Schwere Explosion im Stuttgarter Westen

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Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper äußert sich erschüttert

Stuttgart.| Nach der schweren Explosion eines Wohnhauses im Stuttgarter Westen hat Stuttgarts Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper die Unglücksstelle am Nachmittag ein zweites Mal besucht. Er begleitete den baden- württembergischen Innenminister Thomas Strobl.

Nopper sagte: „Wir sind alle sehr erschüttert über dieses schwere Unglück in unserer Stadt. Unser Mitgefühl gilt den Opfern und Verletzten und unser großer Dank gilt allen Einsatzkräften von Feuerwehr, Polizei, Technischem Hilfswerk sowie den anderen beteiligten Rettungsorganisationen.“

Schon am Morgen war Nopper ein erstes Mal vor Ort gewesen, um sich einen persönlichen Eindruck von der Unglücksstelle zu machen und mit den Einsatzkräften zu reden.


Migrantenorganisationen Baden-Württembergs gründen Landesverband

Stuttgart.| Am vergangenen Samstag, den 4. März 2023, wurde im Haus der Geschichte Baden-Württemberg in Stuttgart der Landesverbandes migrantischer und postmigrantischer Organisationen gegründet. Vertreter von 77 Migrantenvereine waren anwesend und verabschiedeten nach heftigen Diskussionen mit übergroßer Mehrheit die Satzung des Landesverbandes und wählten einen neunköpfigen Vorstand.

Die ebenfalls anwesende Ministerialdirigentin Prof. Dr. Loche-Finke vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration nannte die Gründung des neuen Landesverbandes „historisch“ und sah darin einen „Meilenstein für die baden-württembergische Gesellschaft“.

„Im Haus der Geschichte wird Geschichte geschrieben“ betonte Sami Aras, der Vorsitzendes des Forums der Kulturen Stuttgart e. V. bei seiner Eröffnungsrede. Das Stuttgarter Forum der Kulturen fungierte in der fast zweijährigen Gründungsphase des Verbandes als „Geburtshelfer“, unterstützt durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration.

Das Sagen hatten beim gesamten Gründungsprozess allerdings stets die Mitglieder einer offenen Arbeitsgruppe von derzeit mehr als 40 Vertreterinnen und Vertreter  (post-)migrantischer Vereine und Initiativen aus allen Teilen Baden-Württembergs. Sie waren es auch, die zur Gründung eines gemeinsamen Landesverbandes eingeladen hatten.

Die erfolgreich erfolgte Gründung des  „Landesverbandes (post-)migrantischer Organisationen Baden Württemberg (LMO-BW)“ wurde von allen Teilnehmenden begeistert gefeiert. „Ein alter Traum ist endlich in Erfüllung gegangen“ war der Tenor der anwesenden Vereinsvertreter*innen.

Mit der Gründung dieses Landesverbandes haben (post-)migrantische Organisationen in Baden-Württemberg eine starke Stimme erhalten und können sich nun gemeinsam für die Belange ihrer zivilgesellschaftlich stark engagierten Vereine einsetzen. Der Landesverband tritt an, um – unabhängig von parteipolitischen Interessen, Herkunft, Weltanschauung und Glauben – das bürgerschaftliche Engagement von Migrantenvereinen sowie deren gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Leben auf kommunaler und auf Landesebene zu stärken und zu fördern. Hierzu ist auch der Aufbau einer Dienstleistungsplattform sowie Weiterbildungsangebote für seine Mitglieder geplant.


Nach Brandreden zum Zittersieg

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Nullachter liegen gegen Schlusslicht Freiburg 1:2 hinten und gewinnen noch 3:2

Bietigheim-Bissingen.| Am Bruchwald musste am Samstag wieder mal gezittert werden. Nein, nicht nur wegen der ungemütlichen Temperaturen, vielmehr, weil das Schlusslicht aus Südbaden weit mehr abverlangte als erwartet und erst nach Klartexten von Trainer und Kapitän nach der Pause die Wende kam.

