Stuttgarter Doppelhaushalt von Regierungspräsidium genehmigt

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Für die Zukunft sind Gegensteuerungsmaßnahmen erforderlich, betont Finanzbürgermeister Thomas Fuhrmann

Stuttgart.| Der Haushalt für die Landeshauptstadt Stuttgart für die Jahre 2024 und 2025 ist vom Regierungspräsidium Stuttgart genehmigt worden. Die Rechts‐aufsichtsbehörde hat die Gesetzmäßigkeit des vom Gemeinderat am 15. Dezember 2023 beschlossenen Doppelhaushalts 2024/2025 bestätigt.

Zudem wurden die darin ausgewiesenen Kreditaufnahmen, Kassenkredite und Verpflichtungsermächtigungen genehmigt. Nach der öffentlichen Auslegung kann der Doppelhaushalt von der Verwaltung umgesetzt werden.

Das Regierungspräsidium attestiert der Landeshauptstadt zu Beginn des Haushaltsjahres 2024 noch eine positive Ausgangssituation und ein „stabiles wirtschaftliches Fundament“. In den Jahren 2024 und 2025 ist die Ertragskraft allerdings unzureichend ausgeprägt. Im Jahr 2025 kann der gesetzlich vorgegebene Haushaltsausgleich nur noch dank der vorhandenen Ergebnisrücklagen erreicht werden. Dadurch können keine Eigenmittel generiert werden, um die extrem hohen Investitionsvolumen zu finanzieren. Stattdessen muss auf erwirtschaftete Finanzierungsmittel und Kreditaufnahmen zurückgegriffen werden.

Deutlich negativer fällt allerdings die Einschätzung der mittelfristigen Finanzplanung für die Jahre 2026 bis 2028 aus. Hier attestiert das Regierungspräsidium Stuttgart eine bedenkliche Ertragslage, die eine kritische Entwicklung aufnimmt und eine geplante Ausweitung des Schuldenstandes, der in dieser Höhe finanzwirtschaftlich nicht vertretbar ist. Daher wurde die Landeshauptstadt Stuttgart aufgefordert, bereits im Jahr 2024 – und somit frühzeitig vor Aufstellung des nächsten Doppelhaushaltplans – darzulegen, wie diesen Entwicklungen entgegengewirkt wird.

Der Bürgermeister für Wirtschaft, Finanzen und Beteiligungen, Thomas Fuhrmann, teilt die Einschätzung des Regierungspräsidiums: „Die Entwicklung der Ergebnishaushalte und die geplanten Auszahlungen für Investitionen hätten bis 2028 zu Kreditaufnahmen von 3,8 Milliarden Euro geführt. Wir müssen zwingend die Ergebnishaushalte strukturell verbessern, um mehr Eigenmittel zu generieren und gleichzeitig unsere Vorhaben realistisch planen und klar priorisieren. Die Erstellung eines genehmigungsfähigen Doppelhaushalts 2026/2027 wird für die Verwaltung und den Gemeinderat ein Kraftakt werden.“


Klimamobilitätsplan der Landeshauptstadt Stuttgart beschlossen

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„Großer Schritt für die Mobilität der Zukunft“

Den Beschluss des Stuttgarter Gemeinderats am Donnerstag, 16. Mai, zum Klimamobilitätsplan würdigt Martin Körner, Leiter des Grundsatzreferats der Landeshauptstadt, als großen Schritt für die Mobilität der Zukunft. Mit mehr als siebzig konkreten Maßnahmen will die Stadt die CO2-Emissionen im Verkehr bis 2030 und im Vergleich zu 2010 um 46 Prozent reduzieren. Stuttgart würde damit die Zielvorgabe des Landes um sechs Prozentpunkte übertreffen. Das Land hat zugesagt, bei einem Erreichen der 40-Prozentmarke besonders wirksame Klimaschutzmaßnahmen des Klimamobilitätsplans zum Beispiel beim Ausbau des ÖPNV nicht nur mit den üblichen 50 Prozent, sondern durch einen Klimabonus von 25 Prozent sogar mit 75 Prozent zu fördern.

Martin Körner betont: „Stuttgart zeigt, wie der Klimaschutz im Verkehr funktionieren kann, ohne zu viele Menschen vor den Kopf zu stoßen. Mit einem starken ÖPNV und der Elektromobilität schaffen wir einen Riesenschritt in Richtung Mobilität der Zukunft.“

Stuttgart ist eine von fünf Modellkommunen, die vom Land Baden-Württemberg bei der Erstellung eines Klimamobilitätsplans gefördert wird. Die siebzig Maßnahmen des Stuttgarter Klimamobilitätsplans wurden vom Amt für öffentliche Ordnung, vom Amt für Stadtplanung und Wohnen, vom Tiefbauamt und von den Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) erarbeitet und vom Grundsatzreferat Klimaschutz, Mobilität und Wohnen zusammengeführt. Die Karlsruher Firma ptv hat berechnet, wie stark die CO2-Emissionen durch dieses Maßnahmenpaket in Stuttgart reduziert werden können. Dabei wurde angenommen, dass der Anteil der elektrisch betriebenen Autos im Jahr 2030 bei 23 Prozent liegt, was aus Sicht der Stadt eine eher vorsichtige Schätzung ist.

