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Gut vorbereitet durch die Mückensaison

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Tipps vom Gesundheitsdezernat

Ludwigsburg.| Warme Tage, offene Fenster, lange Abende im Freien – mit den steigenden Temperaturen beginnt auch die Mückensaison. Dr. Volker Middel vom Fachbereich Umweltmedizin, Trink- und Badewasser des Landratsamts Ludwigsburg gibt Tipps, wie man sich vor Stichen im Alltag schützen kann.

In Deutschland sind über 50 verschiedene Stechmückenarten heimisch, darunter die Gemeine Stechmücke, die Kriebelmücke und die Bartmücke. Seit einigen Jahren breiten sich in einigen Regionen zudem gebietsfremde Arten wie die Asiatische Tigermücke aus. Diese steht unter besonderer Beobachtung, da sie potenziell Infektionserreger, wie das Dengue- oder Chikungunya-Virus, übertragen kann.

Schutzmaßnahmen im Alltag

Stechmücken orientieren sich bei der Nahrungssuche vor allem am Geruch. Schweiß, Atemluft sowie parfümierte Produkte können eine anziehende Wirkung haben. Zum Schutz empfiehlt es sich, insbesondere im Sommer auf die Körperhygiene zu achten, regelmäßig zu duschen und möglichst unparfümierte Pflegeprodukte zu verwenden. Fliegengitter sollten an Fenstern und Balkontüren angebracht werden. Beim Aufenthalt im Freien können helle, dicht gewebte Stoffe und insbesondere nicht enganliegende Kleidung einen gewissen Schutz bieten. Mückenschutzmittel, sogenannte Repellentien, können helfen, den Eigengeruch zu überdecken. Auch Biozid-Verdampfer oder Räucherspiralen, die Insektizide freisetzen, können zum Schutz vor Stechmücken beitragen. Häufig werden Hausmittel wie Citronella-Kerzen zum Schutz gegen Stechmücken beworben. Eine gesicherte Wirkung haben diese jedoch nicht. All diese Methoden sollten nur im Freien oder bei guter Durchlüftung verwendet werden.

Besondere Empfehlungen für Reiserückkehrerinnen und Reiserückkehrer

Personen, die ein Land besuchen, in dem Krankheiten wie Dengue oder Chikungunya dauerhaft auftreten beziehungsweise ein aktuelles Ausbruchgeschehen beobachtet wird, sollten auf der Reise, aber auch danach auf konsequenten Mückenschutz achten. Diese Empfehlung gilt ohne Einschränkung und ist unabhängig von Krankheitssymptomen. Sofern sich Symptome nach einer Reise entwickeln, sollte dies beim Besuch des Hausarztes erwähnt werden. Der Mückenschutz sollte noch für zwei Wochen nach der Rückkehr aufrechterhalten werden, um eine Übertragung des Virus auf eine Mücke zu vermeiden.

Was bei einem Stich helfen kann

Trotz des starken Juckreizes ist es wichtig, nicht an den Stichen zu kratzen. Durch das Kratzen können Bakterien in die Haut gelangen und Infektionen verursachen. Kühlung kann dabei helfen, Schwellungen und Juckreiz zu lindern. „Auch ein sogenannter Hot-Pen oder auch Mückenstich-Stift kann dem Juckreiz ein Ende setzen“, erläutert Dr. Middel. Außerdem können Hausmittel wie Apfelessig, Zwiebel oder der eigene Speichel aufgrund ihrer leicht antibakteriellen Wirkung eine gewisse Linderung verschaffen.

Tigermücken-Brutstätten im eigenen Umfeld vermeiden

Stechmückenweibchen der Asiatischen Tigermücke legen ihre Eier bevorzugt oberhalb der Wasseroberfläche an der Gefäßwand ab. Dazu zählen unter anderem auch Regentonnen, mit Wasser gefüllte Gießkannen, Vogeltränken, Blumenuntersetzer oder Eimer. „Belebte Teiche oder Seen zum Beispiel mit Fischbesatz, Amphibien oder anderen Insektenlarven sind keine Brutstätten für Tigermücken“, erklärt Dr. Middel. Bereits sieben Tage stehendes Wasser reichen für die Entwicklung neuer Mücken aus. Um eine starke Vermehrung zu vermeiden, sollten Gießkannen regelmäßig entleert, Eimer umgedreht und Regentonnen dicht verschlossen oder beispielsweise mit Mückennetzen abgedeckt werden. In Wasserbehältern, die sich nicht vollständig entleeren oder abdichten lassen, können sogenannte Bti-Tabletten eingesetzt werden. Diese sorgen dafür, dass sich Mückenlarven nicht weiterentwickeln, ohne dabei anderen Insektenlarven oder Tieren wie Säugetieren, Amphibien, Fischen oder Vögeln zu schaden.

Verdachtsfälle von Tigermücken können unter anderem beim Gesundheitsdezernat des Landratsamts gemeldet werden. Die Exemplare können entweder per Post eingesendet oder als aussagekräftige Fotos per Mail an [email protected] geschickt werden. Wichtig ist, dass auf den Fotos der Kopf von vorne und die Hinterbeine erkennbar sind, da dort die typischen Merkmale der Mücke zu sehen sind.


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