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StartWirtschaftMAHLE nimmt Deutschlands derzeit größte photovoltaisch-thermische Anlage in Betrieb

MAHLE nimmt Deutschlands derzeit größte photovoltaisch-thermische Anlage in Betrieb

WirtschaftMAHLE nimmt Deutschlands derzeit größte photovoltaisch-thermische Anlage in Betrieb

MAHLE Werk in Vaihingen an der Enz macht seine Wärmeversorgung damit nahezu unabhängig von fossiler Energie

MAHLE hat Deutschlands derzeit größte photovoltaisch-thermische (PVT)-Anlage an seinem Standort in Vaihingen an der Enz vollständig in Betrieb genommen. Damit kann das Werk seinen bislang fossil gedeckten Wärmebedarf nahezu vollständig durch lokal erzeugte Solarwärme ersetzen. Die 2.000 Quadratmeter große Anlage besteht aus über 1.000 PVT-Hybridmodulen, einem Erdsondenfeld und einer Wärmepumpe. Neben Wärme erzeugt sie für den Standort auch Strom aus Solarenergie. Die Hybridmodule stammen vom Dresdner Start-up Sunmaxx. Bei der Entwicklung der Kühlplatten für die PVT-Module hat MAHLE seine im Automobilbereich etablierte Thermomanagement-Expertise eingebracht. Als Referenzprojekt für eine Industrieversorgung mit solar erzeugtem Strom und Wärme weckt die PVT-Anlage großes Interesse bei Unternehmen der Region.

„Mit unserer PVT-Anlage in Vaihingen schaffen wir einen einzigartigen Brückenschlag von ausgereifter Automobiltechnologie hin zu wegweisender Energietechnik und unterstreichen damit die konsequente Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie“, sagte Martin Wellhöffer, Mitglied der MAHLE Konzern-Geschäftsführung und verantwortlich für den Geschäftsbereich Thermal and Fluid Systems.

Mit mehr als 430 kWp elektrischer Leistung sowie prognostizierten 1.086 Megawattstunden (MWh) thermischer Energie pro Jahr deckt die Anlage nahezu den gesamten Wärmebedarf des Standorts. Dabei dient das Erdsondenfeld als saisonaler Wärmespeicher. Die im Sommer eingebrachte Wärme steht der Wärmepumpe im Winter als Wärmequelle zur Verfügung.

Auf der Rückseite der PVT-Module befinden sich die von MAHLE entwickelten Kühlplatten: Sie nehmen Wärme von den Solarzellen auf und begrenzen temperaturbedingte Leistungsverluste. Die Technologie kommt bereits in der Serienproduktion von MAHLE Komponenten für Elektrofahrzeuge zum Einsatz und wird nun erstmals zur Temperierung von PVT-Modulen eingesetzt.

Die Kühlplatte ist vollflächig thermisch an das PV-Modul angebunden. Dadurch wird die in den Solarzellen entstehende Wärme über die gesamte Fläche auf das Wärmeträgerfluid übertragen und kann anschließend genutzt werden. Im Vergleich zu herkömmlichen PVT-Modulen mit rückseitigem Lamellenwärmetauscher, die nur punktuell mit dem PV-Modul verbunden sind, ermöglicht die vollflächige thermische Anbindung der Kühlplatte, wie in Vaihingen im Einsatz, einen deutlich besseren Wärmeübergang und eine effizientere Nutzung der in den Solarzellen entstehenden Wärme. „Wir sind besonders stolz, diese zukunftsweisende Technologie hier am Standort aufgebaut zu haben – und das auf bestehenden Strukturen ohne Unterbrechung des laufenden Betriebs”, sagte Werkleiter Joachim Wulff.

Das MAHLE Werk in Vaihingen an der Enz wurde 1979 gegründet und beschäftigt rund 200 Mitarbeiter. Es ist das einzige europäische MAHLE Werk für Visco®-Produkte wie den Visco®-Lüfter und die Visco®-Pumpe. Dabei handelt es sich um Komponenten für die Motorkühlung, die ihre Leistung automatisch und stufenlos an den tatsächlichen Kühlbedarf des Motors anpassen und so zu Kraftstoffersparnis, geringerer Lärmemission und verlängerter Motorlebensdauer beitragen.


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