Polizei-Report Kreis Böblingen | Woche 23

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A81 Gemarkung Leonberg: Verkehrsunfall mit drei verletzten Personen
Am Samstag gegen 14:38 Uhr ereignete sich auf der A8, Karlsruhe in Richtung München, kurz vor der Anschlussstelle und Leonberg-West ein Verkehrsunfall. Die 70-jährige Fahrerin eines Pkw VW befuhr die mittlere Fahrspur. Aus bislang unbekannter Ursache geriet sie zunächst nach rechts und versuchte deshalb, entgegen zu lenken. Hierbei übersteuerte das Fahrzeug und geriet ins Schleudern. Der VW prallte in der Folge zwei Mal in die linke Betonleitwand und kam auf dem linken Fahrstreifen zum Stehen. Durch umherfliegende Fahrzeugteile wurden der auf der linken Fahrspur nachfolgende Pkw Mercedes Benz eines 24-jährigen Fahrers, sowie der auf der rechten Fahrspur der Gegenfahrbahn fahrende Pkw Mercedes Benz eines 48-jährigen Fahrers beschädigt. Bei dem Unfall wurden im VW die 70-jährige Fahrerin, die 31-jährige Beifahrerin und ein 66-jähriger Mitfahrer leicht verletzt, diese mussten durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus transportiert und dort ambulant behandelt werden. Der Gesamtsachschaden beträgt ca. 25.500 Euro. Vor Ort waren zwei Streifen der Verkehrspolizei Ludwigsburg, drei Rettungswagen, ein Notarzt sowie die Feuerwehr Leonberg in großer Anzahl eingesetzt. Für die Dauer der Unfallaufnahme und die Bergung des verunfallten VW wurde die mittlere und linke Fahrspur bis 16:49 Uhr gesperrt. Es bildete sich ein Rückstau von zwei Kilometern Länge.

Leonberg: Brand in Mehrfamilienhaus mit zwei leichtverletzten Personen
Am Donnerstag, den 05.06.2025, kam es gegen 15:15 Uhr zur einem Brand in einem Mehrfamilienhaus. Der Brand brach aus bislang ungeklärter Ursache in einer Sauna in einer Wohnung aus. Das Gebäude musste für den Zeitraum der Löscharbeiten vollständig geräumt werden. Die Brandwohnung ist nicht mehr bewohnbar, die weiteren Wohnungen im Haus sind nicht betroffen. Insgesamt entstand Sachschaden in Höhe von ca. 200.000 Euro. Die 80 und 55 Jahre alten Bewohner der Wohnung, in welcher der Brand ausgebrochen war, wurden mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus zur weiteren Versorgung verbracht. Für die Dauer des Einsatzes musste die Straße komplett gesperrt werden. Es kam zu keinen größeren Verkehrsbeeinträchtigungen. Die Feuerwehr, der Rettungsdienst und das Polizeirevier Leonberg waren mit starken Kräften vor Ort.

Böblingen: Kellerbrand – zwei Personen leicht verletzt – Tatverdächtiger festgenommen
Am Dienstag (03.06.2025) kam es gegen 10:00 Uhr zu einem Kellerbrand mit zwei leichtverletzten Personen in einem Mehrfamilienhaus in der Lauchstraße in Böblingen (wir berichteten).
Bei den leicht verletzten Personen handelte es sich um eine 22-jährige Bewohnerin und ihr knapp ein Jahr altes Kind. Im Zuge der Ermittlungen der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg ergaben sich konkrete Hinweise, dass ein 38-jähriger Mann für die Brandlegung verantwortlich sein könnte. Er wurde noch am Dienstag vorläufig festgenommen und am Mittwoch (04.06.2025) auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart einer Haftrichterin des Amtsgerichts Böblingen vorgeführt. Dieser erließ wegen des bestehenden Verdachts der schweren Brandstiftung einen Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen, setzte diesen in Vollzug und wies den 38-jährigen kosovarischen Staatsbürger in eine Justizvollzugsanstalt ein. Das Gebäude darf bis auf weiteres nicht betreten werden. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat einen Gutachter bestellt. Zeugen, die verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg unter Tel. 0800 1100225 oder per E-Mail an [email protected] in Verbindung zu setzen.

A8 Gemarkung Sindelfingen: Vollbrand eines Lkw-Transporters
Am heutigen Mittwoch, gegen 18:15 Uhr, gingen bei der integrierten Leitstelle des Landkreises Böblingen mehrere Notrufe über einen brennenden Lkw-Transporter ein. Nach bisherigen Ermittlungen befuhr ein 44-järiger Fahrer eines Iveco Daily Transporter mit Planenaufbau und einer zulässigen Gesamtmasse von 3.5 t die Bundesautobahn 8 von Leonberg kommend in Richtung München. Kurz vor der Rastanlage Sindelfinger Wald geriet zunächst der Ladeaufbau aus bislang unbekannter Ursache in Brand. Der Fahrer wurde von vorbeifahrenden Verkehrsteilnehmern auf das Feuer aufmerksam gemacht und konnte das Fahrzeug noch auf den Standsteifen lenken und abstellen. Beim Eintreffen der Rettungskräfte stand der Lkw, welcher mit Styropor beladen war, bereits in Vollbrand und brannte vollständig aus. Durch umherfliegende brennende Teile wurde ein nachfolgender Opel Corsa einer 39-jährigen Fahrerin beschädigt, das Fahrzeug bleib fahrbereit. Für die Löscharbeiten musste zunächst die Richtungsfahrbahn München komplett gesperrt werden. Um 19:20 Uhr konnten der linke und mittlere Fahrstreifen der Richtungsfahrbahn München wieder freigegeben werden. Sowohl der 44-Jährige als auch die 39-Jährige wurden nicht verletzt. Durch das Feuer wurden zwei Fahrstreifen nicht unerheblich beschädigt. Zudem wurden eine Notrufsäule und zwei Elemente Distanzschutzplanken beschädigt. Der Gesamtschaden beläuft sich auf 90.000 Euro. Die Feuerwehren aus Sindelfingen und Leonberg waren mit starken Kräften vor Ort. Vom Rettungsdienst war vorsorglich ein Rettungswagen im Einsatz. Derzeit ist die Autobahnmeisterei Herrenberg mit Absperrmaßnahmen, Aufräumarbeiten und Begutachtung der Fahrstreifen beschäftigt, die Bergung des Klein-Lkw dauert noch an. Hierzu sind der Standstreifen und der rechte Fahrstreifen gesperrt.

