Aufgebot für USA-Länderspiele der Fußball-Frauen steht

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Voss-Tecklenburg beruft eine Debütantin und drei Rückkehrerinnen

Mit einer Debütantin und drei Rückkehrerinnen geht die deutsche Frauen-Nationalmannschaft zum Abschluss des Jahres in die beiden Länderspiele gegen die amtierenden Weltmeisterinnen aus den USA. Erstmals berief Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg die 23-jährige Janina Minge vom SC Freiburg in das 26-köpfige Aufgebot. Daneben wurde nach längerer Zeit Verteidigerin Carolin Simon vom FC Bayern München und Joelle Wedemeyer vom VfL Wolfsburg nominiert. Auch Mittelfeldspielerin Paulina Krumbiegel von der TSG Hoffenheim kehrt in den Kader zurück.

Die erste Begegnung gegen die USA findet am 11. November (ab 1 Uhr MEZ, im Livestream auf zdf.de) im DRV PNK Stadium in Fort Lauderdale/Florida statt, das zweite Duell am 13. November (ab 23 Uhr MEZ, im Livestream auf sportschau.de) in der Red Bull Arena in Harrison/New Jersey.

Martina Voss-Tecklenburg sagt: „Wir haben bewusst einen größeren Spielerinnenkader nominiert, um viele Spielerinnen einsetzen zu können und der hohen Beanspruchung in dieser Phase gerecht zu werden. Unser Ziel ist es, diese beiden Spiele zum Abschluss eines besonderen Länderspieljahres erfolgreich zu gestalten. Mit den USA freuen wir uns einen außergewöhnlichen Gegner auf absolutem Top-Niveau, der uns in allen Belangen fordern wird. Außerdem werden uns diese Spiele sicher auch in Vorbereitung auf die WM im nächsten Jahr wertvolle Erkenntnisse liefern.“

Weiterhin verzichten muss Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg auf Marina Hegering (VfL Wolfsburg/Aufbau nach Fußverletzung), Dzsenifer Marozsan (Olympique Lyon/Rekonvaleszenz nach Kreuzbandriss), Sara Däbritz (Olympique Lyon/Sprunggelenkverletzung) und Giulia Gwinn (FC Bayern München/Kreuzbandriss). Zudem fehlen Tabea Waßmuth (VfL Wolfsburg, Muskelverletzung) und Sydney Lohmann (FC Bayern München/Knieverletzung).


Freie Fahrt mit Bus und Bahn in ganz Stuttgart

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  • Freie Fahrt am Samstag, 5. November in ganz Stuttgart
  • Lange Einkaufsnacht mit vielen tollen Aktionen

Stuttgart.| Am Samstag, 5. November ist die Fahrt mit dem (öffentlichen) Nahverkehr in ganz Stuttgart kostenlos – zum Beispiel für einen Besuch der “Langen Einkaufsnacht” in der Stuttgarter Innenstadt. Ein vielseitiges Rahmenprogramm im öffentlichen Raum und Ladenöffnungszeiten bis 22 Uhr sorgen für ein besonderes Shopping-Erlebnis.

Ein Highlight in diesem Jahr: Zwischen 12 und 22 Uhr wird es auf dem Schlossplatz direkt vor dem Kunstmuseum einen großen „Energy-Dancefloor“ mit einem bunten Programm an Tänzerinnen und Tänzern aus den verschiedensten Bereichen geben. Auch Besucher können beim Tanzen, etwas Gutes tun. Während die Tänzer sich auf dem Energy-Dancefloor bewegen, erzeugt er Strom anstatt ihn zu verbrauchen.

Kostenloser ÖPNV in Stuttgart

Wer an dem Wochenende in der Zone 1 – dazu gehören neben Stuttgart auch Fellbach und Korntal-Münchingen – unterwegs ist, braucht für die Fahrt in Regionalbahn, S-Bahn, Stadtbahn, Zacke, Standseilbahn und Busse nichts zu bezahlen.

Auch alle, die aus der Region zum Beispiel zum Shoppen in die Stuttgarter Innenstadt kommen, zahlen weniger. Wer normalerweise zum Beispiel ein EinzelTicket für zwei Zonen braucht, um nach Stuttgart zu kommen (z. B. von Esslingen, Ludwigsburg oder Waiblingen), dem reicht am 17. September 2022 ein Ticket für eine Zone.

