Polizei-Report Kreis Esslingen | Woche 31

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Neckartenzlingen: Radfahrer schwer verletzt
Nach ersten Erkenntnissen schwere Verletzungen hat ein Fahrradfahrer bei einem Verkehrsunfall am Donnerstagabend gegen 19.00 Uhr in Neckartenzlingen erlitten. Der zum Unfallzeitpunkt 54-jährige Fahrradfahrer befuhr mit seinem Rennrad der Marke Cube die Metzinger Straße in Fahrtrichtung Bempflingen. Auf Höhe des dortigen Feuerwehrhauses stürzte er aufgrund eines Fahrfehlers alleinbeteiligt zu Boden. Hierbei zog er sich schwere Verletzungen zu und wurde durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Am Rennrad entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 4.000 Euro.

Kirchheim unter Teck: Bei Auseinandersetzung verletzt (Zeugenaufruf)
Zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Personen ist es am späten Freitagabend am Postplatz gekommen. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen geriet gegen 23.50 Uhr ein 38-Jähriger aus nichtigem Anlass zunächst verbal mit einem bislang unbekannten Mann in Streit. Im weiteren Verlauf griff der Unbekannte mit einer abgebrochenen Flasche den Geschädigten an und verletzte ihn leicht, weshalb dieser vom verständigten Rettungsdienst vor Ort behandelt werden musste. Im Anschluss flüchteten der Täter und seine zwei ebenfalls unbekannten Begleiter zu Fuß in Richtung Alleenstraße. Trotz einer sofort eingeleiteten Fahndung mit mehreren Streifenwagenbesatzungen konnten sie nicht mehr festgestellt werden. Der Täter wird wie folgt beschrieben: männlich, 190-195 cm groß, schlanke Statur, dunkelhäutig, schwarze krause Haare, bekleidet mit einem schwarzen T-Shirt. Zeugen, welche die Auseinandersetzung beobachtet haben oder Hinweise auf den Täter geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07021/5010 beim Polizeirevier Kirchheim unter Teck zu melden.

Neckartenzlingen: In Schule randaliert
Am Freitagabend um 21.10 Uhr haben sich bislang Unbekannte Täter über einen Lichtschacht unbefugt Zutritt in eine Schule in der Altdorfer Straße verschafft. In der Schule wurde ein Feuerlöscher versprüht. Des Weiteren wurde eine Fensterscheibe im ersten Obergeschoss beschädigt. Es entstand Sachschaden in Höhe von circa 1.000 Euro. Das Polizeirevier Nürtingen hat die Ermittlungen aufgenommen.

Lichtenwald: Fahrzeugbrand
Sachschaden in Höhe von etwa 50.000 Euro ist am Freitag bei einem Fahrzeugbrand im Kirchweg in Lichtenwald entstanden. Vermutlich aufgrund eines technischen Defektes war der Pkw der Marke Mitsubishi in Brand geraten. Trotz dem sofortigen Ablöschen durch die Feuerwehr brannte das Hybridfahrzeug des Rettungsdienstes vollständig aus. Durch die Hitzebildung wurden weitere geparkte Fahrzeuge sowie ein Grundstück beschädigt.

Esslingen: Kollision im Einmündungsbereich
Zu nicht unerheblichen Verkehrsbehinderungen hat ein Unfall am Donnerstagnachmittag im Einmündungsbereich Hohenheimer Straße / Brückenstraße geführt. Kurz vor 14.30 Uhr war ein 84 Jahre alter Mann mit einem Renault auf der Hohenheimer Straße unterwegs und hielt vor der Einmündung in die Brückenstraße zunächst an. Die dortige Ampel war aufgrund temporärer Wartungsarbeiten außer Betrieb. Nach dem Anfahren des Seniors kam es zur Kollision mit dem Renault einer 29-Jährigen, die die Brückenstraße in Richtung Zollberg befuhr. Verletzt wurde beim Zusammenstoß nach derzeitigem Kenntnisstand niemand. Allerdings waren beide Autos, an denen sich der Gesamtschaden auf circa 20.000 Euro belaufen dürfte, nicht mehr fahrtauglich. Sie mussten abgeschleppt werden. Da der Einmündungsbereich durch die Fahrzeuge blockiert war, kam es zu entsprechenden Verkehrsbehinderungen. Der übrige Verkehr musste umgeleitet werden. Gegen 15.45 Uhr war die Unfallaufnahme abgeschlossen.

Plochingen: Verdächtige Wahrnehmung
Ein vermeintlicher Einbruch in ein Gymnasium in der Tannenstraße hat am Donnerstagabend mehrere Polizeistreifen auf den Plan gerufen. Eine aufmerksame Zeugin meldete gegen 22.30 Uhr eine scheinbar unberechtigte Person im Inneren des Schulkomplexes. Die Vermutung eines Einbrechers konnte sowohl bei der Absuche durch die Polizei im Gebäudeinnern als auch bei der Überprüfung des Daches mittels Polizeihubschrauber entkräftet werden.

Filderstadt: Verkehrsunfall mit Linienbus, fünf verletzte Personen
Bei der Vollbremsung eines Linienbusses sind am frühen Freitagmorgen in Plattenhardt mehrere Fahrgäste leicht verletzt worden. Nach derzeitigen Feststellungen fuhr ein Transporterfahrer gegen 4.25 Uhr von einem Hof aus rückwärts auf die Uhlbergstraße ein. Der Busfahrer, der in Richtung Stetten unterwegs war, musste stark abbremsen. Dennoch kam es zur Kollision mit dem Ford Transit, wobei sich fünf Fahrgäste Verletzungen zuzogen. Der Rettungsdienst brachte die leichtverletzten Fahrgäste in ein Klinikum. Die Höhe des entstandenen Sachschadens kann noch nicht beziffert werden.

Esslingen: Auseinandersetzung (Zeugenaufruf)
Am Charlottenplatz in der Plochinger Straße ist es am Mittwochvormittag zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Männern gekommen. Aus noch unbekannter Ursache war gegen 11.30 Uhr ein 17-Jähriger mit einem flüchtig Bekannten in einen verbalen Streit geraten, der in Handgreiflichkeiten mündete. Dabei soll der Bekannte auch mit einem Stein nach dem 17-Jährigen geworfen haben. Dieser ergriff anschließend die Flucht und wählte den Notruf. Beide Beteiligten erlitten nach ersten Erkenntnissen leichte Verletzungen. Der Jugendliche wurde zur weiteren Behandlung vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Durch den Steinwurf wurden offenbar auch zwei geparkte Fahrzeuge beschädigt. Die Höhe des dabei entstandenen Sachschadens steht noch nicht fest. Von dem flüchtigen Bekannten liegt folgende Personenbeschreibung vor: Er soll Anfang 20, etwa zwei Meter groß und schlank sein. Er hat schwarze bzw. dunkelbraune Haare bis etwa zu den Augen. Er war mit einer weißen Jogginghose und eventuell einer schwarzen Jacke bekleidet. Zeugenhinweise nimmt das Polizeirevier Esslingen unter 0711/3990-330 entgegen.

Weilheim: Reiterin von Pferd gestürzt
Verletzungen noch unbekannten Ausmaßes hat eine Reiterin bei einem Sturz von einem Pferd am Mittwochabend erlitten. Die 22-Jährige ritt kurz nach 18 Uhr auf einer Wiese östlich der L1200 im Bereich Bräuhaus, als das Tier wohl beim Streifen eines Astes erschrak und die Reiterin stürzte. Sie wurde von der Besatzung eines Rettungshubschraubers versorgt und anschließend zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

Leinfelden-Echterdingen: Bei Auffahrunfall verletzt
Ein Verkehrsunfall mit Personenschaden hat sich am Mittwochnachmittag auf der B 27 ereignet. Gegen 15 Uhr war eine 45 Jahre alte Frau mit ihrem VW Sharan auf der Bundesstraße in Richtung Stuttgart unterwegs und wechselte nach der Anschlussstelle LE-Mitte/Flughafen auf die dortige Abfahrtsspur in Richtung A 8. Dabei erkannte sie den sich dort stauenden Verkehr offenbar zu spät und fuhr mit ihrem Wagen auf einen wartenden Sprinter auf. Bei der Kollision erlitt eine im VW mitfahrende 14-Jährige ersten Erkenntnissen zufolge leichte Verletzungen. Sie wurde vom Rettungsdienst zur weiteren Untersuchung und Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Der Blechschaden an den Fahrzeugen beträgt insgesamt schätzungsweise 14.000 Euro. Der VW musste zudem abgeschleppt werden.

