Hamburg.| Die Präsidenten der 21 Landesverbände und fünf Regionalverbände im DFB haben sich auf ihrer gemeinsamen Konferenz in Hamburg umfassend mit den zentralen und für die Zukunft des Verbandes relevanten Sachthemen auseinandergesetzt. Geprägt war die dreitägige Sitzung von einer konstruktiven und inhaltsbezogenen Atmosphäre. Die Präsidentenrunde unterstrich dabei nachdrücklich ihren Willen, die Geschlossenheit des Amateurfußballs zu stärken.

Klare Einvernehmlichkeit erzielte die Konferenz in dem Wunsch, die künftige Rolle des DFB-Präsidenten zu präzisieren. Präsident oder Präsidentin sollen demnach als oberste Repräsentanz des DFB mit Richtlinienkompetenz ausgestattet sein. Wichtig ist dabei eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Generalsekretär oder der Generalsekretärin, dem höchsten Hauptamt im DFB. Die Konferenz schlägt daher vor, dass der Generalsekretär bzw. die Generalsekretärin künftig vom DFB-Präsidium auf Vorschlag von DFB-Präsident oder -Präsidentin berufen wird.

Einigkeit besteht ebenso in dem Wunsch, für das Präsidentenamt einen Kandidaten oder eine Kandidatin aus dem Amateurbereich zu nominieren. Wie angekündigt wurde in der Konferenz noch nicht konkret über mögliche Kandidatinnen und Kandidaten diskutiert.

Über die Satzungsfragen und die neue DFB-Spitze wird am 11. März 2022 beim 44. Ordentlichen DFB-Bundestag in Frankfurt am Main entschieden. Die Antragsfrist läuft bis 13. Januar um 24 Uhr. Die Kandidaturen für die Ämter des DFB-Präsidenten und des Schatzmeisters können bis zum 10. Februar um 24 Uhr eingereicht werden.

Ein Schwerpunkt der neuen DFB-Führung soll es sein, mehr Diversität im Verband und im deutschen Fußball zu erreichen. Dies ist eine ausdrückliche Forderung aus der Konferenz der Landes- und Regionalverbandspräsidenten, unter anderem verbunden mit der Zielsetzung, die Repräsentanz von Frauen in den führenden Gremien zu fördern und zu verbessern. In den kommenden Monaten sind hierzu die nächsten Prozessschritte konkret zu erarbeiten.

Die Präsidentenkonferenz hat darüber hinaus eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich mit der Positionierung des Amateurfußballs im Hinblick auf den Austausch zwischen DFB und DFL zum künftigen Grundlagenvertrag beschäftigen soll. Ziel ist es, die finanziellen Rahmenbedingungen für den Amateurfußball deutlich zu verbessern.

Zu Beginn ihrer Sitzung hatten sich die Präsidenten der Landes- und Regionalverbände mit dem laufenden Ausgliederungsprozess der wirtschaftlichen Geschäftsbereiche des DFB in die neue DFB GmbH & Co. KG beschäftigt. DFB-Schatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge und die stellvertretende Generalsekretärin Heike Ullrich berichteten dem Gremium ausführlich über den aktuellen Stand und die weiteren geplanten Umsetzungsschritte. Das vorgestellte Vorgehen fand breite Unterstützung.

Zum Projekt Zukunft wurden die offenen Fragen thematisiert, die noch zwischen dem Projektteam und der von der Präsidentenkonferenz eingesetzten Arbeitsgruppe der Geschäftsführer*innen aus den Landesverbänden bestehen. Die zu klärenden Aspekte werden nun in den Landesverbänden vertieft, Ende Oktober sollen dann gemeinsam mit dem DFB-Projektteam Entscheidungen getroffen werden.