Anstieg an Spielabbrüchen im Amateurbereich

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In der Saison 2021/2022 sind 911 Fußballspiele in Deutschland aufgrund von Gewalt- oder Diskriminierungsvorfällen abgebrochen worden. Seit 2014 lässt der DFB auf Basis der Online-Spielberichte der Unparteiischen ein Lagebild des Amateurfußballs erheben. Noch nie mussten so viele Spiele in einer Saison abgebrochen werden. Sowohl die Gesamtanzahl an Abbrüchen als auch ihr Anteil von 0,075 Prozent an allen erfassten Spielen bedeuten Höchststände seit Beginn der Datenerhebung. Im Online-Spielbericht füllen die Schiedsrichter und Schiedsrichterinnen im Tab “Vorkommnisse” aus, ob es zu einer Gewalthandlung oder zu einer Diskriminierung während des Spiels gekommen ist.

“Erstmals in drei Jahren konnten wir wieder eine Saison ohne Lockdowns absolvieren. Das freut uns, aber gleichzeitig müssen wir erstmals einen Anstieg bei den Spielabbrüchen feststellen, wobei wir uns immer noch im Promillebereich bewegen. Zuletzt haben wir die Präventions- und Interventionsarbeit deutlich ausgebaut. Bei dieser Anstrengung dürfen und werden wir nicht nachlassen”, sagt der 1. DFB-Vizepräsident Amateure, Ronny Zimmermann. “Das Lagebild des Amateurfußballs ist für uns sehr wichtig. Aufgeschlüsselt nach Region oder Spielklassen, ermöglichen es uns die Zahlen, bei der Präventionsarbeit in den Landesverbänden bedarfsorientiert anzusetzen.”

In der Saison 2021/2022 wurden von 1.455.416 ausgetragenen Spielen 1.219.397 Spiele mit einem Online-Spielbericht erfasst. Bei den erfassten Partien wurden 5.582 Vorfälle, davon 3.544 Gewalthandlungen und 2.389 Diskriminierungen, gemeldet. Erstmals in den vergangenen drei Jahren konnte wieder eine komplette Fußballsaison im Amateurbereich absolviert werden. Zuvor hatte die Pandemie zu deutlichen Rückgängen bei den ausgetragenen Spielen geführt: 852.591 Partien hatten in der Saison 2019/2020 stattgefunden, lediglich 451.806 in der Saison 2020/2021.

Die Quote der Spielabbrüche war über Jahre stabil geblieben, dies hat sich nun geändert. Von 0,05 Prozent ist der Anteil auf 0,075 Prozent gestiegen. Umgerechnet bedeutet das: Im Schnitt wurde jedes 1339. Spiel in der vergangenen Saison abgebrochen.

Die Tübinger Kriminologin Dr. Thaya Vester berät den DFB bei den Ergebnissen des Lagebilds. Sie hat eine Studie zu den Ursachen von Spielabbrüchen durchgeführt, diese wird im Laufe der kommenden Wochen veröffentlicht. Vester plädiert dafür, dass in Zukunft noch genauer analysiert wird, welche Konflikte den Spielabbrüchen zugrunde liegen. Sie sagt: “Es steht außer Frage, dass ein Spiel sofort abgebrochen werden muss, wenn Unparteiische tätlich angegangen werden. Wie aber beispielsweise auf Diskriminierungen reagiert werden soll, ist vielen nicht klar. Es muss noch mehr darüber informiert werden, dass der Drei-Stufen-Plan auch im Amateurfußball gilt.”

Der Fan- und Gewaltforscher Prof. Dr. Gunter A. Pilz, der den DFB bei der Entwicklung eines Gewaltpräventionskonzepts beraten hat, sagt: “Der Anstieg der Spielabbrüche muss uns Sorgen machen, zumal ein Trend erkennbar wird. Auch in den ersten Wochen der neuen Saison mussten mehr Spiele abgebrochen werden. Wir nehmen die Entwicklung ernst und werden sie genau beobachten.”

Das Lagebild ermöglicht einen Einblick, wie die verschiedenen Gruppen als Beschuldigte oder Geschädigte vertreten sind. Unter den Spieler*innen befinden sich leicht mehr beschuldigte (3.700) als geschädigte Personen (3.152) vor, bei den Zuschauer*innen ist das Verhältnis eindeutiger (1884/421). Schiedsrichter*innen (78/2399) sind fast ausnahmslos Geschädigte von Diskriminierungen oder Gewalthandlungen.

Um eine wirksame Bearbeitung der Vorfälle zu gewährleisten, ist in jedem der 21 Landesverbände des DFB eine Anlaufstelle für Gewalt- und Diskriminierungsvorfälle eingerichtet worden. Im Rahmen des vom Bundesministerium des Innern geförderten Projekts “Fußball Verein(t) Gegen Rassismus” sind die präventiven Anstrengungen für einen möglichst gewalt- und diskriminierungsfreien Fußball zuletzt noch einmal intensiviert worden.


Zwei Top-Athleten des SVL beim Ironman Hawaii

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Fabian Knobelspies und Cornelius Theus haben bei der Triathlon-WM am 08. Oktober 2022 auf Hawaii einen Top-Wettkampf abgeliefert. Fabian wurde 22. In seiner Altersklasse AK30-34, 82. Platz Overall und Cornelius in derselben Altersklasse 42., Platz 156 in der Gesamtwertung von insgesamt 2376 Startern.