Leinfelden-Echterdingen: Nach Unfall geflüchtet
Erkennbar alkoholisiert war eine 69-Jährige, die am Mittwochabend in der Tübinger Straße und in der Hauptstraße mehrere parkende Fahrzeuge touchiert hatte und anschließend geflüchtet war. Gegen 22.15 Uhr war die Polizei von Zeugen alarmiert worden, die die Frau beobachtet hatten, wie sie mit ihrem Opel Astra auf der Tübinger Straße das Heck eines ordnungsgemäß geparkten VW Polo beschädigte und ohne sich um den angerichteten Schaden zu kümmern weiterfuhr um in die Kronenstraße einzubiegen. Dort parkte sie ihren Wagen entgegen der Fahrtrichtung und unmittelbar vor dem Haupteingang eines Einkaufsmarktes, so dass ihr Fahrzeugheck in die Fahrbahn ragte und ging in den Markt. Als sie wieder zu ihrem Fahrzeug zurückkam wurde sie von den Zeugen auf den vorangegangenen Unfall angesprochen und bis zum Eintreffen der zwischenzeitlich alarmierten Polizei am erneuten Wegfahren gehindert. Im Verlauf der weiteren Ermittlungen konnten zwei weitere, in der Hauptstraße geparkte Mercedes A- und E-Klassen gefunden werden, die ebenfalls von dem Opel beschädigt worden sein dürften, sodass sich die Schäden an den insgesamt vier Fahrzeugen auf rund 10.000 Euro summieren dürften. Bei der erkennbar alkoholisierten Frau wurde eine Blutentnahme angeordnet, ihr Führerschein wurde noch an Ort und Stelle beschlagnahmt. Die 69-Jährige sieht nun entsprechenden Strafanzeigen entgegen.

Neckartenzlingen: Auf dem Hinterrad gefahren
Drei Leichtverletzte und ein Sachschaden von mindestens 1.300 Euro sind die Bilanz eines Verkehrsunfalls, den ein 16-Jähriger am Mittwochabend auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes in der Robert-Bosch-Straße verursacht hat. Der Jugendliche war gegen 20 Uhr mit seinem Leichtkraftrad Betamotor auf dem Kundenparkplatz unterwegs und wollte einen vorausfahrenden, gleichaltrigen Jugendlichen überholen, der genau in diesem Moment mit seinem Piaggio-Roller auf Höhe der dortigen Bäckereifiliale nach links lenkte um ihn dort abzustellen. Weil der 16-Jährige mit seinem Leichtkraftrad nur auf dem Hinterrad fuhr, verlor er während des Überholvorgangs die Kontrolle über sein Fahrzeug, prallte mit dem Roller zusammen und krachte nachfolgend gegen einen Marktschirm, der durch die Wucht des Aufpralls aus der Verankerung gerissen wurde und umstürzte. Durch den umstürzenden Schirm wurde ein 14-jähriger Fußgänger der dort stand verletzt und dessen abgestellter E-Scooter beschädigt. Der Unfallverursacher und der 14-Jährige wurden nachfolgend vom Rettungsdienst zur Behandlung ihrer Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Der Rollerfahrer konnte nach einer ambulanten Behandlung durch den Rettungsdienst vor Ort entlassen werden. Die Ermittlungen der Verkehrspolizei zur Fahrerlaubnis des Unfallverursachers und den Sachschäden am Marktschirm und dem E-Scooter dauern an.

Filderstadt: Gefahrgut-Unfall auf Betriebsgelände
Ein Betriebs-Unfall mit einem Gefahrgutstoff auf einem Firmengelände in der Raiffeisenstraße in Bonlanden hat am Dienstagnachmittag zu einem größeren Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei geführt. Kurz vor 14.30 Uhr war dort bei Transportarbeiten in einer Halle ein Behälter mit einer Chemikalie beschädigt worden, woraufhin mehrere hundert Liter der Flüssigkeit austraten. Ebenso schlug ein weiterer Behälter leck und auch aus diesem trat ein Gefahrstoff aus. Die alarmierten Einsatzkräfte waren daraufhin mit einem Großaufgebot angerückt und evakuierten neben dem betroffenen Firmenbereich auch weitere benachbarte Gebäude und Betriebe. Das als Gefahrenstoff eingestufte Material konnte durch den raschen Einsatz der Feuerwehr, die in der Spitze mit 30 Fahrzeugen und 130 Kräften nahezu 13 Stunden im Einsatz war, gebunden und eingesammelt werden. Das beschädigte Fass wurde in der Folge sicher verschlossen und geborgen. Vorsorglich war auch der Rettungsdienst mit acht Einsatzfahrzeugen und 18 Kräften vor Ort gekommen. Kurzzeitig wurden sechs Personen untersucht, die jedoch wieder entlassen werden konnten. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand. Eine konkrete Gefahr für die Bevölkerung war nicht gegeben. Die Kreisstraße 1225 musste zur Durchführung der Einsatzmaßnahmen bis in den frühen Mittwochmorgen gesperrt werden. Zum entstandenen Schaden liegen noch keine Erkenntnisse. Zu diesem Fall hat der Arbeitsbereich Gewerbe- und Umwelt in Plochingen die polizeilichen Ermittlungen übernommen.

Wernau: Brand von Markise, Fassade und Dachstuhl
Ein Schaden von rund 200.000 Euro ist bei einem Brand am Dienstagnachmittag in der Marienstraße entstanden. Kurz vor 18 Uhr bemerkten Anwohner eine brennende Markise auf der Terrasse eines Mehrfamilienhauses. Das sich rasch ausbreitende Feuer griff in der Folge auf die Terrassenmöbel, die Fassade und den Dachstuhl über. Die Feuerwehr brachte den Brand unter Kontrolle und konnte die Flammen schließlich ablöschen. Der Polizeiposten Wernau hat die Ermittlungen übernommen und prüft, ob der Brand möglicherweise fahrlässig durch eine brennende Zigarette ausgelöst worden sein könnte.

Esslingen: Brand durch Batterien
Nach derzeitigem Kenntnisstand durch einen Defekt an Batterien ist am Montagmittag, gegen 13.45 Uhr, in einem Wohngebäude in der Esslinger Straße ein Brand ausgebrochen. Durch einen lauten Knall in der Abstellkammer waren die Bewohner auf die in einer Ladevorrichtung befindlichen Batterien aufmerksam geworden und hatten diese auf den Balkon gebracht. Dort fingen das Ladegerät sowie die Batterien Feuer, wobei auch die Hausfassade sowie eine Bank in Mitleidenschaft gezogen wurden. Einer vorläufigen Schätzung zufolge dürfte sich der entstandene Sachschaden auf circa 2.000 Euro belaufen. Verletzt wurde nach aktuellem Kenntnisstand niemand.

Esslingen: Seniorin mit Rollator beim Vorbeifahren verletzt (Zeugenaufruf)
Leichte Verletzungen hat eine 85 Jahre alte Frau am Montagabend auf einem Gehweg in der Ruiter Straße erlitten. Die Seniorin war gegen 17.30 Uhr mit ihrem Rollator auf einem der dortigen Gehwege in Richtung Ortsmitte unterwegs, als sie kurz vor der Einmündung mit der Nellinger Straße von einer Fahrradfahrerin überholt wurde. Dabei soll das Lenkerende des Zweirads gegen die Hand der 85-Jährigen gestoßen sein. Diese begab sich anschließend selbstständig in ärztliche Behandlung. Die Radlerin, bei der es sich um eine schwarz gekleidete Frau gehandelt haben soll, soll ihre Fahrt auf dem Gehweg fortgesetzt haben. Zeugen, die den Unfall beobachtet haben oder die Seniorin bzw. die Radlerin vor oder nach dem Zusammenstoß gesehen haben, werden gebeten, sich unter Telefon 0711/3990-420 bei der Verkehrspolizei Esslingen zu melden.

