Das Parkraummanagement der Stufe fünf beginnt

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Stuttgart.| Das Parkraummanagement der Stufe fünf startet am 1. Juli in weiteren Teilgebieten von Bad Cannstatt und Stuttgart-Nord sowie neu in Vaihingen und Untertürkheim. Die baulichen und organisatorischen Vorbereitungen laufen wie geplant, sodass in den nächsten Wochen rund 230 Parkscheinautomaten aufgestellt werden können.
Grundsätzlich wurden die Standorte der Parkscheinautomaten in den neuen Teilgebieten so gewählt, dass diese bevorzugt hinter bestehenden Schaltschränken oder Beleuchtungsmasten aufgestellt werden, oder dort, wo die Gehwegbreiten es zulassen. An einigen Standorten, an denen beides nicht gegeben ist, werden für die Parkscheinautomaten sogenannte Gehwegnasen hergestellt.

Neu ist das kontaktlose Bezahlen mit der Girokarte als auch mit der Kreditkarte. Seit dem 1. April können die Bewohnerparkausweise beantragt werden, nähere Informationen zum Projekt und zur Antragstellung gibt es www.stuttgart.de/leben/mobilitaet/auto/parkraummanagement.


Abstrichzentrum zieht nach Wernau um

Kreis Esslingen.| Das Corona-Abstrichtentrum (CAZ) in Nürtingen-Oberensingen wechselt den Standort und zieht auf die Festplatzerweiterung nach Wernau um. Der letzte Betriebstag in Nürtingen ist am Donnerstag, 15. April. Von Freitag, 16. April bis einschließlich Montag, 19. April ist nur das CAZ an der Messe Stuttgart in Betrieb. Die Öffnungszeiten im CAZ auf der Messe sind am Freitag,16. April von 8 bis 17 Uhr, Samstag, 17. und Sonntag, 18. April jeweils von 10 bis 17 Uhr. Die Anfahrt zu diesem Abstrichzentrum erfolgt über den Parkplatz P30.

Das CAZ in Wernau ist von Dienstag, 20. April an zu den üblichen Öffnungszeiten in Betrieb. Die Anfahrt an die Festplatzerweiterung erfolgt über die Bundesstraße 313, Ausfahrt Wernau in die Kirchheimer Straße, von dort in die Köngener Straße Richtung Freibad. Die Zufahrt zum CAZ ist ausgeschildert.


Endspurt für neue Gasleitung in Stuttgart-Mühlhausen

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Stuttgart.| Ab Montag, 19. April, erneuert die Netze BW in der Aldinger Straße in Stuttgart-Mühlhausen eine wichtige Gastransportleitung. Die Baustelle befindet sich im Kreuzungsbereich mit der Arnoldstraße auf Höhe der Stadtbahn-Haltestelle „Auwiesen“. Auf einer Länge von 50 Metern wird ein neues Kunststoffrohr verlegt. Bis Ende Mai soll die Baumaßnahme abgeschlossen sein. Der Verkehr wird in dieser Zeit teils umgeleitet.

Der betroffene Leitungsabschnitt ist Teil einer Hochdrucktrasse, die von der Hofener Brücke in Stuttgart-Mühlhausen über die Keltersteige nach Mönchfeld und Freiberg führt. Baustart der Gesamtsanierung war bereits im vorigen Jahr. Rund 1.650 Meter Leitung sind inzwischen erneuert. Die jetzige Maßnahme ist der letzte Bauabschnitt.

Dabei wird die Aldinger Straße im Spülbohrverfahren unterquert und die neue Leitung dann mit dem bestehenden Netz verbunden. Dies geschieht auf der rechten Fahrspur stadtauswärts Richtung Remseck / Ludwigs-burg. Punktuell muss im Kreuzungsbereich aufgegraben werden. Die Linksabbiegespur in die Arnoldstraße wird deshalb gesperrt; ebenso die Einmündung der Arnoldstraße auf die Aldinger Straße. Lastwagen können nur aus Richtung Remseck in das Gewerbegebiet Aldinger Straße 50-54 einfahren. Eine Umleitung ist ausgeschildert. Die Bushaltestelle der SSB wird für die Dauer der Baustelle um ca. 30 Meter verlegt.