Beide starten normalerweise für den SVL in der schnellen 2. Triathlon Bundesliga. Für die Weltmeisterschaft auf der Langdistanz (3,8 Kilometer Schwimmen, 180km Radfahren und 42,195 km Laufen) waren beide jedoch zu einem deutlich längeren Rennen nach Kona auf Big Island Hawaii zu den Ironman-Weltmeisterschaften gereist. Hierfür konnte sich Fabian bereits 2019 in Vichy, Frankreich und Cornelius 2021 auf Lanzarote qualifizieren.

Fabian ist sehr glücklich mit seinem Ergebnis. Bei der Ironman-WM auf Hawaii hat der SVL-Routinier ganz vorne mitgemischt. Nach neun Stunden und zwei Minuten, nach 3,8 Kilometern schwimmen im Ozean, 180 Kilometern auf dem Rad und dem abschließenden Marathon bei glühender Hitze landete Fabian in seiner Altersklasse AK30 (30 bis 34 Jahre) auf Platz 22. Insgesamt waren 2376 Männer am Start, der SVL-Sportler wurde in der Gesamtwertung 82. – er hat auch viele Profis hinter sich gelassen.

Sein Vereinskollege Cornelius Theus ist ebenfalls gut durch die WM gekommen, er musste Fabi aber schon beim Schwimmen davonziehen lassen, hatte beim Radfahren und beim Laufen zeitweise muskuläre Probleme. Nach neun Stunden und 18 Minuten war Cornelius im Ziel: Platz 46 in ebenfalls der AK30-34 und insgesamt 156.

Rückblick. Gut eine Woche vor dem Start reisen Fabian und Cornelius an, begleitet von der Freundin beziehungsweise der Schwester. Die erste Aufgabe: akklimatisieren. „Das war ganz schön stressig“, so Fabian. Das Wasser: 27 Grad, was für ein Unterschied zum Trainingsrevier daheim in Ludwigsburg, dem Freibad in Hoheneck und im Neckar! Und draußen große Hitze und viel Luftfeuchtigkeit. Mörder-Bedingungen. Auf Hawaii kommen alle zusammen, „die was mit unserem Sport zu tun haben“, erzählt Fabian, „schon, cool, aber auch ein bisschen stressig“.

Manchmal, sagt er, sei ihm der Rummel fast ein bisschen zu viel gewesen. Fabian und Cornelius verfolgen das Rennen der Frauen, das bereits zwei Tage vor dem Ironman der Männer stattfand . Ansonsten sind sie oft in der klimatisierten Unterkunft und absolvieren letzte Trainingseinheiten.

Dann der große Tag. Frühstück gegen vier Uhr in der Früh. Punkt 6:50 Uhr Ortszeit starten die beiden SVL-Eisenmänner ihren Wettkampf. Vor ihnen sind die Profis ins Rennen geschickt worden und eine andere Altersklasse. Bereits die Startaufstellung im Wasser ist hart umkämpft, viele wollen von der Poleposition ins Rennen gehen. Die beiden stehen zunächst in der ersten Reihe, schließlich aber in der zweiten. Der Startschuss, es geht sofort aggressiv zur Sache.

Fabian erzählt später am Telefon, er sei sehr gut weggekommen, „mit nur wenig Boxereien“. Er sei eine andere Linie gekrault als das Hauptfeld. An den Bojen sei es „ein bisschen eng“ gewesen, „ich war aber super happy, nicht in der Waschmaschine drinnen zu sein“, also mitten im Pulk. Das Schwimmen läuft „cool bis etwa zur 2000-Meter-Marke“, auf dem Rückweg in Richtung Wechselzone habe er auch wegen der tief stehenden Sonne womöglich eine Minute liegen gelassen. Die Schwimmzeit – 55 Minuten – sei trotzdem top.

Cornelius erzählt später, die ersten Meter „waren richtig stressig, mit viel Gehaue und Geschlage – nicht so angenehm“ – er habe sich zurückgenommen, hatte sogar Angst im Getümmel womöglich einen Zahn zu verlieren. Mit seiner Schwimmzeit, etwa 57 Minuten, war er „nicht allzu zufrieden“ – im Training schwimme er – auch ohne Schwimmsuit – zweieinhalb Minuten schneller.

Mit „Wut im Bauch“ startet er das Radfahren. Fabian ist längst enteilt und berichtet, sein erster Wechsel habe gut funktioniert. Der Rad Kurs: zunächst durch Kona, dann über einen Highway nach Süden – noch ist viel los, viele Konkurrenten sind auf der Strecke, „jetzt nur keine Fehler machen!“ Dann der Rückweg: nochmal nach Kona, dann der nächste Highway. Fabian spricht von einem „fairen Rennen mit wenig Windschattenfahren“.

Zunächst Gegenwind, dann Rückenwind. Fabian hat „gute Beine“, hält sich trotzdem erstmal zurück, fühlt sich „sehr gut – jetzt aber nicht überziehen“, denn er weiß aus Erfahrung von Ironman 2018 was ihn noch erwartet: ein knüppelharter Marathon in der glühenden Hitze. Die letzten 70 Kilometer auf dem Rad: weitgehend ein Soloritt, Fabi sammelt noch viele Konkurrenten ein, liegt in seiner AK zwischenzeitlich auf Platz 15. Zurück in Kona: der zweite Wechsel, Rad fahren ohne Defekt geglückt! Jetzt, so Fabian, „hat man es in der eigenen Hand zu finishen“.

