Polizei-Report Kreis Böblingen | Woche 09

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Gärtringen-Rohrau: 45-jährige Motorradfahrerin bei Unfall schwer verletzt
Am Donnerstag (26.02.2026) kam es gegen 15:00 Uhr auf der Kreisstraße 1045 (K1045) kurz nach Rohrau in einer Linkskurve zu einem schweren Verkehrsunfall. Eine 45-jährige Motorradfahrerin stürzte vermutlich aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit alleinbeteiligt auf die Fahrbahn. Sie erlitt dabei schwere Verletzungen und musste vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 500 Euro.
Mit den ersten warmen Tagen steigt die Zahl der Motorradfahrerinnen und – fahrer auf den Straßen deutlich an. Gleichzeitig verzeichnete das Polizeipräsidium Ludwigsburg auch im Jahr 2025 einen erneuten Anstieg von Motorradunfälle. Deshalb rät die Polizei neben einer gründlichen technischen Sicherheitsüberprüfung des Motorrads auch sich selbst als Bikerin und Biker einem Check zu unterziehen. Dazu gehören, die eigene körperliche und mentale Fitness und Helm, Handschuhe und Schutzkleidung zu überprüfen. Wenn die Checks alle positiv ausgefallen sind, kann es “mit Sicherheit” wieder losgehen. Insbesondere bei den ersten Fahrten sollte man es ruhig angehen lassen, um sich wieder an das Fahren auf zwei Rädern zu gewöhnen. Auch alle, die auf vier Rädern unterwegs sind, müssen sich nach der “Winterpause” wieder auf die zunehmende Zahl an Motorrädern einstellen.

Sindelfingen: Motorradfahrerin nach Unfall mit PKW schwer verletzt
Am Donnerstag (26.02.2026) kam es gegen 16:30 Uhr auf der Mühlackerstraße (Kreisstraße 1004) bei Sindelfingen zu einem Verkehrsunfall mit einer schwer verletzten Person. Eine 44-jährige Jeep-Lenkerin befuhr die Mühlackerstraße in Richtung der Darmsheimer Straße. Zeitgleich fuhr eine 16-jährige Motorradfahrerin auf der Mühlackerstraße in die Gegenrichtung. Als die 44-Jährige nach links auf die Rheinstraße abbiegen wollte, übersah sie mutmaßlich die Motorradfahrerin und es kam zu einer Kollision. Die 16-Jährige wurde dabei schwer verletzt und durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 10.000 Euro.

Weil der Stadt – Merklingen: 60-Jähriger stiehlt Brennholz
Bereits im Januar hatte der örtlich zuständige Bauhof im Bereich der Grenzhofstraße in Weil der Stadt – Merklingen Baumschnittarbeiten durchgeführt. Das Schnittgut wurde am Rand eines Feldweges zwischen Merklingen und Hausen bis zur Abholung gelagert.
Ein 60-Jähriger fuhr am Mittwoch (25.02.2026) gleich mehrere Male mit einem Pkw mit Anhänger zu diesem Feldweg, um insgesamt rund zwei Festmeter Brennholz im Wert von etwa 160 Euro zu entwenden. Der Mann wollte das Schnittgut mutmaßlich für private Zwecke nutzen.
Der 60-Jährige musste nun das Holz wieder zurückbringen und muss mit einer Strafanzeige wegen Diebstahls rechnen.

A81 Nufringen: Unfall führt zu Vollsperrung
Am Mittwoch (25.02.2026) kam es gegen 13.45 Uhr zwischen den Anschlussstellen Gärtringen und Hildrizhausen zu einem Unfall mit vier beteiligten Fahrzeugen, der eine Vollsperrung bis gegen 15.30 Uhr nach sich zog. Gemäß den bisherigen polizeilichen Ermittlungen übersah ein 89 Jahre alter Mercedes A-Klasse-Fahrer ein Stauende und fuhr einer 54-jährigen Mercedes B-Klasse-Lenkerin auf, die mutmaßlich jedoch ebenfalls das Stauende zu spät erkannt hatte. Die Mercedes B-Klasse kollidierte in der Folge mit dem VW Tiguan eines 33-Jährigen und schob diesen auf einen 28 Jahre alten Skoda Octavia-Fahrer. In der Folge war die Autobahn in Fahrtrichtung Stuttgart blockiert. Der 89-Jährige sowie die 54 Jahre alte Frau und der 33 Jahre alte Mann erlitten leichte Verletzungen. Der Senior und die Frau wurden vom Rettungsdienst in Krankenhäuser gebracht. Die beiden Mercedes und der VW waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Während der Aufräum- und Reinigungsarbeiten war die Bundesautobahn 81 in Richtung Stuttgart bis 15.30 Uhr vollgesperrt.

Böblingen: alkoholisierter 49-Jähriger legt sich mit 25-Jährigem und der Polizei an
Am Mittwochabend (25.02.2026) wurde eine Streifenwagenbesatzung des Polizeireviers Böblingen gegen 22.20 Uhr im Bereich des Bahnhofs von Passanten auf einen aggressiven Mann aufmerksam gemacht, der gerade im Begriff war, auf einen 25-Jährigen loszugehen. Die beiden Polizeibeamten entdecken den aggressiven 49-Jährigen in der Bahnhofsunterführung. Sie konnten beobachten, dass er andere Personen provozierte, beleidigte und den 25-Jährigen schubste und schlug. Zeugen trennten den Angreifer von seinem Opfer. Als die beiden Polizisten hinzukamen, versuchte der 49-Jährigen einen der Beamten sowie einen Zeugen anzugehen. Hierauf wurde er von den Einsatzkräften zu Boden gebracht und, da er sich nicht beruhigen ließ, wurden ihm Handschließend angelegt. Anschließend brachten ihn die Polizisten zum Polizeirevier Böblingen, wo sich der 49-Jährige weiterhin angriffslustig verhielt, so dass er letztlich die Nacht in der Gewahrsamseinrichtung verbringen musste. Ein Atemalkoholtest, den der Mann durchführte, ergab einen Wert von knapp über zwei Promille. Es wird nun unter anderem wegen Körperverletzung und Beleidigung gegen den 49-Jährigen ermittelt.

Magstadt: Einbruch in Gaststätte
Am frühen Donnerstagmorgen (26.02.2026) brachen noch unbekannte Täter in eine Gaststätte in der Maichinger Straße in Magstadt ein, was im weiteren Verlauf zum Einsatz eines Polizeihubschrauber führte. Kurz nach 04.30 Uhr alarmierten Zeugen die Polizei, da sie ungewöhnliche Geräusche und Bewegungen aus einer Bar wahrgenommen hatten. Als Einsatzkräfte des Polizeireviers Sindelfingen vor Ort eintrafen, teilte Zeugen mit, dass sie die Flucht von mehreren bislang unbekannten Tätern aus der Gaststätte beobachtet hatten. Es soll sich um drei Personen gehandelt haben, die alle dunkel gekleidet waren und sich in Richtung Brauereistraße davon gemacht hätten. Hierauf wurde das Gebäude durch die Streifenwagenbesatzungen durchsucht und zeitgleich Fahndungsmaßnahmen eingeleitet, an denen auch ein Polizeihubschrauber beteiligt war. Bislang ergaben sich jedoch keine weiteren Hinweise auf die Einbrecher, die in der Bar einen Spielautomaten aufgebrochen haben. Zum Diebesgut ist bislang noch nichts näheres bekannt. Zeugen, die weitere Hinweise geben können, wenden sich unter Tel. 07031 20405-0 oder per E-Mail: [email protected] an den Polizeiposten Maichingen.