Einen besonders wirksamen Beitrag zur klimaneutralen Mobilität der Zukunft leistet in der Tat die Antriebswende. Ungefähr zwei Drittel der Reduktion klimaschädlicher Treibhausgase lässt sich im Klimamobilitätsplan auf die Umstellung der Busflotte der SSB auf alternative Antriebe sowie auf den Anstieg der Zahl elektrisch betriebener Autos zurückfahren. Hilfreich ist darüber hinaus, dass durch zahlreiche Ausbaumaßnahmen im ÖPNV die Zahl derer zunehmen soll, die ihre Wege in Stuttgart mit Bussen und Bahnen zurücklegen. Schließlich geht ptv davon aus, dass die Umsetzung des Klimamobilitätsplans zu weniger Autoverkehr in Stuttgart führt, was ebenfalls zu einem Rückgang der CO2-Emissionen im Verkehr führt.

Beispielhaft können folgende Maßnahmen des Klimamobilitätsplans aufgeführt werden: Verlängerung der U13 bis Hausen/Ditzingen, Bau eines vierten Betriebshofes der SSB für Stadtbahnen, längere Stadtbahnzüge für die Verbindung von Heslach bis Fellbach, Pop-up-Fußgängerzone in der Seelbergstraße in Bad Cannstatt, Radweg entlang der Jahn- und Pischekstraße, E-Lastenradförderung für Familien, Umgestaltung des Löwenmarktes in Weilimdorf, Ausweitung des Carsharing-Angebots, Jobticket der Stadt, kontinuierliche aber moderate Anpassung von Parkgebühren, Ausweitung des Parkraummanagements.


Traumstart: 5:1 gegen Schottland im Eröffnungsspiel

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Die deutsche Nationalmannschaft ist nach Maß ins Heimturnier gestartet. Im Eröffnungsspiel der EURO 2024 setzte sich die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann in München 5:1 (3:0) gegen Schottland durch. Florian Wirtz traf schon in der Anfangsphase zur ersehnten frühen Führung (10.), Jamal Musiala legte in der 19. Minute nach. Kurz vor der Halbzeit erhöhte Kai Havertz per Foulelfmeter (45.+1), nach der Pause sorgte Niclas Füllkrug (68.) für das 4:0, ehe Antonio Rüdiger per Eigentor (87.) unglücklich den schottischen Anschluss besorgte. Das letzte Wort hatte in der Nachspielzeit Emre Can (90.+2).

Nagelsmann vertraute auf dieselbe Startelf, die den letzten Test gegen Griechenland 2:1 gewonnen hatte. Vor Keeper Manuel Neuer bildeten Rüdiger und Jonathan Tah die Innenverteidigung, außen spielten Maximilian Mittelstädt links und Joshua Kimmich rechts. Im defensiven Mittelfeld sicherten Toni Kroos und Robert Andrich ab, den offensiven Part bildeten Wirtz, Musiala und Kapitän Ilkay Gündogan hinter Spitze Havertz.

Traumstart dank Wirtz und Musiala

Das deutsche Team drängte die Schotten vom Anpfiff weg in die eigene Hälfte, die Briten verteidigten aber zunächst geschickt alles weg. Aber nur bis zur zehnten Minute, dann traf Wirtz nach Pass von Kimmich per sehenswerter Direktabnahme mit dem ersten Torschuss von der Strafraumgrenze. Auch danach ging es nur in eine Richtung, Schottland kam kaum einmal zu Entlastungsangriffen.

Die DFB-Elf hatte nun 74 Prozent Ballbesitz und belohnte sich mit dem zweiten Treffer: Gündogan setzte Havertz per Steckpass in Szene, der legte zurück auf Musiala und der netzte nach einem kurzen Haken aus zwölf Metern ein. Die Dominanz der Gastgeber hielt an, bis auf einen direkten Freistoß von Havertz (28.) ließen die Schotten aber zunächst nichts mehr zu.

Havertz erhöht vom Punkt

Erst kurz vor der Pause wurde es wieder gefährlich: Einen Kopfball Gündogans hielt Torwart Angus Gunn, im Nachgang wurde der deutsche Kapitän von Ryan Porteous (45.) böse gefoult, der Schotte sah dafür die Rote Karte, den fälligen Strafstoß verwandelte Havertz sicher zum Pausenstand.

Zur zweiten Hälfte ersetzte Pascal Groß den mit Gelber Karte belasteten Andrich. Neben dem EM-Debüt für Groß gab es gleich die nächste Premiere: Ein Freistoß von Scott McTominay (47.) war der erste schottische Ball in Richtung deutsches Tor. Auf der Gegenseite zwang Rüdiger Gunn aus der Distanz zu einer Glanztat (51.).

Das deutsche Spiel war weiter auf Ballkontrolle ausgelegt, Schottland konnte in Unterzahl offensiv noch weniger Akzente setzen. So spielte sich die Partie rund um und im schottischen Strafraum ab. Das nächste deutsche Tor schien nur eine Frage der Zeit: Wirtz zielte nach Flanke von Mittelstädt aus spitzem Winkel aber zu hoch (57.), Gündogan wurde nach feinem Musiala-Solo im letzten Moment geblockt (59.).

Chance auf Chance, dann trifft Joker Füllkrug

Nach einer knappen Stunde wechselte Nagelsmann erneut, brachte Füllkrug und Leroy Sané für Havertz und Wirtz (63.). Und Sané hatte nach Ballgewinn Kimmich und schnellem Konter gleich das 4:0 auf dem Fuß, traf den Ball aber nicht richtig (64.). Besser machte es Füllkrug, der den Ball mit seinem ersten Ballkontakt wuchtig in den Winkel drosch.

In der 74. Minute kam dann Thomas Müller für Musiala ins Spiel und in seinem Heimstadion wie Neuer auch zu seinem insgesamt 16. EM-Einsatz. Und der Weltmeister von 2014 durfte gleich mitjubeln, ehe das vermeintliche zweite Tor von Füllkrug wegen Abseits zurückgenommen wurde (76.). Der fünfte deutsche Wechsel folgte wenig später: Kroos machte Platz für Can (80.).

