Goldschakal im Landkreis Böblingen gesichtet

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Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt hat die Aufnahme einer Wildtierkamera bestätigt

Dem Wildtierbeauftragten des Landkreises Böblingen, Bastian Junghans, ging vor wenigen Tagen eine Aufnahme einer Wildkamera zu. Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Freiburg hat die Aufnahme nun als „sicheren Nachweis“ eines Goldschakals bewertet.

„Der Goldschakal ist etwas größer als ein Fuchs, aber deutlich kleiner als ein Wolf“, erklärt Bastian Junghans. „Er ernährt sich vorwiegend von kleineren bis mittelgroßen Säugetieren, aber auch von Insekten, Aas oder pflanzlicher Kost.“ Den ersten Nachweis eines Goldschakals in Baden-Württemberg gab es 2018. „Normalerweise lebt das Tier in Familienverbänden“, so Junghans. Vermutlich sei der hier gesichtete Goldschakal „nur auf der Durchreise“.

Der Goldschakal ist nach Anhang V der Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Richtlinie in der Europäischen Union geschützt. National ist er nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) und dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) besonders geschützt.


SG BBM Bietigheim holt sich Selbstvertrauen

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von Bernhard Gaus

Die Vorbereitung auf die kommende Bundesligasaison steckt noch in einem frühen Stadium. Erfolge in Testspielen wie das 32:30 (15:15) gegen Ligakonkurrent TVB Stuttgart vom Samstag sind dennoch gut fürs Selbstvertrauen von Aufsteiger SG BBM Bietigheim.

Im Rahmenprogramm des Bönnigheimer Stromberg-Cups testen die Lokalrivalen aus Bietigheim-Bissingen und Stuttgart ihre aktuelle Form. Nach einer ausgeglichenen Partie drehen die Jungs von Iker Romero eine Viertelstunde vor dem Ende einen 24:25-Rückstand und behaupten bis zum Schlusspfiff eine 2-Tore-Führung.

„Handballerisch sind wir in dieser Phase sich noch nicht in unserer Topform“, so Bietigheims Kapitän Paco Barthe nach dem Vorbereitungsmatch am Donnerstag gegen Drittligist HC Oppenweiler/Backnang (36:27). „Aber wir versuchen uns von Testspiel zu Testspiel zu steigern. Ich sehe bei uns noch großes Verbesserungspotential.“ Diesmal mit Fredrik Genz (1. Hz) und Daniel Rebmann (2. Hz) zwischen den Pfosten, erzielte Alexander Pfeifer nach sechs Minuten den ersten Treffer für den Aufsteiger (1:3). Wie schon zwei Tage zuvor, stehen im Offensivspiel der Romero-Jungs die Außenpositionen im Fokus. Pfeifer trifft im ersten Abschnitt dreimal. Nach dem Seitenwechsel sind die Neuzugänge Gonzalo Pérez (rechts) und Timm Hermann (links) die Zielspieler, verwandeln ihre Chancen mit Top- Wurfquoten. Auch über das Kreisspiel mit Jonathan Fischer und Fabian Wiederstein geht einiges bei der SG BBM. Beim 12:9 ist Bietigheim mit drei Toren vorn, doch der TVB egalisiert zur Pause (15:15).

Stuttgarts Coach Michael Schweikardt hat noch nicht seinen kompletten Kader zusammen. Neben den Langzeitverletzten läuft die Vorbereitung aktuell noch ohne die beiden Olympioniken Kai Häfner und Daniel Fernández. Doch schon in Bönnigheim lässt sich erkennen, dass einige der Neuzugänge in der kommenden Saison eine tragende Rolle spielen werden. Lenny Rubin markiert im linken Rückraum die ersten vier Treffer für den TVB. Der 2,05 m große Schweizer kommt am Ende auf acht Tore. Nico Schöttle, nach Leihe zurück in Stuttgart, macht es ihm mit sechs Toren nach und der Grieche Achilleas Toskas wirbelt im rechten Rückraum. Das Übergewicht im Rückraum sorgt dafür, dass der TVB die erste Viertelstunde nach der Pause kontrolliert und mit 23:25 Toren in Führung liegt.

Dann aber finden Bietigheims Werfer wieder zu mehr Effektivität und drehen dank einer Steigerung in der Defensive erneut das Spiel. Fehlerfrei bleibt Tom Wolf bei seinen drei Versuchen von der Siebenmeterlinie. Julius Kühn übernimmt in der Schlussphase mehr Verantwortung, markiert die letzten beiden Treffer der SG BBM zum 32:30- Endstand.