Holzgerlingen: Falsche Bankmitarbeiter am Werk
Einen Anruf einer angeblichen Sicherheitsmitarbeiterin einer Bank erhielt eine 31 Jahre alte Holzgerlingerin am Mittwochabend (04.06.2025). Die Anruferin machte der Frau durch geschickte Gesprächsführung glaubhaft, dass es auf ihrem Konto zu Auffälligkeiten gekommen sei. Dies deute darauf hin, dass Betrüger versuchen, Geld abzubuchen. Parallel zu dem Telefonat erhielt die 31-Jährige SMS-Nachrichten, bei welchem als Absender die Notfall-Hotline ihrer Bank angezeigt wurde. Im weiteren Verlauf überwies die Frau mehrere Tausend Euro auf ein von der Anruferin genanntes, angeblich sicheres Konto, um das Geld vor den Betrügern zu schützen. Erst später fiel der 31-Jährigen der eigentliche Betrug auf und sie erstattete Anzeige bei der Polizei.

Böblingen: Polizei ermittelt wegen illegalem Kraftfahrzeugrennen
Mit der Beschlagnahme seines Führerscheins endete die Fahrt eines 50 Jahre alten Mercedes-Lenkers am Freitag (30.05.2025) bei Böblingen.
Der 50-Jährige war einer Polizeistreife gegen 23.15 Uhr in der Flugfeld-Allee aufgefallen. Der Fahrer des hochmotorisierten Mercedes war von dort in die Heinkelstraße abgebogen und hatte dabei durch starkes Beschleunigen unnötigen Lärm verursacht. Anschließend drehte der 50-Jährige eine Runde auf einem Supermarkt-Parkplatz, ehe er in die Calwer Straße und schließlich in Richtung Bundesstraße 464 (B 464) fuhr. Dabei beschleunigte der Mercedes-Lenker abermals sehr stark, sodass es der Streifenbesatzung erst auf der B464 gelang, zu dem 50-Jährigen aufzuschließen und ihn einer Verkehrskontrolle zu unterziehen. Er muss nun mit einer Anzeige wegen verbotenem Kraftfahrzeugrennen rechnen.

Böblingen-Dagersheim: 81-Jähriger verliert Kontrolle über Pkw und erfasst Fußgänger
Zwei leicht verletzte Personen und ein Sachschaden in Höhe von insgesamt rund 60.000 Euro sind die Bilanz Verkehrsunfalls, der sich am Montag (02.06.2025) gegen 14.25 Uhr in Böblingen-Dagersheim ereignete.
Ein 81 Jahre alter VW-Lenker fuhr die Hauptstraße in Richtung Böblingen entlang, als er aus noch ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abkam und auf einen Gehweg geriet. Dort fuhr der 81-Jährige zwischen geparkten Fahrzeugen und Häusern entlang. Auf Höhe einer Bäckerei erfasste er einen 36 Jahre alten Mann, der mit Arbeiten an einer dortigen Grünfläche beschäftigt war. Der 36-Jährige wurde durch die Kollision gegen einen geparkten Mercedes geschleudert, mindestens eine Person konnte sich durch einen Sprung zur Seite vor einem Zusammenstoß retten.
Im weiteren Verlauf touchierte der VW eine Straßenlaterne sowie eine Schiebetür der Bäckerei, ehe er schließlich mit einem geparkten Volvo kollidierte und zum Stehen kam. Sowohl der 36-Jährige als auch der 81 Jahre alte VW-Lenker wurden mit leichten Verletzungen vom Rettungsdienst in Krankenhäuser gebracht. Der VW war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden.
Neben Polizei und Rettungsdienst war auch die Feuerwehr im Einsatz. Die Hauptstraße musste im Zuge der Unfallaufnahme für etwa 30 Minuten voll gesperrt werden.

Sindelfingen: 43-Jähriger leistet Widerstand gegen die Polizei
Mehrere Streifenwagenbesatzungen waren erforderlich, um am Sonntag (01.06.2025) kurz vor Mitternacht einen widersetzlichen 43-Jährigen vor einer Gaststätte in der Mercedesstraße in Sindelfingen festnehmen zu können. Der Mann hatte zunächst gegenüber einem Zeugen erklärt, er führe eine Schusswaffe mit sich und habe den Auftrag, jemanden zu erschießen. Nachdem die Polizei verständigt worden war, sollte der 43-Jährige kontrolliert und durchsucht werden. Da er dabei den Anweisungen der Einsatzkräfte nicht Folge leistete, wurde nach mehrfacher Androhung zunächst Pfefferspray und schließlich auch ein Diensthund eingesetzt, um den aggressiven 43-Jährigen überwältigen zu können. Dabei zog er sich leichte Verletzungen zu, weshalb er nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht wurde. Eine Schusswaffe konnte nicht aufgefunden werden. Das Polizeirevier Sindelfingen (Tel. 07031 697-0 oder [email protected]) ermittelt nun gegen den 43-Jährigen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

A8 Sindelfingen: randalierende Fußballfans wüten in Tank- und Rastanlage auf der Autobahn
Randalierende Fußballfans wüteten am vergangenen Samstag (31.05.2025) auf der Tank- und Rastanlage “Sindelfinger Wald” an der Bundesautobahn 8 bei Sindelfingen. Insgesamt sechs Reisebusse mit 300 bis 350 Fußballfans, die auf dem Weg zum UEFA-Champions-League-Finale nach München waren, stoppten gegen 09:30 Uhr an der Tank- und Rastanlage, um eine Pause einzulegen. Die Fußballfans verteilten sich daraufhin auf dem Gelände und brachten an Wänden, Fensterscheiben und Schildern des Gebäudes der Rastanlage Aufkleber und Graffitis an. Aus dem Verkaufsraum entwendeten sie Getränke, Snacks, Sonnenbrillen und Souvenirs in noch unbekanntem Wert. Die alarmierte Polizei verhinderte zunächst die Abfahrt der Fanbusse und nahm Kontakt mit Fahrern und Verantwortlichen der Fangruppierung auf. Es konnte erreicht werden, dass zumindest ein Teil der entwendeten Gegenstände herausgegeben wurde und die überall verteilten Aufkleber teilweise wieder entfernt wurden. Eine Zuordnung der Taten zu einzelnen Personen war aufgrund der Personenvielzahl jedoch nicht möglich. Durch einen Verantwortlichen der Fangruppierung wurde signalisiert, man werde die Regulierung des Sachschadens übernehmen. Im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen wurden die sechs Reisebusse sicherheitshalber von zwei Streifenwagenbesatzungen begleitet und im Bereich Wendlingen an Streifen des Polizeipräsidiums Ulm zur Weiterfahrt in Richtung München übergeben. Insgesamt waren rund zwei Dutzend Streifenwagenbesatzungen im Einsatz, um den Sachverhalt aufzuklären. Der Wert des Diebesguts sowie die Höhe der hinterlassenen Sachschäden sind noch nicht näher bekannt.