Sané versuchte kurz darauf sein Glück aus der Distanz, setzte den Ball aber über die Querlatte (86.), ehe Rüdiger nach einer schottischen Freistoßflanke unglücklich ins eigene Tor traf. Doch Can stellte den alten Abstand in der Nachspielzeit mit einem feinen Schlenzer wieder her.


Antonia Stautz wird Stuttgarterin!

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Die deutsche Nationalspielerin wechselt vom Ligakonkurrenten SC Potsdam an den Neckar und wird bei Stuttgarts schönstem Sport traditionell die Nummer 6 tragen.

Der neue Kader nimmt so langsam Formen an. Mit Antonia, genannt Toni Stautz, ist die Außenangriffsposition nun doppelt besetzt. Die variabel spielende deutsche Nationalspielerin, die aktuell mit dem Nationalteam in der Volleyball Nations League um wichtige Punkte kämpft, wechselt aus Brandenburg an den Neckar und soll Stabilität und Flexibilität in das Stuttgarter Spiel bringen.

Cheftrainer Konstantin Bitter: „Ich kenne Toni bereits aus unserer gemeinsamen Zeit in Erfurt sehr gut. Ihre Qualitäten, gerade in der Defensive, sowie im Annahme- und Abwehrbereich zeichnen sie aus. Zudem kann sie mit einem tollen Aufschlag eine weitere Waffe unserem Spiel hinzufügen. Was man nicht zwingend auf dem Feld sehen kann, ist ihre enorme Mentalität. Sie möchte immer spielen, sie möchte immer gewinnen, ganz egal ob es Kleinfeldspiele oder 6 gegen 6 Spiele im Training sind, will sie immer siegreich aus jedem Spiel hervorgehen. Toni ist eine eher kleine Spielerin, die sich in den letzten Jahren auch im Angriff zu einer starken Spielerin entwickelt hat und viele verschiedene Lösungen in der Hinterhand hat. Sie hat ein sehr gutes, auffälliges Jahr in Potsdam gespielt und ich bin überzeugt, dass Toni unser Team mit ihren Stärken beim Neuaufbau maßgeblich unterstützen wird.“

Sportdirektorin Kim Oszvald-Renkema: „Mit Antonia haben wir eine perfekte Allroundlösung auf der so wichtigen Außenangriffsposition gefunden. Nach dem Karriereende von Maria Segura haben wir genau diese Spielerin gesucht und in Toni auch sehr gut gefunden. Mit ihren starken Aufschlägen und klugen Angriffen wird sie unsere Mannschaft mit Sicherheit stabilisieren können und uns viel Freude bereiten. Außerdem freuen wir uns sehr, eine deutsche Nationalspielerin mit ihrer Erfahrung bei uns zu haben.“


SVL holt Platz fünf und die Euro-Qualifikation

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Mit einer überzeugenden Leistung am Samstag im Leistungssportzentrum Hannover haben die SVL-Wasserballer die Saison beendet. Der Sieg (8:11) gegen die White Sharks bedeutet Platz fünf in der ersten Bundesliga. Ludwigsburg hat sich damit erneut für den Euro Cup qualifiziert.

Im alles entscheidenden Moment zeigen die Ludwigsburger Wasserballer Charakter. Sie gewinnen das wichtige Auswärtsspiel um Platz fünf in der ersten Bundesliga am Samstag in Hannover gegen die White Sharks – ein nie gefährdeter Sieg. „Europa, wir kommen“, sagt der SVL-Be treuer Dieter Gscheidle. Der SVL-Trainer Raul de la Pena sagt nach dem Spiel: „Sehr gut gekämpft und intelligent verteidigt.“ Er lobt speziell den Ludwigsburger Nationaltorwart Max Vernet Schweimer. Platz fünf sei das Ziel gewesen. Man muss wohl hinzufügen: das Minimalziel. Raul erinnert an einige nicht so gute Spiele zum Beginn der Saison. Zeitweise hatte es nicht so ausgesehen, dass sich der SVL erneut für den Euro Cup qualifizieren würde. Doch dieser Platz fünf reicht. Der Trainer sagt, sein Team habe „große Mentalität“ gezeigt.

Etwa eineinhalb Stunden vorher, Samstag, 15.15 Uhr. Der Anpfiff. Nur ein paar Sekunden nach dem Start ist der SVL gleich in Überzahl – und der Ludwigsburger Nationalspieler Zoran Bozic macht das 0:1. Die Männer aus Schwaben starten in diese Partie gegen die White Sharks viel besser als in das Heimspiel in Ludwigsburg vor einer Woche. In dieser Partie gegen die Sharks hatte der SVL ganz schnell mit drei Toren zurück gelegen und schließlich knapp gewonnen. Das Auswärtsspiel im Leistungssportzentrum Hannover läuft viel besser. Nach gut drei Minuten macht der Kapitän das 0:2. Nino Blazevic hatte angekündigt, dass sein Team mit diesem Spiel unbedingt den Sack zumachen wolle – sprich kein Interesse habe an einem dritten, entscheidenden Spiel am Sonntag.

Bald wieder Überzahl SVL – und das 0:3, geschossen vom Nationalspieler Tobias Bauer. Und das 0:4, erneut der Kapitän. Was für ein Start! Ludwigsburg führt mit vier Tore! In der letzten Minute des ersten Viertel fällt er dann doch, der erste Treffer für die Gastgeber. 1:4. Und nur ein paar Sekunden später auch noch das 2:4.

