Stuttgart.| Nach sieben Monate dauernder Schließzeit wird das Planetarium für Gäste wieder öffnen. Mit der Wiedereröffnung am Dienstag, 15. Juni, wird dem Publikum zugleich ein neues Programm vorgestellt. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Planetariums haben die publikumsfreie Zeit genutzt, um die Technik zu warten − insbesondere an der Klima- und Lüftungsanlage −, den Keplersaal so herzurichten, dass Vorträge live und interaktiv gestreamt werden können und neue Shows vorzubereiten.

Zur Wiedereröffnung startet nun die lange erwartete Pink-Floyd-Show „The Dark Side of the Moon“. Sie ergänzt die erfolgreiche Multimediashow „Heaven“ von Queen und läuft jeden Freitag um 20 Uhr. „Dark Side of the Moon“ heißt das erfolgreichste Album der britischen Rockband Pink Floyd. Ohne dass es vom Bandleader Roger Waters beabsichtigt war, scheinen etliche Stücke des Albums geradezu für die Kuppelprojektion im Planetarium geschaffen zu sein. Die Kompositionen von Pink Floyd in Kombination mit der leistungsfähigen Tonanlage des Planetariums, einer 360 Grad-Projektion, dem Sternenprojektor und einer Lasershow sind ein intensives Multimediaerlebnis, das in die Tiefen des Kosmos und in die Abgründe der menschlichen Seele führt.

Die Fulldome-Show „Aufbruch zum Mars“ hat im Bereich Astronomie, Weltraumforschung, Sonnensystem und Raumfahrt Premiere. Darin machen die Zuschauer und Zuschauerinnen einen Zeitsprung um rund 15 Jahre in die Zukunft und erleben in mitreißenden Szenen den ersten Flug von Menschen zum roten Planeten. Die Darstellungen basieren auf den aktuell laufenden Vorbereitungen der NASA und des Raumfahrtunternehmens SpaceX, die beide unabhängig voneinander an einer Verwirklichung dieser Expedition arbeiten. Diese Show ist bildgewaltig und macht von Bewegungseffekten der Kuppelprojektion umfassend Gebrauch. Wer nicht schwindelfrei ist, sollte sich zur Gewöhnung eine ruhigere Vorführung im Planetarium ansehen, wie zum Beispiel die „Sommersterne über Stuttgart“.

Auch die Kinder können sich wieder auf Shows wie „Polaris und das Geheimnis der Nacht“, „Plötzlich Astronaut“ oder das „Kinetarium“ freuen, bei dem sie mit dem Smartphone interaktiv in das Geschehen an der Kuppel eingreifen können.

„Für das Team des Planetariums fühlten sich die vielen Monate ohne Publikum und mit den leeren Räumen so befremdlich und bizarr an“, so Dr. Uwe Lemmer, der Direktor des Planetariums. „Das ist ab nächsten Dienstag zu Ende, und wir freuen uns schon auf die Kinder und Erwachsenen, die uns besuchen.“

Auch Ubbo Grassmann, der im Planetarium für Fulldome-Produktionen und Live-Acts zuständig ist, freut sich, dass es wieder losgeht: „Ein schönes Signal ist bereits das Konzert mit DJ Jens Herzberg im Rahmen seiner ‚Tour of Hope‘, bei dem er an verschiedenen Stuttgarter Sehenswürdigkeiten auflegt und am Freitag, 11. Juni, aus dem Kuppelsaal des Planetariums streamt – passend zur Stimmung der Location.“ Dieses Konzert findet noch ohne Publikum statt, im Juli beginnen aber voraussichtlich auch wieder die beliebten Live Acts und Konzerte des Tunesdays im Planetarium.

Wie überall gelten bei den Vorführungen im Planetarium die Regelungen der aktuellen Corona-Verordnung. Momentan dürfen nur Getestete, Geimpfte und Genesene an den Vorführungen teilnehmen, dies wird am Eingang kontrolliert. Außerdem werden die Kontaktdaten erfasst, entweder auf einem Formular oder mit der Luca-App. Neben der Maskenpflicht gilt weiterhin das Abstandsgebot von 1,5 Metern, so dass nur 49 von 270 Plätzen besetzt werden können. Reservierungen werden deshalb dringend empfohlen unter Telefon 216-89015 (Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr, 14 bis 16 Uhr).

Wegen der Fertigstellung der nahe gelegenen Stadtbahnhaltestelle Staatsgalerie wird aktuell der Fuß- und Radweg am Planetarium umgeleitet − der Haupteingang des Planetariums ist ausschließlich über die SSB-Haltestelle erreichbar. Am besten ist es, mit einer der Stadtbahnlinien U1, U2, U4, U9 oder U14 zu fahren und an der Staatsgalerie auszusteigen. Von dort ist der Eingang des Planetariums barrierefrei zu erreichen. Für Menschen mit Rollstühlen, Fahrrädern sowie Kinderwagen ist zu beachten, dass die Fußstrecke vom Hauptbahnhof zum Planetarium zum Schluss auch durch die Stadtbahnhaltestelle führt. Auf dem Weg dorthin ist eine Treppe zu passieren, die nicht für Rollstühle, Fahrräder oder Kinderwagen geeignet ist. Aus diesem Grund ist die Fahrt mit der Stadtbahn momentan der ideale Zubringer zum Planetarium.

Alle aktuellen Informationen sowie der Spielplan des Planetariums finden sich unter www.planetarium-stuttgart.de. Das Programm kann dort auch als PDF heruntergeladen werden. Das Programm „Aufbruch zum Mars“ ist auf der Homepage unter dem Menüpunkt „Entdecken“ zu finden. Auf Anfrage kann zudem ein Flyer mit aktuellem Spielplan sowie der Kalenderübersicht kostenlos abgeholt werden: Planetarium Stuttgart, Willy-Brandt-Straße 25, Haltestelle Staatsgalerie, zu den Öffnungszeiten von Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr, 14 bis 16 Uhr.