„Finale“ in der EgeTrans Arena

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von Bernhard Gaus

Bietigheim-Bissingen.| Die Nervenprobe für Spieler und Fans von Aufsteiger SG BBM Bietigheim geht weiter. Am Samstag (19 Uhr) soll in der heimischen EgeTrans Arena endlich der erste Heimsieg unter Dach und Fach gebracht werden. Mitaufsteiger VfL Potsdam reist mit frischem Selbstvertrauen nach Bietigheim-Bissingen.

Das hat schon Züge einer mentalen Geduldsprüfung für Iker Romero und seine Jungs. Ende Oktober 2024 feierten die Bietigheimer Handballer im Spiel bei der HSG Wetzlar ihren letzten doppelten Punktgewinn. Seitdem folgte eine Serie von 13 sieglosen Spielen. Zuhause holte der Aufsteiger in zehn Versuchen lediglich ein Unentschieden (gegen Hannover-Burgdorf) und liegt vor dem 23. Spieltag dennoch auf einem Nichtabstiegsplatz. Gleich nach der jüngsten 37:27-Niederlage beim VfL Gummersbach bläst der spanische Coach der SG BBM zum „Finale“. Gegen den Mitaufsteiger und Tabellenletzten Potsdam soll am Samstag vor den eigenen Fans endlich der Heimknoten platzen. Im Fall einer Niederlage könnten die Schwaben bei einem zeitgleichen Erfolg des HC Erlangen erstmals in dieser Saison unter den Strich und in die Abstiegszone rutschen.

Nach 19 punktlosen Spielen in Serie haben die Gäste aus Potsdam am 22. Spieltag ihren ersten Punktgewinn gefeiert und neues Selbstvertrauen getankt. Das 28:25 über den TVB Stuttgart wird in die Potsdamer Annalen als historisch eingehen, das Team von Emir Kurtagic feierte den ersten Sieg des Vereins in der höchsten deutschen Handballliga. Und plötzlich scheint auch der Klassenerhalt nicht mehr in so weiter Ferne zu sein. Mit zwei Nachholspielen in der Hinterhand geht das junge Team aus Brandenburgs Landeshauptstadt mit einer Kampfansage in die direkten Duelle am Tabellenende. „Wir spielen jetzt mit Bietigheim und Erlangen gegen zwei Mannschaften, die auch eher unten drinstecken. Wir nehmen die Power aus dem Spiel gegen Stuttgart mit und mal sehen, vielleicht sieht die Tabelle in zwei Spieltagen schon anders aus“, wird Vize-Kapitän Maxim Orlov zitiert.

Nach dem Aufstieg wird die enge Partnerschaft zwischen Potsdam und den Füchsen Berlin fortgeführt, aufgrund der gemeinsamen Ligazugehörigkeit jedoch mit anderen Mitteln. Emir Kurtagic folgte Meistertrainer Bob Hanning auf den Stuhl des Cheftrainer. Hanning hat als Sportlicher Leiter weiter die Gesamtverantwortung für das „Sportsystem Füchse Berlin / VfL Potsdam“. Mit Jannek Klein (früher Eulen Ludwigshafen) und Nicolas Paulnsteiner hat Potsdam zwei Spieler ausgeliehen, die beim Berliner Vize- Meister unter Vertrag stehen. Und eine ganze Reihe von jungen Spielern aus dem Talentschuppen der Füchse darf sich in dieser Saison beim VfL Potsdam beweisen.

Der 26:28-Hinspielerfolg läutete am 2. Spieltag den frühen Bietigheimer Höhenflug ein, die Jungs von Iker Romero ließen Siege in Eisenach und Wetzlar folgen. Auf eine ähnliche Wirkung, die ein Erfolgserlebnis gegen den Tabellenletzten entfachen könnte, hoffen die Schwaben auch im Rückspiel. In die Vorbereitung auf das Potsdam-Finale jedoch platzte die Verletzung von Dominik Claus, der sich im Training eine schwere Schulterverletzung zuzog. Der Ausfall des mit 62 Saisontoren hinter Jonathan Fischer (72) zweitbesten Feldtorschützen der SG BBM wiegt schwer. Alternativen für die rechte Rückraumposition neben Maximilian Hejny zu finden, das dürfte in dieser Woche ungeplant zu einem Trainingsschwerpunkt geworden sein. Es läuft auf den zeitweisen Einsatz eines dritten Rechtshänders im Rückraum hinaus. Spieler wie Tom Wolf, Fynn Nicolaus oder Kapitän Paco Barthe stehen auf der Kandidatenliste ganz oben.


Krystal Rivers beendet ihre aktive Volleyballkarriere

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Die Meistermacherin macht nach sieben Jahren in Stuttgart Schluss

Stuttgart.| Vor sieben Jahren als junge US-amerikanische Diagonalangreiferin nach Stuttgart gekommen, um sieben Jahre später als absoluter Volleyballstar die große Bühne zu verlassen. Krystal Rivers hat bei Allianz MTV Stuttgart Geschichte geschrieben und wird als beste Spielerin der Vereinsgeschichte in die Geschichte des Clubs eingehen.