Mit dieser Aktion sollen die Menschen dazu angeregt werden, mit Bus und Bahn in die Stuttgarter Innenstadt zu kommen, beispielsweise zum Einkaufen, Bummeln oder Kultur zu genießen. Die Mindereinnahmen in Höhe von 250.000 Euro werden von der Stadt Stuttgart übernommen. Der dortige Gemeinderat hat insgesamt vier kostenlosen ÖPNV-Samstagen im Jahr 2022 zugestimmt.


Unter Lebensgefährten

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Mietvertrag über hälftige Nutzung der gemeinsamen Wohnung

Bei Vermietungen unter Lebensgefährten ist eine gewisse Vorsicht geboten. Denn längst nicht immer erkennen Fiskus und Finanzgerichte nach Auskunft des Infodienstes Recht und Steuern der LBS die zum Teil rechtlich gewagten Konstruktionen an. (Finanzgericht Baden-Württemberg, Aktenzeichen 1 K 699/19)

Der Fall: Die Eigentümerin einer Immobilie und ihr Lebensgefährte bewohnten gemeinsam das Obergeschoss des Hauses. Der Mann überwies monatlich 350 Euro als Miete und die Frau machte entsprechend ihrer Einnahmen bzw. Ausgaben beim Fiskus Verluste aus Vermietung und Verpachtung geltend. Bis zu einer Außenprüfung akzeptierte das Finanzamt diese Lösung zunächst, dann verweigerte es jedoch die Anerkennung dieser Konstellation.

Das Urteil: Die Fachgerichtsbarkeit ordnete den Fall ähnlich ein wie zuvor der Fiskus. Im steuerrechtlichen Sinne liege bei dieser hälftigen Lösung innerhalb einer Lebensgemeinschaft kein anzuerkennendes Mietverhältnis vor. Ein Fremdvergleich sei hier nicht möglich, denn mit einem x-beliebigen anderen Mieter teile man ja nicht seine Privatsphäre auf diese Weise. Von einem normalen zivilrechtlichen Vertrag weiche diese Konstruktion erheblich ab. Das, was als „Miete“ bezeichnet worden sei, entspreche eher einem Beitrag zur gemeinsamen Haushaltsführung.


Wer zahlt den Abstand?

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Alter und neuer Eigentümer konnten sich nicht einigen

Es kommt immer wieder vor, dass Vermieter sich für den Fall eines vorzeitigen Auszuges mit ihren Mietern auf eine Abstandszahlung einigen. Doch wer kommt eigentlich beim zwischenzeitlichen Verkauf des Objekts für diese Verpflichtung auf? Diese Frage musste nach Information des Infodienstes Recht und Steuern der LBS die Justiz klären. (Oberlandesgericht Thüringen, Aktenzeichen 4 U 858/18)

Der Fall: Nach der Vereinbarung über den vorzeitigen Ausstieg des Mieters aus dem Vertrag, aber noch vor der Auszahlung der vereinbarten Abstandszahlung wurde die betroffene Immobilie veräußert. Der frühere Eigentümer vertrat nun die Meinung, er sei für diese Angelegenheit nicht mehr verantwortlich. Diese Pflicht sei nunmehr auf den Erwerber übergegangen.

Das Urteil: Sowohl das Landgericht als auch das Oberlandesgericht wollten den ursprünglichen Vermieter nicht aus seiner Verpflichtung entlassen. Er musste die Summe begleichen. Die Juristen stellten fest, die Abstandszahlung sei eine Pflicht, die außerhalb des Mietverhältnisses liege und deswegen nicht automatisch von einem Käufer übernommen werde.