SG BBM Bietigheim: Baranasic, Genz, Rebmann; Vlahović, Kühn (4), Claus (1), Wolf (4/3), de la Peña (1), Nicolaus (2), Wiederstein (2), Pérez (5), Barthe (1), Bader, Pfeifer (3), Fischer (4), Hermann (3), Hejny (2).

TVB Stuttgart: Krivokapić, Vujović; Bacani, Serrano (1), Schöttle (6), Pribetić (4), Reguart (2), Toskas (7), Röthlisberger, Eckert, Oberman, Zieker (2/1), Rubin (8).

Schiedsrichter: Benedikt Frank / Dennis Wiesmann (Schwäbisch Gmünd)


Baumfällungen für das neue Trainingszentrum Neckarpark

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Die Stadt Stuttgart errichtet auf dem Baufeld Q22 im Neckarpark, Bad Cannstatt, ein neues Trainingszentrum. Die Rohbauarbeiten starten im August. Um das Baufeld freimachen und die erforderlichen Baustelleneinrichtungsflächen bereitstellen zu können, sind Baumfällarbeiten erforderlich.

Insgesamt müssen vier Bäume in der Vegetationszeit gefällt werden. Die Fällungen werden in Abstimmung mit dem Amt für Umweltschutz und der Einschätzung von Tierökologen vorgenommen. Die Maßnahme liegt außerhalb des Geltungsbereichs der Baumschutzsatzung. Im Zuge der Freianlagengestaltung werden 14 Bäume auf dem Gelände nachgepflanzt.


Adam Riese erweitert Unfallversicherung

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Adam Riese, die Digitalmarke der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W), baut mit weiteren Leistungen den eigenen Unfalltarif aus. Highlights der neuen Unfallversicherung sind der Wegfall von Gesundheitsfragen in der umfangreichsten Tariflinie sowie die Einführung neuer Altersstufen.

Den bedeutendsten Pluspunkt der neuen Adam Riese Unfallversicherung bietet die Tariflinie Riesig: Diese kann ab sofort ohne die Beantwortung von Gesundheitsfragen abgeschlossen werden. Julian Grauer, Geschäftsführer von Adam Riese: „Für viele Menschen bedeutet die Beantwortung verschiedener Gesundheitsfragen eine große Hürde beim Abschluss einer Versicherung. Wir bei Adam Riese möchten das ändern: Der Riesig-Tarif ermöglicht einen besonders einfachen und schnellen Abschluss der Versicherung, sowohl für Maklerinnen und Makler als auch für unsere direkte Kundschaft“, so Grauer.

Wer jedoch bereit ist, eine Frage zum Gesundheitszustand zu beantworten, kann zusätzlich von einem freiwillig abschließbaren Baustein profitieren: Dieser ermöglicht einen Mitwirkungsanteil von 100 Prozent in allen Tariflinien – mit nur einer fallabschließenden Gesundheitsfrage und ohne nachgelagerte Gesundheitsprüfung.

Darüber hinaus bietet die Unfallversicherung durch die Wiedereinführung einer Basistariflinie „Gut“ ein weiteres Leistungspaket für Kundinnen und Kunden, die sich eine grundlegende Absicherung für mögliche Unfallfolgen wünschen.

Passgenaue Produktgestaltung

Der umfangreichste Tarif „Riesig“ der Unfallversicherung, der über Maklerinnen und Makler abgeschlossen wird, punktet außerdem mit weiteren Leistungserweiterungen:

  • Enthalten ist nun eine Besserstellungsgarantie gegenüber dem Vorvertrag (bis 5 Jahre).
  • Such-, Bergungs- und Rettungseinsätze werden bis 1.000.000 Euro versichert.
  • Kosmetische Operationen sind ebenfalls bis 1.000.000 Euro abgesichert.
  • Einzelne Gliedertaxen wurden angepasst und zusätzliche aufgenommen.

Die aktualisierten Tariflinien sind ab sofort über Maklerinnen und Makler abschließbar. In den Linien L–XXL wird die Adam Riese Unfallversicherung außerdem über Vergleichsportale sowie in den Linien XL und XXL über den Direktkundenkanal auf www.adam-riese.de angeboten.


Schockanrufe – die unterschätzte Gefahr  

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Aalen.| In den vergangenen 24 Stunden wurden im gesamten Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Aalen wieder vermehrt sogenannte Schockanrufe gemeldet. Die Polizei warnt ausdrücklich vor dieser perfiden Betrugsmasche, bei welcher meist lebensältere Personen um ihr Hab und Gut gebracht werden.