Die mehrfache Meistermacherin Rivers, die 2018 aus Frankreich an den Neckar gewechselt war und von der damaligen Co-Trainerin Stuttgarts schönstem Sports, Tamari Miyashiro entdeckt und kontaktiert wurde, wird nach vier Meistertiteln, zwei DVV Pokalsiegen und zwei VBL Supercupsiegen eine märchenhafte Karriere bei Allianz MTV Stuttgart beenden und in das Leben nach der aktiven Karriere starten.

„Mein Weg im Volleyball war nicht ohne Hindernisse, vor allem was meine Gesundheit betrifft. Es gab Zeiten, in denen die Fortsetzung meiner Karriere unmöglich schien. Aber dank der tatkräftigen Unterstützung dieses Vereins, meiner Mannschaftskameraden, Trainer und unserer unglaublichen Fans konnte ich meine Spielerkarriere über das hinaus verlängern, was ich mir jemals vorgestellt hatte. Jetzt ist der Moment gekommen, meine aktive Karriere zu beenden. Diese Entscheidung ist mit einer Mischung aus Gefühlen verbunden: Dankbarkeit für alles, was mir dieser Sport gegeben hat, und Vorfreude auf das nächste Kapitel meines Lebens. Hier zu spielen hat mehr für mich bedeutet, als nur auf hohem Niveau Volleyball zu spielen. Es war mein Zuhause, meine Familie und der Ort, an dem ich einige der wichtigsten Momente meines Lebens erlebt habe. Durch Meisterschaften, Herausforderungen und unvergessliche Erinnerungen bin ich sowohl als Sportler als auch als Mensch gewachsen. Dafür werde ich für diese sieben unvergesslichen Jahre immer dankbar sein“, sagt Krystal Rivers zu ihrem nach der Saison verkündeten Karriereende.

Geschäftsführer Aurel Irion: „Ich glaube niemand hätte es für möglich gehalten, wenn er Krystals Geschichte kennt, dass sie in den vergangenen Jahren zur prägenden Figur in der Volleyball- Bundesliga geworden wäre. Ihre lange Krankengeschichte war und ist für sie Ansporn gewesen, die Beste zu sein. Alles zu geben. Für ihren geliebten Sport. Und für Allianz MTV Stuttgart. Ohne Krystal wäre „Stuttgarts Volleyball-Wunder“ in dieser Form nicht möglich gewesen. Sie hat uns auf ihre ganz eigene Weise gelehrt, was mit Ausdauer, Energie, dem Glaube an sich selbst und Disziplin alles möglich ist. Sie hat uns alle reifen lassen, um das zu haben, was einen Champion ausmacht. Die Erfolge der letzten Jahre tragen ihre Handschrift, keine springt höher, weiter und drischt den Ball in das gegnerische Feld. Noch nie hat eine Spielerin einen Club so geprägt wie Krystal Rivers. Allen Rufen aus dem Ausland zum Trotz war sie immer loyal zu ihrem Verein, seit sie 2018 aus Frankreich nach Stuttgart gekommen ist, nachdem Tama den Kontakt herstellte. Ich bin tief berührt und verneige mich vor ihrer Lebensleistung. Mit 30 Jahren hat Krystal nun selbst entschieden, dass es für ihren Körper und ihre Gesundheit an der Zeit ist, am Ende der Saison in den Ruhestand zu gehen. Sie wird in Stuttgart niemals vergessen werden, ihre Leistung, ihre Erfolge, ihre Persönlichkeit wird uns immer Ansporn sein, nie aufzugeben. Ich danke Dir ganz persönlich, Krystal, für Dein Engagement, für Deine Loyalität und Deine Leidenschaft.“

„Krystal hat Allianz MTV Stuttgart geprägt wie kaum eine andere Spielerin und hat maßgeblich zu den herausragenden Erfolgen der letzten Jahre beigetragen. Sie hat sich zu einer Identifikationsfigur im Volleyball entwickelt, die weit über die Grenzen der Stadt und unseres Vereins hinaus strahlt. Eine wie sie, gibt es nur ganz selten. Daher werden wir sie auf dem Feld aber auch abseits davon schmerzlich vermissen. Der gesamte MTV Stuttgart wünscht ihr aber nur das Beste für den nächsten Lebensabschnitt und ihre Zukunft, beruflich wie privat“, sagt Nico Helwerth, Präsident des MTV Stuttgart 1843 e.V.