Aichtal: Geldausgabeautomat gesprengt (Zeugenaufruf)
Einen Geldausgabeautomaten in einem Gebäude in der Waldenbucher Straße in Aich haben Unbekannte am frühen Dienstagmorgen gesprengt. Kurz nach 2.30 Uhr wurden Anwohner durch Explosionsgeräusche aufgeschreckt, die daraufhin die Polizei über Notruf alarmierten. Eine sofort eingeleitete Fahndung, bei der neben zahlreichen Streifenwagenbesatzungen auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt wurde, verlief bislang ergebnislos. Ersten Ermittlungen zufolge haben möglicherweise drei Unbekannte gegen 2.30 Uhr den in einem Gebäude befindlichen Geldausgabeautomaten gesprengt. Anschließend flüchteten die Täter mit einem weißen Pkw, möglicherweise handelt es sich hierbei um einen VW Golf 7 R. Die Höhe des angerichteten Sachschadens an dem Automaten und am Gebäude dürfte sich ersten Schätzungen zufolge auf rund 100.000 Euro belaufen. Die Kriminalpolizeidirektion Esslingen hat noch in der Nacht die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen, die zur genannten Zeit verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 0711/3990-0 zu melden. Im Zusammenhang mit der Tat werden auch Besitzer von Garagen, Scheunen oder landwirtschaftlichen Gebäuden, die in den vergangenen Tagen Aufbrüche festgestellt haben, gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Möglicherweise wurden dort von den Tätern vor oder auch nach der Tat Fahrzeuge untergestellt.

Altbach: Radfahrer zu Fall gebracht
Ein Radfahrer ist am Montagnachmittag von einem Auto erfasst und zu Fall gebracht worden. Kurz vor 17 Uhr befuhr ein 75 Jahre alter Mann mit seinem Hyundai die Straße Im Ghai und bremste vor der Einmündung in die bevorrechtigte Industriestraße bis zum Stillstand ab. Dabei ragte die Fahrzeugfront bereits in den dortigen Weg für Radfahrer hinein, weshalb ein 46-jähriger Pedelec-Lenker im Bogen um den Hyundai herumfuhr. Als sich der Radler noch vor dem Wagen befand, fuhr der Senior an, worauf der 46-Jährige vom Hyundai erfasst wurde und stürzte. Ersten Erkenntnissen zufolge verletzte sich der Mann beim Unfall leicht. Eine Rettungswagenbesatzung kümmerte sich um ihn. Den Gesamtschaden an den Fahrzeugen gibt die Polizei mit schätzungsweise 3.500 Euro an.

Filderstadt: Radfahrer schwer gestürzt
Nach einem Sturz mit dem Rad am Montagvormittag ist ein 78-Jähriger mit Verletzungen noch unbekannten Ausmaßes in eine Klinik gebracht worden. Nach bisherigen Erkenntnissen war der Mann kurz vor elf Uhr mit seinem Fahrrad auf dem Gehweg der Bonländer Hauptstraße in Richtung Ortsausgang unterwegs, wo er vermutlich mit dem Lenker an auf dem Gehweg abgestellten Mülltonnen hängenblieb. Hierdurch geriet er auf die Fahrbahn und kollidierte dort mit einem Audi, den ein 62-Jähriger lenkte. Der Sachschaden wird auf etwa 4.500 Euro geschätzt. Ob möglicherweise auch eine neben dem Gehweg befindliche Geschwindigkeitsmessanlage beschädigt wurde, die von einer durch das Unfallgeschehen weggeschleuderten Mülltonne getroffen worden war, ist noch Gegenstand der Ermittlungen des Polizeireviers Filderstadt.

Leinfelden-Echterdingen: Ammoniak-Austritt führt zur Tunnelsperrung
Ein Ammoniak-Austritts in einer Halle der Landesmesse in Echterdingen am Montagabend hat zum Einsatz von Feuerwehr und Polizei geführt. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte gegen 21.30 Uhr ein Leck an einer Kühlanlage im Untergeschoss der Halle zu erhöhten Werten geführt. Vorsorglich wurde der Flughafenentlastungstunnel bis gegen 1.30 Uhr gesperrt. Das Leck konnte durch einen Techniker geschlossen werden. Verletzt wurde niemand.

Filderstadt: Lkw-Tank beschädigt
Ein beschädigter Lkw-Tank hat am Montagmorgen in der Karlstraße in Bernhausen die Einsatzkräfte auf den Plan gerufen. Gegen 8.40 Uhr war dort der Fahrer eines Sattelzugs in Richtung Sielmingen unterwegs und kollidierte mit einem Verkehrsschild. Dabei riss der Tank der Zugmaschine auf, wonach Diesel austrat. Durch die Feuerwehr mussten anschließend mehrere hundert Liter des Kraftstoffs abgepumpt werden. Der Laster wurde abgeschleppt. Aufgrund des ausgelaufenen Diesels, der auch in die Kanalisation gelangt war, waren auch eine entsprechende Reinigung der Fahrbahn sowie eine Spülung der Kanalisation erforderlich.

Leinfelden-Echterdingen: Brandalarm in Hotel
Ein ausgelöster Brandalarm hat am Sonntagvormittag, gegen 8.40 Uhr, in einem Hotel in der Dieselstraße in Echterdingen für Aufregung gesorgt. Wie sich vor Ort herausstellte, war ein Brotkorb aus Kunststoff auf dem Herd vergessen worden, worauf der Melder Alarm schlug. Die annähernd 200 Gäste des Hotels hatten sich an der ausgeschilderten Sammelstelle vor dem Gebäude eingefunden. Verletzt wurde nach derzeitigem Kenntnisstand niemand. Nennenswerter Schaden war augenscheinlich nicht entstanden.

Altbach: In Schule eingestiegen
Am Sonntagabend sind mehrere Personen in die Grundschule in der Schillerstraße eingedrungen. Gegen 21.45 Uhr verständigte ein Zeuge die Polizei, vor deren Eintreffen die Unbekannten jedoch das Gebäude bereits wieder verlassen hatten. Inwieweit Gegenstände entwendet wurden konnte noch nicht abschließend bilanziert werden. Der Polizeiposten Plochingen hat die Ermittlungen aufgenommen.

Filderstadt: Angebranntes Essen löst größeren Rettungseinsatz aus
Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei sind am Sonntagnachmittag zu einer starken Rauchentwicklung in einem Mehrfamilienhaus in die Ludwigstraße nach Bernhausen gerufen worden. Nach dem Eintreffen der Feuerwehr, die mit fünf Fahrzeugen sowie 24 Einsatzkräften, kurz vor 15 Uhr zum vermeintlichen Brandort ausgerückt war, betraten die Einsatzkräfte die betroffene Wohnung. Zuvor war dort infolge von angebranntem Essen auf dem Herd starker Rauch entstanden. Die Hausbewohner haben rechtzeitig das Gebäude verlassen. Da ein Bewohner zur Beseitigung des Rauches Wasser in die heiße Pfanne gegeben hatte, entstand eine Stichflamme, die durch Zeugen glücklicherweise sofort erstickt werden konnte. Das komplette Gebäude wurde anschließend belüftet und die Essensreste entsorgt. Eine Person wurde vorsichtshalber zur Untersuchung in eine Klinik gebracht.


 

Polizei-Report Kreis Böblingen | Woche 31

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Leonberg: Motorrad prallt nach Auffahrunfall gegen Ampelmast, ein Leichtverletzter
Zwei 16-jährige Motorradfahrer befuhren am gestrigen Samstag die Südrandstraße in Richtung der Autobahnanschlussstelle Leonberg-Ost. An der Einmündung der Bruckenbachstraße beabsichtige der vorausfahrende Kawasaki Ninja Fahrer kurz nach 16.00 Uhr, an einer auf Rot umschaltenden Ampel anzuhalten. Hiermit rechnete der nachfolgende Fahrer einer Yamaha MTN offenbar nicht und fuhr dem Vordermann auf. Unmittelbar nach dem Aufprall sprang der Fahrer der Kawasaki von seinem Zweirad ab und verletzte sich hierbei leicht. Sein Motorrad rollte ohne ihn weiter und prallte gegen einen Ampelmast. An beiden nicht mehr fahrbereiten Motorrädern entstand Sachschaden in Höhe von ca. 14.000 Euro. Der Schaden am Ampelmast kann noch nicht beziffert werden.