Natürlich hatten die 08-Verantwortlichen vor den gut ausgebildeten, technisch richtig gesegneten   Südbadenern gewarnt, und natürlich schien alles „standesgemäß“ zu laufen, als Loris Hoffmann schon in der 6. Minute einen Eckball per Kopf aus luftiger Höhe zum 1:0 einrammte. Aber dann kam plötzlich alles ganz anders.

Der FC Freiburg, im Hinspiel noch 1:4 gegen die Bietigheim-Bissinger klar unterlegen, übernahm weitestgehend das Spielgeschehen. Mit zwei, drei flinken Spielzügen wirbelten die FCler über den Kunstrasen vor Sven Burkhardts Kasten, in dem das 40-jährige Geburtstagskind mehr zu tun hatte als ihm lieb sein konnte.

Als in der 10. Minute ein Missverständnis zwischen dem 08-Torhüter und Benedikt Landwehr auch noch  zum schnellen Ausgleich führte und die Gäste daraufhin die spielerisch und läuferisch klar bessere Mannschaft mit etlichen Sturmläufen waren, traute mancher der 180 Zuschauer vermutlich seinen Augen nicht. Das 1:2 aus Gastgeber-Sicht durch David Tritschler war dann in der 37. Minute auch alles andere als ungerecht. Nesreddine Kenniche hatte im Mittelfeld den Ball verloren, ein Steilpass – und schon lagen die Mannen in Rot vorne.

In der Kabine hatten dann sowohl Chefcoach Markus Lang als auch Kapitän Marius Kunde Klartext geredet, „alle nach dieser seit langer Zeit schlechtesten ersten Halbzeit aufgeweckt, aber auch motiviert“, wie Kunde berichtete.

Der Trainer hatte ähnlich treffende Worte gefunden, kritisiert, dass man den bekannt spielstarken Gegner geradezu aufgebaut und zu wenig getan habe.  Lang stellte aber auch taktisch um, indem er Kunde in die Zentrale beorderte und Kenniche in die Sturmspitze.

Alles richtig gemacht, verbal wie praktisch, kann man schlussfolgern, wenn man sich die zweite Halbzeit der vom Reutlinger Schiedsrichter-Team um Daniel Leyhr gut geleiteten, mitunter harten Partie  vor Augen hält.

Jetzt waren es urplötzlich die Akteure vom Bruchwald, die mehr und mehr in Fahrt kamen, die Gäste in Schwierigkeiten brachten. Die Folge war in der 58. Minute das 2:2 durch Wissem Aouadi, der mitten aus einem Gewühle im Fünf-Meter-Raum heraus die Kugel knapp über die Torlinie bugsierte. Leider verletzte sich der Abwehrrecke kurz darauf ziemlich schwer (Bänderriss?) – der Nächste, der den Nullachtern in nächster Zeit schmerzlich fehlen wird.

Hatte Roman Kasiar in der 64. Minute alleine auf den Gäste-Keeper zulaufend  diesen nicht überwinden können, so machte er in der 76. Minute seine Sache entscheidend besser, indem er präzise zu Kenniche flankte. Kenniche wiederum nahm den Ball perfekt per Außenrist volley. 3:2-Sieg!

„Hauptsache gewonnen“, bilanzierte Kapitän Kunde dann die 93 Minuten. Markus Lang war vom Erlebten nicht gerade happy, würdigte aber die vorbildliche Moral, Laufbereitschaft und den Willen seiner Jungs in der zweiten Halbzeit. „Das war dann erfreulich. Letztlich haben wir glücklich gewonnen“, lautete sein Fazit.     (wch)


LKA deckt Phishing-Webseite auf und verhindert enormen Schaden

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Stuttgart.| Die Zentrale Ansprechstelle für Cybercrime (ZAC) des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg (LKA BW) wartet nicht, bis die Fälle bei ihr auf dem Schreibtisch landen, sondern ermittelt fortwährend auch eigeninitiativ. Bei einer Web-Recherche Mitte Februar 2023 stößt sie auf eine Phishing-Webseite. Dort findet Sie auf einer Datenbank 46 ausgespähte Zugangsdaten von Firmen. 45 Firmen haben ihren Sitz in Deutschland, eine Firma in Polen. Umgehend kontaktieren die Experten der ZAC diese Firmen und verhindern hierdurch einen enormen Schaden. Zudem kontaktiert die ZAC den technischen Betreiber des Servers, der die Phishing-Webseite umgehend abschaltet.

