Coronavirus (SARS-CoV-2): Drei Infektionsfälle in Stuttgart

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Kontakte schnell ermitteln, um Ansteckungsgefahr zu verringern

Stuttgart.| Das Coronavirus (SARS-CoV-2) breitet sich weiter aus: So sind in Stuttgart mittlerweile drei Fälle registriert. Den dritten Fall hat das Landessozialministerium am Donnerstag, 5. März, bekannt gegeben.

Es handelt sich um einen 40-jährigen Mann, der sich zuvor in der Lombardei aufgehalten hatte. Er ist in häuslicher Isolation entsprechend den neusten Vorgaben des Robert-Koch-Instituts, demzufolge können „leicht erkrankte Patienten ohne Risikofaktoren für Komplikationen … bei Gewährleistung einer ambulanten Betreuung durch einen behandelnden Arzt sowie im Austausch mit dem zuständigen Gesundheitsamt bis zur vollständigen Genesung im häuslichen Umfeld behandelt werden“.

Professor Stefan Ehehalt, Leiter des Gesundheitsamts, unterstrich: „Es besteht nach bisherigen Erkenntnissen kein Zusammenhang zwischen den Infektionsfällen. Wir ermitteln jeweils sehr schnell die jeweiligen Kontaktpersonen, um die Gefahr einer Ansteckung zu verringern. Wir arbeiten mit Hochdruck sehr sorgsam jede Infektionsmeldung ab, um so die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen.“ Wichtig sei die Aufklärung der Bevölkerung: Wissenschaftliche Studien zeigen, dass 80 Prozent der Erkrankungen milde verlaufen. „Die beste Vorsorge für die eigene Gesundheit und die der Mitmenschen ist die Einhaltung von Hygeniemaßnahmen“, so Ehehalt.

Das Klinikum Stuttgart, das Robert-Bosch-Krankenhaus und das Marienhospital verfügen über eigene „Corona-Ambulanzen“ für die bestmögliche Versorgung von Infektionsfällen. Eine direkte Vorstellung von Patienten ohne vorherige Kontaktaufnahme mit dem Gesundheitsamt oder Hausärzten ist derzeit nicht vorgesehen.


Coronavirus (SARS-CoV-2): Erster Infektionsfall in Stuttgart

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Stadt und Klinikum handeln wie vorgesehen – „Ausbreitung verlangsamen“

Stuttgart.| Das Coronavirus (SARS-CoV-2) breitet sich weiter aus: So ist am Mittwoch, 4. März, der erste Fall in Stuttgart registriert worden. Das hat das Landessozialministerium bekannt gegeben. Es handelt sich um eine Frau aus Stuttgart.

Die 54-jährige Stuttgarterin stellte sich Anfang der Woche in der Corona-Ambulanz des Klinikums vor, weil sie im Rahmen eines beruflichen Treffens in Barcelona Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall hatte. Sie wurde vorsorglich im Klinikum Stuttgart aufgenommen. Die Kontaktpersonen konnten vom Gesundheitsamt lückenlos identifiziert werden. Sie befinden sich derzeit in häuslicher Isolation.

Professor Stefan Ehehalt, Leiter des Gesundheitsamts, sagte: „Unser Ziel ist es, die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen und die Dynamik einzugrenzen. Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Wir klären darüber auf, was die Krankheit bedeutet und wie man sich und andere schützen kann.“ Wissenschaftlichen Studien zufolge verlaufen 80 Prozent der Erkrankungen milde. „Natürlich wird für Erkrankten gesorgt. Die Stuttgarter Patientin hat sich ausgesprochen verantwortungsvoll verhalten“, so Ehehalt.

Das Klinikum Stuttgart verfügt seit Freitag über eine „Corona-Ambulanz“. Sie ist räumlich abgegrenzt, hat einen separaten Zugang und ist mit angemessener Schutzkleidung sowie diagnostischen Möglichkeiten ausgestattet. Grundsätzlich sollte die Erstberatung über die niedergelassene Ärzteschaft oder das Gesundheitsamt erfolgen (Telefon: 0711/216-59390). Das Gesundheitsamt oder niedergelassene Ärzte können weiterverweisen, wenn diagnostische Maßnahmen nötig erscheinen. Eine direkte Vorstellung von Patienten im Klinikum ohne vorherige Kontaktaufnahme mit dem Gesundheitsamt oder Hausärzten ist derzeit nicht vorgesehen.