Name darf genannt werden

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WEG-Verwalter informierte Eigentümer nach Legionellenbefall

Wenn ein Verwalter nach einem Legionellenbefall im betreuten Objekt in einer Einladung zur Eigentümerversammlung den Namen der betroffenen Partei nennt, dann verstößt er damit nach Auskunft des Infodienstes Recht und Steuern der LBS nicht gegen die Bestimmungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). (Oberlandesgericht München, Aktenzeichen 20 U 7051/20)

Das Urteil im Detail

Der Fall: Ein Eigentümer war nicht damit einverstanden, dass in der schriftlichen Einladung zur WEG-Versammlung sein Name im Zusammenhang mit einem Legionellenbefall genannt worden war. Das widerspreche dem Datenschutz. Es hätte ja möglicherweise auch gereicht, lediglich die Wohnungsnummer zu nennen, argumentierte er.

Das Urteil: Durch zwei Instanzen hindurch hatte die Gerichtsbarkeit nichts an der Namensnennung auszusetzen. Es sei hier darum gegangen, den übrigen Eigentümern eine möglichst genaue Vorbereitung auf die Versammlung zu ermöglichen. Nur dann könne man entsprechende Nachfragen stellen und bestimmte Redebeiträge einordnen. Ohnehin handle es sich bei einer WEG nicht um eine anonyme Gemeinschaft.


SVL schlägt Potsdam deutlich

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Zweites Spiel in der neuen Saison, erster Sieg. Die SVL-Wasserballer haben den Bundesliga-Konkurrenten Potsdam beim Auswärtsspiel am Wochenende mit fünf Toren Vorsprung geschlagen. 

Sie waren ein klein bisschen im Zugzwang. Nach der Niederlage gegen den Rekordmeister Spandaus 04 vor einer Woche haben die SVL-Wasserballer ihr zweites Spiel dann aber souverän gewonnen. Am Ende hieß es beim Auswärtsspiel gegen die Orcas aus Potsdam 10:15. Die Partie mit fünf Tore Vorsprung gewonnen, darauf lässt sich aufbauen – das ehrgeizige Ziel ist bekan ntlich Platz Drei in der Abschlusstabelle.

Samstagabend, 18 Uhr. Das Anschwimmen geht an die Orcas. Zunächst fallen keine Tore. Ein Abtasten der beiden Mannschaften. Foul SVL. Strafwurf Potsdam. Tor. 1:0. Ludwigsburg tut sich zunächst ein bisschen schwer, erspielt sich zwar Chancen – aber macht kein Tor. Nächster Angriff der Orcas, tolle Parade des Ludwigsburger Torwarts Josip Katusa. Überzahl SVL, Treffer Jakov Skiljic. 1:1. Ein Spiel auf Augenhöhe. Nächster Angriff SVL, der Torwart des Gegners pariert. Konter, Treffer Potsdam. 2:1. Unterzahl Ludwigsburg, aber kein weiterer Treffer für die Orcas. In Gegenzug der Ausgleich, wieder Skiljic. 2:2. Und Ende des ersten Viertels.

Das zweite Viertel beginnt wie das erste: mit einem Treffer für Potsdam. 3:2. Schönes Kombinationsspiel SVL, aber kein Tor. Aber dann der nächste Treffer für Potsdam. 4:2. Foul Potsdam. Strafwurf SVL, Sergio Prieto versenkt den Ball im Gehäuse des Gegners. 4:3. Dann trifft Tobias Bauer, der Ausgleich zum 4:4. Nächster Angriff der Orcas, ein beherzter Distanzschuss, Treffer zum 5:4. Ludwigsburg vergibt zeitweise zu viele Chance, wie in den Spielen zuvor. Doch bald macht Prieto den neuerlichen Ausgleich. 5:5. Die Partie bleibt spannend. In der fünften Minute des Viertels geht Ludwigsburg erstmals in Führung – und wird diese nicht mehr abgeben, Treffer Prieto zum 5:6. Der SVL ist jetzt deutlich besser im Spiel. Bald macht Vitor Pavicic das 5:7. Dann der Halbzeitpfiff.

Die zweite Hälfte. Ludwigsburg gewinnt das Anschwimmen. Angriff SVL. Treffer durch Zvonimir Andelic. Das 5:8. Bald macht Prieto für Ludwigsburg das 5:9 und Nino Blazevic das 5:10. Der SVL hat das Spiel komplett gedreht, verteidigt gut – und macht Tore. Dann indes der Anschlusstreffer der Orcas zum 6:10. „Noch vier Treffer zum Ausgleich“, ruft der Sprecher in der Schwimmhalle in Potsdam – was nicht im Sinne der Ludwigsburger wäre.

