DB bereitet in Stuttgart den zukünftigen digitalen Zugbetrieb vor

So bleiben Fahrgäste während der Sperrung der S-Bahn-Stammstrecke mobil

  • Bauarbeiten machen keine Ferien: Die Deutsche Bahn sperrt auch in diesem Sommer den Innenstadttunnel in Stuttgart komplett für den S-Bahn-Verkehr innerstädtischen S-Bahn-Stationen weiter
  • Zwischen Stuttgart Hauptbahnhof und Böblingen fahren Regionalexpress-Züge im Pendelverkehr

Stuttgart.| Die Deutsche Bahn (DB) setzt in diesem Sommer die Arbeiten für den zukünftigen digitalen Zugbetrieb auf der Stammstrecke der S-Bahn in Stuttgart fort. Die in Baden-Württemberg meistbefahrenste Verbindung wird als Teil des bundesweiten Pilotprojekts Digitaler Knoten Stuttgart (DKS) mit dem European Train Control System (ETCS) ausgerüstet. Fahrgäste profitieren dadurch in Zukunft von mehr und zuverlässigeren Zugfahrten. Neben dem Einbau der modernen Leit- und Sicherungstechnik arbeitet die DB auch weiterhin am Anschluss der neuen Station Mittnachtstraße an die S-Bahn-Stammstrecke. Über den neuen S-Bahn-Tunnel, der im Rahmen von Stuttgart 21 (S21) gebaut wurde, wird der von der Landeshauptstadt Stuttgart geplante Stadtteil Rosenstein an die S-Bahn angebunden. Dort sollen Wohnungen für rund zehntausend Menschen entstehen.

Von Samstag, 26. Juli, 1.30 Uhr, bis Samstag, 6. September 2025, 3.30 Uhr: Im fünften Jahr in Folge sperrt die DB während der Sommermonate die innerstädtische Tunnelstrecke zwischen den Stuttgarter S-Bahn-Stationen Hauptbahnhof (tief) und Vaihingen. Die DB bündelt die Arbeiten zur Digitalisierung des Zugbetriebs in diesem Jahr mit Baustellen für die spätere Anbindung von neuen S21-Strecken an bestehende Gleise. Im Bahnhof Stuttgart-Bad Cannstatt nutzt die DB den gesamten Zeitraum vom 26. Juli bis zum 6. September für Gründungs- und Oberleitungsarbeiten sowie für die Anpassung der Bahnsteige an den Gleisen. 1 bis 4. Vom 25. August bis zum 6. September ist zusätzlich die S-Bahn zwischen Stuttgart Feuerbach und Stuttgart Nordbahnhof wegen Arbeiten an der Oberleitung unterbrochen. Aufgrund der vielen Arbeiten ist in diesem Jahr eine Bündelung aller Maßnahmen in den Sommerferien (31. Juli – 13. September) nicht möglich.

Die DB bittet Reisende, sich vor Fahrtantritt zu informieren und empfiehlt dazu die elektronischen Fahrplanauskünfte auf bahn.de oder in der App DB Navigator. Die Fahrzeiten sind überwiegend länger. Auf vielen Verbindungen wird ein Umsteigen notwendig. Alle wichtigen Informationen hat die S-Bahn Stuttgart für ihre Fahrgäste auf der Webseite stammstrecke.info zusammengestellt.

DB ergänzt S-Bahn-Verkehr mit Regionalexpress-Zügen im Pendelverkehr

Für sechs Wochen fahren die S-Bahnen – wie auch schon in den vergangenen Jahren – die Stuttgarter Stationen Hauptbahnhof (tief), Stadtmitte, Feuersee, Schwabstraße, Universität und Österfeld nicht an. Zentraler Punkt im Liniennetz der S-Bahn ist Stuttgart Hauptbahnhof (oben). Die S-Bahnen fahren von den Gleisen 1 bis 5. Weil es hier nur begrenzten Platz gibt und zudem die S-Bahnen in dem Kopfbahnhof die Fahrtrichtung wechseln müssen, fahren auf allen Linien die S-Bahnen im Halbstundentakt – weitgehend zu den gewohnten Zeiten.

Zwischen Stuttgart Hauptbahnhof und Böblingen fahren im Pendelverkehr moderne Regionalexpress-Züge (RE-Pendel) jeweils mit Halt in Stuttgart-Vaihingen. Alle zwei Stunden ergänzen die Züge des Regionalverkehrs zwischen Stuttgart Hauptbahnhof und Rottweil bzw. Freudenstadt die Fahrten. Diese Züge halten dafür zusätzlich auch in Stuttgart-Vaihingen.

Zwischen Fellbach, Stuttgart-Bad Cannstatt und Stuttgart Hauptbahnhof werden die S-Bahnen der Linie S2 über die Gleise für den Fern- und Regionalverkehr umgeleitet, da im Bahnhof Bad Cannstatt die Gleise 1 bis 4 für den Zugverkehr gesperrt sind. Dadurch entfallen in beide Richtungen die Haltestellen Stuttgart-Sommerrain und Stuttgart Nürnberger Straße. Die Züge der S3 wenden sich in Fellbach. Vom Bahnhof Bad Cannstatt können außerdem in der Fahrtrichtung nach Esslingen (Neckar) die beiden S-Bahn-Stationen Stuttgart Neckarpark und Stuttgart-Obertürkheim nicht von den S-Bahnen der S1 angefahren werden, weil auch hier die S-Bahnen auf den Gleisen der Fernbahn fahren. Alle S-Bahnen fahren im Bahnhof Bad Cannstatt abweichend von den Bahnsteigen der Gleise 5 bis 8 ab. Die Bahnsteige wurden zuvor durch Bauarbeiten erhöht, um den Halt der S-Bahnen für das Ein- und Aussteigen der Fahrgäste zu ermöglichen. Vom 25. August bis zum 6. September werden die S-Bahnen der Linien S4 und S5 zwischen Kornwestheim und Stuttgart Hauptbahnhof (oben) über die Gleise des Fern- und Regionalverkehrs umgeleitet. Dadurch halten die S-Bahnen in beide Richtungen nicht an den Stationen Stuttgart-Feuerbach und Stuttgart Nordbahnhof. Die Züge der S6 wenden sich in dieser Zeit in Stuttgart-Feuerbach.

Die Linienübersicht der S-Bahnen im Einzelnen:

– S1 Kirchheim (Teck)–Stuttgart Hauptbahnhof (oben) und
– S1 Stuttgart-Vaihingen–Herrenberg

Die S-Bahnen der Linie S1 fahren aufgeteilt in zwei Linienabschnitte: Kirchheim (Teck)–Stuttgart Hauptbahnhof (oben) und Stuttgart-Vaihingen–Herrenberg. Die S1-Züge von Stuttgart Hauptbahnhof (oben) nach Kirchheim (Teck) halten nicht an den Stationen Stuttgart Neckarpark und Stuttgart-Obertürkheim. In Stuttgart-Untertürkheim halten diese Züge abweichend an Gleis 6. In der Gegenrichtung von Kirchheim (Teck) nach Stuttgart Hauptbahnhof (oben) fahren die S1-Züge an der Station Stuttgart Neckarpark abweichend nach Gleis 3.

– S2 Schorndorf–Stuttgart Hauptbahnhof (oben)
– S2 Stuttgart-Vaihingen–Filderstadt über Flughafen/Messe

Die S-Bahnen der Linie S2 fahren aufgeteilt in zwei Linienabschnitte: Schorndorf–Stuttgart Hauptbahnhof (oben) und Stuttgart-Vaihingen–Filderstadt über Flughafen/Messe. Zwischen Schorndorf und Hauptbahnhof (oben) halten die S2-Züge in beide Richtungen nicht in Stuttgart-Sommerrain und Stuttgart Nürnberger Straße.

