Max Öhler wechselt zum VfL Eintracht Hagen

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Bietigheim-Bissingen.| Max Öhler wird die SG BBM Bietigheim nach fünf Jahren verlassen und wechselt zur neuen Saison zum Zweitligisten VfL Eintracht Hagen.

Der 1,86 Meter große Rückraumspieler war bis zur D-Jugend für seinen Heimatverein TV Spaichingen und anschließend für die JSG Balingen-Weilstetten aktiv. Zur Saison 2018/19 wechselte Öhler von der JSG in die U19-Mannschaft des TVB Stuttgart, bei dem er als damals 17-Jähriger zudem sein Erstligadebüt feierte. Im Sommer 2019 folgt dann sein Wechsel nach Bietigheim. Dort nahm er bei der SG schon in jungen Jahren einen festen Platz im Bundesligakader ein. Insgesamt fünf Jahre war er ein wichtiger Teil des Teams und stellte sich als Allrounder auf verschiedenen Positionen stets in den Dienst der Mannschaft. Als krönenden Abschluss feiert er nun den Erstligaaufstieg mit der SG, ehe sein Weg zur neuen Saison zum VfL Eintracht Hagen führt. Dort erhofft sich der sympathische Schwabe noch mehr Spielanteile auf seiner Stammposition Rückraum Mitte. Über die Wechselmodalitäten – Öhlers Vertrag bei der SG lief ursprünglich noch bis 2025 – vereinbarten die beiden Clubs Stillschweigen.

„Max hat sich bei uns von einem talentierten Nachwuchsspieler aus der Region zu einem Bundesligaspieler entwickelt. Um den nächsten Schritt zu gehen, benötigt er die entsprechende Spielpraxis, die er bei uns derzeit im erforderlichen Maße nicht bekommen kann. Daher haben wir schweren Herzens, auch weil er einfach ein super Kerl ist, seinem Wechselwunsch zugestimmt. Wir wünschen ihm für die Zukunft von Herzen alles Gute und, wer weiß, vielleicht kreuzen sich unsere Handballwege ja nochmals“, so SG-Geschäftsführer Bastian Spahlinger.

Max Öhler fügt hinzu: “Ich bin der SG äußerst dankbar und werde sie sehr vermissen. Es war auf und neben dem Spielfeld eine tolle Zeit. Ich bin hier vom Nachwuchsspieler zum Bundesligaspieler gereift und habe viele neue Freunde kennengelernt. Ich kehre jederzeit gerne nach Bietigheim zurück, nun wartet jedoch ein neues Abenteuer auf mich. In Hagen möchte ich mir noch mehr Spielanteile auf meiner Lieblingsposition Rückraum Mitte erarbeiten und mich dort weiterentwickeln.“


Nachbarrecht nur bei gegenseitiger Rücksichtnahme

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Bepflanzungen an der Grundstücksgrenze dürfen nach dem Nachbarrecht der Bundesländer eine bestimmte Höhe nicht überschreiten. Dennoch können Nachbarinnen und Nachbarn einen Rückschnitt eventuell nur dann verlangen, wenn sie sich selbst an die Vorschriften halten. Die Württembergische Versicherung AG, ein Unternehmen der W&W-Gruppe, weist auf ein aktuelles Urteil des Landgerichts Frankenthal (2 S 85/23) hin. 

Ein Grundbesitzer verlangte von seinem Nachbarn, seine direkt an der Grundstücksgrenze gepflanzte Hecke von 2,20 Meter auf 1,50 Meter zurückzuschneiden und auf dieser Höhe zu halten. Er berief sich dabei auf das geltende Nachbarrecht. Das Amtsgericht gab ihm Recht und verurteilte den Nachbarn zum Rückschnitt. Dieser legte dagegen Berufung ein, weil sich der Kläger selbst nicht an die Vorschriften hielt. Der Kläger hatte nämlich direkt hinter dem Zaun eine inzwischen drei bis vier Meter hohe Kugelhecke und eine etwa zweieinhalb Meter hohe Zypresse gepflanzt. Er verstoße damit ebenfalls gegen das Nachbarrecht. Das Landgericht gab der Berufung statt und wies die Klage ab. Wer sich selbst nicht regelgerecht verhalte, könne nach Treu und Glauben keine Ansprüche gegen seinen Nachbarn erheben, entschied das Gericht.