Leonberg: Motorradfahrer nach Verkehrsunfall schwer verletzt
Zu einem Verkehrsunfall mit einer schwer verletzten Person kam es am Donnerstag (31.07.2025) gegen 17:45 Uhr auf der Landesstraße 1187 bei Leonberg. Ein 41-jähriger Motorrad-Lenker war auf der Landesstraße 1187 von Leonberg in Fahrtrichtung Stuttgart unterwegs. Zeitgleich fuhr eine 32-jährige Hyundai-Lenkerin vom Leonberger Ortsteil Rappenhof kommend nach links in selbige Fahrtrichtung auf die Landesstraße 1187 auf. Nachdem sie bereits vollständig auf die Richtungsfahrbahn abgebogen war, näherte sich von hinten der Motorrad-Lenker. Mutmaßlich aufgrund überhöhter Geschwindigkeit konnte der Zweirad-Lenker sein Gefährt nicht mehr rechtzeitig abbremsen und fuhr in einer langgezogenen Linkskurve dem Hyundai hinten auf. Durch die Kollision stürzte der 41-Jährige vom Motorrad auf die Fahrbahn und erlitt schwere Verletzungen. Er wurde durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Durch den Verkehrsunfall entstand ein Sachschaden von rund 12.000 Euro, das Motorrad war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Aufgrund von ausgelaufenen Betriebsstoffen und für die Dauer der Unfallaufnahme musste die Unfallstelle in beide Fahrrichtungen gesperrt werden. Gegen 20:30 Uhr konnten sämtliche Sperrungen wieder aufgehoben werden.

Rutesheim: 47-jähriger Tatverdächtiger wegen Sachbeschädigung vorläufig festgenommen
Wegen Sachbeschädigung ermittelt der Polizeiposten Rutesheim gegen einen 47 Jahre alten Tatverdächtigen, der am Montag (28.07.2025) gegen 16.25 Uhr in der Römerstraße in Rutesheim mindestens einen Audi beschädigt haben soll. Der Mann wurde von Zeugen beobachtet, wie er an geparkten Fahrzeugen rüttelte und sich an den Scheibenwischern zu schaffen gemacht hat. Den Heckscheibenwischer des Audi knickte er ab und kokelte ihn vermutlich auch mit einem Feuerzeug an. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 100 Euro. Der 47-Jährige konnte durch Einsatzkräfte des Polizeipostens Rutesheim im Bereich des Schulzentrums in der Robert-Bosch-Straße festgestellt und vorläufig festgenommen werden. Mutmaßlich dürfte der Tatverdächtige unter dem Eindruck einer psychischen Ausnahmesituation gestanden haben. Aufgrund dessen wurde er anschließend in eine psychiatrische Klinik gebracht. Der Polizeiposten Rutesheim, Tel. 07152 99910-0 oder E-Mail: [email protected], sucht nun weitere Geschädigte, deren Fahrzeuge am Montag (28.07.2025) im Bereich der Römerstraße bzw. der Robert-Bosch-Straße oder benachbart abgestellt waren, und die ähnliche Schäden festgestellt haben.

Böblingen: mutmaßlich Gas und Bremse verwechselt
Mutmaßlich durch eine Verwechslung von Gas- und Bremspedal ereignete sich am Montag (28.07.2025) gegen 10:25 Uhr ein Verkehrsunfall in der Straße “Große Gasse” in Böblingen. Ein 91-jähriger Mercedes-Fahrer rangierte zunächst mit seinem Fahrzeug in einem Hof vor einem Wohngebäude. Hierbei beschleunigte er plötzlich seinen Mercedes und fuhr zwischen eine Steinmauer und eine Holzscheune, wo sein Fahrzeug verkantete und stecken blieb. Auch eine Steintreppe zu einem Wohnhaus wurde durch den Verkehrsunfall erheblich beschädigt. Durch die Wucht des Aufpralls erlitt der Senior leichte Verletzungen. Er musste vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gefahren werden. Der Mercedes war nicht mehr fahrbereit und wurde abgeschleppt. Der entstandene Sachschaden ist noch Gegenstand der Ermittlungen.

Leonberg: Fahrräder und e-Scooter am Bahnhof beschädigt – Polizei sucht Zeugen und Geschädigte
Ein aufmerksamer Zeuge verständigte am Sonntagmorgen (27.07.2025) gegen 08:40 Uhr die Polizei, da aus einer Gruppe Jugendlicher heraus Fahrräder am Bahnhof in Leonberg beschädigt wurden. Im Zuge der Fahndung wurde eine 7-köpfige Personengruppe an einer Bushaltestelle in der Römerstraße in Leonberg angetroffen. Erste Ermittlungen ergaben, dass zwei Personen aus der Gruppe, ein 16-Jähriger und ein 22-Jähriger, als Tatverdächtige der gemeldeten Sachbeschädigungen in Frage kommen. Die beiden sollen zuvor mit mutmaßlich fremden Fahrrädern auf dem Bahnhofsgelände herumgefahren sein und schließlich sämtliche am Bahnhof abgestellten Fahrräder und e-Scooter umgeworfen und mutwillig beschädigt haben. Bislang wird von einem angerichteten Sachschaden in Höhe von mehreren tausend Euro ausgegangen. Die Polizei sucht Zeugen, die sachdienliche Angaben zu dem Vorfall machen können. Außerdem werden Geschädigte gesucht, deren Fahrräder oder e-Scooter am Bahnhof Leonberg geparkt waren und dort beschädigt wurden. Entsprechende Hinweise nimmt die zuständige Bundespolizeiinspektion Stuttgart unter Tel. 0711 87035-0 oder per E-Mail an [email protected] entgegen.

Herrenberg: Leergutdiebe leisten Widerstand und verletzten Polizeibeamten
Ein 22-jähriger Polizeibeamter wurde am Samstagabend (26.07.2025) im Einsatz verletzt, als er mit seinem Streifenpartner zwei Leergutdiebe in Herrenberg festnehmen wollte. Zunächst meldete ein Zeuge gegen 21:40 Uhr, dass mehrere Jugendliche Leergutkisten vom Gelände eines Getränkemarkts in der Adlerstraße stehlen. Mehrere Streifenwagenbesatzungen des Polizeireviers Herrenberg nahmen daraufhin die Fahndung nach den Tatverdächtigen auf. Eine der Polizeistreifen entdeckte schließlich vier bis fünf junge Männer, die im Bereich der Straße “Schießtäle” mit Getränkekisten unterwegs waren. Als die Personen den Streifenwagen erkannten, ergriffen sie zu Fuß die Flucht. Der 22-jährige Polizeibeamte und sein 36-jähriger Streifenpartner nahmen die Verfolgung auf und konnten zwei der Flüchtigen einholen. Die beiden Tatverdächtigen, ein 16-jähriger Jugendlicher und ein 19-Jähriger, leisteten gegen ihre Festnahme Widerstand. Aufgrund der Gegenwehr des 19-Jährigen erlitt der 22-jährige Polizeibeamte den Bruch eines Fingers und musste in einem Krankenhaus behandelt werden. Der 16-Jährige zog sich bei der Festnahme leichte Verletzungen zu und musste ambulant in einem Krankenhaus versorgt werden. Beide festgenommenen Tatverdächtigen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß entlassen. Die Ermittlungen des Polizeireviers Herrenberg zu den noch unbekannten Mittätern dauern an. Sachdienliche Hinweise zum Sachverhalt werden unter Tel. 07032 2708-0 oder per E-Mail an [email protected] entgegengenommen.

Weil der Stadt: Zeugen nach Sachbeschädigung an Pkw gesucht
Am Sonntag (27.07.2025) zwischen 00:00 Uhr und 17:20 Uhr beschädigten unbekannte Täter in der Schwabstraße in Weil der Stadt einen geparkten Skoda. Hierbei wurde mutmaßlich mit einem spitzen Gegenstand die gesamte Karosserie zerkratzt. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 10.000 Euro. Zeugen werden gebeten, sich unter Tel. 07152 605-0 oder per E-Mail an [email protected] mit dem Polizeirevier Leonberg in Verbindung zu setzen.