Als Ersatz für die Unterbrechungen bei den Linien S1 und S2 zwischen Stuttgart Hauptbahnhof (oben) und Stuttgart-Vaihingen nutzen die Fahrgäste entweder den RE-Pendel Stuttgart–Böblingen–Stuttgart, der jeweils in Vaihingen hält, oder die Züge der Linien RE14a/RE14b Stuttgart Hauptbahnhof (oben)–Rottweil/Freudenstadt und zurück. Diese Züge halten in beiden Richtungen alle zwei Stunden zusätzlich in Vaihingen.

– S3 Backnang–Fellbach

Die S-Bahnen der Linie S3 beginnen und enden vorzeitig in Fellbach. Zwischen Backnang, Winnenden, Waiblingen und Stuttgart Hauptbahnhof können Fahrgäste auf Züge des Regionalverkehrs ausweichen. Aufgrund der Bahnbauarbeiten in der Region kommt es auch bei diesen Zügen zu Einschränkungen im Angebot.

– S4 Backnang/Marbach (Neckar)–Stuttgart Hauptbahnhof (oben)

Die S-Bahnen der Linie S4 beginnen und enden in Stuttgart Hauptbahnhof (oben).

– S5 Bietigheim-Bissingen–Stuttgart Hauptbahnhof (oben)

Die S-Bahnen der Linie S5 beginnen und enden in Stuttgart Hauptbahnhof (oben).

Vom 25. August bis zum 6. September 2025 halten die Züge der S4 und S5 in beiden Fahrtrichtungen nicht an den Stationen Stuttgart-Feuerbach und Stuttgart Nordbahnhof. Bei den Fahrten vom Stuttgarter Hauptbahnhof (oben) sowohl in Richtung Marbach (Neckar) als auch in Richtung Bietigheim ist der Zugang zum Bahnsteig in Stuttgart-Zuffenhausen nicht barrierefrei.

– S6 Weil der Stadt–Stuttgart Hauptbahnhof (oben)

Die S-Bahnen der Linie S6 beginnen und enden in Stuttgart Hauptbahnhof (oben). Zusammen mit der S60 ergibt sich von Montag bis Samstag im Linienabschnitt zwischen Renningen und Stuttgart-Zuffenhausen der gewohnte, tagsüber durchgängige 15-Minuten-Takt.

– S60 Böblingen–Renningen/Stuttgart-Feuerbach

Die S-Bahnen der Linie S60 fahren von Montag bis Samstag zwischen Böblingen und Stuttgart-Feuerbach. In Stuttgart-Feuerbach halten die S60-Züge am neu gebauten Bahnsteig Gleis 1a. An den Sonntagen pendelt die S60 zwischen Böblingen und Renningen.

Vom 25. August bis zum 6. September 2025 ist die Verbindung zum Hauptbahnhof unterbrochen. Deshalb fahren die Züge der S6 zwischen Weil der Stadt und dem neu gebauten Bahnsteig Gleis 1a in Stuttgart-Feuerbach. Zwischen Stuttgart-Feuerbach und Stuttgart Hauptbahnhof (Arnulf-Klett-Platz) fahren die Stadtbahnen der Linie U6 der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB), auf die Fahrgäste alternativ ausweichen können. Die S-Bahnen der Linie S60 fahren dann von Montag bis Samstag zwischen Böblingen und Stuttgart-Zuffenhausen. Von und nach Stuttgart Nordbahnhof fahren die Stadtbahnen der Linie U12 der SSB. Alternativ können Fahrgäste auch mit den Stadtbahnen der Linien U6, U7 und U15 an der Haltestelle Löwentorbrücke ausweichen.

– Pendelverkehr mit Regionalexpress-Zügen Stuttgart Hauptbahnhof–Böblingen

Zwischen Stuttgart Hauptbahnhof (oben) und Böblingen fährt als Konnektivität zum einen stündlichen Pendelverkehr mit Regionalexpress-Zügen (RE-Pendel), die jeweils in beide Richtungen in Stuttgart-Vaihingen halten. Die Fahrten werden alle zwei Stunden ergänzt von den Regionalexpress-Zügen der Linien RE14a/RE14b Stuttgart Hauptbahnhof (oben)–Rottweil/Freudenstadt. Die Züge halten ebenfalls in beide Richtungen in Stuttgart-Vaihingen und bieten damit zum anderen weitere Anbindungen.

Die Züge der Expresslinie S62 Weil der Stadt–Stuttgart-Zuffenhausen fahren zwischen 28. Juli und 5. September nicht. Fahrgäste weichen auf die Züge der Linien S6 und S60 aus. Im gleichen Zeitraum fielen auch die Züge der Linie RB11 Stuttgart-Untertürkeim–Kornwestheim aus. Fahrgäste fahren alternativ mit den Zügen der Linien S1 und S4/S5 jeweils mit Umstieg am Stuttgarter Hauptbahnhof.

Die S-Bahnen der Linien S1 bis S6 fahren während der Sperrung der S-Bahn-Stammstrecke jeweils tagsüber durchgängig mit maximal möglicher Zuglänge mit drei S-Bahn-Fahrzeugen.

Besserer Anschluss zwischen S- und Stadtbahn mit neuem Feuerbach-Bahnsteig

Für mehr Flexibilität und bessere Qualität im Schienenknoten Stuttgart hat der Verband Region Stuttgart (VRS) als Aufgabenträger der S-Bahn rund sieben Millionen Euro in einen Neubau des Bahnsteigs an Gleis 1a im Bahnhof Stuttgart-Feuerbach investiert. Zum einen wurde der Bahnsteig auf rund 220 Meter verlängert. Damit können S-Bahnen mit maximaler Zuglänge bestehend aus drei S-Bahn-Fahrzeugen dort halten. Zum anderen wurde der Bahnsteig auf 96 Zentimeter über Schienenoberkante erhöht, so dass der Ein- und Ausstieg für Fahrgäste dadurch stufenlos ist. Zusätzlich hat die DB das Gleis für den S-Bahn-Betrieb elektrifiziert.

Darüber hinaus profitieren S-Bahn-Fahrgäste bereits während der Sperrung der S-Bahn-Stammstrecke in diesem Jahr von einem verbesserten Anschluss zwischen S-Bahnen und Stadtbahnen am Bahnhof Feuerbach. Insbesondere wenn ab 25. August die S-Bahn-Verbindung zum Hauptbahnhof unterbrochen ist und die S-Bahnen Feuerbach auf den üblichen Gleisen nicht anfahren, können Fahrgäste durch das Halten am neuen Gleis 1a dennoch auf die Stadtbahnen umsteigen und zwischen Feuerbach und Hauptbahnhof auf die Züge der Linie U6 ausweichen. Ab Montag, 8. September 2025, fahren dann die Züge der Expresslinie S62 planmäßig zwischen Weil der Stadt und Stuttgart-Feuerbach.

Busse fahren die S-Bahn-Stationen entlang der Stammstrecke an

Während der Bauarbeiten fahren Busse die innerstädtischen S-Bahn-Stationen entlang der Stammstrecke an. Die Busse sind als Schienenersatzverkehr (SEV) besonders gekennzeichnet.

Zwischen Stuttgart Hauptbahnhof (Arnulf-Klett-Platz) und Stuttgart-Vaihingen Bahnhof (ZOB/Bussteig 1) verkehren Busse der Linie SEV1 . Die Busse fahren alle zehn Minuten zu den Haltestellen Stadtmitte (Wilhelmsbau/Büchsenstraße), Feuersee, Schwabstraße, Universität und Österfeld (Vaihingen, Alter Friedhof). Von montags bis freitags jeweils während der Hauptverkehrszeiten (6-10 Uhr und 15.30-19.30 Uhr) fahren die Busse im 5-Minuten-Takt. Wegen Straßenbaustellen und damit verbundener Umleitungen von Linienbussen der SSB können die Busse der Linie SEV1 abweichend zu den Vorjahren die Haltestelle Westbahnhof nicht anfahren.