Das zweite Viertel beginnt – und das nächste Tor der Gäste fällt: Sergio Prieto Hernandez macht das 2:5. Unterzahl SVL und Treffer White Sharks. 3:5. Und der nächste Treffer der Gastgeber. 4:5. Überzahl Ludwigsburg und Zoran erzielt das 4:6. Aber Hannover bleibt dran, verkürzt auf 5:6. Überzahl SVL, Auszeit SVL. Tore fallen vor dem Halbzeitpfiff keine mehr. Dieter Gscheidle sagt: „Enge Kiste, wie erwartet.“

Die zweite Hälfte beginnt wie das vorige Viertel: mit einem SVL-Tor. Mattia Ruggeri erzielt das 5:7. Doppelte Überzahl Ludwigsburg. Das nutzt Zoran eiskalt, 5:8. Überzahl SVL und Timotej Filo macht das 5:9. Ein top Viertel – ohne ein Gegentor.

Die letzten acht Minuten, der SVL liegt vier Tore vorne. „Das muss reichen“, sagt Dieter Gscheidle. Aber abwarten. Andrei Covaci macht das 5:10. Dann Foul SVL, Strafwurf und Treffer Sharks. 6:10. Wieder Überzahl SVL, doch nicht Ludwigsburg macht den nächsten Treffer, sondern Hannover. 7:10. Wird diese Partie nochmal spannend? Nein. Längere Zeit fallen keine Tore. Eine Minute vor dem Abpfiff: Überzahl SVL und Ludwigsburg ist weiter drei Treffern vorne. Den Sharks gelingt zwar noch das 8:10. Den Schlusspunkt indes setzt der SVL-Kapitän, Nino Blazevic macht das 8:11. Sein aller letztes Tor für den SVL. Nach dem Abpfiff sagt der Kapitän: „Gewonnen, das hat Spaß gemacht.“ Diese Auswärtspartie sei sein letztes Spiel für Ludwigsburg gewesen. Nino Blazevic wechselt in die erste ungarische Liga. „Das Kapitel Ludwigsburg ist abgeschlossen“ – nach vier Jahren.  Dass sein Team nach dem schlechte n Saisonstart noch Platz fünf erreicht habe, sei enorm wichtig. Ludwigsburg sei für ihn „mehr Familie als Mannschaft“ gewesen.

Sergio sagt: „Wir haben das Spiel die ganze Zeit über kontrolliert. Wir sind zufrieden.“ Jetzt sei es an der Zeit, sich auszuruhen und auf die nächste Saison vorzubereiten. „Die Wahrheit“, erklärt er indes auch noch, sei: „Wir haben in dieser Saison unser Hauptziel nicht erreicht, nämlich Platz drei oder vier“.

Max sagt, das Team habe „von Anfang an mit sehr viel Energie gespielt, das war der Schlüssel zum Sieg. Sehr stark in der Verteidigung und effektiv im Angriff.“ Im zweiten Viertel habe das Team zwar einige Fehler gemacht, im dritten Viertel dann aber das Spiel entschieden und im vierten Viertel den Sack endgültig zu gemacht. „Ein positiver Abschluss für diese etwas verrückte Saison.“ Dieter Gscheidle spricht von einem „versöhnlicher Abschluss dank sehr starker Leistungen unseres Kapitäns Nino Blazevic und unseres Nationalspielers Zoran Bozic.“

Der SVL-Vizepräsident Matthias Nagel bezeichnet den Saisonabschluss mit Platz fünf als am Ende „angemessen“, eine bessere Platzierung sei in der Hauptrunde leider verspielt worden. In den Playoffs habe er eine klar positive Tendenz ausmachen können, das letzte Spiel in Hannover zeige: „Diese Mannschaft hat Potenzial, darauf lässt sich aufbauen.“ Die neuerliche Qualifikation für den Euro Cup bezeichnet Matthias Nagel als „überragend“ – der SVL ist das fünfbeste Team in ganz Deutschland! Nach Höhen und Tiefen in der Saison 2023/24 sein Resümee: „Wir haben den Umbau der Mannschaft gut bewerkstelligt – mit neuem Trainer, vielen neuen Spieler und einem sehr jungen Team.“ Nun stünden zwei ruhigere Monate an, die Vorbereitung auf die kommende Saison indes läuft bereits. Der Euro Cup soll übrigens Ende September beginnen, die Bundesliga voraussichtlich schon et was früher. Der Vizepräsident dankt der Mannschaft, dem Trainerteam und allen Helfern – und sagt, er sei positiv gestimmt: „Wir werden uns weiter verbessern.“


Stuttgart Reds mit Siegteilung beiden München-Haar Disciples

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Nach einem 5:2 Sieg im ersten Spiel müssen sich die Bundesligabaseballer des TV Cannstatt im zweiten Spiel mit 2:3 denkbar knapp geschlagen geben.

Nachdem die Spiele des vorherigen Wochenendes vom Starkregen im gesamten Süden Deutschlands buchstäblich „weggespült“ worden waren, zeigte sich der Wettergott dieses Mal gnädig und lieferte bestes Baseballwetter für die beiden Teams.

Zur Mitte der regulären Saison bietet die Tabelle in diesem Jahr ein etwas ungewohntes Bild. Die beiden Spitzenplätze belegen zwar wie erwartet die Teams aus Regensburg und Heidenheim und dahinter kämpfen Haar, Mainz und Stuttgart um beiden weiteren Play-off Plätze, doch nur die Legionäre aus Regensburg konnten sich mit zwölf Siegen bei nur vier Niederlagen etwas absetzen. Gefolgt von Heidenheim und Haar mit je 8 Siegen, knapp dahinter Mainz und Stuttgart mit je 7 gewonnenen Spielen.