Cheftrainer Konstantin Bitter: „Krys ist und war nicht nur eine der besten Spielerinnen in der Geschichte Stuttgarts, sondern hat sich in der Zeit hier zu einer absoluten Weltklasse Spielerin entwickelt, die es in dieser Dominanz in Deutschland nicht gegeben hat. Sie wurde regelmäßig MVP nicht nur in der Bundesliga, sondern gerade auch auf der europäischen Bühne gegen die besten Teams der Welt. Sie ist und war kaum zu stoppen. Selbst wenn man sich perfekt auf sie vorbereitet, ist es für jeden Gegner nur ganz schwer sie in den Griff zu bekommen. Durch ihr Spiel hat sie hier ganz klar neue Standards gesetzt, die kaum wieder zu erreichen sind. Aber es ist nicht nur das Resultat das sie täglich aufs Feld bringt, sondern es ist die Krystal als Spielerin, als Mensch mit ihrer ganzen Geschichte und allem was sie ausmacht, es ist die Krystal, die in jedem Training als absolutes Vorbild hinter jedem Ball hinterhergeht und sich niemals fürchtet, sich irgendwo zu verletzen, es ist die Krystal, die wenn sie trainiert und spielt immer 100% von sich auf dem Feld lässt und es ist die Krystal die zwar nicht immer viel spricht, aber immer die Ausstrahlung einer absoluten Führungspersönlichkeit auf dem Feld hat, die wir hier verabschieden. Ich bin mir sicher, sie wird ganz besonders hier in Stuttgart, aber auch in ganz Deutschland vermisst aber nie vergessen werden und ich wünsche ihr von ganzem Herzen den besten Start in ihr neues Leben und danke ihr für alles, was sie für den Volleyball in Deutschland geleistet hat.“


Stuttgarter Feuerwehr nterstützt Kameraden aus der Ukraine

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Übergabe von Feuerwehrfahrzeugen und Schutzkleidung an die Solidaritätspartnerstadt Chmelnyzkyj (Ukraine)

  • Übergabe von fünf Feuerwehrfahrzeugen und einem Anhänger
  • Mehrere hundert Sätze Schutzkleidung werden in der Ukraine weiterverwendet
  • Übergabe durch Ordnungsbürgermeister Dr. Clemens Maier, Feuerwehrkommandant Dr. Belge und den Leiter der Abteilung Außenbeziehung der Landeshauptstadt Stuttgart Dr. Frédéric Stephan
  • Einsatzkräfte des ukrainischen Katastrophenschutzes sind aktuell bei der Feuerwehr Stuttgart zu Gast

Stuttgart.| Sechs Vertreter des Katastrophenschutzes der Region Chmelnyzkyj haben am Donnerstag fünf Feuerwehrfahrzeuge, einen Anhänger und mehrere hundert Sätze Schutzkleidung entgegen- genommen. Die zwei Unimogs, zwei Mannschaftstransporter und ein LKW mit Ladekran inkl. Anhänger waren bei der Feuerwehr Stuttgart viele Jahre im Einsatz und sind zwischenzeitlich ausgemustert. Ebenfalls übergeben wurden 500 ausgemusterte Sätze Brandschutzkleidung und mehrere Garnituren Schnittschutzkleidung für Einsätze mit Kettensägen.

Die Übergabe erfolgte durch Ordnungsbürgermeister Dr. Clemens Maier, Feuerwehr- kommandant Dr. Georg Belge und den Leiter der Abteilung Außenbeziehungen der Landeshauptstadt Stuttgart Dr. Frédéric Stephan auf dem Gelände der Feuerwache 3 in Bad Cannstatt.

Im Rahmen der Übergabe sagte Dr. Maier am Donnerstag in Stuttgart: „In Gesprächen mit unserer Solidaritätspartnerstadt Chmelnyzkyj berichteten die Kollegen immer wieder von dem dringenden Bedarf nach Feuerwehrfahrzeugen. Umso dankbarer bin ich, heute sechs Feuerwehrfahrzeuge für die Überführung in die Ukraine übergeben zu können. Diese Unterstützung war aufgrund der guten und intensiven Zusammenarbeit der unterschiedlichen Fachbereiche innerhalb der Landeshauptstadt Stuttgart möglich. Ich danke allen beteiligten Mitarbeitenden und Entscheidungsträgern für ihr großes Engagement und wünsche den Einsatzkräften unserer Solidaritätspartnerschaft stets eine gesunde Rückkehr von ihren sehr gefährlichen Einsätzen.“

Zum Alltag von Einsatzkräften in der Ukraine sagte Dr. Belge: „Im Rahmen der Solidaritäts- partnerschaft zwischen Stuttgart und Chmelnyzkyj tauschen sich unsere Feuerwehren seit Ende 2023 regelmäßig aus. Die Berichte unserer ukrainischen Kollegen sind erschreckend und der Einsatzalltag für uns unvorstellbar hart und grausam. Die heutige Fahrzeugübergabe ist die Weiterführung unserer Unterstützungsmaßnahmen für die Menschen in Chmelnyzkyi. Diese Hilfe umfasste neben Fahrzeugen und Geräten auch Ausbildungsmaßnahmen im vergangenen Sommer.“

Dr. Stephan ergänzte: „Großer Dank gebührt der Feuerwehr Stuttgart. Die projektbezogene und bedarfsorientierte Unterstützung mit Feuerwehrfahrzeugen ist ein weiterer wichtiger Baustein unseres Engagements für unsere Solidaritätspartnerstadt Chmelnyzkyj. Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation der Ukraine, ist es gerade jetzt wichtig, weiterhin unsere Solidarität zu zeigen und die Unterstützung aufrecht zu erhalten, wie es viele andere deutsche Kommunen auch tun“.