Afrikanische Schweinepest: Übertragung über Futtermittel unwahrscheinlich

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Internationale Forschungsergebnisse zu ASP-Viren veröffentlicht

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich in Europa und anderen Teilen der Welt immer weiter aus. Dabei spielen auch Lebensmittel eine Rolle. Werden nicht erhitzte Lebensmittel oder Speisereste von infizierten Tieren an nicht infizierte Tiere verfüttert, kann sich das Virus in zuvor ASP-freie Regionen und damit auch in Hausschweinbestände ausbreiten. Da der Erreger in der Umwelt stabil ist, wurde lange Zeit angenommen, dass er auch über Futtermittel, Wasser und andere Materialien übertragen werden kann. Zu dieser Frage initiierte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ein internationales Forschungsprojekt, an dem sich auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) beteiligt haben. Die Ergebnisse zeigen: Eine Verbreitung von ASP-Viren über Futtermittel ist nur in besonderen Ausnahmefällen zu erwarten. „Selbst nach Zugabe großer Mengen des infektiösen Virus auf verschiedene Futtermittel- und Einstreumaterialien war nach kurzer Zeit kein infektiöses Virus mehr nachweisbar“, sagt die Projektkoordinatorin Dr. Sandra Blome vom FLI, „Lediglich bei kalt gelagerten Futterrüben und Kartoffeln wurde in einigen Proben auch nach längerer Lagerdauer noch infektiöses Virusmaterial gefunden. Dies ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass ASP-Viren bei kalten Temperaturen und feuchten Umgebungen besonders stabil sind.“ „Grundsätzlich sind ASP-Viren nicht auf den Menschen übertragbar“, erklärt BfR-Präsident Professor Andreas Hensel. „Mit dem Projekt schließen wir aber eine wichtige Wissenslücke hinsichtlich der Rolle von Futtermitteln bei der Übertragbarkeit des ASP-Virus.“

Aufgrund fehlender empirischer Daten hat das FLI gemeinsam mit dem BfR und der schwedischen Statens Veterinärmedicinska Anstalt (SVA) in dem von der EFSA geförderten Projekt (Start 2022) daran gearbeitet, die bestehenden Wissenslücken zu schließen. Ziel war es, die Stabilität von ASP-Viren auf Futtermitteln, Einstreumaterialien und mechanischen Vektoren unter praxisnahen Lagerbedingungen zu untersuchen. Dazu wurden 14 relevante landwirtschaftliche Futtermittel- und Einstreumaterialien verwendet: Gras, Grassilage, Heu, Rinde, Torf, Holzspäne, Maissilage, Raps, Gerste, Weizen, Hafer, Stroh, Kartoffeln und Futterrüben.

Alle Materialien wurden mit dem ASP-Virus kontaminiert und bei fünf verschiedenen Umgebungstemperaturen bis zu neun Monate lang gelagert. Die Proben wurden zu verschiedenen Zeitpunkten auf infektiöse Viren sowie Genomreste des Virus untersucht. Auch die mögliche Rolle von drei unterschiedlichen Arten blutsaugender Arthropoden (Gliederfüßer wie Wadenstecher) betrachteten die Forscherinnen und Forscher, um herauszufinden, wie lange die untersuchten Arthropoden das Virusgenom und das infektiöse Virus nach der Aufnahme von infektiösem Blut beherbergen können.


