„Meilenstein-Spende“ der Stiftung Kreissparkasse für den „Großen Keller“

Oberbürgermeister Fridrich: Finanzielles Engagement bringt Restaurierungsarbeiten am historischen Nürtinger Gewölbekeller spürbar voran

Esslingen.| Ein Stück studentischer Kultur in Nürtingen erhält neue Perspektiven: Die Stiftung der Kreissparkasse EsslingenNürtingen bringt sich mit einer „Meilenstein-Spende“ in die laufenden Restaurierungsarbeiten am „Großen Keller“ der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen ein.

Dies bekräftigten der Verwaltungsratsvorsitzende der Kreissparkasse, Landrat Marcel Musolf, und Vorstandsvorsitzender Burkhard Wittmacher bei einem Vororttermin mit Nürtingens Oberbürgermeister Dr. Johannes Fridrich sowie HfWU-Rektor Professor Andreas Frey und HfWUKanzlerin Andrea Linke.

Wie Landrat Marcel Musolf erklärte, „stärkt die Stiftung Kreissparkasse mit ihrem Beitrag nicht nur die Mauern dieses Vorzeigeprojekts, sondern auch die kulturelle Vielfalt in Nürtingen“. Musolf bezeichnete den historischen Gewölbekeller als „identitätsstiftenden Ort“: „Der Große Keller hat das Potenzial, ein lebendiger Begegnungsraum für Studierende, Lehrende und die Öffentlichkeit zu sein“, begründete Musolf das Engagement der Stiftung Kreissparkasse.

Für den Vorstandsvorsitzenden Burkhard Wittmacher steht der Große Keller exemplarisch für die Verbindung von Geschichte und Zukunft. „Es geht darum, diesen bedeutenden Ort zu bewahren und gleichzeitig neu zu beleben. Diese Restauration ist ein starkes Zeichen dafür, wie Wirtschaft, Bildungseinrichtung und Kommune Hand in Hand wirken, um Studierende und die gesamte Gemeinschaft nachhaltig zu bereichern“, sagte Wittmacher. Als regional verankertes Finanzinstitut verstehe die Kreissparkasse ihr gesellschaftliches Engagement nicht als zusätzliche Option, sondern als integralen Bestandteil ihres öffentlichen Auftrags.

Oberbürgermeister Dr. Johannes Fridrich, HfWU-Rektor Professor Andreas Frey und HfWU-Kanzlerin Andrea Linke dankten der Stiftung Kreissparkasse für ihr finanzielles Engagement. Die Meilenstein-Spende bringe die Restaurierungsarbeiten spürbar voran und somit rücke das Ziel, den Keller wieder zugänglich zu machen, deutlich näher, so HfWU-Rektor Frey. Der Weg sei noch nicht zu Ende und die HfWU werde weiter um Unterstützung über Spenden werben. Nach Abschluss der Arbeiten werde der Große Keller als ein von vielen Menschen genutzter Kulturraum in vollem Glanz erstrahlen, gab Oberbürgermeister Dr. Fridrich einen Blick in die Zukunft.


Mit KI gegen Chronische Schmerzen

0

DGS-Präsident Dr. Richard Ibrahim über Ursachen, chronische Verläufe und die Rolle digitaler Gesundheitsanwendungen bei Rückenschmerzen.

München, 5. März 2026.| Rückenschmerzen sind nach wie vor die häufigste Form chronischer Schmerzen in Deutschland. Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) nutzt den Tag der Rückengesundheit am 15. März, um für eine bessere Prävention und Versorgung zu sensibilisieren. Dr. Richard Ibrahim, Orthopäde, Schmerzmediziner und DGS-Präsident, erklärt, warum der Weg von der Hausarztpraxis zu spezialisierten Medizinern entscheidend ist – und warum moderne Schmerztherapie heute weit mehr ist als Tabletten und Operationen.

Frage: Herr Dr. Ibrahim, was sind derzeit die häufigsten Ursachen für Rückenschmerzen?

Dr. Richard Ibrahim: Rückenschmerz ist ein Symptom mit unterschiedlichen Ursachen. Von Muskel- und Gelenkproblemen bis hin zu Veränderungen im Bereich des Spinalkanals kann vieles eine Rolle spielen. Zuletzt sahen wir vor allem unfallbedingte Rückenschmerzen – etwa durch Stürze beim Wintersport oder auf vereisten Wegen. Wenn man nicht richtig reagiert, können daraus leider schnell chronische Beschwerden werden.