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Coronavirus Covid-19: Stadt und Klinikum „gut gewappnet“

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Stuttgart.| Der Coronavirus Covid-19 breitet sich weiter aus, in Stuttgart gibt es bislang keine Infektionsfälle. Dennoch gehen städtische Experten davon aus, dass das Virus auch Stuttgart erreichen wird.

Die Landeshauptstadt und das Klinikum haben sich darauf eingestellt. So trifft sich unter der Leitung von Oberbürgermeister Fritz Kuhn ein vorbereitender Verwaltungsstab, bestehend aus Funktionsträgern der Verwaltung sowie Fachleuten, seit vergangener Woche regelmäßig. Am Mittwoch, 3. März, haben Stadt und Klinikum über die aktuelle Lage informiert und einen Ausblick gegeben.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte: „Wir haben in Stuttgart eine gesteigerte Handlungsbereitschaft. Wir sind wegen des Coronavirus besorgt, zugleich behalten wir unsere Zuversicht. Wir tun alles, was die Risiken eindämmt. Dabei achten wir darauf, die Situation nicht zu verschärfen oder Panik hervorzurufen.“ Das Hauptziel sei, die Infektionskette zu unterbrechen und die Geschwindigkeit der Ausbreitung zu reduzieren.

Professor Stefan Ehehalt, Leiter des Gesundheitsamts, sieht jeden Einzelnen in der Verantwortung, die Ausbreitung zu unterbinden: „Jeder kann mithelfen, die Dynamik einzugrenzen. Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.“ Wichtig sei es, die Hygieneregeln einzuhalten – wie gründliches Händewaschen, in die Armbeuge niesen und husten oder im Krankheitsfall auf Abstand gehen. Bei der Einschätzung des Risikos orientiere sich sein Amt an den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, so Ehehalt. Zudem stimme er sich fortlaufend mit dem Landesgesundheitsamt ab. Weiterhin ist das Amt mit relevanten Einrichtungen wie Kliniken, Pflegeheimen, Schulen oder Kindertagesstätten in engem Austausch. „Im Prinzip verfolgen wir zwei Stränge“, berichtete Ehehalt, „zum einen sind wir präventiv tätig und informieren die Bevölkerung, zum anderen leiten wir alles in die Wege, um schnell handeln zu können.“ Das Amt hat seine Kapazitäten aufgestockt: 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beraten am Telefon, erreichbar unter der Nummer 0711/216-59390.

Professor Jan Steffen Jürgensen, Medizinischer Vorstand des Klinikum Stuttgarts, hält es für realistisch und erwartbar, dass es auch in Stuttgart zu Erkrankungen an dem Virus kommen wird. „Unser Hauptziel ist es, die Ausbreitung zu verlangsamen. Denn: Sehr viele Kapazitäten binden im Moment die Influenza und Infektionskrankheiten, die für den Einzelnen zum Teil weitaus bedrohlicher sind.“ Dennoch sieht er das das Klinikum Stuttgart als größtes Krankenhaus in Baden- Württemberg „gut gewappnet“ für etwaige Infektionsfälle mit Covid-19. „Die Abläufe sind abgesprochen und praktisch eingeübt.“ Er verwies auf eine separierte „Corona- Ambulanz“ und die dahinterstehende Service-Kette zur Einleitung der Diagnostik. Bislang seien über 300 Personen getestet worden – alle negativ.