Allerdings haben die Cannstatter bereits zwei bzw. drei  Spiele mehr absolviert und schon 10 Niederlagen auf ihrem Konto. Es galt also, möglichst beide Siege aus Haar zu entführen, um im Kampf um die Play-Offs Boden gutzumachen.

Nachdem im ersten Inning noch kein Team Zählbares vorweisen konnte, konnten die Reds gleich im zweiten Inning eine kurze Schwächephase des Haarer Werfers ausnutzen, der zunächst einen Walk abgab und dann auch noch Yannick Witt mit einem Pitch traf. Drei Hits brachten dann die Reds mit 4:0 in Führung. Die Gastgeber konnten den Vorsprung zwar in Durchgang drei halbieren, ein weiterer Run im fünften Inning markierte dann aber schon das Endergebnis und Spiel eins ging mit 5:2 an die Reds.

Im zweiten Spiel startete für Haar Ryan Bollinger als Pitcher, der der Reds-Offensive über fünf Innings kaum Entfaltungsmöglichkeiten bot. Im dritten Inning schafften es die Reds bei zwei Aus zwar durch einen Hit by Pitch, sowie zwei Walks die Bases zu laden, doch dann konnte sich Bollinger wieder fangen und das dritte Aus durch ein Strike Out markieren, bevor ein Reds Spieler punkten konnte.

Im direkten Gegenzug zeigte sich dann aber die Offensive der Disciples. Direkt nach dem ersten Pitch, den der Haarer Schlagmann wohl nicht ganz jugendfrei kommentierte, wurde dieser des Feldes verwiesen, was dann eine Initialzündung für die Haarer Offense war. Ganze drei Runs konnten die Disciples erzielen bevor den Reds das dritte Aus gelang.

Erst im sechsten Inning schafften die Reds es dann auch erste Punkte zu erzielen. Youngster Moritz Köhler schaffte ein Double, Jonas van Bergen erreichte die erste Base durch einen Fehler in der Defensive und Benedikt Schäffers Single brachte dann den Anschlusspunkt zum 2:3 aus Stuttgarter Sicht.

Da die Disciples keine weiteren Punkte nachlegen konnten, hatten die Reds im siebten und letzten Inning noch einmal die Chance auf den Ausgleich oder mehr. Gleich die ersten beiden Schlagleute schafften es auf Base, doch die weiteren Schlagleute konnten von den Disciples ausgemacht werden.

Somit mussten sich die Reds trotz Aufholjagd und Aufbäumen in den letzten beiden Innings knapp mit 3:2 Runs geschlagen geben. Damit war zwar die Chance vergeben, sich in der Tabelle nach oben zu arbeiten, aber da sich Heidenheim und Mainz ebenfalls die Siege teilten, wurde zumindest kein Boden verloren.

Am kommenden Wochenende kommt es im heimischen TVC Ballpark auf dem Schnarrenberg gegen die Mainz Athletics zu einem weiteren Aufeinandertreffen mit einem direkten Play-off Konkurrenten und einer erneuten Gelegenheit sich mit zwei Siegen etwas Luft zu verschaffen.


Erfolgreicher Härtetest: Groß schießt DFB-Team zum Sieg

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Genau eine Woche vor dem Start der Heim-Europameisterschaft gegen Schottland (14. Juni, ab 21 Uhr, live im ZDF und bei MagentaTV) ist die Generalprobe der deutschen Nationalmannschaft für das Turnier gelungen. In Mönchengladbach gewann die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann gegen Griechenland 2:1 (0:1).

Giorgos Masouras brachte Griechenland nach einer knappen halben Stunde (34.) in Führung, doch in der zweiten Halbzeit drehte die DFB-Auswahl die Parte durch Treffer von Kai Havertz (56.) und Pascal Groß (89.).

Zwei Änderungen in der Startelf

Nagelsmann veränderte seine Startelf im Vergleich zum Spiel gegen die Ukraine auf zwei Positionen. Zwischen den Pfosten vertraute Nagelsmann Manuel Neuer, auf der linken defensiven Außenbahn Maximilian Mittelstädt sowie auf der rechten defensiven Außenbahn Joshua Kimmich. In der Innenverteidigung rotierte neben Jonathan Tah Antonio Rüdiger für Waldemar Anton in die Aufstellung. Auch auf der Doppelsechs vor der Abwehr gab es eine Änderung: Champions-League-Sieger Toni Kroos ersetzte Pascal Groß, neben ihm spielte Robert Andrich. In der Offensive setzte der Bundestrainer erneut auf Florian Wirtz, Kapitän Ilkay Gündogan und Jamal Musiala hinter der Sturmspitze Kai Havertz.

Vor 45.488 Zuschauenden ließ es die deutsche Mannschaft zu Spielbeginn etwas ruhiger angehen und versuchte über Ballbesitzphasen Sicherheit zu erlangen. Doch die Gäste aus Griechenland zeigten ab dem Anpfiff, dass sie sich für die Partie im Mönchengladbacher Borussia-Park einiges vorgenommen hatten. Die griechische Mannschaft hatte in Person von Christos Tzolis auch die erste große Chance. Nach einem Ballverlust der deutschen Mannschaft im Mittelfeld schalteten die Gäste schnell um und kombinierten sich in den deutschen Strafraum, wo Tzolis auf Höhe des Elfmeterpunkts frei zum Abschluss kam (7.). Doch die deutsche Nummer eins war zur Stelle und parierte mit zwei Glanzparaden sowohl den ersten Abschluss als auch den Nachschuss des Zweitliga-Torschützenkönigs.