Frage: Ab wann spricht man von chronischem Rückenschmerz – und was bedeutet das für Betroffene?

Dr. Richard Ibrahim: Chronisch bedeutet zunächst nur, dass Schmerzen länger als drei bis sechs Monate bestehen. Das ist keine Prognose, sondern eine zeitliche Definition. Entscheidend ist, dass in dieser Phase neben körperlichen Faktoren auch Schlafstörungen, Stress, Ängste oder depressive Verstimmungen eine Rolle spielen. Schmerz entwickelt sich zu einem eigenständigen Krankheitsbild. Deshalb braucht es eine multimodale Therapie, die Bewegung, medizinische Behandlung und psychologische Aspekte kombiniert.

Frage: Wann reicht die Behandlung durch Haus- oder Fachärzte nicht mehr aus?

Dr. Richard Ibrahim: Das Versorgungssystem ist sinnvoll gestuft aufgebaut. Aber wenn Schmerzen chronisch werden und Standardtherapien nicht greifen, sollte eine spezialisierte Schmerztherapie erfolgen. Hier kommen auch Fachärzte an ihre Grenzen, daher sollte man sich zu einem Arzt oder einer Ärztin mit der Zusatzbezeichnung „Spezielle Schmerztherapie“ überweisen lassen. Dort stehen deutlich erweiterte Therapieoptionen zur Verfügung – etwa spezialisierte medikamentöse Strategien, interventionelle Verfahren oder strukturierte multimodale Programme.

Frage: Wann ist eine Operation nötig? Und wie findet man Spezialisten?

Dr. Richard Ibrahim: Akute Fälle mit Warnsignalen wie Lähmungen, Schwäche in den Beinen oder Entzündungen erfordern rasches Handeln. In solchen Fällen kann eine Operation notwendig sein, um dauerhafte Schäden zu vermeiden. Bei chronischen Rückenschmerzen gilt jedoch: Zunächst werden alle konservativen und multimodalen Therapieoptionen ausgeschöpft. Schmerzmedizin arbeitet interdisziplinär – wir stimmen uns eng mit Orthopädie, Neurochirurgie, Psychologie und weiteren Fachrichtungen ab. Eine operative Maßnahme erfolgt nur dann, wenn sie medizinisch wirklich indiziert ist und im gemeinsamen Konsens aller beteiligten Disziplinen sinnvoll erscheint.

Frage: Viele Betroffene wünschen sich vor allem eines – schmerzfrei zu sein. Wie realistisch ist das?

Dr. Richard Ibrahim: Der Wunsch nach Schmerzfreiheit ist absolut verständlich. Unser Ziel ist es jedoch in vielen Fällen zunächst, Schmerz zu reduzieren und Funktion wiederherzustellen. Chronischer Schmerz lässt sich nicht immer „wegoperieren“ oder „wegmedikamentieren“. Entscheidend ist, dass Patienten wieder aktiv werden, Bewegung nicht aus Angst vermeiden und lernen, mit dem Schmerz umzugehen, ohne dass er ihr Leben bestimmt.

Frage: Welche Rolle spielen KI und digitale Gesundheitsanwendungen dabei?

Dr. Richard Ibrahim: Digitale Tools sind eine wichtige Ergänzung. In der ärztlichen Sprechstunde bleibt oft wenig Zeit für ausführliche Erklärung oder wiederholte Anleitung. Rückenschmerz-Apps auf Rezept, Podcasts oder virtuelle Anwendungen ermöglichen es, Inhalte zu vertiefen, Übungen regelmäßig durchzuführen und Ängste vor Bewegung abzubauen. KI erkennt dabei Fehlhaltungen und passt Übungen individuell an. Die digitalen Hilfsmittel ersetzen keine ärztliche Behandlung – aber sie unterstützen sie. Gerade bei chronischen Rückenschmerzen kann das helfen, langfristig Verhaltensänderungen zu stabilisieren.

Frage: Wo finden Betroffene Orientierung?

Dr. Richard Ibrahim: Informationen bietet die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin über ihre Website (www.dgschmerzmedizin.de) und ihre Landeszentren in allen Bundesländern. Haus- und Fachärzte können zudem gezielt an spezialisierte Schmerzmediziner überweisen.


Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2025 für Stuttgart

0
  • Aufklärungsquote deutlich gestiegen
  • Messerverbotszone zeigt Wirkung

Stuttgart.| Die Gesamtkriminalität in der Landeshauptstadt ist im Jahr 2025 leicht auf 53.894 Straftaten und damit im zweiten Jahr in Folge gesunken. Gleichzeitig verzeichnet das Polizeipräsidium Stuttgart einen bemerkenswerten Erfolg bei der Strafverfolgung: Die Aufklärungsquote erreichte 66,9 Prozent und liegt damit nicht nur deutlich über dem Vorjahreswert, sondern auch klar über dem Landesdurchschnitt von 62,5 Prozent, was die herausragende Ermittlungsarbeit des Polizeipräsidiums Stuttgart unterstreicht. Dass die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen parallel um + 3,0 Prozent (ohne ausländerrechtliche Verstöße sogar um + 5,6 Prozent) gestiegen ist, wertet die Polizei als klaren Erfolg. Diese gegenläufige Entwicklung zur sinkenden Gesamtkriminalität resultiert direkt aus einer verbesserten Aufklärung und bedeutet keine Verschlechterung der Sicherheitslage.

Entwicklung der Tatverdächtigenstrukturen

Im Bereich der Straftaten (ohne ausländerrechtliche Verstöße) stieg die Zahl der deutschen Tatverdächtigen um + 7,7 Prozent, die der nichtdeutschen um + 3,7 Prozent. Erwähnenswert ist dabei eine Trendumkehr im Fünf-Jahres-Vergleich: Bei tatverdächtigen Geflüchteten ist ein Rückgang um – 3,4 Prozent im Vergleich zum Jahr 2021 zu verzeichnen. Die höchsten Zahlen bei den nichtdeutschen Tatverdächtigen entfallen auf wenige Herkunftsgruppen, wobei Personen aus der Türkei, Rumänien, der Ukraine und Syrien über ein Drittel ausmachen. Bei einer Bewertung ist allerdings der Gesamtanteil an der Bevölkerung mit zu betrachten. Auffällig ist ein starker Anstieg ukrainischer Tatverdächtiger, der weiterhin im direkten Zusammenhang mit der kriegsbedingten Zuwanderung der vergangenen Jahre steht. Die meisten anderen Nationalitäten entwickeln sich stabil oder rückläufig.

Verschiebungen in der Jugendkriminalität

Während die Gesamtzahl der Tatverdächtigen unter 21 Jahren gleich blieb, verschoben sich die Schwerpunkte: Rückgängen bei Sachbeschädigungen stehen Zunahmen bei Kindern sowie im Bereich der Sexual- und Rohheitsdelikte gegenüber.

Erfolg der Waffen- und Messerverbotszone (WMVZ)

Die eingerichtete WMVZ sowie die flankierenden Maßnahmen von Polizei, Stadt und Partnern zeigen deutliche Wirkung und haben sich als äußerst effektiv erwiesen. Im Jahr 2025 sanken die schweren Straftaten unter Verwendung des Tatmittels Messer im Geltungsbereich der WMVZ auf 46 Fälle und haben sich damit nahezu halbiert.

Gewalt gegen Einsatzkräfte und digitale Kriminalität nehmen zu

Die Gewalt gegen Polizeibeamte stieg bei Widerstand und tätlichem Angriff um + 3,8 Prozent an (2024: 844 Fälle), was zu 343 verletzten Beamtinnen und Beamten führte (+ 14 Verletzte im Vergleich zum Vorjahr).

Zudem gewinnen Vermögens- und Fälschungsdelikte massiv an Bedeutung und machen mittlerweile rund 21 Prozent aller erfassten Straftaten aus. Treiber im Hinblick auf die entstandenen Schäden sind hier digital begangene Betrugsdelikte (Anlage- und Computerbetrug), die bei moderaten Fallzahlen extrem hohe Schadenssummen verursachen. Auch die “Digitale Gewalt” (z.B. Cyberstalking zur Kontrolle und Einschüchterung) stellt als zunehmende Form der Gewaltkriminalität eine wachsende Herausforderung dar und wird von der Polizei Stuttgart seit diesem Jahr daher besonders in den Fokus genommen.