Der Begriff “Schockanruf” mag zunächst harmlos klingen, doch die Auswirkungen auf die Betroffenen sind gravierend. Obwohl die Phänomene des Enkeltrickbetrugs weitläufig bekannt sind, unterschätzen viele Menschen die psychischen und physischen Reaktionen, die solche Anrufe hervorrufen können. Ein tieferes Verständnis dieser Wirkmechanismen kann helfen, sich besser zu schützen.

Ein Schockanruf zielt darauf ab, die Betroffenen in eine extreme Drucksituation zu versetzen. Die Täter bauen durch glaubwürdig klingende Geschichten und wiederholte Anrufe enormen psychischen Druck auf. Dies führt zu einer Ausschüttung von Adrenalin im Körper der Opfer. Adrenalin ist ein Stresshormon, das den Körper in einen “Kampf-oder-Flucht”-Zustand versetzt. In dieser Situation steigen Herzschlag und Atmung, und die Sinne schärfen sich. Dieser Zustand ist normalerweise hilfreich, um in gefährlichen Situationen schnell reagieren zu können.

Allerdings hat die Adrenalinausschüttung auch einen entscheidenden Nachteil: Sie beeinträchtigt die kognitiven Fähigkeiten. Das rationale Denken wird durch den emotionalen Stress überlagert, was dazu führt, dass Betroffene weniger in der Lage sind, die Situation kritisch zu hinterfragen. Die Täter nutzen diesen Umstand geschickt aus. Sie drängen die Opfer zu schnellen Entscheidungen und setzen sie unter Zeitdruck. Häufig fordern sie die Opfer auf, die Leitung während der gesamten Prozedur nicht zu trennen, wodurch verhindert wird, dass diese mit vertrauten Personen Rücksprache halten können.

Viele Opfer von Schockanrufen zeichnen sich durch ein hohes Maß an Pflichtbewusstsein und Hilfsbereitschaft aus. Sie wollen in der vorgegebenen Notsituation schnell helfen und lassen sich deshalb auf die Forderungen der Täter ein. Trotz gelegentlicher Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Geschichte schaffen es die Täter oft, diese Zweifel mit plausibel klingenden Argumenten zu beseitigen. Die finanziellen Verluste durch Schockanrufe sind oft erheblich, doch die psychischen Folgen wiegen schwerer. Viele Opfer empfinden Scham, Selbstvorwürfe und Angst vor negativen Reaktionen aus ihrem Umfeld. Diese emotionalen Belastungen führen dazu, dass sie das Ereignis häufig verschweigen, selbst wenn sie in einem funktionierenden sozialen Netz eingebunden sind.

Schockanrufe sind perfide und nutzen gezielt die psychologischen und physischen Reaktionen der Opfer aus. Es ist wichtig, sich der Dynamik solcher Situationen im Vorfeld bewusst zu sein, um sich dann im Akutfall besser schützen zu können. Wenn Sie einen verdächtigen Anruf erhalten, bleiben Sie ruhig, hinterfragen Sie die Geschichte kritisch und kontaktieren Sie eine vertraute Person oder die Polizei.


SGV Freiberg Fußball und Sportdirektor Dieter Gerstung trennen sich im beiderseitigen Einvernehmen

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Der SGV Freiberg Fußball und Sportdirektor Dieter Gerstung haben im beiderseitigen Einvernehmen die Zusammenarbeit beendet. Der Verein ist dem Wunsch von Dieter Gerstung nach einer vorzeitigen Vertragsauflösung nachgekommen, über die Gründe haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.

Dieter Gerstung bedankt sich beim SGV Freiberg Fußball und insbesondere bei Präsident Emir Cerkez für die tolle Zeit und die wertvollen Erfahrungen, die er im Verein sammeln konnte. Seine Aufgaben werden ab sofort vom sportlichen Leiter Mario Estasi sowie vom Vize-Präsidenten Dietmar Ruf übernommen.

Der SGV Freiberg Fußball bedankt sich herzlich bei Dieter Gerstung für seine hervorragende Arbeit und wünscht ihm für seine Zukunft nur das Beste und alles Gute.