Busse der Linie SEV3 ersetzen die frühe Anbindung des Flughafens mit den S-Bahnen und fahren von Montag bis Freitag jeweils um 4.50 Uhr als Direktverbindung vom Hauptbahnhof (Arnulf-Klett-Platz) zum Stuttgart Airport Busterminal.

Busse nach Sommerrain, Nürnberger Straße, Neckarpark und Obertürkheim

Zwischen Fellbach und Stuttgart-Bad Cannstatt (Haltestelle Wilhelmsplatz, Position 2) fahren Sie mit den Bussen der Linie S3E zu den Stationen Sommerrain und Nürnberger Straße (Haltestelle Remstalstraße). Die Busse fahren im Halbstundentakt.

Von Stuttgart-Bad Cannstatt (Haltestelle Eisenbahnstraße, Position 1) fahren Sie in Richtung Esslingen (Neckar) Busse der Linie S1E zu den Stationen Neckarpark, Untertürkheim, Obertürkheim, Mettingen und Esslingen (Neckar)/ZOB. Die Busse fahren ebenfalls im Halbstundentakt.

Bahn kennzeichnet Wege zu Bushaltestellen in grüner Farbe

Im Bereich der S-Bahn-Stationen entlang der Stammstrecke markiert die DB die Wege zu den Haltestellen, an denen die als Ersatzverkehr gekennzeichneten Busse abfahren, mit grünen Bodenlinien. Die Wegeleitung bietet Bahnreisenden beim Umsteigen eine gute Orientierung. Die DB setzt Servicemitarbeitende ein, damit das Umsteigen zwischen S-Bahnen und Bussen möglichst problemlos abläuft. Diese tragen Warnwesten und sind dadurch für Fahrgäste leicht zu erkennen.

Ausweitung des Angebots bei den Stadtbahnen U1, U14 und Expressbussen X60

Für die Fahrgäste gibt es im Auftrag des Verbands Region Stuttgart darüber hinaus weitere Fahrtangebote bei Stadtbahnen und dem regionalen Expressbus RELEX. Die Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) erweitern die Verbindungen der Stadtbahn zwischen Innenstadt und Vaihingen. Dazu verlängern sie die Linie U1 Fellbach Lutherkirche–Heslach Vogelrain montags bis freitags jeweils zu den Hauptverkehrszeiten (etwa 6–9 Uhr und 15–19 Uhr) bis Vaihingen Bahnhof. Die zusätzlichen Verbindungen von und nach Vaihingen entlasten die Stadtbahnen der Linie U14. Die U14-Züge fahren zusätzlich sonntags nach dem Samstagsfahrplan. Dadurch entsteht an den Sonntagen ein dichteres Taktangebot.

Auf der Expressbuslinie X60 Leonberg–Flughafen/Messe fahren während der Hauptverkehrszeiten zusätzliche Busse zwischen den Haltestellen Leonberg Bahnhof und Stuttgart Universität (Schleife), die das Angebot zu einem Viertelstundentakt ausweiten. Die Linie bietet eine attraktive Querverbindung direkt zum Hochschul- und Forschungsstandort in Stuttgart-Vaihingen. An der Haltestelle Universitätsstraße (vier Minuten Fußweg) besteht Anschluss an die Ersatzbusse der Linie SEV1. Das ausgeweitete Angebot auf den Linien U1, U14 und X60 finanziert der VRS als Aufgabenträger und Besteller der S-Bahn.

Im Innenstadtbereich ist für kurze Entfernungen auch das Fahrrad eine Alternative. Hier bieten sich die Leihfahrräder und -Pedelecs von RegioRadStuttgart an. Das Bikesharing-System der Landeshauptstadt Stuttgart und der DB verfügt über zahlreiche Verleihstationen in der Stadt, an denen die Fahrräder und Pedelecs per App oder PolygoCard entliehen und zurückgegeben werden können. Wer eine polygoCard besitzt, hat bei jeder Ausleihe eines Fahrrads 30, bei Pedelecs 15 Freiminuten. Weitere Informationen rund um RegioRadStuttgart gibt es auf regioradstuttgart.de und in der RegioRadStuttgart-App.


Neue „schwimmfit“-Kurse für Kinder nach den Sommerferien

Stuttgart.| Nach den Sommerferien starten in den städtischen Lehrschwimmbecken rund 50 neue „schwimmfit“-Kurse für Kinder. Sie sind über das Stuttgarter Stadtgebiet verteilt und finden hauptsächlich samstags statt. Die Anmeldung ist ab sofort möglich und erfolgt direkt bei den jeweiligen Anbietern, die auf www.stuttgart-bewegtsich.de/entdecke/schwimmfit aufgelistet sind.

Die Kurse bieten für jeden Fähigkeitsstand und jede Altersstufe ein passendes Angebot. Lernziele sind zum Beispiel die Wassergewöhnung, die Fähigkeit zur Selbstrettung („Seepferdchen“) oder die Aneignung neuer Schwimmtechniken. Neben den regulären Kursen finden auch Intensivkurse in den Sommerferien statt.

Schwimmkurse speziell für Mädchen und Frauen sowie inklusive Schwimmkurse sind ebenso Teil des Angebots.

Die Initiative „schwimmfit“ ist ein gemeinsames Programm des Amts für Sport und Bewegung, des Schulverwaltungsamts und der Stuttgarter Bäder in Kooperation mit Sportvereinen und privaten Schwimmschulen. Die Webseite www.stuttgart-bewegtsich.de bietet Stuttgarter Schwimmschulen und Vereinen eine Plattform, freie Kurse zu kommunizieren und erleichtert den Bürgerinnen und Bürgern die Suche nach Schwimmkursen für ihre Kinder. Zusätzlich unterstützt „schwimmfit“ mit „Rent-aSchwimmtrainer*in“ den Schwimmunterricht an Schulen.

Um Eltern auch anderweitig zu unterstützen, gibt es einen kurzen Film des Amts für Sport und Bewegung über die Wassergewöhnung von Kindern unter https://www.youtube.com/watch?v=-1dnY4Yxt3Y. Damit Kinder schwimmen lernen können, müssen sie sich zunächst im Wasser wohlfühlen. Dazu können die Eltern ihre Kinder schon vor einem Schwimmkurs selbst spielerisch an die Bewegung im Wasser gewöhnen.

Weitere Informationen unter www.stuttgart-bewegt-sich.de oder beim Amt für Sport und Bewegung, Christian Jeuter, Telefon 216-59811, E-Mail [email protected].


Jubiläumsspende der Kreissparkasse ermöglicht Trinkwasserbrunnen für Neuffen

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Das 175-Jahr-Jubiläum der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen vom Jahr 2023 wirkt nach: Aus dem 750.000 Euro umfassenden Fördertopf des für die Kreiskommunen initiierten Wettbewerbs „Für einen lebenswerten Landkreis“ erhielt die Stadt Neuffen 14.000 Euro für den Aufbau eines Trinkwasserbrunnens. Den Wasserspender aus Edelstahl ließ die

Stadtverwaltung vor Kurzem direkt neben der Sparkassenfiliale in der Stadtmitte errichten. Wie Bürgermeister Matthias Bäcker bei der gemeinsamen Inbetriebnahme mit dem Kreissparkassen-Vorstandsvorsitzenden Burkhard Wittmacher und Regionaldirektor Heiko Kaiser sagte, leistet der Trinkbrunnen einen Beitrag zu mehr Lebensqualität in Neuffen.

Das mit einem speziellen Wasserfilter ausgestattete Gerät ist an die Landeswasserversorgung angeschlossen. Wasser sprudelt erst dann, wenn ein Sensor an der rechten Seite des Brunnens bedient wird. Ein entsprechendes Hinweisschild möchte die Stadt Neuffen in den kommenden Wochen noch anbringen. Bürgermeister Bäcker bezifferte die gesamten Kosten für die Anschaffung und Installation der Trinksäule auf rund

20.000 Euro. Der von der Kreissparkasse ermöglichte Brunnen ist bereits der zweite Trinkwasserbrunnen in Neuffen. Den ersten, damals vom Land Baden-Württemberg geförderten Trinkbrunnen hatte die Stadt im April 2023 neben dem Rathaus aufgebaut.