“Eine Aufklärungsquote von fast 67 Prozent ist ein herausragender Beleg für die akribische und erfolgreiche Arbeit unserer Ermittlerinnen und Ermittler”, betont der Stuttgarter Polizeipräsident Markus Eisenbraun. “Besonders freut mich die Wirksamkeit unserer Waffen- und Messerverbotszone. Die Halbierung der schweren Taten mit Messern zeigt, dass die Maßnahmen und Schwerpunktsetzungen von uns mit unseren Partnern, allen voran der Landeshauptstadt, greifen. Mit großer Sorge betrachte ich jedoch die zunehmende Gewalt gegen meine Beamtinnen und Beamten. 343 verletzte Kolleginnen und Kollegen sind ein alarmierendes Zeichen für eine wachsende Respektlosigkeit gegenüber Einsatzkräften, der wir mit aller Konsequenz entgegentreten werden. Die zunehmenden digitalen Opferdelikte müssen wir besonders fokussieren. Hier sprechen wir bewusst von “digitaler Gewalt”, denn die Folgen für die Opfer von Deep-Fakes und anderen Straftaten können gravierend sein”, so der Polizeipräsident weiter.


TVB nach Unentschieden in Minden gegen Kiel gefordert

0

Das nächste Topspiel erwartet die WILD BOYS! Beim Heimspiel am morgigen Donnerstag, den 05.03.2026, empfängt der TVB Stuttgart den Deutschen Rekordmeister THW Kiel in der
Porsche-Arena. Anpfiff ist um 19:00 Uhr.

Der THW Kiel belegt aktuell den fünften Tabellenplatz mit 34:12-Punkten und einer Tordifferenz von +41. Nach dem Erfolg über den SC Magdeburg, dem die Kieler die erste Saisonniederlage hinzufügen konnten, mussten sie sich zuletzt zu Hause mit 26:34 dem VfL Gummersbach geschlagen geben. Einer der prägenden Akteure für Kiel ist Rückraumspieler Elias Ellefsen á Skipagøtu, der mit 142 Treffern und 64 Assists bisher sowohl in Abschluss als auch in der Spielgestaltung herausragt und die interne Teamstatistik anführt. Zudem bildet der deutsche Nationaltorhüter Andreas Wolff mit 204 Paraden eine stabile Größe im Tor, womit er die drittmeisten Paraden der Liga aufweist.

Beim jüngsten Auswärtsspiel in Minden mussten die Schwaben sich mit einem Punkt zufriedengeben, nachdem die Grün-Weißen mit der Schlussirene den Ausgleich erzielten.

Durch den Punktgewinn steht der TVB nun mit 16:30-Punkten und einer Tordifferenz von –37 auf dem zwölften Tabellenplatz und möchte vor heimischem Publikum an diese kämpferische Leistung anknüpfen und seine Stärken auf das Parkett bringen, um den Deutschen Rekordmeister vor Probleme zu stellen. Mut macht auch das Hinspiel in der Wunderino Arena, bei dem die WILD BOYS den Kielern bis zum Schluss alles abverlangt hatten und am Ende unglücklich und denkbar knapp mit 33:32 unterlagen.


Engelbergtunnel: Oströhre wieder freigegeben

Nachdem die Oströhre des Engelbergtunnels heute Morgen frei gegeben werden konnte, fließt der Verkehr auf der BAB 81 in Fahrtrichtung Heilbronn wieder durch den Tunnel. Die Weströhre in Fahrtrichtung Singen bleibt weiterhin gesperrt.

Im morgendlichen Berufsverkehr brachte die Sperrung teilweise erhebliche Behinderungen mit sich.

Der Verkehr auf der BAB 81 aus Richtung Heilbronn kommend wird an den Anschlussstellen Stuttgart-Feuerbach bzw. Stuttgart-Zuffenhausen ausgeleitet. Hier bildete sich am Morgen ein Rückstau für Lkw auf einer Länge von rund fünf Kilometern, der Pkw-Verkehr kam zähfließend voran.

Ein weiterer Rückstau von etwa drei Kilometern Länge bildete sich auf der BAB 8 aus Karlsruhe kommend im Fahrtrichtung München. Grund hierfür ist, dass die Überleitung auf die BAB 81 in Richtung Heilbronn infolge des gestrigen Brandes gesperrt werden musste. Der Verkehr aus Richtung Karlsruhe muss daher an der Anschlussstelle Leonberg-Ost die Autobahn verlassen, um an derselben Anschlussstelle auf die BAB 81 in Fahrtrichtung Heilbronn auffahren zu können. Hier griffen Einsatzkräfte der Polizei ein und regelten den Verkehr, bis die Ampelschaltungen umprogrammiert werden konnten.

