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Verband Region Stuttgart verbessert Qualität von Schienenersatzverkehren

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Echtzeitdaten bei Schienenersatzbussen und zusätzliche Reisendenlenker – erkehrsausschuss beschließt Anpassung der Schienenersatzverkehrsregelungen im Verkehrsvertrag mit DB Regio.

Die anhaltenden und kommenden Bauarbeiten im Rahmen von Stuttgart 21, dem Digitalen Knoten Stuttgart (DKS) und zur Ertüchtigung der Infrastruktur führen in den nächsten Jahren zu erheblichen Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr der Region Stuttgart. Um die damit verbundenen Belastungen für Fahrgäste möglichst gering zu halten, hat der Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart in seiner Sitzung am 21. Januar Anpassungen der verkehrsvertraglichen Regelungen für Schienenersatzverkehre (SEV) beschlossen. Ziel ist es, die Organisation und Qualität der Ersatzverkehre zu verbessern und zugleich deren Finanzierung verlässlich zu gestalten.

Mehr Verlässlichkeit und Information im Ersatzverkehr

Künftig sollen Ersatzbusse besser in die digitale Fahrgastinformation eingebunden werden. Ab März 2026 sollen Echtzeitdaten aller im SEV eingesetzten Busse in den elektronischen Auskunftssystemen verfügbar sein. Damit können Fahrgäste auf den bekannten Plattformen wie beim regulären Zugverkehr aktuelle Abfahrtszeiten und Verspätungen einsehen.

Zur Sicherung der technischen Qualität setzt DB Regio ab 2026 einen SEV-Qualitätsmanager ein. Dieser überwacht vor Ort die Funktion von Ansagen, Anzeigen und Bordtechnik und unterstützt das Fahrpersonal bei Streckenkenntnissen. Zusätzlich sollen weitere Reisendenlenker an großen Umsteigepunkten wie Flughafen/Messe oder anderen stark frequentierten Stationen für Orientierung sorgen und beim Umstieg helfen. Bereits bestehende Maßnahmen zur Verbesserung der Wegeführung und Fahrgastinformation während Ersatzverkehren werden fortgeführt. Zudem wird DB Regio verpflichtet insgesamt vier zusätzliche Stellen, die der Verband Region Stuttgart zur Verbesserung der Informations- und Wegeleitung sowie zur Bereitstellung eines hochwertigen Ersatzangebots zunächst befristet finanziert hat, auf eigene Kosten bis zum Ende des Verkehrsvertrages bereitstellen.

Finanzielle Anpassung bei hoher Bautätigkeit

Die Kosten für SEV steigen aufgrund der umfangreichen Bauarbeiten deutlich an – von derzeit rund 10,5 Millionen Euro (2024) auf geschätzte 30,4 Millionen Euro im Jahr 2027. Die Region erhöht ihren Finanzierungsanteil für Ersatzverkehre im Zusammenhang mit S21 und DKS bis maximal zur Höhe der Einsparungen aus nicht gefahrenem Zugverkehr. Damit wird sichergestellt, dass trotz wachsender Belastung ein verlässliches SEV-Angebot aufrechterhalten werden kann und die Beeinträchtigungen für die Fahrgäste gemindert werden.

Hintergrund

Im Rahmen der Bauarbeiten im Knoten Stuttgart werden auch in den kommenden Jahren in der Region Stuttgart zahlreiche zentrale Bahnverbindungen abschnittsweise gesperrt. Die vertragliche Anpassung soll helfen, die Ersatzverkehre in dieser Zeit besser zu koordinieren und Fahrgästen eine möglichst stabile Verbindung zwischen den S-Bahn-Strecken zu gewährleisten.


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