Verwaltung stellt Jahresabschluss 2024 und aktuelle Finanzlage vor

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Prognose der Finanzverwaltung bestätigt – Ausblick ab 2025 besorgniserregend

Stuttgart.| Die Landeshauptstadt Stuttgart hat 2024 erstmals seit Einführung des aktuellen Rechnungswesens mit doppelter Buchführung (Doppik) 2010 ein negatives Jahresergebnis verzeichnet. Das Defizit beim ordentlichen Ergebnis fiel mit 6,8 Millionen Euro noch relativ gering aus. Jedoch sind die Aussichten für die Folgejahre wesentlich schlechter. Das ergaben der Jahresabschluss 2024 und der Zwischenbericht zur Finanzlage 2025 in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag, 17. Juli. „Der Jahresabschluss 2024 zeigt: Die guten Jahre sind leider auch in Stuttgart vorbei“, sagt Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper. „Erstmals seit vielen Jahren weist der Jahresabschluss ein Haushaltsdefizit aus. Dies muss ein Warnsignal für uns alle sein und eine Mahnung zu Sparsamkeit und Haushaltsdisziplin.“

Finanzbürgermeister Thomas Fuhrmann erklärt: „Insbesondere im Ergebnishaushalt besteht dringend Handlungsbedarf, um der gegenläufigen negativen Entwicklung bei den Erträgen und Aufwendungen entschieden entgegenzuwirken.“ Die Landeshauptstadt stehe in den kommenden Jahren zunehmend vor der Herausforderung, zahlreiche bereits begonnene Maßnahmen und neue Investitionsvorhaben finanzieren zu müssen, obwohl die finanzielle

Leistungsfähigkeit zugleich rasant schwinde. Wegen der strukturellen Schwäche der Ergebnishaushalte wäre eine nahezu vollständige Kreditfinanzierung nicht genehmigungsfähig, so Fuhrmann. Daher seien die anstehenden Investitionen zu hinterfragen und Maßnahmen notwendig, um die laufenden Haushalte wieder auszugleichen.

Dafür hat der Gemeinderat ein Haushaltssicherungskonzept in Auftrag gegeben, um die Ergebnishaushalte 2026 bis 2030 zu konsolidieren. Ziel ist, dass spätestens zum Doppelhaushaltsplan 2030/31 aus dem Ergebnishaushalt wieder Überschüsse von mindestens 200 Millionen Euro jährlich erwirtschaftet werden, um Investitionen finanzieren zu können.

Jahresabschluss 2024: Leicht negatives Ergebnis – stark negativer Trend

Bei der Haushaltsplanung und den nachfolgenden Prognosen ging man für das Jahr 2024 noch von einem leicht positiven Gesamtergebnis aus. Von dem zunächst erwarteten Plus von 9,7 Millionen Euro weicht das nun vorliegende negative Gesamtergebnis mit einem Minus von 5,2 Millionen Euro im Saldo zwar nur um 15,0 Millionen Euro ab. Vergleicht man dies jedoch mit der Entwicklung gegenüber dem Vorjahr mit einem Jahresüberschuss damals von 791,7 Millionen Euro, verlief 2024 in höchstem Maße bedenklich für die Stadt.

Der Jahresabschluss bestätigt eine gegensätzliche Entwicklung von Ertrag und Aufwand. Die ordentlichen Erträge gingen 2024 zwar um rund 340 Millionen zurück, lagen aber im langjährigen Vergleich immer noch auf einem hohen Niveau. So waren bei der

Gewerbesteuer nach dem Rekordjahr 2023 (1,6 Milliarden Euro) auch 2024 wiederum 1,3 Milliarden Euro an Erträgen zu verzeichnen. Dagegen sind die ordentlichen Aufwendungen dramatisch angestiegen: um rund 460 Millionen Euro gegenüber 2023. Die größten Steigerungen lagen bei den Zuweisungen und Zuschüssen (plus 159 Millionen Euro), den sozialen Leistungen (plus 101 Millionen Euro) sowie den Sachaufwendungen (plus 90 Millionen Euro) und dem Personalaufwand (plus 89 Millionen Euro).

Die Bilanzsumme der Landeshauptstadt betrug zum 31. Dezember 2024 rund 12,6 Milliarden Euro. Der Stadthaushalt ist noch schuldenfrei. Die Eigenbetriebe wiesen zum Jahresende Kreditverbindlichkeiten von 299,3 Millionen Euro aus (Vorjahr 281,6 Millionen Euro). Damit ergibt sich je Einwohner ein Gesamtschuldenstand von 489 Euro (Vorjahr 445 Euro).

Finanzlage 2025: Nachtragsplanung bestätigt – Verbesserungen zwingend notwendig

Für 2025 war aufgrund der sich weiter verschlechternden Wirtschaftsentwicklung ein Nachtragshaushalt nötig geworden. Der Zwischenbericht nach dem ersten Halbjahr weist nun aus, dass sich das im März geplante Defizit beim ordentlichen Ergebnis von 889,4 Millionen Euro nach aktueller Prognose mit voraussichtlich 890,2 Millionen Euro bestätigen dürfte. Der Gewerbesteueransatz war mit dem Nachtragshaushalt auf eine Milliarde Euro nach unten korrigiert worden. Hier hat die Stadtkämmerei erhebliche Zweifel, ob diese Summe tatsächlich zu erreichen ist. Im aktuellen Finanzstatus 2025 sind nur noch 850

Millionen Euro prognostiziert. Der Einbruch um 460 Millionen Euro allein bei der Gewerbesteuer trägt maßgeblich dazu bei, dass die Ertragsseite gegenüber dem Vorjahr insgesamt rund 663,5 Millionen Euro einbüßt. Auf der Aufwandsseite sind im Saldo gegenüber 2024 zudem rund 220 Millionen Euro an Verschlechterungen einzukalkulieren. Eine Trendumkehr zeichnet sich für die Folgejahre nicht ab.

Die Stadtverwaltung arbeitet daher derzeit an Vorschlägen zur Haushaltskonsolidierung. Ein erster Schritt ist es, noch vor Einbringung des Haushaltsplanentwurfs nachhaltig wirksame Verbesserungen zu erarbeiten, die es ermöglichen, dem Regierungspräsidium einen genehmigungsfähigen Doppelhaushaltsplan 2026/27 vorzulegen. In den kommenden Jahren sollen weitere Konsolidierungspakete folgen, um spätestens ab 2030 wieder Überschüsse aus dem Ergebnishaushalt von mindestens 200 Millionen Euro zur Finanzierung vonInvestitionen zur Verfügung stellen zu können. Der Gemeinderat will den Doppelhaushalt 2026/27 am 19. Dezember 2025 beschließen.

Achter Stuttgarter Bürgerhaushalt – Stellungnahmen der Verwaltung

Zur Haushaltserstellung gehört in Stuttgart jeweils auch die Bürgerbeteiligung. An dem Bürgerhaushaltsverfahren im Frühjahr 2025 nahmen 15.377 Einwohnerinnen und Einwohner teil. Sie haben über 2.400 Vorschläge zum städtischen Haushalt eingereicht und mit exakt 1.129.544 Millionen Stimmen bewertet. Hieraus entstand die Liste der 100 am besten bewerteten Vorschläge, wobei auch die zwei beliebtesten Vorschläge eines jeden Stadtbezirkes Eingang fanden.

Zu den Vorschlägen dieser TOP-Liste hat die Verwaltung nun in den vergangenen Wochen jeweils eine fachliche Stellungnahme erarbeitet. Auch die Bezirksbeiräte haben zu den zehn bestbewerteten Vorschlägen ihres Stadtbezirkes Stellungnahmen abgegeben. Im nächsten Schritt werden die Ergebnisse der Beteiligungsphase sowie die Stellungnahmen der Verwaltung online veröffentlicht unter www.buergerhaushalt-stuttgart.de. Nach der Sommerpause ist dann die Aussprache des Gemeinderats zu den Vorschlägen des Bürgerhaushalts in öffentlicher Sitzung vorgesehen.