Entlang der ausgeschilderten Umleitungsstrecken und insbesondere in den Stadtgebieten Ditzingen und Leonberg kam es zur Staubildung und dadurch zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen. Auch alle anderen Strecken (beispielsweise im Stadtgebiet Stuttgart), die von Ortskundigen zur Umfahrung genutzt werden sollten, waren entsprechend überlastet.

Ab etwa 11:00 Uhr beruhigte die Situation sich insgesamt etwas. Es ist aber zu vermuten, dass die Staus im abendlichen Berufsverkehr wieder zunehmen werden. So lange die Sperrung der Weströhre des Engelbergtunnels andauert, dürfte die gesamte Verkehrssituation angespannt bleiben. Zu einer möglichen Dauer wird sich die Autobahn GmbH zu gegebener Zeit äußern. Dem Fernverkehr wird empfohlen, den Bereich nach Möglichkeit weiträumig zu umfahren.

Der ausgebrannte Sattelzugauflieger wurde zwischenzeitlich von einem Abschleppdienst aus der Tunnelröhre abgeschleppt. Die verbrannten Überreste der Ladung, bei der es sich um etwa acht Tonnen Kühlschränke handelte, wurden in Schuttmulden verladen und ebenfalls abtransportiert.

Nach bisherigem Stand der Ermittlungen geht die Polizei davon aus, dass der Brand am Auflieger möglicherweise durch eine Reifenpanne entstanden ist. Infolge eines defekten Reifens hat sich während der Fahrt mutmaßlich eine große Hitze am betroffenen Rad gebildet, welche letztlich zum Brand des Aufliegers führte. Als der Lkw-Fahrer dies entdeckte, stoppte er den Sattelzug kurz nach dem Tunnelportal. Die Hitzeentwicklung selbst dürfte jedoch schon deutlich vor der Einfahrt in den Tunnel begonnen haben. Zur genaueren Rekonstruktion des Unglückshergangs sucht die Verkehrspolizei Ludwigsburg nun Zeugen, die am 03.03.2026 zwischen 14:10 Uhr und 14:20 Uhr auf der BAB 81 zwischen den Anschlussstellen Ludwigsburg-Süd und dem Engelbergtunnel unterwegs waren und möglicherweise die Reifenpanne oder eine beginnende Rauchentwicklung an dem Sattelzugauflieger bemerkt haben. Sachdienliche Hinweise nimmt die Verkehrspolizei unter Tel. 0711 6869-0 oder per E-Mail an [email protected] entgegen.


Wärmepumpen-Bündelaktion erfolgreich gestartet

0

Gemeinsam zur klimafreundlichen Wärmeversorgung 

Kirchheim unter Teck.| Am 20. Februar 2026 ist in Kirchheim unter Teck und Umgebung die Wärmepumpen-Bündelaktion offiziell gestartet. Ziel der Initiative ist es, Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer beim Umstieg auf eine effiziente und klimafreundliche Wärmepumpe zu unterstützen und dabei durch gemeinschaftliches Handeln Transparenz, Sicherheit und Kostenvorteile zu schaffen. Die Aktion richtet sich an alle Eigentümerinnen und Eigentümer von Ein- und Mehrfamilienhäusern, die ihre Wärmeversorgung zukunftsfähig aufstellen möchten.

Im Rahmen der Bündelaktion müssen Interessierte nicht selbst zahlreiche Angebote vergleichen. Stattdessen werden nach klar definierten Kriterien wie Preis, Leistung und Kapazität ein oder mehrere geeignete Fachbetriebe für die teilnehmende Gruppe ausgewählt. Je mehr Haushalte sich beteiligen, desto günstiger werden die Konditionen für alle. Nach Ablauf der Anmeldefrist wird die Auswahl transparent ausgewertet und kommuniziert. Erst wenn sich Teilnehmende für das individuelle Angebot entscheiden, wird die Beauftragung verbindlich und die Installation eingeleitet.

Die unverbindliche Anmeldung ist noch bis zum 30. April 2026 möglich. Nach der Anmeldung wird jedes Gebäude basierend auf den gemachten Angaben zu Gebäude und Verbrauch einer passenden Gruppe zugeordnet. Ab Ende Juli erfolgen Vor-Ort-Beratungen mit einer individuellen Heizlastberechnung und die Erstellung maßgeschneiderter Angebote, sodass im Herbst 2026 alle nachhaltig Interessierten ein konkretes Angebot vorliegen haben.

