Nullacht verpatzt die Generalprobe

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Beim „Angstgegner“ in Schwäbisch Gmünd 3:4 verloren

Ein Schuss vor den Bug zur rechten Zeit? Nach den satten Siegen in den jüngsten Vorbereitungsspielen hatte 08-Cheftrainer Markus Lang einmal mehr seine Erfahrung bewiesen: Erst das Spiel in Gmünd gegen die dortigen Normannen werde den realen Leistungsstand seiner Mannen widerspiegeln. Trotz dreimaliger Führung verloren die Oberligisten vom Bruchwald noch mit 3:4.

Die erste Halbzeit war aus 08-Sicht ordentlich, und zwar  mit einer 1:0- beziehungsweise 2:1-Führung zur Pause durch Tore von Kasiar und Zinram. Insgesamt gestaltete sich die Partie auf Augenhöhe gegen den bekannt starken Verbandsligisten.

In der zweiten Hälfte hatte Nullacht das Spiel zwischendurch im Griff, versäumte es aber, nach der  3:2-Führung den Sack zuzumachen. Kenniche war bei dem Führungstreffer übrigens ein toller Volleytreffer nach Traumpass von Zinram gelungen.

Allerdings  hatte auch Gmünd einige – zu viele – gute Möglichkeiten. So kassierte die erneut unsichere 08- Abwehr in der Schlussphase (nach Aschauers zwischenzeitlichem Ausgleich) gleich noch zwei Treffer – und hatte am Ende also das Nachsehen.

Insgesamt waren die Abwehrrecken vom Bruchwald viel zu brav und in den entscheidenden Situationen leider den guten Offensivspielern des Verbandsligisten klar unterlegen. Sportdirektor Oliver Dense: „Natürlich kamen der Spielfluss und die Ordnung nach den vielen Wechseln etwas durcheinander, aber auch der Gegner hat durchgewechselt. Alle unsere Spieler haben Anspruch auf einen Oberligaplatz, aber vier Gegentore bei einem allerdings starken Verbandsligisten sind einfach deutlich zu viele.“

Am kommenden Samstag, 4. März, um 15 Uhr findet am Bruchwald die Fortsetzung der Punkterunde 2023 statt. Zu Gast am Bissinger Hartplatz ist der FC Freiburg.   (od / wch)


Tourismusregion Stuttgart entwickelt sich überraschend gut

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Übernachtungszahlen 2022

Stuttgart.| Der Tourismus in der Region Stuttgart hat sich im vergangenen Jahr von der Corona-Krise erholt. Eine Verdopplung der Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr, wieder ein erfreulicher Zuwachs an ausländischen Gästen und neue Hotelbetriebe sorgen für Optimismus.

I. Stuttgart
a) Übernachtungs- und Gästezahlen
Bis 2019 schrieb der Stuttgarter Übernachtungstourismus seine konstante Erfolgsgeschichte fort und verzeichnete zehn Mal in Folge seit dem Jahr 2009 Zuwachsraten. In diesem 10- Jahreszeitraum stiegen die Übernachtungen um 53 Prozent auf über 4 Millionen. Mit dem Jahr 2020 und dem Beginn der Pandemie brachen sie dramatisch ein. 2022 standen nun alle Zeichen auf Erholung. Dennoch bleiben die Übernachtungszahlen nach wie vor hinter den Vorjahren zurück. Nach Angaben des Statistischen Amtes der Stadt Stuttgart und des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg wurden in Stuttgarter Beherbergungsbetrieben mit zehn und mehr Betten (inkl. Camping) 3,3 Millionen Übernachtungen verbucht. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer belief sich auf 2 Tage. Damit lagen die Übernachtungszahlen um 103 Prozent über denen des Vorjahres und 19 Prozent unter dem Erfolgsjahr 2019.

b) Übernachtungsangebot und Auslastung der Betriebe in Stuttgart
Auch im vergangenen Jahr schwankte das Übernachtungsangebot aufgrund der Umstände im Zuge der Corona-Pandemie noch stark. Insgesamt standen den Gästen der Landeshauptstadt 2022 (Stand 07/2022) 163 Übernachtungsbetriebe mit 23.073 Betten zur Verfügung. Die durchschnittliche Bettenauslastung 2022 belief sich auf 39 Prozent. Sie liegt damit noch über 10 Prozent unter dem Vorkrisenniveau.

„Die Stuttgarter Tourismus-Indikatoren machen die zuletzt erfreuliche Entwicklung deutlich: Die Erholung vom Einbruch während der Corona-Krise ist in vollem Gange. Sollte es so weitergehen, ist auch das Niveau aus dem Rekordjahr 2019 wieder in Reichweite“, so Dr. Matthias Fatke, Leiter des Statistischen Amts der Landeshauptstadt Stuttgart.

c) Übernachtungen im saisonalen Verlauf
In den ersten vier Monaten des vergangenen Jahres war die Entwicklung pandemiebedingt noch zurückhaltend. Starke Monate im zweiten Halbjahr 2022 waren der Juli, der September und der Oktober mit 388.086 Übernachtungen und damit dem größten Volumen. Zu diesem guten Ergebnis des starken Oktobers haben das Cannstatter Volksfest (23. September – 9. Oktober 2022) und die internationale Fachmesse Motek (4 .- 7. Oktober 2022) beigetragen.

d) Herkunft der Übernachtungsgäste
Bis 2019 lag das Verhältnis der Übernachtungen deutscher und ausländischer Besucher:innen bei 69:31. 2020 und 2021 kamen pandemiebedingt zunehmend inländische Gäste und aufgrund erschwerter Rahmenbedingungen weniger Reisende aus dem Ausland. Im vergangenen Jahr pendelte sich das Verhältnis nun bei 72:28 ein und nähert sich damit langsam dem Vorkrisenniveau 2019 an. Die Top-Quellmärkte 2022 nach Übernachtungsvolumen sind USA und die Schweiz, es folgen Frankreich, die Niederlande und Österreich.