13 schwere Straftäter nach Afghanistan abgeschoben

Mit einer durch das Bundesministerium des Innern organisierten Chartermaßnahme der Bundespolizei wurden dreizehn schwere Straftäter aus Baden-Württemberg nach Afghanistan abgeschoben.

Mit einer durch das Extern: Bundesministerium des Innern (Öffnet in neuem Fenster) organisierten Chartermaßnahme der Bundespolizei wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Sonderstab Gefährliche Ausländer im Ministerium der Justiz und für Migration und dem Regierungspräsidium Karlsruhe aus Baden-Württemberg dreizehn schwere Straftäter nach Afghanistan abgeschoben.

Vorausgegangen waren sehr umfangreiche Vorarbeiten des Bundes zur Organisation des Abschiebungsfluges sowie des Sonderstabs Gefährliche Ausländer zusammen mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe zur Vorbereitung der Einzelfälle. Zehn der Personen wurden durch die Landespolizei aus der Straf- oder Abschiebungshaft der Abschiebung zugeführt. Drei weitere Personen wurden vor der Abschiebung durch die Landespolizei festgenommen.

Rechtsstaat ist auch unter schwierigen Rahmenbedingungen handlungsfähig

„Es ist wichtig, dass wir heute wieder eine Chartermaßnahme nach Afghanistan erfolgreich durchgeführt haben. Dies zeigt, dass der Rechtsstaat auch unter schwierigen Rahmenbedingungen handlungsfähig ist. Wir konnten heute dreizehn schwere Straftäter nach Afghanistan abschieben. Das ist ein Gewinn für die Sicherheit in unserem Land“, erklärte die Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges.

Unter den abgeschobenen Personen befinden sich sechs schwere Sexualstraftäter. Darunter auch ein verurteilter Straftäter, der im Raum Ulm gemeinsam mit drei weiteren Tätern eine damals 14-Jährige über mehrere Stunden vergewaltigt hatte. Die Geschädigte war zuvor unter Alkohol- und Drogeneinfluss gesetzt worden. Die Tat hatte tiefe Bestürzung in der Bevölkerung hervorgerufen. Der Haupttäter konnte bereits im Sommer 2024 im Rahmen der ersten Chartermaßnahme nach Übernahme der Regierungsgewalt durch die Taliban nach Afghanistan abgeschoben werden.

Bei den weiteren abgeschobenen Personen handelt es sich um schwere Straftäter, die wegen Tötungs-, Körperverletzungs- und Betäubungsmitteldelikten sowie schwerer Brandstiftung zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt worden waren.

Wer Straftaten begeht, muss Land verlassen

„Die Botschaft ist klar: Wer hier Straftaten begeht, muss unser Land verlassen. Dies ist auch wichtig, damit die Akzeptanz in der Bevölkerung zur Aufnahme Schutzberechtigter erhalten bleibt. Unser gemeinsames Ziel von Land und Bund muss es jetzt sein, Abschiebungsflüge nach Afghanistan für schwere Straftäter regelmäßig durchzuführen“, ergänzt Migrationsstaatssekretär Siegfried Lorek.

Alle abgeschobenen Personen wurden für das gesamte Gebiet der Europäischen Union (Schengen-Gebiet) mit einem Einreiseverbot belegt.


Feuerwehrneubau in Münster beschlossen

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Stuttgart.| Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Donnerstag, 17. Juli, dem Neubau eines Feuerwehrhauses in der Austraße 201 in Münster zugestimmt. Die voraussichtlichen Kosten für das geplante Holzhybridgebäude samt seiner fortschrittlichen Ausstattung liegen bei rund 14,1 Millionen Euro. Nachdem nun der Baubeschluss gefasst ist, können die Arbeiten im Laufe des Jahres beginnen. Läuft alles nach Plan, kann das neue Gebäude im Dezember 2027 an die Branddirektion übergeben werden.

Mit dem neuen Bau zieht die Abteilung Münster der Freiwilligen Feuerwehr Stuttgart vom Ortskern um in das Dreieck zwischen der Austraße, der Löwentorstraße und der Notzufahrt zur Trasse der Stadtbahnlinie U12. Damit ist das künftige Haus taktisch hervorragend an die Einsatzgebiete der Feuerwehr angeschlossen. Das größere Feuerwehrhaus bietet neben einer modernen Fahrzeughalle sowie neuen Stellplätzen mit ausreichenden und den Arbeitsstättenrichtlinien konformen Bewegungsflächen auch zeitgemäße Schulungs- und Aufenthaltsräume, Sanitärbereiche sowie den aktuellen Anforderungen entsprechende Möglichkeiten der im Feuerwehrjargon so bezeichneten Schwarz-Weiß-Trennung an: also der räumlichen und organisatorischen Aufteilung in Bereiche, in denen kontaminierte Einsatzkleidung und Ausrüstung getrennt von persönlicher Kleidung, den Aufenthaltsräumen und der Verwaltung gelagert wird mit dem Ziel, Verunreinigungen zu vermeiden.

Amtsleiter und Feuerwehrkommandant Dr. Georg Belge sagte: „Der Neubau ist ein elementarer Schritt, um die Sicherheit im Stadtbezirk Münster weiterhin auf hohem Niveau sicherzustellen. Zeitgleich ist es ein wichtiges Signal für die Wertschätzung des Ehrenamts der Freiwilligen Feuerwehr Stuttgart. Denn mit dem neuen Feuerwehrhaus erhalten die rund 45 ehrenamtlichen Einsatzkräfte und 20 Angehörigen der Jugendfeuerwehr nach vielen Jahren improvisierter Verhältnisse eine zeitgemäße Arbeitsgrundlage. Ich danke allen beteiligten Ämtern der Stadtverwaltung und den politischen Entscheidungsträgern für diesen wichtigen Neubaubeschluss.“

Tobias Merz, Abteilungskommandant der Abteilung Münster, ergänzte: „Wir freuen uns sehr über den Neubaubeschluss und die Wertschätzung unseres Ehrenamts. Rund um die Uhr stehen wir für Einsätze im Stadtteil Münster und darüber hinaus bereit. Neben den über 100 Einsätzen im Jahr leisten wir eine Vielzahl an Übungsstunden, um stets auf dem aktuellen Stand zu sein und damit den Bürgerinnen und Bürgern bei Tag und Nacht helfen zu können. Durch den Neubau eröffnen sich auch eine Vielzahl an Möglichkeiten in der Jugendarbeit.“

Das derzeitige Gebäude mit Fahrzeughalle und Sozialtrakt in der Nagoldstraße wurde 1927 errichtet. Es befindet sich in einem baulich desolaten Zustand und wird heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht. Ein Neubau an gleicher Stelle ist nicht möglich. Zumal das Grundstück für die Erweiterung der Elise-König-Schule benötigt wird.


30 Jahre Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg

Rund 600 Gäste feiern das Jubiläum der MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg in den Stuttgarter Wagenhallen. Die Festrede hielt Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Stuttgart.| Mit einem festlichen Abend in den Stuttgarter Wagenhallen hat die MFG Baden-Württemberg ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert. Rund 600 Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet – darunter Vertreter*innen aus Politik, Kultur, Film, Medien und Kreativwirtschaft – kamen zusammen, um gemeinsam mit dem Land und dem SWR, den beiden Gesellschaftern der MFG, auf drei Jahrzehnte erfolgreicher Förder- und Vernetzungsarbeit zurückzublicken. Ministerpräsident Winfried Kretschmann hielt die Festrede.

