Stuttgart.| Die Kosten für den Rosesteintunnel erhöhen sich auf 392,71 Millionen Euro, inklusive Eigenleistungen von 18,605 Millionen Euro. Der Gemeinderat hat am 7. November die Gesamtkosten mit 29 Stimmen neu festgesetzt, 7 Stimmen dagegen und 20 Enthaltungen wurden gezählt. Zudem nahm das Gremium Kenntnis vom Stand der Bauarbeiten und beschloss Vergaben sowie Honorarerhöhungen.

Im Bereich Neckartalstraße laufen derzeit die Rohbauarbeiten am B 10- Rosensteintunnel. Bis November 2019 werden die SSB Gleise in ihrer endgültigen Lage auf dem neuen Tunnel hergestellt. Im Anschluss daran wird die B 10 erneut verlegt, um das letzte Baufeld für die Herstellung der Zufahrtsrampen freizumachen. Die Rohbauarbeiten werden voraussichtlich Anfang 2021 abgeschlossen.

Als Ersatz für den ehemaligen Elefantensteg baut die Stadt in Verlängerung des Stegs unter der neuen S21-Bahnbrücke einen Steg über die Neckartalstraße. Nach heutigem Stand kann der Steg über die Neckartalstraße ab Herbst 2020 gebaut und im Frühjahr 2021 für Fußgänger in Betrieb genommen werden. Nach heutigem Stand ist die Inbetriebnahme des B 10-Rosensteintunnels Mitte 2021 vorgesehen. Danach können die Prag- und Neckartalstraße zurückgebaut und umgestaltet werden.

Beim Baubereich B 10/B 14 Verbindung am Leuze laufen die erneut vergebenen Rohbauarbeiten planmäßig. Der Kurztunnel soll im nächsten Sommer in Betrieb genommen werden, die Geh- und Radwegeverbindung zwischen Mineralbad Leuze und Rosensteinpark zum Jahreswechsel 2019/2020. Mit einer Gesamtinbetriebnahme des Baubereichs B 10/B 14 Verbindung am Leuze wird Ende 2024 gerechnet, nach der Fertigstellung der dritten Leuzeröhre, der Rampenbrücke zur Anbindung von Bad Cannstatt sowie der Sanierung der bestehenden Leuzeröhren 1 und 2.

Im März 2017 hatte der Gemeinderat zugestimmt, den Bauvertrag mit der Firma Wolff & Müller Ingenieurbau GmbH im Baubereich B 10/B 14 Verbindung am Leuze zu kündigen. Die Stadt hat das Unternehmen auf Rückzahlung des Überzahlbetrags und Schadenersatz in Höhe von derzeit insgesamt 59,6 Millionen Euro verklagt. Mehrkosten in Höhe von 10,5 Millionen Euro für Ingenieurbüros in Zusammenhang mit dem Rechtsstreit sowie erforderliche Ersatzvornahmen in Zusammenhang mit der Kündigung wurden deshalb vorläufig über zur Verfügung stehende Projektmittel finanziert und müssen jetzt zusätzlich bereitgestellt werden. Die Mehrkosten im Rahmen der Vergaben und zusätzlichen Leistungen betragen 34,5 Millionen Euro. Hieraus ergibt sich ein zusätzlicher Mittelbedarf Höhe von insgesamt 45 Millionen Euro, zuzüglich Eigenleistungen in Höhe von 2,7 Millionen Euro.