Wie dringend das übergebene Material in der Ukraine gebraucht wird, unterstreicht Colonel Svirchuk, temporärer Leiter der Hauptabteilung des State Emergency Service of Ukraine in Chmelnyzkyj Region: „Wir sind unserer Solidaritätspartnerstadt Stuttgart sehr dankbar für die umfangreiche Unterstützung. Insbesondere die Feuerwehrfahrzeuge werden dringend benötigt, da wir immer wieder Verluste verzeichnen müssen. Die Schutzkleidung ist für unsere Einsatzkräfte bei den gefährlichen Einsätzen von hoher Bedeutung.“

Für die Übergabe sind eigens sechs Einsatzkräfte für zwei Tage in Stuttgart und werden in die neuen Fahrzeuge eingewiesen. Diese Einweisungen führen ehrenamtliche Einsatzkräfte von drei Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Stuttgart durch, bei denen die Fahrzeuge viele Jahre lang stationiert und im Einsatz waren. Während eines kleinen Rahmenprogramms kommen die Einsatzkräfte aus Chmelnyzkyj und Stuttgart in einen guten Austausch und berichten von ihren jeweiligen Arbeitsweisen und Herausforderungen.

Städtische Abteilungen arbeiten Hand in Hand

Für die projektbezogene Überlassung der Fahrzeuge waren zahlreiche rechtliche und organisatorische Vorkehrungen zu treffen, welche mehrere Monate Vorlauf benötigten. Bei der Umsetzung arbeiteten mehrere Abteilungen der Landeshauptstadt Stuttgart Hand in Hand. Die Abteilung Außenbeziehungen unterstützte die Kommunikation und Organisation mit der Stadt Chmelnyzkyj. Kolleginnen und Kollegen der KFZ-Zulassungsstelle organisierten das komplexe Verfahren der Zulassung und Ausstellung von Überführungskennzeichen. Und innerhalb der Branddirektion waren ebenfalls mehrere Abteilungen beteiligt. So fand unter der Federführung der Feuerwache 2 gemeinsam mit der Dienstkleiderkammer die Vorbereitung der Übergabe von ausgemusterter Einsatzkleidung an die Ukraine statt. Durch die Abteilung Technik wurden die Feuerwehrfahrzeuge für die Überfügung vorbereitet und in der Pressestelle liefen die organisatorischen Fäden zusammen.

Hintergrund zur Solidaritätspartnerschaft

Seit Beginn des russischen Angriffskrieges im Februar 2022 war es der Landeshauptstadt Stuttgart wichtig, Solidarität mit der Ukraine zu zeigen und das Land nicht nur temporär zu unterstützen, sondern eine langfristig ausgerichtete freundschaftliche Beziehung mit einer ukrainischen Stadt aufzubauen. Darunter fallen perspektivisch auch Maßnahmen, die im Zuge des Wiederaufbaus gebraucht werden. Die Landeshauptstadt Stuttgart hat die Stadt Chmelnyzkyj mit Unterstützung der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) für eine sogenannte „Solidaritätspartnerschaft“ identifiziert und gemeinsam mit der Landeshauptstadt Dresden beschlossen, eine trilaterale Partnerschaft einzugehen. Als stabile Grundlage hierfür hat der Stuttgarter Gemeinderat am 2. März 2023 einen formellen Beschluss gefällt. Die Vereinbarung über die Solidaritätspartnerschaft wurde am 5. März 2024 von Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper, Oberbürgermeister Dr. Oleksandr Symtschyschyn sowie Oberbürgermeister Dirk Hilbert feierlich unterzeichnet.

Ende 2023 fand auf Anfrage des Katastrophenschutzes der Region Chmelnyzkyj ein erster Fachaustausch in Stuttgart statt. Im Rahmen dieses Austausches übergab die Feuerwehr Stuttgart ausgemustertes Medizingerät für ein Kinderkrankenhaus in Chmelnyzkyj. Im Jahr 2024 fand eine Ausbildung für Einsatzkräfte aus der Region Chmelnyzkyj im Bereich der Ortung und Rettung von Verschütteten am TCRH in Mosbach statt. Die Hilfeleistungen orientieren sich stets an den gemeldeten Bedürfnissen der ukrainischen Kolleginnen und Kollegen. Koordiniert wird die Hilfe in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung Außenbeziehungen der Landeshauptstadt Stuttgart, welche die städtischen Hilfsmaßnahmen bündelt und koordiniert.


Demonstrationen in Stuttgart: Verkehrsbehinderungen am Samstag erwartet

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Stuttgart.| Die Stadtverwaltung rechnet mit erheblichen Verkehrsbehinderungen am Samstag, 22. März: So sind für die Innenstadt zwischen 13 und 17 Uhr mehrere Versammlungen im Bereich Stadtgarten geplant. Zudem sind Demonstrationszüge angemeldet, die Straßensperrungen erforderlich machen. Der genaue Verlauf der Demonstrationszüge ist noch in Abstimmung zwischen der Stadtverwaltung und dem Polizeipräsidium Stuttgart. Der Verlauf kann sich je nach Entwicklung der Lage ändern.