“Das LKA Baden-Württemberg tut alles dafür, Cyberkriminellen das Handwerk zu legen. Das kann nur gelingen, wenn wir Attacken frühzeitig erkennen und umgehend reagieren. Dieser Fall zeigt exemplarisch, dass wir über die Expertise und die Entschlossenheit verfügen, die IT-Infrastruktur der Kriminellen aufzudecken”, sagt Andreas Stenger, Präsident des LKA BW. Cybercrime-Ermittlungsverfahren weisen oftmals internationale Bezüge auf. Das LKA BW nutzt daher sämtliche Möglichkeiten der behördlichen und justiziellen Kontaktaufnahme mit ausländischen Stellen. “Hierbei spielt das BKA in Wiesbaden mit seinen weltweiten Kontakten eine zentrale Rolle. Cybercrime-Ermittlungsverfahren sind anspruchsvoll, aber nicht aussichtslos. Das untermauern unsere jüngsten Ermittlungserfolge”, betont Stenger.

Das LKA BW rät Unternehmen, Cyberangriffe nicht hinzunehmen, sondern bei der Polizei anzuzeigen. Ferner sollten sie ihre technische und organisatorische Infrastruktur kontinuierlich überprüfen und stärken. Wichtige Datenbanken und Backups sollten nicht über das Internet erreichbar sein. Zudem bieten regelmäßige Updates einen guten Schutz. “Wenn ein Hersteller keine Sicherheitsupdates mehr anbietet, sollten Sie sich umgehend um eine Alternative kümmern”, rät Stenger.

Weitere Informationen zu den Themen “Wie verhalte ich mich richtig?” beziehungsweise “Wie können Sie Ihr Unternehmen und Ihre Behörde schützen?” finden Sie unter https://lka.polizei-bw.de/zentrale-ansprechstelle-cybercrime/.

Die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) ist die zentrale Kontaktstelle der Polizei für Behörden und Unternehmen. Polizeiliche Präventionsarbeit ist eine wesentliche Aufgabe der ZAC. Neben umfangreicher Beratung im Ernstfall veröffentlicht die ZAC Warnmeldungen und leistet Präventionsvorträge im Zusammenhang mit Informationsveranstaltungen, die von Verbänden der Öffentlichen Hand und der Wirtschaft ausgerichtet werden. Die ZAC erreichen Sie per Mail [email protected] oder über die Service-Hotline: 0711 / 5401 – 2444.


WHS als Arbeitgeber der Zukunft ausgezeichnet

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Das Deutsche Innovationsinstitut für Nachhaltigkeit und Digitalisierung (DIND) hat die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH (WHS) mit der Auszeichnung „Arbeitgeber der Zukunft“ prämiert. Der Preis wird jährlich unter der Schirmherrschaft von Brigitte Zypries, Bundeswirtschaftsministerin a.D., vergeben.

Für die Vergabe der Auszeichnung waren fünf Bewertungskriterien entscheidend: moderne Führung, Innovationskraft, Stand der digitalen Transformation, Mitarbeiterfreundlichkeit und Strategien fürs Recruiting. Die WHS konnte in allen Kriterien punkten und sich erfolgreich als ökonomischer, ökologischer, sozialer und digitaler Arbeitgeber präsentieren.

„Wir freuen uns über die Auszeichnung als Arbeitgeber der Zukunft und sind stolz, auch in dieser Kategorie zu den Aushängeschildern des deutschen Mittelstands zu gehören“, sagt Marc Bosch, Geschäftsführer der WHS. „Das Wohl unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Förderung und Ausbildung junger Talente liegt uns sehr am Herzen. Die Auszeichnung beweist, dass wir damit den richtigen Weg gehen“, fügt Marcus Ziemer, ebenfalls Geschäftsführer der WHS, hinzu.


