Wahlhelfer für den 9. Juni gesucht

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Wer Interesse daran hat, sich aktiv an den Wahlen am 9. Juni zu beteiligen, kann jetzt die Gelegenheit nutzen, ein Stück Demokratie „live“ zu erleben.

Die Stadt Stuttgart sucht für die kommende Europa‐, Regional‐ und Gemeinderatswahl am 9. Juni 2024 noch Wahlhelferinnen und Wahlhelfer für die Wahllokale in fast allen Stadtbezirken. Auch für die Briefwahlauszählung sucht die Stadt in vielen Stadtbezirken noch Freiwillige.
Voraussetzungen:
Wer Wahlhelferin beziehungsweise Wahlhelfer werden möchte, muss für die Wahlen am 9. Juni 2024 wahlberechtigt sein, das heißt mindestens 16 Jahre alt sein und die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Wahlrechtliche Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Alle Helferinnen und Helfer erhalten die notwendigen Informationen in Form eines Merkblatts.
Aufwand und Entschädigung:
Im Wahllokal wird am Wahlsonntag ab 7.30 Uhr in zwei Schichten gearbeitet. Ab 18 Uhr bis etwa 22.30 Uhr zählen dann alle Mitglieder des Wahlvorstands gemeinsam die Ergebnisse aus. Der Einsatz für die Briefwahlauszählung beginnt am Wahlsonntag um 13 Uhr und endet etwa um 22.30 Uhr. Die Entschädigung für den ehrenamtlichen Einsatz am Wahlsonntag wurde jüngst erhöht: Wahlhelfer erhalten nun in der Regel einen Tagessatz von 99 Euro.
Kontakt:

 

Wer sich für den Wahlhelfereinsatz melden oder mehr erfahren möchte, kann mit dem Statistischen Amt oder den Bezirksämtern des äußeren Stadtgebiets Kontakt aufnehmen.Wahllokale in den Stadtbezirken Mitte, Nord, Ost, Süd und West:

 

Wahllokale in den Stadtbezirken des äußeren Stadtgebiets:


W&W-Gruppe verbessert 2023 Marktpositionen weiter

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  • Starkes Wachstum über Marktdurchschnitt bei der Wüstenrot Bausparkasse sowie der Sach- und Lebensversicherung der Württembergischen trotz schwacher Konjunktur und starker Verunsicherung der Verbraucherinnen und Verbraucher.

  • Gewinn nach HGB steigt um rund 10 Prozent auf 131,7 Millionen Euro und ermöglicht Dividendenkontinuität.

  • Konzernjahresüberschuss nach IFRS mit 140,5 Millionen Euro im Rahmen der aktualisierten Prognose.

  • Die W&W-Gruppe ist bei Kundennähe, Marktrelevanz und Kosteneffizienz erneut ein gutes Stück vorangekommen. Insgesamt erfolgreiches Geschäftsjahr.

Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) hat im Geschäftsjahr 2023 eine gute, teilweise sogar sehr gute Entwicklung des Neugeschäfts in nahezu allen Sparten verzeichnet. Vor allem die Wüstenrot Bausparkasse, die erneut einen Rekordwert erzielte, sowie die Sach- und die Lebensversicherung der Württembergischen erzielten Zuwächse deutlich über Marktdurchschnitt. Die Ergebnisentwicklung des Vorsorge-Konzerns war, wie bereits bekanntgegeben, von Unwetter- und anderen Großschäden sowie von deutlich erhöhten Kosten in der Kfz-Versicherung beeinflusst. Das nach IFRS ermittelte Konzernergebnis nach Steuern erreichte mit 140,5 Millionen Euro die im Oktober 2023 aktualisierte Zielspanne von 130 bis 160 Millionen Euro. Im HGB-Einzelabschluss legte die Gruppe deutlich zu auf 131,7 Millionen Euro (plus 10,3 Prozent zum Vorjahr). Angesichts dieses guten Ergebnisses schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung erneut die Zahlung einer Dividende von 65 Eurocent je Aktie und damit Dividendenkontinuität vor. Damit würden 61 Millionen Euro an die Aktionäre ausgezahlt. Für das laufende Geschäftsjahr 2024 geht die W&W-Gruppe bei weiter anhaltenden externen Belastungen von einer Steigerung des Konzernergebnisses aus.

Jürgen A. Junker, CEO der W&W AG: „Die Rahmenbedingungen waren 2023 alles andere als einfach. Externe Faktoren wie starke Preissteigerungen, aber auch politisch bedingte Verunsicherungen der Menschen prägten das Umfeld. Hinzu kamen Schäden aus großen Unwetterereignissen. Trotz der in dieser Ballung unbekannten Belastungen ist die Gruppe weiter deutlich vorangekommen. Insbesondere das starke Neugeschäft unterstreicht die Attraktivität der Leistungen und Produkte für unsere Kundinnen und Kunden und nicht zuletzt die Resilienz, die sich die W&W-Gruppe mit ihren mehr als 6,5 Millionen Kundinnen und Kunden aufgebaut hat. Sie zeigt, dass unser Konzern auch unter schwierigen Bedingungen erfolgreich ist. Das verdanken wir kundennaher und kosteneffizienter Arbeit und unserem erfolgreichen digitalen Aufbruch. Unsere Solidität und Widerstandsfähigkeit haben auch dazu beigetragen, die in dieser Intensität nicht gekannten Schadenbelastungen zu verarbeiten.“