II. Region Stuttgart
In der Gesamtregion Stuttgart (fünf Landkreise und Landeshauptstadt Stuttgart) beliefen sich die Übernachtungen auf genau 7,61 Millionen. Ein Zuwachs von 78 Prozent gegenüber dem Vorjahr und ein Erholungswert von 82 Prozent gegenüber 2019. Von den Gesamtübernachtungen entfielen 13,1 Prozent und 997.053 Übernachtungen auf den Landkreis Böblingen, 15,8 Prozent und 1.204.361 Übernachtungen auf den Landkreis Esslingen, 7,5 Prozent und 572.199 Übernachtungen auf den Landkreis Göppingen, 12,8 Prozent und 977.416 Übernachtungen auf Ludwigsburg sowie 553.877 Übernachtungen und 7,3 Prozent auf den Landkreis Rems-Murr. 43,5 Prozent entfallen auf die Landeshauptstadt.

III. Ausblick 2023
Im Zuge der neuen Tourismusstrategie bis 2027 hat die Stuttgart-Marketing GmbH bereits Ende 2021 den Grundstein für eine zielgerichtete Weiterentwicklung des Tourismus gelegt. Dazu zählt unter anderem ein noch bedarfsgerechteres Marketing sowie eine noch fokussiertere Ansprache der Tagesgäste und Touristen aus dem benachbarten europäischen Raum. So sprechen inzwischen zwei Websites www.erlebnisregion-stuttgart.de und www.stuttgart-tourist.de die unterschiedlichen Zielgruppen an und gehören zu den besonders erfolgreichen Informationsplattformen der Stuttgart-Marketing.

„Damit verbunden unternehmen wir gemeinsam mit unseren Partnern aus Hotellerie, Kultur und Freizeit alles, um den freizeitorientierten Tourismus auszubauen. Es muss uns gelingen, als Städtereiseziel noch attraktiver und bekannter zu werden. Mit dem Jahresverlauf 2022 sind wir sehr zufrieden. Der Tourismus holt überraschend schnell wieder auf. Wir blicken zuversichtlich nach vorne“, so Armin Dellnitz, Geschäftsführer der Stuttgart-Marketing GmbH.


LKA warnt vor einer aktuellen Phishing-Welle

Stuttgart.| Derzeit grassiert eine Phishing-Welle. Haben Sie auch schon privat oder dienstlich eine E-Mail Ihres Providers erhalten, die technische Probleme beschreibt und um dringende Prüfung bittet? Oder wurden Sie schon auf wichtige Dokumente hingewiesen, die Sie dringend lesen sollten? Die Absenderinnen und Absender bieten im Text oder in der Anlage einen Link zum Einloggen in den Dienst an. Dieser führt augenscheinlich zur Webseite des Dienstleisters. Doch Vorsicht! Kriminelle können die Passwörter mitlesen, denn sie betreiben die vermeintliche authentische Webseite. Dieses Phänomen wird als Phishing bezeichnet. Der Begriff setzt aus den englischen Wörtern Password und Fishing zusammen

Wenn keine technischen Gegenmaßnahmen eingerichtet sind, haben die Kriminellen nun dank der ausgespähten Passwörter Zugriff auf das E-Mail-Konto. Sie können nun Dokumente und Kontaktdaten ausspähen und betrügerisch verwenden. Zudem nutzen die Kriminellen die E-Mail-Adressen, um tausende Phishing-Nachrichten zu verschicken. So nimmt die Phishing-Welle weiter an Fahrt auf.

Wie verhalte ich mich?

  • Jeder Link in E-Mails ist potentiell gefährlich, auch von bekannten oder internen Absenderinnen und Absendern.
  • Wenn Sie nicht sicher sind, ob es sich um eine authentische oder um eine Phishing-E-Mail handelt, leiten Sie die Nachricht an Ihre IT-Fachstelle zur Überprüfung weiter.
  • Wenn Sie einen Link geklickt haben und zur Passworteingabe auffordert werden: Bewahren Sie Ruhe. Noch ist kein Schaden eingetreten. Tragen Sie das Passwort nicht ein. Schließen Sie das Fenster und melden Sie sich über eingerichtete Programme oder Lesezeichen bei Ihren E-Mail-Dienst an. Nur so können Sie sich sicher sein, die echte Webseite Ihres Anbieters aufzurufen. Leiten Sie die E-Mail an Ihre IT-Fachstelle weiter.
  • Informieren Sie in jedem Fall die IT-Fachstelle, wenn Sie ein Passwort auf einer gefälschten Webseite eingegeben haben.