Leonberg-Eltingen und Gerlingen: Unbekannter spricht Kinder an – Polizei ermittelt
Vermutlich ein und derselbe noch unbekannter Tatverdächtiger sprach vergangene Woche am Mittwochabend (23.07.2025) in Eltingen und am Donnerstagnachmittag (24.07.2025) im benachbarten Gerlingen mehrere Kinder an.
Die Taten in Eltingen dürften sich zwischen 19.35 Uhr und 19.50 Uhr ereignet haben. Zunächst sprach der Unbekannte ein zehnjähriges Mädchen an, das im Unterer Ezachweg unterwegs war. Er sagte der Zehnjährigen, dass er ihre Unterwäsche sehen wolle. Das Mädchen rannte in der Folge direkt nach Hause. Etwa 15 Minuten später trafen drei ebenfalls zehn Jahre alte Jungen im Bereich der Sophie-Scholl-Schule auf vermutlich denselben Mann. Nachdem der Täter die Jungen gefragt hatte, ob er ihre Penisse sehen könne, radelten diese sofort nach Hause zu ihren Eltern.
In Gerlingen sprach der Unbekannte gegen 15.50 Uhr eine Achtjährige auf dem Gelände der Pestalozzi Schule bzw. des Robert-Bosch-Gymnasiums an. In diesem Fall fragte der Täter wieder nach der Unterwäsche des Kindes. Auch die Achtjährige ergriff sofort die Flucht.
Bislang führten die polizeilichen Fahndungsmaßnahmen nicht zur Feststellung eines Tatverdächtigen. Alle Kinder beschrieben den Unbekannten als etwa 30 Jahre alt und rund 170 cm groß. Er hat dunkle Haare und dürfte einen Bart tragen. Bekleidet war er mit einer schwarzen Hose mit Löchern. Außerdem trug er einen schwarzen Rucksack bei sich.
Möglicherweise besteht ein Zusammenhang zu ähnlichen Taten, die Ende Juni und Mitte Mai 2025 ebenfalls in Eltingen verübt wurden (wir berichteten).
Die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg hat die Ermittlungen übernommen und bittet Personen, die Verdächtiges beobachtet haben oder weitere Hinweise geben können, sich unter Tel. 0800 1100225 oder per E-Mail: [email protected] zu melden.


 

Porsche gewinnt Team- und Hersteller-WM in der Formel E

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Stuttgart.| Porsche hat seine Titelsammlung in der Formel E komplettiert: Gemäß vorläufigem Ergebnis des letzten Saisonrennens am Sonntagabend in London darf sich der Stuttgarter Sportwagenbauer als neuer Team- und Hersteller-Weltmeister feiern. Nach dem Gewinn Fahrer-WM im Vorjahr durch Werkspilot Pascal Wehrlein gehen erstmals auch die beiden anderen Formel-E-Titel nach Weissach. Zum Erfolg in der Herstellerwertung trugen maßgeblich die beiden Porsche-Kundenteams in der Formel E bei, Andretti Formula E und Cupra Kiro. Auch sie holten WM-Punkte für die Marke. Gleichzeitig gratulieren Porsche und das werkseigene TAG Heuer Porsche Formel-E-Team dem Nissan-Piloten Oliver Rowland als neuem Fahrerweltmeister der vollelektrischen Rennserie.

Vorläufiges Rennergebnis des finalen 16. Saisonrennens
1. Nick Cassidy (NZL), Jaguar TCS Racing
4. Jake Dennis (GBR), Andretti Formula E
6. António Félix da Costa (POR), TAG Heuer Porsche Formel-E-Team
8. Pascal Wehrlein (GER), TAG Heuer Porsche Formel-E-Team
10. David Beckmann (GER), CUPRA KIRO
14. Dan Ticktum (GBR), CUPRA KIRO
DNF Nico Müller (SUI), Andretti Formula E

32 Podestplätze, 13 Rennsiege und 4 WM-Titel: Das Zwischenfazit nach sechs Saisons in der Formel E fällt für Porsche auf ein markantes Datum. Die Motorsportwelt schrieb den 28. Juli 2017, als der Stuttgarter Sportwagenbauer seinen Einstieg in den vollelektrischen Motorsport verkündete.

Auf den Tag genau acht Jahre später darf die Marke stolz behaupten, sich an die Spitze dieses Sports gesetzt zu haben. Beim Formel-E-Saisonfinale am Samstag und am Sonntag in London komplettierte Porsche seine Titelsammlung: Zweimal schon gewann der hocheffiziente Porsche 99X Electric den Formel-E-Fahrertitel in der englischen Hauptstadt. In diesem Jahr gingen die beiden anderen WM-Titel nach Weissach – jene Titel, die noch fehlten: für das beste Team und für den erfolgreichsten Hersteller.

Andretti Formula E und Cupra Kiro an WM-Titel beteiligt

256 Meisterschaftspunkte sammelte das werkseigene TAG Heuer Porsche Formel-E-Team in der unlängst abgelaufenen Saison, der gerade einmal elften in der Geschichte der Formel E. Und dank der Erfolge der beiden Porsche-Kundenteams Andretti Formula E und Cupra Kiro punktete auch die Technik von Porsche mehr als die der Konkurrenz.

Drei Poles, ein Rennsieg und zehn Podestplätze entfielen auf das Werksteam, darunter drei Doppelpodien mit den Rängen 2 und 3. Der US-Rennstall Andretti holte einmal den besten Startplatz und stand zweimal auf dem Podium. Das ebenfalls unter US-Flagge startende Kiro-Team trug mit einem Sieg und einem zweiten Platz zum Porsche-Titel in der Hersteller-WM bei, holte einmal die Pole. Dass ein Werksfahrzeug und ein Kundenfahrzeug im selben Rennen für denselben FIA-WM-Titel punkten können, ist ein Formel-E-Novum. Ähnliches war zuletzt in den Gruppe-C-Tagen der Sportwagen-WM möglich. Pro Rennen punktete damals jedoch nur ein Fahrzeug, Werk und Kunden somit nicht gleichzeitig.

Porsche in der Formel E

2024/2025 bestritt Porsche seine sechste Formel-E-Saison. Neben dem werkseigenen TAG Heuer Porsche Formel-E-Team startete das US-Kundenteam Andretti Formula E mit dem hocheffizienten Porsche 99X Electric der neusten Generation GEN3 Evo. Mit Cupra Kiro nahm erstmals ein zweites Porsche-Kundenteam teil und setzte dabei auf 99X-Technik der Vorgängergeneration GEN3. In der Formel E gewinnt die Marke wertvolle Erkenntnisse für ihre Seriensportwagen.


Stadt legt neuen Bericht zum Wohnungsmarkt vor

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Stuttgart.| Der Druck auf dem Stuttgarter Wohnungsmarkt bleibt hoch, sowohl auf der Nachfrageseite als auch angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen für Neubau, Kauf und Modernisierung.

Das zeigt der neue Bericht „Wohnungsmarkt Stuttgart 2025“, den das Statistische Amt gemeinsam mit dem Amt für Stadtplanung und Wohnen vorgelegt hat. Der Bericht analysiert unter anderem aktuelle Entwicklungen von Angebot und Nachfrage, Trends bei Mieten und Immobilienpreisen, den geförderten Wohnungsmarkt sowie die Rolle der Region als Wohnstandort. Die zentralen Ergebnisse wurden am Freitag, 25. Juli, im Ausschuss für Wirtschaft und Wohnen des Gemeinderats vorgestellt.

Der Leiter des Statistischen Amts, Matthias Fatke, erläuterte: „Auf dem Stuttgarter Wohnungsmarkt herrscht weiterhin ein ausgeprägter Nachfrageüberhang: Auch in den Jahren 2023 und 2024, in denen die Bevölkerungszahl stagnierte oder leicht zurückging, blieb eine spürbare Entlastung aus. Die Zahl der privaten Haushalte stieg in den vergangenen zwei Jahren dennoch um rund 0,8 Prozent, vor allem durch den anhaltenden Zuwachs bei Einpersonenhaushalten. Die Nachfrage nach Wohnraum hat damit weiter zugenommen.“

Gleichzeitig befindet sich der Wohnungsbau weiterhin in einer schwierigen Lage: Gestiegene Baukosten und Zinsen bremsen Neubauprojekte aus. Im vergangenen Jahr 2024 wurden in Stuttgart 1.321 Wohnungen fertiggestellt – rund 30 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Wohnungsbestand wuchs damit leicht um 0,3 Prozent. Auch der Rückgang der Baugenehmigungen setzte sich fort: Im Jahr 2024 wurden nur noch 961 Wohnungen genehmigt, nach 1.092 Wohnungen im Jahr zuvor. Ein ausgewogener Wohnungsmarkt bleibt damit vorerst außer Reichweite.

Vor diesem Hintergrund betonten der Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt, Peter Pätzold, und der Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Dr. Clemens Maier, bei der Vorstellung des Berichts die gemeinsame Verantwortung von Stadt und Wohnungswirtschaft.

