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Im Sommer 2018 haben die Sparkassen eine eigene App für den mobilen Bezahlvorgang gestartet. Nun gehen die öffentlich-rechtlichen Institute einen Schritt weiter: Noch in diesem Jahr will man den Kunden Apple Pay anbieten – zu Beginn nur für die Kreditkarte, ab dem Jahr 2020 dann auch für die Girocard.

Kommt Apple Pay noch tatsächlich 2019?
Befasst man sich mit dem Bitcoin, so benötigt man eine Wallet, also ein digitales Portemonnaie – außer, man spekuliert über Bitcoin Future, wie sich der Kurs entwickelt. In diesem Fall erwirbt man keine Coins. Eine digitale Geldbörse benötigt man auch, wenn man mit dem Smartphone bezahlen will. Eine Möglichkeit, die immer beliebter wird. Das wissen auch die Banken.

Ende Oktober hat der Deutsche Sparkassen- und Giroverband die im Frühjahr getroffenen Aussagen konkretisiert, nannte jedoch aber keinen genauen Termin, wann denn die Kunden der Stadt- und Kreissparkassen auf Apple Pay zugreifen können. Dass der Service noch 2019 zur Verfügung stehen soll, lässt zumindest vermuten, dass es sich nur noch um ein paar Wochen handeln kann.

Neben der Konkretisierung gab es auch Neuigkeiten: Man will zu Beginn zwar nur die MasterCard einbinden, auf lange Sicht gesehen aber auch die Girocard mit ins Boot holen – das ist jedoch erst für das kommende Jahr geplant.

Auch die Volks- wie Raiffeisenbanken haben sich bereits zu Apple Pay geäußert und im August bekräftigt, demnächst das mobile Bezahlen auch für iOS anbieten zu wollen.

Apple Pay steht in Deutschland bereits seit Ende 2018 zur Verfügung
Zu Beginn haben die Sparkassen den Apple iPhone-Bezahldienst noch abgelehnt. So wurde beispielsweise gefordert, die NFC-Schnittstelle des iPhones freizugeben, damit die Banken ihre eigenen Apps anbieten können. Doch wenig später war klar, dass man diesen Kampf wohl nicht gewinnen kann – und verwies im Frühjahr darauf, dass man zum Wohle der Kunden handeln will, die Apple Pay natürlich interessant finden.

Laut heise.de gab es ein Schreiben an die Kunden der Sparkassen, in dem geschrieben stand, dass es nun bei Verwendung der digitalen Karten ein neues Verfahren zur Authentifizierung geben wird, „die vom Karteninhaber direkt auf dem Smartphone“ durchgeführt werden kann – etwa mittels biometrischer Verfahren wie Gesichtserkennung, Fingerabdruck oder mittels Eingabe des Geräte-Codes. Derartige Verfahren werden auch beim mobilen Bezahldienst aus dem Hause Apple genutzt – aber auch bei den Wettbewerbern, so beispielsweise bei Google Pay.

Apple Pay wurde in Deutschland Ende 2018 gestartet. Im Laden können die Benutzer nun den Service mit ihrer Kreditkarte nutzen. Um den Service in Anspruch nehmen zu können, muss man hier am iPhone oder der Apple Watch nur die Bezahlfunktion aktivieren und sodann das Gerät direkt an das Bezahlterminal halten. Jedoch ist zu beachten, dass aber der kontaktlose Bezahlvorgang von Seiten der Kassentechnik unterstützt werden muss.

Apple Pay funktioniert bisher mit Kredit- wie Debitkarten der Deutschen Bank, der HypoVereinsbank, der Santander Consumer Bank, der N26 Bank sowie der DKB und  Comdirect Bank. Noch in diesem Jahr folgen die Sparkassen; die Volks- und Raiffeisenbanken werden Apple Pay wohl im kommenden Jahr anbieten können.

Das heißt aber nicht, dass von den Sparkassen wie Genossenschaftsbanken keine Lösungen für den mobilen Bezahlvorgang angeboten werden. Seit Juli 2018 gibt es eine eigene App, die mehr als eine halbe Million Kunden der Sparkasse auch genutzt haben. Jedoch war der mobile Bezahlvorgang nur über Smartphones möglich, die mit einem Android-Betriebssystem ausgestattet waren. Dies deshalb, weil es mit dem iPhone nicht möglich ist, auf den NFC-Funkchip zuzugreifen.

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Das Bezahlen mit dem Smartphone wird beliebter werden
Helmut Schleweis, Präsident der Sparkassen, hat zu Beginn des Jahres betont, es sei wichtig, Apple Pay einzubinden – vor allem auch, wenn es darum geht, Apple Pay mit der Girocard zu kombinieren.

Dass der Deutsche ein Fan des Bargelds ist, mag keine Überraschung sein. Jedoch wird die Möglichkeit, mit dem Smartphone bezahlen zu können, von einem immer größer werdenden Anteil, vorwiegend von unter 30-Jährigen, in Anspruch genommen. Die Zukunft, das besagen zumindest die aktuellen Zahlen, wird also noch stärker vom Smartphone geprägt werden.