Der Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Dr. Martin Schairer, skizzierte die Möglichkeiten des Infektionsschutzgesetzes, das die Zusammenarbeit der Behörden regelt, um „übertragbaren Krankheiten beim Menschen vorzubeugen, Infektionen frühzeitig zu erkennen und ihre Weiterverbreitung zu verhindern.“

Schairer sagte: „Auf dieser Grundlage können wir ins öffentliche Leben eingreifen und nötige Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung ergreifen. Das Amt für öffentliche Ordnung entscheidet nach Beratung mit dem Gesundheitsamt und den Verantwortlichen der Verwaltung. Die Maßnahmen sind weitgehend, zugleich wahren wir die Verhältnismäßigkeit.“


Bietigheim bleibt seiner Serie treu

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von Bernhard Gaus

Bietigheim.| Die SG BBM Bietigheim verteidigte mit einem 24:22(12:14)-Erfolg gegen den VfL Lübeck-Schwartau am Sonntag ihren dritten Tabellenplatz. Da am 23. Spieltag der 2. HBL kein Team aus dem unteren Tabellendrittel punkten konnte, bleiben die Ostsee-Handballer auf Rang 13.

„Wenn wir jedes Spiel mit ein oder zwei Toren gewinnen, dann ist alles gut“. Der Satz von Hannes Jón Jónsson spiegelt das riesengroße Selbstvertrauen der Bietigheimer Handballer wider. Mit einer Serie von jetzt neun Siegen in Folge geht dem Trainer der SG BBM ein solcher Spruch auch nach einer über weite Strecken eher durchwachsenen Leistung locker von den Lippen. Dabei war der Bundesliga-Absteiger eine Viertelstunde vor dem Ende beim Stand von 17:19 noch mit zwei Toren zurückgelegen. Doch dann vernagelten die Schwaben und ihr vor zwei Wochen von HSV Hamburg gewechselter Torhüter Aron Rafn Edvardsson ihren Kasten. 12 lange Minuten gelang dem VfL Lübeck- Schwartau kein Torerfolg mehr, während der Tabellendritte nach vorne noch einen Gang hochschalten konnte. Das Spiel war beim 24:19 fünf Minuten vor dem Ende entschieden.

„Hut ab für mein Team“, freute sich denn auch Jónsson. „Wir haben den Kopf nicht verloren, sind bei unserem Konzept geblieben und haben das Spiel am Ende gedreht.“ VfL-Coach Piotr Przybecki sah sein Team im zweiten Abschnitt „teilweise auf der Siegerstraße“: „Das war heute ein Schritt in die richtige Richtung. Trotzdem bin ich sehr enttäuscht, dass wir nichts mitgenommen haben.“

Zunächst einmal stand für Hallensprecher Michael Kloiber, der nach viermonatiger Krankheitspause erstmals wieder hinter dem Mikrofon stand, Schwerstarbeit auf dem Programm. Die Gäste mussten auf das Auswärtstrikot der SG BBM ausweichen. Trotz „Nummernsalat“ war klar: der verletzungsgebeutelte VfL musste in Bietigheim ohne seinen Routinier Jan Schult auskommen.

Die 1908 Zuschauer in der EgeTrans Arena wurde von ihrem Team auf eine kleine Achterbahnfahrt geschickt, die die Nerven bis in die Schlussphase strapazierte. „Nach der 5:1-Führung hätte ich nicht gedacht, dass wir fast das gesamte Spiel einem Rückstand nachlaufen und erst am Ende das Spiel drehen können“, sagte Michael Kraus. „Lübeck-Schwartau hat uns ein wenig den Schneid abgekauft und zu viele einfache Tore gemacht.“ Und tatsächlich brachte der 13. der Tabelle seine starke Defensive immer besser in Stellung, Dennis Klockmann fischte sich einige Würfe der Gastgeber und kurz vor der Pause gelang den Gästen nach einem 12:10-Rückstand die 12:14- Pausenführung.

Für SG BBM-Coach Jónsson noch kein Grund, den Matchplan über den Haufen zu werfen. Fast nach der Uhr tauschten Tim Dahlhaus und Dominik Claus im rechten Rückraum, Patrick Rentschler und Jonathan Fischer am Kreis oder Vetle Rønningen mit Nikola Vlahovic im Mittelblock die Plätze. Die Führung des VfL hatte auch noch beim 17:19 in der 45. Minute bestand, ehe die Hausherren das Spiel komplett an sich rissen. Wo Bietigheim zuvor noch „den Gästen zu viel Raum gegeben hatte“ (Jónsson), da war die Defensive jetzt wieder zur Stelle.