Mit den Vertreterinnen und Vertretern der Stuttgarter Wohnungswirtschaft wurden neue Grundlagen der Zusammenarbeit geschaffen, um den Bau neuer bezahlbarer Wohnungen voranzubringen. Um zusätzliche Impulse zu setzen, hat die Landeshauptstadt das Eigenkapital der Stuttgarter Wohnungs‐ und Städtebaugesellschaft (SWSG) in den Jahren 2023 bis 2025 um insgesamt 200 Millionen Euro aufgestockt. Ergänzend wurde die städtische Wohnbauförderung um ein zusätzliches „300-Euro‐pro‐Quadratmeter‐Programm“ erweitert, um den Wohnungsbau zusätzlich zu unterstützen. Zudem will die Verwaltung die Baugenehmigungs‐ und Bebauungsplanverfahren optimieren und beschleunigen.

Mieten steigen weiter, Kaufpreise stabilisieren sich

Sowohl die Mieten als auch die Kaufpreise für Eigentumswohnungen in Stuttgart zogen zuletzt wieder an. Der anhaltende Mangel an verfügbarem Wohnraum trifft weiterhin auf eine robuste Nachfrage. Nachdem sich infolge der Zinswende ab Mitte 2022 die Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen deutlich verringert hatten, drehte sich dieser Trend in der zweiten Jahreshälfte 2024 wieder. Nach den jüngst veröffentlichten Zahlen des Gutachterausschusses für die Ermittlung für Grundstückswerte in Stuttgart ist der Durchschnittspreis für eine Eigentumswohnung im Wiederverkauf im Gesamtjahresvergleich trotzdem um fast fünf Prozent gesunken und liegt bei rund 4,130 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. Damit schwächte sich der Preisrückgang im Vergleich zum Vorjahr (-12 Prozent) deutlich ab. Bei Neubaueigentumswohnungen ist zuletzt eine Stagnation beziehungsweise eine leichte Steigerung der Preise auszumachen. Eine neu erstellte Eigentumswohnung kostete 2024 im Durchschnitt 8.360 Euro je Quadratmeter und damit nur zwei Prozent mehr als 2022.

Die etwas gesunkenen Wohnimmobilienpreise, die leicht verbesserten Finanzierungskonditionen und die gestiegene Kaufkraft haben den Erwerb von Wohneigentum 2024 zwar wieder attraktiver werden lassen. Angesichts des nach wie vor hohen Preisniveaus und weiterhin hoher Zinsen bleibt der Erwerb von Wohneigentum für viele Kaufinteressierte mit geringem oder mittlerem Einkommen in Stuttgart jedoch kaum erschwinglich.

Auch auf dem Mietwohnungsmarkt zeigt sich die Situation weiterhin angespannt. Laut dem Stuttgarter Mietspiegel lag die ortsübliche Vergleichsmiete im April 2024 bei durchschnittlich 11,15 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche (Nettokaltmiete). Deutlich höher fiel die durchschnittliche Angebotsmiete aus: Wohnungen, die im ersten Halbjahr 2024 online inseriert wurden, kosteten im Schnitt 15,51 je Quadratmeter. Die Differenz zur mittleren Bestandsmiete des Mietspiegels von 4,36 Euro je Quadratmeter verdeutlicht die sehr hohe Mietpreisdynamik bei Neuvertragsmieten. Im Großstadtvergleich liegt Stuttgart bei den Angebotsmieten auf Platz vier – hinter München, Frankfurt am Main und Berlin.

Viele Stuttgarter Mieterinnen und Mieter sind von hohen Wohnkostenbelastungen betroffen: Im Schnitt gaben Miethaushalte 2024 rund 29 Prozent ihres Nettoeinkommens für ihre Bruttokaltmiete aus. Knapp jeder fünfte Miethaushalt in Stuttgart muss mehr als 40 Prozent seines verfügbaren Nettoeinkommens für die Miete aufwenden und gilt damit als überbelastet. Dieser Anteil hat sich in den vergangenen vier Jahren zumindest nicht weiter erhöht.

Angesichts des anhaltenden Wohnungsmangels, der weiterhin hohen Nachfrage und einer absehbar niedrigen Neubautätigkeit ist in den kommenden Jahren zwar mit weiter steigenden Preisen auf dem Stuttgarter Wohnungsmarkt zu rechnen – allerdings ohne eine Rückkehr zur Dynamik der früheren Boom‐Jahre mit starkem Bevölkerungswachstum.

Stadt fördert Mietwohnungsbau

Um einkommensschwächeren Haushalten kostengünstiges Wohnen zu ermöglichen, investiert die Landeshauptstadt insbesondere in den Bau von Sozialmietwohnungen. Zugleich wird der Mietwohnungsbau für Haushalte, die über den Einkommensgrenzen zum Erhalt eines Wohnberechtigungsscheins liegen, mit kommunalen Förderprogrammen finanziell unterstützt. In den vergangenen beiden Jahren investierte die Landeshauptstadt Stuttgart über 32 Millionen Euro in den Sozialmietwohnungsbau. Ein Schwerpunkt lag dabei bei der Verlängerung von Mietpreis‐ und Belegungsbindungen. Für langfristige Verlängerungen von Bindungen für 558 Wohnungen hat die Stadt nahezu 20,5 Millionen Euro investiert. Weiterhin wurden Grundstücke zur Erstellung von Sozialmietwohnungen vergünstigt an Wohnungsunternehmen veräußert und Zuschüsse zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit gewährt. Zum Wohl der Mieter wurden Mietzuschüsse gewährt.

Ende 2024 umfasste der Bestand an geförderten Wohnungen in Stuttgart 16.199 Wohnungen, darunter 14.587 Sozialmietwohnungen mit Mietpreis und Belegungsbindungen. Bei 814 Wohnungen müssen die Mieter, die Einkommensgrenzen aus dem kommunalen Förderprogramm „Mietwohnungen für mittlere Einkommensbezieher“ einhalten. 798 Wohnungen sind geförderte Eigentumswohnungen für Selbstnutzer.

Nachdem der Bestand an geförderten Wohnungen über Jahrzehnte spürbar abnahm, konnte diese Entwicklung zumindest gestoppt werden. Seit 2020 bleibt er stabil. Sein Anteil am gesamten Wohnungsbestand liegt bei knapp über fünf Prozent. Im Großstadtvergleich verfügt Stuttgart über einen durchschnittlichen Anteil an geförderten Wohnungen.

Alexander Pazerat, Leiter der Abteilung Wohnen, sagte: „Wir können den Bestand an Sozialmietwohnungen nur mit großer Anstrengung aufrechterhalten. Die Verlängerungen von Mietpreis‐ und Belegungsbindungen sind dafür elementar. Der Dank gebührt den Wohnungsunternehmen, mit denen Verhandlungen über Bindungsverlängerungen aufgenommen werden konnten. Die hohe Anzahl an Wohnungen zeigt, dass in vielen Fällen eine Einigung zur Verlängerung der Bindungen möglich war.“ Pazerat weiter: „Die Zahl der Haushalte, die auf eine Sozialwohnung warten, ist im letzten Jahr nochmals deutlich gestiegen. Der Stand ist historisch hoch. Bei einer weiterhin geringen Fluktuation auf dem Mietwohnungsmarkt ergeben sich dadurch sehr lange Wartezeiten bis zur Vermittlung einer geförderten Wohnung. Besonders dramatisch ist die Lage bei Großfamilien.“

Ende 2024 waren 5.435 wohnungssuchende Haushalte für eine Sozialmietwohnung vorgemerkt, darunter 4.023 Not‐ und Dringlichkeitsfälle. Die Zahl der ausgestellten Wohnberechtigungsscheine stieg um über 1.000 auf 6.642.

Im vergangenen Jahr konnten insgesamt 284 neue Sozialmietwohnungen bezogen werden. 43 Wohnungen konnten durch berechtigte Haushalte aus den Programmen „Mietwohnungen für mittlere Einkommensbezieher“ und „Schaffung von Wohnraum zur Miete“ bezogen werden. Darüber hinaus wurden 15 geförderte Wohneinheiten im Stuttgarter Eigentumsprogramm bezugsfertig.

Weiterhin große Nachfrage für städtische Zuschüsse für energetische Sanierungen

Die Stadt Stuttgart unterstützt bereits seit 1998 energetische Sanierungen mit städtischen Zuschüssen im kommunalen Energiesparprogramm. Das Programm lässt sich mit Bundesmitteln zur Energieeinsparung kombinieren. Seit 2020 können auch Wohnungsunternehmen vom Förderprogramm profitieren.