Griechenland belohnt sich mit Führung

Die Chance für Griechenland wirkte als Weckruf für das Team von Nagelsmann. Im Anschluss intensivierte das DFB-Team das Pressing und lief die Griechen höher an, tat sich jedoch weiter schwer in das Kombinationsspiel zu kommen. Die Gäste aus Südeuropa zeigten immer wieder gute spielerische Ansätze und versuchten auch ihrererseits die DFB-Elf im Spielaufbau zu stören. Dies gelang, die DFB-Auswahl fand nicht richtig in ihr Spiel und verlor im Mittelfeld häufig zu leicht den Ball im Mittelfeld. Innenverteidiger Tah passte nach einer weiteren Umschaltsituaion kurz hinter dem Mittelkreis auf und verhinderte, dass zwei griechische Spieler frei auf Neuer zulaufen konnten.

Anschließend kam Deutschland zu der ersten eigenen Torchancen der Partie. Mit einem flachen Zuspiel fand Kroos vor dem Strafraum Musiala, doch sein Abschluss aus rund zwanzig Metern geriet zu mittig (22.). Wirtz versuchte es kurze Zeit später aus ungewöhnlichen Winkel von der rechten Seite in der Nähe der Torauslinie, doch der griechische Torwart Odysseas Vlachodimos war hellwach und faustete den Ball aus der Gefahrenzone (29.). Auch Griechenland kam vor das gegnerische Tor, der Schuss von Giorgos Masouras rauschte jedoch zwei Meter über den linken Torwinkel (26.).

In der 34. Minute belohnten sich die Gäste für ihren couragierten Auftritt. Nach einem Ballverlust der deutschen Mannschaft im Spielaufbau schloss Tzolis vom rechten Strafraumrand in Richtung des rechten Torecks ab. Der eigentlich ungefährliche Schuss wurde noch abgefälscht, Neuer konnte den Ball nicht festhalten und ließ ihn nach vorne prallen. Der durchgelaufene Masouras nahm die Einladung an und staubte aus fünf Meter in das leere Tor ab (34.).

DFB-Team versucht schnell zu antworten

Das DFB-Team war bemüht den Schock schnell wegzustecken und näherte sich dem griechischen Tor durch einen Freistoß von Kroos (37.) und ein Kopfball von Tah (40.). Kurz darauf zappelte der Ball im griechischen Netz, jedoch stand der vermeintliche Torschütze Havertz zuvor beim Zuspiel von Musiala einen Schritt im Abseits (43.). Vor dem Halbzeitpfiff kamen zudem die Griechen erneut gefährlich vor das Tor von Neuer, ein flacher Schuss von Pavlidis wurde noch abgefälscht und trudelte nur knapp am rechten Pfosten vorbei (45.). Mit einer verdienten Führung für den Europameister von 2004 ging es nach 45 Minuten für die beiden Teams in die Halbzeitpause.

Zur zweiten Hälfte brachte Nagelsmann David Raum für Mittelstädt in die Partie, zudem wechselte er Leroy Sane für Wirtz ein. Die erste Chance des zweiten Abschnitts gehörte Griechenland: nach einer Flanke von links kam der einlaufende Tzolis zum Kofpball, doch Kimmich fälschte den Ball zur Ecke ab.

Ausgleich durch Havertz

Die deutsche Mannschaft war jedoch anzumerken, dass sie die erste Halbzeit gutmachen wollte, zeigte sich wesentlich entschlossener und mit mehr Einsatz und Emotionen im Spiel. Das Publikum nahm dies auf und untersütze das DFB-Team lautstark. Nachdem Hatzidiakos gerade noch vor dem einschussbereiten Tah klärte (50.) und Andrichs Versuch nach einer Ecke (51.) das Tor klar verfehlte, sorgte Havertz für den Ausgleich (56.). Nach einem Angriff über die rechte Seite erhielt der eingewechselte Sane den Ball am Strafraumrand und fand mit einem Zuspiel nach einem kurzen Dribbling Havertz. Der anschließende Abschluss aus knapp zehn Metern wurde von Siopis noch abgefälscht, so dass der Ball unhaltbar für Vlachodimos in der rechten Torecke einschlug. Die Zuschauer jubelten zu Peter Schillings Hit “Major Tom” und feierten ausgelassen.

Deutschland agierte jetzt mit mehr Druck nach vorne und setzte sich in der gegnerischen Hälfte fest, die Gäste aus Griechenland versuchten über Konter Gefahr zu erzeugen. Dies gelang nach einer knappen Stunde, doch Neuer parierte im eins-gegen-eins gegen den sehr auffälligen Tzolis (64.). Nagelsmann wechselte in der 68. Minute gleich viermal: Andrich, Kimmich, Gündogan und Rüdiger verließen das Feld, dafür kamen Nico Schlotterbeck, Pascal Groß, Benjamin Henrichs und Niclas Füllkrug ins Spiel.

Die deutsche Elf spielte in der Folge sehr offensiv, die letzte Präzision im Schlussdrittel fehlte jedoch. Versuche von Musiala (73.) und Tah (78.) rauschten am griechischen Tor vorbei. Rechtsverteidiger Henrichs machte es im Anschluss an eine Ecke besser, sein wuchtiger Schuss aus rund zwanzig Metern prallte aber an den Querbalken (83.).