Wie können Sie Ihr Unternehmen und Ihre Behörde schützen? IT-Fachkräften können Gegenmaßnahmen ergreifen, um vor Phishing-Angriffen zu schützen:

  • Der E-Mail-Bereich sollte niemals direkt über das Internet erreichbar sein. Sichern Sie die Erreichbarkeit mit geeigneten Maßnahmen.
  • Schützen Sie zusätzlich alle E-Mail-Konten mit einer Multi-Faktor-Authentisierung (2FA).
  • Richten Sie für alle Anwenderinnen und Anwender verbindliche Verknüpfungen und Lesezeichen ein. Schulen Sie diese, ausschließlich diese vorgegebenen Verknüpfungen oder Lesezeichen zu verwenden.
  • Sperren Sie im IT-Netzwerk die Domain, die im Phishing-Link angegeben ist.
  • Prüfen Sie automatisiert den E-Mail-Verkehr auf Auffälligkeiten. Insbesondere der externe Versand einer ungewöhnlichen Vielzahl von E-Mails bietet Anlass zur Prüfungen.
  • Richten Sie Maßnahmen gegen das Vortäuschen von E-Mail-Absenderadressen ein (Spoofing).
  • Gewährleisten und kommunizieren Sie die tolerante Fehlerkultur gegenüber der Belegschaft.

In Baden-Württemberg ansässige Unternehmen und Behörden können unberechtigte Zugriffe auf Postfächer der Zentralen Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) melden. Die ZAC erreichen Sie per Mail [email protected] oder über die Service-Hotline 0711 / 5401 – 2444.


Baustelle in Stuttgart-Kaltental

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Stuttgart-Kaltental.| Im Stadtteil Kaltental kommt es im März und April zu Behinderungen vor allem für den Durchgangsverkehr. Grund ist eine gemeinsame Baumaßnahme von Tiefbauamt und Netze BW.

In der Böblinger Straße zwischen der Engelboldstraße und dem Dreiecksplätzle werden auf der stadteinwärts führenden Spur die Gas- und Wasserleitungen sowie der Straßenbelag erneuert. Hierzu muss die Böblinger Straße ab dem Montag, 6. März 2023, im Baustellenbereich stadteinwärts voll gesperrt werden. Die Leitungsarbeiten beginnen an der Kreuzung Böblinger Straße mit der Burgstraße (dem sogenannten “Dreiecksplätzle”). Nach deren Abschluss wird dann der Straßenbelag erneuert. Rechtzeitig vor dem Start der Hauptradsaison Ende April soll alles fertig sein.

Der Autoverkehr wird ab Vaihingen über den Schattenring großräumig umgeleitet. Für unmittelbare Anlieger*innen wird während der Bauarbeiten die Einbahnstraße in der Burgstraße aufgehoben. Radfahrer*innen werden stadteinwärts über die Burgstraße umgeleitet; der großräumige Radverkehr auf der Hauptradroute wird ab Vaihingen über die Universität, Dachswald und das Elsental geführt. Die Umleitungsstrecken werden örtlich ausgeschildert.

Netze-BW und Tiefbauamt bitten die Anwohner*innen und die Verkehrsteilnehmer*innen um Verständnis für die unvermeidbaren Beeinträchtigungen, die mit der Baustelle verbunden sein werden.


SVL zuhause gegen starke Duisburger

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Die Wasserballer des SV Ludwigsburg treffen in der Bundesliga am Samstag auf einen in dieser Saison super starken ASC Duisburg. Das Team aus dem Ruhrgebiet hat die Spitzenmannschaft Waspo Hannover bereits zweimal geschlagen. Eine große Aufgabe für den SVL.

„Wir wollen Platz drei in der Liga, wir wollen allen zeigen, dass wir auf einem hohem Niveau spielen“, das sagt der Kapitän des SVL, Nino Blazevic. Beim kommenden Spiel in der Wasserball-Bundesliga am Samstagabend im neuen Sportbad in Stuttgart gilt es, denn zu Gast ist das Überraschungsteam der Saison: der ASC Duisburg. Die Mannschaft aus dem Ruhrgebiet hat bereits zweimal das Topteam Waspo Hannover geschlagen und steht in der Tabelle hinter Spandau auf Platz zwei.

Das Hinspiel des SVL in Duisburg war für die Ludwigsburger ein klein bisschen unglücklich verloren gegangen. Blazevic sagt jetzt mit Blick auf die Partie am Samstag: „Wir wollen gewinnen.“ Der ASC sei ein sehr gutes Team, sie hätten einen sehr guten Trainer, der wisse, was zu tun ist. Das Spiel werde „super hart“, eine aufregende Partie für alle, so Blazevic, „für uns und für die Duisburger“. Der Kapitän erwartet ein tolles Spiel und hofft auf die Unterstützung vieler Ludwigsburger Fans am Beckenrand.

