Frachtgut wird heute weltweit befördert – nicht nur zu Land und in der Luft, sondern vielfach auch in großen Gebinden auf speziellen Containerschiffen. Zwei Schadensfälle aus jüngerer Zeit belegen, dass sich für den weltweiten Transport von Gütern besonderer Versicherungsschutz rentiert. Beim Warenversand nicht ohne Not zu sparen, dazu rät die Württembergische Versicherung AG.

Anfang Januar 2019 vor der ostfriesischen Insel Borkum: Das Containerschiff „MSC Zoe“ verliert – offenbar aufgrund starker Rollbewegungen – mehrere hundert seiner metallenen Frachtcontainer. Diese versinken in der Nordsee oder werden an den west- und ostfriesischen Inseln angeschwemmt. 1,2 Millionen Kilogramm Frachtmüll – rund 70 Lkw-Ladungen – müssen in den Folgemonaten von den Stränden der Inseln eingesammelt werden. Die Besitzer der verlorenen Container erleiden beträchtliche finanzielle Einbußen.

Ähnlich kostspielig verläuft ein Schiffsunglück im Atlantik, bei dem der Kapitän eines Containerschiffs in kritischer Lage die „große Havarie“ erklärt: So geschehen bei einem Brand auf der „Yantian Express“ im Januar dieses Jahres. Bei der „großen Havarie“ wird bewusst in Kauf genommen, dass auch Teile der unbeschädigten Ladung etwa durch Löschwasser oder -schaum zerstört werden, um Schiff und Mannschaft insgesamt zu retten. Die Eigentümer der beförderten Güter werden – auch wenn ihre Fracht nicht zu Schaden gekommen ist – nach geltendem Recht im Fall der „großen Havarie“ gemeinsam zur Begleichung der Auslagen für das Retten und Bergen herangezogen. Auch hier lauern beträchtliche Kostenfallen.

Wer sich vor derartigen, in der Regel hohen Kosten durch Frachtverlust, Rettung oder Bergung absichern möchte, benötigt speziellen Versicherungsschutz. Ihn bietet beispielsweise die Transportversicherung der Württembergischen. Eine solche Spezialversicherung kann auch von kleinen Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis zu zehn Millionen Euro bereits abgeschlossen werden. Sie bietet weltweit umfassenden Versicherungsschutz bei allen Gütertransporten: Die Allgefahren-Deckung beinhaltet eine Höchsthaftungssumme von einer Million Euro je Transportmittel. Dabei sind Beförderungen der Ladung auf allen Transportwegen (zu Lande, zu Wasser und in der Luft per Frachtführer, Spediteur, mit Lkw, Eisenbahn, Schiff, Flugzeug oder eigenen Fahrzeugen) versichert.

Auch Ausstellungen und Messen eines auf diese Weise abgesicherten Unternehmens sind weltweit ohne besondere Anmeldung mit bis zu 100.000 Euro mitversichert. Die Versicherungsprämie richtet sich nach dem Firmenumsatz und nicht nach dem Wert der einzelnen Sendung – eine einfache Berechnung ist so sichergestellt.

Mit Blick auf denkbare Verluste durch Transportschäden ist eine spezielle Versicherung für die Frachtbeförderung in Zeiten weltweiten Handels kein Luxus. Sie ist vielmehr eine gute Möglichkeit, Ärger und Unkosten für das eigene Unternehmen zu minimieren.