A8 Stuttgart und Leonberg: Zeugen nach Nötigung im Straßenverkehr gesucht
Nach einer Nötigung im Straßenverkehr, die ein noch unbekannter Fahrzeuglenker am Montag (23.02.2026) gegen 17:20 Uhr auf der Bundesautobahn 8 zwischen den Anschlussstellen Stuttgart-Plieningen und -Flughafen/Messe verübt haben soll, sucht die Verkehrspolizeiinspektion Ludwigsburg noch Zeugen. Ein 36-jähriger Audi-Lenker fuhr in Fahrtrichtung Karlsruhe auf der linken Spur. Zeitgleich sei dem 36-Jährigen ein unbekannter Fahrzeuglenker sehr dicht aufgefahren. Aufgrund der Verkehrssituation habe der Audi-Lenker nicht auf die mittlere Spur fahren können. Als sich eine Lücke auf der mittleren Spur ergeben habe, soll der Unbekannte den 36-Jährigen rechts über die mittlere Spur überholt haben und auf seiner Höhe wieder auf die linke Spur gefahren sein. Der Audi-Fahrer habe daraufhin stark abbremsen und nach links in Richtung Schutzplanken ausweichen müssen. Als der 36-Jährige später die Anschlussstelle Leonberg-Ost nutzen wollte, um von der Autobahn abzufahren, soll der unbekannte Fahrzeuglenker die Weiterfahrt des Audi-Fahrers an einer Ampel mit seinem Fahrzeug blockiert haben, indem er sich diagonal vor ihn gestellt habe. Danach sei der Unbekannte aus seinem Fahrzeug gestiegen, habe den 36-Jährigen beleidigt und mit beiden Händen gestoßen. Bei dem Fahrzeug des Unbekannten soll es sich um einen Transport mit blauer Firmenaufschrift gehandelt haben.
Die Verkehrspolizeiinspektion Ludwigsburg sucht Zeugen, die die Fahrweise des Unbekannten und die Auseinandersetzung beobachtet haben. Hinweise nimmt die Polizei unter Tel. 0711 6869-0 oder per E-Mail an [email protected] entgegen.

Böblingen: Linienbus muss wegen Fahrradfahrer bremsen – 38-Jährige leicht verletzt
Das Polizeirevier Böblingen, Tel. 07031 13-2500 oder E-Mail: [email protected], sucht Zeugen eines Unfalls, der sich am Montag (23.02.2026) gegen 18.50 Uhr im Kreuzungsbereich der Tübinger, der Berliner und der Stettiner Straße in Böblingen ereignete. Ein 59 Jahre alter Linienbuslenker befuhr die Tübinger Straße von der Parkstraße kommend. Als er im Begriff war die Kreuzung mit der Berliner und der Stettiner Straße bei Grün zu passieren, überquerte ein noch unbekannter Fahrradfahrer die Tübinger Straße. Der 59-Jährige leitete eine Vollbremsung ein und konnte den Bus einige Meter vor dem Radfahrer stoppen. Eine 38-jährige Businsassin hingegen stieß gegen eine Kopfstütze im Bus und erlitt leichte Verletzungen im Gesicht. Der Unbekannte radelte indes davon. Die 38-Jährige musste vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden.

Herrenberg: Küchenbrand in Mehrfamilienhaus
Mehr als 40 Personen mussten am Dienstag (24.02.2026) ein Wohnhaus verlassen, nachdem gegen 19.20 Uhr in der Küche einer der Wohnungen ein Feuer ausgebrochen war. Die Bewohnerinnen und Bewohner, die nach derzeitigem Stand alle unverletzt blieben, wurden vor Ort vom Rettungsdienst betreut, bis sie zurück in ihre Wohnungen konnten. Der Sachschaden in der betroffenen Wohnung dürfte sich auf etwa 5.000 Euro belaufen.

Gärtringen: 61-Jähriger leistet Widerstand
Aus noch ungeklärten Gründen war ein 61 Jahre alter Mann am Dienstag (24.02.2026) kurz vor 20.00 Uhr während seines Einkaufs in einem Lebensmitteldiscounter in der Hauptstraße in Gärtringen mit einem 20-jährigen Mitarbeiter in Streit geraten. Die zunächst verbale Auseinandersetzung mündete schließlich in Handgreiflichkeiten, bei denen der aggressive 61-Jährigen den Marktmitarbeiter wegschubste.
Zwischenzeitlich eingetroffene Polizeibeamte versuchten daraufhin den 61-Jährigen aus dem Einkaufsmarkt zu begleiten, wogegen dieser sich vehement wehrte und schließlich zu Boden gebracht werden musste. In Folge der Widerstandshandlungen erlitt ein Polizist leichte Verletzungen.
Schließlich wurde der 61-Jährige zunächst zu einem Polizeirevier gebracht und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß entlassen. Er muss nun mit Strafanzeigen unter anderem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie Körperverletzung rechnen.

Nufringen: Rauchentwicklung in Sporthalle
Die Feuerwehr rückte am Dienstag (24.02.2026) in die Straße “Im Wiesengrund” in Nufringen aus, nachdem dort gegen 13.45 Uhr Rauch in einer Sporthalle gemeldet worden war. Aus noch ungeklärter Ursache war es mutmaßlich in einer sich im Untergeschoss befindlichen Küche zu einer starken Rauchentwicklung gekommen. Alle Personen, sie sich zu diesem Zeitpunkt in der Halle befunden hatten, konnten diese unbeschadet verlassen. Der entstandene Sachschaden dürfte sich auf insgesamt etwa 10.000 Euro belaufen. Neben Feuerwehr und Polizei war auch der Rettungsdienst im Einsatz.

Leonberg-Silberberg: Audi A3 im Elsterweg beschädigt – Polizei sucht verursachende Person
Zwischen Freitag (20.02.2026) 18.00 Uhr und Sonntag (22.02.2026) 14.20 Uhr kam es im Elsterweg im Ortsteil Silberberg zu einer Unfallflucht. Eine bislang unbekannte Person stieß vermutlich beim Rückwärtsausparken gegen einen geparkten Audi A3. Die Person hinterließ auch eine Notiz, die sie in einer Klarsichthülle verwahrte. Unglücklicherweise kam es aufgrund des Regens und trotz des Schutzes zu einem “Wasserschaden”, sodass der Aufschrieb nicht mehr lesbar war, als der Besitzer zu seinem Audi kam. Das Polizeirevier Leonberg, Tel. 07152 605-0 oder E-Mail: [email protected], bittet nun insbesondere die unfallverursachende Person und auch Zeugen, die Hinweise geben können, sich zu melden.

Grafenau-Dätzingen: Skulptur im Schlossgarten stark beschädigt
Der Polizeiposten Maichingen, Tel. 07031 20405-0 oder E-Mail: [email protected], sucht Zeugen, die Angaben zu einer Sachbeschädigung machen können, die noch Unbekannte zwischen Donnerstagnachmittag (19.02.2026) und Freitagvormittag (20.02.2026) verübten. Die “Skulptur in Röhrenlandschaft” von 1972, die aus Edelstahl besteht, wurde von den Tätern umgeworfen und mit weißem Farbspray besprüht. Die Unbekannten hinterließen das Wort “Deutsch” und einen Aufkleber, der einer Fußballfanszene zuzuordnen ist, auf dem Kunstobjekt. Sechs Erdnägel, mit denen das Objekt befestigt war, wurden entwendet. Der Wert der Skulptur beläuft sich auf einen fünfstelligen Betrag.

