Nachdem der Bundesrat der Zulassung von E-Scootern zum Straßenverkehr gemäß Elektrokleinstfahrzeugeverordnung (eKFV) zugestimmt hat, dürfen diese jetzt auch in Deutschland fahren. Die Württembergische Versicherung, ein Unternehmen der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W), empfiehlt den Fahrern den Abschluss einer privaten Unfallversicherung.

Der Hype um die E-Scooter ist groß. Für die einen sind die Roller das lang erwartete Verkehrsmittel für den letzten Kilometer zum Arbeitsplatz oder ein flotter Begleiter in der Freizeit – andere dagegen sehen vor allem das hohe Unfall- und Verletzungspotenzial für die Fahrer selbst und für andere Verkehrsteilnehmer.

Da sie fahrradähnliche Geschwindigkeiten erreichen können, aber deutlich kleinere Räder haben, bergen E-Scooter vor allem bei abrupten Stopps ein Sicherheitsrisiko. Überdies ist für deren Nutzung keine Helmpflicht vorgesehen, sodass insbesondere die Gefahr von Kopfverletzungen besteht.

Darüber hinaus wird es in der Anfangsphase einige Zeit brauchen, bis sich alle Verkehrsteilnehmer an die neuen Fahrzeuge gewöhnt haben. E-Scooter, deren Fahrer mindestens 14 Jahre alt sein müssen, sind bei der Benutzung sehr leise und können leicht überhört werden. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 20 km/h sind sie dadurch eine Gefahr besonders für Fußgänger.

Die zum Teil schwierige Koordination, beispielsweise bei Abbiegevorgängen, erhöht zudem das Unfallrisiko auf dem E-Scooter: Die Fahrer müssen gleichzeitig blinken, bremsen, eventuell Handzeichen geben und den Verkehr im Blick behalten. Mit der hohen Lenkstange und dem schmalen Trittbrett können sie dabei leicht aus dem Gleichgewicht geraten.

Für jeden E-Scooter, der eine Zulassung als Elektrokleinstfahrzeug (eKF) hat, muss eine eigene Kfz-Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Die zu versichernden Fahrzeuge müssen eine allgemeine Betriebserlaubnis oder eine Einzelbetriebserlaubnis besitzen, die vor dem Kauf der Versicherungsplakette vorgelegt werden muss. Diese selbstklebende Versicherungsplakette ist bei allen Versicherungsbüros der Württembergischen für 29,90 Euro erhältlich. Damit sind Fahrer vor den finanziellen Folgen von Schäden abgesichert, die sie anderen zufügen.

Es ist davon auszugehen, dass E-Scooter stark in der Freizeit genutzt werden. Da die gesetzliche Unfallversicherung lediglich während einer beruflichen Tätigkeit beziehungsweise in der Schule und auf dem direkten Weg dorthin und wieder zurück schützt, rät die Württembergische Versicherung den Fahrern zum Abschluss einer privaten Unfallversicherung. Im Rahmen der Unfallversicherung besteht Versicherungsschutz bei der Nutzung eines eKF. Die private Unfallversicherung bietet weltweit und rund um die Uhr Absicherung bei Unfällen in der Freizeit, im Beruf oder im Haushalt. Ist man infolge eines Unfalls dauerhaft in seiner körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit beeinträchtigt, erbringt die private Unfallversicherung eine sogenannte Invaliditätsleistung. Die Höhe des ausgezahlten Betrags errechnet sich aus der vereinbarten Versicherungssumme und dem Grad der unfallbedingten Invalidität. Auch die Festlegung einer monatlichen Unfallrente ist möglich. Neben finanziellen Leistungen unterstützt die private Unfallversicherung auch bei der Bewältigung des häuslichen Alltags.