 

Gut durch den Hitzesommer: Portal bietet praktische Hilfe

Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit unterstützt Verantwortliche in Betreuung, Bildung und Pflege mit neuem Toolkit

Köln.| Die Temperaturen steigen, die ersten Hitzetage des Jahres liegen vor uns. Meteorologinnen und Meteorologen rechnen mit einem heißen Sommer. Damit alle gut vorbereitet sind, stellt das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) zum bundesweiten Aktionstag am 4. Juni ein neues Online-Toolkit bereit. Es richtet sich an alle, die in Kommunen, Kitas, Schulen, Pflegeeinrichtungen oder sozialen Diensten Verantwortung tragen. Damit sollen die Bürgerinnen und Bürger besser vor den gesundheitlichen Folgen von Hitze geschützt werden – mit verständlichen Informationen und praktischen Handlungsempfehlungen für den Alltag.

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Wir wollen, dass Hitzeschutz dort ankommt, wo er gebraucht wird: vor Ort, im Alltag der Menschen. Deshalb erweitert das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit das Angebot auf dem Portal www.klima-mensch-gesundheit.de. Unser Toolkit unterstützt mit Materialien, Handreichungen und individualisierbaren Textbausteinen dabei, Hitzeschutz wirksam und zielgruppengerecht zu vermitteln.“

Das Toolkit für die unterschiedlichen Lebenswelten steht zum Download bereit unter: www.klima-mensch-gesundheit.de/hitze-und-hitzeschutz/lebenswelten-hitzetauglich-gestalten/kommunikationshilfen

Zum bundesweiten Hitzeaktionstag versendet das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit das Materialpaket digital an alle Kommunen. Damit setzt das Institut die erfolgreiche Aktion aus dem Vorjahr fort – und macht erneut auf das Thema aufmerksam, bevor es richtig heiß wird.

Informationen des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit zum Thema Klimawandel und Gesundheit im Überblick:

Mit dem Portal www.klima-mensch-gesundheit.de bietet das Bundesinstitut konkrete Tipps für die breite Bevölkerung, etwa für Eltern kleiner Kinder oder für ältere Menschen. Außerdem finden Fachkräfte aus Bildung, Pflege oder Kommunen Hinweise, wie sie andere im Alltag unterstützen können und helfen, mit Hitzewellen umzugehen.

Tagesaktuelle Hitzewarnkarte:
www.klima-mensch-gesundheit.de/hitzeschutz/tagesaktuelle-hitzewarnungen/

Mediathek zum Thema „Klima und Gesundheit“, u. a. mit folgenden Materialien:
www.klima-mensch-gesundheit.de/mediathek/

  • Fachbroschüre für Beschäftigte im ÖGD „Klimawandel und Gesundheit“ (Robert Koch-Institut und Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit)
  • Individualisierbare Plakate und Online-Banner „zum Hitzeschutz informieren“ in vielen Sprachen verfügbar
  • Individualisierbares Plakat „Gib Hitze keine Chance“ und Infokarte mit sechs praxisnahen Handlungsempfehlungen (in verschiedenen Sprachen)
  • Infokarten, u.a. zu den Themenbereichen Sonnenbrand und Flüssigkeitszufuhr bei Hitze
  • Erklärvideos, u.a. zu den Themen Klimawandel und Gesundheit und Hitze und Alter für verschiedene Zielgruppen
  • Informationsflyer zum gesundheitlichen Hitzeschutz für die Allgemeinbevölkerung, ältere Menschen, Eltern von kleinen Kindern und Menschen mit einer Diabetes-Erkrankung

Bestellung der kostenlosen BIÖG-Materialien
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, 50819 Köln
Online-Bestellsystem: https://shop.bioeg.de/
E-Mail: [email protected]


Baseball: Vier Spiele in vier Tagen

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Stuttgart Reds verlieren zweimal gegen Mainz, splitten aber gegen Tabellenführer Regensburg

Vor allem die Pitcher waren herausgefordert als die Baseballer des TV Cannstatt jetzt vier Spiele innerhalb von vier Tagen bestreiten mussten: So negativ überraschend die beiden 3:5- und 0:4-Niederlagen am Donnerstag (Feiertag Christi Himmelfahrt) gegen die bis dato schwachen Mainz Athletics waren, so positiv darf das Ergebnis gegen Regensburg gesehen werden: Den Legionären fügten die Reds die erste Saisonniederlage überhaupt zu. Dem 11:8-Sieg am Samstagabend folgte dann am Sonntag eine 0:7-Niederlage. Die Stuttgart Reds haben nun 10 Siege und 10 Niederlagen auf dem Konto – und damit den Anschluss an die beiden Playoff-Plätze verloren.

Am Donnerstag ging es im heimischen TVC-Ballpark in einem Double Header gegen Mainz. Das Team aus der Domstadt hatte in seinen 16 bisherigen Spielen nur zweimal einen Sieg einfahren können. In Stuttgart gelang ihnen erstmals in dieser Saison ein „Sweep“, als man beide Spiele gegen die Reds gewinnen konnte.

Beim 3:5 im ersten Match startete Mainz druckvoll und nutzte Schwächen im Reds-Pitching konsequent aus: Starting Pitcher Joshua Leito hatte Probleme, die Strike Zone zu treffen. Er warf 63 Pitches, von denen aber nur 29 Strikes waren. Leito ließ in nur 2.2 Innings vier Runs und fünf Walks zu. Bereits nach drei Innings lagen die Reds mit 0:4 zurück. Erst im vierten Inning gelang dem Team aus Stuttgart ein starkes Comeback: Jonas van Bergen, Lucas Traut und Jannik Denz punkteten – van Bergen und Traut trugen sich jeweils auch mit einem RBI in die Statistik ein. Damit verkürzten die Reds auf 3:5.

Moritz van Bergen, der im dritten Inning auf dem Mound übernahm, stabilisierte das Spielgeschehen und ließ in 4.1 Innings nur einen Hit und einen Run zu, bei fünf Strikeouts. Offensiv zeigten vor allem Jonas van Bergen (2 Hits, 1 RBI, 2 SB) und Lucas Traut (2 Hits, 1 RBI, 1 SB) eine gute Leistung.