Stuttgart verfügt nächtliche Ausgangssperre

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Beschränkung gilt erstmals in der Nacht von Donnerstag auf Freitag

Stuttgart.| Die Landeshauptstadt Stuttgart ordnet in Abstimmung mit dem für Infektionsschutz zuständigen Sozialministerium Baden-Württemberg eine nächtliche Ausgangssperre auf der Grundlage der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg an.

Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper begründete dies am Dienstag, 13. April, wie folgt: „Das städtische Gesundheitsamt stellt weiterhin steigende Infektionszahlen fest. Die ‚Notbremse‘, die wir am 31. März gezogen haben, hat leider nicht zur erhofften Eindämmung des Infektionsgeschehens geführt. Deswegen sind zusätzliche Maßnahmen zum Infektionsschutz leider unerlässlich.“

Die Entscheidung der Landeshauptstadt erfolgte auch in Anbetracht der Tatsache, dass alle Landkreise der Region Stuttgart – außer dem Landkreis Böblingen – wegen dort noch höherer Inzidenzwerte bereits eine nächtliche Ausgangssperre verfügt haben sowie vor dem Hintergrund, dass das Land Baden-Württemberg angekündigt hat, dem heutigen Beschluss der Bundesregierung zu folgen, nächtliche Ausgangssperren durch die beabsichtigte Neufassung des Infektionsschutzgesetzes bereits ab einer dreitägigen Überschreitung des Inzidenzwerts von 100 anzuordnen.

Die Ausgangssperre wird erstmals in der Nacht von Donnerstag, 15. April 2021, auf Freitag, 16. April 2021, ab 0 Uhr verfügt. In den Folgetagen gilt die Beschränkung jeweils von 21 Uhr bis 5 Uhr.


Wasserballer: Gewonnen, verloren, unentschieden

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Bundesligaturnier 2 in Potsdam

Beim Bundesliga-Turnier am Wochenende in Potsdam haben die SVL-Wasserballer das volle Programm abgeliefert: gegen Spandau verloren, gegen Potsdam sehr gut mitgehalten und unentschieden gespielt, gegen Neukölln dann zum Abschluss souverän gewonnen. Wofür die Resultate reichen, ist noch nicht abschließend geklärt, aber vermutlich leider nicht für die Finalrunde der besten vier Teams.

Der Spielstand nach dem zweiten Viertel ist deutlich: 1:8 liegt Ludwigsburg am Samstagmittag gegen die deutsche Topmannschaft Spandau zurück. Im dritten Viertel indes ist das Spiel pari beide Mannschaften erzielen led iglich ein Tor, 2:9. Beim Schlusspfiff steht es dann nach einem 3:4 im Schlussabschnitt 5:14 (0:4, 1:5, 1:1, 3:4) – Spandau gewinnt deutlich, die Schwaben sind trotzdem mit dem Resultat gegen den Rekord-Champion nicht unzufrieden.

Zeitweise, so der Sprecher, der das Spiel im Internet kommentiert, hätten die Ludwigsburger unter ihren Möglichkeiten gespielt, zeitweise wohl aber auch am Leistungslimit. An der Spitze wird die Luft bekanntlich dünner.

Heim – SV Ludwigsburg 08: Ivan Pisk, Luka Vulovic, Timo van der Bosch (1 Tor), Peter Karteszi (1), Marko Martinic (3), Veljko Stanimirovic, Domagoj Mijatovic, Kristijan Lipar, Mattia Ruggeri, Mitko Nachev, Nino Blazevic, Eric Fernandez Rivas, Leopold Friedrich

Gast – Wfr. Spandau 04: Laszlo Baksa, Aleks Sekulic, Lucas Gielen (5), Mateo Cuk (1), Marino Cagalj (1), Maurice Jüngling (1), Denis Strelezkij (2), Nikola Dedovic (2), Bence Haverkampf, Dimitri Kholod (2), Marin Restovic, Yannek Fabian Chiru, Mark Dyck

Nach der durchweg fairen Partie am Nachmittag können sich die Wasserballer nicht lange ausruhen. Am Abend steht bei dem zweiten Bundesliga-Wasserballturnier das wichtige Spiel gegen Potsdam auf dem Programm. Wenn der SVL sich eine gute Chance auf die Finalrunde mit den vier besten Mannschaften Deutschlands wahren will, dann musste dieses Spiel gewonnen werden.

