Ludwigsburg.| Stark begonnen, dann aber nachgelassen: die SVL-Wasserballer haben das Spitzenspiel gegen Spandau 04 – Erster gegen Zweiter in der Tabelle – am Samstag im Inselbad in Stuttgart schlussendlich recht deutlich verloren. Beim Schlusspfiff stand es 6:15. Doch die Niederlage war quasi einkalkuliert. Im nächsten Spiel gegen Esslingen indes soll wieder ein Sieg her.

Was für ein Start für den SV Ludwigsburg gegen den Rekordmeister Spandau 04. Die ersten knapp drei Minuten fällt kein Tor. Und dann hat Marco Martinic richtig viel P latz vor dem Tor der Berliner, er versenkt den Ball, es steht 1:0 für Ludwigsburg. Gegen den deutschen Rekordmeister!

Wenig später erzielt Spandau per Strafwurf den Ausgleich. Keine Chance für den Ludwigsburger Torwart und Kapitän Ivan Pisk, der top in Form ist, der super verteidigt – in diesem ersten Viertel und auch später. Bald erzielt Nino Blazevic das 2:1 für den SVL. Freude auf der Bank und bei den Zuschauern in der Halle und daheim vor den Bildschirmen. Das Spiele wird vom SV Ludwigsburg wieder live auf YouTube übertragen, diesmal sogar mit drei Kameras und mit Wiederholungen in Zeitlupe. Nur zwei Sekunden vor dem Ende des ersten Viertels gelingt Spandau der neuerliche Ausgleich. 2:2, schade für Ludwigsburg. Aber sicherlich hätten alle Spieler vor dem Anpfiff einen Gleichstand nach dem ersten Abschnitt sofort genommen.

Das zweite Viertel läuft dann gar nicht nach den Vorstellungen der SVL-Spieler und des Teammanagers Adrijan Jakovcev. Schnell steht es 2:3, dann 2:4 und 2:5 für Spandau. Michael Metodiev verkürzt zwar zwischenzeitlich auf 3:5, doch im Gegenzug schießen die Berliner das 3:6. Spandau setzt sich immer weiter ab: 3:7.

Ludwigsburg findet kaum ein Mittel gegen die Routiniers. Nur dank des Torwarts sind die Berliner nicht noch viel weiter weg. Der Kommentator des Livestreams, SVL-Mann Jan Wörsinger, sagt: „Ludwigsburg schlägt sich wacker, aber die Kräfte lassen wohl schon ein bisschen nach.“

Nach der Halbzeit gewinnen die Berliner erneut das Anschwimmen – und erzielen bald das 3:8 und das 3:9. Marko Martinic schmettert einen Heber an die Latte. Wieder kein Tor. Spandau verschießt einen Fünfmeter, trifft aber bald danach zum 3:10. Vor dem Beginn des letzten Viertels ist das Spiel gelaufen. In diesem letzten Viertel fällt zwar bald auch noch das 3:11, aber der SVL kommt dann nochmal ein bisschen in Schwung.

Nino Blazevic trifft zum 4:11 und Martinic zum 5:11. Na also. Wieder ein toller Pass – und Metodiev erzielt das 6:12. Das war’s aus Ludwigsburger Sicht. Das Spiel endet mit 6:15. Ordentlich gespielt, deutlich verbessert im Vergleich zum Pokalspiel gegen die Berliner vor ein paar Wochen, das 21:5 für das Team aus Spandau endete.

Unmittelbar nach dem Abpfiff sagt der Spandauer Spieler Mateo Cuk im Interview, dass der SVL „jedes Jahr besser wird“. Auf die Frage von Jan Wörsinger, welche Mannschaft hinter Spandau und Waspo Hannover wohl auf Platz drei landen könnte, erklärt Cuk, er erwarte, dass sich Ludwigsburg und Duisburg einen harten Kampf liefern werden. Spandau und Waspo gelten als gesetzt für die Plätze eins und zwei in der Liga.

Der SVL-Kapitän Pisk sagt augenzwinkernd, „die Spiele gegen Spandau und Waspo sind immer die einfachsten in der Saison“, weil er dieses genießen könne (und nicht unbedingt gewinnen müsse) – „Spiele ohne Ergebnisdruck“. In der Woche vor dem Spandau-Spiel habe die Mannschaft „ein bisschen härter trainiert – um für die nächsten zwei Wochenenden vorbereitet zu sein“.

Dann warten nämlich zwei Gegner, die es zu schlagen gilt. Nächsten Samstag steht das Lokalderby im Inselbad gegen Esslingen an, dann das Auswärtsspiel in Duisburg. Pisk sagt mit Blick auf das Spandau-Spiel: „Wir haben im ersten Viertel gut mitgespielt, danach hat Spandau einen Gang höher geschaltet“ – das habe die Differenz ausgemacht. Die Schiedsrichter, sagt der Kapitän, „haben sehr, sehr gut gepfiffen“.

Der SVL-Center Timo van der Bosch sagt, „wir haben nicht gut gespielt, auch nicht schlecht, das Ergebnis ist ok“. Nun gelte es Vollgas zu geben – und am nächsten Samstag ein gutes Derby zu spielen. „Wir wollen zeigen, dass wir die beste Mannschaft im Süden sind.“

Es spielten für den SVL: Josip Katusa, Mikael Metodiev (2 Tore), Timo van der Bosch, Tobias Bauer, Marko Martinic (2), Aleksa Manic, Leopold Friedrich, Kristijan Lipar, Mattia Ruggeri, Mateja Bosic, Nino Blazevic (2), Eric Fernandez Rivas, Ivan Pisk