Andelic stellt mit dem nächsten SVL-Treffer die alte Fünf-Tore-Führung wieder her, 6:11. Und wenig später erzielt Pavicic das 6:12. Kurz vor dem Ende des dritten Viertels der neuerliche Anschlusstreffer der Orcas. 7:12. Diese deutliche Führung sollte der SVL ins Ziel bringen.

Die letzten acht Minute beginnen – mit zunächst zwei tollen Paraden der beiden Torhüter. Das erste Tor dieses Viertels macht Potsdam. 8:12. Noch gut fünf Minuten – und Mikail Metodiev macht das 8:13. Foul Ludwigsburg, Strafwurf, Treffer. Es steht 9:13. Dann quasi die selbe Szene auf der anderen Seite. Foul Potsdam, Strafwurf SVL. Pavicic versenkt den Ball im Tor – 9:14. Auszeit Ludwigsburg und gleich im Anschluss daran: das 9:15, erzielt von Guram Kutchuashvili. Unterzahl SVL – und der Gegentreffer zum 10:15.

Noch eineinhalb Minuten sind auf der Uhr. Das Spiel ist gewonnen – und Ludwigsburg wird ein bisschen nachlässig. Bei fünf Toren Vorsprung ist das zu verschmerzen. Der Schlusspfiff. Ein wichtiger Sieg für den SVL. Nach dem Spiel erklärt ein sehr zufriedener SVL-Betreuer Dieter Gscheidle: „Wir sind in der Saison angekommen.“ Ludwigsburg habe Potsdam nach einem „etwas holprigen Start“ den Schneid abgekauft.

Die Handschrift des Team sei mehr und mehr zu erkennen: gute Abwehrarbeit, Torwart als feste Große, immer wieder den Center anspielen – Toren machen. Speziell Sergio habe „sehr schöne Tore gemacht“. Nun gilt es, den Challenger Cup in Slowenien vorzubereiten und zu spielen – und dann, am 19. November, „das erste Higlight des Jahres“: das Derby gegen den SSV Esslingen.


Neubau eines Führungszentrums für Sicherheit und Gefahrenabwehr

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Gemeinderat fasst Vorprojektbeschluss

Stuttgart.| In Stuttgart soll ein neues Führungszentrum für Sicherheit und Gefahrenabwehr (FüSiG) gebaut werden. Der Stuttgarter Gemeinderat hat dafür den sogenannten Vorprojektbeschluss gefasst. Auch der Bezirksbeirat Bad Cannstatt befürwortet das Projekt ausdrücklich. Die Feuerwehr Stuttgart sieht in dem Neubau einen Meilenstein zur verbesserten Koordination und Steuerung von Krisen. Das FüSiG soll künftig die Integrierte Leitstelle, die Zentrale Verwaltung der Branddirektion, den Einsatzführungsdienst sowie den Führungs- und Verwaltungsstab beheimaten. Insgesamt sollen für die Neubauten im NeckarPark rund 117 Millionen Euro investiert werden. In Betrieb gehen könnte das Zentrum in sechs Jahren.

Ordnungsbürgermeister Dr. Clemens Maier sagte am Donnerstag in Stuttgart: „„Wir leben in Zeiten großer Unsicherheit, Feuerwehr und Katastrophenschutz sind immer stärker gefordert. Dem müssen und wollen wir gerecht werden. Es freut mich sehr, dass wir mit dem Vorprojektbeschluss eine weitere wichtige Weichenstellung für ein noch sicheres Stuttgart stellen konnten“.