Der Ludwigsburger Trainer Marko Curic gibt zu bedenken, dass Ludwigsburg nicht „in der besten Position“ sei, denn der Torwart Josip Katusa sei krank gewesen, er habe kaum trainieren können. Und Guram Kutchuashvili habe sich das Handgelenk gebrochen, er falle vermutlich länger aus. Sein Team werde alles geben, um ein gutes Spiel zu spielen – „und wenn das reicht, um Punkte mitzunehmen, toll.“

Wenn Ludwigsburg das ehrgeizige Ziel – Platz drei, mindestens aber Platz vier – nicht aus den Augen verlieren will, dann sollten gegen den ASCD die Punkte geholt werden. Spitzenreiter Spandau hat nach elf von 14 Spielen bereits 22 Punkte auf dem Konto und dürfte kaum mehr einzuholen sein, Duisburg hat nach ebenfalls elf Spielen 17 Punkte. Auf Platz drei steht zurzeit Waspo Hannover (zehn Spiele, 14 Punkte), die White Sharks Hannover sind vierter (zehn Spiele, elf Punkte). Ludwigsburg besetzt aktuell einen ordentlichen fünften Platz (zehn Spiele und zehn Punkte). Die anderen drei Teams in der ProA-Gruppe der Bundesliga liegen schon etwas abgeschlagen zurück: sechster ist Potsdam (elf Spiele, fünf Punkte), siebter ist Neukölln (neun Spiele, zwei Punkte). Der lokale Konkurrent des SVL, der SSV Esslingen, ist achter und damit letzter (zehn Spiele, ein Punkt).

Der SVL-Betreuer Dieter Gscheidle allerdings sieht Duisburg „nach dem zweimaligen Sieg gegen Waspo als Favoriten“ – was das Spiel für Ludwigsburg leichter mache, „weil wir nichts zu verlieren haben“. Die SVL-Spieler würden freilich „alles in die Waagschale werfen – und dann schauen wir mal, was raus kommt.“

Die Aufgaben für den SVL, die nach dem Duisburg-Spiel anstehen, sind auch nicht die Leichtesten: am Samstag, 4. März, ist Ludwigsburg zu Gast bei Waspo Hannover. Nur ein paar Tage später, am Dienstag, 7. März, steigt in Stuttgart voraussichtlich das DSV-Pokalspiel gegen den SV Cannstatt.

In der Liga geht es am Samstag darauf, am 11. März, gleich weiter mit dem Heimspiel gegen die SG Neukölln. Und am Samstag, 18. März, sind die White Sharks Hannover zu Gast in Schwaben. Dann ist die Vorrunde der Bundesliga beendet – und der SVL spielt im Pokal und in der Liga, so die Hoffnung der Spieler, des Trainer und der Clubmitglieder, jeweils in der Final-Four-Runde.

Das Ligaspiel am Samstag, 25. Februar, im Sportbad Stuttgart gegen den ASC Duisburg wird um 18 Uhr angepfiffen und auf dem YouTube-Kanal des SVL live im Internet übertragen.


Dürr-Konzern mit Rekorden bei Auftragseingang und Umsatz

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▪ Auftragseingang erstmals über 5 Mrd. €
▪ Umsatz steigt um 22 %
▪ Ergebnis nach Steuern stark erhöht (+58 %)
▪ Free Cashflow höher als prognostiziert (117 Mio. €) ▪ Für 2023 profitables Wachstum erwartet

Bietigheim-Bissingen.| Der Dürr-Konzern hat im Jahr 2022 neue Rekorde bei Auftragseingang und Umsatz erzielt. Die Bestel- lungen nahmen trotz des schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfelds mit einem Plus von 17 % kräftig zu und übertrafen mit 5.008 Mio. € erstmals die Marke von 5 Mrd. €. Dr. Jochen Weyrauch, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG: „2022 haben wir stark von der Ausrichtung unseres Techno- logieangebots an den Zukunftsthemen Nachhaltigkeit, E-Mobilität und Automatisierung profitiert. In diesen Bereichen investieren viele Kunden auch bei konjunkturellem Gegenwind, um ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Das macht unser Geschäft überdurchschnittlich resilient.“ Der Umsatz wuchs nach dem verhaltenen Vorjahr um 22 % und übertraf mit 4.314 Mio. € die Zielspanne (3.900 bis 4.200 Mio. €). Die EBIT- Marge vor Sondereffekten erreichte mit 5,4 % den seit Mai geltenden Zielkorridor (5,0 bis 6,5 %). Das Ergebnis nach Steuern stieg um 58 % auf 134 Mio. €. Der Free Cashflow lag mit 117 Mio. € auf dem hohen Vorjahres- niveau (121 Mio. €). Im laufenden Jahr will der im MDAX notierte Maschinen- und Anlagenbauer profitabel wachsen: „Wir sind mit einem Rekordauftragsbestand in das Jahr gestartet und wollen den Umsatz um bis zu 11 % steigern. Auch die EBIT-Marge vor Sondereffekten soll deutlich zunehmen und 6,0 bis 7,0 % erreichen“, so Dr. Jochen Weyrauch.