Rollstuhlfahrer verunglückt im Wald

Ein betagter Fahrer eines Elektro-Krankenfahrstuhls kippte am Mittwoch (29. Mai 2024) um, als er versuchte auf einen schlammigen Waldweg im Waldgebiet Egenfirst zwischen Weilheim an der Teck und dem Teilort Häringen hochzufahren. Er konnte sich nicht selbst aus seiner misslichen Lage befreien. Glücklicherweise entdeckte eine Passantin, die trotz widriger Wetterverhältnisse im Wald unterwegs war, den Verunglückten. Sie setzte einen Notruf ab und damit die Rettungskette in Gang. Einsatzkräfte der Bergwacht versorgten den entkräfteten und unterkühlten Patienten gemeinsam mit dem Rettungsdienstpersonal und dem Notarzt, lagerten ihn in der Gebirgstrage und transportierten ihn unter Seilsicherung bis zum nächsten Fahrweg. Dort übergaben sie ihn an den bereitstehenden Rettungsdienst. Im Anschluss wurde der Roller mithilfe eines Flaschenzugs sowie dem noch funktionstüchtigen Rückwärtsgang zurück auf den befestigten Weg gebracht.

Dies sei bereits der vierte Einsatz der ehrenamtlichen Einsatzkräften der  DRK Bergwacht Lenninger Tal an einem Werktag innerhalb einer Woche gewesen, berichtet Maximilian Groh, Pressereferent der Bergwacht Lenninger Tal. So seien sie zur Rettung eines Drachenfliegers, der auf einem Baum gelandet war, zu einem Reitunfall und einem Wanderunfall im Einsatz gewesen.


Die Bergwacht rät: Ausrüstung immer überprüfen

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Den Beginn der Klettersaison nimmt die DRK Bergwacht Württemberg zum Anlass darauf hinzuweisen, sich mit seiner Ausrüstung vertraut zu machen. Sie sollte vor jeder Tour noch einmal überprüft werden, bevor sie zum Einsatz kommt. Ein Partner-Check, bei dem gegenseitig die Ausrüstung, die Knoten, das richtig angeseilt sein usw. überprüft wird erhöht die Sicherheit. Dies gelte sowohl für das Gebirge als auch für unsere heimischen Klettergebiete, so Raimund Wimmer, Pressesprecher der DRK Bergwacht Württemberg.
Anlass für diesen Appel ist ein schwerer Kletterunfall, bei dem sich eine Frau bei einem 15-Meter-Sturz über eine teilweise senkrechte Felswand am Hausbach-Klettersteig in Reit im Winkl schwere Verletzungen zuzog. Ursache war ein falsch angelegter Klettergurt und ein ebenfalls falsch angelegtes Klettersteigset.
Wer auf Nummer sicher gehen will besucht einen Kurs bei einer Bergschule oder einer alpinistischen Organisation, wie zum Beispiel dem deutschen Alpenverein, den Naturfreunden oder ähnlichen.


SVL gewinnt in Freilingen und ist Tabellenführer

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Super Leistung der SVL-Triathleten bei Auftakt-Wettkampf in Freilingen: das Team Ludwigsburg gewinnt und geht als Tabellenführer in die nächste Runde.

„Mit dem Team die Tabelle anführen: das ist geil“, sagt Julian Großkopf, der beste von fünf top SVL-Triathleten nach dem ersten von fünf Wettkämpfen in der zweiten Bundesliga. Die Ludwigsburger Männer haben den Triathlon in Freilingen gewonnen. Julian hat Platz zwei geholt, Max Hoffmann ist auf Platz sieben gelandet, Nils Friedrichs auf Platz 13, Phillip Hannich auf P latz 32 und Lasse Friedrichs auf Platz 38.