Landratsamt und Abfallwirtschaftsbetrieb vom Warnstreik betroffen

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Kreis Esslingen.| Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat am kommenden Freitag, 3. März auch Beschäftigte im Landratsamt Esslingen und beim Abfallwirtschaftsbetrieb Esslingen zum Warnstreik aufgerufen. Deshalb kann an der Entsorgungsstation Katzenbühl (Esslingen) und an der Deponie Weißer Stein (Plochingen) am kommenden Freitag voraussichtlich keine Anlieferung stattfinden. Auch im Dienstbetrieb des Landratsamts kann es durch den Warnstreik zu Einschränkungen kommen.


53 Neue beim Polizeipräsidium Stuttgart

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Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper und Polizeipräsident Markus Eisenbraun haben am Mittwoch, 1. März, im Rathaus der Landeshauptstadt insgesamt 53 neue Beschäftigte beim Polizeipräsidium Stuttgart begrüßt.

Stuttgart.| 18 Polizeibeamtinnen und 25 Polizeibeamte, darunter vier Versetzungen aus anderen Präsidien, beginnen nun ihre Karriere bei der Stuttgarter Polizei. Bei der Veranstaltung leisteten 39 frischgebackene Polizeiobermeisterinnen und Polizeiobermeister in einer feierlichen Zeremonie den Eid auf die Landesverfassung Baden-Württemberg.

Oberbürgermeister Nopper lobte in seinem Grußwort die “sehr gute und sehr enge Zusammenarbeit” zwischen Polizei und Stadt auf vielen Feldern und in vielen gemeinsamen Projekten. “Der heutige Tag gibt mir Gelegenheit, der Polizei und allen Sicherheitspartnern in unserer Stadt Dank, Anerkennung und Respekt für ihren täglichen Einsatz und für die vertrauensvolle Zusammenarbeit auszusprechen. Damit Stuttgart sicher bleibt, arbeiten Polizei, die städtischen Ämter, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des städtischen Vollzugsdienstes und die Stabsstelle Kommunale Kriminalprävention im Rathaus bestens und eng zusammen. Die große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger steht hinter der Polizei. Sie sind stolz auf ihre, auf unsere Polizei. Die Bürgerinnen und Bürger wissen, dass sie sich auf die Polizei verlassen können, auf ihre Einsatzbereitschaft, ihr Engagement, ihren Mut, ihr Können.”

Mehr als die Hälfte der Beamtinnen und Beamten, die bei der Veranstaltung ihren Diensteid abgelegt haben, wird bei der Einsatzhundertschaft eingesetzt, während die restlichen 17 bei verschiedenen Polizeirevieren oder der Verkehrspolizei ihren Dienst starten. Darüber hinaus begrüßte Polizeipräsident Eisenbraun auch sechs Bürobeschäftigte, zwei Einsatzassistentinnen, einen Fahrer sowie einen Datenanalysten, die für einen reibungslosen Ablauf im Polizeipräsidium sorgen werden.

Da viele der Beamtinnen und Beamten nicht aus Stuttgart kommen, sie jedoch mindestens fünf Jahre dienstlich an das Präsidium gebunden sind, wurde für sie im Anschluss an die Veranstaltung eine Stadtrundfahrt organisiert. “Wir möchten unseren Kolleginnen und Kollegen den Start in der neuen Umgebung erleichtern, damit sie sich nicht nur dienstlich, sondern auch persönlich mit Stuttgart identifizieren”, so Polizeipräsident Eisenbraun. “Dies soll nicht nur ein Zeichen der Wertschätzung sein, sondern ihnen auch die Vorteile einer Landeshauptstadt mit ihren vielfältigen kulturellen Angeboten, Sehenswürdigkeiten und Freizeitaktivitäten näherbringen. So wird der Rahmen geschaffen, auch über die Mindestverwendungszeit hinaus in Stuttgart zu arbeiten und zu leben.”