Form und Funktion: Die Kunst der industriellen Gestaltung

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Industrielle Gestaltung im Wandel: Wie Design und Funktion die Zukunft prägen

Die industrielle Gestaltung hat sich im Laufe der Jahrzehnte stets weiterentwickelt und steht heute an einem Wendepunkt, an dem Ästhetik und Funktionalität miteinander verschmelzen. Der Weg zu diesem Punkt ist geprägt von einem ständigen Ringen um die Balance zwischen Form und Funktion, bei dem das Ziel darin besteht, Produkte zu schaffen, die sowohl optisch ansprechend als auch praktisch sind. In den letzten Jahren hat die Branche einen beeindruckenden Innovationsschub erfahren, insbesondere durch die Integration von neuen Technologien und Materialien.

Die Symbiose von Form und Funktion

Die Kunst der industriellen Gestaltung liegt in der geschickten Verbindung von Form und Funktion. Ein Produkt soll nicht nur gut aussehen, sondern auch effizient und benutzerfreundlich sein. Diesem Ideal folgend, hat sich das Konzept des Usability Industrie Design etabliert, das sich auf die Nutzungsfreundlichkeit und Gebrauchstauglichkeit von Produkten konzentriert. Insbesondere im Bereich der Medizintechnik spielt dieser Aspekt eine zentrale Rolle. Die Plattform Held & Team bietet hier umfassende Dienstleistungen an, um die Ergonomie und Usability von Medizinprodukten zu optimieren. Diese Herangehensweise zeigt, dass industrielle Gestaltung weit über die bloße ästhetische Gestaltung hinausgeht und tief in die Entwicklung von Produkten integriert ist.

Vier Punkte, die zu beachten sind

1. Ergonomie: Die ergonomische Gestaltung von Produkten stellt sicher, dass sie komfortabel und intuitiv zu bedienen sind. Dies umfasst die Anpassung an die physischen Gegebenheiten des Benutzers sowie die Minimierung von Belastungen und Ermüdung.

2. Materialwahl: Die Auswahl der richtigen Materialien spielt eine entscheidende Rolle für die Funktionalität und Langlebigkeit eines Produkts. Dabei sind sowohl die physikalischen Eigenschaften als auch die ökologische Verträglichkeit zu berücksichtigen.

3. Technologische Integration: Moderne Produkte integrieren zunehmend fortschrittliche Technologien wie Sensoren und Smart-Funktionen. Diese Entwicklungen ermöglichen eine Interaktion zwischen Produkt und Benutzer, die über die traditionelle Nutzung hinausgeht.

4. Ästhetik: Trotz des Fokus auf Funktionalität darf die visuelle Gestaltung nicht vernachlässigt werden. Ein ansprechendes Design erhöht die Akzeptanz und Zufriedenheit der Nutzer und kann entscheidend für den Markterfolg sein.

Ein Beispiel: Smart Fabrics

Eine der bemerkenswertesten Innovationen der letzten Jahre ist die Entwicklung von Smart Fabrics, auch bekannt als intelligente Textilien. Diese Stoffe sind mit Sensoren und anderen Technologien ausgestattet, die es ermöglichen, biometrische Daten zu erfassen und in Echtzeit an Geräte zu übertragen. Ein besonders interessantes Anwendungsgebiet dieser Technologie ist die Medizintechnik, wo Smart Fabrics in der Überwachung von Vitalzeichen und der Rehabilitation eingesetzt werden. Diese intelligenten Textilien vereinen Form und Funktion auf eine Weise, die bisher undenkbar war. Sie sind nicht nur bequem zu tragen, sondern auch hochfunktional, was sie zu einem wichtigen Werkzeug in der modernen Medizin macht.

Fazit: Die Zukunft der industriellen Gestaltung

Die industrielle Gestaltung befindet sich in einem spannenden Wandel, der durch die Integration neuer Technologien und Materialien geprägt ist. Die Balance zwischen Form und Funktion bleibt dabei das zentrale Anliegen. In den kommenden Jahren wird sich zeigen, welche weiteren Innovationen auf diesem Gebiet zu erwarten sind. Die jüngsten Entwicklungen wie Smart Fabrics weisen bereits den Weg in eine Zukunft, in der Produkte nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern auch hochfunktional und intelligent sind. Die fortschreitende Verschmelzung von Design und Technologie wird die Industrie weiter revolutionieren und neue Maßstäbe setzen.


Verkehrsunfallbilanz erstes Halbjahr 2024

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Weniger Getötete und Schwerverletzte im Straßenverkehr. Das zeigt die Verkehrsunfallbilanz im ersten Halbjahr 2024.