Trotz insgesamt acht Hits blieb die Reds-Offensive in den restlichen Innings glücklos. Der Mainzer Closer Tobias Müller machte im siebten Inning schließlich den Sack zu.

Im zweiten Spiel gegen Mainz mussten sich die Stuttgart Reds mit 0:4 geschlagen geben – und das trotz sieben eigener Hits und mehrerer guter Gelegenheiten zur Führung.

Die Offensivabteilung der Reds zeigte sich zunächst aktiv: Danilo Weber (1 Double, 1 Walk), Lucas Traut (2 Hits) und Moritz van Bergen (1 Hit, 1 Walk) sorgten immer wieder für Baserunner, doch es fehlte an der finalen Durchschlagskraft. Insgesamt strandeten neun Spieler auf den Bases, darunter vier in aussichtsreichen Positionen bei zwei Outs. Im 6. Inning hatte Hubert Zgórzinski bei Bases loaded und zwei Out die Chance, das Spiel auszugleichen, schlug aber nur einen harmlosen Fly Ball zum finalen Out des Innings.

Auf dem Mound war Starter Jonathan Schäffer bis ins sechste Inning sehr überzeugend, geriet dann jedoch unter Druck: Nach einem Single sorgte ein 2-Run-Homer von Guy Kilgore für die 3:0-Führung der Gäste. Reliever Joel Petzold konnte das siebte Inning trotz vier Strikeouts nicht ohne Schaden überstehen – Mainz legte noch einen Run zum 4:0-Endstand nach.

Stuttgart Reds siegen mit Offensiv-Feuerwerk gegen Regensburg

Mit einer starken Teamleistung bezwangen die Stuttgart Reds dann am Samstag die Guggenberger Legionäre aus Regensburg mit 11:8. Vor allem im Schlussdrittel des Spiels drehte die Offensive der Reds mächtig auf – angeführt von Danilo Weber (2-Run-Homerun) und Moritz Köhler, der drei Hits in drei At Bats hatte.

Bereits im ersten Inning brachten drei Runs durch Weber, Moritz van Bergen und Moritz Köhler die frühe Führung. Danach dominierte zunächst das Pitching – Reds-Starter Joel Petzold glänzte über sechs Innings mit nur einem zugelassenen Hit und fünf Strikeouts. Regensburg fand gegen ihn kein Mittel.

Nach einem kurzen Aufbäumen der Legionäre, die im siebten Inning mit vier Runs gegen Pitcher Joshua Leito ausglichen, konterten die Reds direkt mit einem Homerun von Hubert Zgórzynski zum 5:4. Im achten Inning explodierte die Reds-Offensive: Sechs Runs, darunter der 2-Run-Homer von Danilo Weber, ein 2-RBI-Double von Ethan Mann und ein Triple von Moritz van Bergen, sorgten für die Vorentscheidung.

Auch wenn Regensburg im neunten Inning mit einem Homerun von Simon Bäumer noch einmal verkürzte, ließ der eingewechselte Lucas Traut nichts mehr anbrennen und sicherte sich den Win.

Am Samstag mussten sich die Reds dann aber den Guggenberger Legionären mit 0:7 geschlagen geben. Gegen einen nahezu unantastbaren Christian Pedrol auf dem Mound fanden die Reds-Offensivkräfte über acht Innings keine Mittel, um ins Spiel zu kommen.

Pedrol ließ lediglich drei Hits zu – bei acht Strikeouts. Die Offensive der Legionäre schlug in der zweiten und fünften Spielrunde zu – insbesondere ein 3-Run-Homerun von Morgan McCullough gegen Myles Martinez sorgte für die Vorentscheidung. Die Offensivaktionen der Reds verpufften meist früh, auch weil Pedrol konstant die Schlagmänner dominierte.

Auf dem Werferhügel hielt Martinez das Ergebnis bis ins fünfte Inning und dem 3-Run-Homerun spannend. Der als Reliever eingewechselte Jonathan Schäffer ließ beim Zwischenstand von 0:5 keine weiteren Runs zu, bevor der etatmäßige Outfielder Jonas van Bergen das Spiel nach zwei weiteren Punkten für die Gäste zu Ende brachte.

Die Stuttgart Reds spielen nun erst wieder am Sonntag, 22. Juni 2025 – einen Double Header im heimischen TVC Ballpark gegen die Gauting Indians.


Die Big Points gehen nach Erlangen

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von Bernhard Gaus

Im direkten Duell um den Klassenerhalt unterliegt die SG BBM Bietigheim gegen den HC Erlangen mit 23:29 (12:15) Toren. Es war ein verpasster Matchball für den Aufsteiger, denn der hätte mit einem Erfolg die Eintrittskarte für die nächste Bundesligasaison lösen können. Stattdessen zieht Erlangen im Kopf-an-Kopf-Rennen in Tabellenkeller vorbei und lässt die SG BBM auf dem zweiten Abstiegsplatz zurück. Die Entscheidung, ob Bietigheim den VfL Potsdam in die 2. Liga begleiten muss, fällt am allerletzten Spieltag der Saison.

Die Spieler von Johannes Sellin feiern den Coup in der ausverkauften EgeTrans Arena mit ihren zahlreichen mitgereisten Fans wie den Ligaverbleib. Denn jetzt haben die Franken mit einem Punkt Vorsprung vor den Bietigheimer Handballern nach den 32. Spieltag wieder die besseren Karten in der Hand. Erlangen kann noch einmal punkten (am letzten Spieltag in Wetzlar), während die Jungs von Iker Romero zwar noch zwei Spiele offen haben, aber am Mittwoch in Leipzig und am Sonntag gegen den SC Magdeburg zum Siegen verdammt sind.

Die Stimmung in der zum ersten Mal in dieser Saison ausverkauften EgeTrans Arena war schon vor dem Anpfiff elektrisierend, der Geräuschpegel ohrenbetäubend. Die Fans geben alles. Und auf dem Feld geht es zur Sache. Gleich nach acht Minuten fließt beim Stand von 3:3 Blut. Maximilian Hejny trifft bei einer Abwehraktion der Ellbogen von Viggo Kristjansson – ohne Folgen für den Erlanger Top-Scorer und ohne dass die beiden Unparteiischen das Videoauge bemühen wollten. Hejny kommt mit einem „Cut“ erst nach einer medizinischen Behandlung zurück. Fortan sehen die Bietigheimer Fans die Unparteiischen in vielen Szenen auf Erlanger Seite, auch weil das Verhältnis verhängter Strafwürfe mit 2:7 an die Gäste geht.