„Baden-Württemberg ist ,Film-Länd‘. Und ein Blick auf 30 Jahre MFG zeigt strahlende Erfolge – ob im Bereich Film, Animation oder Games. Die MFG hat immer ein gutes Händchen bewiesen, welche Stoffe, Ideen und Menschen unterstützt werden müssen“, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann. „In der Kultur- und Kreativwirtschaft arbeiten hierzulande fast 200.000 Menschen. Dieser Wirtschaftszweig ist für uns von überragender Bedeutung – auch als Teil der wirtschaftlichen Transformation. Denn Filmkultur, Filmwirtschaft, Kultur und Kreativwirtschaft und die digitale Kultur in unseren Museen sind echte Innovationstreiber und wichtige Bestandteile der Landespolitik. Deswegen setzt sich die Landesregierung auch dafür ein, dass die Filmförderreform des Bundes die strukturellen Besonderheiten unseres Filmlands berücksichtigt.“

Auch der Südwestrundfunk als zweiter Gesellschafter der MFG betonte die Bedeutung der Institution für die kulturelle Infrastruktur des Landes. SWR-Intendant Prof. Dr. Kai Gniffke: „Die MFG ist kreativer Motor und Möglichmacher. Sie verbindet Visionen mit verlässlichen Strukturen und gibt denen Rückenwind, die mit Filmen, Games und kreativen Ideen unsere Gesellschaft prägen. Die Zusammenarbeit bei der Filmreihe „Debüt im Dritten“ oder die Kooperation „Junger Dokumentarfilm“ sind herausragende Beispiele. Für den SWR ist es ein besonderes Anliegen zwischen Kreativen, Institutionen und der Öffentlichkeit einen vertrauensvollen Raum für den Austausch zu schaffen“.

MFG-Geschäftsführer Carl Bergengruen: „Wir haben allen Grund zum Feiern. Mit unserer Förderung entstanden herausragende, vielfach ausgezeichnete Spielfilme, Dokumentarfilme und Games made in Baden-Württemberg. Wir haben Baden-Württemberg zum führenden deutschen Standort im Bereich Animationsfilm und digitale Spielfilmherstellung gemacht. Die Kreativwirtschaft in Baden-Württemberg, die wir unterstützen, behauptet sich im harten Standortwettbewerb.“

Der Festakt stand unter dem Motto „Herz des Film- und Kreativstandorts“ und nahm die Gäste mit auf eine multimediale Reise durch die Wirkungsgeschichte der MFG. Neben der Festrede des Ministerpräsidenten bot die Jubiläumsveranstaltung filmische Eindrücke, persönliche Rückblicke, Interviews mit den Gesellschaftern sowie Ausblicke auf Zukunftstrends durch das Forschungsinstitut Goldmedia.

Drei Jahrzehnte für Film, Kultur und Kreativwirtschaft

Gegründet 1995 als gemeinsame Initiative von Land und SWR, steht die MFG heute für eine in Deutschland einzigartige Verbindung aus Filmförderung und branchenübergreifender Kreativwirtschaftsförderung. Im Geschäftsbereich Filmförderung begleitet die MFG anspruchsvolle Kino- und Fernsehproduktionen von der Stoffentwicklung bis zum Kinostart – mit besonderem Fokus auf Animation, visuelle Effekte und Nachwuchstalente. Erfolgreiche MFG-geförderte Projekte reichen von „The Grand Budapest Hotel“ über „Systemsprenger“ bis zu „Die Schule der magischen Tiere“ und „House Of  The Dragon“. Allein im Jahr 2024 errangen MFG-geförderte Spielfilme wie „No Dogs Allowed“, „Ein Mann seiner Klasse“ oder “Treasure – Familie ist ein fremdes Land“ und Dokumentarfilme wie „Das leere Grab“, „Total Trust“ und „Moria Six“ mehr als 40 nationale wie internationale Preise.

Mit der Einführung der sogenannten Line-Producer-Förderung im Jahr 2014 legte die MFG den Grundstein dafür, dass Baden-Württemberg heute als führender deutscher Standort im Bereich des Animationsfilms und der digitalen Spielfilmherstellung gilt. Laut einer aktuellen Studie des Forschungsinstituts Goldmedia ist der Umsatz der hiesigen Animations- und VFX-Branche zwischen 2010 bis 2023 um 800 Prozent gestiegen – und erreicht längst internationale Sichtbarkeit. Die aktuellen EMMY-Nominierungen für Stuttgarter Firmen, die sich auf digitale Special Effects spezialisiert haben, belegen diese positive Entwicklung.

Kreativwirtschaft als Zukunftsmotor

Seit 2017 firmiert der zweite Geschäftsbereich als MFG Kreativ. Er richtet sich gezielt an die Kultur- und Kreativwirtschaft in Baden-Württemberg von Games-Studios bis hin zu Verlagen – mit dem Ziel, kreative Prozesse durch Beratung, Qualifizierung, Vernetzung und gezielte Förderung zu stärken.

Besonderer Fokus liegt auf der Games-Branche, die sich im Land dynamisch entwickelt hat: Mit einem Umsatz von rund 190 Millionen Euro (2022) und einem Unternehmenswachstum von 210 Prozent seit 2015 zählt Baden-Württemberg zu den bedeutenden Standorten in Deutschland. Die finanzielle Games-BW-Förderung, das Gründungsprogramm Developer Boost oder Vernetzungsformate wie die Open Stages und das Gamestate Festival Baden-Württemberg unterstützen dabei auch junge Studios beim Übergang von der Ausbildung in die Gründung und Unternehmensentwicklung.

MFG begleitet Museen im digitalen Wandel

Auch Museen und Kultureinrichtungen begleitet die MFG im Rahmen des Kompetenzfelds Digitale Kultur gezielt bei der digitalen Transformation. Programme wie die Digitalwerkstatt, das Förderprogramm „offen für…Digitale Barrierefreiheit“ oder „Level Up! Gamification im Museum“ bieten praxisnahe Unterstützung – von digitaler Barrierefreiheit über spielerische Vermittlungsformate bis zur Entwicklung innovativer Besucher*innen-Erlebnisse. Die MFG begleitet, coacht und fördert somit die Museen im Land im digitalen Wandel.

Daneben führt die MFG die Geschäftsstelle der landesweiten Initiative MedienFokus BW (vormals Kindermedienland Baden-Württemberg), die Themen wie Medienbildung und Medienkompetenz für Kinder, Jugendliche, Familien und Fachkräfte bündelt. Die MFG stärkt so die Förderung verantwortungsvoller Mediennutzung in Baden-Württemberg.


Bahn eröffnet 2026 Hauptbahnhof für Fern- und Regionalverkehr

  • Auch Fernbahnhof am Flughafen und Abstellbahnhof Untertürkheim gehen 2026 in Betrieb
  • Viele Reisende profitieren von neuen bequemen und kürzeren Reisezeiten
  • DB-Infrastrukturvorstand Huber: „S21 ist vom Start weg ein Gewinn für viele Reisende“
  • Alter Kopfbahnhof geht Mitte 2027 endgültig vom Netz
  • Konsens im Lenkungskreis über neues Inbetriebnahmekonzept

Stuttgart.| Die Deutsche Bahn nimmt den künftigen Stuttgarter Hauptbahnhof und weite Teile des Stuttgarter Bahnknotens im neuen Dezember 2026 mit digitaler Technik in Betrieb: Alle Züge des Fernverkehrs – mit Ausnahme der Gäubahn – und rund die Hälfte des Regionalverkehrs fahren über den neuen Durchgangsbahnhof. Gleichzeitig werden der Fernbahnhof am Flughafen sowie der Abstellbahnhof in Untertürkheim eröffnet. Ferner kann über die Große und Kleine Wendlinger Kurve der Schienenverkehr aus und in Richtung Tübingen/Reutlingen in den künftigen Stuttgarter Bahnknoten eingebunden werden. Auch die digitale Leit- und Sicherungstechnik im Stuttgarter Bestandsnetz in den Bereichen Untertürkheim, Bad Cannstatt, Münster und Hafen wird dann zur Verfügung stehen. Das haben die Stuttgart-21-Projektpartner im heutigen Lenkungskreis bestätigt. Viele Reisende profitieren ab Dezember 2026 von neuen Verbindungen und kürzeren Reisezeiten.