„Im ersten Halbjahr 2024 verunglückten weniger Menschen auf den Straßen Baden-Württembergs als im ersten Halbjahr 2023. Es gab weniger Verkehrstote und Leichtverletzte, die Anzahl der Schwerverletzten ist auf einem historischen Tiefstand. Das zeigt: Wir bleiben auf Kurs! Wir haben unser Ziel – die Vision Zero, keine Verkehrstoten mehr – weiterhin fest im Blick“, sagte der Stv. Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl anlässlich der Veröffentlichung der Halbjahresstatistik am 2. August 2024.

Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2023 ist die Zahl der Verkehrsunfälle in Baden-Württemberg von 149.860 auf 151.537 leicht gestiegen (+ 1,1 Prozent). Hierbei wurden insgesamt 16.715 Personen leicht (- 0,8 Prozent) und 2.805 Personen schwer (- 3,8 Prozent) verletzt. 160 Menschen (- 3,0 Prozent) verunglückten tödlich.

Ein Blick auf ausgewählte Verkehrsmittel

Im Bereich des Zweiradverkehrs ist die Zwischenbilanz überwiegend positiv: So sind Rückgänge bei den getöteten Fahrrad- und Motorradfahrerinnen und Motorradfahrern sowie bei den schwerverletzten Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrern zu verzeichnen. Die Anzahl der schwerverletzten Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer ist dagegen gestiegen. „Der deutliche Rückgang der getöteten Bikerinnen und Biker um rund ein Drittel sowie der getöteten Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer um rund fünf Prozent zeigen: Unsere Anstrengungen zahlen sich aus. Unsere Fachkonzepte und unser 5-Punkte-Plan Motorrad leisten einen wesentlichen Beitrag für mehr Verkehrssicherheit im Zweiradverkehr“, so Innenminister Thomas Strobl.

Im Mai 2024 führte die Polizei Baden-Württemberg einen Aktionsmonat zur Bekämpfung von Motorradunfällen und Motorradlärm durch. Mehr als 1.200 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte kontrollierten bei mehr als 350 Kontrollaktionen rund 4.500 Bikerinnen und Biker. Dabei wurden 434 Geschwindigkeitsverstöße und 546 technische Manipulationen bzw. Mängel festgestellt. Weiter führte die Polizei 55 Präventionsmaßnahmen durch. „Die Sicherheit der Bikerinnen und Biker ist uns eine sehr wichtige Sache. Deshalb kontrollieren wir nicht nur, sondern kommen ins Gespräch und informieren und sensibilisieren ganz gezielt für die Gefahren, die das Motorradfahren mit sich bringen kann“, erläuterte Innenminister Thomas Strobl.

Unfallursache Nr. 1: Überhöhte Geschwindigkeit

Auch im ersten Halbjahr 2024 war die Unfallursache Nr. 1 für tödliche Verkehrsunfälle überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit. „Wir richten unsere Verkehrsüberwachungsmaßnahmen gezielt auf die Hauptunfallursachen für schwere Verkehrsunfälle aus. 58 Menschen starben in den ersten sechs Monaten, weil jemand zu schnell unterwegs war. Zur Bekämpfung von Geschwindigkeitsverstößen setzen wir auf einen Technikmix aus mobilen, stationären und semistationären Messgeräten. Damit halten wir den Kontrolldruck hoch – nicht um Kasse zu machen, sondern um Leben zu retten“, betonte Innenminister Thomas Strobl.

Bei den E-Scootern, den sogenannten Elektrokleinstfahrzeugen, stellt die Polizei weiterhin steigende Unfallzahlen fest. Mit 583 Verkehrsunfällen hat sie deutlich mehr als im ersten Halbjahr 2023 registriert (+ 29,0 Prozent). Zudem gab es 36 Prozent mehr Verunglückte, darunter auch zwei getötete Fahrerinnen und Fahrer von Elektrokleinstfahrzeugen. „Natürlich haben wir auch die E-Scooter im Blick. Und das ist wichtig, denn die Verunglückten mit E-Scootern werden leider immer mehr“, schloss Innenminister Thomas Strobl.


Strom- und Wärmepreise sinken

Die Preise für Strom und Wärme sind 2023 auf breiter Front gesunken. Unter anderem durch den Ausbau von erneuerbaren Energien. Hochrechnungen bis 2028 sehen hingegen steigende Preise für den fossilen Energieträger Gas.