Vorne steuerte „Mimi“ Kraus jetzt seine beiden Treffer bei, neben ihm erhöhten Jonas Link und Co. das Spieltempo. Dann gelingen schließlich auch umjubelte Treffer wie der letzte für die Hausherren zum 24:19, als Jonathan Fischer akrobatisch im Liegen aus der Distanz das während einer Unterzahl verwaiste Tor der Gäste trifft.

SG BBM Bietigheim: Edvardsson; Müller; Schäfer (5/4), Link (4), Asmuth (3), Claus (3), Kraus (2), Rentschler (2), Dahlhaus (2), Fischer (1), Rønningen (1), M. Urban (1), Vlahovic, Öhler, L. Urban, Boschen.

VfL Lübeck-Schwartau: Klockmann, Mallwitz; Hansen (6), Versteijnen (5), Glabisch (4/3), Mrozowicz (2), Waschul (2/1), Köhler (2), Bruhn (1), Gonschor, Ranke, Schrader, Kretschmer, Claasen, Möller.

Spielverlauf: 5:1 (9.), 6:5 (16.), 10:7 (21.), 12:10 (27.), 12:14 (30.), 13:16 (34.), 16.16 (40.), 17:19 (45.), 24:19 (54.), 24:22 (60.).
Zeitstrafen: Asmuth (20.), Rønningen (30.) Rentschler (45.), Fischer (59.) – Hansen (25., 34.), Waschul (31., 56.), Bruhn (47.), Mrozowicz (55.)
Siebenmeter: 4/5 – 4/4
Schiedsrichter: Tobias Schmack / Philipp Dinges (DHB Bundesligakader)
Zuschauer: 1908 (EgeTrans Arena Bietigheim)


Ambulantes Testzentrum für Corona-Infektionen eingerichtet

  • Landrat Roland Bernhard: „Verdachtsfälle sollen getrennt von anderen Patienten untersucht werden!“
  •  Corona-Hotline beim Gesundheitsamt von 8 bis 20 Uhr täglich (07031 663-3500)

Kreis Böblingen.| Um die Corona-Verdachtsfälle im Landkreis Böblingen getrennt von anderen Patienten untersuchen zu können, wird ein ambulantes Testzentrum in der Straßenmeisterei Herrenberg eingerichtet. Dort werden gebündelt Abstriche genommen und im Labor ausgewertet. Nach derzeitigem Stand wird das Zentrum ab Montagabend, 3. März 2020, einsatzbereit sein. „Wir wollen mit diesem speziell eingerichteten Standort den Gang vieler Verdachtsfälle in die Notfallpraxen und Notaufnahmen der Kliniken vermeiden“, so Landrat Roland Bernhard. „Der Standort ist eine Liegenschaft des Landkreises, auf die wir unkompliziert und schnell zugreifen konnten.“

Die Straßenmeisterei Herrenberg liegt am Ortsrand von Herrenberg, (Horber Str. 67). Verdachtsfälle sollten nicht mit dem öffentlichen Personennahverkehr anfahren; wer nicht die Möglichkeit hat, mit dem eigenen Fahrzeug anzufahren, sollte telefonisch klären, wie ein Abstrich vorgenommen werden kann. Ohnehin gilt auch hier – die vorherige Registrierung beim Gesundheitsamt ist zwingend.

„Ich bin froh, dass wir im Landkreis Böblingen viele Partner haben, die gemeinsam diese Situation anpacken“, so Roland Bernhard. „Gesundheitsamt, Klinikverbund und die niedergelassenen Ärzte übernehmen in ihren jeweiligen Bereichen Verantwortung und sind routiniert in ihren Abläufen. Am Beginn einer Ansteckungswelle ist diese erhöhte Aufmerksamkeit für den Corona-Virus gerechtfertigt, um die Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren.“

Arztpraxen und Kliniken sollen geschützte Räume bleiben für anderweitig geschwächte oder verletzte Menschen, die akute medizinische Behandlung benötigen. Für sie ist eine Ansteckung mit dem Erreger besonders gefährlich. Das Landratsamt appelliert daher, bei einem Verdacht nicht unaufgefordert und eigenständig in Kliniken oder Arztpraxen zu gehen. Auch das Testzentrum soll nur nach vorheriger Anmeldung angesteuert werden. Abstriche werden nur bei Personen vorgenommen, die zuvor telefonisch beim Gesundheitsamt registriert wurden.

