Drei Porsche punkten beim zweiten Rennen in Dschidda

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ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft, Dschidda (Saudi-Arabien), Rennen 4

  • Platz 8 für Weltmeister Pascal Wehrlein
  • António Félix da Costa scheidet in Runde eins unverschuldet aus
  • Jake Dennis sammelt mit Platz 4 Herstellerpunkte für Porsche

Stuttgart.| Pascal Wehrlein belegte im zweiten Rennen des Jeddah E-Prix am Samstag in Saudi-Arabien den achten Platz. Gestartet war der Deutsche im hocheffizienten Porsche 99X Electric von Position 13 aus. Für seinen Teamkollegen vom TAG Heuer Porsche Formel-E-Team endete das Rennen frühzeitig: Nach einem unverschuldeten Unfall in der ersten Runde musste António Félix da Costa das Rennen aufgeben. Im bestplatzierten Porsche 99X Electric belegte Jake Dennis vom Kundenteam Andretti Formula E den vierten Platz. Er hatte kurzzeitig in Führung gelegen. Ebenfalls in die Punkteränge fuhr Dan Ticktum. Der Brite beendete das Rennen im Porsche 99X Electric WCG3 von Cupra Kiro auf dem neunten Platz. Damit landeten drei Porsche in den Top Ten. Als die beiden bestplatzierten Porsche-Piloten zählen die Punkte von Dennis und Wehrlein für Porsche in der Hersteller-WM.

Eine Chronologie des Rennens bietet dieser Beitrag auf dem X-Kanal @PorscheFormulaE.

Stimmen zum Jeddah E-Prix

Florian Modlinger, Gesamtprojektleiter Formel E: „Das war ein weiterer enttäuschender Renntag in Dschidda. António ist von P4 aus ins Rennen gestartet und dann unverschuldet von einem Konkurrenten aus dem Rennen genommen worden. Das war extrem unglücklich. Er hätte eine Top-Platzierung erreichen können. Pascal startete von Platz 13 aus und konnte sich im Rennen stetig verbessern, am Ende landete er auf Platz 8. Wir haben wichtige Punkte gesammelt, aber es wäre mehr drin gewesen. Jetzt müssen wir uns sortieren, alles analysieren und in Miami noch stärker zurückkommen.“

Pascal Wehrlein, Porsche-Werksfahrer (#1): „Im Qualifying hatten wir ein Softwareproblem, das uns Performance kostete. Das Rennen fühlte sich erst ganz gut an, gegen Ende ließ das Gefühl aber leider nach. Es fällt mir gerade schwer, zu verstehen, warum wir so viele Plätze verloren haben.“

António Félix da Costa, Porsche-Werksfahrer (#13): „Ich hatte am Wochenende das Gefühl, immer zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein. In beiden Rennen wurde ich gleich in der ersten Runde hart getroffen. Heute war der Schaden so groß, dass das Rennen nach drei Kurven vorbei war. Dabei hatten wir von P4 aus alle Chancen, um den Sieg zu kämpfen. Das Ergebnis tut weh. Sowohl mental als auch in der Meisterschaft. Aber die Saison ist noch lang. Wir haben ein extrem starkes Team und kämpfen weiter.“

ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft – Punktestände nach 4 von 16 Rennen

Fahrerwertung
1. Oliver Rowland (GBR), 68 Punkte
2. Taylor Barnard (GBR) 51 Punkte
3. António Félix da Costa (POR), 39 Punkte
8. Pascal Wehrlein (GER), 25 Punkte
9. Jake Dennis (GBR), 25 Punkte
16. Dan Ticktum (GBR), 6 Punkte
17. Nico Müller (SUI), 2 Punkte
21. David Beckmann (GER), 0 Punkte

Teamwertung
1. Nissan Formula E Team (JPN), 68 Punkte
2. NEOM McLaren Formula E Team (GBR), 67 Punkte
3. TAG Heuer Porsche Formula E Team (GER), 64 Punkte
8. Andretti Formula E (USA), 27 Punkte
10. CUPRA KIRO (USA), 6 Punkte

Herstellerwertung
1. Nissan, 130 Punkte
2. Stellantis, 83 Punkte
3. Porsche, 80 Punkte

So geht’s weiter

Das TAG Heuer Porsche Formel-E-Team, Andretti Formula E und Cupra Kiro starten am 12. April 2025 beim Miami E-Prix (Saisonrennen 5).

Zuvor nehmen die Teams an den „Evo Sessions“ teil. Im Rahmen der innovativen Formel-E-Content-Serie pilotieren Prominente die aktuellen Formel-E-Fahrzeuge auf der Grand-Prix-Strecke von Miami (5. und 6. März). Für das TAG Heuer Porsche Formel-E-Team und unter Anleitung von Weltmeister Wehrlein sitzt der ehemalige Profifußballer Sergio Agüero am Steuer des hocheffizienten Porsche 99X Electric.

Interessierte können Agüeros Reise auf den Social-Media-Kanälen von Porsche verfolgen, unter anderem bei Instagram (@Porsche.Motorsport) und bei WhatsApp Channels (Porsche Motorsport). Er selbst ist bei Instagram unter @kunaguero zu finden.