Groß sorgt per Dropkick für Jubel

Kurz vor Schluss sorgte Groß mit seinem ersten Länderspieltor doch noch für großen Jubel im Borussia-Park (89.). Nach einer Flanke von rechts wurde der Ball per Kopf kurz vor den Strafraum geklärt. Dort nahm Groß den Ball per Dropkick aus 17 Metern ab und versank den Ball im rechten oberen Toreck vorbei am machtlosen griechischen Torwart. Bis zum Spielende hielt die DFB-Elf den Ball größtenteils in den eigenen Reihen und sicherte sich so den Sieg im letzten Testspiel vor der Heim-EM.

Die Nationalmannschaft kommt ab Montag wieder in ihrem Team Base Camp in Herzogenaurach zusammen. Am 14. Juni (ab 21 Uhr, live bei MagentaTV und im ZDF) eröffnet Deutschland die UEFA EURO 2024 mit dem Spiel gegen Schottland in München. Es folgen die Gruppenspiele am 19. Juni (ab 18 Uhr, live bei MagentaTV und in der ARD) gegen Ungarn in Stuttgart und am 23. Juni (ab 21 Uhr, live bei MagentaTV und in der ARD) gegen die Schweiz in Frankfurt. [dfb]


Hochwasserlage im Kreis Esslingen

  • Mehr als 1.000 Einsätze der Einsatzkräfte am vergangenen Wochenende im Landkreis Esslingen
  • Hammerkanal in Esslingen vorsorglich geschlossen

Der Starkregen und das Hochwasser in Lauter, Lindach, Fils und Neckar haben die Rettungs- und Hilfskräfte im Landkreis Esslingen am vergangenen Wochenende mit mehr als 1.000 Einsätzen gefordert. Die Stadt Esslingen schloss in Absprache mit dem Landkreis in der Nacht zum Montag vorsorglich den Hammerkanal, um die Innenstadt vor Hochwasser zu schützen. Die Bevölkerung wird weiterhin dringend gebeten, gesperrte Gebiete zu meiden.

„Wir beobachten fallende Pegel an den Flüssen und Bächen im Landkreis, warnen aber weiterhin dringend davor, abgesperrte Bereiche zu betreten, dort besteht Lebensgefahr“, sagt Landrat Heinz Eininger zur aktuellen Hochwassersituation im Landkreis Esslingen. Der Landrat dankt allen Einsatzkräften, die am vergangenen Wochenende nach dem Starkregen im Einsatz waren. Kreisbrandmeister Guido Kenner war das Wochenende über in der Integrierten Leitstelle Esslingen (ILSE) vor Ort, um die einzelnen Maßnahmen im Kreis direkt unterstützen zu können.

Die Einsatzschwerpunkte lagen entlang von Flüssen und Bächen sowie im Lenninger und im Neuffener Tal. In der Nacht zum Montag ließ die Stadt Esslingen am Hammerkanal beim Wasserhaus in Esslingen einen provisorischen Damm errichten, nachdem am Sonntagnachmittag stark steigende Pegelstände am Neckar vorhergesagt worden waren. Damit wurde eine Überflutung der Esslinger Innenstadt verhindert. Wegen des Hochwassers wurde der Zugang zum Landratsamt in den Pulverwiesen am Montagmorgen gesperrt. Der Publikumsverkehr war dort nicht möglich.

In Nürtingen wurde die B 313 am Sonntagnachmittag gesperrt, nachdem der Neckar über die Ufer getreten war und sich Wasser auf der Fahrbahn ansammelte. Zudem wurde die Bundesstraße bis Montag als Parkmöglichkeit für die Schausteller genutzt, die den Oberensinger Festplatz wegen Hochwassergefahr kurzfristig räumen mussten.

„Wir beobachten die Situation weiterhin engmaschig und haben dazu unseren Koordinierungsstab einberufen“, sagt die Erste Landesbeamtin Dr. Marion Leuze-Mohr. Das Wochenende über habe es ständigen Kontakt zwischen dem Kreisbrandmeister, den Mitarbeitenden des Wasserwirtschaftsamts, den Einsatzkräften und den betroffenen Städten und Gemeinden gegeben.

Weitere Information gibt es auf der Internetseite der Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg: https://www.hvz.baden-wuerttemberg.de


SG BBM verabschiedet sich mit Remis in Richtung 1. Liga

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von Bernhard Gaus

Kurioses Ende einer Partie, einer ganzen Spielzeit für die SG BBM Bietigheim. Der Aufsteiger verabschiedet sich mit einem 35:35 (14:18)-Unentschieden gegen den Dessau-Roßlauer HV von seinen Fans und der 2. Liga.

Drei Sekunden vor dem Ende trifft Fabian Wiederstein vom Anwurf weg in das verwaiste Tor der „Biber“. Zuvor hatte Timo Löser für die Gäste mit dem siebten Feldspieler die 34:35-Führung erzwungen. Es war dem Spielverlauf nach tatsächlich ein Punktgewinn für den Tabellenzweiten, der für einen versöhnlichen Saisonabschluss vor 2397 Fans in der Bietigheimer EgeTrans Arena sorgte. Die große Sause zum Saisonabschluss – dritter Teil der Bietigheimer Aufstiegsfeierlichkeiten – war am Samstag der Witterung zum Opfer gefallen.