360°-Lageüberblick nötig zur Koordinierung

Amtsleiter und Feuerwehrkommandant Dr. Georg Belge sagte: „Um bei den immer komplexer werdenden Einsätzen vor die Lage zu kommen, müssen wir Krisensituationen schnellstmöglich erkennen, einen 360°-Lageüberblick erhalten und die Einsatzkräfte zielgenau koordinieren und steuern. Hierbei wird uns das neue Führungszentrum künftig bestmöglich unterstützen können. Die Voten von Gemeinderat und dem Bezirksbeirat Bad Cannstatt sind ein starkes Signal für eine leistungsstarke Feuerwehr Stuttgart.“

Aktuell befinden sich die Integrierte Leitstelle (ILS), die Feuerwache 3 und die Kfz- Werkstatt in der Mercedesstraße, das Grundstück ist zu klein geworden. Die ILS wurde 2006 zur Fußballweltmeisterschaft in Betrieb genommen und ist gemeinsam mit der Integrierten Verkehrsleitzentrale (IVLZ) und der Überwachungszentrale (ÜZ) im SIMOS-Gebäude untergebracht. SIMOS steht dabei für „Leitstelle für Sicherheit und Mobilität Stuttgart“.

Weil immer mehr Notrufe eingehen, zu immer mehr Einsätze ausgerückt wird und die Anforderungen an eine Integrierte Leitstelle immer anspruchsvoller werden, stieg über die Jahre der Platzbedarf.

Ein dringend notwendiger Soft- und Hardwaretausch kann nicht in den heutigen Räumlichkeiten im laufenden Betrieb erfolgen. An die Integrierte Leitstelle direkt angegliedert sind der Führungs- und Verwaltungsstab.

Der ILS-Neubau mit Einsatzführungsdienst und Führungsstab soll auf dem Grundstück Q18 im NeckarPark entstehen.

Neubau der Zentralen Verwaltung

Seither waren die Verwaltungseinheiten / Fachabteilungen der Feuerwehr Stuttgart auf den Feuerwachen 1 (Süd) und 3 (Bad Cannstatt) untergebracht. Auch hier wird mehr Platz benötigt, was eine bauliche Neuordnung an beiden Feuerwachen nötig macht. Seit Anfang 2022 ist die gesamte Verwaltung in einem angemieteten Interimsgebäude in Stuttgart-Wangen untergebracht.

Künftig sollen die Verwaltungseinheiten und die Räumlichkeiten des Verwaltungsstabes im NeckarPark untergebracht werden. Eine unmittelbare Nachbarschaft zur Integrierten Leitstelle und dem Führungsstab ist unerlässlich, da der Führungsdienst der Feuerwehr Stuttgart überwiegend aus den Verwaltungseinheiten gestellt wird. Die feuerwehrtechnischen Beamtinnen und Beamten des Führungsdienstes leiten die Einsätze und besetzen Funktionen im Führungs-/ Verwaltungsstab.

Die Zentrale Verwaltung soll auf den Grundstücken Q16.1 und Q17 mit der Amtsleitung, den Fachabteilungen und dem Verwaltungsstab entstehen.

Neustrukturierung des Areals der Hauptfeuerwache

Nachdem das Führungszentrum auf einem neuen Grundstück entstehen soll, kann die Feuerwache 3 und ein Werkstatt- und Logistikzentrum auf dem alten Gelände geplant werden. Hierfür werden für den kommenden Doppelhaushalt 2024/2025 Planungsmittel beantragt.


Bietigheim startet mit Niederlage in Englische Woche

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von Bernhard Gaus

Bietigheim-Bissingen.| Die SG BBM Bietigheim wird weiter auf den ersten Erfolg gegen den TSV Bayer Dormagen seit 2012 warten müssen. Die Rheinländer entführten am Freitag mit einem 28:29 (12:17)-Erfolg die Punkte aus der Viadukthalle – knapp aber nicht unverdient nach einer starken Vorstellung im ersten Abschnitt.

Kaum haben die Jungs von Iker Romer zu ihrer Mini-Serie – vier Siege aus den letzten vier Pflichtspielen – angesetzt, ist sie auch schon zu Ende. Zwischen der 10. und 40. Minute bestimmten die von Matthias Flohr trainierten Gäste, wo’s lang ging. Spät hatte die SG BBM den Schlüssel zu diesem Spiel gefunden, kam mit Macht und viele Leidenschaft und den eigenen Fans im Rücken nach einem 15:21-Rückstand zurück und zum 27:27-Ausgleich.