Leonberg: Unfall mit sieben Verletzen und einem Sachschaden in Höhe von 75.000 Euro
Sieben verletzte Personen und einen Sachschaden von rund 75.000 Euro forderte ein Unfall, der sich am Montag (23.02.2026) gegen 12.15 Uhr im Bereich der Südrandstraße und der Berliner Straße in Leonberg ereignete. Ein 29 Jahre alter VW-Lenker befuhr die Kreisstraße 1011 von der Autobahnanschlussstelle Leonberg-Ost kommend in Fahrtrichtung Südrandstraße. Gemäß den derzeitigen Ermittlungen dürfte der 29-Jährige mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen sein und übersah beim Passieren der Einmündung zur Berliner Straße das für ihn geltende Rotlicht. In der Folge kollidierte er mit einer 34-jährigen Fiat-Lenkerin, die bei Grün von der Berliner Straße kommend nach links abbiegen wollte. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der VW über eine Verkehrsinsel auf die Gegenspur geschleudert und stieß dort mit einem VW ID.7-Lenker zusammen. Alle fünf Personen im VW Passat wurden verletzt. Neben dem Fahrer saßen ein Beifahrer sowie zwei Mitfahrerinnen und ein Kleinkind im Auto, die alle nach derzeitigem Stand nicht angegurtet waren. Auch die Frau im Fiat und der Mann im VW ID.7 erlitten Verletzungen. Die Verletzten wurde alle vom Rettungsdienst in Krankenhäuser gebracht. Die drei Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der Führerschein des 29-Jährigen wurde beschlagnahmt. Die Ermittlungen hierzu dauern an. Während der Aufräum- und Reinigungsarbeiten musste die Fahrbahn teilweise gesperrt werden.

Weil im Schönbuch: Hoher Sachschaden nach Brand bei Paketdienst
Die Feuerwehr rückte am Sonntag (22.02.2026) gegen 20:45 Uhr in eine Zustellbasis eines Paket-und Brief-Express-Dienstes in der Porschestraße in Weil im Schönbuch aus, nachdem die Brandmeldeanlage der betroffenen Firma ausgelöst hatte. Mutmaßlich dürfte ein Paket aufgrund eines technischen Defekts in Brand geraten sein. Das Feuer griff auf mehrere Rollwagen über, auf denen Paketen lagerten. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen, eine Vielzahl an Paketen wurden aber beschädigt oder zerstört.
Es entstand ein Sachschaden von mehreren tausend Euro. Verletzt wurde niemand.

Böblingen: Mehrere Einbrüche im Stadtgebiet – Zeugen gesucht
Am Freitag (20.02.2026) drangen zwischen 13:00 Uhr und 17:45 Uhr bislang unbekannte Täter durch das Aufhebeln von Kellerfenstern in zwei Wohnhäuser in der Mozartstraße sowie dem Freiligrathweg in Böblingen ein. Dort entwendeten sie Schmuck, Bargeld und Wertgegenstände in fünfstelligem Gesamtwert. Am Samstag (21.02.2026) kam es zwischen 19:20 Uhr und 20:20 Uhr in der Kniebisstraße zu einem weiteren Einbruchsversuch, bei dem bisher unbekannte Täter erfolglos versuchten, das Fenster eines Wohnhauses aufzuhebeln. Das Polizeirevier Böblingen hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft unter anderem auch einen möglichen Zusammenhang zwischen den Taten. Personen, die verdächtige Wahrnehmungen in den genannten Bereichen gemacht haben, werden gebeten, sich unter Tel. 07031 13-2500 oder per E-Mail an [email protected] zu melden.

Herrenberg-Kuppingen: Unfallflucht
Das Polizeirevier Herrenberg, Tel. 07032 2708-0 oder E-Mail: [email protected], sucht Zeugen einer Unfallflucht, zu der es am Samstag (21.02.2026) gegen 20.30 Uhr bei Kuppingen gekommen ist. Ein 36 Jahre alter Cupra-Fahrer war zwischen den beiden Kreisverkehren östlich von Kuppingen unterwegs. Auf dieser Strecke kam ihm eine noch unbekannte Person in einer dunklen Limousine entgegen, die auf seine Spur gekommen war. Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, wich der 36-Jährige nach rechts aus und kollidierte, seinen Angaben zufolge, mit der Leitplanke. Der Unbekannte machte sich indes davon. Der entstandene Sachschaden wurde auf rund 6.000 Euro geschätzt

Magstadt: Zeugen zu Verkehrsunfall in der Neuen Stuttgarter Straße gesucht
Zu einem Verkehrsunfall, der sich am Freitag (20.02.2026) gegen 16:00 Uhr in der Neuen Stuttgarter Straße in Magstadt ereignete, sucht die Polizei noch Zeugen. Ein 41-jähriger Lenker eines Linienbusses bog aus der Brühlstraße nach links in die Neue Stuttgarter Straße ein. Zeitgleich befuhr der 48-jährige Fahrer eines Mercedes die Neue Stuttgarter Straße geradeaus in Fahrtrichtung Maichinger Straße. Hierbei kam es zu einer Kollision zwischen der hinteren linken Fahrzeugseite des Linienbusses und der Front des Mercedes. Beide Fahrzeuglenker haben im Anschluss unterschiedliche Angaben zum Hergang des Unfalls gemacht. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von insgesamt etwa 15.000 Euro.
Zeugen, die Hinweise geben können, wenden sich bitte unter Tel. 07031 697-0 oder per E-Mail: [email protected] an das Polizeirevier Sindelfingen.


 

Der VfB lässt nichts anbrennen  

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Die Barock Volleys MTV Ludwigsburg unterliegen dem VfB Friedrichshafen klar mit 0:3
Am Ende war es eine Machtdemonstration. Der deutsche Rekord-Pokalsieger besiegte die Barock Volleys MTV Ludwigsburg 3:0 in nur 73 Minuten im Schnelldurchgang  und ließ dem Aufsteiger keine Chance. MVP der Partie wurde Friedrichshafens Jonas van Huizen, der insgesamt zwölf Punkte verbuchen konnte. „Friedrichshafen hat hochverdient gewonnen und wir waren heute chancenlos“, sagte Ludwigsburgs Sportdirektor Michael Dornheim nach der Partie. Die Barock Volleys belegen nach dem Spieltag mit 38 Punkten weiterhin den siebten Tabellenplatz.
Der VfB ließ von Beginn an keinen Zweifel an seiner Dominanz aufkommen, um sich für das Pokalfinale am nächsten Samstag in Mannheim einzustimmen. Mit variablen Angriffen und hohem Aufschlagdruck ließen die Häfler dem Aufsteiger überhaupt nicht ins Spiel kommen. Nach 25 Minuten ging der erste Durchgang mit 25:16 an den Gastgeber. Gleich zu Beginn des zweiten Satzes kamen die Gäste zwar etwas besser ins Spiel und gingen mit 3:0 in Führung, doch mit dem Wechsel auf der Diagonalposition übernahm der VfB wieder das Spielgeschehen und zog schnell mit vier Punkten davon. Ludwigburg wechselte auf der Zuspiel- und Außenposition, doch das zeigte nur wenig Wirkung – auch der zweite Satz ging mit 25:18 an Friedrichshafen. Im dritten Durchgang ein ähnliches Bild: Bis zum 10:10 lief die Partie zunächst ausgeglichen, dann erhöhte der VfB den Druck. Die Barock Volleys konnten dem nur wenig entgegensetzen und Trainer Hasse Mattila wechselte: zwischenzeitlich standen drei Nachwuchsspieler auf dem Feld.
„Im ersten Satz haben wir nicht gut aufgeschlagen und zu viele Fehler gemacht“, bilanzierte Hasse Mattila nach dem Spiel, „die Friedrichshafener Außenangreifer haben heute ein überragendes Spiel gemacht und wir konnten sie nicht stoppen.“
Blick auf das nächste Heimspiel gegen Düren
Für die Barock Volleys steht nun ein freies Wochenende an: Wegen des Pokalfinals in Mannheim pausiert die Bundesliga. Danach kommt ein Hochkaräter: Am 8. März empfängt Ludwigsburg die Powervolleys Düren. Der aktuelle Tabellendritte will sich für die Playoffs die beste Ausgangslage verschaffen und wird nur schwer zu knacken sein. Im Hinspiel mussten die Barock Volleys mit einem 0:3 nachhause fahren.