Im Geschäft mit der Automobilindustrie zahlte sich der Fokus des Konzerns auf die Elektromobilität aus. Der Auftragseingang für Produktionstechnik für E-Autos wuchs um über 40 % auf den neuen Höchstwert von mehr als 1,1 Mrd. €. Auch im neuen Geschäft mit Batterieherstellern setzte der Konzern seine Expansion fort. Hier liefert Dürr vor allem Anlagen für die Elektrodenfertigung und überschritt bei den Bestellungen erstmals die Schwelle von 100 Mio. €. Das neu etablierte Automatisierungsgeschäft mit der im Jahr 2021 akquirierten Teamtechnik-Gruppe erzielte ebenfalls ein starkes Wachstum.

Technologien für nachhaltige Produktion gefragt

Ein zunehmend wichtiger Wachstumstreiber ist der Trend zu nachhaltigen Produktionsprozessen. „Nachhaltigkeit gewinnt als Investitionsmotiv immer mehr Bedeutung. Die Automobilhersteller haben ambitionierte Ziele für die Dekarbonisierung. Um diese Ziele zu erreichen, müssen sie Produktionsschritte wie die Lackierung auf emissionsarme Technologien umstellen. Dafür liefern wir die richtigen Lösungen“, so Konzernchef Weyrauch.

Bei der Konzerntochter HOMAG erreichte der Auftragseingang mit 1.706 Mio. € das Rekordniveau des Vorjahres (1.713 Mio. €). Im ersten Halbjahr setzte sich der Nachfrageboom im Bereich Möbelproduktionstechnik fort, bevor im dritten Quartal wie erwartet eine Abkühlung einsetzte. Weiter auf Wachstumskurs ist das Geschäft mit Produktionsanlagen für klimafreundliche Holzhäuser, dessen Anteil am Umsatz von HOMAG auf knapp 15 % stieg. Hier profitiert HOMAG vom Trend zum nachhaltigen und automatisierten Bauen und sieht weiterhin gute Wachstumsperspektiven.

Umsatzzuwächse in allen Divisions

Zur starken Umsatzausweitung trugen spürbare Verbesserungen in der Liefer- kettensituation im zweiten Halbjahr bei. Gleichzeitig unterstützte die weniger restriktive Corona-Politik in China die Umsatzdynamik. Das Umsatzplus wurde von allen fünf Divisions des Dürr-Konzerns getragen. Am stärksten wuchs der Bau von Lackierereien und Montagelinien für die Autoindustrie (Paint and Final Assembly Systems) mit über 30 %. Das Service-Geschäft nahm um 8 % auf 1.219 Mio. € zu und erreichte einen Umsatzanteil von 28 %.

Das EBIT vor Sondereffekten stieg um 17 % auf 232 Mio. €, obwohl es durch hohe Materialpreise, Lieferkettenprobleme und Einbußen durch die Frühjahrs- Lockdowns in China erheblich belastet wurde. Im zweiten Halbjahr setzte ein positiver Ergebnistrend ein, im Schlussquartal erreichten das EBIT und die EBIT-Marge vor Sondereffekten mit 84 Mio. € und 6,8 % hohe Werte.

Die Investitionen wurden um 29 % auf 139 Mio. € angehoben. Hauptgrund dafür war das größte Investitionsprogramm in der Geschichte von HOMAG, das Kapazitätserweiterungen, Effizienzverbesserungen und klimafreundliche Neu- bauten an mehreren Standorten umfasst. Trotz der steigenden Investitionen war der Free Cashflow (117 Mio. €) etwas höher als erwartet (50 bis 100 Mio. €). Finanzvorstand Dietmar Heinrich: „Der hohe Cashflow ist das Ergebnis eines disziplinierten Net Working Capital Managements. Obwohl wir die Bestände angesichts der Lieferkettenprobleme anheben mussten, konnten wir die Mittelbindung reduzieren. Ein wichtiger Faktor dafür war, dass wir im Zuge des starken Auftragseingangs hohe Anzahlungen vereinnahmen konnten.“ Da die flüssigen Mittel zum Jahresende 2022 um 23 % auf 716 Mio. € stiegen, lag die Nettofinanzverschuldung Ende 2022 mit 46 Mio. € auf sehr niedrigem Niveau.

18.500 Beschäftigte

Zum 31. Dezember 2022 waren im Dürr-Konzern 18.514 Menschen beschäftigt. Das sind 712 Personen beziehungsweise 4,0 % mehr als am Jahresende 2021. Die stärkste Zunahme verzeichnete HOMAG mit 5 %. In Deutschland stieg die Beschäftigtenzahl um 2,4 % auf 8.853 Personen. Aktuell absolvieren rund 500 junge Menschen eine Ausbildung oder ein duales Studium im Dürr-Konzern.

Ausblick

Der Ausblick für 2023 setzt voraus, dass sich die Konjunktur nicht schwächer entwickelt als erwartet, die Lieferketten weiter an Stabilität gewinnen und die weltpolitischen Unsicherheiten nicht zunehmen.

Der Dürr-Konzern ist mit einem sehr hohen Auftragsbestand von 4.014 Mio. € in das Jahr gestartet. Auf dieser Basis wird für 2023 ein Umsatzwachstum auf 4.500 bis 4.800 Mio. € erwartet. Der Auftragseingang dürfte nach dem Rekord des Jahres 2022 etwas abnehmen und eine Spanne von 4.400 bis 4.800 Mio. € erreichen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass das Bestellvolumen bei HOMAG nach dem außerordentlich starken Jahr 2022 wegen der Nachfrageabkühlung im Möbelsektor abnehmen dürfte. Im Geschäft mit der Automobilindustrie ist mit einer Fortsetzung der starken Nachfrage zu rechnen. Hier wird sich Dürr im Zuge seiner „Value before Volume“-Strategie auf margenstarke Aufträge konzentrieren.