Im Jahr 2023 sind bei fast allen Energieträgern die Preise stark gesunken. Das geht aus dem vom Umweltministerium beauftragten „Preisbericht für den Energiemarkt in Baden-Württemberg 2023“ (PDF) hervor. Damit haben sich die Energiepreise nach den außergewöhnlichen Preisspitzen wieder normalisiert, die es 2022 als Folge des russischen Angriffskrieges gegeben hat.

Starke Preisabschläge beim Strom

Besonders starke Preisabschläge gab es beim Strom. Laut dem Bericht des Leipziger Instituts für Energie ist dies neben der allgemeinen Marktberuhigung auf einen geringeren Verbrauch und die gestiegene Einspeisung günstiger erneuerbarer Energie zurückzuführen. Die Strompreise für Unternehmen sanken um 43 Prozent. Für besonders energieintensive Industrie, die von den verschiedenen Ausnahmeregelungen bei den staatlich veranlassten Bestandteilen profitieren, ergab sich im Jahr 2023 eine deutliche Preissenkung um 51,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Verbraucherinnen und Verbraucher profitieren vom Preistrend vor allem, wenn sie gezielt wechseln. Die Strompreise in der Grundversorgung sanken 2023 um sieben Prozent, waren aber umgekehrt 2022 deutlich weniger stark gestiegen als die Börsenstrompreise. Während 2022 die Tarife der Grundversorger teilweise noch unter den Tarifen des freien Marktes lagen, hat sich diese Situation durch die Beruhigung des Strommarktes in Bezug auf die Börsenstrompreise wieder normalisiert.

Preise deutlich unter 30 Cent pro Kilowattstunde

Durch den Wechsel in den günstigsten verfügbaren Tarif ohne Vorauskasse konnten in Baden-Württemberg 2023 daher zusätzlich 13,73 Cent pro Kilowattstunde gespart werden – auf deutlich unter 30 Cent pro Kilowattstunde. Dieser Trend setzt sich 2024 fort. Daraus ergibt sich ein großes Sparpotential. Über ein Viertel der Haushalte befinden sich aktuell noch in einem teuren Tarif der Grundversorgung.

Die regelmäßige Überprüfung des eigenen Stromvertrags werde sich in den kommenden Jahren besonders lohnen. Der Preisbericht geht von weiter sinken­den Preisen aus. Unter Berücksichtigung aller Annahmen könnten die Haushaltsstrompreise in Baden-Württemberg bis 2028 nominal um 16,7 Prozent gegenüber 2023 fallen. Dies sei auf weiter sinkende Spotmarktpreise für Strom zurückzuführen, die etwa steigende Entgelte für den Ausbau neuer oder die Modernisierung in die Jahre gekommener Netze überkompensieren.

Rückgang der Gaspreise

Auch beim Gas gingen die Preise 2023 deutlich zurück. 2022 hatten sie auf­grund der Energiekrise infolge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine historische Höchststände erreicht. Die Erdgaspreise der Grundversorger für Haushaltskunden in Baden-Württemberg sind gegenüber dem Vorjahr (16,65 Cent pro Kilowattstunde) um rund 28,5 Prozent auf 11,91 Cent pro Kilowattstunde gesunken. Das Leipziger Institut für Energie erwartet bis 2028 allerdings steigende Neukundenpreise von 13,51 Cent pro Kilowattstunde, einer Steigerung von 13,4 Prozent im Vergleich zu 2023. Gerade beim Gas sind die Prognosen mit großen – geopolitischen – Unsicherheiten verbunden.

Energieministerin Thekla Walker sagt: „Gas und Öl sind Spekulationsobjekte. Die Gaskrise 2022 hat uns klar vor Augen geführt, dass fossile Energien ein Standortrisiko sind. Unsere Gesellschaft braucht verlässliche Energieträger: Erneuerbare Energie können wir selbst produzieren, die dahinterstehenden Technologie selbst entwickeln und exportieren.“ Die Preise für Heizöl sind im Schnitt 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 19 Prozent gesunken, liegen aber wie Gas weiter deutlich über Vorkriegsniveau. Bis 2028 geht der Preisbericht von real stagnierenden Preisen auf hohem Niveau aus.

Entlastung bei der Wärmeversorgung

Die stärkste Entlastung bezogen auf die Kaufkraft privater Haushalte haben 2023 die Nutzer von Wärmepumpen erlebt. Für sie haben sich die relativen Kosten für Raumwärme noch stärker reduziert als bei Gas (von 13,2 Prozent auf 9,8 Prozent der Kaufkraft). Aufgrund sinkender Strompreise ist davon auszugehen, dass die Preisvorteile einer Wärmepumpe im Betrieb sich im Ver­gleich zu fossilen Brennstoffen weiter erhöhen. Teurer wurde 2023 lediglich die Wärmeversorgung mit Fernwärme – um zehn Prozent. Aufgrund der Preisbildung im Fernwärme-Markt bildet sich der Gas-Schock hier mit Zeitverzögerung ab.