Doch die ersten Minuten gehören den Hausherren, die couragiert beginnen und nach dem Treffer des gut aufgelegten Juan de la Peña mit 6:4 vorne liegen. Die Bietigheimer Handballer können sich nur nicht allzu lange darauf ausruhen. Der starke Sander Overjordet bringt den HCE beim 7:9 erstmals mit zwei Toren nach vorne. Es ist kein Spiel der Torhüter, wohl aber ein „All-in“ Fight der Abwehrreihen. Viele Bälle bleiben immer wieder in der Positionsverteidigung hängen. Dario Quenstedt sichert mit seinen sechs Paraden vor der Pause zudem leichte Vorteile für die Gäste, die eine 12:15-Führung in die Halbzeit nehmen.

Der erste Aufreger in zweiten Abschnitt ist die Rote Karte gegen Fabian Wiederstein, als der Antonio Metzner auf die Bretter schickt. Als anschließend Kristjansson zum 16:21 ins leere Tor trifft, gerät die SG BBM gehörig unter Druck. Die Jungs um ihren starken Kapitän Paco Barthe stehen gut in der Defensive, bringen viel Engagement aufs Parkett. Doch das gelingt auch dem HC Erlangen.

Offensiv ist es Schwerstarbeit für die SG BBM. Bietigheim kämpft sich wieder auf zwei Tore heran, Gonzalo Pérez wirft das 19:21. Die SG BBM lässt in dieser Phase zweimal die Chance auf den Anschluss liegen.

Doch in den letzten 16 Minuten sollte der Ball nur noch zweimal den Weg in die Erlanger Maschen finden. Aus einem 21:23 heraus, nach einer zehnminütigen Torflaute der SG BBM, geht Erlangen mit einem komfortablen 21:26-Vorsprung in die letzten sechs Minuten und bringt einen verdienten Sieg über die Ziellinie. Der fällt gegen öffnende Bietigheimer zwar das eine oder andere Tor zu hoch aus, doch das interessiert am Ende nur noch die Statistiker.

SG BBM Bietigheim: Genz, Rebmann; Vlahovic (4), Kühn, Hadzimuhamedovic (1), Wolf (2), de la Peña (3), Nicolaus (1), Wiederstein, Pérez Arce (2), Barthe (4), Strosack (1), Pfeifer, Fischer (2), Hermann (2), Hejny (1).

HC Erlangen: Quenstedt, Ghedbane; Kos, Nissen (4), Bialowas, Overjordet (5), Scheerer (2), Bissel (5/1), Bezjak, Metzner (1), Link, Steinert (2), Wagner (1), Kristjansson (7/3), Gebala (1), Gömmel (1).

Zeitstrafen: Vlahovic (2., 42.), Hejny (30.)  –  Gebala (5.), Steinert (10.), Nissen (41., 52.)
Rote Karte: Wiederstein (38.)
Siebenmeter: 0/2 – 4/7
Spielverlauf: 3:3 (9.), 6:4 (14.), 6:7 (19.), 8:11 (24.), 10:12 (26.), 12:15 (30.), 14:18 (35.), 16:21 (39.),19:21 (42.), 21:24 (51.), 22:27 (57.) 23:29 (60.).
Schiedsrichter: Lucas Hellbusch / Darnel Jansen (Internationale Schiedsrichter des DHB)
Zuschauer: 4.500 (ausverkauft; EgeTrans Arena, Bietigheim)


380 Millionen Euro für Teilhabe und Krankenhäuser

Der Ministerrat hat eine kurzfristige finanzielle Unterstützung der Krankenhäuser und der Kommunen für die Leistungen für die Menschen mit Behinderungen beschlossen.

Sozialminister Manne Lucha begrüßt den aktuellen Beschluss des Ministerrats zur kurzfristigen finanziellen Unterstützung der Extern: Krankenhäuser (Öffnet in neuem Fenster) und der Kommunen für die Leistungen für die Extern: Menschen mit Behinderungen (Öffnet in neuem Fenster).

Land steht zu seiner Verantwortung

„Wir lassen die Kommunen nicht im Regen stehen. Das Land übernimmt Verantwortung – gerade dort, wo es um vulnerable Menschen geht“, sagte Lucha am Freitag, 30. Mai 2025, in Stuttgart. 230 Millionen Euro stelle das Land kurzfristig als erhöhten Abschlag zur Verfügung, um die Kommunen bei den steigenden Kosten durch das Extern: Bundesteilhabegesetz (BTHG) (Öffnet in neuem Fenster) finanziell unter die Arme zu greifen. Damit werde sichergestellt, dass Menschen mit Behinderungen die Unterstützung bekommen, die sie brauchen – schnell, verlässlich und wohnortnah. Zudem würden 150 Millionen Euro vorzeitig an die Krankenhäuser im Land ausgezahlt. Mit dieser Soforthilfe unterstütze die Landesregierung die Krankenhäuser, die derzeit in einer wirtschaftlich besonders herausfordernden Lage sind.

Hilfen sind keine Einmalaktion

„Teilhabe und Gesundheitsversorgung dürfen nicht am Geld scheitern. Wir handeln jetzt unverzüglich, damit die Hilfe dort ankommt, wo sie besonders dringend gebraucht wird“, betonte der Minister. Lucha wies darüber hinaus darauf hin, dass diese Hilfen keine Einmalaktion seien: „Schon 2023 und 2024 haben wir als grün-schwarze Landesregierung unsere Zusagen eingehalten. Jetzt legen wir noch einmal nach – aus Überzeugung und im Sinne einer solidarischen Gesellschaft.“

Der Minister appellierte noch einmal eindringlich an die neue Bundesregierung, dauerhafte Lösungen zu schaffen: „Gute soziale Infrastruktur ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Dafür brauchen wir die volle Unterstützung aus Berlin.“


Dreiste Maschen mit finanziellen Folgen

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Das LKA verzeichnet einen Anstieg beim Telefon- und Cybertrading-Betrug mit Schadenssummen in Millionenhöhe. Mit einfachen Tipps schützen Sie sich wirkungsvoll

Stuttgart .| Immer mehr Menschen in Baden-Württemberg geraten ins Visier hochprofessioneller Betrügerinnen und Betrüger. Diese agieren dabei geschickt, glaubwürdig und mit ausgefeilten Methoden. Auf diese Weise versuchen sie, sich das Vertrauen ihrer Opfer zu erschleichen.