Julian sagt, nur sechs Sekunden hätten für ihn auf den Sieger Finn Sattler (Kempten) gefehlt. Sein Schwimmen sei „eher schlecht“ gewesen, deshalb sei seine erste Runde auf dem Rad hart gewesen. Auf der zweiten Runde habe er sich „im vorderen Drittel gut verstecken können“ und nicht viel Führungsarbeit leisten müssen. Schließlich war Julian einer der ersten in der Verfolgergruppe. Sein Lauf sein dann speziell hinten raus „sehr, sehr gut“ gewesen. „Die Performance stimmt.“

Nils spricht von einem „super Ergebnis“ – nicht für alle im Team sei der Wettkampf „ideale gelaufen, aber wir haben es trotzdem geschafft“ – er und sein Zwillingsbruder zum Beispiel seien schlecht geschwommen. Nils ist zufrieden mit seinem „soliden Wettkampf und stolz aufs Team“. Max sei „ganz souverän vorne rein gelaufen“, Phillip sei beim Radfahren schön dran geblieben an den Konkurrenten. Ein top Einstieg für die beiden Neuzugänge des SVL! „Ein mega Ergebnis, das zweite Mal auf dem Podium in der Liga! Cool.“

Lasse spricht von einem „brutal geilen Ergebnis“. Ludwigsburg (54 Punkte) sei knapp vor Darmstadt (57 Punkte) auf Platz eins gelandet. In der Triathlon-Liga gibt: je weniger Punkte, desto besser das Team, denn addiert werden die jeweils vier besten Platzierungen. „Wir freuen uns, dass wir so gut in die Saison gestartet sind.“ Er persönlich habe noch Luft nach oben, keine Frage, er müsse „ein paar kleinere Sachen verbessern“. Der SVL-Vizepräsident Matthias Nagel freut sich über das „starke Ergebnis“.

Julian sagt, er freue sich schon auf die nächsten Wettkämpfe, „ich bin gespannt.“ Nils erklärt, es gelte nun, an die super Leistungen anzuknüpfen. Der zweite Liga-Wettbewerb in Roth findet am Samstag, 22. Juni, statt.


Stuttgart und Heidenheim teilen sich die Siege erneut

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Wie bereits zu Beginn der Saison 2024 in der 1. Baseball-Bundesliga teilen sich die Heidenheim Heideköpfe und die Stuttgart Reds die Siege des Doppelspieltags am vergangenen Wochenende.

Das erste Spiel des Spieltags mit ungewöhnlicher Teilung der Spiele am Freitag und Sonntag fand in Heidenheim statt. Die Reds verschwendeten keine Zeit und konnten nach Walks für Austin Bull und Jack Barrie durch einen 3-Run-Homerun von Moritz Köhler, seinem ersten überhaupt in der Bundesliga, schnell mit 3:0 in Führung gehen.

Auch im zweiten Inning kamen die ersten drei Schlagleute der Reds gegen Ex-Reds Pitcher Chris Ehrich auf die Bases. Sein Spiel wurde dadurch beendet und der Veteran Mike Bolsenbroek kam für die Hausherren auf den Mound. Als erstes musste sich Moritz van Bergen der Herausforderung stellen und meisterte sie perfekt: Seinen zweiten Pitch beförderte das Reds-Eigengewächs aus dem Stadion. Grand-Slam-Homerun! Vier weitere Runs zum 7:0 für Stuttgart. Angeheizt von diesem Erfolg erreichten auch die nächsten beiden Reds die Bases. Jonas van Bergen schlug dann einen weiten Ball, auf den Jack Barrie das 8:0 erlaufen konnte.

Danach wachten die Heideköpfe auf und konnten durch Runs im zweiten, dritten und vierten Inning den Reds Vorsprung auf 8:6 verkürzen. Offensiv gelang den Stuttgartern dann nicht mehr viel. Im gesamten restlichen Spiel konnten keine weiteren Runs und nur wenige Baserunner produziert werden. Brenzlich wurde es für die Defensive der Reds im 7. Inning. Durch zwei Fehler der Defensive kam Heidenheim bis auf einen Run an Stuttgart heran. Durch zwei Walks waren die Bases bei nur einem Aus für Heidenheim geladen. Headcoach Rick Jacques reagierte und wechselte Eduardo Peluso als Pitcher ein. Dieser bewies Nerven und schaffte es zwei der gefährlichen Heidenheimer Schlagleute, Philip Schulz und Garry Owens, per Strike-Out unschädlich zu machen und die Führung zu bewahren. Das erste Spiel endete damit 8:7 für das Team vom Schnarrenberg.