Energieministerin Walker sagt: „Wir setzen in diesem Segment auf grüne Fernwärme durch Flusswärmepumpen, Abwärme der Industrie oder Erdwärme. Ausdrücklich möchte ich auch den Vorstoß des Bundes unterstützen. Die geplante neue Fernwärmeverordnung wird für mehr Transparenz bei der Kalkulation der Tarife und besseren Schutz von Verbraucherinnen und Verbraucher vor sprunghaft steigenden Preisen führen.“


2. Stuttgarter Wirtschaftsempfang blickt auf die Bedeutung von Investitionen für die Zukunft

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Stuttgart.| Der Rasen, auf dem sich die Helden des VfB für die Champions League qualifizierten, ist gestern Abend (30. Juli) zur Bühne für ein anderes Event geworden: Die Landeshauptstadt Stuttgart und die LBBW Immobiliengruppe richteten in der MHP Arena gemeinsam den 2. Stuttgarter Wirtschaftsempfang aus, zum Thema „Zukunftsinvestitionen – Wie bleiben Stadt und Wirtschaft auf Erfolgskurs?“ Rund 900 Gäste aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik nutzten die Gelegenheit, um sich auszutauschen und Impulse mitzunehmen.

„Wir haben Sie ganz bewusst zu diesem Wirtschaftsempfang in die MHP Arena eingeladen, weil ihr Ausbau zu einem der modernsten Fußball-Stadien in Europa eine ganz wichtige Zukunftsinvestition für die Sportstadt Stuttgart war“, sagte Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper in seiner Begrüßung. „Wir treten heute ganz bewusst mit der LBBW und mit der LBBW Immobilien-Gruppe als Dreigespann auf, weil die Landeshauptstadt Stuttgart nicht nur mit einem Anteil von 18,9 Prozent Trägerin der Landesbank Baden-Württemberg ist, was bundesweit etwas Einzigartiges darstellt. Wir laden Sie gerade auch deswegen gemeinsam ein, weil die LBBW Immobilien-Gruppe zu den stärksten Immobilieninvestoren in Stuttgart gehört, wenn sie nicht gar der stärkste Immobilieninvestor in Stuttgart ist.“ Nopper verwies auf drei Vorzeigeprojekte: auf das Schlossgartenquartier, das Projekt am Wilhelmsplatz in Bad Cannstatt und das Vier Giebel an der Eberhardstraße.

Rosenstein-Quartier: Erwartete Zukunftsinvestitionen in Milliardenhöhe

Aus aktuellem Anlass äußerte sich Nopper auch zum Rosenstein-Quartier, in dem nach Fertigstellung des Durchgangsbahnhofs Wohnungen für rund 10.000 Menschen entstehen sollen. Dieses Quartier zähle perspektivisch zu den größten geplanten Zukunftsinvestitionen der Landeshauptstadt und werde Investitionen der Privatwirtschaft und der öffentlichen Hand in Höhe von insgesamt mehreren Milliarden Euro auslösen. „Durch einen unbedachten Federstrich des Bundesgesetzgebers könnte dieser städtebauliche Siebenmeilenschritt nunmehr zu Fall gebracht werden“, so Nopper. Infolge eines geänderten Paragraphen im Eisenbahngesetz könnten die freiwerdenden Gleisflächen möglicherweise nicht für den Wohnungsbau genutzt werden. „Diese Gesetzesänderung mutet an wie ein Treppenwitz der Gesetzgebungsgeschichte. Sie würde in Zeiten größter Wohnungsnot den Bau von fast 6.000 innerstädtischen Wohnungen – was auch eine weitgehende Schonung der ‚grünen Wiese‘ in den Außenbezirken bedeuten würde – blockieren und eine städtebauliche Jahrhundertchance für Stuttgart unmöglich machen, obwohl das Eisenbahninfrastrukturunternehmen gar keine Nutzung des Gleisvorfeldes für den Schienenverkehr mehr plant. Deswegen muss der Bundesgesetzgeber § 23 Allgemeines Eisenbahngesetz unverzüglich wieder ändern.“ Nach Rechtsauffassung der Stadt stelle dieser Paragraph in seiner neuen Fassung „einen schwerwiegenden Eingriff in die kommunale Planungshoheit“ dar und sei deswegen „verfassungswidrig“.