Cornelius hat einen schnellen ersten Wechsel. Er ist motiviert und will Plätze gut machen. Er hat „gute Wattzahlen auf dem Tacho, aber ein Bein ist ein bisschen taub“. Immer wieder fährt er im Stehen, „um die Muskeln zu entlasten“. Während der ersten Hälfte der 180 Kilometer macht er ein paar Positionen gut und sieht vor dem Wendepunkt in Hawi im Norden der Insel Fabi, der bereits auf dem Rückweg ist. Die letzten 40 Kilometer „waren ziemlich zäh, ich habe richtig kämpfen müssen und Positionen verloren“.

Der zweite Wechsel funktioniert ebenfalls gut, wie alle Athleten bekommt Cornelius ein eiskaltes Handtuch gereicht, „am liebsten wäre ich sitzen geblieben und hätte mir einen Cocktail genehmigt“, erzählt er nach dem Rennen mit einem Lächeln im Gesicht. Aber eine „halbwegs gute Zwischenzeit“ habe ihn motiviert. Fabi ist bereits auf der Laufstrecke und bekommt ganz schnell „die Hitze zu spüren“ – er vermutet: auch wegen der reduzierten Verpflegungsstationen.

Auf Hawaii fehlten in diesem Jahr freiwillige Helfer, deshalb gibt es nur alle 2,8 Kilometer Verpflegungsstationen, statt wie üblich alle 1,6 Kilometer. Der Kurs führt durch die Stadt und dann auf den Highway – zunächst bei Gegenwind, „meine schwerste Zeit“, so Fabian, er verliert ein paar Plätze, sagt aber: „ich konnte mich ganz gut quälen“. Im Ziel ist er super zufrieden mit dem Marathon und der Gesamtplatzierung. Sein Rezept? „Nicht aufgeben, immer dran geglaubt“.

Cornelius ist beim Start der dritten Disziplin klar: „Das Laufen wird hart.“ Bereits zu Beginn des Marathons ist die Muskulatur verhärtet. Er kann sein linkes Bein nicht mehr richtig beugen, will aber unbedingt ankommen! Also immer wieder Gel und Salztabletten einnehmen und: trinken, trinken, trinken! An jeder Verpflegungsstation. Später sagt Corni, er habe leiden müssen wie selten zuvor. Noch 20 Kilometer, dann noch zehn, noch fünf… Der aller letzte Kilometer sei „was ganz Besonderes gewesen“, die Strecke: wieder voll mit Schaulustigen. Viele Anfeuerungsrufe. Endlich im Ziel: Ziel Arme hoch, Kreislauf weg, „ich habe meine Finger nicht mehr gespürt.“ Ankommen sei in erster Linie Kopfsache, sagt Cornelius später. Keinen weiteren Schritt hätte er mehr machen können nach der Ziellinie.


Abwärtstrend und Bildungsmisere stoppen

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Schüler Union Baden-Württemberg fordert Katastrophenschutz für beste Bildung im Ländle!

Die Auswertung der bundesweiten Ergebnisse des IQB-Bildungstrends 2021 ist alarmierend!

In der Vergleichsstudie des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen aus 2021 zeigt sich, dass, während Bayern und Sachsen ihre Spitzenplätze souverän halten konnten, ist der Südwesten höchstens noch Mittelmaß bei der Kompetenz- und Leistungsfähigkeit und hat den Anschluss zu den Spitzenreitern verloren.

Wenn sich Grundschüler in den Basiskompetenzen immer weiter verschlechtern, dann braucht es hier Förderung wieder hin zu einem höheren Leistungsniveau statt Experimenten wie „Grundschule ohne Noten“. Einen gescheiterten Schulversuch wieder einzuführen, sich aber anschließend über den Leistungsabfall von Schülern wundern, ist eine unglaubliche Doppelmoral im grünen Kultusministerium!

Angesichts des landesweit mittelmäßige Abschneidens im Vergleich zu anderen Landestrends- und dem Bundestrend kann ein Weiter-so und eine Fortsetzung des eingeschlagenen Weges nicht die Antwort sein. Mit der Feststellung des baden-württembergischen Kultusministeriums auf dessen Website vom 17. Oktober 2022, es sei wichtig, sich nicht auf das Ranking zu versteifen, weil dieses aus den genannten Gründen dem großen Engagement der Lehrerinnen und Lehrer sowie der Schulleitungen nicht gerecht werde, drückt sich das Ministerium vor seiner Verantwortung und betreibt bloße Schönrednerei.

Stattdessen muss der Lehrermangel endlich prioritär und konsequent angegangen werden. Ursachenbekämpfung durch angemessene Sprachbildung und -förderung gerade angesichts eines gestiegenen Anteils an Kindern mit einem Zuwanderungshintergrund auch bereits in der frühkindlichen Bildung statt kinderfeindlicher Abschaffung von „Sprach-Kitas“.

