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Vaihinger Stadtplanerin: Oberriexinger Entscheidung zu Änderungen des Flächennutzungsplans der Verwaltungsgemeinschaft basiert auf Fehlinformation – Vaihinger Verwaltung stellt sich gerne offen Fragen bei der Sersheimer Gemeinderatssitzung

Vaihingen/Enz.| Nach der Ablehnung der Änderung des Flächennutzungsplanes für das Projekt „Erlebniswelt Markstein“ auf Vaihinger Gemarkung durch den Gemeinderat Oberriexingen sieht die Stadtverwaltung Vaihingen an der Enz dringenden Klärungsbedarf. Stadtplanerin Katharina Mirhadi befürchtet künftig eine generelle Blockadehaltung zu allen Änderungsanträgen der Verwaltungsgemeinschaft Vaihingen Enz, Oberriexingen, Sersheim und Eberdingen. Die Verwaltungsgemeinschaft unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister Uwe Skrzypek-Muth sieht die gemeinsamen Ziele in der ausgewogenen Zukunftsgestaltung aller vier Kommunen. Hier entstehe allerdings der Eindruck, dass ein Projekt auf der Basis von Fehlinformationen verhindert werden solle.

Zum Hintergrund: Der paritätisch besetzte Ausschuss bestehend aus insgesamt 18 Vertretern aus allen Gemeinden (9 Vaihingen an der Enz, 9 aus den übrigen Gemeinden) schnürt ein Paket an Änderungsanträgen zur Flächenumwidmung – darunter für das Wohngebiet „Sonnenberg“ in Eberdingen, für den vom Brand betroffenen „Lindenhof“ in Oberriexingen und für den geplanten Freilichtpark bei Kleinglattbach. Die Gemeinderäte der Verbandskommunen stimmen dann über die Gesamtpakete ab. So das bisherige Verfahren. Weil sich aber zumindest einige Gemeinden im Verbund gegen den Erlebnispark positionieren möchten, soll diese Fläche aus dem Gesamtpaket herausgelöst werden.

In der Sitzung in Oberriexingen war der Vorwurf erhoben worden, es fehle an Information über den geplanten Park, der die Gemeinde Oberriexingen aber nicht direkt tangiert. Dem widerspricht Katharina Mirhadi: „Das Angebot, das der Projektentwickler vorab Informationen zur Verfügung stellt, wurde ebenso abgelehnt wie die Erklärung des Vorsitzenden der Verwaltungsgemeinschaft, der Vaihinger Oberbürgermeister Uwe Skrzypek-Muth.“ Der Besuch in der Oberriexinger Gemeinderatssitzung sei selbstverständlich angekündigt und abgesprochen gewesen, so Mirhadi.

Auch dem Vorwurf der fehlenden Gutachten und Planungen zum Erlebnispark widerspricht die Stadtplanerin: „Wir stehen am Anfang des Verfahrens, das ja eben jene Gutachten in Gang setzen soll.“ Zumal es für keine weitere der betroffenen Flächen Gutachten oder weitergehende Planungen gebe. Ihre Befürchtung: „Um den Erlebnispark zu verhindern, haben sich die Gemeinden abgesprochen und nehmen in Kauf, dass am Ende auch ihre eigenen Flächen nicht umgewidmet werden“, so Mirhadi. Das würde eine langfristige Blockade bedeuten und stellt nach ihrem Empfinden die Zusammenarbeit in der Verwaltungsgemeinschaft generell infrage.

Katharina Mirhadi, Oberbürgermeister Uwe Skrzypek-Muth und Amtsleiter Hartmut Marx werden während der Gemeinderatssitzung in Sersheim am Freitag (24. Juli 2026) anwesend sein und für Informationen zur Verfügung stehen. „Sollten die Gemeinderäte Fragen zum Prozedere oder zum Projekt Erlebnispark haben, möchten wir diese gerne beantworten!“


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