Das Programm wird nach wie vor sehr gut angenommen. Bei einer Gesamtinvestition von 95 Millionen Euro im Jahr 2024 konnten 16,5 Millionen Euro an Fördermitteln gebunden werden. Über 450 förderfähige Anträge zeigen die Attraktivität des Förderprogramms zur Erreichung der städtischen Klimaziele.

Zum 1. Oktober werden mehrere Fördertatbestände in der neuen Förderrichtlinie Heizungsprogramm zusammengefasst. Die Förderlandschaft wird dadurch vereinfacht. Sämtlich relevanten Fördertatbestände rund um den Heizungsaustausch werden in einer Förderrichtlinie gebündelt und schaffen einen Anreiz zur klimafreundlichen Wärmeerzeugung.


Trotz schwieriger Rahmenbedingungen: Stuttgart baut den ÖPNV weiter aus

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Stuttgart.| Die Landeshauptstadt Stuttgart hält trotz angespannter Haushaltslage am Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) fest. In einer heutigen öffentlichen Sitzung des Gemeinderatsausschusses informierten Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper und das Grundsatzreferat über die aktualisierte Ausbauplanung der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB). Zwar müssen die Maßnahmen aufgrund der aktuellen finanziellen Rahmenbedingungen modifiziert werden, dennoch soll der Ausbau des ÖPNV fortgesetzt werden – wenn auch in angepasstem Tempo.

Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper: „Wir müssen nunmehr leider auch beim ÖPNV auf die Kostenbremse treten. Wegen der schwierigen Haushaltslage schlagen wir aber vor, weniger als bisher geplant für den ÖPNV auszugeben. Diese im Vergleich zu anderen Großstädten sehr maßvolle und sehr moderate Kostenreduktion zeigt, wie hoch der Stellenwert des ÖPNV aus unserer Sicht ist.“

Finanzielle Belastungen steigen deutlich

Die SSB sieht sich in den kommenden Jahren mit erheblich steigenden Ausgaben konfrontiert. Gründe dafür sind unter anderem tarifvertraglich vereinbarte Arbeitszeitverkürzungen, steigende Investitionen in Infrastruktur und Fahrzeuge sowie der Ausbau des Angebots und höhere Kosten im Bereich Klimaschutz. Ohne dynamisch wachsende Einnahmen durch Bund und Länder rechnet die Stadt mit einem Anstieg des jährlichen Defizits der SSB auf über 200 Millionen Euro.

Der Oberbürgermeister, der zugleich stellvertretender Präsident des Deutschen Städtetags ist, fordert Bund und Länder daher auf, ihrer finanziellen Verantwortung nachzukommen: Derzeit bestimmen sie über rund 80 Prozent der Einnahmen der SSB – vor allem infolge der Einführung des Deutschlandtickets. Bleibt eine angemessene Finanzierung aus, drohen substanzielle Einschränkungen beim heutigen ÖPNV-Angebot.

Ausbau geht weiter – mit gezielten Maßnahmen

Trotz der angespannten Lage sollen wichtige Ausbauprojekte wie geplant umgesetzt werden. So wird ab dem kommenden Jahr die Stadtbahnlinie U1 (Fellbach – Heslach) mit 80-MeterZügen betrieben, wodurch das Platzangebot auf dieser zentralen Linie verdoppelt wird.

Weitere Maßnahmen, die realisiert werden sollen:

  • Bau eines neuen Stadtbahnbetriebshofs in Weilimdorf
  • Verlängerung der Linie U13 bis Hausen
  • Ausbau der Linie U19 (Verlängerung bis zum Mercedes-Werk sowie Taktverdichtungen)
  • Häufigere Fahrten der Buslinie 65 zum Flughafen nach Inbetriebnahme des neuen Bahnhofs
  • Taktverdichtung der stark frequentierten Buslinie 42 auf einen 5-Minuten-Takt in der Hauptverkehrszeit
  • Priorisierung statt Streichung: Projekte auf Stand-by

Um den Haushalt strukturell zu entlasten, schlagen die Stadtverwaltung und die SSB vor, vorerst auf die verbindliche Umsetzung einiger geplanter Projekte zu verzichten. Ziel ist es, den Wirtschaftsplan der SSB jährlich um 25 Millionen Euro zu entlasten. Zu den Maßnahmen, die vorläufig zurückgestellt werden, zählen unter anderem:

  • Verlängerter 10-Minuten-Takt der Stadtbahn am Abend
  • Einführung eines Nachtverkehrs der Stadtbahn
  • Verbesserungen auf der Linie U8 auf den Fildern

Diese Projekte sollen weiterhin planerisch vorbereitet werden, um bei einer Verbesserung der finanziellen Lage zügig umsetzbar zu sein. In Summe können so über einen Zeitraum von fünf Jahren rund 100 Millionen Euro eingespart werden.

Bund und Länder gefordert – Konsequenzen bei Nichthandeln

Mit der Einführung des Deutschlandtickets hat sich das Einnahmenmodell für Verkehrsunternehmen grundlegend verändert. Während früher die Verkehrsunternehmen gemeinsam mit den Aufgabenträgern im Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) über Tarife entscheiden konnten, beeinflussen nun Bund und Länder über das Deutschlandticket die Einnahmen der SSB.

Sollte es nicht gelingen, eine langfristige und auskömmliche Finanzierung des ÖPNV sicherzustellen, könnten Angebotsreduzierungen auch in Stuttgart unvermeidlich werden. Aktuell diskutieren bereits Städte wie Heidelberg, Karlsruhe oder Tübingen Kürzungen im Nahverkehr oder haben diese bereits umgesetzt.

Rund 230.000 Stuttgarterinnen und Stuttgarter nutzen aktuell das Deutschlandticket. Der Anteil der mit dem ÖPNV zurückgelegten Wege liegt bei 26 Prozent – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den von der Corona-Pandemie geprägten Vorjahren.

Die Investitionen der vergangenen Jahre zeigen bereits Wirkung: Die Platzkilometer im Stadtbahnnetz steigen von 5.252 Millionen Kilometer im Jahr 2021 auf 5.407 Millionen Kilometer im Jahr 2025. 92 Prozent der Fahrgäste bewerten die Leistungen der SSB positiv. Neue Stadtbahnprojekte wie die Linie U12 mit 80-Meter-Zügen, die Verlängerung der U6 zum Flughafen und der U5 zum Neuen Markt in Leinfelden wurden bereits umgesetzt. Auch der Busverkehr wurde deutlich verbessert: Seit Dezember 2023 verkehren alle Innenstadtbuslinien abends eine Stunde länger im 10-Minuten-Takt. Zudem wurde das Nachtbusangebot im Juli 2021 auf die Nächte von Sonntag bis Mittwoch ausgeweitet.

Die Platzkilometer im Busverkehr stiegen von 1.275 Millionen Kilometer (2021) auf 1.321 Millionen Kilometer (2025). Parallel ist die Umstellung der Busflotte auf klimaneutrale Antriebe im Gange.

Zur Erklärung: Der Platzkilometer ist eine Recheneinheit im öffentlichen Personenverkehr. Er bezeichnet das Produkt der von einem Verkehrsunternehmen angebotenen Fahrgastplätzen und dem vom jeweiligen Verkehrsmittel zurückgelegten Weg.


SGV Freiberg empfängt die Zweite des SC Freiburg

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Saisonauftakt in der Regionalliga

Mit Spannung dürften die Fußballfans dem Saisonauftakt zur Regionalliga Südwest entgegenfiebern. Nach einem beeindruckenden 1:5 Ergebnis im Vorbereitungsspiel bei der Zweiten des VfB Stuttgart (3. Liga!) sind die Erwartungen an die neue Freiberger Mannschaft geweckt. Trotzdem sollte man das Ergebnis nicht überbewerten.

Fakt ist, dass es den Mannen um Präsident Emir Cerkez und Cheftrainer Kushtrim Lushtaku ein weiteres Mal gelungen ist eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen. Deshalb sind die Spiele der neuen Saison im Freiberger Wasenstadion in jedem Fall ein Garant für beste Sportunterhaltung.

Also: Termin vormerken und das Team des SGV Freiberg kräftig anfeuern!

Samstag, 02. August 2025 Im Wasen-Stadion

Spielbeginn: 14:00 Uhr

Hinkommen lohnt sich!