Das direkte Rückspiel fand am Sonntag auf dem Cannstatter Schnarrenberg statt. Bei bestem Wetter konnten ca. 500 Zuschauer das Spiel verfolgen. Das erste Drittel des Spiels war bestimmt von starkem Pitching auf beiden Seiten. In den ersten drei Innings kamen die Pitcher beider Teams zusammen auf acht Strike-Outs. Erst im vierten und fünften Inning konnten die Gäste aus Heidenheim, jeweils per Homerun, Punkte zur 5:0 Führung erzielen. Die Mannschaft des TV Cannstatt antwortete im sechsten Inning mit ihrem ersten Run nach einem Single von Benedikt Schäffer zum 5:1. Heidenheim baute im siebten Inning mit weiten Schlägen ins Feld die Führung auf 7:1 aus. Und im neunten und letzten Inning gelangen den Gästen weitere Punkte zum zwischenzeitlichen 11:1. Die Hausherren wollten sich aber nicht geschlagen geben und starteten eine Aufholjagd um das Ergebnis zumindest etwas zu schönen. Die Stuttgart Reds konnten die Bases bei nur einem Aus füllen. Jack Barrie drosch dann den Ball in Leftfield zum 11:3. Moritz Köhler folgte ihm und konnte mit einem Single einen weiteren Run zum 11:4 Endstand produzieren.

Die Reds stehen damit bei 7 Siegen und 9 Niederlagen und stehen auf dem vierten Tabellenplatz. Das Rennen um die Plätze in den Play-Offs ist und bleibt eng. Zwischen Heidenheim (8 Siege) auf dem zweiten Platz und Mainz auf dem fünften Platz liegen nur 2 Siege.

Für die Reds geht es am kommenden Wochenende gegen den Tabellenführer aus Regensburg. Die Spiele finden am 31. Mai, 19 Uhr und 01. Juni 13 Uhr jeweils im TVC Ballpark auf dem Schnarrenberg statt.


SVL schlägt Neukölln und erreicht die Spiele um Platz fünf

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Die Ludwigsburger Bundesliga-Wasserballer haben im Heimspiel am Samstag im Freibad Hoheneck gegen die SG Neukölln die Serie für sich entschieden. Souverän gespielt, 12:8 gewonnen. Platz fünf bleibt weiter möglich.

Samstagnachmittag im Freibad Hoheneck. Die Stimmung am Beckenrand ist gut. Zu Gast sind die Wasserballer der SG Neukölln. Die Ausgangslage ist klar: Wenn der SV Ludwigsburg in dieser Partie sich den Sieg holt, dann ist auch die kleine Serie best-of-three gewonnen, dann bleibt Platz fünf in der Bundesliga möglich. Das Minimalziel.

Die Männer sind fit und motiviert. 17.30 Uhr, der Anpfiff. Das erste Anschwimmen geht an Zoran Bozic, der Ludwigsburger Nationalspieler holt den ersten Ball. Angriff, schlechter Pass – und der Ball ist weg. Konter, Schuss SG, Parade des Ludwigsburger Torwarts Max Vernet Schweimer. Schussversuch SVL, aber wieder kein Treffer. Zunächst ein nervöses Spiel auf beiden Seiten, eine Partie mit einigen Fehlpässen zum Start.