Doch da war wenige Sekunden vor dem Ende der Spielausgang schon von einzelnen Aktionen abhängig. Und die besseren hatte Dormagen. Ian Hüter traf in Überzahl fünf Sekunden vor dem Ende zum 28:29. Viel länger hätte das Spiel nicht mehr gehen dürfen, musste auch Flohr eingestehen. „Der Sieg war aufgrund der ersten Halbzeit sicher auch verdient, wir haben am Ende aber auch das Quäntchen Glück gehabt.“ SG BBM Coach Iker Romero wollte nicht die Schlussszenen diskutieren: „Wir müssen aber über die Einstellung reden, mit der wir heute ins Spiel gekommen sind. Wir waren bereit, aber in jeder Situation zu langsam und komplett passiv.“

Nach der Anfangsviertelstunde und dem 7:7 durch Jonathan Fischer war es Dormagen, das aus einer engagierten Abwehr heraus das Spiel bestimmte. Während Bietigheimer Angriffsversuche ins Leere liefen, traf der TSV viermal in Folge. Allen voran nutzte Mislav Grgic seine Freiheiten im Rückraum und netzte im ersten Abschnitt siebenmal ein.

„Wir waren in der Abwehr zu weit auseinander, uns fehlte oft der letzte Schritt“, suchte Tom Wolf nach einer Erklärung. „Es war allen klar, dass sich da im zweiten Abschnitt etwas ändern musste“. Wolf war es, der mit seinem Tor zum 12:17-Halbzeitstand noch ein wenig Schadensbegrenzung betrieb.

Aber auch der Auftakt in Abschnitt zwei war noch etwas holprig für die mit viel Enthusiasmus aus der Kabine gekommenen Hausherren. Dormagen konterte zunächst eiskalt zum 14:20, der höchsten Gästeführung im Spiel. Aber die Abwehr der SG BBM wirkte jetzt aggressiver, war früher dran an den Gegenspielern und zwang Dormagen häufiger in Drucksituationen. Als auch noch Fredrik Genz hintereinander zwei Siebenmeter entschärfte, war Bietigheim endgültig im Spiel. Dominik Claus traf zum 20:22, noch war eine knappe Viertelstunde auf der Uhr.

„Wir wachen zu spät auf, die Halle war ab der 45. Minute komplett hinter uns“, Neuzugang Tom Wolf war von der Unterstützung der Zuschauer in der Viadukthalle beeindruckt. Und dennoch kann Dormagen in der aufgeheizten Stimmung den Kopf oben halten, auch weil den Gastgebern immer wieder kleine Fehler unterlaufen. Erst zwei Minuten vor dem Ende fällt der 27:27-Ausgleich durch Alexander Velz. Bei Wolfs’ Treffer zum 28:28 spielt die SG BBM bereits in Unterzahl. 24 Sekunden sind dann für Dormagen noch von der Uhr zu nehmen, ehe Ian Hüter zuschlägt.

Bereits am Mittwoch müssen die Schützlinge von Iker Romero beim VfL Lübeck-Schwartau antreten, Dormagen erwarteten den HSC Coburg. Aus dem Fehlstart in die kräftezehrende erste Englische Woche in dieser Saison mit drei Spielen innerhalb von 9 Tagen kann die SG BBM immerhin mitnehmen, dass Kapitän Paco Barthe, Nikola Vlahovic und Jan Asmuth wieder zurück im Kader sind.

SG BBM Bietigheim: Poltrum, Genz; Vlahovic, Claus (1), Öhler (3), Wolf (8), Schäfer (5/4), de la Peña (2), Wiederstein (2), Velz (3), Barthe, Hejny, Asmuth (1), Brenner, Fischer (3).

TSV Bayer Dormagen: Juzbasic, Simonsen; Boehnert, Reuland (1/1), Meuser (4), Senden, Karvatski, Zurga (1), I. Hüter (4), Reimer (1/1), Grgic (9), P. Hüter (3), Sterba, Seesing (5), Steinhaus (1).
Spielverlauf: 4:3 (6.), 7:7 (14.), 7:11 (20.), 9:15 (25.), 12:17 (30.), 14:20 (39.), 20:22 (47.), 24:26 (54.), 27:27 (58.), 28:28 (60.), 28:29 (60.).
Zeitstrafen: Öhler (39.), de la Peña (59.) – Meuser (2.), P. Hüter (56.)
Siebenmeter: 4/4 – 2/4
Schiedsrichter: Sophia Janz / Rosana Sug (DHB Bundesligakader)
Zuschauer: 969 (Viadukthalle, Bietigheim)


Christoph 41 als 24/7 Standort in Leonberg?