Begleitend zur Aktion findet am Dienstag, 10. März 2026 um 18:00 Uhr ein Online-Informationsvortrag statt, in dem Ablauf, Hintergründe und Vorteile der Bündelaktion vorgestellt sowie Fragen beantwortet werden. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich. Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung sowohl für die Aktion als auch für den Vortrag finden Interessierte unter https://waermewende.kirchheim-teck.de/WP-Buendelaktion

Die Wärmepumpen-Bündelaktion unterstützt die Umsetzung der Kommunalen Wärmeplanung in dezentralen Versorgungsgebieten und ist Teil des EU-Projekts LIFE Street HP Reno. Die Stadt Kirchheim unter Teck ist Pilotpartner dieses Projekts und setzt damit ein deutliches Zeichen für eine koordinierte und bürgernahe Wärmewende. Ziel ist eine großflächige lokale Aufklärung und Beratung zum Thema Wärmepumpe sowie die praktische Unterstützung von Hausbesitzerinnen und Hausbesitzern durch eine koordinierte Gruppenbeschaffung.

Mit der Bündelaktion stärkt die Stadt Kirchheim unter Teck die lokale Energiewende und lädt alle Interessierten ein, gemeinsam den nächsten Schritt in Richtung einer nachhaltigen und unabhängigen Wärmeversorgung zu gehen.


Neuer Radfahrstreifen zwischen Marienplatz und Silberburgstraße

0

Radfahrstreifen und Ausbau der Hauptfußwegeverbindung VIII zwischen Marienplatz und Silberburgstraße fertiggestellt

Stuttgart.| Die Radinfrastruktur sowie der Ausbau der Hauptfußwegeverbindung in der Hohenstaufenstraße und Mörikestraße zwischen Marienplatz und Silberburgstraße ist fertiggestellt. Eine weitere sichere und leistungsfähige Verbindung für Radfahrer und Fußgänger steht damit zur Verfügung.

Zwischen Marienplatz und Silberburgstraße wurde in der Hohenstaufenstraße auf einer Länge von zirka 550 Meter ein 1,85 bis 2 Meter breiter Radfahrstreifen in bergauf führender Fahrtrichtung eingerichtet. Bergab wird die Fahrbahn gemeinsam von Radverkehr und anderen Fahrzeugen genutzt. Fahrradpiktogramme verdeutlichen dies optisch. Die zusätzlich aufgebrachten Parkplatzmarkierungen erleichtern die Orientierung und ordnen den Verkehrsraum.

In der Mörikestraße wurden die bestehenden Radfahrstreifen auf einer Länge von zirka 125 Meter auf eine Breite von 2,25 Meter zuzüglich Sicherheitstrennstreifen verbreitert. Durch die baulichen Veränderungen wird der Radverkehr auf der Hauptradroute 64 zwischen dem Marienplatz und der Silberburgstraße überschaubarer und sicherer geführt.

Auch für Fußgänger wird es sicherer. Der östliche Gehweg wurde wesentlich verbreitert und Baumbeete wurden geschaffen. Die Bäume werden im Nachgang zu den Straßenbauarbeiten gepflanzt. In diesem Abschnitt stehen jetzt Radabstellmöglichkeiten und Sitzgelegenheiten zur Verfügung. An der Willy-Reichert-Staffel gibt es nun einen zusätzlichen Fußgängerüberweg und an der Einmündung Arminstraße eine weitere Gehwegüberfahrt.

Die Baukosten belaufen sich insgesamt auf rund 3,25 Millionen Euro. Darin enthalten sind die Fahrbahnsanierung im Vollausbau, die grundhafte Erneuerung der Gehwege teilweise mit klimafreundlichem Sickerpflaster sowie der Ausbau der Bushaltestellen Mörikestraße in Betonbauweise. Während der etwa zweijährigen Bauzeit wurden zudem Maßnahmen der Leitungsträger berücksichtigt und umfangreich Hausanschlüsse erneuert.

Das Vorhaben wurde im Rahmen des Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes Baden-Württemberg mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg gefördert.


Heilbronn: Blitzer lösten rund 76.000 Mal aus

Heilbronn.| Insgesamt 75.689 Fahrzeugführer sind im Jahr 2025 bei Tempokontrollen des Ordnungsamtes in Heilbronn geblitzt worden. 18.827 waren es bei mobilen Kontrollen, 14.122 an den fest installierten Blitzersäulen (sogenannte Starenkästen), weitere 42.740 durch die drei mobilen städtischen Enforcement-Trailer, die grauen Blitz-Anhänger am Straßenrand.