Die EBIT-Marge vor Sondereffekten soll 2023 deutlich zunehmen und eine Bandbreite von 6,0 bis 7,0 % erreichen. Dafür sprechen eine hohe Auslastung, die Margenqualität des Auftragsbestands, die verbesserte Lieferkettensituation und der geplante Ausbau des Service-Geschäfts. Beim Ergebnis nach Steuern rechnet der Vorstand mit einem Anstieg auf 160 bis 210 Mio. €. Der Free Cashflow soll aus heutiger Sicht 50 bis 100 Mio. € erreichen.

Die Geschäftszahlen in dieser Meldung sind vorläufig und ungeprüft. Sie wurden noch nicht durch den Aufsichtsrat genehmigt. Der Geschäftsbericht 2022 mit den endgültigen Zahlen erscheint am 16. März 2023.


Bietigheim dominiert gegen den HSC Coburg

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von Bernhard Gaus

Nach zwei Niederlagen in Folge kann die SG BBM Bietigheim wieder einen überzeugenden Sieg einfahren. Die Schwaben gewinnen am Mittwoch ihr Heimspiel gegen den HSC 2000 Coburg mit 29:22 (15:9) Toren.

„Ich rede nicht so viel über die eigene Leistung. Ich freue mich mehr darüber, wenn ich der Mannschaft helfen kann“, sagte Bietigheims Torsteher Fredrik Genz zu 20 Paraden. Genau die Hälfte der auf sein Tor abgefeuerten Bälle hat der 25-Jährige abgewehrt, eine herausragende Bilanz. „Das klappt natürlich nur, weil wir eine unglaublich gute Abwehr gestellt haben“, legt der Goalie der SG BBM nach. Nach zwei knappen Niederlagen war der Erfolg wie Balsam für die Seelen des Tabellensiebten, der jetzt am Sonntag mit gestärktem Selbstvertrauen bei den Eulen Ludwigshafen antreten kann.

Spätestens nach dem 3:5-Rückstand nach einer Viertelstunde des Abtastens war die SG BBM auf Betriebstemperatur, drehte dank einer felsenfesten Defensive das Spiel zur 9:6-Führung und nahm einen beruhigenden 15:9-Vorsprung mit in die Pause. Coburg war mit langer Verletztenliste angereist, zuletzt war auch noch der erkrankten Torjäger Florian Billek ausgefallen. Die Oberfranken spielten ohne nominellen Rechtsaußen. Doch HSC-Coach Brian Ankersen wollte die Niederlage in keinem Fall an der Liste der Ausfälle festmachen. „20 Paraden von Genz, 24 Fehlwürfe. Wir müssen hier ein anderes Gesicht zeigen“, betont der Däne. „Wir stehen ganz gut in der Abwehr, haben auch unsere Torhüterparaden. Aber im Angriff fehlt uns die letzte Überzeugung, in die Tiefe zu gehen.“

Und tatsächlich findet Coburg in der Viertelstunde vor der Pause kaum ein Vorbeikommen am bärenstarken Bietigheimer Innenblock mit Fabian Wiederstein, Tom Wolf oder Nikola Vlahovic. Als Juan de la Peña und Vlahovic kurz hintereinander zum 12:7 ins leere Coburger Tor treffen, nimmt Ankersen seine erste Auszeit. Die bleibt bis zum 15:9-Halbzeitstand noch ohne Wirkung. Und Coburg hatte sich nach dem Wiederanpfiff noch nicht richtig geschüttelt, da führt die SG BBM bereits mit 18:9 Toren. Die spielerischen Ideen bleiben am Mittwoch bei Coburg in der Schublade oder in der starken Bietigheimer Defensive hängen. Und vorne spielt das die SG BBM diesmal routiniert und mit Entschlossenheit und Übersicht zu Ende. Bietigheim hat ohne Zweifel die bessere Wurfquote auf seiner Seite. Erfolgreichster Werfer war Christian Schäfer, dessen neun Tore aus zehn Versuchen ihn in unter die Top-Ten der Torschützen der Liga aufrücken lassen. „Das war von Anfang an ein richtig gutes Spiel von uns“, freute sich Dominik Claus, der auf der halbrechten Rückraumposition wieder einmal einer der Aktivposten im Spiel der SG BBM war. „Die Crunchtime war heute jedenfalls kein Problem für uns.“ Denn näher als auf sieben Tore kam Coburg bis zum Schlusspfiff nicht mehr heran.

Am Ende hatte auf Bietigheimer Seite jeder eingesetzte Akteur auch sein Erfolgserlebnis im Kleinen. Der eingewechselte Nachwuchs-Keeper Jan Kanters pariert einen Siebenmeter gegen Coburgs Max Preller. Und der per Zweitspielrecht von den Rhein-Neckar Löwen II ausgeliehene 19-jährige Valentin Clarius trägt erstmals das Trikot der SG BBM, kommt in der Schlussphase aufs Feld und markiert den letzten Treffer der SG BBM zum 29:21.