Junker weiter: „Besonders bemerkenswert und für die Versichertengemeinschaft belastend ist die sehr markante Erhöhung der Kosten bei Rückversicherungen und Werkstätten. Die Preiserhöhungen bei Werkstätten mit Stundensätzen von teilweise über 200 Euro sind deutlich aus dem Ruder gelaufen. Aber auch die geänderte Preis- und Zeichnungspolitik der Rückversicherer belastet am Ende die Verbraucherinnen und Verbraucher, auch wenn wir uns im Interesse unserer Kundinnen und Kunden auf diese Herausforderungen eingestellt haben.“

Wesentliche Kennzahlen W&W-Konzern 2023 (nach IFRS)

Der Jahresüberschuss lag mit 140,5 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert von 237,7 Millionen Euro (Wert adjustiert auf IFRS 17) und damit im Rahmen der im Oktober 2023 angepassten Prognose. Wichtigster Einflussfaktor war das deutlich rückläufige versicherungstechnische Ergebnis von 121,8 Millionen Euro (Vorjahr: 308,2 Millionen Euro) aufgrund der hohen Schadenaufwendungen.

Die Verwaltungsaufwendungen brutto erhöhten sich um 5,1 Prozent auf 1,15 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,09 Milliarden Euro), vor allem aufgrund anhaltend hoher Investitionen in die Digitalisierung der Prozesse und in eine leistungsfähige IT-Infrastruktur.

Geschäftsfeld Wohnen

Im Geschäftsfeld Wohnen verzeichnete die Wüstenrot Bausparkasse, klare Nummer zwei im deutschen Markt, im Jahr 2023 beim Netto-Neugeschäft nach Bausparsumme ein Plus von 20,5 Prozent auf 16,73 Milliarden Euro und erreichte damit den besten Wert in der Unternehmensgeschichte. Der Marktanteil von Wüstenrot wird sich damit um fast 2 Prozentpunkte erhöhen.

Im Baufinanzierungsbereich führten der schnelle Zinsanstieg, starke Preissteigerungen bei Bauleistungen sowie unklare Vorgaben für die Förderung von Wohneigentum und der energetischen Sanierung von Gebäuden vergangenes Jahr zu einem Nachfrageeinbruch nach Wohnungsbaukrediten. Mit einem Neugeschäftsvolumen von 3,91 Milliarden Euro inklusive der Vermittlungen ins Fremdbuch entwickelte sich Wüstenrot leicht über der Branche. Der Kreditbestand ist bei Wüstenrot im Vorjahresvergleich um 6 Prozent auf 25,8 Milliarden Euro und damit auf eine neue Bestmarke gestiegen.

Geschäftsfeld Versichern

Die Schaden-/Unfallversicherung der Württembergischen weist für 2023 einen Zuwachs im Neugeschäft (Jahresbestandsbeitrag, Neu- und Ersatzgeschäft) von 23,5 Prozent auf 423,6 Millionen Euro aus. Die mehrfach ausgezeichnete Digitalmarke Adam Riese konnte die Kundenzahl bis Ende 2023 weiter auf knapp 420.000 Kundinnen und Kunden erhöhen und baute ihr Produktangebot aus. Die Schaden-Kosten-Relation (Combined Ratio, netto, nach IFRS) in der Schaden-/Unfallversicherung lag bei 99,3 Prozent (Vorjahr: 92,7 Prozent). Die Württembergische Versicherung verzeichnete vor allem im dritten Quartal 2023 eine Vielzahl unwetterbedingter Elementarschäden. Hinzu kam eine unerwartete Kumulierung einzelner Großschäden bei Firmenkunden sowie eine höhere Anzahl von Kfz-Schäden, verbunden mit deutlich höheren Schadenaufwendungen, was auch branchenweit entsprechende Prämienerhöhungen nach sich zog.

Die Württembergische Lebensversicherung konnte das Neugeschäft nach Beitragssumme gegenüber dem Vorjahr um 5,6 Prozent auf
3,47 Milliarden Euro steigern, während das Marktwachstum nur 2,3 Prozent betrug. Wie in den Vorjahren entwickelte sich dabei vor allem die betriebliche Altersvorsorge (bAV) dynamisch, deren Beitragssumme um 14,6 Prozent zulegte. Die Württembergische Krankenversicherung erreichte beim Jahresneubeitrag eine Steigerung um mehr als 30 Prozent auf 10,1 Millionen Euro (Vorjahr: 7,7 Millionen Euro).

Ausblick 2024

Ungeachtet der weiterhin schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen in Deutschland ist die W&W-Gruppe für das laufende Geschäftsjahr vorsichtig zuversichtlich. Unter der Annahme einer weiterhin erfolgreichen Neukundengewinnung, stabiler Verwaltungsaufwendungen und einer normalisierten Schadenentwicklung geht die Gruppe 2024 von einem Konzernjahresüberschuss über Vorjahr, aber unter dem mittel- bis langfristigen Zielkorridor von 220 bis 250 Millionen Euro aus. Im HGB-Einzelabschluss wird ein Wert auf Vorjahresniveau angestrebt.

