12.3 C
Stuttgart
Mittwoch, 29. April , 2026

Betrüger in Stuttgart-Möhringen und -Degerloch unterwegs!

Stadtwerke Stuttgart machen auf unseriöse Haustürbesuche...

Countdown zur Kult-Kneipennacht läuft 

Esslingen.| Der Countdown zur Kult-Kneipennacht in Esslingen...
StartLokalesStuttgartWirtschaftsförderung will Standort Stuttgart fit für die Zukunft machen

Wirtschaftsförderung will Standort Stuttgart fit für die Zukunft machen

LokalesStuttgartWirtschaftsförderung will Standort Stuttgart fit für die Zukunft machen

Stuttgart steht vor einem Strukturwandel, den die Landeshauptstadt aktiv gestalten will.

Stuttgart.| Torsten von Appen, neuer Leiter der städtischen Wirtschaftsförderung, stellte heute im Rahmen der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Wohnen und dessen Unterausschusses Wirtschaftsentwicklung für Stuttgart umfassende Handlungskonzepte vor, die auf die aktuellen Herausforderungen der Unternehmen am Standort reagieren und gleichzeitig neue Chancen für innovative Unternehmen schaffen: Bestehende Wirtschaftsstrukturen sollen gestärkt, die Ansiedlung neuer innovativer Unternehmen gefördert werden. Ein weiterentwickeltes Standortmarketing soll zeigen, dass Stuttgart lebenswerte Stadt und starker Wirtschaftsstandort zugleich ist.

Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper betonte in diesem Zusammenhang: „Stuttgart gehört zu den prosperierendsten Großstädten Deutschlands, aber wir müssen mit vereinten Kräften alles dafür tun, dass dies so bleibt.“

Flankiert wurden die Ausführungen durch Beiträge hochrangiger Vertreter der BW-Bank, der Agentur für Arbeit Stuttgart, der Handwerkskammer Region Stuttgart sowie der Stabstelle #NetzwerkStadtStuttgart der IHK Region Stuttgart zu aktuellen Entwicklungen in Wirtschaft und Arbeitsmarkt.

Stuttgart Spitzenreiter bei wissensintensiven Industrien Die Zahlen sprechen für Stuttgarts Position als Innovationsstandort: Mit 16,7 Prozent Beschäftigtenanteil in wissensintensiven Industrien mit einem hohen Forschungs- und Entwicklungsfokus und spezialisiertem Fachpersonal führt Stuttgart deutschlandweit vor München (9,4 Prozent) und Hamburg (7,2 Prozent). Auch bei der Ingenieursdichte (6,7 Prozent) und im Bereich Forschung und Entwicklung (41,3 Prozent Beschäftigtenanteil) nimmt die Landeshauptstadt Spitzenplätze ein.

„Diese Stärken müssen wir nutzen und ausbauen“, betonte von Appen. „Trotz der aktuellen Herausforderungen in der Automobilindustrie entstehen neue Möglichkeiten für innovative Unternehmen. Diese Unternehmen möchten wir zu uns nach Stuttgart holen!“

Vier Einflussfaktoren für erfolgreiche Wirtschaftsförderung

Die Wirtschaftsförderung fokussiert sich auf vier zentrale Einflussfaktoren: übergeordnete Rahmenbedingungen, Grundfunktionen einer Kommune, Flächen und Räumlichkeiten sowie ein unterstützendes Umfeld durch funktionierende Ökosysteme.

„Besonders im Bereich Flächen sehen wir Handlungsbedarf“, erläuterte von Appen. „Das sehr hohe Preisniveau erfordert neue Ansätze. Hier setzen wir auf zielgruppenspezifische Unterstützung und innovative Förderprogramme.“

Konkrete Maßnahmen für den Standort

Verschiedene Maßnahmen sollen in unterschiedlichen Zeiträumen im Schulterschluss mit den fachlich involvierten Ämtern der Stadt sowie der Wirtschaftsförderung der Region Stuttgart umgesetzt werden. Kurzfristig plant die Wirtschaftsförderung eine gezielte Investorenansprache zur besseren Vermarktung freier Flächen sowie die Priorisierung gewerblicher Vorhaben, um eine investitionsfreundliche Umgebung zu schaffen, genauso wie einen intensiveren Austausch mit privaten Eigentümern. Gleichzeitig soll eine ganzheitliche Ansiedlungsstrategie mit klarer Aufgabenteilung zwischen Land, Region und Landeshauptstadt entwickelt und ein einheitliches Standortmarketing in Abstimmung mit allen relevanten Akteuren etabliert werden.

Mittelfristig stehen größere Projekte im Fokus: So soll eine aktive strategische Gewerbeflächenentwicklung vorangetrieben werden, wobei aktuell verschiedene Umsetzungsmodelle geprüft werden. Darüber hinaus plant die Stadt die Entwicklung eines Innovationscampus am Standort Sternenhöhe, den Ausbau des Kreativareals Tübinger Straße sowie die Schaffung von Handwerkerhöfen und spezifischen Raumangeboten für unterschiedliche Branchen.

Erfolgreiche Bestandspflege trotz Herausforderungen

Die globale handelspolitische Unsicherheit und strukturelle Herausforderungen vor Ort schlagen sich derzeit in negativen Konjunkturtrends nieder. Dem will die Wirtschaftsförderung mit Maßnahmen begegnen, die die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Stuttgart sichern. Weiterhin gibt es in Stuttgart auch positive wirtschaftliche Impulse: Während große Automobilhersteller in der Region planen, Stellen abzubauen, verzeichnet Stuttgart in anderen Industriezweigen Investitionen in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro. „Diese Investitionen zeigen das Vertrauen der

Unternehmen in den Standort Stuttgart“, so von Appen. „Gleichzeitig fördern wir gezielt Startups und innovative Geschäftsmodelle. Unser breites Portfolio von Veranstaltungen – vom Wirtschaftsempfang über den Green AI Day bis hin zum Stuttgarter Innovationspreis – stärkt das lokale Ökosystem.“


Weitere Artikel

Beliebte Artikel