SG BBM Bietigheim: Genz, Kanters; Vlahovic (1), Claus (4), Öhler (2), Wolf (4), Schäfer (9/6), de la Peña (4), Wiederstein (2), Velz, Barthe (1), Hejny (1), Clarius (1), Brenner, Pfeifer, Fischer.

HSC 2000 Coburg: Jochens, Apfel; Preller (1/1), Runarsson (7/4), M. Jaeger (1), Dettenthaler, Bis (2), Mund (1), Fuß (1), Ossowski (2), Herzig, Knauer (1), Schäffer (3), Schröder (3).

Spielverlauf: 3:5 (13.), 9:6 (18.), 15:8 (25.), 15:9 (29.), 18:9 (35.), 21:15 (40.), 28:19 (51.), 29:22 (60.).
Zeitstrafen: Claus (5.), Wiederstein (26.), Barthe (29., 42.), de la Peña (44.), Wolf (47.) – Schröder (20.), Bis (42.), Fuß (50.)
Siebenmeter: 6/6 – 5/6
Schiedsrichter: Leonard Bona / Malte Frank (DHB Bundesligakader)
Zuschauer: 940 (Viadukthalle Bietigheim)


WHS: Bester Bauträger des Jahres

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Die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH (WHS) wurde mit dem Award Beste Bauträger des Jahres 2023 ausgezeichnet. Die Auszeichnung des SZ-Instituts, ermittelt auf Grundlage einer Studie der Creditreform Rating AG, prämiert jährlich die besten 50 Bauträger Deutschlands.

Insgesamt 326 Unternehmen wurden für das Ranking in der Kategorie Top Bauträger in Bezug auf ihre Zahlungsweise und ihre Auftragslage bewertet und anhand ihres Bonitätsindexes gerankt. Ein besserer Bonitätsindex führte dabei zu einer höheren Platzierung. Die 50 Top Unternehmen der Kategorie konnten dabei eine Ausfallwahrscheinlichkeit von unter 0,27 Prozent vorweisen.

„Wir freuen uns über die Auszeichnung und sind stolz, zu den besten 50 Bauträgern des Landes zu gehören“, erklärt Marc Bosch, Geschäftsführer der WHS. „Besonders in der heutigen Zeit, geprägt von Materialverknappung und Preisanstiegen, ist das Ranking ein schöner Lohn für unsere Arbeit“, fügt Marcus Ziemer, ebenfalls Geschäftsführer der WHS, hinzu.


Die Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) wird bestreikt

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Stuttgart.| Im Rahmen der Tarifrunde für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes ist der AWS von Streikmaßnahmen betroffen. Es kommt daher zu Einschränkungen bei den Serviceleistungen für die Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger:

  • Abfuhr der städtischen Abfall- und Wertstoffbehälter
  • Abholung von Sperrabfall
  • Wertstoff- und Schadstoffmobil
  • Wertstoffhöfe
  • Deponie
  • Straßenreinigung
  • Winterdienst
  • öffentliche Toilettenanlagen
  • Kundenservice

Der AWS wird seinen Service wieder wie gewohnt aufnehmen und den zusätzlichen Abfall abholen, sobald das möglich sein wird. Stuttgarterinnen und Stuttgarter können ihren Abfall in Säcke und Altpapier in Kartons gepackt dann neben ihre Behälter stellen.

Aktuelle Informationen zum Streik beim AWS veröffentlicht der Betrieb online unter www.stuttgart.de/abfall und über die Stuttgarter AWS-App. Auf individuelle Kundenanfragen in Bezug auf den Streik kann der Kundenservice leider nicht eingehen.


Polizeipräsident bekennt sich zum Einsatz gegen Fans des 1. FC Köln

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Stuttgart-Bad Cannstatt.| Nach den Vorwürfen aus der Fanszene gegenüber der Stuttgarter Polizei erläutert das Polizeipräsidium Stuttgart die Hintergründe der Vorkontrolle anlässlich des Fußballspiels VfB Stuttgart gegen den 1. FC Köln. Die Polizei zieht ein positives Fazit des Gesamteinsatzes.

Die Bundesligapartie VfB Stuttgart gegen den 1. FC Köln am vergangenen Samstag (18.02.2023) wurde vom Polizeipräsidium Stuttgart als einsatzführender Dienststelle bei der Planung als ein so genanntes Hochrisikospiel eingestuft.

Gründe für die Klassifizierung des Spiels waren wiederkehrende Auffälligkeiten der aktiven Kölner Fanszene insbesondere am Rande von Auswärtsspielen in der Vergangenheit, nach dem Wegfall der Einschränkungen durch die Pandemiemaßnahmen. Ein eindrückliches Beispiel sind die Ausschreitungen in Nizza im September 2022 am Rande des Conference-League-Spiels gegen OGC Nizza, bei denen maßgeblich Anhänger des 1. FC Köln beteiligt waren.