Diskussion über die wirtschaftliche Entwicklung Stuttgarts

Ein Höhepunkt des 2. Stuttgarter Wirtschaftsempfangs war der Impulsvortrag von Rainer Neske, Vorstandsvorsitzender der LBBW: „Der Wirtschaftsstandort Deutschland spielt nicht mehr in der Champions League. Unsere Wirtschaftsentwicklung entkoppelt sich von derer anderer Länder.“ Während die USA wachsen, verzeichnet der ehemalige Exportmeister ein Nullwachstum. Zentrale Gründe seien die fundamentalen Veränderungen in der Weltwirtschaft mit zunehmenden Partikularinteressen, aber auch hausgemachte Probleme. „Die Herausforderungen sind bekannt. Ein Investitionsstau in der Infrastruktur, hohe Energiekosten, eine überbordende Bürokratie und der demografische Wandel bremsen unsere Entwicklung. Wir können aber nicht nur warten, dass sich die weltwirtschaftliche Lage wieder aufhellt. Wir müssen uns jetzt gemeinsam neu erfinden und die Ärmel hochkrempeln“, so Neske weiter.

Sein Appell an die Teilnehmenden des Wirtschaftsempfangs: „Als Team ist es möglich, mit Deutschland im internationalen Vergleich wieder die oberen Plätze in der Liga zu erreichen. Dafür muss jeder Spieler seine Position kennen, Verantwortung übernehmen und die anderen Mitspieler unterstützen“, zog Neske die Analogie zum Sport. „Entscheidend wird eine klare Aufgabenverteilung zwischen Verwaltung und Unternehmen sein.“ Dabei solle der Staat Rahmengeber sein ohne planwirtschaftlich zu agieren. Daneben brauche es eine neue Vertrauenskultur zwischen Staat und Unternehmen. „Unternehmen haben ein ureigenes Interesse, sich weiterzuentwickeln und den Wirtschaftsstandort voranzubringen. Man sollte ihnen dafür ausreichend Beinfreiheit lassen“, appellierte Neske insbesondere in Richtung Brüssel. Er sehe aber auch viel Kampfgeist. „Aus den Gesprächen mit Unternehmern und Politikern nehme ich positiv wahr, dass ein Konsens besteht, die Probleme ernsthaft anzugehen. Lassen Sie uns gemeinsam die Schuhe schnüren und unsere Stärke auf den Platz bringen.“

Mit Neske diskutierten anschließend Frank Berlepp, Sprecher der Geschäftsführung LBBW Immobilien, die Geschäftsführende Gesellschafterin des Juwelierunternehmens Kutter 1825 Monika Kaden sowie die Geschäftsführerin der Sika Deutschland GmbH Daniela Schmiedle über die wirtschaftlichen Entwicklungen Stuttgarts.

Frank Berlepp: „Der Gewerbeimmobilienmarkt in Stuttgart war in den vergangenen Jahren nicht so starken Hypes ausgesetzt wie in anderen Großstädten. Die Lage und hohe Qualität unserer Projekte Schlossgartenquartier, Vier Giebel und dem Wilhelmsplatz kommen uns in der jetzigen Situation zugute. Fakt ist: Qualität setzt sich immer durch.“

Monika Kaden unterstrich: „Wir bieten spezielle Produkte an, die keine Konsumgüter sind. Durch starke Marken und individuelle Erfüllung der Kundenwünsche haben wir es geschafft, uns als Traditionsgeschäft in der Innenstadt auszuweiten.“ Von Verwaltung und Politik wünscht sie sich einen noch besseren Austausch bei Events wie im Vorfeld des CSD z.B. und vor allem auch, dass in der Innenstadt Parkplätze für ihre Kunden erhalten bleiben.

Daniela Schmiedle betonte das Positive und sagte: „Wir haben für unsere Investitionen in Stuttgart einen komplett digitalen Prozess mit der Bauverwaltung der Stadt durchlaufen, das kenne ich aus anderen Städten so nicht.“

Im Anschluss an das Podiumsgespräch, das der Leiter der städtischen Wirtschaftsförderung Bernhard Grieb moderierte, trafen sich die Gäste zum Sektempfang auf dem Rasen, bevor sie zum Buffet in die Innenräume des VIP-Bereichs wechselten.