„Als politisch und administrative weitgehende Verantwortungsträgerin darf sich das Kultusministerium nicht damit abfinden, sondern muss jetzt handeln, nicht um den Abwärtstrend bloß abzubremsen, sondern Ziel muss sein ihn umzukehren! Das geht nicht mit links!“, so Nico Gasch, Landesvorsitzender des Südwestverbandes der Schüler Union, „Wir fordern das Ministerium dazu auf, rechtzeitig und zeitnah ein Stufenkonzept zu erarbeiten, das deutlich werden lässt, worauf dieser Abwärtstrend zurückzuführen ist und wie eine Verbesserung des Leistungsniveaus an baden-württembergischen Schulen hin zu einem exzellenten Bildungsländle erreicht werden kann. Die Coronapandemie und alle damit einhergehende Einschränkungen sind sichtbar machendes Brennglas, nicht aber alleiniger, verursachender Funke für die aktuelle Misere und die deutlich aufgezeigten Probleme! Der Wohlstand und der Zustand der Arbeits- und Lebenswelt von Morgen hängen davon ab, wie wir die Bildung unserer Kinder heute angehen. Nachhaltige Politik hat auch eine bildungspolitische Dimension!“


Tunnels entlang der B10 Richtung Esslingen nachts gesperrt

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Umleitungsstrecke ausgeschildert

Stuttgart.| In den Nächten von Montag, 17. Oktober, bis Samstag, 22. Oktober, muss auf der B10 in Richtung Esslingen der Verkehr ab dem Pragsattel umgeleitet werden. Der Grund dafür ist, dass der Pragsatteltunnel, der Rosensteintunnel sowie der Leuzetunnel in Fahrtrichtung Esslingen gesperrt sind.

In den Nächten auf Dienstag, Mittwoch und Donnerstag dauert die Sperrung von 0.00 Uhr bis 5.00 Uhr, in der Nacht auf Freitag von 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr, in der Nacht auf Samstag von 22.00 Uhr bis 10.00 Uhr.

Die Umleitungsstrecke führt vom Pragsattel kommend über die Heilbronner Straße, die Wolframstraße sowie die Cannstatter Straße und ist örtlich ausgeschildert. Das Tiefbauamt bittet wegen der Einschränkungen um Verständnis.


Carl-Zeiss-Planetariums öffnet wieder

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Stuttgart.| Das Carl-Zeiss-Planetarium ist ab Dienstag, 18. Oktober, wieder regulär geöffnet. Wegen eines technischen Defekts musste das Planetarium vorübergehend geschlossen werden. Besucherinnen und Besucher, die Eintrittskarten für die Vorstellungen während der Schließung reserviert hatten, erhalten beim Sekretariat des Planetariums unter Telefon 216-89015 eine Freikarte für eine Vorstellung an einem anderen Termin.

Weitere Informationen zum Planetarium unter www.planetarium-stuttgart.de.


Michael Schweikardt wird Chef-Trainer beim TVB

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Stuttgart.| Der bisherige Interimstrainer des TVB Stuttgart, Michael Schweikardt, wird zum neuen Chef-Trainer des Handball-Bundesligisten befördert. Der Vertrag läuft vorerst bis zum Saisonende am 30.06.2023.

Die geschlossenen und überzeugenden Leistungen der Mannschaft in den ersten Spielen des TVB Stuttgart unter dem neuen Trainer haben die Gesellschafterversammlung inklusive der Geschäftsführung dazu bewogen, die Gespräche mit Michael Schweikardt über eine weitere Zusammenarbeit aufzunehmen. Diese wurden nun erfolgreich abgeschlossen. Schweikardt ist seit über 20 Jahren in der Handball-Bundesliga als Spieler und Scout tätig und bringt dementsprechend ausreichend Erfahrung mit. Der A-Lizenzinhaber wird auch zukünftig zusammen mit seinem Co-Trainer Vicente Alamo und Athletiktrainer Steffen Hepperle das Trainerteam bilden. Der Vertrag mit Michael Schweikardt läuft bis zum 30.06.2023.

„Die Auftritte der Mannschaft unter Michael Schweikardt waren durchaus positiv zu bewerten. Dementsprechend haben wir Michael in den Auswahlprozess für die Trainernachfolge aufgenommen. Neben seiner langjährigen Erfahrung in der Handball- Bundesliga kennt er den Verein zudem bestens, sodass wir überzeugt sind, dass wir mit ihm die richtige Entscheidung getroffen haben und er die Mannschaft in den kommenden Monaten weiterentwickeln wird. Die Vereinbarung mit ihm gilt vorerst bis zum Saisonende“, so der Sprecher der Gesellschafter des TVB, Christian May.

„Das ist eine große Herausforderung, aber die Leidenschaft und Intensität der letzten Heimspiele stimmen mich positiv, auch in Zukunft gute Ergebnisse einfahren zu können. Die Qualität im Kader stimmt, jetzt gilt es, uns als Team stetig weiterzuentwickeln. Ich freue mich auf die Aufgabe und bedanke mich für das Vertrauen, das mir entgegengebracht wird“, so der neue TVB-Trainer Michael Schweikardt.


Das Beste zum Schluss: SVL schlägt Teneriffa

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Wasserball Euro Cup in Griechenland

Das neue zusammengestellte SVL-Wasserballteam hat sich beim Euro Cup zunächst schwer getan. Zu Abschluss des Turniers indes präsentiert sich die Mannschaft als Einheit – und gewinnt das Spiel gegen Waterpolo Echeyde aus Teneriffa mit 15:13.

„Da ist er, unser erster Sieg“, jubelt der SVL-Betreuer Dieter Gscheidle nach dem Schlusspfiff am Sonntagmittag. Ludwigsburg hat die zeitweise heftig umkämpfte Partie gegen Teneriffa mit 15:13 gewonnen. Ein Erfolgserlebnis zum Abschluss des Euro Cups in Saloniki, Griechenland. „Ein super Abschluss für ein – in Anführungszeichen – Trainingswochenende, wir gehen mit positiven Gefühlen hier raus“, so Gscheidle.