Klar ist: Die Beeinträchtigungen betreffen vor allem den Stadtgarten und Teilbereiche des City-Rings, insbesondere im Bereich Börsenplatz / Rotebühlpatz / Lautenschlager Straße und Theodor-Heuss-Straße.

Die Stadt bittet darum, am Samstagnachmittag den gesamten Innenstadtbereich einschließlich des City-Rings weiträumig zu umfahren, die Fahrten mit dem Auto zeitlich zu verschieben oder auf Stadtbahnen umzusteigen. Aufgrund der Sperrungen ist auch mit Änderungen im Busverkehr zu rechnen. Die Stadt- und S-Bahnen werden normal fahren.


Dürr und GROB vertiefen strategische Partnerschaft

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Produktionstechnologie für Batteriezellen

Bietigheim-Bissingen, 20. März 2025.| Dürr und GROB setzen ihre strategische Kooperation im Bereich Produktionstechnologie für Batteriezellen fort. Der dritte Gründungspartner, der Maschinenbauer Manz, ist ausgestiegen. Dürr und GROB bieten durch die Weiter- und Neuentwicklung ihrer Technologien für die Batteriezellenfertigung auch zukünftig nahezu die gesamte Wertschöpfungskette aus europäischer Hand an.

Im September 2022 hatten die Dürr AG, die GROB-WERKE GmbH & Co.KG und die Manz AG die strategische Kooperation zur gemeinsamen Akquise und Bearbeitung von Projekten zur Ausrüstung kompletter Batteriefabriken geschlossen. Auch nach dem Ausstieg von Manz bleibt es das Ziel der Partnerschaft, sich gemeinsam als Systemanbieter von Batterieproduktionsanlagen in Europa und Nordamerika zu etablieren. Kunden bietet sich damit eine leistungsstarke Alternative zu den bisher meist aus Asien stammenden Ausrüstern.

Dürr und GROB haben im vergangenen Jahr ihre Maschinen- und Anlagenportfolios zur Fertigung von Batteriezellen erweitert und leistungsfähiger gemacht. Prozessschritte, die bisher Manz abgedeckt hatte, können die beiden verbleibenden Partner übernehmen.

Die strategische Kooperation fokussiert sich auf den Automobilsektor und den Markt für stationäre Batteriespeicher, in denen eine deutlich wachsende Nachfrage zu verzeichnen ist. Stationäre Speicher nehmen überschüssige Energie aus Sonnen- und Windkraft auf, sodass Schwankungen in der Stromversorgung ausgeglichen werden können. Außerdem dienen sie als Heimspeicherlösungen für Solarstrom aus privaten Anlagen.

Obwohl die Elektromobilität aktuell langsamer voranschreitet als erwartet, lässt sie den Bedarf an Batterieproduktionstechnik stark steigen. Mehrere Batterie- und Automobilproduzenten in Europa investieren deshalb in Batteriefabriken. Sie bauen eigene Fertigungskapazitäten auf, statt wie bisher fast ausschließlich Batteriezellen aus Asien zuzukaufen.

Weniger Energie- und Rohstoffverbrauch

Die Kooperation von Dürr und GROB zielt darauf ab, den Energieverbrauch bei der Zellfertigung zu minimieren und die Qualität der produzierten Batteriezellen zu steigern. „Das erreichen wir zum einen durch die hohe Verfügbarkeit unserer automatisierten Maschinen und Anlagen und zum anderen durch ein durchgängiges Digitalisierungskonzept, mit dem unsere Kunden sämtliche Produktionsschritte überwachen können“, erklärt Dr. Jochen Weyrauch, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG.

Im Dezember erhielt Dürr vom italienischen Batteriehersteller FIB einen Großauftrag und wird im Werk in Teverola nahe Neapel ein schlüsselfertiges System zur Elektrodenbeschichtung installieren. Die Anlage ist für die Produktion von Lithium-Ionen-Batteriezellen mit einer Gesamtleistung von 8 Gigawattstunden pro Jahr ausgelegt.

Die Kooperationspartner setzen bereits erste Projekte gemeinsam um. So beliefern Dürr und GROB beispielsweise einen europäischen Zellhersteller mit Maschinen zur Herstellung von leistungsstarken Batteriezellen. Dürr installiert Anlagen zur klassischen Nassbeschichtung von Elektroden, was dem aktuellen Stand der Technik entspricht, und plant eine Pilotanlage für die effiziente und nachhaltige Trockenbeschichtung. GROB liefert die komplette Zellassemblierung auf Basis der innovativen Laminationstechnologie, die eine deutliche Steigerung der Produktionsgeschwindigkeit und damit niedrige Herstellkosten ermöglicht.

„Die Kooperation Dürr-GROB steht für höchste Qualität und Zuverlässigkeit im Maschinen- und Anlagenbau. Unsere Anlagen erfüllen nachweislich die Anforderungen und Spezifikationen der weltweiten Batteriezellproduzenten“, sagt German Wankmiller, Vorsitzender der Geschäftsführung der GROB-Gruppe. GROB arbeitet mit mehreren namhaften Zellherstellern an der Entwicklung von Produktionsanlagen.