Die Partie gegen die Gastgeber wird zu einem echten Topspiel, zwischenzeitlich liegt Potsdam zwar mit vier Toren vorne, zum Ende der Parte dreht Ludwigsburg auf und erreicht ein 11:11 (2:0, 3:5, 4:1, 2:5).

Heim – OSC Potsdam: Florian Thom, Konstantin Hüppe (1 Tor), Sascha Seifert, Maximilian Costa, Philipp Gottfried, Tomi Tadin (2), Florenz Korbel, Lukas Küppers (3), Ferdinand Korbel (1), Reiko Zech (2), Hannes Schulz, Lu Meo Ulrich (2), Felix Korbel

Gast – SV Ludwigsburg 08: Ivan Pisk, Luka Vulovic, Timo van der Bosch (2), Peter Karteszi, Marko Martinic (4), Veljko Stanimirovic, Domagoj Mijatovic (1), Kristijan Lipar, Mattia Ruggeri, Mitko Nachev, Nino Blazevic (3), Eric Fernandez Rivas (1), Leopold Friedrich

Das dritte Spiel am Sonntagvormittag gegen Neukölln entscheidet der SV Ludwigsburg deutlich für sich (13:8). Die Ludwigsburger sorgten für „Buntheit“ in der Liga, sagt der Sprecher, die Mannschaft aus Schwaben „hebt das Niveau der Liga“.

Heim – SV Ludwigsburg 08: Josip Katusa, Luka Vulovic (2 Tore), Timo van der Bosch (1), Peter Karteszi, Marko Martinic (3), Veljko Stanimirovic, Domagoj Mijatovic (2), Kristijan Lipar (1), Mattia Ruggeri (1), Mitko Nachev (2), Nino Blazevic (1), Eric Fernandez Rivas, Leopold Friedrich

Gast – SG Neukölln Berlin: Mihaly Peterfy, Guram Kutchuashvili, Vincent Hebisch (1), Pascal Hübscher (1), Nils Schlegelmilch, David Kleine, Marek Molnar (1), Moritz Ostmann, Tarek Chiru, Niklas Braatz (1), Lauritz Lück (1), Maximilian Sturz (1), Philipp Kotowski (2)

Der SVL hatte sich für das Turnier in Potsdam allerdings ein bisschen mehr vorgenommen, nämlich auch einen Sieg gegen Potsdam. Nun sind die Barockstädter in ihrer Gruppe vorerst auf Platz drei gelandet. Spandau und Potsdam sowie die beiden Erstplatzierten des zweiten Vierer-Turniers Waspo Hannover und der ASC Duisburg, das in Hannover ausgetragen worden ist, werden wohl um die Meisterschaft spielen. Und Ludwigsburg wird vermutlich im Turnier um die Plätze fünf bis acht antreten, „was auch völlig okay ist“, so der Vizepräsident der SVL, Matthias Nagel. Im Vorjahr landete der SVL auf Platz sechs, eine Verbesserung ist also nach wie vor möglich.

Es steht aber immer noch die Entscheidung des Verbands in Sachen Einspruch gegen das erste Bundesliga-Turnier in Berlin aus. Der SV Ludwigsburg sagte: dieses Turnier Ende März ist unter irregulären Bedingungen abgelaufen. Ludwigsburg hat deshalb Einspruch gegen die Wertung der Spiele eingelegt und erwartet eine erneute Austragung der Partien. Unmittelbar vor dem Anpfiff des Spiels des SV Ludwigsburg gegen den deutschen Rekordmeister Spandau waren die SVL-Spieler aus dem Wasser geholt worden, die Begegnung wurde kurzfristig abgesagt. Ein Spieler der Berliner sei positiv auf das Coronavirus getestet worden, hieß es.