Viele Maschen, ein Ziel: Das Geld der Opfer. Ob per Telefon oder über das Internet – Täterinnen und Täter nutzen emotionale Ausnahmesituationen, technische Tricks und soziale Manipulation um Vertrauen zu gewinnen und an das Vermögen der Opfer zu gelangen.

Beim Telefonbetrug geben sich die Kriminellen als falsche Polizisten, Ärzte, aber auch verwandte oder bekannte Personen aus und schildern dramatische Szenarien: ein schwerer Unfall, ein vermeintlicher Haftbefehl oder ein drohender Einbruch. Ziel ist es, ihr Opfer zur Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen zu bewegen – oft unter großem Zeitdruck.

Beim Cybertrading-Betrug locken professionelle Websites mit vermeintlich sicheren Investitionen und schnellen Gewinnen, insbesondere im Bereich Kryptowährungen. Nach ersten scheinbaren Erfolgen wird immer mehr Geld gefordert. Eine Auszahlung erfolgt allerdings nie und das investierte Geld ist verloren.

“Die steig steigenden Schadenssummen besorgen uns. Daher raten wir den Bürgerinnen und Bürgern zur äußersten Sorgfalt bei der Geldanlage, um einen Totalverlust zu vermeiden.”, betont Oliver Hoffmann, Leiter der Abteilung Wirtschaftskriminalität beim Landeskriminalamt Baden-Württemberg

Viele Fälle, hohe Schadenssummen

Die Zahl der Cybertrading-Betrugsfälle in Baden-Württemberg ist im Jahr 2024 deutlich gestiegen: Über 3.100 Fälle wurden registriert, mit einer Gesamtschadenshöhe von rund 95,2 Millionen Euro.

Auch Anrufstraftaten wie der Schockanruf oder der Betrug durch falsche Polizeibeamte bleiben auf hohem Niveau. Die finanziellen Folgen für die Opfer sind erheblich: Rund 18,4 Millionen Euro betrug der Gesamtschaden im Jahr 2024 – das entspricht im Schnitt etwa 40.000 Euro pro Fall.

Wissen schützt!

Besonders wichtig ist, im Familien- und Freundeskreis vor neuen Betrugsmaschen zu warnen. Denn nur wer gut informiert ist, kann im Ernstfall richtig reagieren.

Unsere Tipps zum Telefonbetrug:

  • Legen Sie bei zweifelhaften Anrufen sofort auf.
  • Sprechen Sie mit einer Person Ihres Vertrauens.
  • Geben Sie am Telefon niemals Informationen zu Geld, Konten oder Wertsachen preis.
  • Übergeben oder überweisen Sie niemals Geld an unbekannte Personen.

Unsere Tipps zum Cybertrading:

  • Informieren Sie sich genau über die Trading-Plattform und nehmen Sie sich Zeit, um Angebote zu prüfen.
  • Geben Sie keine Informationen zu finanziellen Verhältnissen oder vertraulichen Daten, wie Zugangsdaten zum Online-Banking oder Depot, preis.
  • Übermitteln Sie keine Kopien Ihrer Ausweisdokumente oder Zahlungskarten.

Verständigen Sie im Betrugsfall die Polizei und erstatten Sie Strafanzeige.

Weiterführende Informationen zum Thema Cybertrading-Betrug finden Sie in unserem Infoblatt unter https://praevention.polizei-bw.de/.

Zusätzlich bietet die Website www.polizei-beratung.de umfangreiche Präventionstipps zum Thema Telefonbetrug.


Matchball für die SG BBM Bietigheim

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von Bernhard Gaus

Der Kampf um den Klassenerhalt nähert sich seinem Höhepunkt. Im Zentrum steht am Sonntag (18 Uhr) in der EgeTrans Arena das Spiel, auf das viele als das entscheidende getippt hatten. Die SG BBM Bietigheim empfängt den Vorletzten HC Erlangen.

Alles kulminiert sich im Saisonfinale auf die direkten Duelle unter den beteiligten Teams. Bislang hat die SG BBM darin ihre Position verbessern können, geht aus den württembergischen Derbys gegen FRISCH AUF! Göppingen und den TVB Stuttgart als Sieger hervor. Jetzt also ist es da, das Match gegen den HC Erlangen.

Um es gleich vorwegzusagen: Eine endgültige Entscheidung, wer den Tabellenletzten VfL Potsdam in die 2. Liga begleiten darf, wird am 32. Spieltag höchstwahrscheinlich nicht fallen. Doch der Verlierer wird

Unmögliches schaffen müssen, um die Liga zu halten. Und so ist die Ausgangslage: Die beste Position unter den drei Kontrahenten hat der TVB Stuttgart, der am Donnerstag überraschend bei den Rhein-Neckar Löwen gewinnen konnte und mit einem Punkt vor der SG BBM und mit zwei Zählern vor Erlangen liegt. Am Sonntag hat es Stuttgart mit Tabellenführer Füchse Berlin zu tun. Ein Überraschungssieg und der TVB hält die Klasse.

Auch die SG BBM hat am Sonntag Matchball. Gewinnen die Jungs von Iker Romero gegen den HC Erlangen, dann können sie mit drei Punkten Vorsprung von den Franken nicht mehr eingeholt werden. Denn dem Team von Johannes Sellin bleibt dann nur noch die Partie am letzten Spieltag bei der HSG Wetzlar für die Hoffnung auf Punkte. Aber Verlieren ist am Sonntag auch keine Option für Aufsteiger Bietigheim. Mit einem Punkt Rückstand ginge es in die letzten beiden schweren Spiele in Leipzig und zuhause gegen Magdeburg. Zudem spricht das Torverhältnis gegen die Schwaben, ein in dieser Situation nicht zu unterschätzendes Plus für den HC Erlangen.

Da ist klar, dass am Sonntag beide Teams alles in das Spiel der Spiele investieren werden. Die EgeTrans Arena ist nahezu ausverkauft, das erste und vermutlich einzige Mal in dieser Saison. Es gibt noch einzelne Sitzplätze und die SG BBM kann den zweiten Stehplatzbereich öffnen. Viele Anhänger der Franken werden den Weg nach Bietigheim finden. Von einer der Bedeutung des Spiels angemessenen Fankulisse darf man ausgehen.

Doch die Entscheidung fällt in 60 Minuten auf dem Parkett. Am Donnerstag haben die Jungs um ihren Kapitän Paco Barthe mit dem 29:29 gegen den hohen Favoriten SG Flensburg-Handewitt viel Selbstvertrauen getankt. Da war nach der Schlusssirene noch Hunger auf mehr in den Augen der SG BBMSpieler. Die Chance auf zwei Zähler war nach einer zwischenzeitlichen 9-Tore-Führung (24:15) greifbar. Iker Romero kann – mit Ausnahme des langzeitverletzten Dominik Claus – auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Die kurze Regenerationsphase nach dem Donnerstags-Match wird weggedrückt.