Wahlbenachrichtigung nicht erhalten?

Wer bis zum 15. Februar 2026 seine Wahlbenachrichtung noch nicht erhalten hat, kann trotzdem wählen gehen. Die Landeswahlleiterin gibt dazu wichtige Hinweise und praktische Tipps.

Jeder im Wählerverzeichnis eingetragene Wahlberechtigte sollte bis vergangenen Sonntag, 15. Februar 2026, eine Wahlbenachrichtigung seiner Gemeinde erhalten haben. Da es immer wieder mal vorkommen kann, dass Wahlbenachrichtigungen nicht oder nicht rechtzeitig zugehen, gibt die Landeswahlleiterin Extern: Cornelia Nesch (Öffnet in neuem Fenster) folgende Tipps:

Wahl im Urnenwahllokal trotzdem möglich

Wer seine Wahlbenachrichtigung nicht erhalten hat, aber im Wählerverzeichnis eines Wahllokals seiner Gemeinde eingetragen ist, kann trotzdem wählen. Hierfür muss er am Wahlsonntag seinen Personalausweis oder Reisepass mit ins Wahllokal nehmen. Dann wird er auch ohne Vorlage der Wahlbenachrichtigung zur Wahl zugelassen. Wer sich unsicher ist, in welchem Wahllokal er wählen darf, kann sich hierüber bei seiner Wohnortgemeinde informieren.

Briefwahlanträge trotzdem möglich

Auch die Beantragung von Briefwahlunterlagen ist ohne Wahlbenachrichtigung möglich. Dies kann entweder persönlich bei der Gemeinde vor Ort unter Vorlage eines Ausweisdokuments oder schriftlich erfolgen. Bei der schriftlichen Beantragung genügt beispielsweise auch die Beantragung per E-Mail oder Telefax bei der Wohnortgemeinde.

Tipp: Briefwahlunterlagen persönlich im Rathaus zu beantragen hat den Vorteil, dass die Briefwahl sofort an Ort und Stelle ausgeübt und die ausgefüllten Briefwahlunterlagen im Wahlbriefumschlag direkt bei der Gemeinde abgegeben werden können. So kann man sicher sein, dass die Stimmen zählen!

Wer Briefwahlunterlagen beantragt, muss in jedem Fall in seinem Antrag seinen Familiennamen, seine Vornamen, sein Geburtsdatum und seine Wohnanschrift (Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Ort) angeben. Sollen die Briefwahlunterlagen an einen anderen Ort als die Meldeadresse des (Haupt-)Wohnsitzes geschickt werden, wäre im Antrag auch diese Adresse anzugeben. Wer den Antrag auf Briefwahlunterlagen für einen anderen stellt, muss eine schriftliche Vollmacht vorlegen. Dies gilt auch für Ehepartner, Kinder und nahe Familienangehörige.

Tipp: Schnell sein. Wer die Briefwahlunterlagen per Post übersandt haben möchte, sollte die Briefwahlunterlagen jetzt schnell beantragen. So verbleibt ausreichend Zeit für den Versand der Briefwahlunterlagen an den Wähler und dieser kann den Wahlbrief dann auch noch per Post bequem zurücksenden.


Erhebliche Verkehrsbehinderungen ab 24. Februar erwartet

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IVLZ rechnet mit Mehrverkehr auf den Einfallstraßen 

Stuttgart.| Mit der S-Bahn-Sperrung ab 24. Februar rechnet die IVLZ mit deutlich mehr Verkehr aus dem Rems-Murr-Kreis. Stauschwerpunkte werden die B14 vor dem Kappelbergtunnel, Fellbach–Bad Cannstatt sowie B10/B14. Weitere Bauarbeiten und nächtliche Tunnelsperrungen im März verschärfen die Lage.

Mit Beginn der S-Bahn-Sperrung zwischen Waiblingen und Bad Cannstatt ab dem 24. Februar rechnet die Integrierte Verkehrsleitzentrale (IVLZ) insbesondere im morgendlichen Berufsverkehr mit deutlichen Mehrbelastungen auf den Straßen aus dem Rems-Murr-Kreis. Nach Einschätzung der IVLZ wird es infolge des erwarteten Umstiegs vieler Pendlerinnen und Pendler auf das Auto zu erhöhtem Verkehrsaufkommen kommen. Die Staulage dürfte sich ähnlich entwickeln wie bei der Streckensperrung im vergangenen Dezember. Besonders betroffen sein werden voraussichtlich die B14 vor dem Kappelbergtunnel sowie die Verbindung Fellbach – Bad Cannstatt. Ein Teil des Verkehrs aus Richtung Kappelbergtunnel wird sich jedoch auch auf die B10 in Richtung Esslingen und Ludwigsburg verteilen, sodass nicht der gesamte Mehrverkehr auf der B14 (Cannstatter Straße) aufläuft.

Aktuelle Verkehrssituation nach Rückbau auf zwei Spuren 

In Fahrtrichtung Bad Cannstatt stellt weiterhin das Neckartor mit seinen zwei Fahrstreifen die maßgebliche Engstelle dar. Hier kommt es in den Spitzenstunden regelmäßig zu Rückstau bis auf Höhe Landtag. Die Zweispurigkeit der Cannstatter Straße stadtauswärts hat diese Situation nach Einschätzung der IVLZ nicht zusätzlich verschärft. In Fahrtrichtung Innenstadt war es zu Beginn der Baumaßnahme am Nesenbachkanal zu erhöhtem Stauaufkommen gekommen; inzwischen hat sich die Lage nach Beobachtung der IVLZ wieder beruhigt. Der Schwanenplatztunnel ist derzeit nahezu staufrei. Allerdings wirkt sich aktuell eine weitere Baumaßnahme auf das Verkehrsgeschehen aus: Der Umbau des Knotenpunkts B10/B14 (Uferstraße/Poststraße) führt in den Spitzenzeiten zu Rückstau bis zum Dreieck NeckarPark. Ab der Poststraße besteht wieder freie Fahrt in Richtung Cannstatter Straße. Diese Engstelle ist seit heute entfallen. Jetzt wird sich zeigen, wie sich die Verkehrsbelastung in Richtung Innenstadt auf der B14 entwickelt.

Weitere Zunahme des Verkehrs erwartet 

Mit Beginn der Streckensperrung rechnet die IVLZ erneut mit einer deutlichen Zunahme des Verkehrs. Neben den bereits genannten Abschnitten (B14 vor dem Kappelbergtunnel, Fellbach – Bad Cannstatt) ist auch auf der B10/B14 (Uferstraße) sowie auf der B14 (Cannstatter Straße) mit Mehrverkehr zu rechnen. Die derzeitigen Staus im Bereich der Poststraße dürften sich nach Einschätzung der IVLZ künftig weiter in Richtung Leuzetunnel beziehungsweise Cannstatter Straße verlagern.