Die Hotline des Gesundheitsamtes ist täglich (Mo.-So.) von 8 bis 20 Uhr besetzt und erreichbar unter der Rufnummer 07031 / 663 3500. Erkrankte und Ärzte sollen diese Nummer wählen, wenn sie eine Ansteckung mit dem Corona-Virus vermuten. Auch das Landesgesundheitsamt hat eine Rufnummer für Rat suchende Bürgerinnen und Bürger eingerichtet, die montags bis freitags zwischen 9 und 16 Uhr und samstags und sonntags von 9 bis 18 Uhr unter 0711 904-39555 erreichbar ist.

Das richtige Verhalten, wenn Symptome einer Corona-Ansteckung auftreten:

Kranke sollen zuerst bei ihrem Hausarzt anrufen, der seine Patienten anleitet. Außerhalb der regulären Sprechzeiten sind die Notfallpraxen der richtige Ansprechpartner unter der bundesweiten Rufnummer 116 117.

Wer Kontakt zu einem bestätigten Corona-Fall hatte, klärt telefonisch die Symptome und weitere Vorgehensweise ab. Wichtig ist, sich in häusliche Isolation zu begeben. Ein Test ist sinnvoll bei Personen, die Symptome aufweisen und Kontakt zu bestätigten Fällen hatten oder in betroffenen Regionen waren.

Wenn sich der Verdacht auf Corona bestätigt, werden alle Personen ermittelt, mit denen der Patient seit der Ansteckung Kontakt hatte. Diese werden angerufen und nach etwaigen Symptomen befragt. Eine häusliche Isolation wird in jedem Fall angeordnet. Zeigen sich aber anfangs keine Symptome bei dieser Person, macht ein Test noch keinen Sinn. So will man ein falsches negatives Ergebnis vermeiden, das die Getesteten in falsche Sicherheit wiegen würde.


Champions League-Viertelfinale in Stuttgart findet wahrscheinlich statt

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Stuttgart.| Allianz MTV Stuttgart wird seine Viertelfinalpartie in der Volleyball Champions League der Frauen gegen Imoco Conegliano (ITA) am 4. März unter besonderen Hygienebedingungen vor heimischem Publikum austragen. So der aktuelle Stand der Dinge. Eine kurzfristige Veränderung der Sachlage durch eine ungünstige Entwicklung der Infektionswelle mit dem Corona-Virus in Deutschland ist jedoch jederzeit möglich. Die sozialen Medienkanäle des Bundesligisten werden die Fans auf dem Laufenden halten.

Das neuartige Corona-Virus, das die (zumeist ungefährlich verlaufende) Lungenkrankheit Covid-19 auslöst, hält Europa derzeit in Atem. Da der Erreger vor allem durch Tröpfchen- und Schmierinfektion übertragen werden kann und einen relativ hohen Ansteckungsgrad hat, ist die Durchführung von Sportevents und Großveranstaltungen derzeit in der Diskussion, um das Infektionsrisiko von Sportlern und Besuchern möglichst gering zu halten. Dies gilt vor allem für die momentanen Risikoregionen in China, Südkorea und Norditalien.

Aus diesem Grund hat der europäische Volleyball-Dachverband CEV am gestrigen Freitag (28.2.) entschieden, dass das Rückspiel im Viertelfinale der Champions League der Frauen, A. Carraro Imoco Conegliano vs. Allianz MTV Stuttgart, am 10. März 2020 in Italien vor leeren Rängen und somit ohne Zuschauerbeteiligung durchgeführt werden wird.