Überzahl SVL – und ein super Schuss von Sergio Prieto Hernandez. 1:0. Der SVL setzt nach gut drei Minuten ein Zeichen. Ein wichtiger Treffer! Foul SVL, Strafwurf und Treffer SG. 1:1. Überzahl SVL, Zoran fackelt nicht lange, Schuss, Treffer. 2:1. Und bald die nächste Parade des SVL-Keepers. Und der nächste Treffer: was für ein Schuss des Kapitäns Nino Blazevic aus der Distanz! Ein super Aufsetzer. 3:1. Unterzahl SVL, Treffer Neukölln. 3:2. Kurz vor dem Ende des ersten Viertel, wieder der Kapitän, das 4:2. „Weiter so, Nino“, kommentiert Robert Kovacs diese Szene im SVL-Livestream.

Das zweite Viertel. Wieder gewinnt Zoran den Ball. Angriff Neukölln, aber Timo Filo klaut den Ball und macht das 5:2. Parade Max. Abpraller, Nino passt auf. Wieder ist der Ball beim SVL, Konter und Treffer, Zoran macht das 6:2. Überzahl SG, Angriff, guter Block SVL. Kein Treffer. Neukölln kommt nicht ins Spiel. Und wenn die SG mal einen guten Angriff spielt, dann ist fast immer der Ludwigsburger Nationaltorwart da.

Der Halbzeitpfiff, drei Minuten Pause. Eine recht komfortable Führung für Ludwigsburg. Aber Obacht, alle wissen: die SG-Spieler geben nie auf. Auch im Hinspiel vor zwei Wochen in Berlin lag Ludwigsburg deutlich vorne – und hat schließlich nur noch knapp mit 10:11 gewonnen. „Kämpfen bis zum Ende“, sagt der SVL-Betreuer Dieter Gscheidle.

Die zweite Hälfte. Das Anschwimmen geht diesmal an die SG, und Neukölln verkürzt auf 6:3. Foul SVL, Strafwurf SG, Parade, Max hält den Schuss. Stark! Treffer Andrei Covaci, 7:3. Und gleich nochmal Andrei, das 8:3. Top Angriff des SVL, aber auch eine top Parade des SG-Keepers. Überzahl SVL, Treffer SVL, Timo macht das 9:3. Die SG verkürzt auf 9:4. Überzahl, Auszeit und Angriff Neukölln. Timo passt auf und pflückt den Ball aus der Luft. Und Ende des Viertel.

Die letzten acht Minuten. Robert spricht im Stream von guten Reaktionen SVL. Los geht’s, Sergio holt den Ball. Überzahl SVL, Auszeit, Angriff Ludwigsburg. Treffer zum 10:4. Die Neuköllner sehen müde aus, können das Tempo der SVL-Spieler nicht immer mitgehen. Mit dem Gegenangriff fällt trotzdem der Anschlusstreffer. 10:5. Und gleich auch noch das 10:6. Ludwigsburg bringt den Gegner wieder zurück ins Spiel. Foul SVL, Strafwurf SG, nur ein Lattentreffer. Das 11:6 durch Andrei. Unterzahl SVL, Auszeit SG. 11:7. Neukölln gibt nicht auf, wie immer. Angriff SVL, Überzahl Ludwigsburg. Treffer Sergio. Das 12:7. Robert kommentiert bereits ein paar Minuten vor den Abpfiff: „Das Spiel ist vorbei. Jetzt spielen wir um Platz fünf.“ Unmittelbar vor dem Ende der Partie gelingt den Gästen noch ein Treffer, Endstand 12:8.

Strahlende Gesichter bei den Ludwigsburger Spielern. Alle sind happy, dass sie jetzt um Platz fünf spielen dürfen. Gleich am kommenden Samstag geht’s weiter, dann sind die White Sharks Hannover zu Gast im Ludwigsburger Freibad, die ihre Spiele gegen Krefeld gewonnen haben. Der SVL-U19-Nationalspieler Ivo Dzaja sagt: „Wir sind froh, dass wir gewonnen haben und breiten uns jetzt auf das nächste Spiel vor.“ Dieter Gscheidle spricht von „einem nie gefährdeten Sieg gegen Neukölln“ und lobt einen „starken Max im Tor – jetzt heißt es: vollen Fokus auf die Serie gegen die Sharks“.