Das VVS JugendTicketBW startet

  • Sofort für einen Euro am Tag durchs ganze Land fahren mit dem Abo-Sofort
  • Abfeiern bei der kostenlosen Clubnacht am 24. März

Am 1. März 2023 startet das VVS-JugendTicketBW. Damit können junge Menschen für einen Euro am Tag (30,42 Euro im Monat) mit einem einzigen Ticket Bahnen und Busse nicht nur im VVS sondern in ganz Baden-Württemberg nutzen. Das Ticket ist ein persönliches Jahresabo.

„Dass das JugendTicketBW heute startet, ist eine gute Nachricht für alle jungen Fahrgäste“, sagt Horst Stammler. Für einen Euro am Tag können junge Menschen unter 27 Jahren dann im ganzen Land Bahnen und Busse nutzen, ohne auf Verbundgrenzen achten zu müssen. Die rund 150.000 Bestandskunden sind von den Abo-Centern im VVS automatisch auf das JugendTicketBW umgestellt worden. Das sind 120.000 Schülerinnen und Schüler, die bisher das VVS-Scool-Abo hatten und 33.000 junge Menschen mit dem VVS-Ausbildungs-Abo. Alle zahlen nun weniger für Bus und Bahn – und können viel weiter fahren.

Junge Menschen sind im VVS mit einem Drittel die größte Fahrgastgruppe und sorgen für ein Viertel des Umsatzes. Die Studierenden bekommen noch ein Ticket für das Sommer-Semester – „allerdings schon zum neuen Preis und mit landesweiter Gültigkeit“, so Hachenberger. Dabei werde der von den Studierenden bezahlte Solidarbeitrag im Preis berücksichtigt, so dass auch die „Studis“ nicht mehr als 365 Euro im Jahr bezahlen müssten.

Sparpotenzial von 21 bis 51 Prozent

Freuen dürfen sich alle, die noch keine 21 Jahre alt sind und in Baden-Württemberg wohnen. Sie sind berechtigt, das Ticket zu kaufen. Für Personen über 21 ist aber nicht zwingend Schluss. Denn bis zum 27. Geburtstag profitieren auch die vom JugendTicketBW, die eine Ausbildung, ein Studium, Pflichtpraktikum oder zum Beispiel einen Freiwilligendienst im Land absolvieren. Damit sparen Eltern und junge Erwachsene im VVS zwischen 21 Prozent (Schüler) und 51 Prozent (Azubis) im Vergleich zum heutigen Preis – und die landesweite Gültigkeit gibt es gewissermaßen kostenlos dazu. Das JugendticketBW wird vom Land sowie den Stadt- und Landkreisen in Baden-Württemberg gemeinsam finanziert.

Wer noch kein JugenTicket hat, kann sich ein Abo-Sofort holen

Mit einem Abo-Sofort können alle, die noch kein VVS-JugendTicket BW haben die Zeit bis zu Ihrem Abo-Beginn überbrücken. Zusammen mit der Online-Abo-Bestellung gibt es ein PrintTicket zum Selbstausdrucken. Dann fahren sie direkt nach der Bestellung bereits für einen Euro am Tag im ganzen Land. Auch im KundenCentrum ist beim Abo-Abschluss ein Kauf des Abo-Sofort möglich.

JugendTicket entlastet rund 40 Prozent der VVS-Kunden

Mit dem neuen Angebot setzt die Landesregierung ein wichtiges Vorhaben des Koalitionsvertrages um. Das JugendTicketBW gibt es nur im Abo. Die 365 Euro pro Jahr und Person werden in zwölf Monatsraten abgebucht. Der Preis ist bewusst so niedrig, damit der Anreiz für junge Menschen da ist, dauerhaft auf den klimafreundlichen ÖPNV umzusteigen. Außerdem soll das Familienbudget geschont werden, denn während Ausbildung oder Studium verdienen sie selten viel Geld.