Jürgen A. Junker: „Die W&W-Gruppe ist stark und hat in den vergangenen Jahren bewiesen, dass sie sich besser entwickeln kann als die Branche insgesamt. Wir sind dabei, auch 2024 neue Kundinnen und Kunden zu gewinnen und bestehende Kundenbeziehungen auszuweiten. Dafür investieren wir weiter in erheblichem Ausmaß in Produkte, Prozesse und nicht zuletzt in unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“


So dreht man den Heizkessel im Sommer richtig ab

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Heizung: In der warmen Jahreszeit abschalten oder auf Sommerbetrieb umstellen spart Energie

Zukunft Altbau gibt Tipps für den sparsamen Umgang mit Heizenergie

Mit dem Frühling steigen die Temperaturen. Spätestens zum 1. Mai endet in Deutschland die Heizsaison – inzwischen aufgrund der Klimaerwärmung meist früher. Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer können dann ihre Heizung bis Oktober abschalten, um Energie zu sparen. Darauf weist das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm Zukunft Altbau hin. Erwärmt die Heizung auch das Wasser für Dusche und Küche, sollte alternativ der Sommerbetrieb aktiviert werden. Die Abschaltung im Sommer kann bis zu acht Prozent Heizkosten einsparen, schätzen die Fachleute von Zukunft Altbau. Zudem führt sie zu einer längeren Lebensdauer der Heizkessel. Grundsätzlich gilt: In gedämmten Häusern kann man den Kessel früher abdrehen. Wer noch über die Zeitumstellung am 31. März 2024 hinaus heizen möchte, sollte prüfen, ob die Heizung die Nachtabsenkung automatisch an die Sommerzeit anpasst. Ist das nicht der Fall, könnte es beim Aufstehen in der Früh in der Wohnung noch kalt sein.

Fragen beantwortet das Team von Zukunft Altbau kostenfrei am Beratungstelefon unter 08000 12 33 33 (Montag bis Freitag von 9 bis 13 Uhr) oder per E-Mail an beratungstelefon@zukunftaltbau.de.

In der warmen Jahreszeit wird in der Regel nicht geheizt. Daher raten Expertinnen und Experten, die Heizung im Frühjahr auszuschalten. Es lohnt sich. Ist sie nicht komplett abgeschaltet, springen der Öl-, Gas- oder Pelletkessel oder die Wärmepumpe auch im Sommerhalbjahr immer wieder an. Das ist der Fall, wenn die Außentemperatur einen bestimmten Wert unterschreitet. In Deutschland ist dies meist ein Tagesmittelwert zwischen 15 und 17 Grad Celsius. Die Heizung speist dann unterhalb der sogenannten Heizgrenztemperatur trotz heruntergedrehter Thermostate Wärme in den Heizkreislauf. Dies geschieht immer wieder, da die Heizgrenztemperatur auch in vielen Sommernächten noch unterschritten wird.

Heizung nicht unnötig arbeiten lassen

„Ein besseres Beispiel für sinnlosen Verbrauch gibt es nicht, da die Bewohnerinnen und Bewohner die Wärme überhaupt nicht benötigen“, sagt Frank Hettler von Zukunft Altbau. „Am nächsten Tag wird es ja wieder warm, das Haus kühlt so schnell nicht aus.“ Er empfiehlt, sich nicht darauf zu verlassen, dass die Anlage im Sommer sowieso abschaltet. Denn selbst im Hochsommer springt die Heizung aufgrund der Heizgrenztemperatureinstellung nachts immer wieder unbemerkt an.

Einen solch unnötigen Heizungsbetrieb sollte man vermeiden. Unterscheiden muss man zwischen Heizungen, die nur die Räume beheizen und solchen, die auch das Wasser für Dusche und Bad erhitzen. Im ersten Fall kann die Heizung ganz abgeschaltet werden. Im zweiten Fall sollte man den Sommerbetrieb einschalten – dann speist die Heizung nur Wärme in den Warmwasserspeicher und nicht in den Heizkreislauf.

Nachtabsenkung an die Sommerzeit angepasst?

Wer über Ende März hinaus heizen muss, sollte prüfen, ob die Zeiteinstellung der Nachtabsenkung automatisch an die Sommerzeit angepasst wird. Am 31. März wird die Uhr von zwei auf drei Uhr vorgestellt. In modernen Heizungsanlagen nimmt häufig eine Funkuhr die Umstellung vor. Bei älteren Modellen muss man die Umstellung per Hand machen. Erfolgt sie nicht, heizt man nach der Zeitumstellung am Bedarf vorbei.

Die Nachtabsenkung spart Heizenergie. Der Heizbetrieb wird dabei eine Stunde vor Bettruhe etwa von 20 auf 14 bis 15 Grad Raumtemperatur heruntergeregelt und eine Stunde vor dem Aufstehen wieder hochgefahren. Ist die Nachtabsenkung beispielsweise von 22 bis fünf Uhr morgens eingestellt und wurde sie nicht an die Sommerzeit angepasst, verschiebt sich die Nachtabsenkung von 23 Uhr auf sechs Uhr morgens. Beim ins Bett gehen ist es dann eher zu warm. Und wer um sechs Uhr morgens in Bad und Küche steht, friert eventuell noch eine Weile.

Aktuelle Informationen zur energetischen Sanierung von Wohnhäusern gibt es auf www.zukunftaltbau.de.


Start in EM-Qualifikation: Ein Neuling und vier Rückkehrerinnen

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Bundestrainer Horst Hrubesch hat heute seinen Kader für die EM-Qualifikationsspiele am 5. April (ab 20.30 Uhr, live in der ARD) in Linz gegen Gastgeber Österreich und am 9. April (ab 18.10 Uhr, live im ZDF) in Aachen gegen Island bekanntgegeben. Er nominierte 23 Spielerinnen, von denen eine zum ersten Mal eine Einladung für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft erhielt: Bibiane Schulze Solano von Athletic Bilbao.

Daneben berief Horst Hrubesch mit Felicitas Rauch (North Carolina Courage), Nicole Anyomi (Eintracht Frankfurt), Lina Magull (Inter Mailand) und Melissa Kössler (TSG Hoffenheim) vier Spielerinnen in den Kader zurück, die zuletzt aus unterschiedlichen Gründen im DFB-Team gefehlt hatten.