Berthold Huber, Vorstand Infrastruktur der Deutschen Bahn AG: „Stuttgart 21 ist vom Start weg ein Gewinn für viele Reisende in der Region, in Baden-Württemberg und weit darüber hinaus. Stuttgart 21 steht für die Verkehrswende im Südwesten. Dafür müssen wir unseren Fahrgästen im Zuge der hochkomplexen Inbetriebnahme noch einmal einige Unannehmlichkeiten zumuten. Gemeinsam mit den Projektpartnern ist es jedoch gelungen, diese Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten. Für die große Unterstützung der Projektpartner und.“ Für die große Geduld unserer Reisenden möchte ich mich daher ausdrücklich bedanken.“

Das bisher für die Inbetriebnahme des Digitalen Knotens Stuttgart vorgesehene Inbetriebnahmekonzept hätte 2026 einen sehr großen Bedarf an sich teilweise überlagernden Streckensperren erfordert. Deshalb hatten die S21-Projektpartner in der Lenkungskreissitzung im Mai 2025 vereinbart, das Inbetriebnahmekonzept gemeinsam zu überprüfen, um die Beeinträchtigungen für die Fahrgäste so weit wie möglich zu verringern.

Alter Kopfbahnhof geht Mitte 2027 endgültig außer Betrieb

Als Ergebnis dieser Überprüfung hat die DB den Projektpartnern vorgeschlagen, dass der bestehende Kopfbahnhof noch bis zur Eröffnung der verlängerten S-Bahn-Stammstrecke über die Station Mittnachtstraße im Sommer 2027 in Betrieb bleibt und die Gäubahn noch bis März 2027 über die Panoramabahn zum Kopfbahnhof geführt werden kann. Mit der voraussichtlich im November 2027 abgeschlossenen Einbindung der Regionalgleise von der neuen Neckarbrücke in den Westkopf des Bahnhofs Bad Cannstatt wird Stuttgart 21 mit Ausnahme der Führung der Gäubahn über den Flughafen vollständig in Betrieb sein.

Das neue Inbetriebnahmekonzept reduzierte die Einschränkungen für Bahnreisende deutlich und wurde von den S21-Projektpartnern begrüßt.

Fahrzeitverkürzungen im Fernverkehr ab Dezember 2026 (Beispiele)

  • Stuttgart Hbf–Ulm Hbf (ICE): 28 Minuten statt heute (über Schnellfahrstrecke Wendlingen–Ulm) 43 Minuten
  • Mannheim Hbf–Ulm Hbf: 1 Stunde 8 Minuten statt heute (über Schnellfahrstrecke Wendlingen–Ulm) 1 Stunde 27 Minuten
  • Karlsruhe Hbf–Ulm Hbf: 1 Stunde 7 Minuten statt heute (über Schnellfahrstrecke Wendlingen–Ulm) 1 Stunde 29 Minuten
  • Stuttgart Hbf–München Hbf: 1 Stunde 40 Minuten statt heute (über Schnellfahrstrecke) 1 Stunde 58 Minuten
  • Frankfurt Hbf–München Hbf: 3 Stunden 1 Minute statt heute (über Würzburg) 3 Stunden 12 Minuten

Fahrzeitverkürzungen im Regionalverkehr ab Dezember 2026 (Beispiele)

  • Stuttgart Hbf–Ulm Hbf (RE): 41 Minuten statt heute 1 Stunde 4 Minuten
  • Stuttgart Hbf–Stuttgart Flughafen: 6 Minuten statt heute 27 Minuten
  • Ulm Hbf–Stuttgart Flughafen: 28 Minuten statt heute (mit Bus) 58 Minuten (neue Direktverbindung)
  • Reutlingen Hbf–Stuttgart Flughafen: 27 Minuten statt heute (mit Bus) 47 Minuten (neue Direktverbindung)
  • Filderstadt–Ulm Hbf: 1 Stunde 3 Minuten statt heute (mit Bus) 1 Stunde 19 Minuten
  • Friedrichshafen Stadt–Stuttgart Flughafen: 1 Stunde 38 Minuten statt heute (mit Bus) 2 Stunden 24 Minuten (neue Verknüpfung)
  • Nürtingen–Stuttgart Hbf: 19 Minuten statt heute 30 Minuten
  • Heilbronn–Stuttgart Flughafen: 48 Minuten statt heute 1 Stunde 25 Minuten (neue Direktverbindung)

Alle genannten Reisezeiten sind vorbehaltlich der endgültigen Gestaltung des Fahrplans 2027. Reisende profitieren bereits seit der Inbetriebnahme der Schnellfahrstrecke Wendlingen–Ulm im Dezember 2022 von rund 15 Minuten Fahrzeitverkürzung auf der Relation Stuttgart–Ulm.

Streckensperrungen

Für die Inbetriebnahme des neu geordneten Stuttgarter Bahnknotens sind sowohl 2026 als auch 2027 größere Sperrungen von Bahnhöfen und Teilstrecken notwendig.

  • Im Sommer 2026 kommt es neben der Sperrung der S-Bahn-Stammstrecke insbesondere im Bereich Stuttgart-Untertürkheim und Bad Cannstatt zu Einschränkungen für Reisende.
  • 2027 ist es dank der gemeinsam mit den Projektpartnern vereinbarten Verlagerung von Sperrpausen möglich, während der Sperrungen viele Verbindungen bereits über den Durchgangsbahnhof führen. Somit besteht über den geplanten Schienenersatzverkehr hinaus ein zusätzliches Angebot an Alternativen auf der Schiene.
  • Im Frühjahr 2027 werden die digitalisierten Bestandsstrecken Stuttgart-Vaihingen–Filderstadt sowie Stuttgart-Vaihingen–Böblingen in Betrieb genommen. Für die dafür notwendigen Baumaßnahmen werden die genannten Strecken für vier Wochen gesperrt.
  • Im Juli 2027 wird die Verlängerung der digitalisierten S-Bahn-Stammstrecke mit der neuen Station Mittnachtstraße in und aus Richtung Stuttgart Nord, Richtung Bad Cannstatt und Hauptbahnhof (tief) in Betrieb genommen. Für die dafür notwendigen Baumaßnahmen wird deshalb die S-Bahn-Stammstrecke zwischen Stuttgart-Vaihingen und Hauptbahnhof im Frühjahr 2027 für insgesamt zwölf Wochen gesperrt; In diesem Zeitraum liegen sowohl die Oster- als auch die Pfingstferien. Während der Stammstreckensperrung im Frühjahr 2027 steht ua für den S-Bahn-Verkehr der alte Kopfbahnhof noch zur Verfügung. In Stuttgart-Vaihingen besteht außer dem vorgesehenen Schienenersatzverkehr auch eine Bahnverbindung zum S21-Hauptbahnhof mit Umstieg am Flughafen in den Regionalverkehr.
  • 2027 werden in Bad Cannstatt nacheinander die S-Bahn-Gleise sowie die Regionalverkehrsgleise an den neuen Bahnknoten angebunden. Dafür werden am Bahnhof Bad Cannstatt im ersten Halbjahr zunächst die Gleise 1 bis 4 der S-Bahn und im Anschluss die Gleise 5 bis 8 des Regionalverkehrs bis November 2027 gesperrt. Ab Dezember 2026 können die Züge des Fernverkehrs und viele Züge des Regionalverkehrs bereits über den S21-Hauptbahnhof geführt werden, dadurch werden Kapazitäten frei, die sowohl für die S-Bahn als auch für den Nahverkehr genutzt werden können.