Brückenschlag zwischen zwei Stadtteilen

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Neuer Steg zwischen Neugereut und Steinhaldenfeld freigegeben – IBA’27-Netzvorhaben setzt neue Maßstäbe

Stuttgart.| Die Stuttgarter Stadtteile Neugereut und Steinhaldenfeld im Bezirk Mühlhausen sind nun durch eine neue Geh- und Radwegbrücke besser miteinander verbunden. Am 12. Februar haben Peter Pätzold, der Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt, und Jürgen Mutz, der Leiter des städtischen Tiefbauamtes, das Bauwerk am Seeblickweg offiziell freigegeben. Die Konstruktion setzt durch ihre neuartige Bauweise Maßstäbe im ressourcenschonenden Bauen. Sie ist deswegen eines der rund 100 Vorhaben im Netz der Internationalen Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart (IBA’27).

Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt: „Für die IBA’27 zeigt diese Brücke, wie klimaschonende Bauweisen und eine gelungene Gestaltung Hand in Hand gehen können. Für die Menschen vor Ort bedeutet der Steg städtebaulich einen großen Gewinn. Sie bietet eine direkte barrierefreie Verbindung zwischen Neugereut und Steinhaldenfeld.“

Jürgen Mutz, Leiter des Tiefbauamts: „Der neue Steg über den Seeblickweg ist eine bauliche und technische Meisterleistung. Das Bauwerk verkörpert somit nicht nur Innovation und Nachhaltigkeit, sondern setzt auch neue Maßstäbe im Brückenbau des Tiefbauamts der Landeshauptstadt Stuttgart.“

Neben der Wahl der Werkstoffe Holz, Beton und Carbonfasern war auch ihre neuartige Kombination ein Grund für die Aufnahme ins IBA’27-Netz. Die Brücke verbessert so die CO2-Bilanz. Der Verzicht auf Stahl verlängert zudem ihre Lebensdauer, da keine Schäden durch Korrosion entstehen. Ebenso wichtig war die anspruchsvolle technische und gestalterische Planung. Hinzu kommt die vorbildliche Zusammenarbeit von Tiefbauamt, Ingenieuren und Baufirma, die gemeinsam eine Bauweise entwickelten, die technische Grenzen auslotet und neue Lösungen ermöglicht.

Andreas Hofer, Intendant der IBA’27: „Alle Beteiligten haben hier bewiesen, wie mit Mut, guten Ideen, neuen Materialien und Konstruktionsweisen die Bauwende gelingen kann. Als gebautes Vorbild weist die Brücke den Weg in eine ressourcenschonende Zukunft.“

Materialmix aus Carbonbeton und Holz

Die neuartige Brücke für Fußgänger und Radfahrer, die in innovativer Holz-Beton- Verbundbauweise errichtet wurde, verbindet modernste Baustoffe mit nachhaltigen Materialien. Mit einer Länge von knapp 73 Metern und einer Breite von vier Metern stellt sie eine technische Meisterleistung dar: Die Oberseite der Brücke wirkt wie eine konventionelle Betonbrücke, während die Unterseite der beiden Brückenfelder eine geschwungene Holzkonstruktion zeigt.

Die Besonderheit ist die Verwendung von neuartigen Carbonmatten und Carbonbügeln als Bewehrung, die nur 1,5 Tonnen Material erforderte – ein Bruchteil der Menge, die für herkömmliche Stahlbewehrungen nötig wäre. Diese innovative und in Deutschland bisher erstmalig ausgeführte Verbundkonstruktion optimiert die Eigenschaften der jeweiligen Materialien und sorgt für hohe Stabilität bei minimalem Gewicht.

Zusätzlich wurden in die Brücke Sensoren integriert, die es ermöglichen, das Dehnungsverhalten sowie Holzfeuchte und Bauteiltemperatur zu überwachen.

Beteiligt an diesem Projekt waren das städtische Tiefbauamt, das Planungsbüro Harrer Ingenieure, die Firma Wolff & Müller sowie verschiedene Hersteller, Lieferfirmen und Forschungsinstitute, darunter die Technische Hochschule Augsburg und die Technische Universität Dortmund. Alle Partner haben gemeinsam mit viel Innovation und Engagement diese zukunftsweisende Brücke umgesetzt.

Großer Gewinn für Mühlhausen

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger haben sich in die Entwicklung des Projekts eingebracht. Sie wünschten sich seit Jahren eine bessere Verbindung der angrenzenden Stadtteile Steinhaldenfeld und Neugereut. Vor rund zehn Jahren entwickelte das Büro Planstatt Senner für Neugereut das sogenannte Innere Wegenetz. Der neue Steg ermöglicht nun den direkten barrierefreien Zugang zum Einkaufszentrum Neugereut. Zudem werden dank des Stegs das evangelische Waldheim und die Einrichtung der Mobilen Jugendarbeit/Arche für Kinder und Jugendliche verkehrssicher zu erreichen sein.

Die Städtebauförderung ist mit dem Programm Soziale Stadt seit 2009 unter dem Motto „Frischer Wind in Neugereut“ aktiv. Die Quartierserneuerung im Stadtteil Neugereut wird aus Mitteln des Bund-Länder-Programms „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Die Soziale Stadt“ gefördert.

Finanziert werden die 4,6 Millionen Euro für die neue Brücke und die Wegeanbindung durch die Städtebauförderung – 60 Prozent der Kosten übernehmen Land und Bund, 40 Prozent die Landeshauptstadt Stuttgart.

Brückenfest im Frühjahr

Für den 16. Mai sind Bürgerinnen und Bürger der beiden Stadtteile zu einem bunten Brückenfest eingeladen. Das Programm wird noch bekannt gegeben.