 

Haftung bei schadhaftem Inventar in Ferienimmobilie

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Vermieterinnen und Vermieter einer Ferienwohnung haften dafür, dass das Inventar zum Zeitpunkt der Vermietung nicht schadensbehaftet ist und gefahrlos benutzt werden kann. Andernfalls drohen im Einzelfall hohe Haftungsansprüche. Die Württembergische Versicherung, ein Unternehmen der W&W-Gruppe, weist auf einen vom Oberlandesgericht Oldenburg (9 U 40/23) entschiedenen Fall hin.

Als eine Familie in einer gemieteten Ferienwohnung Kaffee zum Frühstück zubereitete, kam es zu einem schweren Unfall. Die Mutter befüllte zunächst die Kaffeemaschine mit kaltem Wasser und benutzte dazu eine Glaskanne. Anschließend goss sie den heißen Kaffee in die Glaskanne und wollte diese auf den Frühstückstisch stellen. Dabei brach jedoch der Henkel der Glaskanne ab und der heiße Kaffee ergoss sich über das sechsjährige Kind der Familie. Dieses erlitt schwere Verbrennungen am Oberkörper und an beiden Armen. Es musste mit dem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden und befindet sich seitdem in ärztlicher Behandlung. Die erlittenen Narben wird es voraussichtlich das ganze Leben behalten. Die Eltern verklagten namens ihres Kindes die Vermieterin der Ferienwohnung auf Schmerzensgeld und Ersatz aller erlittenen Schäden. Damit kamen sie jedoch vor Gericht nicht durch. Die Familie konnte nämlich nicht beweisen, dass die Glaskanne bereits bei Abschluss des Mietvertrages einen erkennbaren Mangel hatte.

Allerdings betonte das Gericht, dass die Haftung für solche Schäden nicht in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Mietvertrages ausgeschlossen werden können. Die Vermieterin haftete daher grundsätzlich für alle Schäden, die durch mängelbehaftetes Inventar eintreten. Allerdings stellte ein Sachverständiger fest, dass die Glaskanne keine Reparaturspuren oder Verschleißerscheinungen aufwies. Es lag auch kein Produktmangel vor, der zu einem vorzeitigen Verschleiß geführt hatte. Nachdem die Glaskanne bei der Befüllung mit kaltem Wasser noch funktionstüchtig war, blieb offen, ob ein erkennbarer Mangel der Glaskanne bereits zum Zeitpunkt der Vermietung vorlag oder dieser erst später eintrat.

Die Abdeckung des Haftungsrisikos für solche Schäden ist für Vermieterinnen und Vermieter einer Ferienunterkunft wichtig und sollte mit einer Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung abgesichert werden. Für Vermieterinnen und Vermieter, die einen Beherbergungsbetrieb führen, ist die Betriebshaftpflichtversicherung die richtige Wahl. Diese Versicherungen decken Schmerzensgeld, Schadensersatz und Beschädigung des Eigentums der Gäste ab.


Projekte zur Stärkung von Demokratie und Toleranz

Projektförderung bis Anfang September beantragen

Im Landkreis Esslingen werden Ideen für Projekte zur Demokratieförderung und Extremismusprävention gesucht. Für diese gibt es unter bestimmten Bedingungen Fördermittel. Gemeinnützige, nichtstaatliche Träger haben noch wenige Wochen Zeit, bei der Fachstelle Demokratie und Toleranz des Landratsamtes einen Projektantrag im Rahmen des Aktionsprogramms für Demokratie und Toleranz zu stellen. Die Antragsfrist endet am 8. September.

Die Umsetzung dieser Projektförderung wird durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt. Es stehen dem Landkreis Esslingen für diesen Zweck im Jahr 2025 noch 100.800 Euro an Bundesmitteln zur Verfügung. Davon sind 22.800 Euro für Jugendprojekte reserviert.

Die Projekte sollen möglichst eine breite Öffentlichkeit im Landkreis Esslingen adressieren sowie nachhaltig ausgerichtet sein. Sie müssen sich darüber hinaus über Neuheitsgrad und Innovationscharakter auszeichnen. Im Fokus der Förderung stehen Kinder und Jugendliche sowie ihr Umfeld.

Die möglichen Formate reichen von ein- wie mehrtägigen Workshops, Diskussionsveranstaltungen, über Beteiligungsaktionen bis hin zu Kunstprojekten und Lesungen. Das Aktionsprogramm lebt von der Vielfalt der Projektträger und ihrer Ansätze.

Informationen und Kontakt

Informationen und das Antragsformular finden interessierte Initiativen und Träger auf den Seiten des Aktionsprogramms für Demokratie und Toleranz unter www.land-kreis-esslingen.de, Suchbegriff „Demokratie und Toleranz“. Alle Fragen rund um die Antragstellung beantwortet die Fachstelle Demokratie und Toleranz des Landkreises Esslingen, Kontakt: Rafael Jancen, E-Mail: [email protected] oder Telefon 0711 3902-44380.


Bauernmarkt auf dem Kniebis

Freudenstadt.| Am Sonntag, dem 3. August 2025, findet wieder der beliebte Bauernmarkt am Besucherzentrum Schwarzwaldhochstraße in Freudenstadt-Kniebis statt. Von 11:00 bis 17:00 Uhr präsentieren Händler aus der Region ihre vielfältigen Produkte und bieten Besuchern die Gelegenheit, die kulinarische und handwerkliche Vielfalt des Schwarzwaldes zu entdecken.

Das Angebot umfasst traditionelle Schwarzwälder Spezialitäten wie Schinken, Schnaps, Honig und Obst sowie Ziegenkäse, Chutneys, Senf und frisch gebackenes Bauernbrot. Auch handwerkliche Erzeugnisse wie Korbflechten sind vertreten.

Die Veranstaltung wird von Freudenstadt Tourismus und dem Ferienclub Kniebis organisiert. Letzterer sorgt außerdem für die Bewirtung mit Spezialitäten vom Grill sowie Kaffee und Kuchen. Musikalische Unterhaltung bieten die Alphornbläser und Hüttenorgler sowie der Frauenchor Neues Leben.


Umsatzrückgang bei TRUMPF

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Leibinger-Kammüller: Talsohle erreicht

Hochtechnologie-Unternehmen veröffentlicht vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2024/25: Der Umsatz liegt mit 4,3 Milliarden Euro rund 16 Prozent unter Vorjahr, der Auftragseingang sinkt um rund 7 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro.

Ditzingen.| TRUMPF beendet das Geschäftsjahr wie erwartet mit rückläufigem Umsatz und Auftragseingang. Nach vorläufigen Berechnungen erzielte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2024/25 (Stichtag 30. Juni 2025) einen Umsatz von 4,3 Milliarden Euro (Geschäftsjahr 2023/24: 5,2 Milliarden Euro) und einen Auftragseingang von 4,2 Milliarden Euro (Vorjahr 4,6 Milliarden Euro). Im Heimatmarkt Deutschland sank der Umsatz um 15 Prozent auf rund 700 Millionen Euro (Vorjahr: 824 Millionen Euro). Deutschland blieb damit umsatzstärkster Einzelmarkt. In den USA musste TRUMPF ebenfalls einen Umsatzrückgang verzeichnen. Dieser ging um 17 Prozent auf etwa 660 Millionen Euro zurück (Vorjahr: 796 Millionen Euro). Trotz eines Umsatzrückgangs um 22 Prozent war China mit rund 480 Millionen Euro Umsatz (Vorjahr: 615 Millionen Euro) erneut stärkster asiatischer Einzelmarkt.

TRUMPF Chefin Nicola Leibinger-Kammüller sagte: „Weder konjunkturell noch geopolitisch gab es im dritten Krisenjahr in Folge Anzeichen für eine echte Trendwende. Wir gehen dennoch davon aus, nun die Talsohle erreicht zu haben. Auftragseingang und Umsatz haben sich auf einem aus unserer Sicht fraglos deutlich zu niedrigem Niveau stabilisiert.“ TRUMPF habe auf die anhaltend schwache Nachfrage mit klaren Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung reagiert. Dazu gehörte auch ein Stellenabbau sowie Einschnitte bei externen Dienstleistungen oder Neuinvestitionen in Gebäude. „Diese Maßnahmen wirken“, so Leibinger-Kammüller. „Wir haben fast Unglaubliches vollbracht und rund 350 Millionen Euro eingespart. Das war eine Leistung des Unternehmens, die bisweilen an eine Rosskur erinnerte.“

Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betrug zum Stichtag 30.06.2025 gruppenweit 17.750. In Deutschland waren rund 8.900 Mitarbeiter tätig, davon etwa 5.900 am Stammsitz in Ditzingen.