Das Turnier sei auch eine „super Vorbereitung“ auf den Start der Bundesliga am kommenden Samstag. „Der Sieg tut der Mannschaft gut.“ Dieser Sieg war in der Tat wichtig, speziell nach dem schlechten Spiel gegen De Zaan am Vorabend. Die Stimmung war danach gedrückt. Dem Trainer Marko Martinic ist es aber ganz offenkundig gelungen, den Schalter umzulegen. Er spricht nach dem Abpfiff von einer guten Vorstellung und erzählt, dass „wir ein langes Gespräch hatten“. Es sei wohl gelungen, die „mentale Blockade“ der ersten Spiele zu lösen. Martinic sagt, er sei ganz zufrieden mit der Leistung bei dem Turnier.

Im ersten Spiel hatte Ludwigsburg super angefangen, mit 3:0 geführt, die Partie dann aber verloren. Es folgen zwei ordentliche Spiele ohne Punktgewinne und dann das schwache Spiel am Samstagabend. Das Team habe aber aus den Fehlern gelernt, „wir haben Erfahrungen gesammelt und werden künftig hoffentlich smarter auftreten“, so Martinic.

Die Männer hätten ihre Form für die Bundesliga verbessert, die gleich mit dem Kracher gegen die Top-Mannschaft aus Spandau beginnt. Für viele Spieler seien die Partien beim Euro Cup die ersten wirklich wichtigen Spiele überhaupt gewesen, erklärt der Trainer. „Unsere Kampagne hat eben erst begonnen, wir sind zuversichtlich, dass wir weiter wachsen.“

Der zweite Torwart, Ivan Pisk, sagt nach dem letzten Spiel: „Klar, wir haben noch viel Potenzial für Verbesserungen.“ Die Verteidigung sei aber schonmal gut gewesen, und die älteren Spieler seien zumeist cool geblieben. Der erste Keeper Josip Katusa und Nino Blazevic werden nach dem Spiel gegen Teneriffa von allen ganz besonders gelobt. Josip sei hinten eine Mauer gewesen, und Nino war der top Goalgetter mit fünf Treffern. Der SVL-Präsident Volker Heyn sagt, der Ciro – Ninos Spitzname – habe für die Mannschaft „heute seine Führungsrolle toll wahrgenommen“. Das habe in den anderen Spielen vielleicht noch etwas gefehlt.

Rückblick. Sonntagvormittag. Was für ein Start! Nach dem ersten Viertel führt der SVL gegen die Spanier von Teneriffa bereits mit 4:1. Der SVL-Präsident Volker Heyn sagt: „Das könnte ein versöhnlicher Abschluss werden.“ Aber abwarten. Das zweite Viertel: Der Anschlusstreffer von Teneriffa zum 4:2. Und kurz danach das 4:3. Jetzt heißt es nachlegen für Ludwigsburg. Foul gegen den SVL, Strafwurf. Verschossen. Und im Gegenzug der Ausgleich für die Spanier. 4:4. Ein munteres Spiel.

Der SVL geht wieder in Führung. 5:4 – aber im Gegenzug der neuerliche Ausgleich zum 5:5. Lattenschuss SVL. Parade Josip Katusa. Nächster Angriff SVL: ein Distanzschuss. Abgewehrt. Dann eine ganz ähnliche Szene vor dem Ludwigsburger Tor. Weiter unentschieden. Bald indes das 5:6 – Teneriffa geht erstmals in Führung. Die Chancenverwertung des SVL ist nicht optimal, doch in der letzten Minute: Treffer für Ludwigsburg, der Ausgleich. 6:6. Dann das 6:7. Nach einem tollen ersten Viertel nun als Zwischenfazit: ein Spiel auf Augenhöhe.

Nach dem Halbzeitpfiff erklärt Volker Heyn: „Es ist zumindest spannend.“ Die zweite Hälfte der letzten Partie im Euro Cup beginnt mit einen verlorenen Anschwimmen und einer weiteren Parade das SVL-Keepers. Nach knapp zwei Minuten der Ausgleich zum 7:7. Nur wenig später das 7:8 für Teneriffa und dann der neuerliche Ausgleich. 8:8. Foul, Strafwurf für die Spanier, Tor. 8:9. Foul, Strafwurf für den SVL. Treffer. Ausgleich zum 9:9. Angriff Teneriffa, top Abwehrarbeit SVL. Angriff SVL, eine gute Chance – vergeben. Im Gegenzug fällt das 9:10. Ludwigsburg macht es dem Gegner manchmal zu einfach. Nächster Angriff, ein beherzter Schuss. Treffer. Der Ausgleich zum 10:10. Es bleibt in der Tat weiter spannend. Die letzte Minute im dritten Viertel, nächster SVL-Angriff. Treffer zum 11:10.

Auf geht’s in die letzten acht Spielminuten in Griechenland! Ludwigsburg ist am Ball. Angriff. Schuss aufs Tor der Spanier, Abwehr des Keepers. Und auch auf der anderen Seite: Parade des Torwarts. Bis zur Mitte des Viertels: nichts Zählbares. Gute Torschüsse und Paraden hier wie dort. Aber dann der nächste SVL-Treffer zum 12:10.

