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StartSportStarker Kampf gegen den Rekordmeister

Starker Kampf gegen den Rekordmeister

SportStarker Kampf gegen den Rekordmeister

Aufsteiger SG BBM Bietigheim hat den THW Kiel im ersten Heimspiel der Saison am Donnerstagabend stark gefordert. Vor 3597 Zuschauer in der EgeTrans Arena boten die Bietigheimer dem Rekordmeister lange Paroli, ehe sich die Gäste in der Schlussphase absetzen konnten.

Kurz vor dem Anpfiff gab es für die SG BBM noch eine wichtige Personalentscheidung: Rechtsaußen Lukas Wucherpfennig erhielt am Nachmittag die ausstehende Freigabe und konnte damit erstmals für die Bietigheimer auflaufen. Weiterhin fehlte Nico Bacani, auch Moritz Strosack stand aufgrund muskulärer Probleme nicht zur Verfügung. Jan Kanters rückte für Jan Hrdlicka in den Kader.

Die kurzfristige Freigabe hinderte Wucherpfennig nicht daran, sofort eine wichtige Rolle einzunehmen. Acht Abschlüsse, acht Treffer lautete seine Bilanz am Ende. Dabei war bis zum Nachmittag noch nicht einmal sicher gewesen, ob er überhaupt auflaufen durfte. „Das war alles ein bisschen kurios und hat in meinen Augen etwas zu lange gedauert“, sagte Wucherpfennig. „Jetzt hat es geklappt und ich bin froh, dass wir einen vernünftigen Einstand hier zu Hause hatten.“

Es war nicht nur für ihn ein gelungener Beginn. Kapitän Fabian Wiederstein erzielte mit dem 1:0 das erste Bietigheimer Heimtor nach der Rückkehr in die 1. Liga. Die SG machte von Beginn an deutlich, dass sie gegen den Favoriten mehr vorhatte.

Bietigheim spielte mit Tempo, suchte konsequent den Abschluss und brachte Kiel früh in Bedrängnis. Nach zwölf Minuten traf Wucherpfennig zum 7:5, wenig später stellte Jonathan Fischer auf 10:6. Nach 18 Minuten reagierten die Gäste mit einem Wechsel im Tor, Nationalkeeper Andreas Wolff verließ das Feld. Doch die SG behauptete ihren Vorsprung. Wucherpfennig traf zum 11:7 und zwang den THW damit zur ersten Auszeit.

Auch Martin Tomovski hatte seinen Anteil daran, dass die Bietigheimer den Rekordmeister lange auf Distanz hielten. Der SG-Keeper entschärfte immer wieder Kieler Abschlüsse und erwies sich mit insgesamt 13 Paraden als wichtiger Rückhalt.

Erst in der Schlussphase der ersten Hälfte bekam Kiel zunehmend Zugriff auf die Partie. Mit einem 5:0-Lauf drehten die Gäste das Spiel und schickten die SG BBM mit einem Drei-Tore-Rückstand (16:19) in die Kabine.

Bietigheim kam mit viel Energie aus der Pause, arbeitete sich wieder heran und übernahm im zweiten Durchgang erneut die Führung. Tomovski setzte mit weiteren Paraden wichtige Impulse, während die SG auch offensiv weiter konsequent ihre Chancen nutzte. Die Partie blieb eng – und die EgeTrans Arena entsprechend laut.

Wucherpfennig zeigte sich nach der Partie vor allem vom selbstbewussten Auftreten seiner neuen Mannschaft beeindruckt. „Ich finde, man merkt nichts von der Mentalität eines Aufsteigers. Wir gehen mit dem Ziel hier rein, etwas mitzunehmen, auch wenn das heute gegen den THW natürlich unfassbar schwer war.“

Bis weit in die zweite Hälfte hinein hielt die SG die Begegnung offen. Erst im letzten Viertel gelang es Kiel, sich zunehmend abzusetzen. Am Ende wuchs der Rückstand noch auf acht Treffer an, der THW entschied die Partie mit 36:28 für sich. „Ich finde, am Ende fällt es ein bisschen höher aus, als es muss, weil wir ein paar Bälle verlieren, ein paar technische Fehler und Abstimmungsprobleme haben“, sagte Wucherpfennig.

Trotz der Niederlage nahm Wucherpfennig viel Positives aus dem ersten Heimauftritt mit. „Wir können sehr, sehr viel Positives rausziehen, aber auch sehr, sehr viel zum Lernen.“ Dabei nahm sich der Neuzugang selbst nicht aus. Vor allem in der defensiven Abstimmung sieht er bei sich noch Verbesserungspotenzial. Gleichzeitig sei dies ein Prozess für die gesamte Mannschaft: „Und so hat irgendwie jeder noch ein bisschen was, was er mehr einbringen kann.“

Viel Zeit bis zur nächsten Aufgabe bleibt nicht. Bereits am Sonntag um 16:30 Uhr empfängt die SG BBM Bietigheim den TBV Lemgo Lippe in der EgeTrans Arena.


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