Marco-Oliver Luz ist als neuer Bezirksvorsteher von Stuttgart Degerloch gewählt worden . Oberbürgermeister Fritz Kuhn beglückwünscht ihn. | Foto: Lichtgut/Piechowski, Rechte: Stadt Stuttgart

Stuttgart.| Marco-Oliver Luz wird neuer Bezirksvorsteher von Degerloch. Der Gemeinderat hat ihn am Donnerstag, 7. November, mit 40 Stimmen gewählt. Auf die Kandidatin Stephanie Reinhold entfielen 18 Stimmen.

Luz folgt auf Brigitte Kunath-Scheffold, die nach 40 Jahren im Dienste der Stadt und davon fast 20 Jahre als Bezirksvorsteherin Ende 2019 in den Ruhestand geht.

Luz sagte: „Degerloch ist ein Kleinod dieser Stadt. Seine Kennzeichen sind der Fernsehturm, die Waldau und die Zacke.“ Er sehe sich als Brückenbauer zwischen dem Stadtbezirk einschließlich dem Bezirksbeirat, der Fachverwaltung und dem Gemeinderat als politischen Souverän. Er wolle Interessenvertreter für das gesamte Gemeinwesen in Degerloch sein und Gutes bewahren und Neues entwickeln. Als wichtige Themen sieht er die Entwicklung der Ortsmitte von Degerloch, insbesondere die Verkehrssituation, einen möglichen Anschluss des Gewerbegebiets Tränke an die B 27, die Bebauung in der Felix-Dahn-Straße und die Weiterentwicklung des Schulstandorts.

Luz, Jahrgang 1976, ist Verwaltungswirt (FH) mit dem Zusatzschwerpunkt Betriebswirtschaft der öffentlichen Hand. Seit 2002 arbeitet er für die Landeshauptstadt in verschiedenen Ämtern, seit 15 Jahren in verantwortlichen Positionen – so leitet er seit 2016 beim Sozialamt die Abteilung „Flüchtlinge“. Privat engagiert er sich in der Sterbebegleitung und als Jugendschöffe beim Amtsgericht Stuttgart.

Degerloch zählt rund 17.000 Einwohner und ist etwa 800 Hektar groß. Prägend für den Bezirk ist der Fernsehturm, das Sport- und Erholungsgebiet Waldau oder der Waldfriedhof. Das Durchschnittsalter der Degerlocher ist mit 44,7 Jahren das vierthöchste in der Stadt, der Anteil der evangelischen Bevölkerung ist mit 30,5 % der höchste stadtweit, auch die Anzahl der Wohnungen mit 5 oder mehr Zimmern ist mit 30,8% auf Höchstwert. Interessant ist auch, dass der Anteil an Sport-, Freizeit und Erholungsfläche mit 30,5 % weit über dem stadtweiten Durchschnitt liegt, zugleich ist der Anteil der Verkehrsfläche mit 46,5 % der viertniedrigste in der Stadt. Das Bevölkerungswachstum ist mit 3 % seit 2000 recht gering.