Mit einem Tag mehr Abstand zur 23:34-Niederlage beim SC Magdeburg geht der HC Erlangen in die Partie. Es war eine wilde Saison für das Team des verletzten Kapitäns Sebastian Firnhaber, auf den die Franken auch in diesem entscheidenden Match verzichten müssen. Eine Trainerrochade in zwei Zügen stich beim HCE heraus. Im Oktober rückte Johannes Sellin ins zweite Glied und Martin Schwalb wurde als Feuerwehrmann in die fränkische Metropole geholt. Doch unter dem früheren deutschen Nationalspieler erzielte Erlangen nur 5 Punkte. Nach 15 Spielen war für Schwalb Schluss und Sellin übernahm erneut.

In den Kader konnte der HC Erlangen – anders als viele der Konkurrenten im Tabellenkeller – unter der Saison kräftig investieren, holte die Torsteher Dario Quenstedt (vereinslos) und Finn Zecher (TuS NLübbecke) sowie Milos Kos (RK Zagreb) für den Rückraum. Herausgestochen hat aber die Verpflichtung des Isländers Viggo Kristjansson. Den Top-Torjäger des SC DHfK Leipzig kauften die Franken aus seinem Vertrag. Der Halbrechte traf in seinen elf Spielen für Erlangen bislang 80-mal.

Und dennoch hängt der Erlanger Ligaverbleib jetzt an der einen Partie am Sonntag. Die SG BBM muss sich auf die Körperlichkeit der Erlanger Defensive einstellen, die im Schnitt nur 29 Gegentore zulässt, Bestwert unter den Teams ab Platz 9. Die kompromisslose Defensive liegt auch in der Strafenstatistik der Liga vorne. Nur Eisenach kassierte mehr Zeitstrafen und Potsdam führt bei den Roten Karten vor den Franken. Schon im Hinrundenspiel Anfang Dezember sind die Erlanger Offensivstärken herausgestochen. Tobias Wagner traf über den Kreis achtmal und Erlangen versucht immer wieder im Tempospiel zu Toren zu kommen. Am Ende stand ein 25:25-Unentschieden, dank einer herausragenden Leistung von SG BBM-Torsteher Daniel Rebmann und elf Toren von Tom Wolf.


Bietigheim trotzt Flensburg einen Punkt ab

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von Bernhard Gaus

Der Kampf gegen den Klassenerhalt setzt Kräfte frei. Die SG BBM Bietigheim kann eine 21:12-Führung nicht durch die zweite Halbzeit bringen, erkämpft aber beim 29:29 gegen die SG Flensburg-Handewitt einen Punkt. Was der in der Endabrechnung wert ist, muss sich erst noch zeigen, denn die Ausgangslage vor dem Abstiegskracher gegen den HC Erlangen bleibt unverändert. Die SG BBM muss am Sonntag (18 Uhr) in der EgeTrans Arena das direkte Duell gegen den Tabellennachbar gewinnen.

Fast schien es so, dass nach dem Schlusspfiff die Spieler und Fans des Aufsteigers den Bruchteil einer Sekunde benötigten, um den Spielausgang zu bewerten. Gewonnener oder verlorener Punkt? Vor dem Anpfiff hätte wohl jeder den einen Punkt gegen den frisch gebackenen EHF European League-Gewinner gerne unterschrieben. Aber diese Schlussphase! Flensburg-Handewitt hatte nach phänomenaler Aufholjagd vier Minuten vor dem Ende mit dem Tor zum 28:29 von Lukas Jørgensen die Führung übernommen. Die SG BBM wehrt sich auch dank dreier Paraden von Daniel Rebmann zäh, Moritz Strosack trifft in Überzahl zum 29:29. Bietigheim spielt nach Ballgewinn Sekunden vor dem nicht den möglichen den Tempoball, was aber den Punktgewinn sichert, der von den Jungs von Iker Romero mit ihren Fans schließlich ausgiebig bejubelt wird.

Die SG Flensburg-Handewitt kommt ersatzgeschwächt in die EgeTrans Arena, unter anderem bleibt mit Lasse Møller der beste Werfer und Vorlagengeber des Tabellensechsten zu Hause. Die Mannschaft von Aleš Pajovič benötigt eine Halbzeit, um vom großen europäischen Parkett wieder in die Liga umzuschalten.

Nach dem 7:7 kann Bietigheim einen 5:0-Lauf starten und spielt mit unheimlichem Gewinn an Sicherheit und  Selbstvertrauen die vielleicht beste Halbzeit der Saison. Die Ostsee-Handballer um ihren Kapitän Johannes Golla müssen viele Bälle gegen eine aufmerksame Hintermannschaft der SG BBM lassen. Zudem pariert Fredrik Genz vor der Pause acht Bälle. Und es gelingt den Jungs von Iker Romero, in ihr Tempospiel zu kommen. Moritz Strosack ist bei drei Gegenstößen zur Stelle. Jonathan Fischer knüpft an seine Torserie aus den letzten Spielen an, der Kreisläufer ist am Ende mit acht Toren erfolgreichster Werfer der Schwaben. Als Flensburg-Handewitt nach dem 14:8 zum siebten Feldspieler greift, landen selbst zwei Bälle von Genz und Paco Barthe im verwaisten Gästetor.

Das geht dann auch der SG Flensburg-Handewitt zu schnell. Der 21:12-Rückstand zum Seitenwechsel ist erheblich. Bietigheim macht 21 Tore in der ersten Hälfte gegen den Europapokal-Gewinner, im zweiten Abschnitt nur noch acht. Denn Flensburg-Coach Pajovič hat sein Team in der Pause wachgeküsst, so hat es zumindest schnell den Anschein. Der Tabellensechste steht jetzt in der Defensive wesentlich kompakter, Bietigheims Offensive verliert zunehmend die Tiefe der ersten Halbzeit. Und die Balleroberungen und das Tempospiel liegen jetzt bei den Gästen, die in Mads Mensah Larsen (8) ihren erfolgreichsten Werfer haben. Der eingewechselte Benjamin Buric wehrt mit 8 Paraden die Hälfte der Würfe aufs Flensburg-Tor ab.