Horst Hrubesch sagt: “Wir beobachten natürlich auch Spielerinnen, die im Ausland aktiv sind. Bibiane Schulze Solano ist eine interessante Abwehrspielerin, die schon länger bei uns auf dem Zettel steht. Ich freue mich darauf, sie nun in unserem Kreis zu erleben und besser kennenzulernen. Meine Überzeugung ist, dass sie – genauso wie unsere Rückkehrerinnen – unser Team mit ihrer individuellen Qualität verstärken kann.”

Verletzungsbedingt verzichten muss der Bundestrainer auf zwei Stammkräfte aus Wolfsburg: Kapitänin Alexandra Popp wird wegen Kniebeschwerden bei der Nationalmannschaft fehlen, Abwehrspielerin Marina Hegering aufgrund eines Muskelfaserrisses.

“Ich wünsche Poppi und Marina gute Besserung”, sagt Hrubesch. “Die Gesundheit der Spielerinnen steht ohne Frage immer an oberster Stelle. Für uns heißt es nun, die Situation anzunehmen und anderen Spielerinnen die Chance zu geben, sich zu zeigen. Den Schwung aus der erfolgreichen Qualifikation für die Olympischen Spiele in Paris wollen wir mitnehmen, wir wollen angreifen und an die Leistung gegen die Niederlande anknüpfen. Ich bin sicher: Wenn uns das gelingt, werden wir erfolgreich in die EM-Qualifikation starten.”

Die Nationalmannschaft kommt am Ostermontag in Linz zusammen. Am 5. April (ab 20.30 Uhr, live in der ARD) tritt das DFB-Team im ersten EM-Qualifikationsspiel gegen Österreich an. Am 9. April (ab 18.10 Uhr, live im ZDF) trifft die Mannschaft im zweiten Spiel der EM-Qualifikation im Aachener Tivoli auf Island. Komplettiert wird die Vierergruppe durch Polen. Die beiden besten Mannschaften jeder Gruppe qualifizieren sich direkt für die EM-Endrunde in der Schweiz (2. bis 27. Juli 2025). Die Dritt- und Viertplatzierten bestreiten die Playoffs.

Der Kader der Frauen-Nationalmannschaft 


SG verpflichtet erstligaerfahrenen Rechtsaußen

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Moritz Strosack wechselt zur SG BBM Bietigheim

Bietigheim-Bissingen.| Die um den Aufstieg ins Oberhaus kämpfende SG BBM Bietigheim vermeldet für die nächste Saison einen Neuzugang auf der rechten Außenposition. Mit dem 24-jährigen Moritz Strosack kommt ein Spieler mit der Erfahrung aus bislang 86 Erstligaspielen zu den Schwaben. Der Linkshänder wechselt vom SC DHfK Leipzig ins Ellental und tritt in die Fußstapfen von SG-Routinier Christian Schäfer, der nach 17 Jahren in Bietigheim im Sommer seine aktive Karriere beenden wird.

Seiner neuen Aufgabe blickt Moritz Strosack mit Vorfreude entgegen: „Ich bin sehr glücklich, in der nächsten Saison ein Teil der SG zu sein. Die Mannschaft hat sich in den letzten Jahren zu einem absoluten Topteam und Aufstiegsaspiranten der zweiten Liga entwickelt. Zur weiteren Entwicklung möchte ich meinen Teil beitragen. Außerdem freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit Iker, da ich als Außen aufgrund der spanischen Spielweise noch einiges von ihm lernen kann.“

Moritz Strosack ist in Altenheim in der Ortenau aufgewachsen und hat beim dortigen TuS sämtliche Jugendmannschaften durchlaufen. Mit der deutschen Jugend-Nationalmannschaft gewann er 2016 die Bronzemedaille bei der U18-Europameisterschaft. Ein Jahr später wechselte Strosack zur HBW Balingen-Weilstetten und gehörte seit der Spielzeit 2020/21 fest zum Erstligakader der Gallier von der Alb. Zur aktuellen Saison schloss er sich dem SC DHfK Leipzig, derzeit Tabellenachter der ersten Bundesliga, an.

Ab Sommer geht es zurück in den Süden und die SG-Fans dürfen sich auf viele Tore des Flügelspielers freuen. Dies bringt auch SG-Geschäftsführer Bastian Spahlinger zum Ausdruck: „Wir beobachten Moritz‘ Werdegang schon längere Zeit. Er hat sich in Balingen von einem großen Talent zu einem gestandenen Erstligaspieler entwickelt. Mit seiner Schnelligkeit im Umschaltspiel, seinem herausragenden Sprungvermögen und seiner hohen Wurfvariabilität passt Moritz perfekt zu unserer Spielweise.“

Handball ist im Hause Strosack Familiensache. Eigentlich alle in der Familie, so erzählt es Moritz Strosack, spielen oder spielten Handball. Wer den Namen Strosack in dieser Spielzeit auch in der zweiten Liga verortet, liegt nicht falsch. Moritz‘ Cousin Peter spielt bei Bayer Dormagen – übrigens ebenso auf der rechten Außenposition.


GINSTR Gin aus Stuttgart gewinnt Gold beim World Spirits Award 2024

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Salzburg.| Im österreichischen Salzburg wurden am Wochenende die World Spirits Awards verliehen. Großer Gewinner war dabei eine deutsche Brennerei: GINSTR – Stuttgart Dry Gin wurde mit der Goldmedaille in der Kategorie Gin ausgezeichnet und hat dabei einige bekannte Weltkonzerne hinter sich gelassen.

Die GINSTR-Gründer Alexander Franke (39) und Markus Escher (32) waren vor Ort und wurden vor internationalem Publikum für ihren Gin geehrt. Die Fachjury hat den Stuttgarter Gin mit 94 von 100 möglichen Punkten bewertet und ihn somit erneut als einen der besten Gins der Welt ausgezeichnet. Weitere Gewinner in den verschiedenen Kategorien von Amaro über Sake bis hin zu Whisky kommen aus Ländern wie Italien, Japan, Kanada, Schottland und Südafrika.

