Die Kreisstraße K 1887 zwischen Pfahlbronn und Rienharz ist nach umfangreichen Baumaßnahmen nun wieder für den Verkehr freigegeben
Das Straßenbauamt des Rems-Murr-Kreises hat die ausgebaute Kreisstraße K 1887 zwischen Pfahlbronn und Rienharz am 26. Mai 2026 offiziell wieder für den Verkehr freigegeben. Landrat Dr. Richard Sigel und Alfdorfs Bürgermeister Ronald Krötz gaben die Strecke im Rahmen einer kleinen Feierstunde mit symbolischer Banddurchtrennung frei.
Die Baumaßnahme war im Juli 2025 zunächst im Umwelt- und Verkehrsausschuss und anschließend im Kreistag beschlossen worden. Der Bau begann am 22. September 2025. Trotz einer Bauzeit über die Wintermonate mit teils sehr niedrigen Temperaturen und einer längeren Winterpause konnte die Maßnahme nun erfolgreich abgeschlossen werden.
Umfangreiche Erneuerung auf rund einem Kilometer Strecke
Die Kreisstraße 1887 verläuft in einem topografisch anspruchsvollen Bereich mit stellenweise stark bewegtem Gelände. In der Vergangenheit war es dort immer wieder zu Schäden durch Setzungen, Rutschungen und Probleme bei der Entwässerung gekommen. Ziel des Ausbaus war deshalb nicht nur eine Sanierung der Oberfläche, sondern eine dauerhafte und nachhaltige Verbesserung der gesamten Straßenanlage.
Auf rund einem Kilometer wurde die Fahrbahn von bislang etwa 5,5 Metern auf durchgehend 6 Meter verbreitert. Dadurch wird insbesondere der Begegnungsverkehr – auch für Busse, schwere Fahrzeuge und den landwirtschaftlichen Verkehr – deutlich sicherer.
Im Rahmen der Maßnahme wurden unter anderem umgesetzt:
• Erneuerung der Entwässerung auf rund 640 Metern
• Erneuerung der Schottertragschicht mit 20 Zentimetern Stärke
• Vollständige Erneuerung des Asphaltaufbaus auf rund 5800 Quadratmetern
• Erneuerung der Fahrzeugrückhaltesysteme auf rund 400 Metern
Nachhaltige Hangsicherung und Vorsorge für Starkregen
Ein Schwerpunkt der Maßnahme lag auf der dauerhaften Stabilisierung der Hänge und Fahrbahnränder. Hierzu wurden zwei Betonkopfbalken mit einer Gesamtlänge von 144 Metern, Mikropfähle mit einer Gesamtlänge von rund 2500 Metern sowie ein Steilböschungssystem mit Geogittern auf rund 80 Metern hergestellt. Die Kreisstraße ist damit nicht nur breiter und sicherer, sondern auch gegenüber künftigen Starkregenereignissen deutlich resistenter.
Barrierefreiheit und Naturschutz mitgedacht
Auch über den eigentlichen Straßenbau hinaus wurden umfassende Verbesserungen umgesetzt. So wurde die Bushaltestelle „Abzweig Eisenbachsee“, an der auch die Verkehrsfreigabe stattfand, im Rahmen des Projekts barrierefrei umgebaut.
Darüber hinaus wurden zwei Amphibientunnel in die Kreisstraße eingebaut. Da die Strecke in Gewässernähe und im Waldbereich liegt, war es dem Landkreis wichtig, die Straße auch für Amphibien sicherer zu gestalten und deren Lebensräume besser miteinander zu verbinden.
Investition in die Zukunft des ländlichen Raums
Die Vergabesumme für die Baumaßnahme beläuft sich auf 1,8 Millionen Euro. Das Projekt wird mit über 50 Prozent durch das Land Baden-Württemberg gefördert. Die Förderung wurde durch das Regierungspräsidium Stuttgart bewilligt.
„Gerade im ländlichen Raum sind gut ausgebaute Straßen eine Grundvoraussetzung für Lebensqualität und wirtschaftliche Entwicklung. Die Menschen hier sind auf eine funktionierende Infrastruktur angewiesen – für ihren Arbeitsweg, für die Versorgung und für ihre Sicherheit. Deshalb ist es wichtig, dass wir auch in schwierigen Zeiten gezielt in den Erhalt und den Ausbau unserer Kreisstraßen investieren”, betonte der Landrat.
Weitere Investitionen in Alfdorf
Der Landrat verwies bei der Verkehrsfreigabe zudem auf eine weitere kürzlich abgeschlossene Maßnahme auf Alfdorfer Gemarkung: Am 24. April 2026 wurde bereits die erneuerte Ortsdurchfahrt Brend an der K 1889 wieder für den Verkehr freigegeben. Auch dort hatte der Landkreis umfassend in den Straßenunterbau, den Asphaltaufbau sowie in die Entwässerung investiert, um die Strecke nachhaltig zu verbessern.