Geistig fit bleiben – mit 10 Maßnahmen Demenz vorbeugen

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Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit und Deutsche Alzheimer Gesellschaft stellen neues Informationsangebot für Fachkräfte vor

Köln.| Rund 1,8 Millionen Menschen in Deutschland leben mit einer Demenz. Noch ist die Krankheit nicht heilbar, durch einen gesunden Lebensstil kann das Risiko einer Demenz jedoch deutlich verringert werden. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) und die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz (DAlzG) haben dazu das neue Informationsangebot „Geistig fit bleiben – mit 10 Maßnahmen Demenz vorbeugen“ für Fachkräfte entwickelt. Sie sollen in den Veranstaltungen Menschen mittleren und höheren Alters darüber informieren, was sie tun können, um ihr persönliches Demenzrisiko zu reduzieren.

Das Angebot umfasst eine PowerPoint-Präsentation sowie ein begleitendes Manual, das interessierten Fachkräften nach einer Qualifikationsprüfung durch die Deutsche Alzheimer Gesellschaft zur Verfügung gestellt wird. Es richtet sich beispielsweise an lokale Alzheimer-Gesellschaften, Selbsthilfegruppen, Pflegestützpunkte, Seniorenbüros und weitere Institutionen. Sie können das Angebot nutzen, um eigenständig Aufklärungsveranstaltungen zu organisieren. Die Teilnehmenden erhalten am Ende eine Postkarte mit 14 Präventionsbotschaften und sind über die positiven Effekte eines gesunden Lebensstils auf das Risiko einer Demenz informiert.

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Wir kennen 14 Risikofaktoren für Demenz – darunter Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht, Schwerhörigkeit, Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum. Unser neues Informationsangebot hilft Fachkräften dabei, entsprechende Aufklärungsveranstaltungen anzubieten. Darüber hinaus unterstützen wir die Bürgerinnen und Bürger mit unserem Rauch-Ausstiegsprogramm, unserer Kampagne ‚Alkohol? Kenn dein Limit.‘ oder mit Online-Bewegungsangeboten für Ältere dabei, ein gesünderes Leben zu führen und damit ihr Demenz-Risiko zu mindern.“

Saskia Weiß, Geschäftsführerin der Deutschen Alzheimer Gesellschaft: „Demenz-Prävention ist für uns ein sehr wichtiges Thema, und wir haben in einer Pilotphase des Projekts bereits feststellen können, dass es auch die Menschen vor Ort sehr interessiert. Wir sind sicher, dass wir mit diesem Format viele Menschen erreichen und für die positiven Effekte eines gesunden Lebensstils sensibilisieren können. Qualifizierte Multiplikatorinnen und Multiplikatoren erhalten von uns den 90-minütigen Vortrag ‚Geistig fit bleiben – mit 10 Maßnahmen Demenz vorbeugen‘ in Form einer PowerPoint-Präsentation sowie ein begleitendes Manual mit Sprechtexten, Hinweisen zur Durchführung und Textbausteinen zur Bewerbung der Veranstaltung. Wir hoffen, dass viele davon Gebrauch machen.“

Wer die Informationsveranstaltung „Geistig fit bleiben – mit 10 Maßnahmen Demenz vorbeugen“ anbieten möchte, kann eine Mail an [email protected] senden und das Paket unter Angabe des eigenen Hintergrunds und der Demenzkenntnisse bei der DAlzG anfordern.

Das neue Informationsangebot ist eingebettet in die Nationale Demenzstrategie der Bundesregierung. Gemeinsam mit der DAlzG und dem Zentrum für Gedächtnisstörungen der Universitätsklinik Köln hat das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit fünf Faltblätter der Reihe „kompakt.“ zu verschiedenen Aspekten von Demenz sowie ein Internetmodul auf der Website des Programms „Gesund und aktiv älter werden“ entwickelt. Diese Materialien sind kostenlos unter www.gesund-aktiv-aelter-werden.de und im Shop des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit bestellbar.


SG BBM: Dominik Claus mit schwerer Verletzung

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Bietigheim-Bissingen.| Rückraumspieler Dominik Claus hat sich schwer an der Schulter verletzt und fällt für die kommenden Monate aus.

Der 29-jährige Leistungsträger der Bietigheimer Bundesligahandballer hat sich im Training am Montagabend bei einer unglücklichen Aktion die Schulter ausgekugelt. Claus wurde noch in der Halle von den Rettungssanitätern versorgt und anschließend im Klinikum Bietigheim von Chefarzt Dr. Gronwald und seinem Team behandelt. Eine genauere medizinische Untersuchung bestätigte, dass Claus in den kommenden Monaten aussetzen muss. Weitere Informationen folgen, sobald der Heilungsverlauf genauer absehbar ist.

„Das Wichtigste ist die Gesundheit von Dominik. Er ist nicht nur einer unserer wichtigsten Spieler, sondern insbesondere auch ein toller Mensch, dem ich es von Herzen wünsche, dass er bald wieder gesund ist. Wir werden ihn auf dem Genesungsweg jedenfalls bestmöglich unterstützen. In diesem Zuge gilt unser großer Dank auch Dr. Gronwald und seinem Team für die schnelle und professionelle Versorgung“, so SG-Geschäftsführer Bastian Spahlinger.

