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Mehr als 130 Notinseln für Kinder in Ludwigsburg

LokalesLudwigsburgMehr als 130 Notinseln für Kinder in Ludwigsburg

Starkes Netzwerk auch für mehr Sicherheit auf dem Schulweg

Ludwigsburg.| Das Notinsel-Projekt bietet Kindern, die sich unterwegs unsicher oder bedroht fühlen, verlässliche Anlaufstellen. Erkennbar sind diese durch den Notinsel-Aufkleber an Eingangstüren oder Fensterfronten. Vor dem Beginn des neuen Schuljahres rückt die Stadt Ludwigsburg das Projekt der Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel wieder in den Fokus: Gerade für Schulanfänger*innen, die nun neue Wege selbstständig zurücklegen, sind sichere Anlaufstellen im öffentlichen Raum von großer Bedeutung.

Mit mehr als 130 Notinseln verfügt Ludwigsburg seit vielen Jahren über ein starkes Netzwerk, das Kindern auf ihrem Schulweg Schutz und Unterstützung bietet. Damit dieses Sicherheitsnetz seine volle Wirkung entfalten kann, braucht es das Zusammenspiel von Notinseln, Kindergärten, Schulen, Eltern und der gesamten Stadtgesellschaft. Ob ein verlorener Schlüssel, eine unübersichtliche Situation auf dem Schulweg, Streit mit anderen Kindern oder einfach das Gefühl, Hilfe zu benötigen: Kinder können jede Notinsel aufsuchen, sie werden dort ernst genommen und unterstützt. Die teilnehmenden Geschäfte, Apotheken, Banken und weiteren Einrichtungen signalisieren mit dem Notinsel-Aufkleber an ihren Eingangstüren: „Wo wir sind, bist du sicher.“

„Es ist wichtig, dieses Thema regelmäßig aufzugreifen. Kinder, die neu in die Schule kommen oder Kinder, die die Schule wechseln und einen neuen Schulweg haben, sollen im Bedarfsfall wissen, wo sie Hilfe erhalten können,“ betont Meike Pirkner, als Leiterin der Kommunalen Kriminalprävention verantwortlich für das Projekt in Ludwigsburg.

Kindergärten und Schulen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Die Mitarbeitenden können mit den Kindern über das Notinsel-Projekt sprechen und die Bedeutung der Aufkleber erläutern. Besonders empfehlenswert sind gemeinsame Spaziergänge durch das Wohn- oder Schulumfeld, bei denen die vorhandenen Notinseln besucht werden. So lernen die Kinder die Anlaufstellen kennen und erleben unmittelbar, wo sie im Notfall Unterstützung erhalten. Erfahrungen aus anderen Projektstandorten zeigen, dass solche praktischen Begegnungen die Hemmschwelle senken, im Ernstfall Hilfe in Anspruch zu nehmen. Gleichzeitig schärfen sie den Blick der Kinder für die Notinsel-Aufkleber an Geschäften und Einrichtungen.

Der Kommunalen Kriminalprävention ist es ein besonderes Anliegen, den Kontakt zu den beteiligten Notinseln zu pflegen und weiter auszubauen. „Die zahlreichen engagierten Geschäfte und Einrichtungen leisten einen wertvollen Beitrag zum Kinderschutz und machen das Projekt erst möglich“, sagt Meike Pirkner. Deshalb wird es in diesem Jahr erstmals ein Austauschtreffen für alle Ludwigsburger Notinseln geben. Eingeladen sind sämtliche Geschäfte und Einrichtungen, die sich am Projekt beteiligen. Das Treffen bietet Raum für aktuelle Informationen, den Erfahrungsaustausch sowie für Fragen und Anregungen aus der Praxis. Interessierte Notinseln können sich über [email protected] für das Treffen am Montag, 28. September, um 19 Uhr im Kleinen Saal des Kulturzentrums anmelden.

Weitere Informationen und eine Übersicht aller Notinsel-Standorte sind auf der Projektwebsite unter www.notinsel.de zu finden.


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