Vorhaben im IBA’27-Netz

Ergänzend zu den IBA’27-Projekten, die eng vom IBA-Team begleitet werden, gibt es das IBA’27-Netz mit mehr als 100 Vorhaben. Es bietet Raum für Vorhaben, die weitgehend unabhängig von der IBA entwickelt wurden, die schon fertiggestellt sind oder deren Umsetzung nach 2027 erfolgt.

Die IBA dokumentiert diese Vorhaben und fördert den Austausch zwischen den Trägerinnen und mit den IBA-Projekten. So entsteht ein Netzwerk des Wissens, das weit über die IBA’27 selbst hinausweist.

Als Teil des Netzes der IBA’27 erhält ein Vorhaben nicht nur größere Aufmerksamkeit, es profitiert auch von fachlicher Unterstützung, Netzwerken, Expertenwissen und Förderungen.


Verkehrsfreigabe in der zweiten Märzhälfte

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Ostfildern.| Die Fertigstellung der Ortskernsanierung in Kemnat verzögert sich witterungsbedingt um etwa drei Wochen, da die Arbeiten im Januar wegen tiefer Nachttemperaturen für 14 Tage unterbrochen werden mussten. In der zweiten Märzhälfte wird die Kemnater Ortsmitte für den Verkehr geöffnet.

Ursprünglich war das Bauende für Ende Februar 2025 geplant. „Die tiefen Nachttemperaturen in der ersten Januarhälfte haben den Bauablauf jedoch erheblich beeinträchtigt. Dies wird nun in einem überarbeiteten Bauzeitenplan berücksichtigt“, erklärte Christoph Ruth, Projektleiter der SEG Ostfildern.

Nach der Überarbeitung des Bauzeitplans wird die Kemnater Ortsmitte in der zweiten Märzhälfte für den Verkehr freigegeben. In den Randbereichen werden anschließend noch einige Restarbeiten wie die Installation von Mülleimern und Fahrradständern durchgeführt. Diese Arbeiten werden jedoch den Verkehrsfluss nicht beeinträchtigen. Insgesamt bedeutet die Verzögerung eine Verlängerung der Bauzeit um etwa drei Wochen. „Angesichts der Komplexität der Baustelle, der zweiwöchigen Winterpause sowie zusätzlicher, nachträglich erforderlich gewordener Arbeiten von Leitungsträgern ist dies ein gutes Ergebnis“, bewertet Projektleiter Ruth die Situation.


Aurel Irion bleibt Geschäftsführer bei Allianz MTV Stuttgart

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Der 54-jährige hat einen Einjahresvertrag unterschrieben

Nach der Bekanntgabe der Vertragsverlängerungen von Zuspielerin Pia Kästner und Außenangreiferin Antonia Stautz, herrscht nun auch in der Führungsetage des amtierenden deutschen Meisters Planungssicherheit.

Geschäftsführer Aurel Irion wird für ein weiteres Jahr Geschäftsführer bei Allianz MTV Stuttgart bleiben. Gemeinsam mit den Mitarbeitern der Geschäftsstelle, sowie mit Cheftrainer Konstantin Bitter und seinem Team wird der 54-jährige weiter an der Zukunft von Allianz MTV Stuttgart arbeiten.

Aurel Irion: „Ich freue mich, dass wir uns auf eine Vertragsverlängerung einigen konnten. Wie in den vergangenen Jahren werde ich auch künftig meine ganze Kraft zum Wohl von Allianz MTV Stuttgart einbringen.“

„Es freut uns sehr, dass unser Geschäftsführer Aurel Irion unser Angebot angenommen hat, obwohl wir ihm derzeit nur eine Verlängerung um ein Jahr anbieten konnten. Damit ist mindestens bis zum Ende der Saison 2025/2026 für Kontinuität im Management gesorgt. Wir hoffen, dass es in den nächsten Monaten gelingt, die Grundlagen dafür zu schaffen die erfolgreiche Zusammenarbeit auch wieder langfristig zu sichern und die Weichen zusammen mit unseren Partnern personell und strategisch für die Zukunft stellen zu können“, sagt Nico Helwerth, Präsident des MTV Stuttgart 1843 e.V. und in seiner Position Gesellschafter der stuttgart indoors GmbH zur Vertragsverlängerung von Aurel Irion.


Hundehalter haften auch für gehorsamen Hund

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Hundehalterinnen und -halter müssen für Schäden einstehen, die ihr Hund verursacht. Das kann auch bei einem angeleinten gehorsamen Hund der Fall sein. Die Württembergische Versicherung, ein Unternehmen der W&W-Gruppe, weist auf einen vom Bundesgerichtshof (BGH VI ZR 381/23) entschiedenen Fall hin und rät allen, die einen Hund haben, zum Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung.

Die Tochter eines Hundehalters führte dessen Hund aus und hielt ihn an einer Schleppleine. Als ihr eine Frau mit Hund begegnete und die beiden Hunde zu einem Mäuseloch rannten, rief die Tochter den angeleinten Hund zurück. Dieser folgte sofort. Dabei verfing sich jedoch die Besitzerin des anderen Hundes in der im Gras liegenden Schleppleine. Sie stürzte so unglücklich, dass sie sich ein Bein brach und im Krankenhaus stationär behandelt wurde. Ihre gesetzliche Krankenversicherung verklagte den Hundehalter, die Behandlungskosten von über 11.000 Euro sowie weitere künftig anfallende Kosten zu ersetzen. Das Landgericht Bonn und das Oberlandesgericht Köln wiesen die Klage ab, da der Hund gehorsam gewesen sei und kein typischer Fall einer Hundehaftpflicht vorliege. Das sah der BGH anders.