Das JugendticketBW ist eine gemeinsame Initiative des Landes, der Land- und Stadtkreise sowie der Verkehrsverbünde in Baden-Württemberg. Das Land fördert das JugendticketBW mit rund 100 Millionen Euro pro Jahr. Das entspricht 70 Prozent der Gesamtkosten. Von den Land- und Stadtkreisen kommen die restlichen 30 Prozent.

Was passiert mit dem Scool- und Ausbildungs-Abo?

Mit der Einführung des landesweit gültigen JugendTicketBW stellt der VVS das Scool-, Ausbildungs-Abo sowie das Ausbildungs-Ticket ein. Wer älter als 26 Jahre ist oder sich nicht an ein Abo binden möchte, kann auf das AusbildungsTicket 27/U27 ausweichen – das VVS-StudiTicket und Anschluss-StudiTicket wird bis auf weiteres angeboten.

Clubnacht in Stuttgart

Zur Einführung des VVS-JugendTicketBW veranstaltet der VVS zusammen mit dem Club Kollektiv Stuttgart e.V. die JugendTicket-Clubnacht. Jeder, der ein VVS-JugendTicketBW hat, ist am 24. März 2023 in sechs angesagte Stuttgarter Clubs eingeladen. Ein kostenloses Ticket können sich Partygänger demnächst über die Seite vvs.de/clubnacht sichern. Mit dem Ticket und gegen Vorlage des persönlichen VVS-JugendTicketBW gibt es in der ersten besuchten Location ein Clubnacht-Bändchen, das zum Eintritt in die anderen fünf beteiligten Clubs berechtigt.

Alle wichtigen Infos zum VVS-JugendTicketBW sowohl für Schülerinnen und Schüler, als auch für Studierende, Azubis und FSJler sowie detaillierte Antworten zu den häufigsten Fragen finden Interessenten auf vvs.de/jugendticketbw


Vorfahrtsregel „rechts vor links“ gilt auf Parkplätzen nicht

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Begegnen sich Fahrzeuge auf einem öffentlichen Parkplatz an Kreuzungsstellen, müssen sie sich rücksichtsvoll über die Vorfahrt verständigen. Die im Straßenverkehr geltende Vorfahrtsregel „rechts vor links“ gilt auf Parkplätzen nicht. Die Württembergische Versicherung AG, ein Unternehmen der W&W-Gruppe, weist auf ein kürzlich ergangenes Urteil des Bundesgerichtshofs (VI ZR 344/21) hin.

Im entschiedenen Fall stießen zwei Fahrzeuge auf dem Parkplatz eines Baumarktes in einem Kreuzungsbereich zusammen. An dieser Stelle war die Sicht durch einen parkenden Sattelzug erheblich eingeschränkt. Einer der beiden Unfallbeteiligten forderte vom Unfallgegner, ihm zu 100 Prozent den ihm entstandenen Schaden zu ersetzen. Er begründete dies damit, dass dieser von links gekommen sei und ihm daher hätte Vorfahrt gewähren müssen. Das Gericht gab jedoch seiner Klage nur teilweise statt und verurteilte den Unfallgegner, 70 Prozent des Schadens zu tragen.

Laut dem Urteil seien beide zu schnell auf dem Parkplatz unterwegs gewesen, wobei der Unfallgegner noch deutlich schneller fuhr als der Kläger. Die Vorfahrtsregel „rechts vor links“ gelte nur auf öffentlichen Straßen. Eine vergleichbare Situation bestehe auf Parkplätzen in aller Regel nicht. Auf diesen müsse man langsam fahren und sich an Kreuzungsbereichen rücksichtsvoll verständigen, wer zuerst weiterfährt.


Duisburg zu stark für Ludwigsburg

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Die Wasserballer des SVL haben das Heimspiel gegen den starken ASC Duisburg mit 7:14 verloren. Ludwigsburg musste auf mehrere, erkrankte und verletzte Spieler verzichten.