Zusätzliche Bauarbeiten im März 

Parallel zur Bahn-Streckensperrung sind im Umfeld der B10/B14 weitere, langfristig geplante Arbeiten an Wochenenden vorgesehen:

  • Fahrbahndeckenerneuerung zwischen Poststraße und Leuzetunnel (Richtung Leuzetunnel) unter Vollsperrung von 6. März abends bis 9. März morgens
  • Fahrbahndeckenerneuerung in Richtung Dreieck NeckarPark von 20. März abends bis 23. März morgens

Zudem sind zur vollständigen Abnahme der Tunnelbetriebstechnik im Schwanenplatz-, Leuze- und Rosensteintunnel Brandversuche erforderlich. Hierfür werden vom 21. bis 23. März sowie vom 28. bis 30. März jeweils nachts einzelne Tunnelröhren gesperrt. Das zuletzt genannte Wochenende dient zugleich als Reservezeitraum für die Fahrbahndeckenerneuerung, falls witterungsbedingt Verzögerungen auftreten. Während dieser Maßnahmen kommt es zu großräumigen Umleitungen, die auch den Schienenersatzverkehr betreffen. Die Arbeiten sind seit Monaten eingeplant und dienen der Fertigstellung des Projekts Leuze-/Rosensteintunnel. Ein weiteres Verschieben ist laut IVLZ nicht möglich.

IVLZ rät von Ausweichverkehr auf Nebenstrecken ab 

Angesichts der mehr als vierwöchigen Sperrung empfiehlt die IVLZ, nach Möglichkeit auf Alternativen zum Individualverkehr zurückzugreifen. Die Bundesstraßen B10, B14 und B29 bleiben die leistungsfähigsten Zulaufstrecken in Richtung Stuttgart. Ein Ausweichen auf Neben- oder Schleichwege wird ausdrücklich nicht empfohlen. Pendlerinnen und Pendlern wird geraten, Fahrgemeinschaften zu bilden, Homeoffice-Möglichkeiten konsequent zu nutzen, Arbeitszeiten – sofern möglich – zu verlagern oder auf andere Verkehrsmittel wie etwa das Fahrrad umzusteigen.


Bietigheim will an der Tabellenspitze bleiben

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Am kommenden Sonntag, 22.02.2026, empfängt der Tabellenführer SG BBM in der heimischen EgeTrans Arena den TuS N-Lübbecke zu einem umkämpften Handballspiel. Die Profihandballer aus Bietigheim möchten mit dem elften Heimsieg in Folge ihre Spitzenposition festigen und einen weiteren Schritt in Richtung Aufstieg gehen.

Die in eigener Halle bisher ungeschlagene SG BBM hat in den ersten zwei Spielen der Rückrunde genau dort angeknüpft, wo sie vor der Winterpause aufgehört hatte: mit Siegen. Sowohl beim Heimauftakt gegen Dresden als auch auswärts in Lübeck am Valentinstag setzte sich das Team souverän durch. Somit stehen die Bietigheimer aktuell mit vier Punkten Vorsprung unangefochten auf Tabellenplatz Nummer eins – eine komfortable Ausgangslage, die auch am 20. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga weiter ausgebaut werden soll.

„Wir wollen weiterhin alles geben und in allen Situationen fokussiert bleiben. Zuhause wollen wir weiter erfolgreich sein“, betont Cheftrainer Iker Romero vor dem Spiel gegen den aktuell Elftplatzierten TuS NLübbecke. Trotz dieser vermeintlich einfachen Ausgangslage sollte man Lübbecke jedoch nicht unterschätzen. Sowohl das letzte Spiel vor der Winterpause als auch die erste Partie danach konnten die Ostwestfalen für sich entscheiden. Zwar verspielte der TuS N-Lübbecke zuletzt gegen Großwallstadt nach zwischenzeitlich deutlicher Führung noch den Sieg, dennoch erwartet Romero ein intensives Duell.

„Sie haben seit zwei Monaten einen neuen Trainer und spielen mit einem anderen System. Das Spiel wird daher etwas anders sein als in der Hinrunde. Sie variieren viel in der Abwehr – unter anderem mit 6:0 oder 3:2:1. Sie verfügen über sehr gute individuelle Qualität und sind eine Mannschaft, die an einem guten Tag jeden schlagen kann“, so Romero im Vorgespräch.

Das Hinspiel endete 27-27, ein Ergebnis, das durch diese Veränderungen jedoch nur bedingt als Maßstab taugt. Entscheidend könnte erneut die Leistung zwischen den Pfosten werden. Bereits im ersten Aufeinandertreffen überzeugten sowohl Martin Tomovski auf Seiten der SG BBM als auch Fredrik Genz im Tor der Lübbecker. Für Genz ist es zudem eine besondere Rückkehr: In der vergangenen Saison stand er noch für Bietigheim zwischen den Pfosten.

Trotz des gegenseitigen Respekts bleibt die Marschroute klar: Vor heimischer Kulisse möchte die SG BBM ihre beeindruckende Serie fortsetzen und ein weiteres Ausrufezeichen im Aufstiegsrennen setzen. Viel Zeit zum Durchatmen bleibt allerdings nicht: Bereits drei Tage später steht in der englischen Woche die nächste Partie gegen Coburg an. Romero bringt es auf den Punkt: „Wir müssen gegen Lübbecke alles geben und dann Schritt für Schritt weiter schauen. Wichtig ist jetzt erst einmal das Spiel am Sonntag, danach Regeneration und sofort der Fokus auf das nächste Spiel. Wir müssen in jedem Spiel alles geben.“


Stuttgarter Behörden holen Dutzende Riesenschlangen aus katastrophaler Haltung

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Münchner Auffangstation versorgt die Reptilien

Stuttgart.| Behörden der Stadt Stuttgart haben eine katastrophale Haltung von Riesenschlangen aufgelöst: 13 Tiere waren bereits tot, 34 weitere krank und ausgehungert. Die Überlebenden betreut die Reptilien-Auffangstation München. Jetzt folgen Ermittlungen wegen des Verdachts auf Straftaten gegen den Tier- und Artenschutz.

Eine miserable private Haltung von Riesenschlangen hat die Veterinärbehörde des Amts für öffentliche Ordnung gemeinsam mit der unteren Naturschutzbehörde des Amts für Umweltschutz der Stadt Stuttgart diese Woche aufgelöst. Nach einem Hinweis aus der Bevölkerung waren die für den Tier- und Artenschutz zuständigen Stellen am Dienstag, 17. Februar 2026, zu einer unangekündigten Vor-Ort-Kontrolle ausgerückt. Schon vor dem Wohnhaus schlug dem Team Verwesungsgeruch entgegen. In dem Gebäude stieß es auf 47 Riesenschlangen, von denen 13 bereits verendet waren. Die größte der toten Schlangen hatte eine Länge von 1,60 Meter.

Weitere Tiere traf die Veterinärin abgemagert und lethargisch an. Da die Haltungsbedingungen inakzeptabel waren, ordnete sie die Fortnahme zum Schutz der Schlangen an. Wegen des Verdachts auf Straftaten gegen den Tier- und Artenschutz hat die Stadt die Polizei hinzugezogen und bringt den Fall zur Anzeige.