Konkreten Einfluss auf die Bewertung des Spiels am letzten Samstag haben Ereignisse des vergangenen Jahres in Stuttgart genommen. Hier wurden bei einer Begegnung im Mai 2022 die Einlasskontrollen überrannt, es wurde massiv Pyrotechnik eingesetzt und am Ende des Spiels das Spielfeld durch die Fans des 1. FC Köln gestürmt. Es kam zu massiven Auseinandersetzungen mit dem Sicherheitsdienst im Stadion, den VfB Fans und der Polizei.

Das Polizeipräsidium Stuttgart trat frühzeitig mit dem Polizeipräsidium Köln in Kontakt, um sich für den Einsatz am Samstag (18.02.2023) in Stuttgart abzustimmen. Die Beurteilungen der szenekundigen Beamten des Polizeipräsidiums Köln flossen in die Einschätzungen der Polizei Stuttgart ein.

Für die Polizei ergab sich daher vorab eine eindeutige Gefahrenprognose. “Unser Ziel war, mögliche Gewalttäter im Vorfeld aus der Anonymität zu holen und verbotene Gegenstände zu beschlagnahmen, um so Vorfälle zu verhindern. Die Maßnahmen richteten sich dabei ausschließlich gegen Teile der aktiven Fanszene und nicht gegen die Kölner Fußballfans im Allgemeinen,” erläuterte Polizeipräsident Markus Eisenbraun das geplante Vorgehen der Stuttgarter Polizei am Montag.

Nachdem die Aufklärungsmaßnahmen der Polizei am Spieltag ergaben, dass die Reiseroute über die Bundesstraße 14 in Richtung Waiblingen zum Stadion führen sollte, wurden die sechs Busse zu einem Parkplatz an der Rundsporthalle in Waiblingen geleitet. Hier standen Einsatzkräfte der Polizei in ausreichender Anzahl zur Verfügung, um eine schnelle und reibungslose Kontrolle der Businsassen und der Busse zu gewährleisten. Die Voraufklärung ergab eine etwas spätere Anreise der Fanszene wie zunächst erwartet. Aus diesem Grund wurden Kräfte nachalarmiert um eine schnellere Kontrolle und somit die Teilnahme am Spiel für die zu Kontrollierenden zu gewährleisten.

Neben einer Personalienfeststellung sollten die Personen und Busse nach Waffen, Vermummungsmaterial, Pyrotechnik und Passivbewaffnung durchsucht werden.

Unter den sechs Bussen befand sich ein Bus mit Fußballfans, die nicht der aktiven Fanszene angehörten und von denen keine Störungen zu erwarten waren. Diesem Bus wurde ohne eine Kontrolle die Weiterfahrt zur Mercedes-Benz-Arena gestattet. Die Insassen dieses Busses zeigten sich kooperativ, wodurch die Zuordnung der Insassen überhaupt erst möglich war.

Vor Ort signalisierten die Insassen der anderen fünf Busse, dass sie sich von der Polizei nicht kontrollieren lassen wollten. In einem Fall untermauerte ein Busfahrer diese Haltung, indem dieser die Türen für die Polizeikräften geschlossen hielt.

Die Insassen der verbleibenden fünf Busse entschieden sich letztlich, sich nicht auf den Weg ins Stadion zu machen, sondern die Heimreise nach Köln anzutreten. Einzelne wenige Businsassen entschieden sich nicht für die Heimreise und konnten nach einer kurzen Kontrolle den Weg Richtung Stadion aufnehmen.

Durch die Entscheidung zur Rückreise entfiel der Anlass für die Kontrolle durch die Polizei, da ein Aufeinandertreffen auf gegnerische Fußballfans und weitere Störungen in Stuttgart ausgeschlossen werden konnten. Bei der anschließenden Rückreise wurden die Busse durch baden-württembergische Polizeikräfte bis zur Landesgrenze nach Hessen begleitet, von wo Einsatzkräfte der Polizei Hessen die weitere Begleitung in Richtung Norden übernahmen. Die polizeiliche Begleitung sollte ein plötzliches Umkehren der Busse, aber auch ein Aufeinandertreffen mit anderen Fans rivalisierender Vereine auf der Reiseroute verhindern. Die Entscheidung zur Rückreise erfolgte durch die Fans und ergab sich ohne Beeinflussung durch die Polizei.

Dem Vorwurf, es habe sich bei der Kontrolle um eine nicht nachvollziehbare beziehungsweise gezielte Aktion gegen den 1. FC Köln gehandelt, widerspricht der Stuttgarter Polizeipräsident. “Die Stuttgarter Polizei handelt nach Recht und Gesetz. Wir orientieren uns bei unseren Einsätzen an der ‘Stuttgarter Linie’, wonach wir gegenüber Gewalt entschieden einschreiten, und das auch bevor sie entsteht”.

“Wir haben in Stuttgart ein Fußballspiel erlebt, bei dem wir polizeilich keine besonderen Auffälligkeiten verzeichneten. Wir sind für die Sicherheit von zirka 50.000 Zuschauern verantwortlich. Wie ein Aufeinandertreffen rivalisierender Fangruppen ausgehen kann, zeigen uns die Angriffe auf Anhänger des FC Schalke 04 am Sonntagmorgen in Gelsenkirchen.”, so die Bewertung von Polizeipräsident Eisenbraun auch im Nachgang zur üblichen Nachbesprechung des Einsatzes am Montagmorgen.