Laut dem BGH haben Hundehalterinnen und -halter ein hohes Haftungsrisiko. Dies sei der Preis dafür, dass das Verhalten eines Hundes oft nicht zu beherrschen ist und dadurch andere geschädigt werden können. Im entschiedenen Fall sei zwar der Hund gehorsam gewesen. Trotzdem habe sich eine typische Tiergefahr verwirklicht. Der Hund konnte nämlich nicht so gesteuert werden, dass sich die Frau nicht in der Leine verfing und stürzte. Außerdem war der Hund naturgemäß nicht in der Lage, die lose Schleppleine als Gefahrenmoment zu entdecken und anzuhalten, als sich die Leine zuzog. Der Hundehalter hafte daher für die dadurch entstandenen Schäden.


Mehr Jugendliche entscheiden sich für eine Ausbildung im Handwerk

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Klimaberufe weiterhin gefragt

Trotz rückläufiger Schülerzahlen konnten die Handwerksbetriebe der Region Stuttgart 2024 mehr Auszubildende gewinnen als im Vorjahr. „Wir sind auf einem guten Weg bergauf“, freut sich Peter Friedrich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Region Stuttgart bei der Jahrespressekonferenz am Dienstag in Stuttgart. Es bleibe aber auch noch viel zu tun.

2024 haben 4063 Auszubildende eine Ausbildung im Handwerk in der Region Stuttgart begonnen, ein Plus von 49 Neuverträgen. „Dass trotz eines sinkenden Bewerbermarktes das Handwerk der Region Stuttgart wieder mehr Jugendliche für sich gewinnen konnte, ist eine besondere Leistung“, erklärt Kammerchef Peter Friedrich. Besonders erfreulich sei, dass auch die Anzahl der Ausbildungsbetriebe wieder gestiegen sei. „Die Handwerksbetriebe brauchen qualifizierte Fachkräfte, die Ausbildung des eigenen Nachwuchses liegt in der DNA des Handwerks“, freut sich Friedrich.

Die Mehrzahl der Azubis hätten weiterhin einen Haupt- oder Realschulabschluss. 2024 sei außerdem die Anzahl der Azubis mit einem im Ausland erworbenen Schulabschluss um 55 auf 153 gestiegen. „Leider haben weniger Azubis mit Abitur oder Fachhochschulreife eine Ausbildung im Handwerk der Region begonnen“, so Peter Friedrich vor der Presse in Stuttgart und ergänzt: „Dafür beobachten wir, dass Studienabbrecher doch ihren Weg ins Handwerk finden. Es wäre schön, wenn wir ihnen diesen Umweg ersparen könnten und sie auf direktem Weg in die handwerkliche Ausbildung kommen.“

Gleichwertigkeit von dualer Ausbildung und akademischer Bildung

Es brauche daher ein Umdenken, nicht nur bei den Schülerinnen und Schülern, sondern auch bei den Lehrkräften und Eltern. „Wer will, dass es das eigene Kind einmal besser haben wird, der sollte ihm zum Handwerk raten. Das Handwerk bietet vielfältige Karrieremöglichkeiten für jedes Talent, die Verdienstchancen sind gut, Handwerker sind gesucht, die Arbeit ist sinnstiftend und in keiner anderen Branche kann man so schnell sein eigener Chef werden“, betont der Kammerchef. „Wir werden daher nicht müde, eine ergebnisoffene Berufsorientierung an allen Schularten zu fordern.“ Das neue Schulgesetz verpflichte zwar endlich Gymnasien, gleichermaßen für die berufliche wie für die akademische Ausbildung zu qualifizieren, doch diese Verpflichtung müsse erstmal mit Leben gefüllt werden. Die Politik müsse außerdem die vollumfängliche Gleichwertigkeit der dualen Ausbildung zur akademischen Ausbildung festschreiben. „Das ist schon seit Jahren eines unserer größten Anliegen und es bewegt sich nichts“, kritisiert Friedrich.

Die junge Generation suche vor allem nach einem Sinn in ihrer Arbeit. „Dafür ist das Handwerk prädestiniert: Jeden Tag sehen die Handwerkerinnen und Handwerker, was sie geschaffen haben. Sie können aktiv die Zukunft mitgestalten und die Modernisierung und Digitalisierung vorantreiben“, so Friedrich. Gefragt sind daher weiterhin die Klimaberufe. Die Anlagenmechaniker/innen für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik hatten sechs Ausbildungsverträge mehr, die Mechatroniker/innen für Kältetechnik konnten ihre Zahlen um neun Auszubildende steigern und die Zimmerer/innen haben sogar 35 neue Azubis mehr als im Vorjahr.

Recruiting im Ausland

Und trotzdem kann schon lange nicht mehr jede Ausbildungsstelle in der Region Stuttgart besetzt werden. „Wir gehen davon aus, dass jede vierte Lehrstelle unbesetzt bleibt, das heißt der hohe Fachkräftebedarf im Handwerk kann aktuell nicht gedeckt werden“, erklärt der Kammerchef. Die Handwerkskammer habe daher Projekte gestartet, die die Betriebe bei einer gezielten Anwerbung von Auszubildenden und Fachkräften im Ausland unterstützen. Im Herbst 2024 haben zehn indische Azubis in fünf Betrieben eine Ausbildung zum Fleischer bzw. Fleischereifachverkäufer begonnen. Für 2025 sollen 60 weitere Azubis aus Indien eine Ausbildung im Handwerk der Region Stuttgart starten. „Wir unterstützen die Betriebe sowohl bei der Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber sowie den Einreiseformalitäten. Auch hier in Deutschland stehen unsere Mitarbeiterinnen den indischen Azubis und den Betrieben beratend zur Seite“, berichtet Peter Friedrich.

