ausgleich durch Vitor Pavicic-Capucho. Bald das 2:1, wieder ist der AVK Triglav Kranj vorne. Dann Foul Ludwigsburg, Strafwurf. Tor. 3:1. Jetzt aufpassen, bloß keine weiteren Gegentreffer fangen. Als noch eine Minute auf der Uhr ist, macht Mikail Metodiev das wichtige 3:2. Ende des ersten Viertels des zweiten Spiels des SVL beim LEN Challenger Cup in Slowenien.

Das zweite Viertel beginnt wie das ersten: zunächst keine Tore. Ludwigsburg spielt mehrmals in Unterzahl, fängt zunächst kein Tor, macht aber auch keins – bis Sergio Prieto nach knapp zweieinhalb Minuten zuschlägt und den Ausgleich zum 3:3 erzielt. Zurück auf null, könnte man sagen.

Jetzt ist der SVL viel besser im Spiel – und Prieto macht das 3:4. Der Neuzugang aus Spanien entwickelt sich zum wichtigen Ludwigsburg Goalgetter. Bereits im Spiel am Vortag gegen Apollon war er der erfolgreichste Torschütze des SVL. Die Stimmung im Team – auch auf der Bank – ist jetzt richtig gut. Und Guram Kutchuashvili macht das 3:5 für Ludwigsburg. Auszeit Kranj. Nach bislang 0:3 Toren in diesem Viertel hat der Trainer offenbar erkannt, dass es aus der Sicht der Slowenen so nicht weitergehen sollte.

Ein mitunter ruppiges Spiel mit vielen Ausschlüssen. Gut eine Minute vor dem Ende des Viertels: Auszeit Ludwigsburg. Der SVL ist in Überzahl – und Zvonimir Andelic macht das 3:6 und wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff auch noch das 3:7. Was für ein Viertel!

Beste Stimmung in der Halbzeitpause. Der SVL-Betreuer Dieter Gscheidle spricht von einem holperigen Start, „dann haben wir unsere Linie aber gefunden“. Josip Katuša im Tor sei ein sehr guter Rückhalt. Die „Angriffsmaschinerie“ laufe, das Team sei „kämpferisch gut im Spiel“. Er sei zuversichtlich für die zweite Hälfte, „wir müssen aber den Druck aufrechterhalten, dann werden wir den Sieg nach Hause tragen“.

Die zweite Hälfte beginnt indes mit dem Anschlusstreffer der Slowenen zum 4:7. In der fünften Minute erzielen die Slowenen dann auch noch das 5:7. Nun sollte Ludwigsburg nachlegen – und das tut Jakov Skiljic auch, nur ein paar Sekunden später. 5:8. Die Slowenen machen das 6:8 und auch noch das 7:8. Es bleibt spannend. Aus Ludwigsburger Sicht unnötig spannend. Nach dem top Viertel ein Viertel weitgehend zum Vergessen.

Die letzten acht Minuten beginnen mit dem Ausgleich für Kranj. Es steht 8:8. Der SVL tut sich schwer. Wo nur ist der Schwung des zweiten Viertel? Der Routinier Nino Blazevic macht nach gut einer Minute das 8:9 und bringt seinen Club mit diesem Treffer wieder in Führung. Nun läuft das Spiel des SVL deutlich besser. Zvonimir Andelic legt nach. 8:10 für Ludwigsburg.

Noch sind allerdings fünf Minuten auf der Uhr, noch ist also nichts gewonnen. Gut 30 Sekunden später: wieder Prieto. 8:11. Und unmittelbar danach das 8:12, erneut Prieto. Auszeit Kranj. Vier Tore Vorsprung und nur noch gut drei Minuten Spielzeit. Das sollte doch reichen für den fest eingeplanten Ludwigsburger Sieg.

Zeitstrafe für Prieto und dann auch noch die Rote Karte für Kristian Lipar, für Nino Blazevic sowie einen der Slowenen. Kranj nutzt die Gunst der Minute – und macht den Anschlusstreffer zum 9:12. Auszeit Ludwigsburg. Offenbar gute taktische Anweisungen des Ludwigsburger Trainers Marko Martinic, denn Jakov Skiljic erzielt das 9:13. Das Spiel wird immer ruppiger.

Rote Karte für Aleksa Manic und Zeitstrafe für Tobi Bauer. Dann auch noch die Rote Karte für Kutchuashvili. Fast zwangsläufig fällt das 10:13 für Kranj. Nun sind aber nur noch 40 Sekunden auf der Uhr. Unmittelbar vor dem Schlusspfiff erzielen die Slowenen noch das 11:13. Der Sieger dieser Begegnung heiß aber Ludwigsburg. Was für ein Spiel!

Der SVL-Betreuer Adrijan Jakovcev ist hellauf begeistert, er spricht von einer „großartigen Atmosphäre“ im Bad, trotz der rund 300 Fans der gegnerischen Mannschaft habe der SVL Siegercharakter gezeigt und den Sieg erzwungen. „Gewonnen und somit in der eigenen Hand, am Sonntag mit einem Sieg gegen die Dänen ins Viertelfinale einzuziehen.“ Der SVL-Vizepräsident Matthias Nagel spricht von einem Nerven aufreibenden Spiel. „Gut gekämpft, gut das Spiel nach Hause gebracht, toller Erfolg, ein wichtiger Schritt in Richtung Viertelfinale.“ Er sei richtig stolz auf die Mannschaft.

Wenn Ludwigsburg nun die Skandinavier schlägt, die als das schwächste Team im Turnier gelten, dann überwintert der SVL im Challenger Cup – genau das war bei der Anreise nach Slowenien der Plan.


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