Gemeinsame Taskforce der Projektpartner arbeitet weiter

Die Bahn erarbeitet gemeinsam mit allen umgesetzten in der weiterhin bestehenden Taskforce die konkreten Fahrplankonzepte für die 2026 und 2027 notwendigen Streckensperrungen. Die Angebote des Schienenersatzverkehrs werden auch mit Bussen und Stadtbahnen der Stuttgarter Straßenbahnen AG unterstützt. Erste Untersuchungen des Verkehrswissenschaftlichen Instituts Stuttgart (VWI), das die Arbeit der Taskforce unterstützt, belegen die grundsätzliche Machbarkeit der bauzeitlichen Verkehrskonzepte. Während der Baumaßnahmen werden Reisende über die Leistungen und Ersatzangebote auch von Reisendenlenkern informiert.


Ebnisee für Alle

Natur entdecken, erleben, genießen – beim inklusiven Aktionstag „Ebnisee für Alle“ am 3. August 2025

Der Ebnisee wird am Sonntag, den 3. August 2025, erneut zur bunten Erlebniswelt für große und kleine Naturfans – mit und ohne Einschränkungen. Von 11:00 bis 17:00 Uhr laden der Ebnisee-Verein e. V. und der Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald herzlich zum inklusiven Natur-Erlebnistag „Ebnisee für Alle“ ein.

Mit liebevoll gestalteten Mitmachstationen bietet die Veranstaltung ein abwechslungsreiches Programm rund um Natur, Kreativität und Bewegung. Ob beim Bogenschießen, Glutbrennen, Ponyreiten, Kinderschminken, beim Basteln von Traumfängern oder beim Rolli-Parcours – hier kommt jeder auf seine Kosten. Kreative, Abenteuerlustige und Entdecker können an diesem Tag den Wald spielerisch erkunden, ihre Sinne schärfen und Neues ausprobieren.

„Die letzte Veranstaltung des Jahres ist bewusst an den Anfang der Sommerferien gelegt, um den Familien Gelegenheit zu geben, zusammen mit den Kindern einen interessanten Tag zu erleben. Die Teilnahme an diesen Angeboten ist kostenfreien“, so der Vorsitzende des Ebniseeverein Konrad Jelden.

Gemeinsam mit engagierten Naturparkführerinnen und -führern, Erlebnispädagog:innen sowie kreativen Köpfen entsteht ein vielfältiges Angebot, das Begegnung und Teilhabe in den Mittelpunkt stellt.

Der Flyer mit dem vollständigen Programm der Veranstaltung Ebnisee für Alle 2025 kann unter www.naturpark-sfw.de und unter www.ebniseeverein.de eingesehen und heruntergeladen werden.

Das Projekt wird gefördert durch den Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg und der Lotterie Glücksspirale.


Wirtschaftsförderung will Standort Stuttgart fit für die Zukunft machen

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Stuttgart steht vor einem Strukturwandel, den die Landeshauptstadt aktiv gestalten will.

Stuttgart.| Torsten von Appen, neuer Leiter der städtischen Wirtschaftsförderung, stellte heute im Rahmen der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Wohnen und dessen Unterausschusses Wirtschaftsentwicklung für Stuttgart umfassende Handlungskonzepte vor, die auf die aktuellen Herausforderungen der Unternehmen am Standort reagieren und gleichzeitig neue Chancen für innovative Unternehmen schaffen: Bestehende Wirtschaftsstrukturen sollen gestärkt, die Ansiedlung neuer innovativer Unternehmen gefördert werden. Ein weiterentwickeltes Standortmarketing soll zeigen, dass Stuttgart lebenswerte Stadt und starker Wirtschaftsstandort zugleich ist.

Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper betonte in diesem Zusammenhang: „Stuttgart gehört zu den prosperierendsten Großstädten Deutschlands, aber wir müssen mit vereinten Kräften alles dafür tun, dass dies so bleibt.“

Flankiert wurden die Ausführungen durch Beiträge hochrangiger Vertreter der BW-Bank, der Agentur für Arbeit Stuttgart, der Handwerkskammer Region Stuttgart sowie der Stabstelle #NetzwerkStadtStuttgart der IHK Region Stuttgart zu aktuellen Entwicklungen in Wirtschaft und Arbeitsmarkt.

Stuttgart Spitzenreiter bei wissensintensiven Industrien Die Zahlen sprechen für Stuttgarts Position als Innovationsstandort: Mit 16,7 Prozent Beschäftigtenanteil in wissensintensiven Industrien mit einem hohen Forschungs- und Entwicklungsfokus und spezialisiertem Fachpersonal führt Stuttgart deutschlandweit vor München (9,4 Prozent) und Hamburg (7,2 Prozent). Auch bei der Ingenieursdichte (6,7 Prozent) und im Bereich Forschung und Entwicklung (41,3 Prozent Beschäftigtenanteil) nimmt die Landeshauptstadt Spitzenplätze ein.

„Diese Stärken müssen wir nutzen und ausbauen“, betonte von Appen. „Trotz der aktuellen Herausforderungen in der Automobilindustrie entstehen neue Möglichkeiten für innovative Unternehmen. Diese Unternehmen möchten wir zu uns nach Stuttgart holen!“

Vier Einflussfaktoren für erfolgreiche Wirtschaftsförderung

Die Wirtschaftsförderung fokussiert sich auf vier zentrale Einflussfaktoren: übergeordnete Rahmenbedingungen, Grundfunktionen einer Kommune, Flächen und Räumlichkeiten sowie ein unterstützendes Umfeld durch funktionierende Ökosysteme.

„Besonders im Bereich Flächen sehen wir Handlungsbedarf“, erläuterte von Appen. „Das sehr hohe Preisniveau erfordert neue Ansätze. Hier setzen wir auf zielgruppenspezifische Unterstützung und innovative Förderprogramme.“

Konkrete Maßnahmen für den Standort

Verschiedene Maßnahmen sollen in unterschiedlichen Zeiträumen im Schulterschluss mit den fachlich involvierten Ämtern der Stadt sowie der Wirtschaftsförderung der Region Stuttgart umgesetzt werden. Kurzfristig plant die Wirtschaftsförderung eine gezielte Investorenansprache zur besseren Vermarktung freier Flächen sowie die Priorisierung gewerblicher Vorhaben, um eine investitionsfreundliche Umgebung zu schaffen, genauso wie einen intensiveren Austausch mit privaten Eigentümern. Gleichzeitig soll eine ganzheitliche Ansiedlungsstrategie mit klarer Aufgabenteilung zwischen Land, Region und Landeshauptstadt entwickelt und ein einheitliches Standortmarketing in Abstimmung mit allen relevanten Akteuren etabliert werden.

Mittelfristig stehen größere Projekte im Fokus: So soll eine aktive strategische Gewerbeflächenentwicklung vorangetrieben werden, wobei aktuell verschiedene Umsetzungsmodelle geprüft werden. Darüber hinaus plant die Stadt die Entwicklung eines Innovationscampus am Standort Sternenhöhe, den Ausbau des Kreativareals Tübinger Straße sowie die Schaffung von Handwerkerhöfen und spezifischen Raumangeboten für unterschiedliche Branchen.

Erfolgreiche Bestandspflege trotz Herausforderungen

Die globale handelspolitische Unsicherheit und strukturelle Herausforderungen vor Ort schlagen sich derzeit in negativen Konjunkturtrends nieder. Dem will die Wirtschaftsförderung mit Maßnahmen begegnen, die die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Stuttgart sichern. Weiterhin gibt es in Stuttgart auch positive wirtschaftliche Impulse: Während große Automobilhersteller in der Region planen, Stellen abzubauen, verzeichnet Stuttgart in anderen Industriezweigen Investitionen in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro. „Diese Investitionen zeigen das Vertrauen der

Unternehmen in den Standort Stuttgart“, so von Appen. „Gleichzeitig fördern wir gezielt Startups und innovative Geschäftsmodelle. Unser breites Portfolio von Veranstaltungen – vom Wirtschaftsempfang über den Green AI Day bis hin zum Stuttgarter Innovationspreis – stärkt das lokale Ökosystem.“