Selbstverständnis bei Flensburg-Handewitt hoch, Sicherheit und Selbstvertrauen runter beim Aufsteiger. Als Iker Romero in schneller Folge zwei Auszeiten setzt, ist beim Stand von 26:24 der Bietigheimer Vorsprung praktisch weg. Aber die SG BBM wird in der letzten Viertelstunde wieder zum zähen Gegner für den haushohen Favoriten. Der Punktgewinn ist hochverdient.

SG BBM Bietigheim: Genz, Rebmann; Vlahovic, Kühn, Hadzimuhamedovic, Wolf (5/3), de la Peña (1), Nicolaus (1), Wiederstein (1), Pérez Arce, Barthe (4), Strosack (4), Pfeifer, Fischer (8), Hermann (1), Hejny (3).

SG Flensburg-Handewitt: Møller, Buric; Golla (2), Kirkeløkke (3), Czertowicz, Mensah (8), Gottfridsson (5), Jørgensen (3), Hansen (2), Kinsky, Rithaphon, Jakobsen (5/4), Kopljar (1), Blagotinsek..

Zeitstrafen: de la Peña (11.)  –  Jørgensen (32.), Blagotinsek (59.)
Siebenmeter: 3/3 – 4/4
Spielverlauf: 3:4 (11.), 7:7 (15.), 12:7 (20.), 18:10 (28.), 21:12 (30.), 24:15 (37.), 24:20 (42.), 26:24 (46.), 27:27 (49.), 28:29 (57.), 29:29 (59.)
Schiedsrichter: Nils Blümel / Jörg Loppaschewski (Elitekader des DHB)
Zuschauer: 3116 (EgeTrans Arena, Bietigheim)


Bestnoten für Kundenzufriedenheit und Fairness

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In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres wurden die Versicherungsunternehmen der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) bereits in zahlreichen Ratings, Rankings, Tests und Vergleichen sehr gut bewertet. Dies spricht für die hohe Qualität der Produkte und Beratung. Anbei nur einige Beispiele.

Die Württembergische überzeugt beispielsweise das Magazin Focus Money als fairster Vollversicherer. Bei dieser Untersuchung kamen Versicherer auf den Prüfstand, die Schutz für alle Eventualitäten von der Autopanne bis hin zur Krankheit bieten. Außerdem kam sie als Branchensieger auf Platz 1 bei der Studie „Höchste Reputation 2025“. Diese Untersuchung zeigt, welche Versicherer in der digitalen Öffentlichkeit besonders positiv wahrgenommen werden.

Focus Money zeichnet die württembergischen außerdem für die höchste Kundenzufriedenheit aus. Unter anderem wurden Kundinnen und Kunden gefragt, welche Kfz-Versicherer aus ihrer Sicht mit besonderen Fairness-Punkten hervorstechen. Zum fünften Mal in Folge kam die Württembergische Versicherung AG (WürttVers) dabei auf die Bestnote „sehr gut“ und sicherte sich damit einen Spitzenplatz im Fünf-Jahres-Ranking der fairsten Kfz-Versicherer.

Die Württembergische Krankenversicherung AG (WürttKranken) schnitt im Vergleich ebenfalls sehr gut ab. So zeichnete etwa das Focus Money Rating-Spezial zur Finanzstärke von Versicherern die WürttKranken mit der Note 1,25 und damit als besonders stark aus. Auch für den Produkt-Bereich gab es ein gutes Zeugnis: Der Focus Money-Versicherungsprofi und das Analysehaus Morgen & Morgen bewerteten die Pflegetagegeldversicherung der WürttKranken auf Basis zweier Fallbeispiele mit 5 Sternen. Damit ist sie ganz vorne dabei.

Bestnoten erhielt auch die Württembergische Lebensversicherung AG (WürttLeben): So zum Beispiel in einer Studie von Focus Money. Dort wurde sie für ihre Fairness als Top-Anbieter von privater Altersvorsorge ausgezeichnet. Eine weitere Spitzenbewertung erhielt die WürttLeben für ihr Altersvorsorgeprodukt Genius Vorsorge: Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) vergab in allen Produktausprägungen die Bestnote „exzellent“. Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) der WürttLeben wurde gleich mehrfach geprüft. So etwa von Focus Money, wo ihr Angebot in den Berufsgruppen „Angestellte“ und „Berufsanfänger“ erneut die Bewertung „sehr gut“ erhielt. Auch das Analysehaus Morgen & Morgen gab der BU der WürttLeben, wie bereits in den Vorjahren, die Höchstnote „5 Sterne“.


Die Turn Bundesliga macht Station in Backnang

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Backnang.| Die TSG Backnang 1846 TuS e.V. ist vom 5.-6. Juli Ausrichter des zweiten Wettkampftages der Deutschen Turnliga. 32 Frauenmannschaften, darunter auch die Turnerinnen der TSG Backnang gehen an diesem Wochenende in der Murrtal-Arena an die Geräte.

Spannend geht es dabei in der 1. Bundesliga zu. Rekordsieger MTV Stuttgart liegt nach dem ersten Wettkampftag noch aussichtsreich auf dem dritten Tabellenplatz und wird sich in Backnang von seiner besten Seite zeigen müssen um nicht die Chance auf den Einzug ins große Finale zu verpassen.

Die TSG-Riege ist nach dem ersten Wettkampftag Tabellenführer der Regionalliga. Die Trainerinnen Melanie Andergassen und Lena Strohmaier haben sich zusammen mit der neuen Cheftrainerin Laura Jurca das ehrgeizige Ziel Aufstieg in die 3. Bundesliga mit ihrem Team vorgenommen. „Wir freuen uns über lautstarke Unterstützung bei unserem Heimwettkampf“, schaut Abteilungsleiter Rainer Böhle motiviert dem Bundesliga-Event entgegen.

Der Kartenvorverkauf ist gestartet. Die Tickets können online unter  TSG.ditix.shop bestellt werden. Weitere Informationen finden sich auf der TSG-Homepage

Zeitplan Samstag

2. Bundesliga
Einturnen ab 10.30 Uhr
Wettkampfbeginn 12 Uhr
Wettkampfende ca. 15 Uhr

1. Bundesliga mit Rekordmeister MTV Stuttgart
Einturnen ab 15.30 Uhr
Wettkampfbeginn 17.00 Uhr
Wettkampfende ca. 20 Uhr

Zeitplan Sonntag

Regionalliga mit TSG Beteiligung
Einturnen ab 8.30 Uhr
Wettkampfbeginn 10.00 Uhr
Wettkampfende ca. 13 Uhr

3. Bundesliga
Einturnen 13 Uhr
Wettkampfbeginn 14.30 Uhr
Wettkampfende 17.30 Uhr