Landkreis Böblingen bringt einen weiteren Aspekt ins Spiel

Landrat Roland Bernhard: „Die Ausweitung des Flugbetriebs auf eine 24/7-Bereitschaft ist auch in Leonberg vorstellbar.“

Kreis Böblingen.| Der Böblinger Landrat Roland Bernhard bringt in der Standortdiskussion um den in Leonberg stationierten Rettungshubschrauber Christoph 41 einen neuen Aspekt ins Spiel. „Wir könnten uns vorstellen, am Leonberger Standort den Flugbetrieb auch auf den Nachtflug auszuweiten. Und so, neben dem bisher einzigen solchen 24/7-Standort in Villingen-Schwenningen einen weiteren für die nördliche Landeshälfte zu schaffen.“ So heißt es in einem an den Innenminister Thomas Strobl gerichteten Schreiben, das der Leonberger Oberbürgermeister Martin Cohn ebenfalls mit unterzeichnet hat.

In den vergangenen zwei Jahren gab es viele Diskussionen rund um den Standort von Christoph41 am Leonberger Krankenhaus, die Studie zur Luftrettung, die Pläne zur Verlegung mancher Standorte – auch der von Christoph 41 – und zuletzt die Änderung des Rettungsdienstplans mit einer Verkürzung der Frist für das zuerst eintreffende Rettungsmittel. In den kommenden Wochen will das Innenministerium eine Entscheidung treffen mit Blick auf künftige Luftrettungs-Standorte.

Der Landkreis Böblingen ist davon betroffen. Denn das Strukturgutachten Luftrettung aus dem Jahr 2018 enthält den Vorschlag, dass Christoph 41 umziehen soll, um bislang existierende Lücken auf der Schwäbischen Alb besser schließen zu können. Sein neuer Standort soll die Region Necker-Alb werden. Im Gespräch war die Gemeinde Wannweil im Landkreis Reutlingen, deren Gemeinderat Anfang des Jahres mehrheitlich dafür gestimmt hatte, sich als Standort zu bewerben. Nach Anwohnerprotesten lehnte man Ende Juli die Stationierung wieder ab. Ein Bürgerbegehren in Wannweil hatte nun dazu geführt, dass am 6. November ein Bürgerentscheid entscheiden soll, ob der Standort doch kommen kann oder nicht.

Nun aber der neuerliche Vorstoß aus dem Landkreis Böblingen: Aktuell gibt es nur einen 24-h-Hubschrauber in Baden-Württemberg; der in Villingen-Schwenningen stationierte Christoph 11. Für die nördliche Landeshälfte war ein weiterer solcher Standort avisiert, bisher in der Pattonville-Siedlung im Landkreis Ludwigsburg. Allerdings scheint die Ausweitung dort längst nicht in trockenen Tüchern zu sein. Gerade die Frage der Lärmbelastung im Nachtflugbetrieb kann aufgrund der Siedlungsnähe zu Diskussionen führen. „Ein Nachtflugbetrieb wäre auch in Leonberg vorstellbar, und das an einem verkehrsgünstig sehr günstigen Standort“, so Roland Bernhard. Überdies bestehe in Leonberg eine gewachsene Akzeptanz für den Standort.

Man habe sich sowohl mit der Stadt Leonberg als auch mit dem Klinikverbund Südwest bereits diesbezüglich abgestimmt, so der Landrat weiter. Das Interesse, den Rettungshubschrauber Christoph 41 in Leonberg zu halten, ist riesig; entsprechend wird der Vorstoß des Landrats unterstützt. Leonbergs Oberbürgermeister Martin Cohn: „Die Erweiterung der Einsatzzeiten von Christoph 41 auf den Nachtflugbetrieb erfordert eine neue, objektive Betrachtung des Gutachtens. Die Stadt Leonberg hofft auch auf die Unterstützung des Landes Baden-Württemberg im Sinne der Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger.“ Man sei nun gespannt auf die Entscheidung des Ministeriums. „Wir hoffen, dass unsere Argumente und unsere Bemühungen um den Erhalt des Standorts Früchte tragen“, so Landrat Bernhard.

