9.9 C
Stuttgart
Sonntag, 1. März , 2026

Zahl der reinen Elektrofahrzeuge überschreitet erstmals Zwei-Millionen-Marke

Flensburg.| Die Zahl der in Deutschland zugelassenen...

Sicherheitsbereich am Stuttgart Flughafen geräumt

Flughafen Stuttgart.| Am Donnerstag, 26.02.2026, kam es am...

Welt-HPV-Tag: Früh impfen schützt vor Krebs

Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ruft Eltern zur...
StartVeranstaltungAusstellungenPop-Up-Ausstellung im Deutschen Bauernkriegsmuseum

Pop-Up-Ausstellung im Deutschen Bauernkriegsmuseum

VeranstaltungAusstellungenPop-Up-Ausstellung im Deutschen Bauernkriegsmuseum

Vernissage

Böblingen.| Zur Vernissage der Pop-Up-Ausstellung „UKRAINE – COMIX AUS DER KRIEGSZONE“ am Donnerstag, 12. März 2026, um 19.00 Uhr lädt das Deutsche Bauernkriegsmuseum herzlich in die Zehntscheuer ein (Pfarrgassee 2). Zwischen den Exponaten eröffnen die Comics von Titus Ackermann und weiteren Künstler*innen neue Sichtweisen auf den Alltag in der Ukraine – geprägt vom Ausnahmezustand. Die Ausstellung ist ab 5. März und bis zum 12. April 2026 in der Dauerausstellung des Deutschen Bauernkriegsmuseums Böblingen zu sehen. Nach einer kurzen Einführung von Museumsleiterin Lea Wegner und Comiczeichner Titus Ackermann können Besucher selbst in die Comicwelt eintauchen und sich bei einem kleinen Empfang austauschen.

Seit beinahe vier Jahren bestimmt der Krieg den Alltag der Menschen in der Ukraine. Verluste, Angst und permanente Unsicherheit sind für viele zur Normalität geworden – eine Wirklichkeit, die außerhalb des Landes nur allzu leicht aus dem Blick gerät. Die COMIX verleihen diesen Erfahrungen ein Gesicht und erzählen davon, wie Menschen trotz Gewalt, Zerstörung und Leid Wege finden, weiterzuleben. Gleichzeitig greifen sie Fragen auf, die bereits vor 500 Jahren während des Bauernkriegs von zentraler Bedeutung waren: Was heißt Freiheit? Wie lässt sie sich bewahren – und wie geht sie verloren? Und welche Verantwortung kommt der Zivilgesellschaft in Zeiten existenzieller Krisen zu?

Neue Blickwinkel

In der Ausstellung erhalten Besucher Einblick in die aktuellen Comic-Arbeiten von Titus Ackermann und weiteren Künstlerinnen, die das Leben der Menschen in der Ukraine im Krieg eindrücklich festhalten. Ihre Werke eröffnen neue Perspektiven auf Freiheit, Verantwortung und Widerstand und machen individuelle Erfahrungen sichtbar. Im Dialog mit den historischen Exponaten des Bauernkriegs entsteht ein spannender Vergleich, der dazu einlädt, über die Bedeutung von Medien, Bildern und künstlerischem Ausdruck im politischen Diskurs nachzudenken.

Auf vier Pfoten durch die Kriegszone

Nicht nur Frontverläufe und Schlagzeilen erzählen vom Krieg. Die Ausstellung lenkt den Blick bewusst auf die stilleren, oft übersehenen Geschichten: Wie finden zum Beispiel Haustiere Schutz im Kriegsgebiet? Oder wie bewahren Familien zwischen Stromausfall und Luftalarm ein Stück Normalität? Gerade diese persönlichen Einblicke machen deutlich, wie tief der Krieg in jedes Detail des Lebens eingreift. Sie ermöglichen einen Zugang jenseits der Nachrichten – unmittelbar, menschlich und berührend. So versteht sich die Ausstellung gleichermaßen als künstlerisches Statement und als Einladung, sich mit Vergangenheit und Gegenwart kritisch auseinanderzusetzen.

Über den Künstler

Titus Ackermann ist Gründungsmitglied und Herausgeber des Comicmagazins „MOGA MOBO“. Nach einem Kunststudium in Stuttgart und Glasgow lebt und arbeitet er in Berlin. Als freiberuflicher Illustrator ist er für Zeitschriften, Verlage und Werbeagenturen tätig. Die Ausstellung wird durch Arbeiten weiterer Künstler, auch aus der Ukraine, ergänzt.

Mehr Informationen online unter: www.bauernkriegsmuseum.boeblingen.de

Wann? Donnerstag, 12. März 2026, 19.00 Uhr

Wo? Deutsches Bauernkriegsmuseum Böblingen, Zehntscheuer (Pfarrgasse 2, 71032 Böblingen)


Weitere Artikel

Beliebte Artikel