Brennmeister und Gründer Markus Escher: “Wir sind eine kleine Manufaktur, die alles in Handarbeit herstellt. Selbst unsere Flaschen werden noch per Hand nummeriert. Es ist schön zu sehen, dass man es mit diesem Ansatz auch mit den weltbekannten Marken aufnehmen kann und am Ende sogar gewinnt.”

Es ist nicht der erste Preis für die Stuttgarter: Bereits 2018 konnte GINSTR beim World Spirits Award Gold gewinnen, im selben Jahr gab es zudem internationale Auszeichnungen in London, China und Hongkong. Sechs Jahre später wird die Erfolgsgeschichte der Stuttgarter Brennerei in Österreich weitergeschrieben.

GINSTR-Macher Alexander Franke: “Wir sind überglücklich. Sechs Jahre nach unserem damaligen Triumph wieder auf dieser Bühne stehen zu dürfen und den begehrten Preis zu bekommen, den die gesamte Spirituosenbranche so feiert. Das ist für uns ein unglaubliches Gefühl.”


Filimon Gerezgiher wechselt zur kommenden Saison zum SV 07 Elversberg

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Freiberg a. N.| Filimon Gerezgiher wird zur kommenden Saison den Sprung zum Zweitligisten SV 07 Elversberg wagen. Nach Emir Kuhinja ist er der zweite Spieler vom SGV Freiberg Fußball, der den Weg in die 2. Bundesliga einschlägt. Dies zeigt, dass der SGV eine gute Plattform für junge Talente darstellt. Diese Entscheidung kommt nicht überraschend, denn Filimon Gerezgiher hat sich in dieser Saison enorm weiterentwickelt und seinen Wechsel mehr als verdient.

Mit zahlreichen wichtigen Toren und Vorlagen hat Filimon Gerezgiher maßgeblich zum Erfolg des SGV beigetragen. Seine Leistungen auf dem Spielfeld haben gezeigt, dass er über das Potenzial für höhere Ligen verfügt. Es wird ein großer Verlust für den SGV Freiberg sein, zeigt aber auch dass das Trainerteam und Sportdirektor Dieter Gerstung des SGV einen ausgezeichneten Job geleistet hat und es ist daher kein Wunder, dass er nun den nächsten Schritt in seiner Karriere macht.

Der Wechsel nach Elversberg bietet Filimon Gerezgiher die Möglichkeit, sein Talent weiter zu entfalten und sich in der 2. Bundesliga zu beweisen. Doch bevor es soweit ist, wird er noch alles für den SGV geben. Sein Einsatz und Engagement werden bis zum letzten Spiel dieser Saison unermüdlich sein.


SGV begrüßt Mario Estasi als neuen Sportlichen Leiter der Scoutingabteilung

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Freiberg a. N.| Der SGV heißt Mario Estasi herzlich als neuen Mitarbeiter im Verein willkommen. Mario Estasi wird ab sofort die Leitung der Scoutingabteilung übernehmen und diese weiter ausbauen. Mit seiner Erfahrung und seinem Fachwissen im Bereich des Fußballs wird er eine wichtige Rolle bei der Identifizierung und Rekrutierung von Talenten spielen.

Mario Estasi ist kein Unbekannter beim SGV. Bereits in der Vergangenheit hat er für den Verein als Trainer gearbeitet und konnte sich dabei durch sein Engagement und seine Expertise auszeichnen. Sein umfangreiches Netzwerk und seine profunde Kenntnis des Fußballs werden dazu beitragen, das Scouting-Team des SGV zu stärken und die Suche nach vielversprechenden Spielern zu intensivieren.

Dieter Gerstung, Sportdirektor des SGV, äußerte sich zu Estasis Ernennung: “Wir freuen uns, Mario Estasi wieder in unserem Team begrüßen zu dürfen. Seine Rückkehr und die Übernahme der Leitung unserer Scoutingabteilung sind ein wichtiger Schritt für unseren Verein. Wir erkennen an, dass wir in diesem Bereich noch Verbesserungspotenzial haben und sind zuversichtlich, dass Mario Estasi uns dabei helfen wird, uns zukünftig besser aufzustellen.”

Die Ernennung von Mario Estasi zum Leiter der Scoutingabteilung unterstreicht das Engagement des SGV, sein Team und seine Strukturen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Der Verein ist zuversichtlich, dass diese Entscheidung dazu beitragen wird, die sportlichen Ziele zu erreichen und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Vereins zu stärken.


Keine Entscheidung der Bahn über Zeitpläne von Stuttgart 21

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Stuttgart.| Die Deutsche Bahn hat die Projektpartner Stuttgart 21 darüber informiert, dass angesichts der Probleme und Risiken bei den Zeitplänen noch keine Entscheidung darüber getroffen wurde, ob das Projekt Stuttgart 21 ab Ende 2025 in Teilen in Betrieb gehen kann oder ob die Inbetriebnahme insgesamt verschoben werden muss.

