Die fünfte Kelchstütze des Stuttgarter Hauptbahnhofs ist betoniert (Foto: DB AG)
600 Kubikmeter Beton verarbeitet

Stuttgart.| Die DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH kommt beim Bau des künftigen Stuttgarter Hauptbahnhofs sichtbar voran. Im Rahmen von Stuttgart 21 wurde erfolgreich die fünfte Kelchstütze betoniert. Insgesamt werden 28 Kelchstützen das Dach der Bahnsteighalle bilden.

Die Betonage hat um 5:30 Uhr am Samstagmorgen, 26. Oktober 2019, begonnen. Die Kelchstütze befindet sich zwischen den Fußgängerstegen, die den Bonatzbau mit dem derzeitigen Bahnsteigbereich verbinden. Die Arbeiten waren also für Bahnreisende und Besucher des Hauptbahnhofs aus nächster Nähe zu verfolgen. Während gut zehn Stunden wurden bis zum Nachmittag in rund 100 Fuhren circa 600 Kubikmeter Beton geliefert. Betoniert wurde die sechs Meter hohe Kelchblüte. Dieser obere Teil der Kelchstütze ruht auf dem ebenso hohen Kelchfuß, der bereits im Lauf des Jahres gefertigt worden ist. Um zu Beginn einer jeden Kelchbetonage eine optimale Verdichtung des Materials zu gewährleisten, kommt zunächst immer nur eine von zwei Betonpumpe zum Einsatz.

Bei dem jetzt vollständig hergestellten dreidimensional gekrümmten Bauteil handelt es sich um einen so genannten Randkelch. Randkelche gehen jeweils unmittelbar in die Wand des Bahnhofstrogs über. Der Blütenkranz, die sogenannte Hutze für die Einfassung der markanten Lichtaugen, wird planmäßig erst später betoniert.

Die Betonage des nächsten Kelchs findet voraussichtlich Anfang 2020 statt.

Zahlen und Daten zum Bau der Kelchstützen:

  • Höhe eines Kelchfußes: sechs Meter
  • Höhe eines gesamten Kelchs: zwölf Meter
  • Durchmesser eines Kelchs: rund 32 Meter
  • Menge des Bewehrungsstahls: rund 33.000 einzeln vermessene Streben
  • Betonmenge Kelchfuß: rund 35 Kubikmeter
  • Betonmenge Kelchblüte: zwischen 500 und 800 Kubikmeter
  • Geschalte Fläche: circa 1000 Quadratmeter

Der Bau des künftigen Bahnhofs nahm im Jahr 1997 im Rahmen eines Realisierungswettbewerbs seinen Anfang. Das 32-köpfige Preisgericht wählte damals aus 126 eingereichten Vorschlägen einstimmig den Entwurf des Büros ingenhoven architects.