Der Torwart erklärt nach dem Spiel: „Wir haben gut angefangen, vor allem ziemlich solide in der Verteidigung gearbeitet.“ Im dritten Viertel und am Anfang des letzen Viertel hätte das Team eigentlich „den Deckel schon zu machen müssen“. Am Ende habe Ludwigsburg aber „gut gewonnen und der Sieg war nie richtig gefährdet, trotzdem müssen wir die Phasen des Spiels analysieren in denen wir unkonzentriert gespielt haben“. Das sei  sehr wichtig für die kommenden Spiele gegen White Sharks.

Nino Blazevic freut sich, dass „wir gewonnen haben, mit ein paar Toren Vorsprung“. Das junge Ludwigsburger Team benötige aber mehr Zeit, um noch besser zu spielen. „Jetzt müssen wir uns sofort vorbereiten auf die White Sharks – und wieder gewinnen, egal mit wie vielen Toren Vorsprung.“ Der SVL-Trainer Raul de la Pena sagt: „Wir sind sehr glücklich – und müssen uns richtig vorbereiten auf Hannover.“

Der SVL-Vizepräsident Matthias Nagel spricht von „einem Pflichtsieg“, den die SVL-Männer souverän gestaltet hätten. Das erste von maximal drei Spielen gegen die Sharks werde am Samstag, 1. Juni, um 17.30 Uhr angepfiffen. Die Spiele zwei und eventuell drei würden dann am 8. und 9. Juni in Hannover ausgetragen. Das Team, das zweimal gewinnt, wird Fünfter. Das Ziel aller, sei klar: diesen Platzt fünf holen, der den Klassenerhalt und die Euro-Cup-Qualifikation sichern würde. Nagel: „Aber klar, das wird eine spannende Serie gegen Hannover.“


SG BBM liefert in Coburg noch einmal einen heißen Kampf

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von Bernhard Gaus

Aufstiegsfeier, die Zweite, bei der SG BBM Bietigheim – mit kleinem Wermutstropfen. Eine Woche nach der vorzeitigen Qualifikation für die 1. Bundesliga unterliegt der Zweitliga-Zweite nach einem großen Kampf in der Crunchtime beim HSC Coburg mit 33:32 (15:17) Toren. Gefeiert werden die Romero-Buben von ihren 200 mitgereisten Fans dennoch.

Was für eine tolle Stimmung in der HUK Coburg arena von beiden Fanlagern. Nach einer 23:28-Führung der SG BBM dreht der Tabellensiebte in den letzten zwölf Minuten das Spiel und jubelt mit seinen Fans im letzten Heimspiel der Saison über einen Last-Minute-Erfolg gegen den Tabellenzweiten. Die erste Enttäuschung der Bietigheimer Handballer weicht schnell, als sie von ihren Fans für den Aufstieg und eine starke Leistung am Samstag gefeiert werden.

„Das ist vielleicht das schwerste Spiel der Saison“, hatte Jochen Zürn vermutet. Nach improvisierter Aufstiegsfeier und verpuffter Chance auf die Meisterschaft – die hatte tags zuvor Potsdam mit einem souveränen 38:28-Heimerfolg über Hamm-Westfalen unter Dach und Fach gebracht – sicher keine einfache Aufgabe. „Die Jungs haben Moral gezeigt und die Einstellung, die sie schon die ganze Saison auszeichnet“, zollt der Sportliche Leiter der SG BBM seinen Respekt. Doch Bietigheim kann eine 5-Tore-Führung in den letzten zwölf Minuten nicht verteidigen, weil der Ball nicht mehr den Weg ins gegnerische Tor findet. Die Coburger 32:31-Führung gleicht Alexander Velz mit seinem sechsten Treffer zwar noch aus, doch Florian Billek gelingt im Gegenzug Sekunden vor dem Ende der Siegtreffer.