Die Absage des Spiels gegen Berlin nur wenige Minuten vor dem geplanten Anpfiff habe wesentlichen Einfluss auf die Leistung der Spieler gehabt, so Teammanager Adrijan Jakovcev. “Nicht zuletzt das vergangene Wochenende habe gezeigt, wie solch eine Veranstaltung ablaufen muss, um einen sportlichen Wert zu erzielen”. Deshalb wäre es aus Sicht des SVL nur fair, das gesamte Turnier zu wiederholen – zumal die Spiele von Ludwigsburg, Neukölln und Potsdam gegen Spandau ohnehin noch ausstehen.


Nächtliche Ausgangsbeschränkung im Landkreis Esslingen

Kreis Esslingen.| Im Landkreis Esslingen gilt ebenso wie in den Landkreisen Ludwigsburg, Göppingen, dem Ostalb-Kreis und dem Rems-Murr-Kreis ab Mittwoch, 14. April, eine nächtliche Ausgangsbeschränkung. Der Aufenthalt außer Haus ist in der Zeit von 21 bis 5 Uhr nur mit triftigem Grund gestattet.

Laut Corona-Verordnung des Landes müssen Landkreise, die trotz Notbremse deutlich über einem Wert von 100 bleiben, nächtliche Ausgangssperren als letztes Mittel in Betracht ziehen. In einem Schreiben hat das Sozialministerium zudem die Landräte angewiesen, dieses letzte Mittel ab einer Inzidenz von 150 einzusetzen. In den Landkreisen Ludwigsburg, Esslingen, Göppingen, dem Ostalbkreis und dem Rems-Murr-Kreis gelten deshalb ab Mittwoch nächtliche Ausgangssperren.

„Wir haben uns diese Entscheidung nicht leichtgemacht“, sagt Landrat Heinz Eininger als einer der gemeinsam handelnden Landräte in der Region. „Schließlich sind Ausgangssperren ein erheblicher Eingriff in die Bewegungsfreiheit der Bürgerinnen und Bürger.“ Dabei sei bei dem Entscheidungsprozess bewusst nicht nur die Inzidenz in den Blick genommen, sondern die gesamte Pandemie-Lage im jeweiligen Landkreis betrachtet worden. Die Osterferien hätten bisher nicht die erhoffte Entspannung bei den Infektionszahlen gebracht. Zudem sollen die Schulen in der kommenden Woche in den Wechselunterricht starten. Deshalb sei diese gemeinsame Kraftanstrengung in der Region notwendig, um die dritte Welle zu bewältigen, so heißt es aus der Riege der Landräte.


Aktueller Warnhinweis für den Bereich Nürtingen und Umgebung

12.04.2021 – 16.20.| Zur Stunde rollt eine Welle von betrügerischen Telefonanrufen über Nürtingen hinweg. Die Kriminellen geben sich als Polizeibeamte oder andere Amtspersonen aus, erkundigen sich nach Ihrem Geld und Wertsachen, welche bei Ihnen zu Hause oder bei Ihrer Bank angeblich nicht mehr sicher sind und drängen Sie dazu, diese zur Verwahrung an die Polizei zu übergeben.

Die Polizei rät: Schützen Sie sich, indem Sie sofort auflegen, wenn Sie einen Anruf dieser Art von einem vermeintlichen Polizeibeamten erhalten!

Gehen Sie nicht auf das Gespräch ein. Es handelt sich um einen Anruf von Kriminellen! Die echte Polizei fragt Sie niemals nach Geld oder Wertsachen und würde diese auch niemals in Verwahrung nehmen.