„Nach Zahl und Zustand der Tiere ist dies bei Reptilien der gröbste Verstoß seit Jahren“, sagt Dr. Jana Lohmann, Leiterin der Veterinärbehörde des Stuttgarter Ordnungsamtes. Die Veterinärbehörde muss – anders als bei Hunden und Katzen – Besitzern von Reptilien selten Tiere wegen schlechter Haltung fortnehmen. In den vergangenen drei Jahren gab es in Stuttgart nur einen Fall mit sechs Schlangen sowie elf Schildkröten.

Münchner Auffangstation übernimmt Versorgung

Klassische Tierheime verfügen oft nicht über ausreichend Terrarien und notwendige Technik, um die spezielle Unterbringung einer großen Anzahl von Schlangen zu ermöglichen. Bei einer so hohen Zahl von Tieren, wie in diesem Fall, gibt es wenige Einrichtungen, die über die erforderlichen Kapazitäten verfügen. Daher reisten hierfür eigens Experten der Auffangstation für Reptilien München e.V. an. Sie ist eine der größten Stationen ihrer Art in Europa und nimmt jedes Jahr mehrere tausend Tiere auf, die sie medizinisch versorgt und weitervermittelt. Die Münchner Auffangstation arbeitet seit Jahren eng mit Behörden in ganz Deutschland zusammen. Sie unterstützt bei Begutachtungen problematischer Tierhaltungen und übernimmt Tiere, wenn diese durch Veterinärämter oder die Naturschutzbehörden fortgenommen oder beschlagnahmt werden müssen, wie in diesem Fall. Die Spezialisten holten die überlebenden Riesenschlangen in Stuttgart ab, transportierten sie fachgerecht nach München und unterzogen sie dort einer Eingangsuntersuchung.

Den Tierärzten der Auffangstation, die Leid gewöhnt sind, bot sich ein außergewöhnliches Bild des Schreckens, berichtet der Leiter der Auffangstation, Dr. Markus Baur: „Wir bekommen hin und wieder ein Tier, das schlecht beieinander ist, aber dieser Bestand ist das Schlimmste, was wir seit Jahren gesehen haben“, so der Fachtierarzt für Reptilien. „Diese Haltung zu beenden, war ein Volltreffer für den Tierschutz – absolut angemessen, dass die Stuttgarter Behörden durchgegriffen haben. Das ist ein Lichtblick für die verbleibenden Tiere. Es ist aber noch nicht abzusehen, wie viele überhaupt überleben werden.“ Ein Tier musste bereits eingeschläfert werden, um es von seinem Leid zu erlösen.

Überlebenschancen noch ungewiss

Laut Zwischenbericht sind die übrigen Tiere in teilweise verheerendem Zustand, viele sind ausgemergelt. „Die Schlangen sind pergamentartig ausgetrocknet“, so Dr. Baur. „Sie haben sich auf die von uns bereitgestellten Wasserschalen regelrecht gestürzt und verlassen sie gar nicht mehr.“ Hinzu kommen teilweise Narben, Verletzungen oder Abszesse. Praktisch alle eingelieferten Patienten leiden unter hochgradigem Parasitenbefall, der offenbar schon so lange nicht behandelt worden war, dass die Mehrzahl dieser Schlangen an durch Milben verursachter Blutarmut leidet. Eine Laboruntersuchung muss nun zeigen, ob sich der Verdacht auf eine zusätzliche Viruserkrankung bestätigt. Dann schwinden die Überlebenschancen weiter.

„Zum Glück ist so etwas die absolute Ausnahme“, sagt Dr. Baur aus seiner langen Erfahrung. „Solange es nicht zum Animal Hoarding kommt, kümmern sich die Halter meist gewissenhaft um ihre exotischen Haustiere.“ Schätzungen zufolge werden in Deutschland mehr als eine Million Reptilien daheim gehalten. Riesenschlangen gehören unter Reptilienhaltern zu den beliebten Arten und kommen auch in Stuttgart nicht selten vor. Anders als für deren gewerbsmäßige Zucht benötigt man für die Haltung von Riesenschlangen keine tierschutzrechtliche Genehmigung. Dazu hebt Renate Kübler, Leiterin der unteren Naturschutzbehörde der Landeshauptstadt, hervor: „Die Haltung ist jedoch aufgrund des Washingtoner Artenschutzübereinkommens nur legal, wenn man einen ausreichenden Herkunftsnachweis für das jeweilige Tier besitzt und die Haltung beim Regierungspräsidium meldet.”

Appell an Reptilienhalter: Entscheidung für Reptilien gut abwägen

Das Halten von Reptilien erfordert einige Sachkunde. Die Amtstierärzte appellieren daher an alle Tierfreunde: Bevor sie sich ein Reptil anschaffen, sollten sie sich eingehend mit den besonderen Anforderungen befassen, wie die jeweilige Art tierschutzgerecht zu halten ist – und ob sie das dauerhaft leisten können.

Jung angeschaffte Reptilien können je nach Tierart erheblich an Größe zulegen. Daher kann im Laufe der Zeit ein größeres Terrarium oder Gehege notwendig werden als zu Beginn. Eine Riesenschlange, die als Jungtier nur etwa einen halben Meter misst, kann später eine Länge von bei Pythons zwei Metern, bei Boas auch zweieinhalb, manchmal drei Metern erreichen. „Hier ist zu bedenken, ob die eigene Wohnsituation den benötigten Platz auch in Zukunft dafür hergibt“, betont Dr. Lohmann.

Reptilien benötigen in der Regel außer einem passenden Terrarium technisches Zubehör, um das für die jeweilige Art erforderliche „Klima“ herzustellen und zu überwachen. Riesenschlangen benötigen zum Beispiel Sommer wie Winter tagsüber Temperaturen von 26 bis 32 Grad und nachts 20 bis 24 Grad sowie eine Luftfeuchtigkeit von 60 bis 80 Prozent. Die dafür anfallenden Stromkosten sind auf jeden Fall schon vor der Anschaffung mit zu bedenken.

Im Krankheitsfall brauchen auch Reptilien fachgerechte tierärztliche Versorgung. Hierdurch können erhebliche Zusatzkosten entstehen. Außerdem werden so manche Reptilienarten deutlich älter als Hunde und Katzen und wollen auch in 30 oder 40 Jahren noch gepflegt und versorgt werden.

Die Schutzbestimmungen und Meldevorschriften für die Haltung und den Handel von bedrohten Arten erläutert das Regierungspräsidium Stuttgart als höhere Naturschutzbehörde auf seiner Internetseite: https://rp.baden-wuerttemberg.de/themen/natur/artenschutz/internationaler-artenschutz/

Für solche Wirbeltiere gibt es eine Meldepflicht. Wer so ein Tier aufnimmt, muss es in Baden-Württemberg beim zuständigen Regierungspräsidium anmelden und die Nachweispapiere vorlegen. Wenn das Tier stirbt, wegläuft oder abgegeben wird, muss es wieder abgemeldet werden. Das An- und Abmelden ist seit Februar 2024 auch online möglich auf der Seite: https://melba-bw.de/.


Wohnungseigentümer dürfen Hausgelder nicht zurückhalten

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Die laufenden monatlichen Hausgelder sind essenziell, damit eine Gemeinschaft von Wohnungseigentümerinnen und -eigentümern ihren laufenden Verpflichtungen nachkommen kann. Die Mitglieder der Gemeinschaft müssen diese daher auch dann erbringen, wenn in der Vergangenheit Jahresabrechnungen nicht ordnungsgemäß erstellt wurden. Die Wüstenrot Immobilen GmbH, ein Unternehmen der W&W-Gruppe, weist auf ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH V ZR 190/24) hin.