Ein versöhnlicher Abschluss? Im Gegenzug fällt das 12:11. Die fünfte Minute des Viertels: Foul Teneriffa, Strafwurf SVL. Treffer! 13:11. Eine Minute später, das 13:12 – und direkt im Anschluss das 14:12. Auszeit. Noch eine Minute. Treffer Teneriffa. 14:13. Noch 26 Sekunden auf der Uhr. Teneriffa nimmt eine inberechtigte Auszeit, die von den Schiedsrichtern folgerichtig mit einem Strafwurf für Schwarz-Gelb quittiert wird. Verwandelt. 15:13.

Und da ist er, der erste Sieg im Turnier. Das letzte Spiel im Euro Cup wird zum Mutmacher. Abpfiff. Ende. Ein versöhnliches Ende, dass dem SVL den Verbleib im internationalen Geschäft erhält. Der SVL spielt im November im neu geschaffenen Challenger Cup weiter und setzt sich dort das Ziel mindestens noch eine Runde weiter zu kommen.


SVL ohne Chancen gegen die Holländer

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Wasserball Euro Cup gegen ZV De Zaan

„Die Holländer können wir packen“, hieß es vor dem vierten Spiel des SVL beim Euro Cup in Griechenland. Das war zu optimistisch. Die Partie geht klar verloren. Ernüchterung im neu zusammengestellten Team.

Anschwimmen verloren, ZV De Zaan aus Holland ist am Ball. Schuss, Parade Josip Katusa. Lattenschuss SVL, im Gegenzug: Tor für De Zaan. 0:1. Kein guter Start für Ludwigsburg. Diese vierte Partie im Euro Cup wird keine gute für Ludwigsburg. Ein ums andere Mal: zwar gute Chancen für den SVL, aber kein Tor. Aber zunächst wieder top Abwehra rbeit, deshalb steht es „nur“ 0:1. Nächster Angriff des SVL, wieder keine Tor. Aber im Gegenzug fällt das 0:2. Abpfiff.

Das zweite Viertel. Nach gut eineinhalb Minuten fällt das 1:2. Ludwigsburg ist dran. Doch bald fällt das 1:3. Ernüchterung macht sich breit im Team und auf den Zuschauerbänken. Bald steht es 1:4, dann 2:4, zwei Minuten vor dem Ende des Viertels 2:5 und schließlich sogar 2:6. Mit vier Toren Rückstand geht der SVL in die Halbzeitpause. Der SVL-Präsident Volker Heyn erklärt: „Immerhin schießen sie aufs Tor, das müsste nur noch größer werden“. Humor ist bekanntlich, wenn man trotzdem lacht.

Im dritten Viertel fällt bereits in der ersten Minute das 2:7. Ludwigsburg trifft allerdings in der dritten Minute des Viertels zum 3:7. Dann fallen kurz nacheinander das 3:8, das 4:8, das 4:9, das 5:9, das 5:10, das 5:11, das 5:12 und das 6:12. Was für eine Partie! Leider mit mehr Toren für die Holländer. Im letzten Viertel kann es für Ludwigsburg nur noch um Schadensbegrenzung gehen – und klar, auch darum, dass sich das neu zusammengestellte Team nicht aufgibt und sich einspielt für die Bundesliga, die für den SVL am kommenden Samstag beginnt.

Der Anpfiff Nummer vier. Zunächst nichts Zählbares. Entschieden ist die Partie eh längst. Angriff De Zaan, Schuss, Tor. 6:13. Ludwigsburg schießt eine Minute später das 7:13. Aber postwendend fällt das 7:14. Auszeit und wenig später das 7:15 und das 7:16. Noch eine Auszeit. Auf der Uhr sind aber eh nur noch 33 Sekunden. Letzter Angriff SVL, typisch für dieses Spiel: der Schuss geht am Tor vorbei. Dann der Schlusspfiff. Endlich.

Erklärungsversuche. Volker Heyn: „Ich würde sagen die Luft war raus, drei Niederlagen im Kopf machen Dich nicht kreativer im Spiel. Und: sie müssen zwingend zueinander finden. Ist wie ein Acht-Zylinder-Motor der nicht abgestimmt ist. Da helfen auch acht Liter Hubraum nix. Vielleicht, vielleicht morgen gegen Teneriffa.“

Der Trainer Marko Martinic sagt klipp und klar: „Verdienter Sieg von De Zaan.“ Die SVL-Spieler hätten wohl eine „mentale Blockade“ gehabt, viele hätten sich nicht an die Abmachungen gehalten. „Wir müssen der Realität ins Auge schauen – und die heißt Challenger Cup.“

In diesem neu geschaffenen Cup spielen die Teams, die in der ersten Runde aus dem Euro Cup fallen. Also auch der SVL. Am Sonntag, verspricht der Trainer, „werden wir die letzte Partie so gut spielen, wie wir können“. Die internationale Geschichte werde dann im November mit dem neuen Cup fortgeschrieben.

Bis dann werde sich die Mannschaft besser organisieren, verspricht Martinic und erinnert nochmal daran: beim Euro Cup spiele das neue Team erstmals unter Wettkampfbedingungen zusammen. Zudem seien einige Spieler wegen Verletzungen und Krankheiten nicht top fit. „Es ist wichtig, dass wir aus den gemachten Erfahrungen lernen – und dann das Beste daraus machen.“ Wenn das gelinge, sei nichts verloren. Es gelte, die guten Leistungen – etwa die gute Abwehrarbeit – beizubehalten und die schlechten „auf eine Minimum zu reduzieren“.