Corona-Demos: Rechtsgutachten bestätigt Vorgehen der Stadt

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Stuttgart.| Nach den Corona-Demonstrationen am Karsamstag, 3. April 2021, hat die Landeshauptstadt Stuttgart ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, um die getroffenen Entscheidungen juristisch prüfen zu lassen. Gleichzeitig sollen damit Handlungsspielräume für die zukünftige Vorgehensweise ausgelotet werden. Die Erstellung des Gutachtens hat Michael Kniesel aus Bonn übernommen, ein unabhängiger und anerkannter Experte auf dem Gebiet des Versammlungsrechts, Verfasser eines Standardkommentars zum Versammlungsrecht, Staatsrat a.D. sowie Rechtsanwalt. Kniesel hat der Stadt am Sonntag, 11. April, eine Kurzfassung seines Gutachtens vorgelegt.

Darin kommt Kniesel zu dem Ergebnis, dass ein Verbot der „Querdenken“- Versammlungen vom Karsamstag rechtswidrig gewesen wäre und die Entscheidung der Stadt, kein Verbot auszusprechen, richtig war. Auch die Entscheidung, die Versammlung auf dem Cannstatter Wasen nicht aufzulösen, sei richtig gewesen. Für die Zukunft weist Kniesel darauf hin, dass jede Versammlungsanmeldung als Einzelfall betrachtet werden müsse und folglich kein pauschales Verbot aller Versammlungen, die sich gegen Corona-Maßnahmen richten, ausgesprochen werden könne.

Verbot ist letztes Mittel, wenn andere Maßnahmen nicht greifen
Kniesel führt aus: „Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts setzt jedes Verbot als ultima ratio voraus, dass das mildere Mittel der Auflagenerteilung die Gefahr für die öffentliche Sicherheit i.S. von § 15 Abs. 1 BVersG nicht abwehren kann.“ Ein Verbot sei die eingriffsintensivste Maßnahme und könne nur zum Schutz elementarer Rechtsgüter erfolgen, wozu der Schutz der Gesundheit als Schutz vor der Ansteckungsgefahr zählt. Allerdings betont der Gutachter: „Dabei ist die Auflagenerteilung die Regel und das Verbot die Ausnahme, weil regelmäßig mit Hilfe von Auflagen die Gefahr für die öffentliche Sicherheit abgewehrt werden kann.“ Kniesels Fazit lautet folglich: „Bei der von der Versammlungsbehörde geforderten Abwägung zwischen dem Schutz der Demonstrationsfreiheit und dem Schutz der Gesundheit, kann ein Vollverbot aus infektionsschutzrechtlichen Gründen nur die absolute Ausnahme in Extremsituationen sein. Eine solche liegt nach dem derzeitigen Infektionsgeschehen aber nicht vor, weil als mildere Eingriffsmittel Auflagen zur Einhaltung der Corona-Beschränkungen ausreichen, um ein Infektionsrisiko auf ein vertretbares Maß zu reduzieren.“

Wie die Stadt mitteilt, wurden den Veranstaltern Auflagen zur Einhaltung der Corona- Regeln gemacht. Die Veranstalter hatten im sogenannten Kooperationsgespräch gegenüber der Stadt zugesagt, diese zu befolgen.

Als verbotshindernde Auflagen kommen laut Kniesel die Einhaltung eines bestimmten Mindestabstands, das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen, die Beschränkung der Teilnehmerzahl, die Durchführung einer ortsfesten Kundgebung statt eines Aufzuges und die Verlegung an einen aus infektionsschutzrechtlichen Gründen besser geeigneten Alternativstandort in Betracht. „Eben diese genannten Auflagen hat die Versammlungsbehörde Stuttgart im Rahmen ihrer Gefahrenprognose für die Versammlungen am 4.3.2021 einbezogen und zur Grundlage ihrer Anmeldebestätigung mit beschränkenden Auflagen vom 1.4.2021 gemacht“, so Kniesel.