Bei 2181 Verkehrsteilnehmenden, die die Höchstgeschwindigkeit um mindestens 21 Stundenkilometer überschritten hatten, führte der Tempoverstoß zu einem Punkteeintrag im Flensburger Fahreignungsregister. In 229 Fällen wurde ein Fahrverbot angeordnet.

Große Mehrheit der Fälle sind geringe Tempoüberschreitungen

Rund 55 Prozent der mobilen Kontrollen wurden in Tempo-30-Zonen vorgenommen, rund 15 Prozent in Tempo-40-Bereichen, weitere rund 17 Prozent in Bereichen, in denen Tempo 50 vorgeschrieben ist. Bei der überwiegenden Mehrheit handelte es sich wie in den Vorjahren um geringfügige Tempoüberschreitungen, die mit einem Verwarnungsgeld zwischen 20 und 55 Euro geahndet wurden.

Zu hohes Tempo ist Hauptursache schwerer Unfälle 

„Zu schnelles Fahren und nicht angepasste Geschwindigkeit gehören nach wie vor zu den Hauptursachen schwerer Verkehrsunfälle“, betont Bürgermeisterin Agnes Christner. „Deshalb werden wir die Kontrollen konsequent im gesamten Stadtgebiet fortsetzen.“

Besonderes Augenmerk legt das Ordnungsamt dabei auf polizeilich ausgewiesene Unfallschwerpunkte und besondere Gefahrenstellen im Bereich von Schulwegen, Kindergärten, Spielplätzen, Sportanlagen oder Seniorenheimen. Anregungen aus der Bevölkerung werden bei der Auswahl der Messstellen ebenfalls berücksichtigt.

Extremraser fuhr in 30er-Zone 106 Stundenkilometer

Ein paar Beispiele zeigen, wie sich auch im Jahr 2025 wieder einzelne Verkehrsteilnehmer besonders grob über bestehende Tempolimits hinwegsetzten:

  • Den höchsten Verstoß mit Tempo 106 statt der zulässigen 30 Stundenkilometer gab es in Frankenbach. Ein Fahrzeugführer war in der Würzburger Straße unterwegs. Die Folge: eine Geldbuße von 843,50 Euro plus drei Monate Fahrverbot. Zudem werden zwei Punkte im Fahreignungsregister eingetragen.
  • In der Wilhelmstraße gilt Tempo 40. Hier raste ein Fahrzeugführer mit einer Geschwindigkeit von 94 km/h am Messgerät vorbei – eine Überschreitung von 54 Stundenkilometern. Bei einem Erstverstoß und fahrlässigem Begehen wären innerorts 560 Euro Bußgeld die Folge, zwei Punkte und ein zweimonatiges Fahrverbot. Bei einem wiederholten Verstoß oder Vorsatz kann es teurer werden.
  • Auf der B 293 in Höhe der Otto-Konz-Brücke wurde ein Fahrer mit 109 km/h anstatt der erlaubten 50 km/h erwischt. Bei einem Erstverstoß wären außerhalb von Ortschaften 480 Euro Bußgeld die Sanktion plus zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot.
  • Im Tempo-70-Bereich der Neckartalstraße wurde ein Autolenker mit 137 km/h geblitzt. Hier wären außerorts beim Erstverstoß 600 Euro Bußgeld die Folge, zwei Punkte und zwei Monate Fahrverbot.

SGV Freiberg Fußball spielt künftig im Heilbronner Frankenstadion

0

Freiberg a. N.| Der SGV Freiberg Fußball freut sich, dass im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens für die 3. Liga das Frankenstadion in Heilbronn als Heimspielstätte benannt und ein entsprechender Antrag eingereicht wurde. Ziel ist es, die Heimspiele ligaunabhängig im Frankenstadion auszutragen.

„Wir bedanken uns herzlich bei der Stadt Heilbronn für die vertrauensvollen Gespräche, das entgegengebrachte Vertrauen und freuen uns auf die zukünftige und langfristige Zusammenarbeit“, erklärt die Vereinsführung des SGV Freiberg Fußball.