Der SVL-Neuzugang Jakov Skiljic erklärt unmittelbar nach dem Spiel, „wir sind nicht zufrieden, weil wir besser spielen können“. Das Team habe zu viele Konter bekommen und nicht so gespielt, wie geplant und abgesprochen. „Wir arbeiten dran, dass die Spiele besser werden.“ Alles würde analysiert und vor dem Start der Bundesliga aufgearbeitet.

Auch der Ludwigsburger Jugendnationalspieler Ivo Dzaja sagt, das Team habe nicht den Spielplan umsetzen können. Warum? Das könne er jetzt, unmittelbar nach der Partie, nicht beantworten. Er freue sich nun halt auf den Challenger Cup – und: auch auf das letzte Spiel im Euro Cup am Sonntagvormittag gegen Teneriffa. Das Ziel für diese Parte sei klar: „Wir wollen den Sieg holen“ – auch, um nicht ohne Punkte zurück nach Ludwigsburg reisen zu müssen.


Gegen die Heimmannschaft Saloniki keine Punkte für SVL

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Wasserball Euro Cup

Gut gekämpft, oft tolle Abwehrarbeit gezeigt, aber zu wenig Tore geschossen: das ist die Kurzfassung des Spiels des SVLs beim Euro Cup gegen die starken Griechen von PAOK Saloniki.

Von „einem Abziehbild“ spricht der SVL-Betreuer Dieter Gscheidle unmittelbar nach dem dritten Euro-Cup-Spiel – soll heißen: diese Partie ist ähnlich gelaufen, wie die ersten zwei Spiele. „Abwehr zufriedenstellend, aber wir bekommen immer ein paar Tore zu viel durch individuelle Fehler“. Josip Katusa sei wieder ein überragend guter Mann im Tor gewesen, „eine Mauer hinten drinnen“.

Aber, so Gscheidle weiter: „Vorne das große Manko.“ Bei gut einem Dutzend Überzahlspielen habe Ludwigsburg nur zwei, maximal drei Tore geschossen. Zu wenig. Es gebe noch genügend Arbeit, „Step by Step – immer ein Stückchen mehr“. Er hoffe auch auf mehr Glück heute Abend beim nächsten Spiel – nicht alles sei so negativ, wie es beim Blick auf die Ergebnisse aussieht.

Samstagvormittag, 11 Uhr. Der Anpfiff des Spiels gegen PAOK Saloniki. Anschwimmen gewonnen. Angriff, kein Tor. Gegenangriff Saloniki, auch kein Tor. Top Distanzschuss SVL, tolle Parade des gegnerischen Keepers. Im Gegenzug: wieder eine der vielen super Paraden von Josip Katusa. Ein munteres Spiel, mit guten Chancen auf beiden Seiten. Aber auch nach drei Minuten immer noch keine Tore.

Nach knapp fünf Minuten: der erste Treffer. Leider für Saloniki. 0:1. Im Gegenzug der Ausgleich. 1:1. In der Halle sind „Ludwigsburg, Ludwigsburg“-Rufe zu hören. Die Stimmung ist gut auf der SVL-Bank. Auch nach einer neuerlichen super Parade von Josip. Noch ist sie gut, die Stimmung. Bis dato eine Partie auf Augenhöhe gegen die starken Griechen!

Das zweite Viertel. Wieder gewinnt der SVL das Anschwimmen – und geht in Führung. 2:1. Wieder eine Parade von Josip. Nächster Angriff. Ein blöder Ballverlust. Aber immer wieder tolle Abwehrarbeit – mit dem super Ludwigsburger Torwart. In der Mitte des Viertels: Tor Saloniki, der Ausgleich zum 2:2. Aus Ludwigsburger Sicht ein unglückliches, vermeidbares Tor.

Dann eine top Chance für Saloniki, der Schuss geht aber über das SVL-Tor. Doch bald das 2:3. Saloniki wird die Führung nicht mehr abgeben. Die Chancenverwertung der Ludwigsburger könnte weiter besser sein – wie in den Spielen zuvor. Sie müsste besser sein. Saloniki dreht jetzt auf, macht das 2:4. Auszeit, dann das 2:5. Halbzeit.

Das dritte Viertel. Eine Wahnsinnsparade von Josip. Einen quasi Unhaltbaren gehalten. Aber vorne tun sich die Ludwigsburger weiter sehr schwer. Und Saloniki legt nach zum 2:6 und zum 2:7. Kurz vor Schluss des Viertels das 3:7. Nur noch Ergebniskosmetik. Diese Spiel ist verloren. Nun fallen das 3:8 und das 4:8. Abpfiff.

Zu Beginn des letzten Viertels gelingt Ludwigsburg das 5:8. Wenig später macht Saloniki aber das 5:9 und dann auch noch das 5:10. Foul Ludwigsburg, Strafwurf Saloniki, das Tor zum 5:11. Auszeit. Kurz vor dem Schlusspfiff gelingt dem SVL der Anschlusstreffer zum 6:11 – und PAOK das 6:12. Das Spiel ist zu Ende. Gut sechs Stunden Pause, dann das nächste Spiel des SVL im Euro Cup gegen die Holländer aus de Zaan.