Dabei habe die Versammlungsbehörde die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Zulässigkeit der Querdenker-Demonstrationen am 15. und 18.4.2020 in Stuttgart und die obergerichtlichen Entscheidungen des VGH Mannheim, VGH München, OVG Bautzen, OVG Bremen und OVG Münster zu vergleichbaren Demonstrationen dergestalt berücksichtigt, „dass sie insbesondere keinen Aufzug zugelassen hat (der Anmelder hatte insoweit seine Anmeldung korrigiert und auf einen Aufzug verzichtet; ansonsten hätte die Versammlungsbehörde den Aufzug verboten)“. Zudem habe sie mit dem Cannstatter Wasen ein Demonstrationsgelände vorgegeben, „das auch bei Überschreiten der von der Polizei prognostizierten Teilnehmerzahl im unteren fünfstelligen Bereich über die erforderliche Fläche verfügte, um den detaillierten Auflagen zur Flächenkonzeption (gekennzeichnete Quadrate, Wellenbrecher etc.) auch bei nicht vorhergesehenen Lageentwicklungen gerecht werden zu können“.

Kniesel stellt sodann fest: „Da vom Veranstalter bei den elf vorausgegangenen Corona-Demonstrationen in der Vergangenheit in Stuttgart die erteilten Auflagen überwiegend eingehalten wurden, war er als zuverlässig im Sinne des Versammlungsrechts anzusehen. Auch waren die im Bescheid vom 1.4.2021 erteilten Auflagen geeignet, die Gefahr für die öffentliche Sicherheit bei der Veranstaltung der Demonstration abzuwehren, sodass ein Demonstrationsverbot als Vollverbot rechtswidrig gewesen wäre.“

Auch hinsichtlich der Veranstalter der weiteren Corona-Versammlungen am Karsamstag hätten keine Erkenntnisse – weder der Stadt noch der Polizei – vorgelegen, die gegen ihre Zuverlässigkeit und ihre Bereitschaft zur Einhaltung der erteilten Auflagen gesprochen hätten.

Zur Frage, ob die laufende Versammlung auf dem Cannstatter Wasen am Nachmittag des Karsamstags hätte aufgelöst werden müssen, sagt Kniesel, eine Auflösung sei aufgrund des offensichtlichen Verstoßes gegen die Auflagen wie die Maskenpflicht rechtlich zwar möglich, angesichts der drohenden Eskalationsgefahr und einer Verschlimmerung der Situation aber unverhältnismäßig gewesen. Die Entscheidung, nicht aufzulösen, sei deshalb richtig gewesen.

Versammlungsverbote möglich – aber weiterhin von den Umständen des Einzelfalls abhängig
Für zukünftige Corona-Demonstrationen gibt Kniesel folgende Hinweise: „Die Erkenntnisse aus der Nachbearbeitung taugen fraglos als Indizien der Vergangenheit für die Gefahrenprognose künftiger Demonstrationen mit vergleichbarem Thema und gleicher oder ähnlicher Teilnehmerstruktur.“ Nichtsdestotrotz müsse die Versammlungsbehörde bei künftigen Demonstrationen eine einzelfallbezogene Bewertung auf der Grundlage der Erkenntnisse im Vorfeld der bevorstehenden Demo vornehmen und könne nicht allein unter Hinweis auf die gemachten Erfahrungen ein Verbot aussprechen. Weiter heißt es: „Gestützt auf Erkenntnisse von Verfassungsschutz und Polizei zur Teilnehmerstruktur und zur Person des Veranstalters, insbesondere seines Einflusses auf die Gewährleistung der Einhaltung der erteilten Auflagen wird es Aufgabe von Versammlungsbehörde und Polizei sein, unter Beibehaltung des bisher gezeigten Augenmaßes bei der Abwägung der beteiligten Rechtsgüter versammlungsrechtliche Maßnahmen zu treffen, bei denen die Erfahrungen des 3.4.2021 dazu führen können, dass bei berechtigten Zweifeln an der Durchsetzungsbereitschaft des Veranstalters und seines Anhangs bezüglich der erteilten Auflagen Versammlungsverbote zulässig ergehen können.“

Das Kurzgutachten kann auf der Homepage der Stadt Stuttgart unter www.stuttgart.de/gutachten-demo-karsamstag eingesehen werden. Das vollständige Gutachten folgt in den kommenden Tagen. In der Sondersitzung des Gemeinderats am Donnerstag, 15. April 2021, wird Michael Kniesel seine Ergebnisse vorstellen. Unter www.stuttgart.de/demo-karsamstag hat die Stadt zudem Antworten auf die zehn am häufigsten gestellten Fragen rund um die Corona-Demonstrationen am Karsamstag zusammengestellt.