Bei den Schwaben fehlte Dominik Claus im rechten Rückraum – er war in der Nacht zum zweiten Mal Vater geworden. Maximilian Hejny nahm die Herausforderung und die längere Spielzeit an, traf insgesamt viermal, bleibt am Ende aber bei einer Trefferquote von 50 Prozent.

48 Minuten lang hatte die SG BBM die Tugenden gezeigt, die sie in vielen Partien in dieser Saison auszeichneten. Geduldiges, taktisch sehr diszipliniertes ballsicheres Spiel zahlte sich schon nach einer Viertelstunde erstmals aus. Fabian Wiederstein triff zum 6:10 und zwingt Coburg in die erste Auszeit. Dann nutzen die Oberfranken eine Überzahlphase aus, verkürzen zum 13:14. Der Ausgleich fällt vor der Pause nicht mehr.

Doch die Hausherren benötigen nach der Pause keine zwei Minuten, um alles wieder auf Null zu stellen: 17:17. Moral und Einstellung bleiben aber intakt beim Tabellenzweiten, der sich weiter stabil an sein Spielkonzept hält. Bietigheim kann sogar in Unterzahl seine Führung wieder ausbauen. Erstmals liegen nach dem 22:27 von Max Öhler fünf Tore zwischen Coburg und Bietigheim.

Neben der verlorenen Crunchtime dürfte Bietigheims Coach Iker Romero im zweiten Abschnitt auch die hohe Zahl von Gegentoren durch Coburger Tempospiel nicht gefallen haben. Eines ist nach der Vorstellung des Tabellenzweiten in Coburg jedoch sicher. Zum Saisonfinale am Samstag in der heimischen EgeTrans Arena gegen den Dessau- Roßlauer HV werden die Spieler um Kapitän Paco Barthe noch einmal Vollgas geben. Aufstiegsfeier, die Dritte, wartet mit großem Saisonabschluss.

HSC 2000 Coburg: van der Merwe, Apfel; Runarsson (5), M. Jaeger (8), Dettenthaler, Bis (1), Glatthard, Fuß (3), Billek (8), Krone, Helmersson (2), P. Valkovskis (4), Schäffer (1), Obranovic (1).

SG BBM Bietigheim: Baranasic, Genz; Vlahovic, Michalski, Öhler (1), Wolf (4), Schäfer (5/1), de la Peña (4), Wiederstein (1), Velz (6), Barthe, Hejny (4), Bader, Pfeifer (4), Fischer (3).

Zeitstrafen: Glatthard (41.), Bis (45.) – Velz (22.), Vlahovic (57.)
Siebenmeter: 0/1 – 1/1
Spielverlauf: 3:3 (7.), 4:8 (12.), 8:12 (19.), 12:13 (23.), 14:17 (28.), 16:17 (30.), 20:20 (38.), 21:24 (43.), 23:28 (48.), 27:31 (54.), 32:31 (58.), 33:32 (60.)
Schiedsrichter: Thomas Kern / Thorsten Kuschel (DHB Elitekader)
Zuschauer: 2598 (HUK COBURG arena, Coburg)


Nesreddine Kenniche wechselt zum SGV Freiberg

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Der SGV Freiberg freut sich, die Verpflichtung von Nesreddine Kenniche bekannt zu geben, der vom FSV 08 Bietigheim-Bissingen zum SGV wechselt. Der vielseitige Spieler kann sowohl als Stürmer als auch als Außenbahnspieler eingesetzt werden und verstärkt somit die Offensivabteilung des SGV Freiberg.

Nesreddine Kenniche hat in der laufenden Saison in der Oberliga bereits 17 Tore erzielt und bewiesen, dass er ein treffsicherer und dynamischer Spieler ist. Mit seinem Wechsel zum SGV Freiberg möchte Kenniche den nächsten Schritt in seiner Karriere machen und sich in einem neuen Umfeld weiterentwickeln.