SVL muss die Chancen besser verwerten

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Wasserball Euro Cup gegen Montpellier

Die SVL-Wasserballer verlieren beim Euro Cup in Griechenland auch ihr zweites Spiel. Die Chancenverwertung ist schlecht, zu schlecht, um Montpellier zu schlagen. Der SVL-Vizepräsident Matthias Nagel ist aber ganz zufrieden mit der Leistung und sagt: „Das wird.“

Bei diesem Spiel der SVL-Wasserballer im Posidonio Swimming Center in Saloniki ist auch der Vereinspräsident Volker Heyn dabei. Ein Glücksbringer? Abwarten. Ludwigsburg verliert das Anschwimmen, leistet dann aber oft gute Abwehrarbeit. Der Torwart Josip Katusa zeigt tolle Paraden. Zunä chst bekommen die Zuschauer nur harmlose Angriffe zu sehen, hier wie dort.

Fünfte Minute, Angriff Montpellier, das erste Tor. Der SVL liegt 0:1 zurück – und wird auch nicht mehr in Führung gehen in diesem zweiten Spiel beim Euro Cup in Griechenland. Nächster Angriff SVL. Wieder nichts gewonnen. Die Chancenverwertung ist schlecht, wie im ersten Spiel gegen Solaris. Die Abwehr ist weiter gut. Immer wieder tolles Spiel nach vorne, aber Ludwigsburg scheitert ein uns andere Mal vor dem Tor. Letzte Minute des ersten Viertels: der Ausgleich zum 1:1. Aber dann postwendend noch das 1:2.

Das zweite Viertel. Anschwimmen wieder verloren. Nach zwei Minuten ein Distanzschuss des SVL, zu unpräzise. Auszeit, eine Minute Pause. Besprechung mit den Trainern. Was wird Marko Martinic seinen Männern wohl sagen? Zurück im Spiel, die nächsten Parade des SVL-Keepers. Dann ein Lattenschuss ans Gehäuse der Franzosen. Im Gegenzug das 1:3 für Montpellier. Ludwigsburg braucht den Anschlusstreffer. Angriff SVL, Ball im Tor. Der Treffer zählt aber nicht. Leider vorher abgepfiffen.

Nächster SVL-Angriff, auch kein Treffer. Bald aber der Treffer zum 1:4. Ernüchterung. Drei Tore Rückstand. Foul gegen Ludwigsburg. Strafstoß. Tor Ludwigsburg. 2:4. Aber quasi im Gegenzug das 2:5. Parade Josip Katusa. Auszeit. Angriff. Parade Torwatt Montpellier. Nächster SVL-Angriff. Treffer zum 3:5. Ein vielleicht wichtiges Tor kurz vor dem Halbzeitpfiff. Zwei Tore Rückstand sollten aufzuholen sein, wenn die Chancen konsequent genutzt werden.

Die zweite Hälfte der Partie beginnt. Anschwimmen gewonnen. Die dritte Minute – immer noch nichts Zählbares. Angriff Montpellier, Treffer. 3:6. Nächster Angriff Montpellier, das 3:7. Die Ludwigsburger Torschüsse landen oft direkt auf dem Torwart. Zu einfach, zu berechenbar. Der Abpfiff, ein Viertel zum Vergessen. Das letzte Viertel – beginnt mit einer vertanen SVL-Chance. Auszeit. In der fünften Minute, endlich: ein Ludwigsburg Treffer – 4:7. Aber wohl zu spät.

Noch gut drei Minuten und drei Tore Rückstand. Kurz vor Schluss erzielt der SVL das 5:8. Die gute Leistung gegen Ende der Partie und das gewonnene Viertel reicht nicht. Auch das zweite Spiel des Turniers geht verloren.

Am Samstag stehen zwei Begegnungen für den SV Ludwigsburg auf dem Programm, um 11 Uhr beginnt die Partie gegen die Heimmannschaft PAOK Saloniki (Griechenland) und um 18.15 Uhr die gegen ZV De Zaan (Holland).

„Ganz ordentlich gespielt in der Defensive“, sagt Volker Heyn, der diesmal kein Glücksbringer war. Vorne indes „haben sich unsere Spieler nicht so viel zugetraut“. Der SVL, so Heyn, „hätten mehr erreichen können“, wenn die Männer „mutiger gespielt hätten“. Er habe „ein paar individuelle Fehler“ gesehen. Resümee: „Montpellier hätte man packen können“, aber das neu formierte Ludwigsburger Team sei halt noch nicht gut eingespielt.

Heyn sagt, er sei „gespannt auf morgen“ – gegen PAOK werde es sicherlich schwer, „aber die Holländer können wir packen“. Der SVL-Vizepräsident Matthias Nagel sagt, er sei ganz zufrieden mit der Leistung: „Eine Steigerung, sowohl im Ergebnis als auch spielerisch, wir finden uns im Turnier, das war das Ziel.“ Aber klar, „schade, dass wir noch keine Punkte geholt haben“.

Man müsse sehen: es sei erst das zweite Pflichtspiel gewesen, „wir spielen in der Abwehr solide, erarbeiten uns Chancen, wir schaffen es noch nicht Tore zu schießen, das ist das Problem“. Die Mannschaft „findet und entwickelt sich“, das sei positiv. Das Turnier sei in jedem Fall „eine super Erfahrung, die uns weiter bringt“. Der SVL sei „wettbewerbsfähig, wir waren phasenweise besser als Montpellier, müsse noch an ein paar Sachen arbeiten – das wird“.