Stuttgart Reds gewinnen beide Spiele gegen München-Haar

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Mit den Stuttgart Reds ist dieses Jahr zu rechnen: Das Team des TV Cannstatt gewann auch auswärts bei den Disciples in München-Haar beide Spiele und behält damit zum Saisonauftakt seine weiße Weste. Nach einem ungefährdeten 13:2 im ersten Match setzten sich die Reds auch in einem bis zum Ende spannenden zweiten Spiel mit 9:6 durch.

Die beiden Begegnungen gegen die München-Haar Disciples waren mit Spannung erwartet worden, wussten die Stuttgarter doch, dass die beiden Kantersiege vom vergangenen Wochenende gegen Ulm keinen wirklichen Maßstab darstellten. Haar dagegen zählt seit Jahren stets zu den Mitkonkurrenten um die vier Playoff-Plätze der 1. Baseball-Bundesliga, Gruppe Süd.

Bereits im zweiten Inning des Auftaktspieles gaben die Reds die Richtung für den Tag vor: Sechs der ersten sieben Batter kamen auf Base und beim Stand von 0:3 gegen sein Team und geladenen Bases wechselte Haars Coach zum ersten Mal den Pitcher aus. Zunächst mit Erfolg, denn der „Neue“ – Jan Endrejat – ließ zwar noch das 4:0 zu, schien aber die Stuttgarter dann gut in den Griff zu bekommen Allerdings verletzte sich Endrejat und gegen Haars dritten Werfer erhöhten die Reds im vierten Inning auf 6:0.

Marcel Giraud, Starting Pitcher der Reds, beeindruckte erneut durch seine Fastballs und sein Wurf-Repertoire. Nur ein einziger Hit des Heimteams – ein Triple im vierten Inning zum zwischenzeitlichen 2:6 – kratzte an seiner sonst makellosen Bilanz. Die Reds profitierten in der Offensive wiederum nicht nur von vielen Fehlwürfen der Haarer Pitcher sondern auch von der unkonzentrierten Verteidigung der Disciples. Drei Walks und ein abgeworfener Batter schufen die Basis, damit zwei Hits von Toni Horvatic und Jonas van Bergen zum 10:2 führten. Und während Stuttgart weiter punktete, setzte Joe Cedano de Leon ab dem 6. Inning die Dominanz der Reds-Pitcher fort: mit zwei Strike-Outs beendete er seinen Auftritt und sicherte seinem Team den vorzeitigen 13:2-Sieg nach sieben Innings.

Billy Germaine, Kruno Gojkovic, Xavi Gonzalez und Elias Macias hatten je zwei der insgesamt elf Stuttgarter Hits im ersten Spiel. Germaine und Jonas van Bergen brachten je drei Runner „nach Hause“. Im Gegensatz zu Haar spielten die Reds in der Defensive ohne jeden Fehler.

Mit dem bewährten Dustin Ward auf dem Werferhügel begann Stuttgart das zweite Spiel und es schien, als ob die Gäste ihre Dominanz fortsetzen können: Schon nach zwei Innings hatte man – unter anderem durch Home Runs von Kruno Gojkovic und Jonas van Bergen – sieben Runs erzielt und dass auch Haar drei Punkte verbuchte, lag weniger an deren Offensivkräften als an einigen unkonzentrierten Würfen von Dustin Ward selbst. Doch das 7:3 hatte dann lange Bestand. Disciples-Pitcher Lukas Steinlein, der im zweiten Inning eingewechselt worden war, bekam die Stuttgarter Line-Up gut in den Griff.  Es war dann auch das Heim-Team, dass im fünften Inning punktete und auf 5:7 verkürzen konnte.