Weitere Anwerbungen laufen aktuell in Kolumbien über das Projekt „FIT for German Climate Businesses“. In dem Zuge werden auch die unterschiedlichen Einreisewege des novellierten Fachkräfteeinwanderungsgesetzes erprobt. Ein wichtiger Praxis-Check, findet der Kammerchef. „Wir spiegeln dann die Erfahrungen der Betriebe mit den zuständigen Gremien. Umständliche Verfahren bei der Fachkräfteeinwanderung sind nicht nur für die ausländischen Fachkräfte, sondern auch für die Betriebe, die dringend qualifizierte Mitarbeitende suche, nervenaufreibend.“


Der neue Volvo EX30 Cross Country: Vollelektrisch ins Abenteuer

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  • Robuste Lifestyle-Version des elektrischen Erfolgs-SUV
  • „Cross Country Experience“-Zubehörpaket für Ausflüge in die Natur 
  • Ab sofort zum Preis von 57.290 Euro bestellbar – Auslieferungen starten im Frühjahr 

Köln.| Neuzugang in der Erfolgsbaureihe: Mit dem neuen EX30 Cross Country präsentiert Volvo eine robuste Abenteuer-Version seines vollelektrischen Einstiegs-SUV. Das Allradmodell verbindet Sicherheit, Komfort und Performance in einem vielseitigen Paket. Der Volvo EX30 Cross Country basiert auf der Top-Ausstattungslinie Ultra, verfügt über den leistungsstarken Twin Motor Performance AWD mit zwei Elektromotoren und 315 kW (428 PS) und kann ab sofort zum Preis von 57.290 Euro (UVP inkl. 19 Prozent MwSt.) bestellt werden. Die Auslieferungen beginnen im Laufe des späteren Frühjahrs.

Ein kleines vollelektrisches SUV für große Erlebnisse: Der neue Volvo EX30 Cross Country erweitert das Erfolgsrezept des Volvo EX30 um robuste und funktionale Details, die ihn zum perfekten Begleiter für Entdeckungsreisen in der Natur machen. Zusätzlich zu dem neuen Modell bietet der schwedische Premium-Automobilhersteller erstmals auch ein komplettes „Cross Country Experience“-Paket an: mit praktischem Zubehör und Ausrüstung für Ausflüge in die Natur.

„Unser erstes Cross Country Modell haben wir vor über 25 Jahren auf den Markt gebracht – bis heute bilden diese robusten und allwettertauglichen Fahrzeuge das Herzstück der Marke Volvo“, sagt Jim Rowan, CEO und Präsident von Volvo Cars. „Die schwedischen Winter sind streng, aber wir machen das Beste daraus: Selbst bei minus 20 Grad Celsius gehen wir raus und erkunden die wunderbare Landschaft. Deshalb wollen wir unseren Kunden mit dem neuen Volvo EX30 Cross Country nicht einfach nur ein Auto, sondern ein vollwertiges Erlebnis bieten.“

Von der Stadt ins Gelände

Als kleines SUV-Modell ist der Volvo EX30 Cross Country perfekt für die Stadt geeignet. Mit seinem vollelektrischen Antrieb ist er lokal emissionsfrei unterwegs und kann mit einer Batterieladung bis zu 427 Kilometer zurücklegen. Das Aufladen von 10 auf 80 Prozent dauert an Schnellladestationen dank 153 kW Ladeleistung nur 26 Minuten.

Gegenüber dem normalen Volvo EX30, der im vergangenen Jahr eingeführt wurde und sich auf Anhieb zu einem Bestseller der Marke entwickelt hat, verfügt der Volvo EX30 Cross Country über einige zusätzliche Details und Funktionen.

Zum Beispiel das Cross Country Fahrwerk mit einer auf 190 Millimeter erhöhten Bodenfreiheit, mit der sich auch unwegsames Gelände bewältigen lässt, und die Räder im Fünf-Speichen-Cross-Country-Design. Als Zubehör stehen zudem spezielle 18-Zoll-Geländereifen zur Verfügung. Und natürlich ist der Volvo EX30 Cross Country mit Allradantrieb ausgestattet, der bei schwierigen und rutschigen Bedingungen für mehr Sicherheit und Stabilität sorgt.

Robuste Design-Details unterstreichen Abenteuer-Charakter

Das erste Volvo Cross Country Modell wurde im Jahr 1997 eingeführt – entwickelt für das anspruchsvolle skandinavische Klima und geeignet für die verschiedensten Straßenverhältnisse, von schlammigen Wegen über knöcheltiefen Schnee bis hin zum komfortablen Gleiten über die Autobahn.

Genau dafür und für viele weitere Einsatzzwecke ist auch der neue Volvo EX30 Cross Country konzipiert – und macht dabei stets eine gute Figur. Front- und Heckstoßfänger sind in Mattgrau gehalten, an der Front ist zudem die Topografie des Kebnekaise-Gebirges im arktischen Schweden zu sehen, das den Volvo Designern als Inspiration diente. Ein Unterfahrschutz an Front und Heck sowie verbreiterte Radhäuser vervollständigen den robusten Look und unterstreichen den Abenteuer-Charakter des Cross Country Modells. Die Farbpalette umfasst vier Außenlackierungen, jeweils serienmäßig in Verbindung mit einem schwarzen Kontrastdach.