Eine Entscheidung dazu hat die Deutsche Bahn für Juni angekündigt. Die Projektpartner Stuttgart 21 fordern die Bahn auf, für die verschiedenen Schritte der Inbetriebnahme einen Terminplan vorzulegen. Aus diesem muss hervorgehen, welche Teile der neuen Infrastruktur bis zu welchem Zeitpunkt zur Verfügung stehen und welche Teile der bisherigen Infrastruktur wann außer Betrieb gehen. Es wird erwartet, dass die Bahn frühzeitig und verlässlich kommuniziert, welches Verkehrsangebot 2026 realisiert werden kann. Angesichts der schlechten Qualität der S‐Bahn und des Schienenpersonennahverkehrs ist es dringend erforderlich, dass schnellstmöglich die neue Infrastruktur verfügbar ist. Die S‐Bahn über den neuen Bahnhof Mittnachtstraße geht dann Mitte 2026 in Betrieb und die Gäubahn wird dann entsprechend erst Mitte 2026 unterbrochen.

Diese Planungssicherheit ist jetzt notwendig. Damit kann nicht bis Juni gewartet werden. Über weitere Schritte der Inbetriebnahme bis Ende 2025 kann die Deutsche Bahn auch in den nächsten Monaten entscheiden.

Die Projektpartner Stuttgart 21 sind sich einig, dass es das oberste Ziel ist, dass es für die Fahrgäste immer einen stabilen, funktionierenden und realistischen Fahrplan gibt – darauf muss das Szenario der Inbetriebnahme ausgerichtet werden. Aus Sicht der Projektpartner Stuttgart 21 stehen die Interessen der Fahrgäste im Mittelpunkt. Die Deutsche Bahn ist aufgefordert, nunmehr so bald wie möglich die weiteren Schritte zur Abstimmung der Fahrpläne und der dafür erforderlichen Fahrzeuge mit den Projektpartnern von Stuttgart 21 einzuleiten. Daneben gilt es auch die Interessen der Stadt Stuttgart bei der Schaffung neuen Wohnraums zu wahren.

Verkehrsminister Winfried Hermann sagte: „Einen Holperstart gilt es auf jeden Fall zu vermeiden. Eine ausreichende Vorlaufzeit für Fahrzeugtests und Abnahmen ist dafür die Voraussetzung. Angesichts der hohen Komplexität des gesamten Projekts mit neuer Infrastruktur, neuen Fahrzeugen, neuer digitaler Steuerung, neuen Fahrplänen und neuen Mitarbeitern, braucht es unbedingt genügend Zeit zum Testen. Denn eine Inbetriebnahme des Bahnknotens, bei der es gleich zu Beginn zu massiven Störungen kommt, würde sich auch negativ auf das gesamte Netz auswirken. Das kann niemand ernsthaft wollen.“

Der Stuttgarter Oberbürgermeister Frank Nopper sagte: „Wir erwarten von der DB als Bauherrin volle Kraft voraus und wie versprochen spätestens bis Ende Mai Klartextansagen zur Inbetriebnahme des Durchgangsbahnhofs, zum Pfaffensteigtunnel und zum Digitalen Knoten. Die Klartextansage der Stadt lautet: Wir wollen die Inbetriebnahme des Durchgangsbahnhofs und die Realisierung des Pfaffensteigtunnels so schnell wie irgend möglich. Und wir brauchen in Zeiten großer Wohnungsnot auch dringend und schnellstmöglich das Rosensteinquartier mit bis zu 5.700 Wohnungen.“

Der Vorsitzende des Verbands Region Stuttgart, Thomas S. Bopp, sagte: „Der jetzige Zustand der Infrastruktur ist für uns und die Fahrgäste der S‐Bahn unerträglich. Jede Verzögerung macht es schlimmer. Die Bahn muss nun alles daransetzen, die Störungen zu reduzieren und schnellstmöglich zu beheben, auch wenn es mit Investitionen verbunden ist. Das müssen unsere Fahrgäste der Bahn wert sein. Oberste Priorität muss sein, das Netz der S‐Bahn zu digitalisieren und damit zukunftsfähig zu machen. Wir rüsten unsere S‐Bahnen mit ETCS aus und stehen hinter dieser Technologie. Jetzt müssen wir die Zeit bis zur Inbetriebnahme nutzen, das System gründlich zu testen. Nur so stellen wir sicher, dass bei der offiziellen Einführung alles glatt läuft.“

Der Geschäftsführer des Flughafens Stuttgart, Carsten Poralla, sagte: „Der Anschluss des Flughafens an den Fern‐ und Regionalverkehr auf der Schiene muss schnellstmöglich fertiggestellt werden, das ist ein wesentlicher Baustein für die Verkehrsdrehscheibe Flughafen. Wichtig ist uns dabei auch die Anbindung aus dem Süden über die Gäubahn, diese ist für uns ein essentieller Bestandteil des Projekts.“

Mit dem Projekt Stuttgart 21 sind die Großprojekte Digitaler Knoten Stuttgart (DKS) und das Bedarfsplanprojekt Gäubahnausbau Nord verknüpft. Die Deutsche Bahn verweist zu deren Finanzierung auf intensive Gespräche mit dem Bund.

Für die Digitale Schiene Deutschland hat der Bund Fördermittel bereitgestellt und die Deutsche Bahn durch eine Eigenkapitalerhöhung mit Mitteln ausgestattet. Auf dieser Grundlage hat der Bund eine Finanzierungsvereinbarung der 3. Baustufe des DKS unterschrieben. Die Projektpartner Stuttgart 21 fordern die Deutsche Bahn nachdrücklich auf, diese Vereinbarung ebenfalls zu unterzeichnen und die erforderlichen Eigenmittel auch vereinbarungsgemäß einzusetzen. Ohne die 3. Baustufe des DKS wird die versprochene Leistungssteigerung im Knoten Stuttgart nicht erreicht und die Digitale Schiene Deutschland würde Makulatur.