Die SG BBM Bietigheim muss nun ohne den erfahrenen Rückraumrechten in die entscheidenden Saisonspiele gehen und den Ausfall von Claus bestmöglich kompensieren. „Wir werden alle ein Stück weiter zusammenrücken und jeder muss noch ein paar Prozente mehr aus sich herauskitzeln. Ich habe volles Vertrauen in meine Jungs, dass wir das gemeinsam packen – auch für Dominik“, sagt Chefcoach Iker Romero.


WürttKranken: Auszeichnung für „Mein Vitalbudget“

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Die Württembergische Krankenversicherung AG (WürttKranken) ist Preisträgerin beim Wettbewerb um die Goldenen Bullen. Diese gehören seit vielen Jahren zu den wichtigsten Auszeichnungen der deutschen Finanz-, Wirtschafts- und Bankenszene. In der Kategorie Vorsorgeprodukt des Jahres kam sie mit ihrer Krankenzusatzversicherung „Mein Vitalbudget“ auf Platz 3.

Diese Tage wurden die Goldenen Bullen 2025 für herausragende Leistungen in der Finanzwirtschaft verliehen. Hierfür ermittelt die Redaktion des Fachmagazins Euro einmal im Jahr gemeinsam mit Expertinnen und Experten die Gewinnerinnen und Gewinner in 17 Kategorien. Dazu zählen beispielsweise Fondsspezialisten des Jahres, Online-Broker des Jahres, Finanzberater des Jahres, die Versicherungsinnovation des Jahres und das Vorsorgeprodukt des Jahres.

Die WürttKranken gehen mit ihrer im September 2024 eingeführten Krankenzusatzversicherung „Mein Vitalbudget“ für den Wettbewerb um das Vorsorgeprodukt des Jahres ins Rennen. Hierfür konnten ausschließlich Produkte mit neuen oder entscheidend modifizierten Angeboten aus den Bereichen Kranken- und Lebensversicherung eingereicht werden. Bewertet wurden die Produkte nach Innovation und Kundennutzen. Hierbei konnte das Vitalbudget als Produkt mit einem neuartigen Ansatz überzeugen und wurde dafür – hinter zwei mit den Plätzen 1 und 2 prämierten Produkten von Lebensversicherern – mit dem dritten Platz ausgezeichnet. In der Begründung hieß es, das Produkt biete den Kundinnen und Kunden maximale Flexibilität, da sie ihre Gesundheitsleistungen im Rahmen des festen Budgets frei zusammenstellen könnten.

Dr. Jonas Eickholt, Vorstand der WürttKranken: „Die Auszeichnung zeigt, dass wir mit unserem Vitalbudget die richtige Produktlösung für die sich wandelnden Kundenwünsche entwickelt haben.“

Beim Vitalbudget entscheiden die Kundinnen und Kunden selbst, welches Budget pro Jahr für sie das Passende ist: Zur Wahl stehen 600 Euro und 1.200 Euro. Das jeweilige Budget kann die Versicherten nach den eigenen Wünschen verwenden und genau die Leistungen in Anspruch nehmen, die sie individuell benötigen. Die Kosten werden bis zur festgelegten, jährlich wiedernutzbaren Budgethöhe erstattet. Der Leistungskatalog der Württembergischen umfasst unter anderem umfangreiche Vorsorgeuntersuchungen inklusive zertifizierter Präventionskurse, Zahnprophylaxe, Sehhilfen, Naturheilverfahren inklusive Osteopathie, Schutzimpfungen und freie Krankenhauswahl. Vielfältige Gesundheitsservices ergänzen das Vitalbudget zum Beispiel um Vorsorge-Check-Ups, Online-Sprechstunde und 24-Stunden-Gesundheitstelefon. Nutzerinnen und Nutzer der W&W-Kundenportal-App erhalten außerdem ihre Leistungsabrechnung während der Servicezeiten innerhalb von 24 Stunden. Den Kundinnen und Kunden stehen weiterhin die leistungsstarken Einzeltarife des Unternehmens für maßgeschneiderten Versicherungsschutz zur Verfügung. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, das Vitalbudget mit ausgewählten Einzeltarifen bedarfsgerecht zu kombinieren.

Bereits kurz nach ihrer Einführung erhielt die Krankenzusatzversicherung den Assekuranz Award 2024 der Mein-Geld Mediengruppe sowie jüngst die Auszeichnung als „Produkt des Monats“ durch Focus Money Versicherungsprofi.


Moderner Kunstrasenplatz für Scharnhausen

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Ostfildern.| Die Sportanlage im Körschtal wird zukunftsfähig gemacht: Der sanierungsbedürftige Rasenplatz weicht einem modernen Kunstrasenplatz. Der Gemeinderat hat beschlossen, die Spielfläche zu erneuern, um eine zuverlässige Nutzung unabhängig von Witterungseinflüssen zu gewährleisten.