Funktional und sicher – ein typischer Volvo

Der Innenraum des Volvo EX30 Cross Country ist funktional und praktisch: Alle cleveren Lösungen, die Ablagemöglichkeiten und das Design, die den Volvo EX30 zu einem Verkaufsschlager gemacht haben, sind auch hier an Bord. Dazu zählt beispielsweise die Soundbar an der Armaturentafel, welche die Lautsprecher in den Türen überflüssig macht. Der dadurch gewonnene Platz wird für große Türfächer genutzt.

Der obere Teil der vielseitigen Mittelkonsole kann herausgezogen und als Getränkehalter genutzt werden; wenn er nach hinten verschoben wird, entsteht mehr Stauraum. Ein großes Staufach befindet sich zudem am Boden zwischen Fahrer und Beifahrer. Auch das Handschuhfach ist zentral platziert und somit sowohl für den Fahrer als auch für den Beifahrer leicht zugänglich.

Für die Fondpassagiere gibt es ein praktisches Staufach, das unter dem Mitteltunnel herausgezogen werden kann. Es ist herausnehmbar und waschbar und kann auch als Abfallbehälter verwendet werden. Eine Ladeanleitung an der Innenseite der Heckklappe gibt einen Überblick über die Art der Gegenstände, die bei aufgestellten oder umgeklappten Rücksitzen in den Kofferraum passen.

Wie alle neuen Volvo Fahrzeuge verfügt auch der neue Volvo EX30 Cross Country über das Android Automotive Infotainmentsystem der neuesten Generation mit integrierten Google-Services wie dem Kartendienst Google Maps. Dank der Vorkonditionierung des Innenraums können die Passagiere nach dem Erkunden der Natur in ein angenehm warmes Auto einsteigen. Zur Serienausstattung gehören außerdem eine Sitzheizung vorn sowie eine Lenkradheizung.

Und natürlich ist der Volvo EX30 Cross Country so sicher, wie es die Kunden von einem Volvo zu Recht erwarten. Dank der hohen Sicherheitsstandards sind alle Insassen bestmöglich geschützt; zugleich sorgen die Sicherheits- und Assistenzsysteme mit Brems- und Lenkunterstützung dafür, dass Kollisionen mit entgegenkommenden Fahrzeugen, Fußgängern und Radfahrern gar nicht erst passieren. Das Fahrer-Monitoring-System erkennt, wenn der Fahrer abgelenkt oder müde ist.

Für ein echtes „Cross Country”-Erlebnis

Zusätzlich führt Volvo mit dem neuen EX30 Cross Country eine Reihe von maßgeschneiderten Angeboten ein – darunter ein „Cross Country Experience”-Zubehörpaket mit Lastenträger, Dachkorb, 18-Zoll-Geländereifen und Schmutzfänger*. Weitere Angebote folgen zu einem späteren Zeitpunkt.


Barock Volleys: Zwei Siege, sechs Punkte und eine Machtdemonstration 

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  • Ludwigsburgs Zweitliga-Volleyballer gewinnen jeweils deutlich 3:1 gegen die Topteams Eltmann und Gotha
  • Siegesserie seit acht Spielen 

Was für ein Wochenende: Mit sechs Punkten und Tabellenplatz vier sind die Barock Volleys MTV Ludwigsburg am späten Sonntagabend von ihrer Auswärtsreise nach Eltmann und Gotha zurückgekehrt. Während der mühsame 3:1-Sieg am Samstagabend beim amtierenden Meister Eltmann und Tabellenzweiten ein zähes Kampfspiel war, sorgte einen Tag später der Auftritt beim Tabellenführer Blue Volleys Gotha für Aufsehen: Überraschend deutlich bezwangen die Barockstädter die bis dahin dominante Mannschaft der zweiten Liga mit 3:1 (22:25, 25:14, 25:14, 25:18), wobei vor allem die Sätze zwei bis vier beeindruckten und den Gegner und das Heimpublikum ratlos machten. In beiden Spielen wurde Ludwigsburgs Libero Laurin Schiegl zum MVP gewählt. Die Barock Volleys sind damit seit acht Spielen ungeschlagen und stehen mit 30 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz.

„Wir haben die maximale Punktausbeute bei den beiden führenden Mannschaften der Liga geholt – das war selbst für mich überraschend. Das Team wird von Spiel zu Spiel immer besser und alle Einwechslungen fügen sich nahtlos ein“, sagte Ludwigsburgs Trainer Michael Dornheim nach dem Doppelspielwochenende. Kapitän Ben-Simon Bonin ergänzte: „Wir beenden ein hartes Wochenende mit acht gespielten Sätzen und sechs weiteren wichtigen Punkten. Ich bin stolz, dass wir es als ganzes Team geschafft haben über zwei Tage gegen zwei Topteams zu bestehen.“ Der Kapitän trug in beiden Spielen mit überragenden Angriffsquoten zum Erfolg bei und führte sein Team auch in den schwierigen Phasen souverän. „Die sechs Punkte haben wir uns mehr als verdient – es ist der Ertrag der harten Arbeit der letzten Wochen, daran wollen wir weiter anknüpfen“, so Bonin weiter.