Der Umzug nach Heilbronn und die Nutzung des Frankenstadions stellen einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung des Vereins dar. Unabhängig von der Ligazugehörigkeit bietet die neue Spielstätte optimale Bedingungen für den Spielbetrieb und schafft eine attraktive Umgebung für Fans, Spieler und Partner. Mit dieser Entscheidung setzt der SGV Freiberg Fußball ein klares Zeichen für die Weiterentwicklung des Vereins und die Sicherung seiner sportlichen und organisatorischen Ziele.


Leuchtende Stahlskulpturen: sichtbare Akzente an IBA’27-Projektorten

Stuttgart.| Die Projektorte der Internationalen Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart (IBA’27) haben eine weithin sichtbare Markierung bekommen: Leuchtend gelbe, bis zu vier Meter hohe Stahlskulpturen setzen markante Akzente im Stadtraum.

Die neuen Projektmarker stärken die Identifikation mit der IBA’27. Sie machen die Zugehörigkeit zur regionsweiten Bauausstellung sichtbar und sollen über das Ausstellungsjahr hinaus als Stadtmöbel und Informationsträger an den Projektorten bleiben.

Der Realisierung der Projektmarker ging ein umfassender Auswahl- und Gestaltungsprozess voraus, der in enger Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Stuttgart durchgeführt wurde. Gewinnerin des eingeladenen Wettbewerbs war die Designagentur Haus Otto aus Stuttgart.

„Für die IBA’27 greifen wir auf zwei architektonische Merkmale – Treppe und Tor – zurück, die für uns unabdingbar für das Zusammenspiel von Raum, Körper und Maßstab sind. Sie definieren die Wirkung, Wahrnehmung und Nutzung unseres Lebensraums. Zugleich haben diese Elemente einen starken symbolischen Charakter“, erläutern die Designer Patrick Henry Nagel und Nils Körner ihre Entwurfsidee.

Um den unterschiedlichen Standorten und Größenverhältnissen gerecht zu werden, haben die Designer vier modulare Varianten entwickelt, die jetzt an 22 Projektorten stehen. Die kleinste Form ist eine Sitzbank, wie sie an der Brenzkirche auf dem Stuttgarter Killesberg und in Fellbach am IBA’27-Projekt „Agriculture meets Manufacturing“ zu finden ist. Darüber hinaus kommen an weiteren Standorten sogenannte Sitztreppen zum Einsatz, beispielsweise am Quartier am Rotweg oder am Klett-Areal in Stuttgart.

Besonders prägnante Zeichen setzen die größeren Objekte: Tore sowie „Himmelstreppen“, die mit einer Höhe von vier Metern eine besondere Signalwirkung haben. Eine solche Himmelstreppe steht an der Hermann-Lenz-Höhe für das gegenüberliegende Weissenhof.Forum, am Holzparkhaus in Wendlingen sowie auf dem Krankhausareal in Sindelfingen. Ein Tor befindet sich unter anderem am IBA’27-Projekt „Quartier Böckinger Straße“ in Stuttgart-Rot. Die Koordination und Realisierung der Projektmarker auf der Gemarkung Stuttgart lag bei der Landeshauptstadt Stuttgart.

Mit den neuen Projektmarkern wird ein weiterer Schritt zur sichtbaren Präsenz der IBA’27 im Stadtraum getan – als Einladung, sich bereits heute mit den Projektorten der IBA’27 auseinanderzusetzen.

Mit klugen und mutigen Bauprojekten will die Internationale Bauausstellung zeigen, wie das Zusammenleben, Wohnen und Arbeiten in der Region Stuttgart zukünftig funktioniert. 2017 gestartet, arbeitet das IBA’27-Team gemeinsam mit Verwaltungen, Investorinnen, Fachleuten und den Menschen vor Ort an der Umsetzung der besten Ideen. 2027, genau hundert Jahre nach der weltweit beachteten Architekturschau am Stuttgarter Weissenhof, zeigt die IBA’27 ihre Ergebnisse in einer großen Ausstellung.

Gesteuert wird die Bauausstellung von der IBA’27 StadtRegion Stuttgart GmbH. Gesellschafterinnen sind die Landeshauptstadt Stuttgart, der Verband Region Stuttgart und die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH, die Architektenkammer Baden-Württemberg sowie die Universität Stuttgart. Die Gesellschafterinnen übernehmen anteilig die laufende Finanzierung der GmbH. Zusätzliche Unterstützung erhält die IBA’27 vom Land Baden-Württemberg und aus der Wirtschaft. Der Verein IBA’27 Friends e.V. fördert und initiiert Veranstaltungen und Projekte, die die IBA begleiten.