„Dessau hat heute mindestens diesen einen Punkt verdient“, stellte Iker Romero fest. Der SG BBM-Coach konnte natürlich nicht zufrieden sein mit dem, was seine Jungs zum Saisonfinale auf die Platte brachten, war aber alles andere als angekratzt. „Wir haben unser großes Saisonziel schließlich schon beim vorigen Heimspiel erreicht“, zeigte der Spanier Verständnis. „In der ersten Halbzeit hat uns die Konzentration gefehlt, das war in der 2. Halbzeit dann besser.“ Ins selbe Horn stößt auch sein Spielmacher Juan de la Peña: „Die Luft war schon etwas raus heute. Wir haben monatelang in jedem Spiel unter so viel Druck gespielt. Jetzt war in den letzten beiden Spielen plötzlich alles anders.“

Für Dessau-Roßlau immerhin war am finalen Spieltag noch der Sprung auf Rang 10 drin, der für die Teilnahme am DHB-Pokal qualifiziert. Den Startplatz sicherte sich am Ende Nordhorn-Lingen, die Biber landen in der Endabrechnung auf Rang 13.

Bietigheims Abwehrsystem erfordert viel Konzentration, und die fehlte in letzter Konsequenz am Samstag. Das nutzte besonders Timo Löser aus. Der mit Abstand der erfolgreichste Feldtorschütze der Liga guckte sich ein ums andere Mal die Defensive und Torsteher Fredrik Genz aus und erhöhte sein Torekonto noch einmal um 14 Treffer. Weil auch die Abschlussqualität der Bietigheimer Werfer im ersten Abschnitt zu wünschen übrigließ, führte Dessau-Roßlau zum Seitenwechsel verdient mit 14:18 Toren. Janik Patzwaldt im Tor der Sachsen-Anhaltiner sammelte bis dahin neun seiner insgesamt 17 Paraden im Spiel.

Pech nur für Dessau-Roßlau, dass das Team von Uwe Jungandreas mit „kleiner Kapelle“ nach Bietigheim reisen musste und nur zehn Feldspieler zur Verfügung hatte. So fehlte beispielsweise Jakub Hrstka, für ihn rochierte Vincent Bülow von der Spielmacherrolle auf die linke Außenbahn.

Im zweiten Abschnitt schien sich die dünne Personaldecke der Gäste bemerkbar zu machen. Bietigheim war aufgewacht und kämpfte um einen guten Saisonabschluss. Stellvertretend dafür steht Alexander Velz. Vor der Pause produzierte der Spielmacher nur „Fahrkarten“, im zweiten Abschnitt traf er achtmal. Ein Doppelschlag von Velz zum 21:21 egalisiert in der 39. Minute das Spiel. Wenig später trifft erneut Velz zum 23:22 – es sollte jedoch die einzige Führung der Gastgeber im zweiten Abschnitt bleiben. Mit einem 4:0-Lauf hatte Dessau-Roßlau vor der Crunchtime mit 23:26 wieder die Nase vorn. Die Tore von Max Öhler und Tom Wolf bringen den späten 32:33-Anschluss, Jonathan Fischer kann schließlich 30 Sekunden vor dem Ende zum 34:34 ausgleichen. Dessau-Roßlau war näher dran am doppelten Punktgewinn.

Im Zentrum der folgenden Verabschiedungen stand selbstverständlich Christian Schäfer. Am Samstag lieferte der 35- Jährige wie gewohnt, steuerte noch einmal sechs Tore bei. Nur ein vergebener Siebenmeter verhinderte im letzten Spiel seiner Karriere eine perfekte Bilanz. Seit 2007 bei der SG BBM, war der Rechtsaußen bei allen drei Erstliga- Aufstiegen dabei, erzielte über 2500 Tore in über 550 Pflichtspielen, war stets Top-Torjäger der SG BBM und in den Spielzeiten 2015/16 und 2020/21 auch erfolgreichster Werfer der 2. HBL. Da hinterlässt einer nach seinem Karriereende ganz schön große Fußstapfen im Bietigheimer Handball.

SG BBM Bietigheim: Baranasic, Genz; Vlahovic, Michalski (1), Claus (2), Öhler (4), Wolf (5/3), Schäfer (6/2), de la Peña (1), Wiederstein (2), Velz (8), Barthe (1), Hejny, Bader, Pfeifer (3), Fischer (2).

Dessau-Roßlauer HV: Ambrosius (1 Parade), Patzwaldt (17 Paraden); Bones (2), Löser (14), Bülow (3/1), Mitrović (5), Baumgart (1), Mišových (2), Drachau, Emanuel (3), Pust (3), Leu (2).

Zeitstrafen: Vlahovic (33.) – Mišových (10.), Drachau (27.), Leu (34., 55.), Mitrović (37.)
Siebenmeter: 6/7 – 1/1
Spielverlauf: 3:6 (13.), 6:10 (18.), 8:14 (22.), 12:15 (25.), 14:16 (28.), 14:18 (29.), 19:20 (37.), 23:22 (43.), 23:26 (47.), 24:29 (49.), 29:33 (54.), 32:34 (58.), 35:35 (60.)
Schiedsrichter: Marvin Cesnik / Jonas Konrad (Elite-Anschlusskader)
Zuschauer: 2397 (EgeTrans Arena, Bietigheim)


Armend Qenaj wechselt von der TuS Koblenz zum SGV Freiberg

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Der SGV Freiberg freut sich, die Verpflichtung von Armend Qenaj bekannt zu geben, der von der TuS Koblenz zum SGV wechselt. Der 20-jährige offensive Außenbahnspieler bringt Dynamik und Schnelligkeit in die Mannschaft und hat in der Jugend beim 1. FSV Mainz 05 gespielt.

Armend Qenaj hat in den beiden Spielen gegen den SGV Freiberg seine Qualitäten unter Beweis gestellt und die Verantwortlichen des Vereins überzeugt. Er ist bekannt für seine Schnelligkeit und seine Stärke im Eins-gegen-Eins, was ihn zu einer wertvollen Verstärkung für die Offensive des SGV macht.