Kampfbetontes Spiel in Eltmann 

In das Spiel am Samstagabend gegen den amtierenden Meister Eltmann starteten die Barock Volleys mit Anlaufschwierigkeiten. Das Ludwigsburger Spiel zeigte sich fehleranfällig, der Aufschlagdruck war zu gering, zwischen Zuspiel und Angriff gab es Abstimmungsprobleme. Trainer Dornheim reagierte beim Stand von 20:21 mit dem Doppelwechsel in Zuspiel und Diagonalangriff. In der Crunchtime des ersten Satzes blieb es eng und die Barockstädter vergaben den ersten Satzball. Gastgeber Eltmann behielt die Nerven und verwandelte zum 28:26. Ganz anders dann der zweite Satz: die Barock Volleys kamen immer besser ins Rollen. Aus konstanter Annahme, in der Ludwigsburgs Libero und späterer MVP Laurin Schiegl zuverlässig die Bälle nach vorne schob, konnte Jonah Dornheim die Pässe variabel an seine Angreifer verteilen, die allesamt effizient verwandelten. Bester Scorer war Kapitän Ben-Simon Bonin, der seine Mannschaft anführte und von Eltmann nicht zu stoppen war. Vor allem im vierten Satz, in dem Ludwigsburg zwischenzeitlich mit vier Punkten zurücklag, konnte sich das Team auf ihren Kapitän verlassen. „Gegen Eltmann haben wir nur phasenweise das Niveau der letzten Wochen erreicht, am Ende aber verdient gewonnen“, meinte der Trainer.

Gotha ratlos gegen die Ludwigsburger Dominanz 

Am Sonntag ging es dann weiter nach Thüringen zum mit Hochspannung erwarteten Spiel gegen Tabellenführer Gotha, der im ersten Satz auch zeigte, warum er in den davor 18 Spielen lediglich eine Niederlage hinnehmen musste. Auch hier hatte Ludwigsburg im ersten Satz zunächst wieder Startschwierigkeiten und ließ mit zu wenig Aufschlagdruck und hoher Fehlerquote Gotha viele Möglichkeiten zu punkten. Ab Satz zwei legten die Barock Volleys dann allerdings den Schalter um: Mit druckvollen Aufschlägen, stabiler Annahme und erfolgreichen Angriffen gingen die Barockstädter schnell in Führung und demonstrierten mit einem klaren 25:14 ihren Siegeswillen. Nach dem 1:1-Satzausgleich fand Gotha kaum noch Zugriff auf das Spiel und stand teilweise ratlos auf dem Spielfeld angesichts der Dominanz des Gegners. Ludwigsburgs Angreifer, die von Zuspieler Ryan Slater variabel in Szene gesetzt wurden, konnten nach Belieben ihre Bälle im gegnerischen Feld auf den Boden bringen. „Heute haben wir wieder mit hohem Aufschlagdruck und sensationeller Block-Feld-Abwehr dem Gegner kaum eine Chance gelassen“, sagte Trainer Dornheim nach dem Spiel. Am nächsten Sonntag müssen die Barock Volleys zum Auswärtsspiel in Grafing antreten. Dort wartet ein kampfstarker, „unangenehmer Gegner“ (Trainer Dornheim) auf die Barock Volleys, die ihre Siegesserie auch in Bayern weiter ausbauen wollen.


Zustimmung zur Organ- und Gewebespende so hoch wie nie

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85 Prozent der Befragten stehen ihr positiv gegenüber

Köln, 10. Februar 2025. Die positive Einstellung zum Thema Organ- und Gewebespende in der Bevölkerung ist mit 85 Prozent so hoch wie nie zuvor: Das ist eine zentrale Aussage der Repräsentativbefragung „Wissen, Einstellung und Verhalten der Allgemeinbevölkerung zur Organ- und Gewebespende in Deutschland 2024“, deren erste Ergebnisse die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) jetzt veröffentlicht hat.

  • 62 Prozent der Befragten gaben an, eine Entscheidung zur Organ- und Gewebespende getroffen zu haben. Das sind ähnlich viele wie in der vorherigen Erhebung aus 2022 (61%).
  • 45 Prozent der Befragten haben ihre Entscheidung im Organspendeausweis und/oder in einer Patientenverfügung dokumentiert.
  • 16 Prozent haben eine Entscheidung getroffen, diese aber bisher nicht schriftlich festgehalten. 35 Prozent haben noch keine Entscheidung getroffen.
  • Das Wissen zur Organ- und Gewebespende hat sich seit 2016 leicht verbessert: Von den aktuell Befragten fühlten sich 39 Prozent gut informiert, 2016 waren es 33 Prozent.

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter der BZgA und Errichtungsbeauftragter eines Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BiÖG): „85 Prozent der Befragten befürworten die Organ- und Gewebespende – ein Rekordwert! Doch eine positive Haltung allein reicht nicht: Es zählt, eine bewusste Entscheidung zu treffen und zu dokumentieren. Nutzen Sie dafür den Organspendeausweis, die Patientenverfügung oder das Organspende-Register. Nehmen Sie sich die Zeit, sich zu informieren – zum Beispiel mit dem Infotelefon der BZgA oder auf organspende-info.de. Denn noch immer warten rund 8.300 Menschen in Deutschland auf ein Spenderorgan.“

31 Prozent der Befragten kennen das Organspende-Register. Seit März 2024 kann jeder seine Entscheidung in dem elektronischen Verzeichnis dokumentieren. Das Register für Erklärungen zur Organ- und Gewebespende wird vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte geführt und ist ein zentrales elektronisches Verzeichnis, in dem die Entscheidung für oder gegen eine Organ- und Gewebespende festgehalten werden kann. Der Eintrag ist freiwillig und kostenlos. Er kann jederzeit geändert oder widerrufen werden. Auf die Frage, ob man eine Entscheidung dort eintragen würde, antworteten 31 Prozent der Befragten mit „ganz sicher“ und 48 Prozent mit „vielleicht“.