Aufgrund der tagesaktuellen Risikoeinstufung für die Landeshauptstadt Baden-Württembergs hält die Stadt Stuttgart und ihre Gesundheitsamtsleitung es derzeit für vertretbar, das vorherige CL-Hinspiel am kommenden Mittwoch (4. März 2020, 19 Uhr) in der Scharrena unter besonderen Hygienebedingungen vor heimischen Publikum zu veranstalten. Empfohlen werden die grundsätzlichen hygienischen Vorsichtsmaßnahmen des Robert-Koch-Instituts – vor allem zur Händedesinfektion und Husten- und Niesetikette. Zudem werden die beiden Mannschaften nach dem Match das Spielfeld zügig verlassen, das obligatorische Abklatschen mit den Fans entfällt, den Hallenbesuchern wird kein Zutritt zu Spielfeld, Interviewzone oder den Katakomben gewährt. Der Einsatz von Security-Personal wird erhöht.

Eine Absage der Veranstaltung steht aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht zur Debatte. Fans aus Italien allerdings wird dringend empfohlen, von der Begleitung ihrer Mannschaft nach Stuttgart abzusehen, um die Verbreitung von Infektionen bestmöglich zu minimieren. Die Stadt Stuttgart behält sich das Recht des Platzverweises, ja sogar eines kompletten Verweises aus der Stadt vor.

Da sich die Situation der Corona-Epidemie derzeit auch in Deutschland von Tag zu Tag verändert, spiegelt der hier geschilderte Sachverhalt eine Momentaufnahme wider, die durch neue Entwicklungen jederzeit ad absurdum geführt werden kann. Fans von Allianz MTV Stuttgart mit gültigen Tickets für die besagte Champions-League-Partie in der Scharrena sind deshalb gut beraten, sich bis zum Spielbeginn am Mittwoch laufend über die Corona-Entwicklung in

Deutschland im Allgemeinen, und auf den sozialen Medienkanälen von Allianz MTV Stuttgart im Besonderen über eine unter Umständen doch noch notwendig gewordene Absage der Partie auf dem Laufenden zu halten.


Erneute Welle von Telefonbetrügern

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Die Polizei warnt ausdrücklich vor dieser Betrugsmasche

Stuttgart-Stadtgebiet.| Die Polizei warnt aus aktuellem Anlass vor Betrügern, die derzeit mit den Betrugsmaschen “Schockanruf” und “Enkeltrick” auftreten, um vorwiegend ältere Mitbürger um ihr Vermögen zu bringen. Im Laufe des Freitags (28.02.2020) sind der Polizei über 20 Anrufe bekannt geworden. Wir gehen aktuell davon aus, dass derartige perfide Betrugsmaschen auch über das kommende Wochenende (29.02.2020 bis 01.03.2020) fortgesetzt werden. Dabei gaukeln die Täter ihren potenziellen Opfern vor, ein naher Angehöriger sei in einen Unfall verwickelt oder gegen den Verwandten bestehe ein Haftbefehl, daher bräuchte er sofort finanzielle Unterstützung. Scheinbar kennt die Fantasie der Betrüger keine Grenzen. Wie Fälle aus Brandenburg zeigen, nutzen sie sogar die aktuelle Corona-Entwicklung, um an das Hab und Gut ihrer Opfer zu gelangen. Sie geben sich als falsche Enkel oder vermeintliche Kinder aus und täuschen eine Erkrankung an dem Virus vor, weshalb sie zur weiteren Behandlung dringend Geld benötigen. Bei dieser Art von
Anrufen handelt es sich ausnahmslos um Betrügereien.

Aus diesen Gründen rät die Polizei:

⇒ Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie den Hörer auf und haben Sie Mut zur Unfreundlichkeit.

⇒ Werden Sie misstrauisch bei Forderungen nach Herausgabe von persönlichen Daten, Bargeld, Schmuck oder Wertgegenständen. Ein gesundes Misstrauen ist keine Straftat.

⇒ Wählen Sie die 110 und teilen Sie den Sachverhalt mit. Benutzen Sie nicht die Rückruftaste, da Sie sonst wieder bei den Tätern landen.

⇒ Sprechen Sie am Telefon nicht über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.