Im entschiedenen Fall hatte der Verwalter einer Eigentümergemeinschaft seit Jahren keine ordnungsgemäße Jahresabrechnung erstellt. Dies erfolgte nicht einmal, nachdem die Gemeinschaft gerichtlich dazu verurteilt worden war. Deshalb wollte ein Wohnungseigentümer Druck ausüben, indem er die Zahlung der laufenden monatlichen Hausgelder einstellte. Damit kam er jedoch vor Gericht nicht durch.

Laut dem Urteil können die Hausgelder nicht zurückbehalten werden, wenn die Gemeinschaft mit ihren Verpflichtungen im Verzug ist. Sie stellen nämlich die finanzielle Grundlage der Gemeinschaft dar. Wenn diese nicht über ausreichende Mittel verfüge, sei die laufende Versorgung mit Energie nicht gewährleistet und der Versicherungsschutz gefährdet. Außerdem müsse die Gemeinschaft laufend eine Rücklage bilden, damit sie in der Lage sei, auch unvorhergesehene Instandsetzungen durchzuführen. Dennoch müssten sich Wohnungseigentümerinnen und -eigentümer nicht damit abfinden, dass Jahresabrechnungen ausstehen, sondern könnten diese auf gerichtlichem Wege durchsetzen.


Polizei warnt vor Betrugsmasche mit angeblichen Insolvenzkanzleien

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Stuttgart.| Derzeit häufen sich Betrugsfälle, bei denen sich Täter als Kanzleien für Insolvenzrecht ausgeben und Unternehmen sowie vereinzelt auch Privatpersonen anschreiben. Die Polizei warnt vor der Masche und rät zu besonderer Vorsicht.

Erst vor wenigen Tagen erwarb ein Geschädigter von einer angeblich in Stuttgart ansässigen Kanzlei einen Bildschirm und überwies rund 700 Euro. Ein weiteres Unternehmen erhielt von derselben vermeintlichen Kanzlei ein Angebot über Waren im Wert von rund 30.000 Euro, erkannte den Betrug jedoch noch rechtzeitig vor einer Zahlung.

Nach bisherigen Erkenntnissen versenden die Täter per E-Mail professionell gestaltete Produktkataloge. Die angebotenen Waren sollen angeblich aus Insolvenzabwicklungen stammen und werden zu besonders günstigen Preisen angeboten. Die dazugehörigen Internetseiten wirken auf den ersten Blick seriös. Häufig verwenden die Täter im Impressum die Daten tatsächlich existierender Unternehmen. Zudem sind sie teilweise über örtliche Festnetznummern erreichbar, um Seriosität vorzutäuschen.

Im weiteren Verlauf verlangen die Täter regelmäßig den Versand von Ausweisdokumenten, etwa zur angeblichen Vertragsabwicklung. Diese Ausweiskopien werden nach bisherigen Erkenntnissen oftmals für weitere Betrugshandlungen missbraucht.

Die Polizei rät:

  • Prüfen Sie derartige Angebote besonders sorgfältig.
  • Recherchieren Sie vor einem Kauf im Internet nach dem Anbieter.
  • Insolvenzverfahren werden offiziell über das zuständige Amtsgericht geführt.

Prüfen Sie unter www.insolvenzbekanntmachungen.de, ob das Verfahren und der genannte Verwalter dort tatsächlich registriert sind. – Kontrollieren Sie Vertragsunterlagen genau, oft finden sich Abweichungen bei Telefonnummern, Domains oder Adressen. – Sehen Sie bereits bei geringen Zweifeln von einem Kauf ab. – Versenden Sie keine Bilder oder Kopien Ihrer Ausweisdokumente. – Grundsätzlich gilt: Wenn ein Angebot zu gut ist, um wahr zu sein, ist es meist nicht echt.

Wenn Sie betroffen sind:

  • Erstatten Sie schnellstmöglich Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder online.
  • Kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank und prüfen Sie mögliche Rückbuchungen.
  • Brechen Sie den Kontakt zu den Tätern sofort ab

Tourismusregion Stuttgart zieht positive Bilanz

Übernachtungszahlen 2025

Der Tourismus in Stuttgart und der Region präsentierte sich 2025 insgesamt stabil. In der Landeshauptstadt konnten die Ankünfte weiter gesteigert werden. Trotz eines leichten Rückgangs der Übernachtungen gegenüber dem UEFA-geprägten Ausnahmejahr 2024 blieb die Nachfrage auf einem hohen Niveau. In den Landkreisen der Region entwickelte sich der Tourismus nach dem Rekordjahr 2024 insgesamt verhaltener.

I. Stuttgart

a) Übernachtungs- und Gästezahlen

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg wurden 2025 in Stuttgarter Beherbergungsbetrieben mit zehn und mehr Betten (inkl. Camping) 4,53 Millionen Übernachtungen verbucht. Die Übernachtungszahlen lagen um 2,7 Prozent unter 2024 und die durchschnittliche Aufenthaltsdauer belief sich auf 1,9 Tage. 2025 wurde das Niveau des Vor-Coronajahres 2019 um 10,8 Prozent übertroffen. Positiv sind die Ankünfte in Stuttgart, welche im Jahr 2025 gegenüber 2024 sogar um 2,0 Prozent gestiegen sind.

b) Übernachtungsangebot und Auslastung der Betriebe in Stuttgart 

Insgesamt standen den Gästen der Landeshauptstadt 2025 164 Übernachtungsbetriebe mit 24.221 Betten zur Verfügung (Stand: Juli 2025). Die durchschnittliche Bettenauslastung 2025 belief sich auf 50,7 Prozent. 2024 lag sie bei 52,0 Prozent.

c) Übernachtungen im saisonalen Verlauf

Die saisonale Entwicklung 2025 zeigte ein differenziertes Bild. Bereits zu Jahresbeginn verzeichnete der Januar 312.937 Übernachtungen und damit einen Zuwachs von 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zu den besucherstärksten Monaten zählten der Mai mit 406.194, der Juli mit 424.431 sowie der Oktober mit 438.977 Übernachtungen und damit dem höchsten Monatsvolumen des Jahres. Die Monate Januar, April (387.053 Übernachtungen), Mai und Oktober erreichten neue Rekordwerte. Der Oktober war vor allem durch Veranstaltungen wie das Cannstatter Volksfest, Großkonzerte in der Schleyerhalle und der Porsche Arena sowie zum Beispiel die Fachmessen Blechexpo und Motek/Bondexpo geprägt, die einen wesentlichen Beitrag zu den Übernachtungen in der Hotellerie leisteten.

d) Herkunft der Übernachtungsgäste

Im Jahr 2025 liegt das Verhältnis von Übernachtungen deutscher und ausländischer Gäste bei 71:29. Die Übernachtungsvolumina der einzelnen Auslandsquellmärkte basieren auf den angegebenen Zahlen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg für Januar bis September und wurden auf dieser Basis auf das Gesamtjahr hochgerechnet. Die Gesamtjahresergebnisse lagen zum heutigen Veröffentlichungszeitpunkt vom 18.02.2026 noch nicht vor. Die wichtigsten Auslandsquellmärkte nach Übernachtungsvolumen waren 2025 die USA (188.593 Übernachtungen) und die Schweiz (147.407), gefolgt von Frankreich (89.502 – mit dem größten Zuwachs von 12,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr), Österreich (71.515, plus 10,9 Prozent) und den Niederlanden (68.827). Der chinesische Markt war mit insgesamt 49.506 Übernachtungen auf einem ähnlichen Niveau wie 2024.