Rund 88 Prozent der Befragten finden es wichtig, die Möglichkeit zu einem persönlichen Gespräch zur Thematik zu haben – wie es zum Beispiel das BZgA-Infotelefon Organspende bietet. Von den Befragten wussten aber nur sieben Prozent davon. Das Infotelefon Organspende bietet im persönlichen Telefongespräch qualitätsgesicherte Antworten auf Fragen und eine individuelle Austauschmöglichkeit rund um das Thema Organ- und Gewebespende.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Infotelefons können auch zu den häufigsten Fehlinformationen aufklären, zum Beispiel zum Thema Altersgrenze: Knapp die Hälfte der Befragten (48 Prozent) glaubt fälschlicherweise, dass es eine Altersgrenze für die Organspende gibt. Entscheidend ist aber der Zustand der Organe und nicht das Alter der Spenderin oder des Spenders.

Wer Fragen rund um die Organ- und Gewebespende hat und diese gerne persönlich besprechen möchte, kann unser gebührenfreies Infotelefon Organspende unter der Rufnummer 0800 90 40 400 montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr nutzen.


Starke Anziehung in kompakter Form: Das Prinzip der Magnetstäbe

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Geschäftliche Empfehlung

Die anziehende Wirkung zweier Magnete ist heute selbstverständlich, war aber rund 600 v. Chr., als sie Thales von Milet in Griechenland erstmals entdeckte, nicht weniger als eine mindestens mystische, wenn nicht gar fast schon magische Entdeckung. Seither hat sich wenig überraschend viel getan: Heute gehören Magneten und Magnetstäbe zum festen Bestandteil in der Industrie, Produktion, dem Maschinenbau, der Wissenschaft und allen anderen Feldern unserer Zivilisation. Am grundlegenden Prinzip hat sich aber nichts geändert.

So funktionieren Magnetstäbe

Die Form von Magnetstäben erschließt sich bereits aus ihrer Bezeichnung, auch der Aufbau ist weitgehend identisch: Ein Rohr, typischerweise aus rostfreiem Stahl, umgibt den inneren Kern, wo sich dann der tatsächliche Magnet befindet. Weil dessen Magnetfeld die Stahlhülle problemlos durchdringt, kann der eigentliche Magnet unmittelbar mit seiner direkten Umgebung interagieren. Herausnehmbar ist er aus der Hülle nicht, obgleich diese stets möglichst dünn konzipiert ist – damit das Magnetfeld nicht zu stark abgeschwächt wird. Unterschiede zeigen sich bei Magnetstäben in ihrer Größe, die natürlich frei anpassbar ist – weshalb es Magnetstäbe auch in verschiedenen Längen, Breiten und Durchmessern gibt.

So ein wahlweise runder oder eckiger Stabmagnet kann wahlweise einzeln oder in einem Verband genutzt werden, wobei Magnetstabgruppen deutlich häufiger in der Industrie anzutreffen sind. Da mehrere Stabmagnete einen Magnetrost bilden, sind diese in der Lage zum Beispiel lose Materialien aus Werkstoffen oder magnetische Bestandteile aus Flüssigkeiten zu lösen. Die spätere Verwendung bestimmt zugleich, wie diese Magnetstäbe exakt konzipiert sind. Die Ummantelung, beispielsweise aus Stahl, schützt allen voran vor Korrosion sowie gegenüber starken mechanischen Einwirkungen. Ist beides nicht erforderlich, können solche Stäbe auch als Vollmagneten konzipiert sein.

Anwendungsfelder von Magnetstäben

Kleine, mitunter schön verzierte Magneten mögen am heimischen Kühlschrank wichtige Erinnerungen oder Fotos halten, die tatsächlichen Nutzungsmöglichkeiten von Magnetismus sind aber natürlich weitaus vielfältiger und gravierender – und das nicht nur in der Industrie, wo man sie zwangsläufig vermuten würde. Schon seit einigen Jahren werden Magnetstäbe beispielsweise im menschlichen Rücken eingesetzt, um Patienten von schmerzhaften Rückenleiden oder Hohlkreuzen zu befreien. Auch in der Natur ist Magnetismus unverzichtbar: Um beispielsweise Zugvögeln den Weg zu weisen, da diese einen eingebauten “Magnetsinn” besitzen.

In der Schifffahrt ist der Magnet bereits seit dem Jahr 1220 n. Chr. ein fester Bestandteil in Form des Kompasses, der zum damaligen Zeitpunkt erstmals von den Arabern genutzt wurde. Heute funktionieren viele Prozesse in der Industrie, Produktion und dem Handwerk gar nicht mehr ohne Magneten. In gemischtem Abfall können Magnetstäbe bei der Trennung zum späteren Recycling nützlich sein, in der Kunststoffverarbeitung ziehen sie Restmetalle aus den ursprünglichen Werkstoffen. Magnetische Halterungen sorgen dafür, dass am Arbeitsplatz die Sicherheit der Arbeitenden gewährleistet ist, während große Magnete zugleich als Hebemechanismus eingesetzt werden können. Überall da, wo sich keine Klemmen oder anderweitige Befestigungen anbringen lassen, sorgen Magneten zudem für eine zuverlässige Befestigung.

Welcher Magnet für was geeignet ist, hängt auch von seinem Material ab: Ferritmagnete werden dort präferiert, wo eine hohe Temperaturbeständigkeit erforderlich ist. Die haben Neodym-Eisen-Bor-Magnete nicht, dafür aber eine deutlich höhere Magnetkraft.