Der bisherige Rasenplatz ist aufgrund seiner Lage und baulichen Mängel nicht mehr für den regelmäßigen Spielbetrieb geeignet. Besonders problematisch sind die starken Vernässungen, also eine übermäßige Durchfeuchtung des Bodens, die das Versickern und Abfließen von Wasser erschwert, sowie die unzureichende Drainage. Bei starken Regenfällen kommt es regelmäßig zu Sperrungen. Zudem gefährdet die Auskolkung – eine erosionsbedingte Bodenabtragung durch fließendes Wasser – das Fundament eines Flutlichtmasts.

Bessere Bedingungen für den Sportbetrieb

Um die Bedingungen für den Sportbetrieb nachhaltig zu verbessern, wird der neue Kunstrasenplatz um 90 Grad gedreht und mit erweiterten Sicherheitsräumen angelegt. Die Bauweise entspricht den aktuellen DIN-Normen für Sportplätze und wurde in enger Abstimmung mit dem TSV Scharnhausen geplant. Die Bauarbeiten sollen in diesem Jahr zwischen Mai und September erfolgen. Den Auftrag für die Umsetzung erhielt die Firma Erhard Gfrörer & Sohn Schotterwerk GmbH & Co. KG. Die Kosten belaufen sich auf 1.022.983 Euro.

Mit der Neugestaltung des Platzes wird nicht nur die langfristige Nutzbarkeit der Sportanlage gesichert, sondern auch der Pflegeaufwand reduziert. Der Kunstrasenplatz sorgt zudem für eine ganzjährige Bespielbarkeit – unabhängig von Wetterbedingungen.


UV-Schutz: Bereits im Frühling ein Muss!

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Tagesaktueller UV-Index hilft beim Schutz vor Hautkrebs

Bonn (sts).| Durch den Klimawandel sind die Frühlingsmonate deutlich sonnenreicher und wärmer als früher. In der Folge steigt auch die Intensität krebserregender UV-Strahlung. Um Hautkrebs vorzubeugen, ist richtiger UV-Schutz daher bereits jetzt wichtig. Die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) empfehlen dafür den täglichen Blick auf den UV-Index (UVI). Dieser gibt die UV-Strahlungsstärke an und informiert, ob Schutz notwendig ist. Der UVI ist über Wetter-Apps und die Website des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) abrufbar.

Steigende UV-Strahlungsbelastung

Der Klimawandel belastet die menschliche Gesundheit bereits heute spürbar. Neben Extremwetter-Ereignissen trifft dies auch auf die Intensität der ultravioletten Strahlung der Sonne zu. Diese ist bundesweit in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen, wie Messungen des BfS zeigen. Auch die Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bestätigen einen kontinuierlichen Anstieg der Sonnenstunden im Frühjahr.

UV-Strahlen schädigen Erbgut 

Treffen UV-Strahlen auf die Haut, schädigen sie dort unmittelbar das Erbgut der Hautzellen. „Zellschäden entstehen bereits, bevor sich die Haut rötet oder juckt. Der Körper erkennt und behebt diese Schäden bis zu einem gewissen Grad“, erklärt Professor Dr. Eckhard Breitbart, Vorsitzender der ADP. „Ist die UV-Strahlungsbelastung jedoch zu hoch, bleiben die Zellen dauerhaft geschädigt und das Hautkrebsrisiko steigt.“ Derzeit erkranken jährlich rund 336.000 Menschen in Deutschland neu an Hautkrebs, 44.700 davon am malignen Melanom. Dieses gilt als besonders gefährlich, da es schnell Tochtergeschwulste bildet.

UV-Index als Alltagshilfsmittel

Der Mensch kann UV-Strahlen nicht wahrnehmen. Orientierung im Alltag bietet der UVI. Dieses international gültige Maß zeigt auf einer nummerierten Farbskala die Stärke der UV-Strahlung an. „Schützen Sie sich ausreichend vor intensiver UV-Strahlung und senken Sie so langfristig ihr Hautkrebsrisiko“, rät Dr. Franz Kohlhuber, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. „Bereits ab einem UV-Index von 3, der aktuell häufig erreicht und überschritten wird, ist schützende Kleidung, eine Kopfbedeckung, Sonnenbrille und Sonnencreme empfehlenswert.“

UV-Schutz zielgruppengerecht vermittelt

Seit über drei Jahrzehnten sensibilisieren die Deutsche Krebshilfe und die ADP die Bevölkerung zielgruppenspezifisch dafür, wie Hautkrebsprävention im Alltag gelingt. Aktuell erfolgt dies insbesondere durch zwei relevante Kooperationsprojekte, die weitestgehend von der Deutschen Krebshilfe finanziert werden: Das bundesweite Programm „Clever in Sonne und Schatten“ erreicht Kinder und Erwachsene in den Lebenswelten Kindertagesstätte, Grund- und Berufsschule, Sportverein sowie Arztpraxis. „Watch out“ hingegen informiert Menschen an Orten der Freizeit, an Küsten und in Höhenregionen, über angemessenen Sonnenschutz. Mehr Informationen finden Interessierte auf der Internetseite der Deutschen Krebshilfe unter www.krebshilfe.de/uv-schutz.