II. Region Stuttgart

In der Gesamtregion Stuttgart (fünf Landkreise und Landeshauptstadt Stuttgart) beliefen sich die Übernachtungen auf 9,28 Millionen und einen Rückgang von 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Von den Gesamtübernachtungen entfielen 11,6 Prozent (1,08 Mio. Übernachtungen) auf den Landkreis Böblingen, 16,0 Prozent auf den Landkreis Esslingen (1,48 Mio. Übernachtungen), 7,1 Prozent auf den Landkreis Göppingen (657 Tsd. Übernachtungen), 9,8 Prozent auf Ludwigsburg (911 Tsd. Übernachtungen) sowie 6,7 Prozent auf den Landkreis Rems-Murr (623 Tsd. Übernachtungen). 48,8 Prozent entfallen auf die Landeshauptstadt. 767 Übernachtungsbetriebe mit 65.553 Betten standen in der Gesamtregion zur Verfügung (Stand: Juli 2025). Die durchschnittliche Bettenauslastung 2025 lag bei 39,5 Prozent.

„Angesichts des starken Wachstums im Jahr 2024 waren wir mit dem Jahresergebnis 2025 bezogen auf die Übernachtungszahlen in der Landeshauptstadt zufrieden. Grundsätzlich hat die Region, pauschal betrachtet, derzeit nicht die gleiche Dynamik in der touristischen Entwicklung wie die Landeshauptstadt. Das müssen wir in unserer touristischen Arbeit im Auge behalten. Für 2026 sind wir optimistisch. Wir rechnen mit einer insgesamt soliden Entwicklung und erwarten ein leichtes Plus – auch wenn der Wettbewerb zwischen den deutschen Städtereisezielen spürbar zunimmt“, so Armin Dellnitz, Geschäftsführer der Stuttgart-Marketing GmbH.


Estland 2026: Steigende Ankünfte, neue Direktverbindungen, nachhaltige Mobilität

Frankfurt/Tallinn.| Estland geht mit steigenden Einreisezahlen aus dem DACH-Raum und deutlich verbesserten Verkehrsverbindungen ins Tourismusjahr 2026. Neue Direktflüge aus dem deutschsprachigen Raum, der Ausbau nachhaltiger Mobilitätsangebote sowie des Premiumsegments und eine starke Präsenz auf der ITB Berlin stärken die Position des Landes als Trend-Destination in Nordeuropa.

Im Jahr 2025 verzeichnete Estland 162.104 Gäste aus dem deutschsprachigen Markt, ein Plus von 10,59 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit zeigt sich die Nachfrage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz trotz eines herausfordernden Marktumfelds wachsend. Mit insgesamt 318.130 Übernachtungen konnte der DACH-Markt ebenfalls um 4,8 Prozent zulegen.

Die Tourismusausgaben der insgesamt 4,6 Millionen ausländischen Gäste in Estland, darunter auch Tagesgäste und Kreuzfahrtpassagiere, lagen 2025 bei rund 1,5 Milliarden Euro.

Im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung setzt Visit Estonia in der internationalen Vermarktung verstärkt auf hochwertige Angebote im Bereich Premium-Produkte und Mindful Luxury. Im Fokus stehen dabei Boutique-Unterkünfte, Kulinarik und exklusive Naturerlebnisse. Ziel ist es, Estland insbesondere im höherwertigen Segment als Destination für bewusste Reisende zu positionieren, die Wert auf Substanz, Individualität und verantwortungsvolles Reisen legen.

ITB Berlin 2026: Estland mit starker Partnerpräsenz

Auch 2026 präsentiert sich Estland auf der ITB Berlin gemeinsam mit 19 touristischen Partnern in Halle 18. Reiseveranstalter und Branchenpartner erhalten am Stand einen kompakten Überblick über Angebote aus dem ganzen Land. Hier gibt es weitere Informationen rund um Estland auf der ITB Berlin sowie die Möglichkeit zur Terminvereinbarung.

Der Fokus liegt auf persönlichem Austausch, der Vertiefung bestehender Kooperationen und der Entwicklung neuer Produktansätze. Estland positioniert sich dabei erneut als Destination mit klarer touristischer Strategie und wachsender Relevanz für den deutschen Markt.

Ausbau der Flugverbindungen

Die Anbindung Estlands wird 2026 noch weiter ausgebaut. Neben bestehenden Direktverbindungen aus Zürich, Frankfurt, München und Berlin kommen Düsseldorf, Hamburg und Wien als zusätzliche Abflughäfen hinzu.

Damit verbessert sich nicht nur die Erreichbarkeit von Estland selbst, mit künftig sechs Direktabflughäfen aus dem DACH-Raum stärkt Tallinn seine Rolle als zentrales Tor ins Baltikum und nach Nordeuropa.

Nachhaltige Mobilität: Neue Bahnverbindung und Fokus auf Radreisen

Ein wichtiger Schritt für klimafreundliches Reisen ist die neue direkte Bahnverbindung zwischen Tallinn, Tartu und Riga, die seit Januar 2026 in Betrieb ist. Die Strecke bietet eine attraktive Alternative zum Flug oder Auto und eröffnet neue Möglichkeiten für Städtekombinationen und individuelle Rundreiseformate. Parallel dazu baut Estland sein Profil als Radreisedestination weiter aus. Mit dem offiziellen Start auf der Plattform Komoot stehen Reiseveranstaltern und Endkunden über 90 ausgearbeitete Fahrradrouten zur Verfügung – von entspannten Küstentouren bis zu anspruchsvolleren Strecken durch Nationalparks. Für den Vertrieb bietet dies konkrete Anknüpfungspunkte für nachhaltige, entschleunigte Reiseangebote.

Events als Reiseanlass: Biathlon in Otepää

Otepää, die Winterhauptstadt Estlands, bleibt auch in den kommenden Jahren ein internationaler Austragungsort für Biathlon-Wettbewerbe. Für 2026 und 2027 sind bereits Reisepakete verfügbar, die Sportevent, Naturerlebnis und Wellness kombinieren. Die Angebote eignen sich insbesondere für Gruppenreisen, Sportfans und Eventtourismus und bieten Veranstaltern zusätzliche Argumente für Reisen außerhalb der klassischen Hochsaison.

MICHELIN Guide Estonia 2026: Neue Ausgabe am 19. Mai

Gastronomie und Kulinarik haben sich zu einem Schlüsselsegment in der Vermarktung von Estland entwickelt. Am 19. Mai 2026 richten sich die Augen der Foodie-Welt wieder auf Tallinn, wenn dort die neue Ausgabe des MICHELIN Guide Estonia veröffentlicht wird. Seit der Einführung des Guides im Jahre 2021 verfügt Estland über zwei mit MICHELIN-Sternen ausgezeichnete Restaurants – 180° by Matthias Diether mit zwei Sternen und NOA Chef’s Hall mit einem Stern, beide in Tallinn. Diese Auszeichnungen unterstreichen die wachsende Qualität und internationale Wettbewerbsfähigkeit der estnischen Gastronomie und stärken das Premium-Profil der Destination im hochwertigen Segment.

Insgesamt listet der MICHELIN Guide für Estland derzeit 43 empfohlene Restaurants, darunter mehrere mit Bib Gourmand- und Green Star-Auszeichnungen, die von kreativer, nachhaltiger und vielseitiger Küche zeugen.