• Landeshauptstadt startet Aktionen in den Bezirken
  • BM‘in Dr. Sußmann: „Wir machen den Stuttgarterinnen und Stuttgartern leicht erreichbare Angebote“

Stuttgart.| Rund eine Million Impfungen wurden bereits seit dem Start der Impfkampagne in Stuttgart durchgeführt – im Impfzentrum des Robert-Bosch-Krankenhaus und des Klinikums Stuttgart sowie in Arztpraxen. Um einem Abflauen der Impfbereitschaft entgegen zu wirken, baut die Stadt die Impfangebote vor Ort nun aus. Dies gab die zuständige Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration, Dr. Alexandra Sußmann, am Montag, 12.Juli, im Sozial- und Gesundheitsausschuss der Stadt bekannt. In Kooperation mit den Mobilen Impfteams des Robert-Bosch- Krankenhaus, den niedergelassenen Hausärzten und weiteren Institutionen sind niedrigschwellige, unbürokratische Informations- und Impfaktionen geplant.

Bürgermeisterin Dr. Sußmann betonte am Montag: „Eine Million Impfung – das ist eine Kraftanstrengung. Und dank dieser Leistung können wir auch etwas aufatmen. Gerade jetzt gilt es dranzubleiben. Bislang sind nur 36 Prozent der Stuttgarterinnen und Stuttgarter vollständig geimpft. Das ist zu niedrig für einen Gemeinschaftsschutz. Dabei steht uns mittlerweile genug Impfstoff zur Verfügung. Diesen wollen wir nun wörtlich an den Mann beziehungsweise an die Frau bringen. Daher machen wir den Stuttgarterinnen und Stuttgartern vor Ort leicht erreichbare Angebote.“

Die Mobilen Impfteams des Robert-Bosch-Krankenhauses werden jetzt zusammen mit sozialen Institutionen in den Stadtbezirken mehrere Impfaktionen vor Ort auf die Beine stellen, also etwa Jugendhäuser, Stadtteilzentren oder zentrale Orte. Auch die Zweitimpfung kann vor Ort in einem zeitlichen Abstand angeboten werden. Dies soll die Schwelle, sich impfen zu lassen, für Stuttgarterinnen und Stuttgarter weiter senken.

An ausgewählten Orten werden Impfaktionen mit Veranstaltungen zur Impfaufklärung gekoppelt angeboten. „Um die Impfraten zu erhöhen, werden wir Sorgen aufnehmen und durch Aufklärung für Akzeptanz sorgen“, so Dr. Sußmann weiter. Neben der Planung offener Impfangeboten geht es auch darum, die Gründe für die Impfskepsis bzw. -angst zu ergründen.

Start der Impfaktion in Wangen
In Kooperation mit der AG Offene Treffpunkte in Wangen, dem Bezirksamt Wangen und dem Sozial- und Gesundheitsamt findet die erste Veranstaltung am Freitag, 16.Juli, in Stuttgart-Wangen statt. Ein Mobiles Impfteam bietet von 14 bis 20 Uhr Impfungen vor der Kelter Wangen an. Um 17 Uhr findet eine Impfaufklärung durch die Hausarztpraxis Wangen, Alice Casagrande und Stefan Blattner, der Gynäkologin Dr. Katharina Johlen, den Pandemiebeauftragten der Stadt Stuttgart, Dr. Hans-Jörg Wertenauer und dem Gesundheitsamt statt. Wenn möglich, werden die Fragen der Bürgerinnen und Bürger muttersprachlich übersetzt. Eine Anmeldung ist jeweils nicht notwendig. Bis zu 150 Impfdosen stehen bereit.

Bisherige Impfaktionen vor Ort gut angenommen
Die bisherigen Impfaktionen für Menschen mit Unterstützungsbedarf liefen erfolgreich: Die unterschiedlichen Zielgruppen wurden erreicht. Rund 4.100 Stuttgarterinnen und Stuttgarter konnten geimpft werden. Die Impfaktionen fanden in Zusammenarbeit der Stadt Stuttgart mit den Mobilen Impfteams des Klinikum Stuttgart, den Stuttgarter Hausärzten und der Bürgerstiftung Stuttgart statt. Ausgewählt waren Orte, die entweder durch hohe Fallzahlen betroffen waren oder in denen der Anteil von Armut betroffener Menschen hoch ist.