Die Partie des SVL am Samstagabend zuhause im Sportbad Stuttgart ist mit 7:14 gegen den ASC Duisburg verloren gegangen. Die SVL-Wasserballer hatten sich schon ein bisschen mehr erhofft. Wegen mehrerer verletzter beziehungsweise erkrankter Spieler wäre ein Sieg aber vermutlich nicht zu schaffen gewesen, auch mit ein bisschen mehr Fortune nicht.

Der SVL-Betreuer Dieter Gscheidle sagt, das Ergebnis sei „etwas zu deutlich“. Ludwigsburg hätte das Überzahlspiel besser nutzen müssen, die Mannschaft habe auch ein bisschen Pech gehabt mit Pfosten- und Lattenschüssen. Er spricht aber auch von einem „alles in allem verdienten Sieg des ASCD“, der weiter auf Platz zwei in der Liga steht.

Der Spielverlauf ist schnell erzählt. Der ASCD geht gleich zu Beginn der Partie in Führung, der SVL-Kapitän Nino Blazevic macht zwar wenig später den Ausgleich zum 1:1. Danach erzielen die Duisburger die nächsten vier Treffer in Folge. Es steht 1:5. Dann macht Tobias Bauer das 5:2 für Ludwigsburg. Vitor Pavicic- Capucho gelingt das 3:6, doch die Gäste erzielen noch vor der Halbzeit das 3:7 und das 3:8.

Bereits jetzt ist eigentlich klar: der SVL wird kaum Punkte einfahren. In der zweiten Hälfte der Partie fallen weitere Tore für Duisburg. Bald steht es 4:9, 4:10 und dann 4:11. Nach einem Foul, versenkt Sergio Prieto Hernandez den Ball bei einem Strafwurf im ASCD-Tor und es steht 5:11. Beim Ende des dritten Viertels ist auf der Anzeigetafel 5:12 zu lesen.

Die letzten acht Minuten: Duisburg zieht weiter davon, macht das 5:13. Der SVL-Kapitän Nino Blazevic und ein starker Tobias Bauer erzielen kurz vor dem Ende der Partie das 6:13 und das 7:13. Den letzten Treffer der Partie zum 7:14 machen aber wieder die Gäste.

Der SVL-Vizepräsident Matthias Nagel sagt nach dem Abpfiff: „Wir haben heute leider nichts zu bestellen gehabt, waren nicht auf der Höhe.“ Das Team habe sich während der vergangenen zwei Wochen „nicht vernünftig vorbereiten können, weil ständig Spieler ausgefallen sind“. Oft seien nur sechs, sieben Spieler fit gewesen, an ein reguläres Training sei kaum zu denken gewesen. Auch deshalb habe gegen Duisburg „ein bisschen die Power gefehlt“.

Der Ludwigsburger Trainer Marko Curic sagt mit Blick auf die Partie und den Krankenstand: „Das ist leider unsere Realität im Moment.“ Die dezimierte Mannschaft habe „so gut wie möglich gespielt“. Aber klar, er sagt auch: „Ich bin trotzdem nicht zufrieden.“ Duisburg sei ein starkes Team, mit guten Einzelspielern und einem erfahrenen Trainer. Auch eine komplett fitte Ludwigsburger Mannschaft hätte an ihr Limit gehen müssen, um Punkte zu holen.

Der ASCD, so Marko Curic, „hat nicht zufällig zweimal gegen Waspo Hannover gewonnen“, das Team, das bis dato eigentlich klar die Nummer zwei im deutschen Wasserball war, hinter Spandau. Curic hofft nun, dass Ludwigsburg von weiteren Verletzungen und Krankmeldungen verschont bleibt.

Dieter Gscheidle ist – wie immer – optimistisch und erklärt: „Wir konzentrieren uns auf das nächste Spiel am kommenden Wochenende gegen Waspo Hannover.“ Diese Auswärtspartie dürfte allerdings kaum einfacher werden als das Heimspiel gegen Duisburg. Sein Motto: Mund abwischen, weiter machen. Der SVL steht weiter auf Platz fünf in der Tabelle. Das Saisonziel bleibt (mindestens) Platz vier, dafür werde man arbeiten.