Mit dem Gäubahnausbau Nord (Pfaffensteigtunnel) wird die Gäubahn nach deren Unterbrechung wieder über den Flughafen an Stuttgart Hbf. angeschlossen. Die Projektpartner Stuttgart 21 haben in einer Gemeinsamen Erklärung mit der Deutschen Bahn und der Bundesrepublik Deutschland am 18.07.2022 vereinbart, dass dieses Bedarfsplanprojekt so schnell wie möglich von der Deutschen Bahn realisiert und vom Bund finanziert wird. Die Projektpartner Stuttgart 21 fordern die Deutsche Bahn auf, auch hier für Klarheit zu sorgen und aufkommende Zweifel an der Realisierungsabsicht zu beseitigen. Schließlich handelt es sich funktional nicht um einen Neubau, sondern um die Wiederherstellung der Anbindung an Stuttgart Hbf. Die Bahn muss klarstellen, dass sie in den Gesprächen mit dem Bund hier die höchste Priorität setzt. Die Projektpartner haben die Bahn sehr deutlich daran erinnert, dass die Bahn vertraglich zur Umsetzung der Antragsvariante PFA 1.3b verpflichtet ist, wenn sich Gäubahnausbau Nord erhebliche Verzögerungen ergeben.

Forderungen der Projektpartner Stuttgart 21 an die Deutsche Bahn:

Digitaler Knoten Stuttgart

Die DB Netz AG gab am 21.04.2020 eine Erklärung zu Inhalten und Zielen des Digitalen Knoten Stuttgart (DKS) ab. Darin wird beschrieben, dass mit der Realisierung der drei Bausteine des DKS erhebliche Leistungssteigerungen im Knoten Stuttgart verbunden sind. Die DB Netz AG versicherte die Absicht, alle drei Bausteine des DKS zu realisieren, wenn entsprechende Finanzierungsvereinbarungen mit dem Bund vorliegen. Unter der Prämisse und im Vertrauen auf die Erklärung der DB Netz AG haben die Projektpartner Stuttgart 21 im Lenkungskreis am 24.04.2020 einer Digitalen Ausrüstung der Infrastruktur im Projekt Stuttgart 21 zugestimmt und die Entscheidung zur Digitalen Ausstattung aller Regionalverkehrsfahrzeuge und S‐Bahnen getroffen.

Nunmehr hat der Bund die Vereinbarung zur Finanzierung und Realisierung zum DKS Baustein 3 unterzeichnet. Seitens der Deutschen Bahn besteht noch ein Gremienvorbehalt. Die Projektpartner fordern die Deutsche Bahn auf, dass dieser Gremienvorbehalt im Laufe des Jahres aufgelöst wird und die erforderlichen Eigenmittel in ihrer Mittelfristplanung vorsehen und vereinbarungsgemäß einsetzen wird.

Denn aus Sicht des BMDV ist die Umsetzung der ersten Projekte der „Digitalen Schiene Deutschland“ inkl. aller drei Baustufen des DKS mit Unterzeichnung einer Trilateralen Vereinbarung (Trila) 2020 zwischen DB AG, BMF und BMDV im Rahmen der damaligen Eigenkapitalerhöhung vereinbart. Für die Digitale Schiene sind dabei insgesamt 4 Mrd. Euro, davon über 1 Mrd. Euro zusätzliche Eigenkapitalmittel vorgesehen. Laut Trila 2020 ist das DSD‐Starterpaket inklusive der von der DB AG zu erbringenden Eigenmittel damit durchfinanziert.

Die Projektpartner sind sich einig, dass ohne Realisierung des DKS Baustein 3 die Leistungsversprechen des Knoten Stuttgart nicht eingehalten werden könnten, das Pilotprojekt DKS insgesamt scheitern würde und dadurch der von Bund und Deutscher Bahn beabsichtigte Rollout der „Digitalen Schiene Deutschland“ Makulatur würde.

Gäubahnausbau Nord (Pfaffensteigtunnel)

Die Bundesrepublik Deutschland, die Deutsche Bahn und die Projektpartner Stuttgart 21 haben am 18.07.2022 eine Gemeinsame Erklärung zur Planung und Realisierung der Ausbaustrecke Stuttgart – Singen Grenze D/CH (Gäubahn, Abschnitt Nord (Stuttgart – Böblingen – Goldberg) unterzeichnet. Die Beteiligten sind sich darin einig, dass der zügige Bedarfsplanausbau der Gäubahn für das Funktionieren des Knotens Stuttgart nach der Inbetriebnahme des Projekts Stuttgart 21 von erheblicher Bedeutung ist und die internationalen Strecke Zürich – Singen Stuttgart Hbf. so bald wie möglich wieder als Direktverbindung hergestellt werden muss. Die Bundesrepublik Deutschland sagt mit der Erklärung zu, die Gesamtfinanzierung in Form von nicht rückzahlbaren Baukostenzuschüssen einschließlich eventueller Kostensteigerungen sicherzustellen.

Die Projektpartner halten an Zielen und Inhalten der Gemeinsamen Erklärung weiter fest. Die Deutsche Bahn wird aufgefordert, dass die Realisierung des Gäubahnausbau Nord (Pfaffensteigtunnel) bis zur vorgesehenen Inbetriebnahme Ende 2032 erfolgen wird und dass sie sich bei einer evtl. erforderlichen Priorisierung von Projekten gegenüber dem Bund für eine zeitgerechte Mittelbereitstellung einsetzen wird, sowie dass sie ihren Eigenmittelbeitrag im erforderlichen Umfang in ihrer Mittelfristplanung vorsehen und erbringen wird. Die Anbindung der Gäubahn über den Flughafen an den neuen Stuttgarter Hauptbahnhof ist zentrale Vertragsgrundlage aller Partner zu Stuttgart 21.