Knapp 28.000 Unterstützende hatten auch im Landkreis Böblingen eine Petition zum Verbleib von Christoph 41 unterschrieben, die im Petitionsausschuss jedoch keine Mehrheit fand. Landrat Roland Bernhard hatte sich erst vor wenigen Wochen noch, im Schulterschluss mit Leonbergs Oberbürger-meister Martin Cohn, mit einem Schreiben an den Innenminister Thomas Strobl gewandt und angesichts des aktualisierten Rettungsdienstplans auch eine Überarbeitung des vier Jahre alten Gutachtens gefordert. „Das Verfahren ist ein demokratischer Prozess, den wir mit unserem neuen Angebot bereichern wollen“, betont der Böblinger Landrat.


Mehr Gebäude begrünen und für Photovoltaik nutzen

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Klimaschutz und Klimaanpassung

Stuttgart.| Die Landeshauptstadt will die Chancen der Photovoltaik noch besser nutzen sowie die Begrünung von Fassaden und Höfen vorantreiben. Dazu hat sie Förder- programme aufgelegt, die dazu beitragen sollen, stadtweite Klimaneutralität bis 2035 zu erreichen. Über die Umsetzung hat die Verwaltung den Ausschuss für Klima und Umwelt informiert.

Der Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt, Peter Pätzold, führte aus: „Unser Klima ändert sich, die globale Erhitzung schreitet voran. Es gilt, Treibhausgase zu vermeiden und die Anpassung an die sich wandelnde Umwelt zu forcieren. Kleine Maßnahmen können große Wirkung zeigen: So macht mehr Grün auf Gebäuden und in Höfen Stuttgart lebenswerter und resilienter. Grüne Flächen sorgen für bessere Luft, ein besseres Klima, helfen Energie einzusparen und bieten Tieren einen Lebensraum. Wir sehen schon jetzt viele kreative Ideen, wie asphaltierte Innenhöfe zu beliebten Aufenthaltsorten umgebaut werden.“ Die Stadt biete daher zwei Programme zur Förderung an: Das ‚Stuttgarter Grünprogramm‘ und ‚Urbanes Grün‘. Für beide Förderprogramme habe die Stadt ein Volumen von 250.000 Euro pro Jahr aufgelegt.

Um zudem mehr Strom aus Sonnenenergie zu gewinnen, hat die Stadt 2020 eine 15 Millionen Euro starke „Solaroffensive“ gestartet. Hier sind für Photovoltaik-Anlagen (PV) bereits 1.600 Förderanträge mit 17 Megawatt Peak (MWp) an installierter Leistung eingegangen. Allein für das Jahr 2022 wurden bereits mehr als 900 Anträge gestellt. Insgesamt wurden bisher bereits 1.100 Anträge von der Energie- und Klimaschutzabteilung bewilligt. Bei PV-Anlagen in Kombination mit Dach- oder Fassadenbegrünung wird die Förderquote erhöht. Statt bis zu 350 Euro pro Kilowatt Peak erhalten Förderanträge, die Begrünungen vorsehen, bis zu 450 Euro pro Kilowatt Peak für begleitende Maßnahmen beim Bau von PV-Anlagen.

Die Stadt selbst betreibt 209 PV-Anlagen auf ihren Dächern. Bis 2025 folgen Anlagen auf allen städtischen Schulen und weiteren Liegenschaften.

Pätzold fasste zusammen: „Unsere Bebauungspläne setzen üblicherweise fest, dass Freiflächen oder Teile der Gebäude zu begrünen sind. Eine Bestückung mit PV- Anlagen ist durch die gesetzlichen Vorgaben des Landes sogar verpflichtend. Das alles wird unser Stadtbild nachhaltig verändern – für mein Empfinden sehr positiv.“