⇒ Beraten Sie sich mit Ihrer Familie oder Bekannten, denen Sie vertrauen. Kontaktieren Sie den Angehörigen, um den es geht, einfach selbst unter der Ihnen bekannten Telefonnummer und erkundigen Sie sich nach dessen Befinden.


CDU verschiebt Nominierungsversammlungen

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Der CDU Kreisverband Böblingen bestätigt, dass der Fall einer Infizierten Person mit SARS-CoV-2 die CDU betrifft. Die Partei steht im engen Kontakt mit den zuständigen Behörden.

„Das Gesundheitsamt hat die Lage vollständig unter Kontrolle. Alle Kontaktpersonen des Infizierten befinden sich in häuslicher Isolation“, hebt der Kreisvorsitzende Michael Moroff in einer Pressemitteilung hervor, „aus Fürsorgepflicht gegenüber unseren Mitgliedern und als reine Vorsichtsmaßnahme werden aber alle geplanten öffentlichen Veranstaltungen der CDU in den nächsten drei Wochen verschoben.“

Dies betrifft unter anderem die Nominierungsversammlungen für die Landtagwahl am 6. März (Wahlkreis 6) und am 20. März (Wahlkreis 5), sowie das Neumitgliederfest am kommenden Samstag, die Veranstaltungen der CDU Herrenberg am 2. und 3. März sowie alle Kandidatenvorstellungen.

Die Nominierungsversammlungen sollen nun zwischen Ostern und Pfingsten stattfinden.


Finanzgericht entscheidet über Anerkennung von Gutachterkosten

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Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen an der selbstgenutzten Immobilie können als haushaltsnahe Handwerkerleistungen steuerlich geltend gemacht werden. Ob dies auch für Gutachterkosten im Zusammenhang mit einer Renovierungsmaßnahme gilt, entscheidet demnächst das höchste deutsche Finanzgericht.  Die Wüstenrot Bausparkasse AG sieht hier Relevanz für Immobilienbesitzer.

Der Gesetzgeber gewährt Steuerzahlern für Modernisierungs- und Renovierungsarbeiten an der selbstgenutzten Immobilie eine Steuerermäßigung in Höhe von 20 Prozent der angefallenen Arbeitskosten, höchstens 1.200 Euro. In der Regel berücksichtigt die Finanzverwaltung dabei keine Kosten für gutachterliche Tätigkeiten. Dagegen klagte ein Eigentümer, der im Rahmen einer Dachrenovierung seiner Immobilie vorab ein Gutachten eines Statikers einholen musste. Im konkreten Fall hielt der mit der Dachbearbeitung beauftragte Handwerksbetrieb die statische Berechnung des Dachs aufgrund besonderer baulicher Gegebenheiten für unbedingt erforderlich.

Das zuständige Finanzamt lehnte eine Steuerermäßigung für die diesbezüglichen Gutachterkosten ab. Das Finanzgericht Baden-Württemberg gab jedoch 2019 in seinem Urteil (Az. 1 K 1384/19) dem Hauseigentümer Recht. Es urteilte, dass die statische Berechnung notwendig war, um die nachfolgende Dachrenovierung überhaupt durchführen zu können. Damit seien beide Maßnahmen als einheitliche Handwerkerleistung anzusehen, auch wenn unterschiedliche Betriebe beteiligt waren.

Wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Entscheidung wird nun der Bundesfinanzhof (Az. VI R 29/19) über die Angelegenheit befinden – der Ausgang des Verfahrens ist offen. Dennoch hat das schwebende Verfahren bereits Bedeutung für Steuerzahler: Haben nämlich Immobilieneigentümer oder Mieter vergleichbare Gutachterkosten in ihren Steuerausgleichen geltend gemacht, die vom Finanzamt nicht anerkannt wurden, besteht aufgrund des laufenden Verfahrens nun die Möglichkeit, dagegen Einspruch einzulegen. Dabei kann auf das anhängige Verfahren vor dem Bundesfinanzhof verwiesen werden. Sollte das höchste deutsche Finanzgericht abschließend zugunsten des Steuerpflichtigen entscheiden, könnte daraus auch für vergleichbare Fälle eine steuerliche Anerkennung von Gutachterkosten erwachsen.