Die Projektpartner weisen darauf hin, dass die Wiederanbindung der Gäubahn gegenüber Neu‐ und Ausbauprojekten Priorität hat und dass die Deutsche Bahn weiterhin die vertragliche Verpflichtung zur Realisierung des PFA 1.3b hat, sollte sich der Bedarfsplanausbau erheblich verzögern.


Klimafreundliche Mobilität in Stuttgart

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Die ersten Elektro-Carsharing-Stationen im öffentlichen Raum sind in Betrieb gegangen

Stuttgart.| Das Carsharing in Stuttgart wird um eine wichtige Komponente reicher: In Stuttgart- Nord sind am Donnerstag, 21. März die ersten Stationen für Elektrofahrzeuge im öffentlichen Raum in Betrieb gegangen. Der Leiter des Grundsatzreferates der Landeshauptstadt, Martin Körner und die Bezirksvorsteherin von Stuttgart-Nord, Sabine Mezger, haben die neuen E-Carsharing‐Stellplätze in der Helfferichstraße offiziell an die Unternehmen deer und Stadtmobil übergeben.

Martin Körner sagte: „Stuttgart ist bei Carsharing‐Angeboten und bei der öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur für Elektroautos gut unterwegs. Es ist dennoch eine enorme Herausforderung für die Stadtverwaltung, Carsharing und Elektromobilität zusammenzubringen. Jetzt machen wir einen ersten Schritt. Weitere Schritte sollen folgen – auch, um dem Beschluss des Gemeinderats gerecht zu werden, das Sharing von Elektroautos auszubauen.“

Bezirksvorsteherin Sabine Mezger sagte: „Es freut mich, dass die Nachfrage nach Carsharing so groß ist und wir heute in Stuttgart-Nord die neuen E-Carsharing- Stellplätze offiziell übergeben können. Carsharing ist ein wichtiger Baustein in der Mobilität für Bürgerinnen und Bürger, die zeitweise auch auf ein Auto angewiesen sind.“

Seit 2018 stellt die Stadt Stuttgart öffentliche Stellplätze für das Carsharing bereit. Seitdem wurden jedes Jahr neue Stationen ausgeschrieben und in allen Stadtbezirken eingerichtet. Mit der aktuellen Ausbaustufe wird dies zum ersten Mal für Elektroautos ermöglicht.

Für diese ersten Standorte wurden im Rahmen eines öffentlichen Ausschreibungs- verfahrens elf Stellplätze an acht Stationen vergeben, die mit einer Ladesäule für die E-Carsharing-Autos ausgestattet sind. Damit beginnt in Stuttgart eine neue Phase in der Carsharing-Förderung, die auf den bisherigen Erfolgen aufbaut.

Die neuen E-Carsharing‐Stationen verteilen sich über das Stadtgebiet. In den Innenstadtbezirken Mitte, Nord und Süd werden jeweils zwei Stellplätze elektrifiziert. Mit jeweils einem Stellplatz gehen Stationen in Stuttgart-West, Botnang, Feuerbach, Möhringen und Weilimdorf in Betrieb.

Mehr Carsharing für Elektrofahrzeuge

Der Anteil von Elektrofahrzeugen im stationsbasierten Carsharing-Bereich ist deutschlandweit im Vergleich zum Carsharing mit Verbrennern gering. Elektrisches Carsharing bleibt daher weiterhin eine wirtschaftliche Herausforderung. Die Kosten für die Einrichtung von Ladeinfrastruktur und für die Anschaffung von Elektro- fahrzeugen sind aktuell noch höher als für den Betrieb mit Verbrennerfahrzeugen.

Eine Herausforderung bleibt dabei die Suche nach geeigneten Standorten. Dazu sollen künftig Synergieeffekte mit dem geplanten Ausbau der sonstigen E-Ladesäulen genutzt werden. Auch weitere E-Carsharing-Stationen sollen zukünftig weitere Mobilitätspunkte bilden. Die vielen verschiedenen Mobilitätsformen sollen sich dabei sinnvoll ergänzen.

Dr. Nicolas Leyva, Koordinator des Themas Carsharing in der Landeshauptstadt Stuttgart, erklärte: „Die Landeshauptstadt Stuttgart hat ein großes Interesse daran, dass der Anteil von Elektrofahrzeugen steigt. Die Stadt will diese Entwicklung unterstützen, indem wir immer mehr öffentliche Stellplätze für diesen Zweck umwidmen.“

Neben den neuen E-Carsharing-Stationen hat die Stadt gegenwärtig rund 175 Stellplätze in allen Stadtbezirken an die Carsharing‐Unternehmen stadtmobil, Flinkster, Autohaus Krautter (Ford Carsharing) und deer vergeben. Dazu kommen die stationsunabhängigen (free-floating) Carsharing-Angebote von den Anbietern Share Now und MILES.

Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass im Hinblick auf die Ziele des Klimamobilitätsplans und der angestrebten Klimaneutralität in 2035 sowohl das schnell wachsende konventionelle Carsharing ausgeweitet werden muss als auch neue E-Carsharing-Stationen erschlossen werden müssen. Sowohl das Angebot als auch die Nachfrage nach Carsharing sind in Stuttgart stark gestiegen.

Die Vergabe von Carsharing‐Stellplätzen im öffentlichen Raum basiert auf dem „Konzept für die Förderung des Carsharings in der Landeshauptstadt Stuttgart“, das im Januar 2020 vom Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik einstimmig beschlossen wurde. Das Konzept sieht vor, ein flächendeckendes Carsharing‐ Angebot in zentralen, gut sichtbaren Lagen – vorzugsweise in der Nähe von ÖPNV‐ Knotenpunkten – zu schaffen.