Es wurde also noch einmal spannend. Dustin Wards Arbeitstag war nach fünf Innings vorbei. Seine wie immer vielen Strike Outs gepaart mit einigen Walks trieben auch die Zahl der Würfe nach oben. Und so brachte Reds-Headcoach Curtis Di Salle als zweiten Werfer Yannick Witt, der drei seiner ersten vier Outs ebenfalls sehr beeindruckend durch Strike Outs erzielte. Dann allerdings führten zwei Verteidigungsfehler der Stuttgart Reds dazu, dass das Spiel noch einmal dramatisch knapp wurde. Es stand schließlich 6:7 und die Bases waren voll mit Spielern der Disciples als Daniel Zeller einen schwierigen Flyball erlaufen und das letzte Aus des Inning erzielen konnte. Die Führung war gesichert.

Ein Inning später – Moritz van Bergen pitchte mittlerweile – sah es erneut bedrohlich aus. Mit Runnern auf der zweiten und dritten Base wechselten die Stuttgarter Toni Horvatic auf den Pitchers Mound und der sorgte für ein schnelles drittes Aus. Zwei Runs der Stuttgarter in der oberen Hälfte des 9. Innings brachten dann etwas Sicherheit und das 9:6. Als Schlagmann wurde Toni Horvatic dabei zum dritten Mal (!) an diesem Tag durch einen geworfenen Pitch getroffen. Im nächsten Halbinning als Pitcher hielt sich Horvatic schadlos, verbuchte ein „Save“ und sicherte den Stuttgarter Sieg.

Danilo Weber hatte drei, Jonas van Bergen und Kruno Gojkovic je zwei der elf Hits der Reds. Van Bergen erzielte vier Runs-batted-in. Xavi Gonzalez schaffte es, an diesem Doppelspieltag insgesamt neun Mal an den Schlag zu gehen und dabei sieben Mal auf Base zu kommen.

Bereits am Freitag, 16. April, steht das nächste Heimspiel für die Reds an – gegen den Lokalrivalen Tübingen. Leider weiterhin ohne Zuschauer. Aber wie immer übertragen die Stuttgart Reds diese Begegnung live im Internet.


Stuttgart Reds nach starkem Saisonauftakt vor erster Bewährungsprobe

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1.Baseball-Bundesliga Süd, 10. April 2021

Nach zwei deutlichen Siegen über die Ulm Falcons steht für die Bundesliga Baseballer des TV Cannstatt die erste Begegnung mit Richtungsweisung für das Saisonziel Play-Offs an.

Die Mannschaft, die auf Grund des starken Run Verhältnisses die Woche als Tabellenführer beginnen durfte, tritt am Samstag um 12 Uhr und 15:30 Uhr in München bei den Haar Disciples an.

Die Disciples mussten sich am Osterwochenende dem amtierenden Deutschen Meister aus Heidenheim geschlagen geben. Dabei fielen die Ergebnisse nicht ganz so deutlich aus,

wie es bei den Reds der Fall war. Somit sollten die Spiele am Samstag für beide Teams zeigen, wie das Kräfteverhältnis im Mittelfeld der Liga aussieht.

In den vergangenen Saisons ging es zwischen den Teams aus Mannheim, Mainz, München und Stuttgart immer eng zu, bereits zwei Siege mehr oder weniger konnten zwischen Play-Offs und Abstiegsrunde entscheiden.

Das Team von Stuttgarts Headcoach Curtis DiSalle hofft wieder auf starke Leistungen der Werferriege. Marcel Giraud und Dustin Ward lieferten beim Season Opener jeweils eine sehr starke Leistung auf dem Mound ab.

Auch am Schlagmal gilt es an die vielen Hits und Runs der ersten beiden Spiele anzuknüpfen. Nahezu alle Spieler des Teams konnten bei Ihren At-Bats gegen Ulm mehr als überzeugen.

Die beiden Spiele im Ballpark Eglfing können im kommentierten Livestream der Disciples (eurobaseballtv.com) oder im Live-Ticker auf der Bundesliga Homepage (baseball-bundesliga.de) verfolgt werden.